Frankfurter Gemeine Zeitung

Keine Panzer gegen Seuchen, aber:

In Anbetracht von Zeiten, in denen man sowohl vor Nazis, als auch Islamisten, als auch von jedweder anderen verfassungsschutzlicher Arbeit nicht erfassten Spinnern, dem bürgerlichen Plebs, der gerne mal wegschaut, wenn da drauf gehauen wird, und anderen Mitbürgern nicht geschützt wird, bitten wir hiermit die Bundesregierung um eine Vereinfachung der Gesetzeslage bezüglich Schutz“waffen“.
Sich hinter einem geeignet großen, portablen Gegenstand zu verbergen, um keine Schmerzen zu leiden, erfüllt weder den Tatbestand der Bewaffnung, noch ist es ein aggressiver Akt.
Jedewede preußische Einstellung dazu ist, aufgrund historischer Sklaverei, außer Acht zu lassen.

Deswegen schlagen wir vor:
Das Tragen von ziviler Körperpanzerung (Leder, Seide, Holz, Metall, Keramik, Kevlar, weitere) ist nicht als „Bewaffnung“ zu rechnen. Nie, und nirgends.
Das Schützen des eigenen Körpers durch Anbindung von Externalien ist eine althergebrachte globale Kulturtradition.
Raten sie mal, warum die Unversehrtheit des Leibes im Grundgesetz steht…
Die Benutzung ziviler Schutzmaßnahmen (Umhüllen des eigenen Körpers) ist in passiver Form zulässig.
Die Benutzung von Schilden, Armbewehrung oder anderer Nahbepanzerung im öffentlichen Raum wird nicht registriert, solange sie defensiv eingesetzt werden. Dies ist insbesondere in der Brauchtumspflege unumgänglich, weil es Arbeit spart. Im Falle des offensiven Einsatzwillens ist dieser nur im privaten Raum gestattet. Es herrscht in diesem Falle Meldepflicht (z. B.: Kulturvereine, Einbrecher, Immobilienspekulanten). Näheres regelt ein Gesetz.
Körperpanzerung, egal welcher Schutzstufe, ist zu jeder Gelegenheit zulässig.
Sich selbst und familiäre Angehörige, sowie die freundschaftlich selbst gewählte Familie zu schützen, ist, im Rahmen der voranstehenden Auflistung, nicht als Straftat, sondern Ordnungswidrigkeit zu werten, solange dabei keine unverhältnismäßigen Schäden für den Staat entstehen, keine Unbeteiligten zu Schaden kommen und auf den Einsatz von Angriffen durch offensive Bewaffnung verzichtet wird. Dies kann sich gern an den Richtlinien einer Vergewaltigung orientieren, wo auch nichts passiert, bevor es passiert.
Drohung ist ein leicht auszuräumender Tatbestand.
Hinterhalt wird separat verhandelt.
Messer und Feuer sind zwar heutzutage nicht mehr als kulturtragend angesehen, doch gerade darum, im Sinne des Denkmalschutzes, aus dem Waffenrecht auszuschließen, da sie immaterielles und materielles Kulturerbe darstellen.
Wer das nicht glauben mag, schneide mit Löffeln und esse roh.
Wer damit Schaden an Mitbürgern zu verfügen bereit ist (Löffel und Feuer eingeschlossen), wird dem dafür zuständigen Gericht überantwortet.

So halt, ich, heute. Für die Hippies.


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