Frankfurter Gemeine Zeitung

Ein Platz für die Gingolds…

… diese Forderung erhoben bei einer Kundgebung am 09.03.2019 mehr als 150 Menschen, die zu einer Kundgebung der Ettie-und-Peter-Gingold-Erinnerungsinitiative in Niederrad gekommen waren.

Während der Kundgebung sprach auch Silvia Gingold, in den 1970er Jahren Opfer der Berufsverbotepolitik und auch aktuell noch überwacht vom Hessischen Landesamt für “Verfassungs”schutz, der Nazis schützt (NSU, Andreas Temme u. a.), aber nicht Grundrechte und Demokratie.

Am Ende der Kundgebung wurde der Platz symbolisch umbenannt.

Der Platz soll – so die Forderung vieler Menschen und Organisationen – durch die Stadt Frankfurt auch offiziell so benannt werden. Im April 2016, richteten 47 Frankfurter oder mit Frankfurt verbundene Persönlichkeiten einen Offenen Brief an Oberbürgermeister Peter Feldmann und an die Mitglieder der Ortsbeiräte und der Stadtverordnetenversammlung. Darin setzten sie sich dafür ein, Ettie und Peter Gingold wegen ihrer herausragenden Leistungen im Kampf gegen den deutschen Faschismus mit der Benennung einer Straße, eines Platzes oder einer anderen öffentlichen Einrichtung in angemessener und bleibender Weise zu ehren und zu würdigen.

In Niederrad, wo Ettie und Peter Gingold nach der Befreiung vom Faschismus 1945 ansässig wurden, entstand die Idee, den bislang namenlosen kleinen Platz, wo die Neuwiesenstraße in die Reichsforststraße mündet, nach den Gingolds zu benennen. In unmittelbarer Nähe, in der Reichsforststraße 3, befand sich bis zu ihrem Tod der Wohnsitz der Gingolds. Bei Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und dem zuständigen Dezernenten Mike Josef fand der Gedanken der Platzbenennung Anklang. Benennungen von Straßen und Plätzen erfolgen in Frankfurt aber auf Empfehlung des jeweils zuständigen Ortsbeirats. Mitglieder des zuständigen Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) griffen den Vorschlag auf. Insbesondere die CDU-Fraktion entzog sich bisher jedem Gesprächswunsch und blockiert das Vorhaben.

Während der Kundgebung wurden Postkarten verteilt, die an den Ortsvorsteher des Ortsbezirks 5, Christian Becker (CDU) und alle Mitglieder des Ortsbeirats gerichtet sind. Wer diese Forderung der Gingold-Erinnerungsinitiative unterstützen möchte kann dies auch durch eine E-Mail an den Ortsvorsteher (christian.becker@cduplus.de) und an die anderen Mitglieder des Ortsbeirats tun. Nutzen Sie dazu den nachstehenden Text.

OBR


Bisher keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Comment moderation is enabled. Your comment may take some time to appear.

 

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt Mediendesign und tech-a • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.