Frankfurter Gemeine Zeitung

Sparkassen in der Region Rhein-Main setzen Google Analytics ein – tw. auch im Online-Banking

Mike Kuketz, freiberuflich tätig im Bereich IT-Sicherheit, hat sich den Einsatz der Tracking-Software Google Analytics durch Sparkassen in Deutschland genauer angesehen. Auf seinem Blog schreibt er unter dem Titel Sparkassen: Flächendeckender Einsatz von Google Analytics?, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Sparkasse Google Analytics einsetzt. Er notiert: “Diverse Stichproben auf Webseiten unterschiedlicher Sparkassen hat dies jedenfalls ergeben. Wie gefährlich die Nutzung von Google-Services für die Privatsphäre sein kann, habe ich bereits im Beitrag ‘Das kranke WWW: Stop using Google Web-Services‘ aufgezeigt. Es ist traurig, wenn Sparkassen, die in der Regel gemeinnützige öffentlich-rechtliche Banken auf kommunaler Ebene sind, keine eigene Lösung (bspw. auf Matomo) hosten können. Stattdessen wird die Datenkrake Google ‘kostenlos’ mit weiteren Daten beliefert. Nach der Beobachtung einiger Leser betrifft das allerdings nicht nur die Webseiten der Sparkassen, sondern auch den Login-Bereich beim Online-Banking. Auch dort werden die Nutzer via Google Analytics getrackt. Datenschutzsensible Verbraucher sollten ihre Sparkasse kontaktieren und ihren Unmut über diese Vorgehensweise äußern, sofern ihre Filiale ebenfalls betroffen ist.”

Auf der Homepage Regnerischer Nachmittag hat ein anderer Blogger mitgeteilt, dass 36 der 387 Sparkassen in Deutschland Google Analytics einsetzen. Aus der (erweiterten) Region Rhein-Main sind dies nach diesem Beitrag die

Sparkasse Fulda,
Kreissparkasse Gelnhausen,
Sparkasse Heidelberg,
Sparkasse Mainz,
Nassauische Sparkasse und
Taunus Sparkasse.

Ein Grund für Kund*innen dieser Sparkassen, bei ihren Instituten und deren betrieblichen Datenschutzbeauftragten nachzuhaken.


Jobcenter Landkreis Offenbach: Nichtssagende und damit unzulässige Eingangsbestätigungen bei Anträgen und Unterlagen

Nachstehend eine Information des bundesweit aktiven Erwerbslosenvereins Tacheles e. V. aus Wuppertal:

Es wird aktuell viel darüber diskutiert, ob Hartz IV die Leistungsbeziehenden drangsaliert. BA Chef Detlef Scheele verkündete noch am 29.11. in der FAZ Groß mündig „Im Jobcenter wird niemand drangsaliert“.  Dazu möchte ich auf ein konkretes Beispiel eingehen, die Eingangsbestätigungen für eingereichte Unterlagen der Pro Arbeit vom kommunalen Jobcenter im Landkreis Offenbach.

Vorab:  Eingangsbestätigungen sind relevant für eingereichte Anträge, Widersprüche, einzureichende Unterlagen und für Änderungsmitteilungen. Werden Unterlagen nicht eingereicht, gibt es keine Leistungen, ebenfalls nicht, wenn ein Antrag verloren geht. Geht eine Änderung verloren, gibt es ein Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahren und überzahlte Gelder müssen immer zurückgezahlt werden.

Verlorene Unterlagen sind ein Riesenproblem bei Hartz IV Weiterlesen »


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