Frankfurter Gemeine Zeitung

Die FGZ schließt

Das Ende der FGZ (FGZ: Kurzform für Frankfurter Gemeine Zeitung) naht. Die Webseite ist veraltet: Wenn im Laufe dieses Monats die alte php-Version, auf welche die WordPress-Eigenprogrammierung dieser Webseite fußt, seitens des Providers nicht mehr unterstützt wird, funktioniert diese Seite nicht mehr und wird mit diesem Schritt faktisch abgeschaltet.

Diese Webseite war ein Gemeinschaftsprojekt. Viele sind nicht mehr da, auch nicht für die technische Pflege der FGZ. Sie ist seit Jahren technisch unverändert.

Es ist also Zeit, Tschüss zu sagen!
 


Ein Kommentar zu “Die FGZ schließt”

  1. eine Leserin

    Hallo,

    auch wenn in den letzten Monaten fast nur Beiträge von einem Menschen veröffentlicht wurden. Eure FGZ war über die Jahre immer wieder lesenswert.

    Ganz am Beginn, Ende 2009 oder Anfang 2010 habt ihr mal zu Recht festgestellt:

    Ein aufmüpfiges Web-Projekt zwischen Politik und Kultur in RheinMain

    Die „Frankfurter Gemeine Zeitung“ (kurz FGZ) versteht sich als „eingreifende Initiative“, die als politisches Medium und praktische Vermittlungsinstanz vor Ort agieren möchte, und zwar primär als Zeitung im Web. Das kleine Web-Journal entstand Ende 2009 aus dem gefühlten Mangel heraus, daß eine breitere und gleichzeitig lokal sensible Instanz medialen Einspruchs in Frankfurt seit langer Zeit nicht mehr existiert. Kein Wunder: In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich die Stadt zu einem Finanz- und Verkehrszentrum umgebaut, die meisten Industrieansiedlungen sind verschwunden. Kritische politische Initiativen wurden weitgehend marginalisiert, wenn wir von eher isolierten Ein-Punkt Umwelt BI´s absehen. Die Entwicklung lief nicht viel anders als andernorts, aber eben ein bißchen radikaler, besonders auf dem Hintergrund, daß Frankfurt Jahrzehnte vorher eine politisch besonders brodelnde Stadt war.
    Der bundesweiten politischen Nivellierung durch mediale „Blödmaschinen“ großer Durchschlagskraft – noch verstärkt durch die Liquidation der sozialdemokratischen Reste in der Frankfurter Rundschau – ergänzte sich im lokalen Bereich die weitgehende Liquidierung von kritischen „Stadtzeitungen“ der 70er und 80er Jahre ungefähr zu Zeiten der deutschen Wiedervereinigung. In Rheinmain betraf dies die „Andere Zeitung“ und den „Pflasterstrand“. Ersetzt wurden sie passend zum Zeitgeist und dem Frankfurter Gefühl der Finanz-Perfomance durch Lifestylemagazine wie „Journal“ und „Prinz“, die sich ausschließlich auf Wohlfühlimage und Eventmarketing für alle Gelegenheiten kaprizieren.
    Von politischem Einspruch oder kritischen Kulturinterpretationen kann in Medien hier vor Ort inzwischen keine Rede mehr sein, und verstärkt wird dieser Trend durch den neuen „schwarz-grünen Konservatismus“ zwischen Opernplatz und Grüngürtel. Diese Auflösung von echten Konfliktlinien folgte den Umbrüchen von Klassen und Milieus in Lebenswelten sowie in den heterogenen Zonen der Arbeit und des Konsums, die sich in den letzten Jahrzehnten in immer neuen Wellen durch Ökonomie und Kultur wälzten.
    In dieser Ausgangslage fischen wir mit der FGZ im Trüben der täglichen Meinungssuppe…

    Diesen Anspruch solltet Ihr nicht aufgeben! Lasst die FGZ weiterleben!

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