Frankfurter Gemeine Zeitung

BlockupyDemoDesaster 2013: was machen eigentlich die GRÜNEN?


Frankfurt steht Kopf wegen der polizeilichen Übergriffe auf der Blockupy-Demo. Da stellt sich die Frage: Was machen eigentlich die Demoliebhaber von früher, die ja noch immer irgendwie Bürgerbewegten GRÜNEN? Zumal sie mit Boris Rhein einen für das Schlamassel verantwortlichen Innenminister haben, der der gleichen Partei angehört wie ihre Frankfurter Koalitionskollegen und der vor kurzem noch Wunsch-OB von Olaf Cunitz und einigen anderen Römergrünen gewesen wäre.
Wird man sich gar zu einer Rücktrittsforderung hinreißen lassen? Werden die Grünen Dezernenten ihren Kollegen, den Ordnungsdezernenten Markus Frank (CDU) zurückpfeifen, der der Polizei für ihren besonnenen Einsatz dankte? Auf die Pressekonferenz mit Tarek Al-Wazir, dem Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Landtag, und Manuel Stock, dem Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Römer, durfte man gespannt sein.
Das Ergebnis war allerdings so mager und dehnbar wie ein Tofustück und zudem in einem Satz formulierbar: Die GRÜNEN fordern Boris Rhein auf,„lückenlos Stellung“ zu nehmen.
Tarek Al-Wazir rügte: „Der Polizeieinsatz war völlig unverhältnismäßig, denn aus der eingekesselten Gruppe heraus wurden nach allen Berichten keine relevanten Straftaten verübt. Auch die von der Polizei sichergestellten Gegenstände können kein Grund für die Einkesselung gewesen sein. Dazu gibt es Rechtsprechung bis hin zum Bundesverfassungsgericht. Hier wird Innenminister Rhein lückenlos Stellung nehmen müssen und sich nicht aus der Verantwortung stehlen können. “ Auf den Journalisten-Einwurf, der Innenminister habe doch bereits ausführlichst zu den Ereignissen Stellung genommen und fände den Polizeieinsatz vollkommen gerechtfertigt, antwortete Al-Wazir, es sei ja etwas anderes, ob so etwas auf einer Pressekonferenz gesagt würde oder vor dem Landtag. Zum Rücktritt auffordern wolle er ihn erst mal nicht, „erst mal hören, was er sagt.“. Einen Untersuchungsausschuss einzusetzen , wie ein weiterer Journalist vorschlug, bringe auch nichts, die Legislaturperiode wäre ja fast schon zu Ende und es dauere in der Regel erst mal ein halbes Jahr bis schwarz-gelb die ersten Akten rüberschicken würde. Da sollte doch lieber Herr Rhein selbst erklären, was sich da genau abgespielt hätte.
Für Frankfurt ist die Grüne Vorgehensweise ähnlich. Hier sei zunächst die Polizei selbst gefragt, die Vorgänge aufzuklären. Übergriffe auf Bürger zu ahnden, sei ohnehin eine Angelegenheit der Justiz und nicht der Politik. Angesprochen auf die Äußerungen von Markus Frank, erfuhr man, Frank habe als Sicherheitsdezernent der Stadt ohnehin keinerlei Einfluss auf den Verlauf des Polizeieinsatzes in Frankfurt gehabt und habe überdies nach der gestrigen Bürgeranhörung im Sicherheitsausschuss seine Meinung sicher geändert. Woher die beiden Grünen Spitzenpolitiker diesen Glauben an die Wandlungsfähigkeit von Markus Frank beziehen, ist unklar, denn noch gestern hatte Frank ebendort gegenüber kritischen Bürgern bemerkt, das „Hauptproblem seien massenhaft gewaltbereite Vermumte“ gewesen, bevor er laut FR „in einem Orkan von Lüge-Schreien unterging.“.

Weder Manuel Stock noch Tarek Al-Wazir sehen in den Vorfällen einen Grund, das schwarz-grüne Römerbündnis in Frage zu stellen. Tarek al-Wazir antwortete auf eine diesbezügliche Anfrage leicht genervt mit: „Was würde sich dadurch ändern?“ Dieser stoische Unglaube gegenüber der Möglichkeit von politischer Änderung durch Koalitionswechsel verblüfft bei jemand, der sich anschicken möchte, die schwarzgelbe Landesregierung abzulösen. Stattdessen übten sich Al-Wazir und Stock in den wohlbekannten Sticheleien gegen den sozialdemokratischen OB Feldmann, „den man nirgends gesehen hat“. Tatsächlich hat sich „Ich-bin-dann-mal-weg-aber-les-in-der-Zeitung-drüber-“Feldmann bei Blockupy nicht mit Ruhm bekleckert . Und gewiss, so lässt sich hin zu fügen, wäre das zumindest mit dem Frankfurter WunschOB vieler Römergrünen, nämlich Boris Rhein nicht passiert. Der hätte sich selbst als Innenminister und seiner Polizei bedingungslos zur Seite gestanden, um die Pfefferkörner nach zu füllen!
Was als wollen die Grünen jetzt noch mal? Sie wollen, dass Boris Rhein und die Polizei in sich gehen und unparteiisch, oder um es mit dem großen Roland Koch zu sagen „brutalstmöglich“ ihre eigene Rolle in dieser Affaire aufklären.
Auf das Ergebnis dieses Prozesses darf die Öffentlichkeit nach den vorliegenden Äußerungen der Beteiligten gespannt sein, auch wenn es nicht jedem so viel Spaß macht Boris Rhein zuzuhören wie dem grünen Rheinfreund Olaf Cunitz.. Die FGZ erklärt sich deshalb bereit, das wahrscheinliche Ergebnis der internen Aufklärung heute schon zu formulieren. Wir vergraben die dementsprechende Presseerklärung im Holzhausenpark (da sind Hunde verboten) in einer Hochsicherheitsbox und werden es, wenn das Ergebnis dieses ausführlichen Selbstreinigungsprozesses vorliegt, damit vergleichen.

Was also machen eigentlich die Grünen? Nichts eigentlich.


Das Menschenrecht auf Holzvertäfelung. Rede auf dem Protest – Tag der offenen Tür vor dem Palmengarten Gesellschaftshaus am 16.3.

Ich spreche hier als Vertreter der Onlinezeitschrift „Frankfurter Gemeine Zeitung“, des Netzwerkes „Wem gehört die Stadt“ und des „Militanten Beins der Tanzschule Werner“.
Wir stehen hier vor dem Palmengarten Gesellschaftshaus. Viele, viele, VIELE Jahre war es geschlossen, der alte Pächter wurde rausgekickt, das Ding wurde für 40 Millionen Euro umgebaut. 10 Millionen mehr als ursprünglich geplant, aber mein Gott: die Parkettpreise sind ja die letzten Jahre auch nicht eben gesunken… Außerdem werden Baukosten NIE realistisch berechnet, wenn Großbauprojekte beschlossen werden, sonst kämen ja die meisten tollen Bauvorhaben wie Philharmonien, Tiefbahnhöfe; Flughäfen, Stauseen oder eben -ne Nummer kleiner- Gesellschaftshäuser nie durch die Abstimmung, weil sie zu teuer sind- und das wäre doch verdammt schade! Jeder Politiker will ja mal was schönes ,großes, PRÄCHTIGES bauen, nicht immer so langweiligen, bezahlbaren Kram zum Drinwohnen. Gut, machen sie faktisch eh kaum mehr, aber was soll das auch bringen? Das wäre ja grade in Frankfurt förmlich ein Fass ohne Boden! Wohingegen so ein schönes neues Gesellschaftshaus: das gibt’s nur einmal! Deshalb auch hat die Ex-OB Petra Roth gesagt: „ Das neue Palmengarten Gesellschaftshaus ist ein Haus für alle Frankfurter.“ Und Bürgermeister Olaf Cunitz von den Grünen sekundierte: „Das ist ein Geschenk der Stadt an die Bürger“. Deshalb möchte ich, dass Sie mit mir jetzt einmal der Frankfurter Stadtpolitik Danke sagen: Danke, Petra! Danke, Olaf!
Sie haben sich nicht lumpen lassen: das war wirklich ein teures Geschenk, das sie mit dem Geld der Bürger den Bürgern gemacht habt! Ist das nicht schön, wenn man von der Stadt so geschätzt wird? Es bleibt auch noch lange teuer für uns, denn es gibt für die Stadt die nächsten 5 Jahre laufende Kosten von über 2 Millionen Euro pro Jahr für das Gesellschaftshaus..
Nun sagen manche, dass das gar kein Geschenk der Stadt an die Bürger ist, sondern ein Geschenk der Stadt an Johnny Klinke und dessen schwergrüne, schwerschwarze oder aber einfach schwerreiche Klientel. Die Pächter Klinke, Mangold und Co zahlen nämlich für den prachtvollen Kasten, der an sie ohne , na ja, „eigentliche“ Ausschreibung vergeben und nach ihren Vorstellungen umgebaut wurde, 7,50 Euro Miete pro Quadratmeter. Manche sagen sogar in Wirklichkeit sinds nur 5 Euro. Und das für einen frisch renovierten Altbau im Westend mit allem Pipapo: einfach Zucker!
Manche aber sagen, das ist ja wohl oberfaul und nur möglich, weil Johnny Klinke Duzfreund von Petra Roth und Jutta Ebeling ist, die damals für den Palmengarten zuständig war, und weil die ganze Frankfurter Pseudopolitikprominenz gerne in Tigerpalastpremieren hockt. Aber so einfach kann doch Frankfurter Stadtpolitik nicht sein! Unmöglich!
Wir sagen: Die Politik wollte den Bürgern nur zeigen, was eigentlich ein angemessener Preis für stilvolles Wohnen im Westend und drum herum wäre.
Unsere erste Forderung lautet daher gemäß der schwarzgrünen Vorgabe den Mietspiegel im Westend und Bockenheim an den des Palmengarten Gesellschaftshauses an zu passen: 7,50 für frisch renovierten Altbau oder state of the art Neubauten sind genug! Für die weniger vom Leben begünstigen Stadtteile in Frankfurt sollte es natürlich entsprechend weniger sein, fürs Nordend vielleicht 7 und Bornheim 6,50, gerade bei Neuvermietungen.

Nun sagen manche, die EIGENTLICHE Unverschämtheit besteht darin, dass Klinke & Co sich nicht nur ihr privates Restaurant und ihren privaten Veranstaltungszinnober von der Stadt durch viel zu günstige Mieten haben subventionieren lassen, sondern dass sie obendrein in diesen, von der Stadt subventionierten Räumen nur sauteures Essen und ebenso sauteure Veranstaltungen anbieten. Warum eigentlich kostet eine Kichererbsensuppe im „Geschenk der Stadt an die Bürger“ 21 Euro? Warum kostet der nackte vermietete Raum dort 6500 Euro am Abend? Welche Gäste, welche Mieter für die Räumlichkeit können sich das leisten? Diese Frage zumindest lässt sich schnell beantworten. Vor einer Woche z.B. wurde hier der „Innovationspreis der deutschen Wirtschaft“ vergeben. Die Eintrittskarten kosteten zwischen 325 und 425 Euro pro Person. Aber dafür konnte man in der „Deutsche Post DHL-Lounge“ äh… abhotten, im „FAZ-Cafe“ Saxophon und Klavier lauschen oder prominent im „Moonlightgarden“ promenieren. Das ist doch schön… Kurz zuvor gab es dort den „Union Investment Corporate Day“ mit Goldman Sachs und anderen Sympathieträgern der Bankenbranche.

Nun sagen manche, die Stadtregierung finanziert hier einen Ort für Stelldicheins der Superreichen, der großen Companies UND eine Gelddruckmaschine für die privaten Pächter, während die ohnehin absurd hohen RMV-Preise weiter ansteigen, Theater- und Museumsprojekte gestrichen werden, Eintrittspreise für Museen und Schwimmbäder UND den Palmengarten steigen und Mieter aus ihren Wohnungen vertrieben werden, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können. Sind die von der Stadt eigentlich inzwischen alle völlig IRRE?

Wir aber sagen: sicher hat Johnny Klinke da eine Art der „Querfinanzierung“ im Kopf. Er nimmt Geld von den Superreichen und Companies, um den Normalos und Unnormalos Gelegenheit zu geben, hier wundervolle Abende zu verbringen. So wird es sein. Gewiss. Aber man komme jetzt bitte nicht mit „verbilligten Mittagsmenüs“ oder dem notorischen „Biergarten“!
Warum soll der Großteil der Frankfurter Bevölkerung eigentlich immer auf die kurze Mittagspause oder auf Bierbänke abgeschoben werden, obwohl doch die Millionen öffentlicher Gelder definitiv nicht in Mittagspausen oder die Errichtung eines Biergartens geflossen sind, sondern in das da: das Palmengarten Gesellschaftshaus in all seiner abendlichen Prächtigkeit! Außerdem hat ein Biergarten einen grade heute Abend sehr klar erkennbaren Nachteil: er hat nur im Sommer auf. Und jetzt ist es eiskalt! Nein, wir wollen als Frankfurter Bürger abends ins Palmengarten Gesellschaftshaus und zwar ganzjährig und lassen uns nicht mit einem blöden Biergarten oder Mittagsmenüs abspeisen!
Unsere zweite Forderung lautete daher. Jeden Abend soll im La Fleur mindestens ein echtes Hauptgericht (also kein „Zwischengericht“ oder solcher Tinnef der Speisekarte ) für unter 10 Euro und mindestens ein guter Wein für 3,50 das Glas angeboten werden, um der Normalbevölkerung die tägliche, abendliche Benutzung des Palmengarten Gesellschaftshauses zu ermöglichen. Natürlich: für Leute mit Frankfurt-Pass und Hartz 4, die in Frankfurt von 10 Euro INSGESAMT pro Tag leben müssen, muss es etwas weniger sein, aber ich bin sicher Johnny fällt da was ein, auf dass das Palmengarten Gesellschaftshaus das „neues Zuhause für das breite gesellschaftliche Leben werde “ von dem .Stadtdezernent Uwe Beck (CDU) bei der glanzvollen Eröffnung der Presse so vorgeschwärmt hat.
Was die Vermietung der Räumlichkeiten angeht, so meinte Pächter Mangold in der Presse, sie seien „auch nicht teurer als die Alte Oper“ und „man verschließe sich nicht, wenn sich Bürger meldeten, um mal reinzuschauen, ohne zu essen“. Außerdem kämen jeden Tag „welche, die durchschlüpfen“, die lasse man auch gewähren, wenn sie den imposanten Festsaal betrachten wollten.“. Ach so, die Stadtgesellschaft kann sich also glücklich schätzen, sich bei Klinke & Co zu „melden“, um „dann durchzuschlüpfen“ und kurz den mit Millionen städtischer Gelder finanzierten imposanten Festsaal zu betrachten, „ohne etwas zu essen“. Das ist ganz schön großzügig… aber wer fucking hell braucht ZWEI ALTE OPERN in Frankfurt?
Natürlich ist das auch ein Thema, das mir als militantem Bein der Tanzschule Werner am Herzen liegt. Schließlich hat die Tanzschule Werner hier ihre Abschlussbälle gefeiert. Ich habe daran selbst nie teilgenommen, weil ich nie einen Tanzkurs bei der Tanzschule Werner besucht habe, aber ich fühle mich dem Gedanken des Abschlussballs aufs entschiedenste verbunden. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die emphatischen Worte von Alexandra Prinzessin von Hannover, der Vorsitzenden der Palmengartengesellschaft, bei der Eröffnung des Palmengarten Gesellschaftshauses: „Es gibt keinen Frankfurter im Saal, der nicht seine erste Liebe hierher ausgeführt hat.“ Ist das nicht wunderbar
So soll denn auch das neue Gesellschaftshaus jedem Frankfurter ermöglichen, hier seine erste oder letzte Liebe kennen zu lernen. Deshalb fordern wir drittens die Stadt und die Betreiber auf dafür Sorge zu tragen, dass nicht nur Karnevalsvereine, sondern Tanzschulen, Migrantenvereine, eiserne Hochzeiten der Antifa oder Familienfeiern, CSD-Events, Arbeitslosenvereine, politische Initiativen, Abschlußklassen, Frankfurter Occupisten und andere gesellschaftliche Ereignisse und Gruppen das Gesellschaftshaus zu den Miet- und Gastropreise anmieten können, wie sie früher für die Tanzschule Werner oder Abitursfeiern üblich waren oder für die Saalbau-AG gelten. Solchen und ähnlichen Gruppen und den Frankfurter Normalbürgern und Unormalbürgern sollen 90-95 Prozent der Veranstaltungen zu diesen Konditionen vorbehalten bleiben. Die übrigen 5-10 Prozent – und das ist jetzt ein Angebot an die finanziellen Interessen der Pächter – können gerne zu deutlich überhöhten Preisen an Autokonzerne, Werbeagenturen, Banken und ähnliche radikale Randgruppen vermietet werden.
Wir berufen uns weiterhin auf die bekannte Schriftstellerin Eva Demski, Trägerin der Goethepreis-Plakette des Landes Hessen als Festrednerin des Eröffnungsabends. Sie forderte „Pracht für alle!“ mit den Worten: „Warum muss Prächtigkeit immer böse und verderbt, Schmucklosigkeit jedoch gut und politisch korrekt sein?“
Liebe Eva Demski, das muss sie gar nicht, wir sind da ganz bei Ihnen.
Wir sagen deshalb heute Abend „politisch völlig unkorrekt“: Auch die, die tendenziell eher an der Frankfurter Tafel sitzen, haben ein Menschenrecht auf Holzvertäfelung und Kronleuchter!

Wir erklären deshalb die abgewrackte neowilhelminische, neoliberale und postdemokratische Gesellschaftsvorstellung der bisherigen Frankfurter Stadtpolitik für gescheitert.

Wir erklären das befreite Gesellschaftshaus für eröffnet.

Pracht für Alle!


Die Privatisierung des Wassers in der EU muss gestoppt werden


Die EU-Kommission will den Markt für die Privatisierung der Wasserrechte freigeben. Monitor hatte darüber am 13.122012. eine Sendung ausgestrahlt : “Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will.”
Im Zuge der “Liberalisierung” der Wasserwirtschaft nach Brüsseler Vorgabe wurde Portugal bereits nahe gelegt, seine Wasserrechte zu privatisieren. In einer Stadt, in der die Wasserlieferung privatisiert wurde, müssen die Bürger jetzt den 4-fachen Preis bezahlen. Griechenland wurde (zum Schuldenabbau…) auch empfohlen, die Wasserversorgung zu privatisieren. Wo dies geschieht, stehen selbstverständlich Margen im Vordergrund. Die Qualität leidet, wie der Fernsehbeitrag zeigt und auch eine unabhängige Studie nahelegt.
Dagegen hat sich eine Initiative gebildet, die bereits über 650 000 Unterschriften in der EU gesammelt hat.
Sie proklamiert:
“Wasser und Sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht
Wasser ist ein Öffentliches Gut, keine Handelsware – Wir fordern die Europäische Kommission zur Vorlage eines Gesetzesvorschlags auf, der das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen durchsetzt und eine funktionierende Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle Menschen fördert. Diese EU-Rechtsvorschriften sollten die Regierungen dazu verpflichten, für alle Bürger und Bürgerinnen eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie eine sanitäre Grundversorgung sicherzustellen. Wir stellen nachdrücklich folgende Forderungen:
Die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Bürger und Bürgerinnen das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung haben.
Die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen darf nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden. Die Wasserwirtschaft ist von der Liberalisierungsagenda auszuschließen.
Die EU verstärkt ihre Initiativen, einen universellen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung zu erreichen.”

Wer die Initiative unterstützen will, kann hier unterschreiben: http://www.right2water.eu/de


Der SS-Moment bei Zarah Leander

ich habe vor paar Jahren ein Zarahprogramm geschrieben, in dem es auch um ihren Texter ging: Bruno Balz, einen Schwulen, 1941 als solcher von der Gestapo verhaftet. Er rechnete während drei Wochen in Haft täglich damit, in ein KZ “verlegt” zu werden. Aber da holte ihn der Filmkomponist Michael Jary mit der Begründung heraus, er brauche ihn für den nächsten Leander-Film. Als Bruno Balz seine Zelle verließ, fiel ihm angeblich die Textzeile “Davon geht die Welt nicht unter” ein. Daraus wurde das bekannte -und leicht zynische- Durchhaltelied.
Was mir den Atem nahm heute: ich sah zum ersten Mal einen SS-Offizier im Publikum. Er reagierte kaum…ein Schauspieler? Ein “echter”?


Gebt Matussek endlich eine Chance!

Foto: PI-news SpiegelOnline-Edelfeder und “Bestsellerkatholik” (Deutschlandfunk) Matthias Matussek beklagt in einem aktuellen Interview die “Gotteskrise” in Deutschland, die zu einem Werteverlust geführt habe. Was Werte für ihn bedeuten, zeigte er schon vor 2 Jahren in der Sarrazin-Debatte, als er behauptete die “Konsensgesellschaft” würde den “Saalschutz losschicken, um einen verstörenden Zwischenrufer nach draußen zu eskortieren”. Wohlgemerkt, [...]

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Der Nikolaus hilft einem betrügerischen Christen

Wir sind ja keine der Tagesaktualität sklavisch dienende Website, aber auch wir kommen nicht drum rum: Heute ist (immer noch) Nikolaus. Tja…Hinter dem heiligen Nikolaus verbirgt sich übrigens eine reale Gestalt: Nikolaus von Myra, geboren irgendwann zwischen 270 und 286 in Patara, gestorben am 6. Dezember 326 oder 345 oder 351 oder 365. Spätestens 365 war er dann aber endgültig tot. Im Gegensatz zu den heutigen Nikoläusen war er kein Student, sondern wurde schon mit 19 zum Priester geweiht, später Abt eines Klosters. Zu ihm gibt es eine nahezu unbekannte Legende, in der er einen betrügerischen Christen wieder zum Leben erweckt. “Ein Christ leiht bei einem Juden Geld und verspricht, es rechtzeitig zurückzuzahlen. Dieser Zahlungsverpflichtung kommt er allerdings nicht nach, und die beiden landen vor Gericht. Um einen Meineid zu umgehen, lässt sich der Christ einen Trick einfallen: Er füllt das geliehene Geld in einen hohlen Stock. Während des Schwurs bittet er den Juden, den Stock so lange zu halten. Er schwört daraufhin, dass er das Geld bereits zurückgegeben habe. Der Jude gibt den Stab zurück und bleibt geprellt. Als die beiden nach Hause gehen, wird der Christ von einem vorbeifahrenden Wagen überfahren und stirbt. Bei dem Unfall zerbricht der Stock, und der Jude erkennt die Arglist. Die umstehenden Leute fordern den Juden auf, sich nun das Geld zu nehmen, da der Christ seine gerechte Strafe erhalten habe. Voll Mitleid entgegnet der Jude, dass er das Geld nur nehmen werde, wenn der heilige Nikolaus den Christen wieder zum Leben erwecke. Tatsächlich steht daraufhin der meineidige Christ wieder lebendig auf, und der Jude lässt sich taufen.” ( aus wikipedia zu Nikolaus von Myra)
Es ist bedauerlich, dass grade diese Legende so selten in der Kirche verlesen wird im Gegensatz zu vielen anderen um den heiligen Nikolaus, zeigt sie doch, dass der Nikolaus auch gerne den betrügerischen Christen zur Seite steht.

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Universitas-eine unfreiwillig geheime Veranstaltung als Prolog zum Kulturcampus


Großes war geplant für den vergangenen Freitag im Studierendenhaus: „Universitas“, ein wissenschaftlich-theatralischer Crossover mit mehr als 30 Mitwirkenden, der gleichzeitig ein Beispiel abgeben sollte, so der Ankündigungstext „für die künstlerischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten eines Kulturcampus“. EINES Kulturcampus? Nein, DES Kulturcampus, um dessen Realisierung zwischen Universitätsleitung, der städtischen Wohnbaugesellschaft ABG, der Stadtregierung, dem ASTA und verschiedenen Initiativen in Bockenheim seit Jahren gerungen wird. Die Initiativen und der ASTA haben alles daran gesetzt, mittels des Kulturcampus zu verhindern, dass ein weiteres Stadtviertel zur Bürohochburg verkommt, und der schwarz-grünen Stadtregierung und der Universität in zähen Verhandlungen einiges an Zugeständnissen abgerungen. Inzwischen nimmt jeder Politiker das Wort „Kulturcampus!“ freudig erregt in den Mund, wenn er auf Empfängen nach dem nächsten Proseccoglas greift. Wie der letztendlich aussehen wird, scheint allerdings nach dem neusten Strukturplan unklarer denn je (siehe unseren Bericht vom 22.11.: Eine einmalige Chance wird vertan.)

Egal, das Kurzkonzept zu Universitas verkündete wohlgemut: „Alle Beteiligten müssen sich auf die fremde Sprache der jeweils Anderen einlassen. Keiner kann in vertrauten Denkgewohnheiten verharren. Das Projekt zeigt, dass das Miteinander verschiedener Institutionen, Künste und Wissenschaften an einem Ort zu einer neuen Sprache führen kann, ohne die eigene zu verleugnen. Die Veranstaltung am 30.11. ist der Prolog zu größeren Aufführungen in den Jahren 2013 und 2014. Die Aufführungen bilden den Fokus für die kontinuierliche Zusammenarbeit der beteiligten Personen und Einrichtungen. Der Prolog am 30.11. ist auch der Auftakt für eine Kooperation der am Kulturcampus Frankfurt beteiligten Institutionen“.

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“Eine einmalige Chance wird vertan” Nebulöse Pläne der Stadt für den Campus Bockenheim

November. Nebelmonat.

“Die Bockenheimer Initiativen sind mit den neuen Planungen für den Kulturcampus Bockenheim mehr als unzufrieden. Der vorgelegte Strukturplan weicht in vielen Einzelheiten von dem Konsensmodell, das unter Beteiligung der Bürger erarbeitet wurde, ab oder bleibt unverbindlich” So Anette Mönich (“Initiative Zukunft Bockenheim”) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Bockenheimer Gruppen. Ein Hauptpunkt ihrer Kritik: der groß angekündigte Kulturcampus soll sich jetzt auf den nördlichen Teil dess großen Areals beschränken. Das betrifft vor allem die Hochschule für Musik und darstellende Kunst.

Go North. Stay there.

Sie soll jetzt dort angesiedelt werden, wo momentan noch die Universitätsbibliothek die Fläche dominiert. Wann die Bibliothek genau zum Campus Westend umzieht und ob das letztendlich überhaupt finanzierbar sein wird, steht in den Sternen. Dabei haben Fachleute bereits festgestellt, dass eine Nutzung als Bibliothek für das Bockenheimer Gebäude optimal ist; für Zwecke einer Hochschule ist der Bau weitaus weniger geeignet. Dass die Hochschule dahin abgedrängt werden soll, hängt wohl vor allem damit zusammen, so Mönich, dass die Stadt, bzw. die AGB als 100prozentige Tochter der Stadt den gegenwärtigen Immobilienhype nutzen will, um die übrigen Grundstücke möglichst gewinnbringend zu verscherbeln: “Generell ist der Verkauf städtischer Grundstücke äußerst problematisch. Das spült zwar kurzfristig Geld in die Kasse, wenn dann aber Kitas oder ähnliches gebaut werden soll, stimmt die Stadt das Klagelied an, dass sie dafür keine Grundstücke zur Verfügung hat”. Florian Ackermann von Frankfurt LAB ist ebenfalls enttäuscht vom vorgelegten Strukturplan: “Das meiste, was in den Planungsstätten mit den Bürgern besprochen wurde und schon ein mühsam erzielter Kompromiss darstellte, wird jetzt noch weiter verwässert. Da stehen überhaupt keine Verbindlichkeiten drin. Währenddessen kann der Ball unendlich zwischen Stadt und Land hin – und hergeschoben werden. ”

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Das geheime Leben des Joachim Gauck

Foto: Bundespräsident.de
Wird jemand Bundespräsident, erhebt sich oftmals die Frage, was hat der Typ eigentlich vorher gemacht? Hat der überhaupt mal richtig GEARBEITET? Bei Christian Wulff, Sie erinnern sich, kam heraus, dass er in seinem früheren Leben im Rotlichtmilieu tätig gewesen ist. Trotz seiner im wesentlichen wertkonservativen Haltung soll er Jahrelang in Düsseldorf Glühbirnen rot angemalt haben. Was aber war mit Joachim Gauck? Im öffentlichen Bewußtsein verankert ist die Tatsache, dass er Stasiakten gesammelt hat, ein seltsames Hobby für den Mann, der sich gerne mit “Herr Bundepräsident” anreden läßt. Aber ist das wirklich alles? Das füllt doch den Tag eines erwachsenen Menschen kaum aus. Was tat er noch, bevor er mit seiner Frau in das Schloss Bellevue einzog, um dort als erste Amtshandlung sämtliche Porträts seiner Vorgänger entfernen zu lassen ?

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Reaktionen der Presse auf das Aus für die FR

Hier die Reaktionen der Konkurrenz auf den Insolvenzantrag der FR. Unter äh, Feingeistern gehört das FR-Bashing seit vielen Jahren zum guten Ton. Nicht ganz zu Unrecht, aber wer heute noch wie die FAZ behauptet, die FR sei ein langweiliges Gewerkschafts-SPD-Blatt zeigt, dass er keine Ahnung hat. Noch weniger stimmt, sie sei “überflüssig” geworden, es sei [...]

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“Ich zähle bis zwei”-Die Rundschau schreibt im Fall “Wevelsiep” Reportagegeschichte und kriegt es mit der Angst


Die FR hat am 6.11. mit einer kleinen Reportagegeschichte, die gar keine Reportagegeschichte war, lokale Reportagegeschichte geschrieben. “Ihr seid hier nicht in Afrika” handelte von der rassistischen Belästigung und grundlosen Misshandlung eines Schwarzen durch Frankfurter Behörden, zunächst durch Kontrolleure der Verkehrsbetriebe, dann durch die Polizei. Sie erregte enormes Aufsehen auf Facebook und führte zu einer Spontandemonstration in Bornheim mit über 2000 TeilnehmerInnnen. Ihre Wirksamkeit beruhte auf verschiedenen Stilmitteln. Es wurde herausgehoben: Derege Wevelsiep, die Hauptfigur, hat einen GUTEN JOB. Er ist „Ingenieur bei Siemens“, ein „ruhigerzierlicher“ Mann- kein durchgeknallter Junkie, soll der Leser im Geiste hinzufügen. Die Schilderung der Ereignisse gewinnt ihre Wirkung gar nicht mal aus der reinen Brutalität der Geschehnisse, sondern aus den Details: dem zitierten „ich zähle bis zwei“ zum Beispiel, bevor der Polizist zuschlägt. Warum sollte man einem schwarzen Verdächtigen das übliche „bis drei” zugestehen? Ein anderes berichtetes Detail: bei der Festnahme fallen Wevelsiep Visitenkarten seiner Geschäftspartner auf die Straße. Als er dies beklagt und sie aufheben will, wird er von der Polizei daran gehindert mit den Worten: “Du dummer Schwätzer!” Der offenkundige behördliche Gedanke dahinter: “Mein Gott, der Schwarze mit Schwarzfahrerfreundin hat VISITENKARTEN von ….haha…„Geschäftpartnern“…nicht zu fassen, diese Anmaßung!”

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Without that certain thing: klein a, Paare und Kredite

1. Das ideale Paar.
Laurel & Hardy meet for the first time in the history of cinema. Das ideale Paar hat sich hier noch nicht “erkannt”. Es wird gestört durch verwirrende Geldübergaben und einen kleinen Hund, den man nicht los wird. Später, nachdem sich L & H gefunden haben wie H & M, werden die Rollen der Störer hysterische Glamourgirls, nörgelnde Ehefrauen und untransportierbare Klaviere übernehmen. Laurel ist das, was Hardy fehlt und umgekehrt. Tückische Frauen und tückische Objekte tun auch später so, als würden sie das Zusammenkommen des idealen Paares Laurel & Hardy permanent verhindern, tatsächlich aber konstituieren sie es erst als das, was es ist: das ideale Paar ist eben das, was sich nie GANZ findet.

2. klein a
“Das Objekt klein a (fr. objet petit a) oder der kleine andere ist ein zentraler Bestandteil des Psychischen in der Theorie Jacques Lacans. Es ist nicht zu verwechseln mit „A“, dem „großen Anderen“. Mit Objekt klein a wird ein Objekt des Begehrens, also ein (in Freudscher Terminologie) „libidinös besetztes“ Objekt bezeichnet, das jedoch wesenhaft unerreichbar ist.

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Willy Praml probt den Aufstand

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…zumindest in seiner “theatralischen Installation”: Marx. Engels, Hennes & Mauritz, die noch dieses und nächstes Wochenende in der Naxoshalle läuft. (Fr. u. Sa. ab 20 Uhr.)
Die derzeitige Krise dauert jetzt 4 Jahre und führt vielleicht zum Ende der Lebensverhältnisse, an die wir uns gewöhnt haben. Ausgelöst ist sie durch sogenannte Blasen des Finanzkapitals. Durch verrückt gewordenes Geld, aufgeblasenes Kapital, Geld, das uns frisst, während wir es verzehren. Da lohnen Blicke zurück. 1834 predigte Georg Büchner den nordhessischen Bauern „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ es sollte um den Kampf für ihre Freiheit gehen. 1848 erschien das Kommunistische Manifest von Marx&Engels, die Geschichte sei eine Geschichte von Klassenkämpfen, sie soll zum Triumph und dann zum Ende des Kapitalismus führen und zum Sieg des Proletariats. 180 Jahre später ist ein Held der heutigen rebellischen Jugend der 95-jährige Stephane Hessel. Sein Aufruf „Empört euch!“ ist millionenfach verkauft worden. Jean Ziegler durfte seine Rede „Der Aufstand des Gewissens“ letztes Jahr bei den Salzburger Festspielen nicht halten. Er spricht über das alltägliche Massaker des Hungers an den Kindern weltweit. Diese vier sind die nicht präsenten Helden der Aufführung. Präsent in Video-Interviews sind Zeitzeugen, die für Frankfurt/ Politik/ Gewerkschaft/ Aufklärung stehen. Immer Freitags findet im Anschluss an die Aufführung ein Publikumsgespräch statt! 18€ normal/ 14€ ermäßigt/ 9€ Schüler und Studenten/ 7€ Frankfurt-Pass. Dauer: 1.40 h ohne Pause

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Unser Traumhaus im Europaviertel und die SubSubs

europaviertel
I.
Wollen sie wissen, was mein Traumhaus ist? Gleich ums Eck von Bockenheim, im neuen Europaviertel neben der Messe, wird immer noch gebaut.
Ein Flyer verkündet:
„Hier entsteht das Haus Nygars Park,
Exclusive Gartenwohnungen, zum Teil mit eigenem Eingang u. 2,80 m Deckenhöhe.
Bis zu 300 qm Gartenfläche zum Teil mit eigenem Pool.
Fenstertüren aus Holz zu den Terrassen und Loggien komplett aufschiebbar
in allen Räumen massives Eichenholzparkett mit Fußbodenheizung
Hohe Einbruchschutzstandards.“

Wenn ich das lese, läuft mir das Wasser im eigenen Brain-Pool zusammen.
Ich durchschreite Terrassen, komplett aufschiebbare Loggien, lebe mitten in Frankfurt in einer „Gartenwohnung“, wärme mir die Füße am Eichenholzparkett und habe gleichzeitig den Kopf frei für all meine wunderbaren Ideen Dank 2,80 m Deckenhöhe.
Gibt es ein schöneres, deutscheres Wort als „Einbruchschutzstandards“?
Wozu noch Nordend, Ostend, Westend, wenn wir bald das: „Parkend“ haben können und mit dem Europaviertel den “bunten Nutzungsmix” aus Mensch, Arbeit & Natur?

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Blind Dates 29.10. – 7.11.

Blind November 2012

Mo, 29.10.

Ausstellung: Neofaschismus in Deutschland. Ausstellung vom 29. Oktober bis zum 18. November im Studierendenhaus Bockenheim

18:30 Karmeliterkloster Münzgasse 9 Das Frankfurter Gretchen . Prof. Dr. Rebecca Habermas über die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt.Die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V. und das Institut für Stadtgeschichte setzen die Vortragsreihe Frauengeschichte(n) fort. Es werden berühmte Frauen vorgestellt, die in Frankfurt geboren sind oder dort wirkten.

19: 00 Evangelisches Frauenbegegnungszentrum, Saalgasse 15,»der islam gehört inzwischen auch zu deutschland…« Vortrag, Diskussion. Der Islam verliert seit Jahren nichts von seiner Dauerpräsenz in der öffentlichen Diskussion – oft wird er in einem Atemzug mit Fundamentalismus oder »Parallelgesellschaften« genannt. Nicht nur deshalb lösen Sätze wie »Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland« kontroverse Debatten aus. In dem Vortrag von Naime Cakir, Religionswissenschaftlerin, werden Fakten zum muslimischen Leben in Deutschland präsentiert und es geht um die Pluralität der muslimischen Glaubensrichtungen. Veranstalter evangelisches Frauenbegegnungszentrum in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Muslimischer Frauen

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The End of Innigkeit

Gefühle vergehen. Das ist nicht nur ein individuelles Schicksal. Und es bezeichnet auch nicht allein, dass das Objekt nicht mehr vom Gefühl getroffen wird. Das Gefühl wird ab einem gewissen Zeitpunkt von keiner nennenswerten Anzahl an Personen weiter empfunden. Zurück bleibt eine Ruine. Eine Gefühlsruine der Deutschen ist die „Innigkeit“, ein Begriff, der kaum in andere Sprachen zu übersetzen ist, eine ehemalige bekannte deutsche Spezialität wie Labskaus. Das Gefühl für dieses Gefühl ist ebenso verschwunden wie das Gefühl selbst.

Wie so viele deutsche Gefühle entstammt es der Romantik. Sein perfektester Ausdruck: die Lieder von Franz Schubert.
Auch die Innigkeit hatte -paradox genug- ihre „Hymne“: „Der Lindenbaum“ von Schubert, ein herausgerissenes Stück aus der finsteren „Winterreise“, das in der gefälligen a capella Bearbeitung von Friedrich Silcher unter dem neuen Titel-Label „Am Brunnen vor dem Tore“ das ganze 19. Jahrhundert aus ungezählten Männerkehlen erscholl und für feuchte Frauenaugen sorgte.

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Nur wegen einem blöden Film.

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Foto: Designbuildsource.com
Haben Sie das auch gesehen im Fernsehen: die fanatisierten Moslems in Karachi in Pakistan am 20.9? 12 Tote, Brände, NUR WEGEN EINEM BLÖDEN FILM. Grauenhaft!
Und das meine ich ernst.
Haben Sie das auch gesehen im Fernsehen: die Verbrannten einer Texttilfabrikfabrik in Karachi in Pakistan: 297 Tote eine Woche vorher, am 12. 9. ? Okay, war keine GANZ große Meldung. Verschlossene Notausgänge, vergitterte Fenster und versperrte Treppenhäuser führten dazu, dass fast die Hälfte der ArbeiterInnen verbrannte. Einige retteten sich auf das Dach und sprangen von dort aus in die Tiefe. Dieses Feuer zeigt das obige Foto. Die Fabrik war nicht offiziell registriert. Dort wurden Jeans für den Textildiscounter KIK hergestellt. KIK verkauft in Deutschland diese Jeans für 15,95 Euro unter der Marke : “OKAY”. Das ist ganz schön günstig. Nebenbei: das Prokopfeinkommen in Pakistan beträgt 700 Dollar -im Jahr. So ist das eben. Ich meine, ich bin okay, du bist okay…Aber 297 Tote nur wegen billiger Jeans: Das kann man nicht okay finden. Nun werden Sie vielleicht sagen: KIK? Die Sachen da sind eh grauenhaft, und die Arbeitsbedingungen in den Läden hier, da hat man ja auch schon drüber gelesen, genau wie beim Lidl. Da kaufen eh nur Hartz-IVler, Hausfrauen und Ausländer (der Political-Incorrect-Leser würde in Gedanken hinzufügen: “vor allem wahrscheinlich die Moslems, die rübergemacht haben aus Pakistan, haha”). Aber davon gibts hier offenbar eine ganze Menge: fast 2600 Filialen mit 1,4 Mrd. Euro Umsatz in Deutschland. KIK ist eine etwas häßliche Tochter der ansehnlichen Tengelmannfamilie. Aber auf jeden Fall würden SIE keine Jeans für 15,95 kaufen,oder? Da ist ja schon klar, dass da was mit den Arbeitsbedingungen nicht stimmen kann! Reden wir also von was anderem: Apples neues iPhone 5, Menschenauflauf auf der Zeil diese Woche , einzelne warteten die ganze Nacht lang auf Campingstühlen vor dem Applestore, die Kunden wurden durch eine La-Ola-Welle der Mitarbeiter begrüßt, ein wenig wie bei einem Erweckungsgottesdienst für Steve Jobs, der das Spektakel auf aller Welt sicher nicht ohne eine stille Träne von da oben beobachtet hat.

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Blind Dates 24.9.- 30.9.

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Mo, 24.9.
19 Uhr: “Orfeo`s Erben”, Hamburger Allee 45. Dokumentarfilme “S.O.S. – Siege on Syria” und “The Suffering Grasses“.
Anschließend Diskussion. Eintritt frei. THE SUFFERING GRASSES: Die Regiseurin Iara Lee thematisiert in Ihrem Film den Konflikt in Syrien und legt dabei einen besonderen Fokus auf das komplexe Gefüge von Krieg und gewalttätigen Auseinandersetzungen. „The Suffering Grasses“ versucht aus Perspektive der Bevölkerung zu zeigen, dass es vor allem Zivilisten sind, die unter der Willkür der Mächtigen leiden. Iara Lee fokussiert hierbei besonders die Motivation der Mächtigen in diesem Konflikt, darunter die Ba ath Partei von Bashar al-Assad, die Free Syrian Army und weitere involvierte internationale Akteure wie die USA, Israel, Russland, China, Iran, Libanon, Türkei und die Golfstaaten. Im Anschluss Filmgespräch mit Martin Glasenapp, medico international. Der Eintritt ist frei.

20:00 Uhr, Romanfabrik, Hanauer Landstraße Breaking the Silence: Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten. Die medico-Partnerorganisation “Breaking the Silence” wurde 2004 von Veteranen der israelischen Armee gegründet. Diese haben sich zur Aufgabe gemacht, im Anschluss an ihren Militärdienst über die Besatzungsrealität, die sie als Soldaten selbst erlebt haben, zu berichten. Über 700 Soldaten wurden interviewt, um die Zuspitzung der Besatzung und ihrer Methoden zwischen 2000 und 2010 zu dokumentieren. Für das Buch haben die Herausgeber 185 Augenzeugenberichte ausgewählt. Im Anschluss an die Buchvorstellung in der Romanfabrik diskutieren: Dana Golan (Breaking the Silence, Jerusalem) und Katja Maurer (medico international, Frankfurt). Moderation: Florian Schwinn (Hessischer Rundfunk, Frankfurt).

Di, 25.9.

19:30 Uhr, Naxoskino,Wittelsbacherallee 29: Filmreihe „Frankfurt im Film: Frankfurter Strassen“: Mainzer Landstrasse,Film von Peter de Leuw (Deutschland 1998/80 Min.): Die Mainzer Landstrasse ist mit ihren 8,3 Kilometern die zweitlängste Strasse Frankfurts. Heute durchläuft sie die Stadtteile Westend, Bahnhofsviertel, Gallus, Griesheim, Nied und Höchst. Stadtteile, welche jeweils für sich durch ihre eigene Bevölkerungsstruktur ein eigenes Image vermitteln.

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PR für das Böse: “Innocence of Muslims”/ Rechtsradikalismus und Obszönität 1

Gestern bekam ich erstaunliches von einem Facebook-Freund zu lesen, nämlich: „Ich ärgere mich über die ganzen “linken” Pfeifen, die sich alle über “Das Leben des Brian” schlappgelacht haben, und jetzt diesen hirnlosen Mohammed-Film für ganzganz schlimm halten. Muslimische Mordwichser sind ja so schön antiamerikanisch, da hat man/frau dann Verständnis. Die ALLEINIGE Schuld an den Toten trifft die Mörder, und nicht die Vollidioten, die den Film gemacht haben.“

Muslimische Mordwichser

Das erstaunliche daran zunächst: Der Autor ist selbst eine “linke Pfeife”, nämlich libertärer Sozialist-und bekennender Antiklerikaler und Atheist. Er selbst nennt das nur „Atheist“, aber das Atheistsein versteht sich für einen libertären Sozialisten ohnehin von selbst, und man kann ja auch ein Atheist sein, dem das Treiben der Kirche und der religionenwurscht ist. Das ist aber hier nicht der Fall. Weiterhin erstaunlich fand ich den Vorwurf des „Antiamerikanismus“, eigentlich ein klassischer Topos der Konservativen und den obszönen Ausdruck: „Muslimische Mordwichser“, der die Ermordung von Menschen stabreimend, aber für mich eher unangemessen beschreibt. Interessanterweise entspricht er aber EXAKT dem, was der Film zeigt, auch wenn der Autor des Postings ideologisch meilenweit von dem Film entfernt ist. Der Film zeigt nämlich “muslimische Mordwichser” im wahrsten Wortsinn. Er ist auch mitnichten in erster Linie ein Film gegen Mohammed, wie die Presse das behauptet hat, sondern wie schon sein Titel verkündet: ein Film über Muslime im allgemeinen (und nebenbei über Mohammed). Ebenso wenig ist er -wie ebenfalls oft zu lesen- eine Satire auf den Islam. Als Satire funktioniert er höchstens unfreiwillig, nämlich als Satire darauf, was in der rechten Szene -und teilweise auch im Mainstream- über Muslime gedacht wird. Muslime werden in dem Film ausschließlich dabei gezeigt, wie sie-weil naturgemäß dauergeil- ihre Frauen betrügen oder gleich sterben lassen, dal sie ja noch mehrere in Reserve haben, religiöse Gefühle heucheln oder schlicht lügen, Geld erpressen, saufen, Knochen abnagen, blutbespritzt Christinnen erschlagen, alte Frauen, die sich über Mohammed beklagen, mit sadistischem Grinsen vierteilen, Kinder ficken, Feuer legen, Wohnungen zerschlagen usw.Christen und Juden hingegen erscheinen im Film durchgehend so friedlich, wohlgesittet und wohlgestaltet, als wären sie einem Bibelfilm der 50er Jahre entsprungen. Mit einem Wort, Mohammed und seine wilden Muslime sind die neuen Untermenschen und mit all den Attributen ausgestattet, die dereinst die „Arier“ genüsslich in „die Juden“ hinein projizierten.

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Lamentieren über die Eurokrise mit Monteverdi

Sie werden jetzt vielleicht fragen: who the fuck ist Monteverdi? Aber bleiben sie ruhig: Monteverdi ist kein Kollege von Mario Draghi. Er war ein italienischer Komponist zwischen Renaissance und Barock und komponierte Opern zu einer Zeit, als das ansonsten fast noch niemand auf der Welt machte. Sein Sohn hatte ziemlichen Ärger mit der Inquisition, weil er “verbotene Bücher” las. Tja, damals Anfang des 17. Jahrhunderts las die männliche Jugend noch, statt sich am PC an world of warcraft zu erproben,aber das war dann auch wieder nicht recht… Außerdem schrieb Monteverdi einige berühmte Klagegesänge, “Lamenti”, und diese eignen sich allerdings durchaus als Soundtrack zur Eurokrise. Das wird deutlich, wenn man diese seltsame Aufnahme der “Lamento della Ninfa” auf youtube betrachtet. In ihr spiegelt sich die deutsche Haltung zur Eurokrise in der delikatesten Form, nämlich der einer unbeabsichtigen Allgorie. Bekanntlich liebte das Barock Allegorien…Aber schauen sie selbst:

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Russische Gesangslehrerinnen


Aus den unklaren Tiefen der Geschichte heraus repräsentieren RUSSISCHE GESANGSLEHRERINNEN den Typus der GESANGSLEHRERIN am reinsten: das AlteSchachtelhafte, das ständige Unterbrechen, mißbilligende Rein-Reden, das Parodieren der allzuschönen, allzujungen, aber schüchternen Vortragenden, augenzwinkernd und augenrollend gegenüber ihr selbst und den andereren Schülern oder einem möglicherweise anwesenden Gast, der indirekte Hinweis auf eigene, große frühere Erfolge, indem man der Sängerin alles mit verblühter, aber immer noch tragenderen Stimme vorsingt, das aufdringliche Einstimmen, wenn verblüffenderweise eine Phrase der Schülerin gelungen erscheint, das mit den Armen wedeln oder kurze, verächtliche Abwinken, das Fassen des Schülerinnen-Armes und Quetschen des Unterkiefers, wenn es nötig ist: alles wunderbar zu besichtigen in diesem Video. Aber: Warum erschlägt die Schülerin die Lehrerin nicht mit einem Eispickel, obwohl sie vorbereitet im Unterricht erscheint und einen dazu farblich passenden schneeweißen Pullover trägt? Bei 14:16 scheint es fast so weit. Aber so etwas geschieht russischen Gesangslehrerinnen nie. Da mögen in Schulen noch so viele Amokläufe passieren: In der Hölle werde ich bis zum Ende aller Zeit von einer russischen Gesangslehrerin zum Helden-Tenor ausgebildet werden.

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Magistrat und BILD gegen Occupy Frankfurt: Ekel-Alarm

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Das beste an Occupy Frankfurt ist bekanntlich, dass es immer noch da ist. Erstaunlicherweise scheint in unserer Mainmetropole des Weltoffenheitsschmonzes allein schon DAS als Provokation zu genügen, um den politisierten Campern den Garaus machen zu wollen. So nach dem Gestus: irgendwann muss ja mal Schluß sein mit der Weltoffenheit. Aber der Stadt ergeht es nicht anders als jedem anderen spießigen Liebhaber, der die, die ihn einst -trotz all ihrer Fehler-faszinierte, irgendwie loswerden will: eine Begründung muss her. Die Kritik an den Banken kanns nicht sein, denn die hat man ja kopfnickend begrüßt und für irgendwie bedenkenswert befunden. Die Gewaltkarte hat man schon während der BloccupyTage eher erfolglos gespielt. Die Occupisten geben eher Narrenkappen als Haßkappen ab. Also heißt jetzt die Exit-Linie: Du achtest nicht auf Dich…und die Wohnung sieht aus…das ganze schmutzige Geschirr….und dann diese Leute mit denen Du Dich umgibst…besser wir sehen uns eine Weile nicht mehr.

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Frühe Enttäuschungen (1-7)

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1. Innere Erfolge

„Innere Erfolge, ja. Doch was hat man von solchen? Geben einem innere Erungenschaften zu essen? Ich möchte gerne reich sein, in Droschken fahren und Geld verschwenden.“
Robert Walser, Jakob von Gunten

2. Mitfühlende Franzosen

„Wegen der Schwindelanfälle und dem häufigen Nasenbluten,das ich bekomme, wenn ich nicht mit hochgelegenem Kopfe schlafe, muss ich immer, wie Sie wissen ein sehr dickes Kissen haben. Als ich dieses unselige Kissen mitnehmen wollte, schien es, als wäre ich im Begriff, eine Liste von Staatsfeinden zu entwenden; man riß es mir aus den Händen und erklärte, daß ein Vorgehen solcher Art niemals geduldet werden könnte. Ich sage Ihnen, diese Dinge muss man erleben, um sie glauben zu können, und wenn einer erzählen würde, sie hätten sich in China zugetragen, so würden unsere zartbesaiteten Franzosen sofort ausrufen: Oh, diese Barbaren!“
Marquis de Sade in einem Brief an seine Frau über seine Überführung in die Bastille

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Oswald Metzgers Glück und Ende

Oswald_MetzgerFoto: Tilwe

Erinnern sie sich noch an Oswald Metzger? Umtriebiger Vortragender, “Wirtschaftsexperte”, gern eingeladener Talkshowgast, denn er traute sich als Grüner “unbequeme Wahrheiten” wie diese auszusprechen: “Viele Sozialhilfeempfänger sehen ihren Lebenssinn darin , Kohlehydrate oder Alkohol in sich hineinzustopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen.” Seinen eigenen Lebenssinn sah er hingegen darin, der Unternehmernahen “Initiative Soziale Marktwirtschaft” lohnende Lobbydienste zu leisten, Bücher über “Die verlogene Gesellschaft” zu schreiben oder einen einheitlichen Steuersatz von 30-35% für alle zu fordern, der durch “Subventionsabbau” gegenfinanziert werden sollte. Kurz: Metzger war als Sarrazin der Grünen ein viel zitierter Medienheld, bis es selbst den Grünen zu bunt wurde. Renate Künast forderte ihn 2007 “zur konsequenten Umsetzung seiner Rücktrittsgedanken” auf. Metzer, obwohl selbst ein großer Stigmatisierer vor dem Herrn, fühlte sich nun seinerseits von den Grünen “stigmatisiert”. November 2007 trat er aus, im Februar 2008 legte er sein Landtagsmandat nieder und trat im März 2008 flugs in die CDU ein. Klare Sache, denn Metzger war bei den Grünen Vertreter der schwarz-grünen Pizzaconnection, die sich im Bonner Edelitaliener “Sasella” zu treffen pflegte, um bei reichlich Kohlehydraten und Alkohol Strippen zu ziehen.
Bald aber mußte der bewährte Pizzaverschlinger und frischgebackene CDU-ler feststellen, dass sich die Medien für ihn als CDU-Mitglied nicht mehr sonderlich interessierte, da der Provokationseffekt fehlte, den er bei den Grünen einst besaß. Die Meldung: “CDU-Mitglied fordert weniger Steuern” hat den Informationswert von “Hund beißt Mann.”

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“Us” in the White House

Regina Spector with “Us” in the White House. In Honour of Jewish American Heritage Month. Obama and his beautifull wife listening. Regina is soo nervous under her locks. And Obama is so sympathetic…he seems to be one of Us. But he is not. He is one of the U.S. He, nobelprizewinner for peace, commands the little drones who killed thousands of (probably dangerous) people in the last years just like…that. “Oh, Man…this is hard. I don´t know how you do what you do.”

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Die Evaluation der Frankfurter Freien Szene-ein Gutachten mit Geschmäckle

Die “Evaluation” der freien Theaterszene Frankfurts durch die Experten einer “Perspektivenkommission” hat in der evaluierten freien Theaterszene für Empörung gesorgt. Die Frankfurter Presse hingegen überließ sich größtenteils dem ressentimentgeladenen Reflex (mit Ausnahme von Judith von Sternburg in der FR): Endlich hats denen mal einer gegeben! Denn es wurde festgestellt: die Szene hier folgt einer “veralteten Ästhetik” , sie ist “national und international nicht konkurrenzfähig”, wird von alten Zampanos aus den 70ern und 80ern dominiert, während die jungen Wilden ohne Häuser vor sich hin darben. Das muss anders werden: bei drei Theatern, dem Internationalen Theater, der Katakombe und dem Kellertheater legt der Abschlussbericht die Einstellung der Förderung nahe. Bei drei weiteren freien Theatern wird empfohlen, sie unter eine Art Kuratel zu stellen, wie wir das ja aus dem krisengeschüttelten Europa kennen, um ein neues Theater nach Berliner Vorbild zu gründen:

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Bewerbung als Wurstdesigner bei REWE

Wurtdesign
Foto: Matt Dolibog

An
Rewe Markt Naumann GmbH
z.Hd. Herrn Naumann
Industriestr.6
35091 Cölbe
Frankfurt, 3.6. 2012

Bewerbung als Wurstdesigner

Sehr geehrter Herr Naumann,

auf Facebook bin ich auf ihr Anzeige aufmerksam geworden. Hiermit bewerbe ich mich um die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als “Wurstdesigner” im REWE-Markt in Cölbe. Ich bin von Jugend an kreativ gewesen, wie Sie in ihrer Anzeige vorrausetzen, habe den REWE-Markt stets als “serviceorientiert und marktfrisch gekannt” und Deutsch und Geschichte studiert. Außerdem hege ich schon lange nebenberuflich ein Interessen an Krakauern.
Der Großvater meiner momentanen Lebensgefährtin war ein bekannter Metzger, dessen Pfälzer Kalbsleberwurst ebenso wie sein Feinrippunterhemd mehrfach prämiert wurde.

Andererseits arbeiten einige meiner Freunde erfolgreich als GrafikdesignerInnen. Auch insofern spüre ich eine natürliche Affinität zum Wurstdesign, dem in diesem Bereich die Zukunft gehört. Ich denke hier z. B. an Aufschnitt in Form von lustigen Clowns-Gesichtern, Video-Tafeln, in denen ein interaktives, animiertes Schwein, den Kunden einlädt, dieses oder jenes Stück von ihm zu probieren, berührungssensible Wurstpellen u. a. Ich habe noch ein paar weiterführende Ideen, die ich Ihnen gerne im Verlaufe eines persönlichen Gespräches unterbreiten würde.Warum nicht mal eine ganze “Schlachtplatte”, die die zerstörte Frankfurter Altstadt wieder aufleben läßt?

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Lehrer-Prozentrechnen mit Nicola Beer

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Foto: Calculating Machine von Charles Babbage (1847)

Sie werden jetzt vielleicht fragen: WHO THE FUCK ist Nicola Beer? Nicola Beer ist von der fdp, aha, die Partei gibts ja immer noch, und seit dieser Woche ist sie sogar neue Kultusministerin hierzulande. Sie wurde in HR-Info befragt zur hessischen Schulpolitik, genauer zur Versorgung der Schulen mit Lehrern. Ihre Vorgängerin Dorothea Henzler, auch FDP, hatte als Zielvorgabe ausgegeben, die hessischen Schulen sollten bis 2013 “eine 105-prozentige Lehrerversorgung” erhalten. Sie werden vielleicht fragen: ja, warum das denn? “105 Prozent”, das ist ja wie bei den Wahlen in der DDR, das hieße ja….im Ende…wenn mans genauer betrachtet…. fünf Prozent mehr als hundert! Warum denn SO viele? Mit den fünf Prozent extra wollte die Landesregierung die Schulen in die Lage versetzen, auch mal einen Sozialpädagogen einzustellen oder Schwerpunkte zu setzen oder Krankheitsfälle aus zu gleichen und andere schöne Dinge. Nicola Beer hat nun klar gestellt, dass sie von den 105 Prozent nichts hält und zwar mit folgender Begründung: “Es kommt am Ende nicht so sehr auf die Zahl an. Eltern können mit 105, 104 oder auch 108 wenig anfangen, wenn vor Ort Unterricht ausfällt.

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Blind Dates 4.6.- 11.6.

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Montag, 4. Juni

Club Voltaire: 20 Uhr: Die international ausgerichtete Zeitschrift für Literatur & Kultur DRIESCH aus Österreich (Wien-Drösling) zu Gast in Frankfurt. Herausgeber der DRIESCH Haimo L. Handl, und der Frankfurter Autor Vougar Aslanov, der ebenfalls bei Driesch publiziert, lesen aus Ihren Werken vor. Die Autoren, auch die Autoren mit Migrationshintergrund, die ihre Werke für Driesch anbieten wollen, sind ebenso herzlich eingeladen.

Mittwoch, 6. Juni

19.30 Uhr Café Koz im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim: Heute ihr, morgen wir.Vortrag: Repressive Maßnahmen gegen Fußballfans – Experimentierfeld für Demos, Diskos und Datenbanken?
In einigen Städten verhängen Diskobesitzer gegen missliebige Personen Diskothekenverbote für die gesamte Stadt nach dem Vorbild von Stadionverboten. Ausreiseverbote wurden zunächst gegen Fußballfans angewandt, bevor sie massenhaft gegen Gegner des G8­Gipfels in Genua eingesetzt wurden. Die Datei Gewalttäter Sport ist Vorbild für andere sog. Gewallttäterdateien wie z.B. die “Datei Gewalttäter links”. Die Referentin Angela Furmaniak ist Rechtsanwältin und vertritt sowohl Personen aus dem politisch linken Spektrum als auch Fußballfans.

Donnerstag, 7. Juni

18 Uhr Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstr. 6, Film: SUSHI – THE GLOBAL CATCH (OmU) (bis 13.6.)

Das kulinarische Phänomen der letzten Jahre – Sushi. Zu seinen Anfängen in Japan von Straßenhändlern angeboten, ist der globale Siegeszug der exquisiten Delikatesse heute nicht mehr aufzuhalten.
Was jetzt Massenware ist, erforderte einst nicht nur Kunstfertigkeit, sondern vor allem Zeit.

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Blockupy 19.5.: die größte Demonstration in Frankfurt seit Jahrzehnten

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Foto: merzmensch

Egal, ob es jetzt 20000-25000 (Polizei) oder 30000 (Veranstalter) Menschen waren, die am Samstag gegen die Sparpolitik von Troika, EZB und IWF durch die Stadt zogen: es war die größte und bunteste Demonstration seit Jahrzehnten. Dem Schreckensszenario, das die Polizei und die Medien entworfen hatten, wurde am Samstag die Luft rausgelassen. Den enormen Zulauf zur Demonstration konnten auch die fortwährenden Polizeikontrollen an Autobahnen, das Aussprechen von Aufenthaltsverboten und die Einkesselung von jeder Gruppe, die mehr als 20 Leute zählte, also all das, was die Vortage beherrscht hatte, letztendlich nicht verhindern. Noch am Samstag, also dem einzigen erlaubten Tag der erlaubten Demo, kontrollierte die Polizei Autofahrer auf den Stadtautobahnen A 661, 66 und 648 in Richtung Frankfurter Innenstadt. Schilder wiesen auf angebliche Baustellen hin, die Fahrspuren waren verengt worden. Die Baustellen waren in Wirklichkeit Blockupy-Kontrollpunkte. Busse und Kleinbusse wurden angehalten, kontrolliert und zur Umkehr ermuntert. Genützt hat das am Ende wenig. Während der Demonstration wurde den martialischen Polizeikorridoren immer wieder chorweise “Ihr macht Euch lächerlich!” zugerufen. Der friedliche Charakter der Demonstration hinderte die Polizei auch nicht daran, in einer ersten Stellungnahme nach der Demo von einigen hundert “Gewalttätigen” zu sprechen. Ein Polizeisprecher hatte bereits um 15 Uhr teilt der Nachrichten-Agentur mitgeteilt, unter den Demonstranten seien auch immer wieder potenziell gewalttätige vermummte Mitglieder der linken Szene gesichtet worden.Deren Aktivitäten : Zwei gezündete Böller und kleinere Rangeleien. Verletzten und Festnahmen gab es keine. Am Ende feierten zigtausende vor dem verbarrikadierten Bankenviertel in der Taunusanlage. Auf der Straße waren Attacler, Occupies, Linke, Gewerkschaftler, Autonome, die Grüne Jugend, Friedensbewegte, Tierrechtsaktivisten, Punks und “Normalos” zu sehen. Franzosen, Italiener, Spanier und Griechen demonstrierten zusammen mit den Deutschen. Die Mehrheit der Demonstranten dürfte unter 30 gewesen sein.

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Stephen Fry vs. Katholische Kirche

Die brillianteste neuere Rede gegen die katholische Kirche und uns papam Ratzinger, eine der besten neueren Reden ÜBERHAUPT ist von Stephen Fry. Unhaltbar und undenkbar in unseren verquatschten “Öfffentlichrechtlichen” oder den privaten Pubertätssendern: This is Old BBC, indeed. Wenn sich diese Kraft (im Sinne Wildes) gegen den heute herrschenden, ehemals englischen, nun mehr international style Wirtschaftsliberalismus empören würde, unter dem die Welt 2012 in my opinion mehr stöhnt als unter dem Joch der Katholiken: wer sollte ihr widerstehen? Aber vielleicht sehe ich nur selbst das so als kommunistischer Katholik (im Sinne Bunels).

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Kunstrapperbitches! (Für Max Hollein)

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“Absolute Schweine”: Die Deutsche Bank über die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank steht für ihr Verhalten während der Immobilienblase in den USA weiterhin im Rampenlicht der Ermittlungen. “Die Welt” berichtet in der Ausgabe vom Montag, den 30.4. über anstehende Verfahren. Pikant sind die Details. Anlageberater der Deutschen Bank jubelten zum Beispiel 2006 und 2007 der Bayrischen Landesbank amerikanische Ramschkredite in Höhe von 92 Millionen [...]

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Karfreitag/Andante con moto

Das Andante con moto aus dem Klaviertrio op.100 ist eine der letzten Kompositionen Schuberts u. eine der schönsten Bangigkeitsmusiken der Welt. Wird gerne immer wieder von einfallslosen Fernsehredakteuren genommen, um “schicksalhafte Verstrickungen auf hohem Niveau” auszudrücken. Also BBBBBeziehungen.
Ich liebe DIESE Live-Aufnahme mit unbekannten Interpreten auf youtube, bei der der Geiger am Anfang offenkundig uninteressiert auf seinen Einsatz wartet, während die beiden anderen “schon angefangen haben”: er wischt sich vorab den Schweiß ab, entfernt unsichtbare Fusel auf der Hose, betrachtet seinen Bogen . So treten Tod u. Schreckens in unseren Alltag ein: nebenbei.

Ich war heute beim “Karfreitags Kreuzweg” der Evangelischen und Katholischen Studentengemeinde Frankfurt. Wir liefen sieben Stationen hinter einem rot angemalten Holzkreuz her, auf dem peinlich sauberen und baulich beeindruckenden Unicampus Westend und im Grüneburgpark. An jeder Station wurde zuerst eine kleine Geschichte zum Ort erzählt, danach ein theologischer Bezug hergestellt und immer der gleiche hoffnungsspendende amerikanische Gospel angestimmt , zuerst nur von den Frauenstimmen (wg. Engelseffekt) , dann von allen.

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An der rheinischen Riviera

Heute mit zwei schönen Frauen in Eltville, Stadt der alten Welt. Ich laufe am Rollator wie eine glückliche Ente, einen unaufälligen Spritzer Blut am Schnabel. Kaum zu unterscheiden von den tausenden anderen Gästen an der rheinischen Riviera, die sich herausgeschält haben aus ihren Behausungen. Bald werde ich eine Treppe in einem gut beleuchteten Treppenhaus hinaufsteigen, [...]

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Video zum Pressegespräch über Bankers Babylon

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Bankers Babylon- ein Finanzspektakel der FGZ am 21.3. in der Naxoshalle

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Am Mittwoch, den 21. März, vermischen sich in einem großen drei Stunden Event in der Naxoshalle (Wittelsbacher Allee 29, Frankfurt/Ostend) ab 19 Uhr Wissenschaft, Theater und Musik zum Gesamtkunstwerk. Oder prallen brutal aufeinander: “BANKERS BABYLON” wird eröffnet, eine Reihe von Veranstaltungen und Web-Aktivitäten der FGZ gegen die Macht der Märkte in Frankfurt und anderswo.

Der Abend trägt den Untertitel-falls denn Abende Untertitel tragen können-: “Wie man Dinge möglich macht“. Der renommierter Soziologieprofessor, Attacberater und Gründungsmitglied des “Instituts für solidarische Moderne“, Klaus Dörre referiert über “Casino-Kapitalismus: Aufstieg, Fall und wundersames Überleben“. Frankfurter Rapper Florian Neeb und Mitglieder der Funk- und Hip-Hopband Klinsch liefern den urbanen Soundtrack dazu. Die Moonlightsisters beschwören in den provokanten Stadt-Gedichten des Ex-Titanicchefs Thomas Gsella die anzügliche Schönheit von Frankfurt und Bad Homburg (“Wo trägt man noch beim Vögeln Anzug?”) Das Theater Willy Praml führt

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Aufzüge meines Lebens (4): Randgruppenblues

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Ausgerechnet in Bad Homburg, wo sich ein Drittel der Verweilenden auf Krücken, mit Rollator oder Rollstuhl fortbewegen, sind die Aufzüge am Bahnhof außer Betrieb. Seit wann und für wie lange? Ein Blick in die öffentliche Ausschreibung lehrt: Fristbeginn Aufzugbau Bahnhof August 2011, Fristende Mai 2012. Für drei Personenaufzüge und zwei Lastenaufzüge. Ja, so ein Aufzug zu bauen, das braucht Zeit, und dann gar erst fünf Stück auf einmal. Vielleicht will die Kurverwaltung aber auch dafür sorgen, dass die Leute nicht flüchten können, damit die REHAbetten voll bleiben. Besser schaut die Situation nam Frankfurter Westbahnhof aus. Dort gibt es keine Aufzüge, und wo es keine Aufzüge gibt, kann man auch keine außer Betrieb setzen.Aus diesem schönen Anlaß mein Randgruppenblues, der allerdings davon ausgeht, dass es jemand bis zur Bordsteinkante geschafft hat:

Ich roll am Morgen zum Bahnhof

der Zug fährt ein.

Kein Mensch auf dem Bahnsteig

ich bin allein

Mein Bufdi hat verschlafen

hier steigt niemand aus

ich hab drei Minuten

sonst muss ich nach Haus

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North by Northwest

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Eins
“Bevor ich etwas zu mir nehme, verlange ich, dass eine Identitätsprüfung gemacht wird.”
“Aber ich weiß, wer sie sind”.
“Wer bin ich denn?”
“Sie sind Herr Heise aus Karben.”
“Es gibt zwei: Der eine trägt eine Brille, der andere keine”.
“Sie sind Herr Heise, sie müssen das jetzt nehmen”.
“Nein, ich berufe mich auf mein Menschenrecht auf Verweigerung. Mein Körper ist vertauscht worden, ich verlange das das geprüft wird”.
“Wollen Sie etwas trinken?”
“Erst nachdem meine Identität überprüft wurde.Das ist nicht mein Körper. Das weiß ich doch. Meinen Körper kenne ich doch”.

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Die Freude der Nahrungsmittelspekulanten

Ein satirisches und höchst anschauliches Video über eines der finstersten Kapitel of modern finanzbuisness: die Spekulation mit Nahrungsmitteln. Etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern und sind unterernährt. Allein im Jahr 2010 stiegen die Nahrungsmittelpreise um ein Drittel und mehr als 40 Millionen Menschen wurden dadurch zusätzlich in absolute Armut gestürzt.Mit dabei as usual [...]

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German Angst und Zulu Wars

angst

Kürzlich wurde mir klar: Ich leide unter “German Angst”. Bekanntlich haben die Engländer und Amerikaner diesen Germanizismus in ihre Sprache übernommen aus keiner anderen Absicht, als um uns international lächerlich zu machen. “German Angst” bezeichnet die Vorliebe der Deutschen für irrationale Furcht vor Atomkatastrophen, Vogelgrippen, humanitären Bombenabwürfen, Liebesentzug, Falten und finanziellem Ruin.
Die Angelsachsen ihrerseits, insbesondere die Briten halten sich ihre Unverzagtheit auch in schwierigen Situationen zu Gute, wie dies exemplarisch ein Monty Python Sketch zu den “Zulu Wars” zeigt:

So viel Haltung ist bewunderswert, aber leider gehöre ich zu denen ohne dieselbige, zu den altmodisch Verzagten, denen mit, Verzeihung, Zukunftsangst.
Ich fürchte mich nicht allein davor, ein Bein zu verlieren, sondern zwei, bzw. alle.

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In Davos ist was los

Davos-Switzerland

Bekanntlich haben sich zur Zeit in Davos wieder einmal Berühmtheiten zum Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum) versammelt: 2600 sind es dieses Jahr, mehr als je zuvor, darunter 1600 Topmanager und 60 Regierungschefs. Der Gründer des WEF, Klaus Schwab, zeigte sich im Vorfeld der Monsterveranstaltung selbst- und Kapitalismuskritisch:”Man kann durchaus sagen, dass das kapitalistische System in seiner jetzigen Form nicht mehr in die heutige Welt passt”, sagte Schwab der “Financial Times Deutschland”. Man habe es versäumt, die richtigen Lehren aus der Finanzkrise zu ziehen. „Der Kapitalismus in seiner heutigen Form ist nicht länger das Wirtschaftsmodell, das die globalen Probleme lösen kann.“ Ein weltumspannender Geist der sozialen Verantwortung sei daher nötiger als jemals zuvor “Wir haben es nicht rechtzeitig geschafft, Regeln zu etablieren, um eine Pervertierung des Systems zu verhindern”. In seiner Begrüßung wies Schwab darauf hin, dass die Liste der globalen Risiken im Global Risk Report, der von 469 Experten erstellt wird, von Jahr zu Jahr länger wird. Dieses Jahr sind wir bei 50 Risiken angekommen, von denen sich viele ihrem „tipping point“ nähern, also dem Punkt, an dem sich entscheidet, ob eine Katastrophe eintritt oder nicht.

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Future starts so slow (für Apollinaire)


1.
Überstehe die eisigen Zeiten!
Ist ihre linke oder ihre rechte Gehirnhälfte stärker in welche
Richtung dreht sich die Ballerina?
Links Rechts
Klicke zuerst auf deine Sternzeichen
Anpassung KALKULIEREN!

Schließlich bist Du dieser alten Welt müde.
Hirte, o Eiffelturm, die Herde der Brücken blökt heute morgen.
Du hast es satt, in der griechischen und römischen Antike zu leben.
Hier sehen sogar die Autos aus, als wären sie uralt.
Die Religion allein ist völlig neu geblieben, die Religion

Ist einfach geblieben wie die Hallen am Flugplatz.
Ich habe heute morgen eine nette Straße gesehen – ihren Namen ver-
Neu und sauber, der Sonne heller Trompetenstoß war sie.

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Wulff ist kein possierliches Eis

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Wulff kaut. Er lernt werktags. Er ist kein Museum. Er friert. Er weint
links.
Wulff ist nicht standfest. Er kritisiert vehement den zweigeteilten
Konrad. Er glitzert. Er erduldet abends einen unscheinbaren Werktag. Er urteilt.
Er regiert nebenbei. Er schweigt. Er reift werktags. Er schneidet nebenbei eine
Giraffe. Er erkennt samstags ein sonderbares Kombinat. Er schlummert seitlich.
Er erntet die kurze Sabrina. Er ist kein rechtzeitiges Niveau. Er stoppt oft. Er
suspendiert vielleicht den Peter. Er segelt.

Wulff irritiert ein Drama. Er saniert seitlich die Gisela. Er vermengt
daheim eine Funktion. Er ist ein Tumult. Er signiert die Cassandra. Er wartet
nirgends. Er beliefert einmal die fremdartige Stefanie. Er tagt. Er erinnert
eine einheitliche Schminke. Er saugt oft. Er blutet meistens. Er ist ein Pack.
Er erpresst freitags einen Schreck. Er splittert gerne. Er summt heute.

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Maria und Josef auf Obdachsuche in Kronberg und Königstein

Wir tun hier mal etwas, wozu es nicht all zu oft Anlaß gibt: Die ZEIT loben. Redakteur Henning Sußebach hat eine Reportage geschrieben, mit der er das durch den eigenen Chefredakteur Di Lorenzo ramponierte Image der ZEIT glänzend rehabilitiert: “Maria und Josef im Ghetto des Geldes“. Er und die Schauspielerin Viola Heß zogen als obdachloses [...]

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Gleichenstein 2: Die Erle der Enthauptung

gleichenstein 6
(Das erste Kapitel lesen Sie hier)
“Aber Gräfin, Sie übertreiben. Ihr Sohn wird wissen, dass Sie bei mir sind und ihnen ein kleines Ständchen bringen wollen. Schließlich geht es auf Weihnachten zu.”
“Ein Ständchen?” Die Gräfin lachte kurz auf, ein bitteres Lachen, in das die sprechenden Hermeline ihres Mantels einstimmten, denn selten genug ergab sich für einen Hermelin die Gelegenheit, in ein bitteres Lachen auszubrechen. Also lachten sie herzlich und bitter mit der Gräfin, indes sich aber in ihr Lachen auch eine ganz eigene eigene Bitterkeit hineinschlich, dadurch bedingt, dass ihnen das bittere Lachen eben allzu selten vergönnt war und bald übertraf im weiteren Verlauf des Hermelinlachens dessen Bitterkeit die Bitterkeit des gräflichen Lachens bis die Gräfin rief. “Genug! Haben Sie nicht gehört, Gleichenstein? Heute morgen ist er aus der Heilanstalt entflohen, die Nachricht erreichte mich durch eine verletzte Brieftaube in der Kutsche, die mich zu ihnen führte…Wer weiß, was er ihr angetan hat, um zu verhindern, dass mich die Nachricht erreicht.”
Von und zu Gleichenstein nahm einen Vorderlader von der Wand und prüfte den Verschluß. “Nun ja, die Heilanstalt, Frau Gräfin. Das spricht nicht unbedingt gegen ihren Sohn. Einige meiner besten Freunde sind in der Heilanstalt, ich war selbst auch schon dort, alles sehr nette Leute…. hervorragende Wachtelleberpastete, die Mitternachtssonne …vielleicht wurde ihr Sohn einfach als verblüffend vorzeitig geheilt entlassen und wollte sie überraschen.”

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“Laßt uns über unsere Zukunft reden. Jetzt!” Ein offener Brief an Occupy Frankfurt

Wir haben Euer Papier “Laßt uns über unsere Zukunft reden!” wie andere Medien auch sofort auf unserer Site “Frankfurter Gemeine Zeitung” dokumentiert, weil das “occupy Frankfurt”- Label dranklebt.
Ich habe es heute zum ersten Mal gelesen und bin, wie soll ich sagen, a little shocked. Und zwar weil es sich um eine konventionell wirtschaftswissenschafliche Lesart des Themas handelt. Euer Text ist “Wirtschaftswissenschaft for Dummies”, ein Schnellkurs mit Grafiken, Literaturverweisen, mitgedachtem Powerpoint. Der Begleittext behauptet: “Ein zentrales Problem der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist die Komplexität der Sachverhalte und die generelle Unkenntnis über deren Zusammenhänge. ” Und Ihr verheißt dem “einfachen Bürger” wie dem “Bundestagsabgeordneten“, der nie so genau weiß, worüber er abstimmt, eine “Übersicht über Lösungsansätze, sowie die Zukunftswahrscheinlichkeit der Eurokrise und eine Analyse des Europäischen Bankensystems“. Das ist gut paternalistisch-aufklärerisch a la 18. Jahrhundert formuliert, oder im Newsspeak: “alles, was ist, ist nur ein Kommunikationsproblem” und wenn wir mehr von Betriebswirtschaft verstünden, wüßten alle, was zu tun ist. Erklär dem prekären Zelter vor der EZB und dem hochbezahlten Banker in der EZB die “Eurokrise” und sie werden erkennen, dass sie beide in EINEM Zelt sitzen.
Ihr fordert am Ende ultimativ: “Fange an Fragen zu stellen!” und das tue ich jetzt. Euer Paper fängt damit an, “die wirtschaftliche und finanzpolitische Situation der Eurokrise objektiv darstellen” zu wollen. Wieso?

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Blind Dates 14.12. – 20.12.

schlafmaske Dezember

Mi, 14.12.

20 Uhr, MS-Carmen Main: Frankfurter Autorentheater: “So” von Wolfgang Spielvogel. Eine Produktion zusammen mit dem Frankfurter Jobcenter. 25 Menschen, die arbeitssuchend sind, gehen auf die Bühne. Eintritt 12 Euro.

Do, 15. 12.

Club Voltaire 19.30 Uhr: Migranten-Selbsthilfeorganisationen in Hessen: Ihre Arbeit, ihre Erfolge und ihre Grenzen . Es gibt eine Vielzahl von Vereinen und Initiativen, zu denen sich Migranten in Hessen zusammengeschlossen haben. Wir wollen diese Vielfalt aufzeigen, und an Beispielen erfahren, was diese Organisationen konkret für Migranten, aber auch das Zusammenleben mit Deutschen in Hessen erreichen. Veranstalter: Forum für mehr Integration in Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire. Eintritt frei – Spenden erwünscht!

20 Uhr, MS-Carmen Main: Frankfurter Autorentheater: “So” von Wolfgang Spielvogel.

Frei, 16.12.

20 Uhr, Naxos, Willy Praml Theater: Wiederaufnahme von “Jesus d ámour”. Die weihnachtsgeschichte nach matthäus, markus, lukas und johannes. (Vorstellungen bis 23.12.)”mit bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der regisseur ein krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache weihnachtsseligkeit demoliert.”
FAZ . Außerdem: Heiliger Bimbam, Adventstheatermarkt

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Highlights im Kellertheater: Liederabend “Haymatlos” und David Lynchs “Eraserhead” im Filmbrunch

Am Wochenende (9.-11.12.) gibts gleich zwei Gründe ins Frankfurter Kellertheater, Mainstraße 2 zu kommen: Freitag und Samstag jeweils 20.30 Uhr gibts den seltsamen Migranten-Liederabend “Haymatlos” des Theaters Peripherie (mit dem geschätzten Phillip Haines) : “Kennen Sie Sossenheim? Oder das erste reinafrikanische Baby aus der Stadt eines berühmten Weißbieres? Wissen Sie, wem Saddam Hussein ähnlich sieht? [...]

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Nebelfreunde

Die toten Augen von Sachsenhausen. Foto: Freya Hartwig
Als ich heute nach Hause ging, lag dichter Nebel in den Frankfurter Straßen. Viele fürchten den Nebel, ich aber trinke ihn. Er erlöst uns vom gewöhnlichen Gesicht der Stadt. Und von unserem eigenen Gesicht. Ich bin ein Freund des Nebels. Es gibt Nebelfreunde und Nebelfeinde. Das bekannteste deutschsprachige Gedicht der Nebelfeinde stammt von Hermann Hesse. Es hat eine berühmte erste Zeile und lautet :

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

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Ich habe das Guttenberginterview nicht gelesen

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Letzten Donnerstag kaufte ich mir die ZEIT. Natürlich: ich hätte schon längst darüber schreiben müssen, weil es ist ja schon fast wieder Donnerstag, die nächste ZEIT steht vor der Tür wie der unausweichliche zweite Advent, aber ich habe es bis jetzt nicht über mich gebracht. Nun: ich brauchte die Zeit für die Trauerarbeit an der ZEIT, sie verstehen. Ich kaufte sie spontan bei einem Zeitungsverkäufer. Eine Caprice gewiss, vielleicht naive Sehnsucht nach dem “Qualitätsjournalismus” früherer Tage, egal, ich sagte zum Zeitungsverkäufer ohne lange nach zu denken: “Geben Sie mir eine ZEIT, bitte.” Er antwortete: “Die kostet aber vier Euro.” Das hätte mich warnen sollen. Schon in den alten Mythen und den modernen Horrorfilmen gibt es ja diese indirekten Wächterfiguren, die die Helden warnen. Nie werden sie verstanden und immer ist es vergebens. Ich gab dem Mann ungerührt das Geld, schlug die dicke Zeitung auf, unbekümmert, und dann sah ich IHN, auf S.1. Er war der Aufmacher, wie die Presseleute das wohl nennen, und was er aufmachte, war: das Grauen. Karl-Theodor ist zurück. Jener, der dereinst das Comeback der Brilliantine als Symbol von Brillanz einleitete, feierte auf vier Seiten sein eigenes: ungerühert, ungegelt, sogar Brillenlos. Brillenlosigkeit is the new brilliance, oder wie?

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Surrealistischer Filmbrunch (3): Das Sanatorium zur Todesanzeige

Sanatorium zur Todesanzeige

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Blind Dates 24.11.-1.12

schlafmaske november dezember

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Das ist der Virus

BKA
I.
Dies ist der Virus. Er sieht aus wie man sich in einem überkorrektem Traum eine Seite des Bundeskriminalamtes vorstellt. Tatsächlich behauptet er dies von sich selbst. Er taucht plötzlich auf wie ein Terrorist oder ein flüchtiger Bekannter. Hier, in meinem Zimmer auf meinem Bildschirm. Er sagt: “Es ist die ungesetzliche Tätigkeit enthüllt!” Illegale Software: Kinderpornographie, Sodomie, E-Mails terroristischen Inhalts. Die Sperre meines Computers dient dazu, meine illegale Tätigkeit zu unterbinden. Aber ich bräuchte nur 100 Euro zu überweisen, dann würde mein PC wieder freigeschaltet. Nur 100 Euro. Das ist das verlockende, die metaphysische Dimension:

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Blind Dates 11.11.-17.11.

schlaf ende nov

Frei 11.11.

17 Uhr, Frankfurt Rathenauplatz (nähe Hauptwache): DEMO von occupy:frankfurt Es ist auch Deine Stimme, die zählt! am weltweiten Aktionstag der Occupy-Bewegung (hier das internationale Event: ) Zur Anfangskundgebung möchten wir mit Euch zusammen “99%” aus Menschen mit Laternen und Kerzen auf dem Goetheplatz aufstellen und das Bild als Gruß aus Frankfurt zu anderen Occupados und in die ganze Welt schicken! Warum wir demonstrieren steht hier und hier und hier

Sa 12.11
ab 12.30 Umzingelung des Bankenviertels, Bündnis: Banken in die Schranken!
Treffpunkt Kaisersack. Siehe nebenstehenden Artikel.

Mampf: DENKERSKIND
Denkerskind, alias Till Schneider, der in alter Liedermacherart seine Lieder dem Publikum präsentiert, hatte sich 2010 eine Auszeit genommen und kommt nun nach eineinhalb Jahren wieder zurück auf die Bühnen. Lieder über Sehnsucht, Einsamkeit und Liebe wechseln sich ab; Lieder zum Nachdenken, die den Zuhörer sicher nachhaltig beschäftigen werden.Seine CD „Mehr als nur ein Wort“

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Breites Bündnis ruft für 12. November zur Umzingelung des Bankenviertels in FFM auf

Banken in die Schranken
“Banken in die Schranken” will am Samstag mit Unterstützung der 99% das Bankenviertel umzingeln; das obige Transparent wurde am Donnerstag am eisernen Steg aufgehängt. Ähnliches wird auch in Berlin passieren. Das Bündnis wird koordiniert von Attac, Compact. de u. den Naturfreunden Deutschlands u. wird unterstützt u.a. vom DGB, den Grünen, der Linkspartei, terre des Hommes, der katholischen Arbeitnehmervertretung u. dem Bundesverband der Migrantinnen. Die FGZ unterstützt den Aufruf, owohl die “Bankenumzingelung” ja nichts anderes ist als die gute alte “Menschenkette” auf indianerisch und als Aktionsform den Nachteil hat, dass die Beteiligten hauptächlich damit beschäftigt sind, zu bangen, ob genügend Leute zusammen kommen. Warum nicht stattdessen einfach alle Parkbänke im Stadtgebiet umzingeln-grade im Herbst? Nichtsdestotrotz : Höchste Zeit, dass sich die Old school des Protestes aus Linken, Grünen, Christen u. Gewerkschaftlern neben den manchmal ziellos lieben Occupisten zu Wort meldet. Außerdem hat sich für die Abschlußkundgebung Kabarretist Georg Schramm angekündigt. Also: wir umzingeln mit!
Und here comes the Aufruf

“Europa steckt in einer tiefen ökonomischen Krise. Weltweit sind zahlreiche weitere Länder von Ansteckung bedroht. Doch gerettet werden wieder nur die Banken, mit vielen Milliarden an Steuergeldern. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten der

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Mein schwuler Bruder und ich

Es kam der Tag, an dem die Wege meines Bruders und meine eigenen sich trennten. Wir liebten beide unsere Mutter. Immer schon schien es mir, dass sie ihn bevorzugte. Aber das war noch vor dem Umzug nach Mönchen-Gladbach. Danach konnte ich keinen Unterschied mehr feststellen.Das hat er auch gesagt: nach Mönchen-Gladbach war alles anders. Ich weiß bis heute nicht, warum. Wir waren unzertrennlich im Grunde. Ich hatte mir schon ein paar Gedanken gemacht, weil er keine Freundin hatte. Natürlich war es mit Beate für mich auch nicht immer einfach. Aber es war immerhin besser als gar nichts. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber er wollte ja nicht. Er hat mir dann irgendwann gesagt, dass er nach Russland geht, zum Chor der Roten Armee. Nicht aus politischen Gründen, aber er wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren, hatte ja auch diese wunderbare Singstimme. Ich sagte zu ihm: Du bist verrückt! Sei vorsichtig! Er wurde dann Held der Sowjetunion und ist Ende der 60er mit Chruschtschow oder so jemand aufgetreten, der dirigierte den Chor.

Mutter hat in Mönchen- Gladbach geweint vor Glück. Es war Weihnachten, als sie es im Fernsehen sah. Er sang etwas über dunkeläugige “Kosakenmädchen”. Ich hatte Mutter einen Birnenkuchen

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Surrealistischer Filmbrunch der FGZ im Kellertheater: Songs from the second floor

Songs From the Second Floor-
Diesen Sonntag (6.11.) zeigt die FGZ in ihrer surrealistischen Filmreihe im Kellertheater Frankfurt, Mainstr. 2 um 12 Uhr einen bitterbösen, absurd-komischen Film über die Wirtschaftskrise “Songs from the second floor” v. Roy Andersson.: scheiternde Geschäftsleute, sich geißelnde Büromenschen, Poeten in der Psychiatrie und Chor singende U-bahnbenutzer in Bildern wie Gemälden.. »Grandios, grotesk, einmalig.« (Kölner Stadtanzeiger). Eintritt frei, Brunch 5 Euro.

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Der Tod imitiert Sitcoms

Bekanntermaßen verkündete Oscar Wilde: “Das Leben imitiert die Kunst”. Man könnte hinzufügen: Der Tod imitiert Sitcoms. Jetzt ist im Netz eine (kurzlebige) amerikanisch Sitcom aus dem Jahr 1987 aufgetaucht, die in einem Sketch Gaddafis Tod für den 29. Juli 2011 “voraussagte”. St. Peter begrüßt ihn im Himmel und schickt ihn dann in die Hölle. Der [...]

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Blind Dates 3.11.-8.11.

schlafmaske november

Do 3. 11

19.30 Uhr: Campus Bockenheim, Studierendenhaus “Festung Europa”: zur Situation in Lampedusa Ursula Schmidt berichtet über die Situation in Lampedusa und zeigt den Kurzfilm „Lampedusa – am Rande der Wahrnehmung”. Hagen Kopp (kein mensch ist illegal) informiert über die „Schiffe der Solidarität”, die im Frühjahr 2012 auf das Sterben von Boots-Flüchtlingen im Mittelmeer aufmerksam machen”. Veranstaltung im Rahmen der HÜLYA-TAGE: Gegen rechtspopulistische und rassistische Hetze. Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung (30. Oktober bis 6. November 2011 / Studierendenhaus, Campus Bockenheim). Die „Hülya-Tage” mahnen an den von Neonazis verübten Brandanschlag in Solingen vor 18 Jahren, bei dem 5 Menschen starben, unter ihnen die 9jährige Hülya. In Bockenheim wurde 1998 zum ersten Mal mit dem Namen „Hülya-Platz” an ein Opfer neonazistischer Gewalt erinnert. Wir wollen sowohl die Auseinandersetzung mit den Neonazis als Täter als auch die Situation einer besonderen Opfergruppe – die der MigrantInnen mit und ohne Papiere – in unseren Veranstaltungen aufgreifen. Der Verein “Offenes Haus der Kulturen” (http://www.studierendenhaus-fuer-alle.de) knüpft mit diesem Projekt an der Tradition des Studierendenhauses an, in dem die Auseinandersetzung mit Faschismus, Rassismus eine zentrale Rolle spielte und spielt.

Frei, 4. 11.

19.15 Uhr: ivi, Kettenhofweg 130 Freiheit statt Frontex – Das europäische Grenzregime zwischen arabischem Frühling und Krise Offene Diskussion u.a. mit Helmut Dietrich (Forschungsgesellschaft Flucht und Migration; Berlin) / Marion Bayer (welcome to europe; Hanau) / N.N. (Collettivo Prezzemolo; Florenz) / Bernd Kasparek (Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung; Athen): Am 17. Dezember 2010 verbrannte sich Mohamed Bouazizi im tunesischen Sidi Bouzid. Mit seiner Tat löste er eine Welle von Aufständen, Revolutionen und Umstürzen aus, die nicht nur die arabische Welt verändert haben. Der Kampf um soziale wie auch politische Rechte in der arabischen Welt beinhaltete auch eine Infragestellung der

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Schmidt, Steinbrück und das Spiel der Könige

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Gelegentlich beweist der Weltgeist Sinn für Ironie. So als er Helmut Schmidt und Peer Steinbrück ein wenig die Partie vermasselte. “Zug um Zug” heißt der Titel des gemeinsamen Buches, Zug um Zug soll es gehen: die Inthronisation des Enkels, des Kanzlerkandidaten Steinbrück. Zwar an der Partei vorbei, aber wen kümmern in Zeiten der Gefahr schon die Parteien? Den Alten ohnehin nie viel. Und der 64-jährige Jungspunt hat auf die kürzlich gestellte Frage, ob er Sozialdemokrat sei, geantwortet: “ich bin Steinbrück”. Wer kann verlieren, wenn er den Spiegel, die FAZ, die Zeit und Günther Jauch im Rücken hat? Die wichtigsten medialen Windmaschinen hierzulande sorgen für immerwährenden Rückenwind. Das Szenario für das Buch aus Sicht der PR-Berater sah vermutlich so aus: Der weise Alte ist inzwischen bei Freund und Feind, bei Jung und Alt gleichermaßen akzeptiert aufgrund von staatsmännischer Gesamtperspektive, seiner den Jahren trotzenden Vitalität und einem neugewonnen Flair von Widerständigkeit wg. Rauchens in öffentlichen Räumen, in denen alle anderen klaglos nicht rauchen dürfen. Natürlich, damit noch kein zweiter Staufenberg, leider auch ohne Augenklappe, stattdessen mit Stock, aber immerhin: allgemein akzeptiertes Urgestein. Aus PR-Berater-Sicht auf einen 92jährigen heißt das aber auch: Er sollte Stock und Stab weitergeben, bevor er den Löffel abgibt. Noch zwei Jahre bis zur Wahl, aber, mmm, besser man beeilt sich a bissl. Das klingt herzlos, aber so funktioniert PR nun mal und eine hanseatische Kaltschnauze wie Schmidt versteht das sowieso. Steinbrück empfiehlt sich ja schon dem Namen nach als neues Urgestein und hat auch schon seine 64 Jahre diesbezüglich auf der Habensseite. Vor allem: er ist rechte SPD, also die, die mit allen können, außer mit der eigenen Partei wie Schmidt damals auch schon. Über das Motiv des Schachspielens kommt dann das persönliche mit rein, aber auch das politisch-strategische. Schach: das Spiel der Könige. Dazu passend läßt man im Herrenzimmer zweieinhalb Jahrtausende Geschichte vorbei ziehen und natürlich die großen Themen der Gegenwart: Abstieg der USA, Aufstieg Chinas, Europa gefährdet, aber Rettung durch Retter möglich. Nebenbei fallen viele große Namen im Gespräch, so als habe man mit allen schon gefrühstückt oder zumindest Schach gespielt: Nebukadnezar, Laotse, Talleyrand, Habermas… Wer fehlt in der Reihe noch? Na klar: Steinbrück. Und so sagt denn, nachdem

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Aufzüge meines Lebens (3): Verdammnis und Verständigungsprobleme

Abwärts fahrende Aufzüge haben eine metaphysische Komponente, wie man in dieser Filmszene aus “Barton Fink” der Gebrüder Cohen sehen kann. (Leider hier nur in einer Synchronisation durch den Vatikan). Der LIFTBOY ist ein alter, resignierter, versteinerter Mann, der auf die seltsame Frage des Aufzugsgastes, ob er die Bibel gelesen habe, ebenso seltsam zurückfragt: “Die heilige Schrift? Ich glaube schon.”

Das metaphysische des Aufzuges nimmt auch das folgende, völlig andere Video auf, ein kleines Musikvideo von Arcade Fire. Die Metaphysik hier rührt nicht nur von der Erwähnung der Bibel im Aufzug her (indessen übrigens in der Bibel leider nie ein Aufzug erwähnt wird), sondern ebenso von der Enge. Die aufzugsgemäße Enge spiegelt die Enge der Existenz. Man lebt mit vielen nebeneinander, zwangsläufig. Was tut man in dieser Enge? Man tut sich -im positiven Fall -mit anderen zusammen, klopft vergebens, aber rhytmisch gegen die Decke und zerreißt die Zeitung. Oder spielt ein

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Blind Dates 20.10.- 25.10.

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Do, 20. 10., 1
19.30 Uhr Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24,(U 4, Höhenstraße) : Presse, Journalisten und die LINKE. Besichtigung einer Baustelle. Mit Tom Strohschneider – Journalist im ,Freitag’
, Berlin: Der Umgang mit ‚den Medien’ ist für alle linken Initiativen im Allgemeinen und für die Partei DIE LINKE im Besonderen schon prinzipiell schwierig: Man braucht sie einerseits als Medium zur Öffentlichkeit, andererseits kann die Linke keine besonders mitfühlende und solidarische Berichterstattung erwarten – zumindest von dem Teil der Presse nicht, den wir als ‚bürgerlich’ bezeichnen. Dazu ist der Abstand der Linken von einem ideologischen ’mainstream’ zu groß. Nicht wenige Konflikte in der LINKEN betrafen Verhältnis zur Presse – bis hin zum „Presseecho“ über den letzten Frankfurter Parteitag der LINKEN.Letzteres war dann auch für uns der unmittelbare Anlass, den Journalisten und Autor Tom Strohschneider für eine Problembeschreibung des Verhältnisses der Linken und der Medien einzuladen. Er selbst gehört ja nicht nur zu den Wenigen, die die LINKE im „Freitag“ fast
Woche für Woche journalistisch begleiten, sondern vielen mit seinem BLOG „Lafontaines
Linke“ einen linken Diskussionsraum zur Verfügung gestellt hat. Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

19:30 Historisches Rathaus Seckbach: Seckbacher Bürger informieren: Kein weiterer Supermarkt!
Die Bürgerinitiative „Kein weiterer Supermarkt!“ lädt für Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 19.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in das Historische Rathaus Seckbach ein. An der Veranstaltung wird neben dem Leiter des Stadtplanungsamts der Stadt Frankfurt, Herr Dieter von Lüpke, auch Herr Christof Heun, Mitglied des Verwaltungsrats der Katholischen Kirchengemeinde Maria Rosenkranz als Gast und Gesprächspartner teilnehmen.

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Gleichenstein. Ein Schauerroman

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Friedrich von und zu Solz zugleich zu Gleichenstein ist sprachlos. Wie von tausend Teufeln gehetzt ist sein Kammerdiener in das selten geheizte Sarkophagzimmer gestürmt, rufend “Die Straußensteaks sind alle!” Danach: Lähmendes, lastendes Schweigen.
Schließlich murmelt der Graf: “Grade jetzt, da ich Frau von Trotta erwarte, die ihr drittes Bein abholen will…Machen Sie wenigstens ein Feuer an. Oder nein, holen sie mir das Schleudertrauma!” Der Kammerdiener verschwindet. Ein Gewitter zieht auf und mit ihm die angenehme Benommenheit des Schleudertraumas im Frühherbst.
Die Vorhänge der offenstehenden Fenster bauschen sich wie die Röcke der Tänzerinnen des spanischen Hofballets, die Phillip von Anjou vor Jahrhunderten durch die Tapetentür des Gleichensteinschen Schlosses zu beobachten pflegte, um der Öde des Erbfolgekrieges zu entgehen.
Und tatsächlich bemerkt von Gleichenstein, dass Frau von Trotta bereits im Raum ist. Wie hatte er sie nur übersehen können? War sie überhaupt da? Oder war sie nur eine Fata Morgana?

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“No more ISlave”: Steve Jobs ist tot.

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Steve Jobs Herz hat aufgehört zu schlagen und die Netzgemeinde badet in einem Meer virtueller Tränen. Auf facebook wird eine hour of silence in all social media networks ausgerufen: eine ganze Stunde lang KEIN Facebook & Co. , um seiner zu gedenken. Das ist wahre Selbstkasteiung. In so einer Stunde kommen einem komische Gedanken: z.B., dass Steve Jobs einfach so an Krebs stirbt, während die Arbeiter der chinesischen Firma Foxconn, in der Apple und Co für ein Appel und ein Ei produzieren lassen, Erklärungen unterschreiben mussten, dass sie trotz der mieser Arbeitsbedingungen keinen Selbstmord begehen. 13 Selbstmorde und 4 Selbstmordversuche von Arbeitern waren dem 2010 vorangegangen. Dann wurde eine Psychologenhotline eingerichtet und die Löhne leicht über den gesetzlichen Mindestlohn angehoben. Apple lobte daraufhin dass Untrernehmen. Viel geändert hat sich aber offenbar nicht: Bei der Eröffnung der neuen Appleläden in Honkong protestierte die Initiative Students and Scholars Against Corporate Misbehavior (Sacom) gegen die Arbeitsbedingungen bei Foxconn unter dem Slogan: “No more ISlave” und präsentierte eine Studie mit brisanten Einzelheiten.

Während ihrer zehnstündigen Schicht haben die Arbeiter keine Stühle, auf die sie sich setzen können. Machen Sie einen Fehler bei der Produktion müssen sie eine Selbstkritik schreiben, die mit ihrem Foto zur Warnung der Anderen öffentlich ausgehängt wird. Wenn die Arbeiter nicht funktionieren, droht das Management, sie durch Roboter zu

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Blind Dates 6.10.-12.10.

blind dates JuliDo, 6. 10.

Club Voltaire 19.30 Uhr: Diskussion mit Aristide Ngoula Lapah und Sinclair Timo Fokou (Association des Bamboutos du Hessen e.V., ABH): Tiefverwurzelte traditionelle Regelwerke, unbekannte Sozialgefüge oder Sprachenvielfalt sind nur einige der soziokulturellen Phänomene, denen Akteure der Entwicklungszusammenarbeit täglich begegnen. Nicht selten stellen diese Besonderheiten des Partnerlandes die Umsetzung von Entwicklungsprojekten vor große Herausforderungen. Der Vortrag und die anschließende Diskussion widmen sich der Frage, wie soziokulturelle Phänomene in Projektplanung und -umsetzung mitgedacht, entkräftet bzw. genutzt werden können. Wie kann erfolgreich reagiert werden, wenn soziokulturelle Faktoren die Umsetzung eines Entwicklungsprojektes erschweren? Welche Bedeutung hat die aktive Einbindung soziokultureller Schlüsselfaktoren für die Nachhaltigkeit der umgesetzten Vorhaben?

Frei, 7. 10.

Klosterpresse im Frankensteiner Hof, 20 Uhr: Buchvorstellung: Dr. Horst Brühmann (Frankfurt a.M.): Die neuen Mythen des Alltags von Roland Barthes. Horst Brühmann hat im letzten Jahr eines der berühmtesten Bücher der letzten Jahrzehnte, die “Mythen des Alltags” von Roland Barthes, neu übersetzt und erstmals gemäß der 1957 veröffentlichten französischen Erstfassung komplett zugänglich gemacht. Die deutsche Ausgabe von 1964 enthielt vom 1. Teil nur 19 Texte; die Neuausgabe des 1. Teils ist nunmehr mit 53 Texten fast dreimal so umfangreich. Einige Titel der neu übersetzten Texte: “Die Welt des Catchens”, “Der Arme und der Proletarier”, “Spielsachen”, “Wie Paris nicht unterging”, “Der Jet-Man”, “Ornamentale Küche” und “Astrologie”. Ort: Klosterpresse im Frankensteiner Hof, Paradiesgasse 10, Frankfurt/Sachsenhausen http://www.klosterpresse.de/ Veranstalter: Philosophisches Kolloquium: Kritische Theorie/Klosterpresse

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Liebe Piratenbashende Mely Kiyak!

ich schreibe normalerweise keine Artikel in Form von öffentlichen Briefen an fremde Leute, weil das doch irgendwie eine merkwürdig übergriffige Art ist: so zu tun, als würde man den anderen adressieren, während man doch in Wirklichkeit immer an die eigenen Leser denkt, die sich befriedigt denken sollen: na, die oder der hats DENEN aber mal wieder gegeben! Aber der Franz Josef Wagner macht das für die BILD schon seit 10 Jahren und Sie machen ihm das seit geraumer Zeit nach für die Frankfurter Rundschau , nur das die anders als beim Wagner für die sich denkend dünkenden Menschen ist, also für die im Nordend, und das gibt dann immer so eine schöne, persönlich klingende Kolumne und schreibt sich schnell weg und deshalb mache ich das jetzt Ihnen nach. Denn neulich, in der FR. vom 1-3. Oktober, las ich so einen Brief von Ihnen, überschrieben mit “Liebe Politpioniere”. Das klang ein bisschen nach alter DDR, meinte aber die siegreiche Berliner Piratenpartei. Ihr Brief hat mich richtig bewegt, obwohl ich kein Mitglied dieser Partei bin und sie noch nicht mal gewählt habe. Bei der Lektüre aber ging es mir wie Ihnen bei der Lektüre der, wie Sie sagen, “zehn Thesen zur Netzpolitik der ungelüftet Internetsüchtigen”, nämlich so: “Wenn ich sage, es hat mir die Nackenhaare aufgerichtet, dann wäre das zu wenig, sie standen wie Betonpfeiler ab.”
Sie, liebe Mely Kiyak, begannen schön bei sich: “Ich sah ein Gruppenfoto, das die Piratenfraktion aus Berlin zeigte. Undiplomatisch und sexistisch wie ich bin, spreche ich es aus: Das war eine Ansammlung von zotteligen Typen. Schwammige Figuren, ungesunder Teint, hässlich, mein Gott, da ist ja nichts dabei. Man roch die vermieften T-shirts regelrecht.” Das folgte dem inzwischen sehr beliebten Gestus : “Das muss man doch sagen dürfen”, von dem ja auch der Sarrazin zehrt. Aber mal ganz undiplomatisch gesagt, liebe Mely Kiyak: Mir stieg bei Ihrem altmodischen Wort “zottelig” ein anderer Geruch in die Nase. Der abstoßende Mief des Journalismus von vorvorgestern. Hatte die Presse nicht exakt so einst über die frühen Grünen geschrieben, damals in den 80ern? Oder noch früher in den 60ern über die “zotteligen, ungewaschenen” Studenten?
Aber, mein Gott, heute im Jahr von 2011 funktioniert dieses Ekelbashing eben immer noch.

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Ubs, i did it again!

Nachdem ja alle Politiker und Banker lange und ausgiebig über die Bankenkrise nachgedacht haben, Besserung gelobten  und sich sicher sind, dass so was nie,nie wieder vorkommt wegen der ganzen super  ”Sicherungsmechanismen” lesen wir heute: Ein Aktienhändler der Schweizer Großbank UBS hat 2 Milliarden Dollar Bankvermögen im Wertpapierhandel verzockt und wurde jetzt verhaftet. Er ist 31 Jahre alt. Träumt davon nicht [...]

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Das Griechenland Deutschlands

Es gibt Filmkritiker, Musikkritiker. Theaterkritiker und jetzt auch “Eurokritiker”. Über die Parteimitgliedschaft der ersteren ist wenig bekannt, die letzteren gehören meistens zur FDP.  “Das Griechenland dieser Welt sind die USA” hat der Eurokritiker u. FDP-Politiker Frank Schäffler gesagt. Mag sein, aber ist das Griechenland Deutschlands nicht die FDP, die sich ihrer geordneten Insolvenz hartnäckig verweigert? Frank [...]

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Nazis als Grillmeister

Vor einem Thinghaus der NPD in MeckPomm hat eine Reporterin einen Grill mit Aufschrift “Happy Holocaust ” entdeckt. Darauf angesprochen sagte der NPD-Abgeordnete Köster: “Vielleicht nimmt da jemand die politischen Repressalien in diesem Land ein bisschen auf die Schippe. Aber das hat sich auch die politische Klasse zuzurechnen, weil hier Meinungen unterdrückt werden”. Wie schön [...]

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Blind Dates 14.9.-20.9.

schlaf september

Mi, 14.9.

Mampf: ROBERT KAISER (p,voc) – Barrelhouse-Blues -

Das Bett ab 20 Uhr: Capillary Action ist das Baby von Songwriter Jonathan Pfeffer und wurde bereits in den USA von Pitchfork und All About Jazz bejubelt. Mit Hilfe seiner außergewöhnlichen Band und teils mit Orchester verbindet Jonathan Pfeffer Freejazz-Bläser, Neue Musik und brasilianische Rhythmen mit dem Furioso des Mathrocks und der Zugänglichkeit des Artpops. Eine einzigartige Soundforschung mit herrlich vertrackten Schüben voller Emotionalität, über denen die düster-einnehmende Stimme von Pfeffer thront. Eintritt: 11 €

Do, 15. 9.

19.30 Uhr, Club Voltaire: Christentum, Islam und Judentum – Gleichberechtigte Partner für erfolgreiche Integration(?)Als Bundespräsident Christian Wulff im Oktober 2010 sagte, dass neben dem Christentum und dem Judentum inzwischen auch der Islam zu Deutschland gehört, löste dies eine intensive Debatte aus. Wir wollen jetzt, knapp ein Jahr später, eine erste Bilanz ziehen und Perspektiven diskutieren. Denn auch wenn die Religion nicht überbetont werden sollte, stellt sie einen wichtigen Teil der Identität von Menschen – mit oder ohne Migrationshintergrund – und ihres Zusammenlebens auch in Deutschland dar.

Ponyhof The Pleasants (Amanda Rogers) Folk Rock / Indie. Einlass: 21 Uhr

Fr. 16.9.

20.30 Uhr Kellertheater Frankfurt: Helges Leben, Theaterstück v. Sybille Berg. Regie: Bettina Sachs. Die Menschheit hat aufgegeben. Die Tiere haben das Kommando übernommen und pflegen ein zivilisiertes Dasein. Dazu gehört gepflegte Unterhaltung. So lassen sie sich »Menschen-Shows« vorführen, um zu erfahren

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Sehnsucht nach Roland Koch

In unruhigen Zeiten wie diesen, da man sich Politikerdressmen a la Philipp Rösner anhören muss, kann es schon einmal passieren, dass man sich nach den guten alten Charakterschurken der Politik zurücksehnt, die Helmuth mit Vornamen heißen oder eben Roland Koch. So las ich vor einigen Monaten mit einem staunenden und einem weinenden Auge in der [...]

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Der berühmte psychoanalytische Klavierwettbewerb in Moskau

Männer und Frauen auf dem berühmten “Psychoanalytischen Klavierwettbewerb” in Moskau. Sie spielen “Tränen” und “Ostern” für zwei Klaviere von Rachmaninoff.

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Haunted Housings

Verlassene verfallene Häuser bewohnen die Geister ihrer ehemaligen Bewohner. Dieser Satz funktioniert in beide Richtungen. Die Fundstücke, die sie enthalten, Überreste eines zerschnipselten, zerstörten Lebens, zeugen von ihrer Anwesenheit. Meist sind es “viktorianische” Häuser, so als hätte diese Epoche das Unheimliche für sich gepachtet, weil sie so viel verbarg: ein Gewinst von falschen Burgzinnen, trüben [...]

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Der Natoeinsatz in Libyen: ein Debakel

Gaddafi beim Treffen der G8-Staaten Juli 2009: v.l. n. r. Berlusconi, Sarkozy, Obama, Medievev, UN-Geralsekretär Ban-Ki Moon u. himself

Der monatelange NATOeinsatz in Libyen brachte einen erwartbaren Sieg für die Rebellen und die Niederlage des Gaddafi-Regimes. Auf der humanitären Seite sieht es weniger positiv für die NATO und die Bevölkerung aus: nach Angaben der Rebellen gab es in diesem Krieg bislang ca. 50 000 Tote. Allerdings wurde diese enorme Anzahl von Toten in den hiesigen Medien nur unter “ferner liefen” erwähnt. Oder ist Ihnen diese Zahl irgendwo inmitten der unzähligen Artikel über Libyen in großen Lettern auf S.1 begegnet? Mir nicht. Außerdem sind die Opfer der NATO-Luftangriffe offenbar nicht mit eingerechnet worden- warum nicht? Vom März bis zum 24. August flog die NATO laut eigenen Angaben zum Schutz der Zivilbevölkerung” 20262 Lufteinsätze, teilweise waren es 97 Einsätze in 24 Stunden. Von ihnen waren 7587 Bombeneinsätze. Darunter laut Wikipedia zum Beispiel die Bombardierung einer Fabrik in Brega, in der Wasserrohre für die Wartung und Reparatur des “Great man made River“- Projektes, des weltweit größten Projektes zur Wassserversorgung der Bevölkerung, hergestellt wurden oder drei Satellitenanlagen des Libyschen Fernsehens, um wie NATO-sprecher Roland Lavoie sagte: „Gaddafi daran zu hindern, mit Hilfe des Fernsehens Zivilisten zu terrorisieren“, was die Frage aufwirft, ob der irre Diktator in der Stunde der Not vielleicht Sendungen von RTL 2 ins Programm genommen hat. Wie viele Tote diese siebeneinhalb tausend Bombenabwürfe gefordert haben, gibt die NATO nicht bekannt und scheint

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Blind Dates 1.9.- 11.9.

schlafmaske September 2011

1. 9.
Gewerkschaftshaus , Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, 18 Uhr
Prof. Dr. Werner Ruf, Politologe und Friedensforscher Uni Kassel
Die arabischen Revolten – gehen sie uns etwas an?
Niemand hatte damit gerechnet, dass die verlässlichsten Freunde des Westens in Nordafrika binnen weniger Wochen von ihren Völkern gestürzt würden. Die Ursachen für die Revolten, soziales Elend, Perspektivlosigkeit, brutale Unterdrückung waren jedoch seit Jahren bekannt. Und sie waren und sind auch Folgen westlicher Politik – allen voran die EU: Die Assoziierungsabkommen mit diesen Ländern waren Instrumente zur neoliberalen Eingliederung ihrer Ökonomien in die Kapitalverwertungsstrategien des Nordens, die Rhetorik über Menschenrechte und gute Regierungsführung dienten der Kaschierung ihrer Interessen. Gerade in Tunesien und in Ägypten waren die Gewerkschaften Träger der Umstürze. Nun stellt sich die Frage, wie die politisch erkämpfte Souveränität umgesetzt werden kann in selbst bestimmte Modelle des wirtschaftlichen und sozialen Aufbaus. Dieser wird nur gelingen, wenn auch die fortschrittlichen Kräfte in Europa den Wandel in Nordafrika unterstützen, um durch einen Zuwachs an sozialer Gerechtigkeit den Frieden vor Europas Toren zu sichern.

2. September:
19.30 Uhr Faites vos Jeux, Klapperfeld. »Europa als Staat – linke Kritiken, linke Politiken« – Diskussionsveranstaltung zur Book-Release-Party
: Anfang September erscheint das Europa-Buch von JungdemokratInnen/Junge Linke, das die EU aus verschiedenen Perspektiven einer radikaldemokratischen Kritik unterzieht. Nach einer theoretischen »Wurzelbehandlung« zu Beginn, geht es u.a. mit Grenzen, Bildung, Arbeit, Migration, Datenschutz und Lobbyismus weiter. Der Hintergrund des Buches ist, dass wir (wie auch andere) in

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Wunsch, Indianer zu werden, inmitten weiterer Wünsche

  Ich traf nie einen reichen Mann, eine reiche Frau mit der geringsten EIGENEN Vorstellung von Schönheit. Also gilt Wildes Auftrag, Schönheit zu verbreiten dem gemeinen Mann, der gemeinen Frau, trotz “Skifahren für Manager” und “Afterworkführungen”. Er, der in den Saloons des Wilden Westens Vorträge hielt, ohne erschossen oder korrumpiert zu werden, ah, wäre er [...]

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Milliardäre, kämpft für Eure Besteuerung! (For Waren Buffet)

american

Während sich die Teapartyleute in USA weiter begeistert aufs kalte Buffet stürzen, um zu feiern, dass sie Steuererhöhungen für die Superreichen verhindert haben, ist der drittreichste Mann der Welt, Waren Buffet, (o .k., o.k., schlechter Scherz, denn der wird gesprochen mit “a”) der Ansicht, er und die Seinen seien “zu lange vom Kongress verhätschelt worden“. “Unsere politische Führung hat zum ,gemeinsamen Opfer’ aufgerufen, mich dabei aber verschont. Während die Armen und die Mittelschicht für uns in Afghanistan kämpfen und zahlreiche Amerikaner sich bemühen müssen, mit ihren Mitteln auszukommen, profitieren wir Megareiche weiterhin von außergewöhnlichen Steuervorteilen”, schrieb er in der New York Times. Wer außer einem ideologisch und praktisch besoffenen Republikanern wollte ihm da widersprechen? Wir jedenfalls nicht, denn wir wissen über die von Buffet gezahlten Steuern auf jeden Fall nicht so viel wie er selbst. Buffet rechnet vor, dass er im letzten Jahr nur 17,4 Prozent Steuern auf sein Vermögen bezahlt hat, ein Steuersatz von dem, wie er selbst sagt, seine Angestellten nur träumen können. Die Steuersätze der 20 Angestellten seines Büros zum Beispiel lägen zwischen 33 und 41 Prozent und er besitzt im Unterschied zu ihnen ca. 50 Milliarden US Dollar. Buffet hat auch ein Argument parat für die ewige Leier von “höhere Steuern für die Reichen gefährden Arbeitsplätze”. In den 80ern seien die Reichen in den USA viel höher besteuert worden als heute, die Arbeitslosigkeit sei trotzdem viel geringer gewesen. Buffet schlägt deshalb vor, die Steuer für Einkommen über eine Million anzuheben, die über 10 Millionen sogar drastisch.
Die wirtschaftsfreundliche Presse und die Liberalen hierzulande, die sich dem Slogan “Sparen, Sparen, Sparen und immer an die Millionäre denken!” verschrieben haben, melden das weitestgehend unkommentiert und eher leicht

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Blind Dates 17.8.- 21.8.

lange nachtDi, 17.8.
17 Uhr. Frankfurter Architektursommer: Begehung des Campus Bockenheim vom Depot/Universitätsbibliothek bis Georg Voigt-Straße.
Treffpunkt : Büro Joran & Müller, Gräfstr. 79
Erläuterungen der historischen Schichten der Bebauung und der damit verbundenen Geistesgeschichte vor allem der F. Kramer-Zeit und der 1960er und 1970er Jahre. Besichtigt

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Horowitz mit Schubert in Moskau


Ein Schubertimproptu mit dem alten und jungen Gott des Klaviers, Horowitz. H. hatte Russland 1925 verlassen, wg. der bösen Bolschewiki: Er musste in Kinosälen und wie Wikipedia weiß “vor proletarischen Bauern in Gasthöfen” spielen u. hatte doch als Kind dem großen Scriabin vorgespielt. Ich habe auch mal gehört, dass die Bolschewiki sein Klavier im Elternhaus zum Fenster rauswarfen, wie sich das damals für echte Bolschewiki gehörte. H. emigrierte 23jährig nach Berlin, dann nach Paris, und als die Nazis kamen, in die USA. Er wurde dort Freund des großen anderen russischen melancholischen Musikemigranten, Rachmanninoff.

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Eine Presseerklärung der Frankfurter Bauaufsicht

Der Bauaufsicht Frankfurt liegen zahlreiche Beschwerden über Frankfurter Baustellen vor. Insbesondere hat sich wohl der Eindruck eingestellt, sie würden sich in letzter Zeit unkontrolliert vermehren. Dazu ist zu sagen: Bauliche Aktivitäten sind ein Zeichen positiver Veränderung und wirtschaftlichen Wachstums und dienen darüber hinaus oftmals der Behebung von städtebaulichen Missständen. Zahlreiche Baustellen im Sommer sind durchaus etwas normales und häufig auch beliebt.

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Das Attentat und die Medien

Der Attentäter

Der Attentäter von Norwegen : Fiktion (l.) und Realität (r.)

Fast wäre das Attentat in Norwegen an mir “vorbeigegangen”. Ich war für eine Woche in Urlaub ohne Zeitungen und ohne Netz. Erst zwei Tage nach dem Attentat las ich auf Spiegelonline über das Attentat und den Attentäter, einen Norweger der aus Abscheu vor dem “Kulturmarxismus” und der liberalen Politik seiner Regierung gegenüber Migranten, insbesondere Moslems im Regierungsviertel gebombt und ein Blutbad in einem Jugendlager der norwegischen Sozialdemokraten angerichtet hatte. Am Tag danach fuhr ich von Leipzig nach Frankfurt, hörte einen Popmusiksender und wunderte mich, dass in keiner der halbstündigen Kurznachrichten von den Motiven des Attentäters die Rede war. In den längeren Berichten der Infosendungen wurde durchaus darüber berichtet, aber nicht in den Kurznachrichten , die auch die Masse der politisch Uninteressierten hört.Weder wurde die Begründung für die Tat erwähnt, noch dass das Sommercamp von der sozialdemokratischen Partei veranstaltet wurde.Es war lediglich von einem “Sommercamp für Jugendliche” die Rede. Jeder Sender betreibt “selektive Wahrnehmung”, das ergibt sich schon aus Gründen der Zeitökonomie. In vier Minuten gibt es nur “das wichtigste”, bzw. das, was die Nachrichtenredaktion dafür hält. Offenbar gehörten die Motive des Täters nicht dazu. Ich behaupte: hätte ein “Islamist” diese Tat begangen, hätte man genau dieses Wort als Marker in den Kurznachrichten verwendet oder von einem “islamischen Hintergrund” gesprochen, um dem Zuhörer die Einordnung zu geben. Hier hingegen wurde nicht von einem “Antiislamisten”, einem “antiislamischen

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Die Prinz kriegt den Schweinehirten: Das Sommermärchen ist wahr geworden.

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Das Sommermärchen ist wahrhaft wahr geworden und die Japanischen Frauen sind Weltmeister geworden. Dies gilt, obwohl ihr Medienmenschen, Werbepartner und deutsche Fußballexperten noch immer Vuzuellahaft rumtrötet, dass man Euch in dieser “schönen WM”, die “stimmungsmäßig gut” war und “den Frauenfußball voran gebracht hat”, das “Sommermärchen II” verweigert hätte, nämlich den Titel für die “Deutschen Frauen”. Dies aber zeigt 1. schlechtes Gedächtnis (verzeihlich) 2. mangelnde Kenntnis von Märchen (unverzeihlich). Denn 1. wurde die MännerWM in Deutschland deshalb zum Sommermärchen, weil die Klinsmannschen Mannen viel besser gespielt haben, als man es von den landeseigenen Rumpel(stilzchen)fußballern zuvor erwartet hatte. Die Deutschen Frauen hingegen gingen ruhmbekränzt in diese WM…ihr Sieg hätte nichts überraschendes gehabt, es wäre das zu erwartende gewesen, noch dazu als Fortsetzung eines Männermärchens, und Fortsetzungen sind meist mieser als Teil 1. Damit kommen wir zur Märchenlogik: Kriegen in den Märchen etwa die haushohen Favoriten am Ende den Pokal? Nein, die Prinz kriegt den Schweinehirten und Aschenputtel kriegt den Prinzen, mögen sich ihre beliebten und attraktiven Schwestern Solo und Hope noch so sehr in die engen Fußballschuhe hineinzwängen.

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Kandidatencheck: Steinbrück vs. Osnabrück

steinbrück neu

Gilt beim Spiegel bis heute die Devise: “A bissl Hitler geht immer” , so scheint dies seit einiger Zeit ergänzt worden zu sein um: “Man sollte immer ein bisschen Steinbrück im Haus haben”. Kaum eine Woche , ohne dass er, mehr Quadratschädel als Querdenker, dort präsentiert, porträtiert oder zitiert wird. Dies gilt ähnlich für andere Quaaaalitätsmedien wie die Rundschau, FAZ,TAZ oder BILD. Dahinter steht immer die Frage: Ist er DER AUSERWÄHLTE, auf den die SPD, “die Deutschen” und Steinbrück selbst schon so lange hoffen? Um der Frage auf den Grund zu gehen machte Spiegel Online neulich sogar den direkten Vergleich zwischen der Bundeskanzlerin und dem einfachen Abgeordneten Steinbrück auf und labelte das zwei Jahre vor der Wahl als “Kandidatencheck“. Und siehe da: Steinbrück schnitt unverblüffenderweise nicht schlecht ab. Wir aber fragen: Ist die zermürbte Merkel momentan wirklich ein ernstzunehmender Vergleichsparameter? Wir schlagen daher einen ernsthafteren Gegner vor, um das Potential auszuloten: Osnabrück, die sympathische Friedensstadt im Niedersächsischen. Schauen wir uns die Kandidaten genauer an :

1. Führungsstärke

Angeblich Steinbrücks große Stärke: “Steinbrück ist jemand, der klare Vorstellungen hat, was er will”, schreibt das Nachrichtenmagazin. Was er will, weiß zwar eigentlich keiner, das kann ja auch schon mal wechseln, man muss das nicht so eng sehen…. Hauptsache alle wissen, DAS er was will, denn das macht ja Führungsstärke aus. In der

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Die Drei von der Beratungsstelle (2) Ein Sigmund-Freud-Musical

v.l. n.r.: Jung, Adler, Freud

Was bisher geschah: Die drei Nachwuchsmediziner Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung haben, um ihren Bankrott abzuwenden, die Psychoanalyse erfunden und eine Gemeinschaftspraxis gegründet. Sie warten auf die erste Patientin.
Es läutet. Lilian tanzt herein

(Song „Du hast mir heimlich die Liebe ins Haus gebracht“)

Freud: Du kamst zu mir

Jung: wie reizend von Dir.

Adler Alles hier ist für Dich da

Freud Und Du bist für mich da

Alle: Bitte schön, nimm Platz.

Lilian: Wenn es euch passt,

bin ich Euer Gast

Freud: Du machst zum Palast, das Zimmer

Jung: Wärst Du doch hier für immer

Adler: Das wäre schön, gnädige Frau.

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Blind Dates 28.6. – 2.7.

Di, 28.6.

Campus Bockenheim, Hörsaal 1, 18.00-20.00 Uhr: Arbeitsmigration in den Privathaushalt: Arbeitsrechte und Sozialstandards für Haushaltsarbeiterinnen, Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung „Gute Arbeit weltweit? Analysen – Perspektiven – Strategien zu globalen Arbeitsrechten und Sozialstandards“ am: ReferentInnen: Prof. Dr. Helma Lutz (Goethe-Universität Frankfurt), Dr. Helen Schwenken (Universität Kassel) und Emilija Mitrovic (DGB-Anlaufstelle für Papierlose in Hamburg). Moderation: Felix Hauf (Goethe-Universität Frankfurt) und Dr. Martina Blank (EPN Hessen). Während das Kapital frei über nationalstaatliche Grenzen hinweg nach optimalen Verwertungsbedingungen suchen kann, schotten sich die reichen Gesellschaften des globalen Nordens durch restriktive Grenzregime gegen MigrantInnen ab. Arbeitsmigration findet auch unter diesen Bedingungen statt, nur bleibt den MigrantInnen dann oft kein anderer Weg als der in die Illegalität. Welche Ansätze migrantischer Selbstorganisierung gibt es? Welche Strategien transnationaler Solidarität verfolgen Gewerkschaften und NGOs? Welche Chancen und Grenzen sind mit solchen Strategien verbunden? Wie weit trägt die ILO-Initiative zu guter Arbeit für Haushaltsarbeiterinnen? Veranstalter: EPN Hessen und Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem ICDD der Universität Kassel und dem DGB Bezirk Hessen-Thüringen Weitere Informationen unter www.epn-hessen.de/veranstaltungen

Raumstation Rödelheim, Auf der Insel 14HH: 19.30 Uhr, Cinéma de Résistance (II) : Historischer Film über die Krawalle von 1968 in Zürich Mitte 1968 in Zürich: Ein Konzert von Jimi Hendrix, aufbegehrende Lehrlinge, Schüler_innen und Student_innen, schliesslich Kämpfe um ein Autonomes Jugendzentrum… die spiessige Stadt ist geschockt. Kurzes Referat zur Einführung.

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“Die Drei von der Beratungsstelle”- Ein Freud-Musical (1)

drei Beratungsstelle
v.l.nach r. : Sigmund Freud, Alfred Adler, C.G. Jung

Sprecher: Sigmund Freuds Erfahrungen mit der Hypnose und die Frühzeit der Psychoanalyse gingen ein in den berühmten UFA-Film „Die drei von der Beratungstelle“ von 1931. Die Handlung beginnt damit, daß die drei Nachwuchsmediziner Sigmund Freud

Freud: Es hat mich sehr gefreut!

Sprecher: C.G. Jung

Jung: So jung komm mer nimmer zusammen!

Sprecher: und Alfred Adler

Adler: Gott, bin ich heut wieder nervös!

Sprecher: von Bankrott und Approbationsentzug bedroht sind.

(sie fangen an zu singen)

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IKEA-Terror in Dresden

ikea

Ikea ist für manchen das symphatische Möbelhaus aus Schweden. Für manch andere: Möbel- Terror mit menschlichem Antlitz. Es war eine Frage der Zeit, wann dies mit Gegenterror beantwortet wird. Wie das menschliche Antlitz aussieht, das ihn ausübt, weiß man zur Zeit noch nicht. Am Pfingstfreitag ist nach einem Bericht der FR in einer Ikea Zentrale in Dresden ein Sprengsatz in der Küchenabteilung explodiert, geringer Sachschaden, zwei Kunden erlitten laut Pressebericht ein “Knalltrauma”. Knalltrauma? Hey, Leute, habt ihr einen Knall? Was macht ihr eigentlich an Sylvester? Ende Mai waren bereits kleine Sprengkörper in Frankreich, Belgien und Holland hochgegangen. Das Interessante ist nun: Es gab keine Drohungen, keine Erpressung, keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Explosionen in anderen Ländern. Es sieht also so, aus als richte sich der Terroranschlag nicht zum Beispiel gegen die Politik von Ikea, günstige Reihenhäuser anzubieten, die keinen Keller haben, in deren Wände sich kein Nagel einschlagen lässt und die den Käufer dazu verpflichtet, 15 Jahre Strom von dem Anbieter “Botlok” (sei klug) abzunehmen. Aber das wurde nach einem negativen Bericht der Stiftung Warentest im April ohnehin korrigiert, die Planungen in Wiesbaden, Offenbach und Hofheim zurückgeschraubt. Ist der Terrorist vielleicht ein ehemaliger Mitarbeiter?

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Die Zeit ist reif: DIE FGZ AM 29. MAI LIVE IM KELLERTHEATER FRANKFURT

Die “Frankfurter Gemeine Zeitung” springt kurzerhand aus dem Netz ins sogenannte “wirkliche Leben”. Am 29. Mai kann man FGZ-Autoren am eigenen und fremden Leib erleben im Rahmen einer Lesung und Performance im Frankfurter Kellertheater, Mainstrasse 2. Beginn 18 Uhr, Eintritt 5 Euro. Mit Bert Bresgen, Florian K., Merzmensch, Daniela Vollhard, Aylin Karacan, Yunus Konrad u.a.

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Blind Dates 24.5.-29.5.

SchlafmaskeMai2011

Di, 24.5.
Naxos-Kino Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane
Dokumentarfilm & Gespräch am Dienstag, 20 Uhr, Filmreihe Die Schöpfung bewahren (3), Von Rupert Murray (USA 2009 / 82 Min.): Für über eine Milliarde Menschen ist Fisch der Hauptbestandteil ihrer Nahrung. Nach Ansicht von Experten könnten unsere Meere, wenn es so weitergeht wie bisher, jedoch in 60 Jahren leergefischt sein. Schuld daran ist die katastropale Überfischung, die den Bestand etwa von Kabeljau und Thunfisch systematisch reduziert. In seinem Film besucht Murray globale Brennpunkte der Überfischung, etwa Neusee- land oder Tokio. Er spricht aber auch mit senegalesischen Fischern und mit Experten des „Word Wild Fund of Nature“, welcher der EU empfahl, besonders die Fangquote für den Blauflossenthunfisch zu reduzieren.

Mi, 25. 5.

19 – 23 Uhr: Cinéma de Résistance in der Raumstation Rödelheim. Am Dienstag, den 25. Mai startet eine neue Veranstaltungsreihe starten: Das “Cinéma de Résistance”. Zum Start zwei historische Filmen aus dem Jahre 1967: zu den Geschehnissen rund um den Schahbesuch und zum 2. Juni, also dem Tod von Benno Ohnesorg. Für einige erklärende und einführende Worte ist gesorgt. Eintritt frei, Getränke und Snacks sind vorhanden. Wo: Raumstation Rödelheim, Auf der Insel 14HH, 60489 Frankfurt/M. Infos zur Anreise:
http://www.Insel14.de

Ponyhof Frankfurter Lyriktage (Experiment, Lyrisch) Einlass: 19 Uhr. Best of ZEBRA – Poetry Film Festival Berlin. Filmvorführung mit Thomas Wohlfahrt (Literaturwerkstatt Berlin) Einlass: 21 Uhr. PERFORMANCE POESIE mit Sprechgewitter – Spoken Word trifft Soundpoetry / Mitch

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Birgit Homburger und der mexikanische Sargschreiner

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Dies schrieb FAZNet vor einem halben Jahr bewundernd über Birgit Homburger, damals noch Hoffnungsträgerin und FDP- Fraktionsvorsitzende:
“Wer mit dem Auto durch das badische Singen fährt, der wird auf ein Leuchtreklameschild aufmerksam, auf dem „Bestattungshaus Homburger“ steht. (…) Dort ist die FDP-Fraktionsvorsitzende Homburger aufgewachsen, hat im elterlichen Schreinereibetrieb gelernt, was es heißt, mittelständischer Unternehmer zu sein. Wahrscheinlich hätte die ehrgeizige Frau Homburger die Sargschreinerei ihres Vaters zu einem in ganz Baden-Württemberg bekannten Unternehmen gemacht, wenn sie sich für eine Schreinerlehre entschieden hätte. “
Ja, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich hätte Birgit Homburger das getan und auch in der väterlichen Sargschreinerei ihre Führungsqualitäten bewiesen. Und die braucht es heute gerade dort, steckt doch das Bestattergewerbe wie unlängst auf dem 7. Hessischen Bestattertag in Gießen diskutiert wurde, in einer, sagen wir mal: Umbruchphase. Dafür gibt es viele Anzeichen. In der dem Hessischen Bestattertag gewidmeten Ausgabe der Fachzeitschrift “Der Bestatter” artikuliert DIB-Geschäftsführer Hermann Hubing leichte Irritation über ein nichtgenanntes Stuttgarter Bestattungsunternehmen, das am Kapitalmarkt “Genußrechte ” mit fester vierprozentiger Verzinsung auslobt. In der Rezension zu Christian F. Zanders Buch über die Geschichte der

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Ackermanns Traum (Ende)

11. In Ackermanns Zelle. Frau Schneider erscheint.

Schneider: Guten Morgen, Herr Ackermann, haben sie gut geschlafen.

Ackermann: Geht so. Ach, Frau Schneider veranlassen sie bitte, dass unsere Sponsoringzusage an die Salzburger Festspiele überprüft wird. Ich denke, wir sollten uns mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren. Die Kulturförderung ist ja auch eigentlich Aufgabe des Staates. Was gibt’s neues?

Schneider: Eine Befreiungsgruppe „Weltspartagkuss“ hat sich gemeldet, ihr Video ist gestern Nacht auf Arte gesendet worden und hat sofort den Innovationspreis der Offenbacher Hochschule für Gestaltung gewonnen. Außerdem gab es heute früh in Frankfurt einen phänomenalen Ansturm auf eine Würstchenbude….

Ackermann: Aha, was wollen diese Leute?

Schneider: Sie haben ihre Zusammenlegung mit Maschmeyer und Rürup gefordert.

Ackermann: Sind die verrückt? Ich bin froh, dass ich vor denen meine Ruhe habe!

Schneider: Aber sie wollen ihre Freilassung erreichen….Frau Merkel und die FDP haben schon eine wohlwollende Prüfung angekündigt. Ist das nicht toll?

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Ackermanns Traum (4)

9. Brainstorming im Hinterzimmer von Dannys Dutyfreeshop

Alle wachen auf

Berger: Okay, was haben wir denn bis jetzt?

Roth: Also, ich hab bislang nichts.

Veit: Bei mir siehts auch eher Mau aus.

Berger: Dito. Vielleicht sollten wirs mal mit Mindmapping versuchen. Oder mit der Visualisierungsmethode. Oder wir verbringen zusammen ein Wochenende auf einer Berghütte.

Veit: Oder wir rufen McKinsey an.

Roth: Ich hab eine Idee: Wir drohen einfach alles Kapital ins Ausland abzuziehen, wenn Ackermann nicht freikommt.

Berger: Damit drohen eh schon alle die ganze Zeit. Nein, wir brauchen eine einzelne Person, die wir unter Druck setzen können, einen symbolischen Vertreter der bestehenden Ordnung.Eine Identifikationsfigur.

Veit: Ja, also, vielleicht hätte ich da einen. Herr Dunker, der besitzt eine Würstchenbude an der Eschenheimerstrasse, hat zwei Kinder und ein völlig überzogenes Konto.

Berger: Das ist er, unser Mann!

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Das Knabentheater schläft nicht

“Mir war, als rief es: Schlaft nicht mehr, Macbeth mordet den Schlaf! – Ihn, den unschuldgen Schlaf; Schlaf, der des Grams verworrn Gespinst entwirrt, den Tod von jedem Lebenstag, das Bad der wunden Müh, den Balsam kranker Seelen, den zweiten Gang im Gastmahl der Natur, das nährendste Gericht beim Fest des Lebens. “ “(Macbeth)
Giacomo Puccini blieb es vorbehalten, eine seiner seltsamsten sirenenartigen Kantilenen mit der Botschaft zu versehen: “Keiner Schlafe” “Nessun dorma”. Der Maestro, einzig legitimer Erbe des großen Verdis, angekränkelt von der Dekadenz der Jahrhundertwende und der Jahrzehnte danach und im Wortsinn todmüde schrieb sie in seiner letzten unvollendeten Oper: Turandot von 1924. Ansonsten kommt diese Oper fast ohne die vom Publikum so geliebten Arien aus. Aber diese ist eine, mit sich hochstemmender Tenor-Stimme, gesungen von einem Prinzen, einem Bewerber, zugunsten einer sich verweigernden Prinzessin, die ihre potentiellen Liebhaber alle sterben lässt. Die Szenerie spielt in dem damals bereits sehr populären China. Der Prinz ist schlaflos, träumt sich die frigide Prinzessin in einen Zustand, der dem seinen gleicht und erhebt ihn zu einem Gebot für alle. Was hätte Puccini ahnen können von der Bedeutung Chinas 2011? Zu seiner Zeit gaben sich die Chinesen noch gerne dem Opiumrausch hin, spazierten in Gärten oder verhungerten klaglos. Das heutige China hat die Forderung des Liedes, die die sanfte Melodie gleichzeitig wiederuft, für alle unwiederuflich festgeschrieben. Der “schlafende Riese” ist erwacht! Aber blicken wir zu uns zurück: In der ersten deutschen Republik, der Weimarer, hat der repräsentative Tenor der Zeit Richard Tauber noch im Jahr der Uraufführung 1926 eine wunderbare deutsche Version des Liedes aufgenommen, kurz bevor “Deutschland, erwache!” durch die Hallen hallte.

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Atomprofite-nein Danke! Demo am 9.5.

Am Montag, den 9. Mai zieht die montägliche Frankfurter Atomwache zwischen 18 – 19.30 von der Hauptwache, Katharinenkirche hin zur brasilanischen Botschaft, begleitet von einer Samba-Gruppe. Attac Frankfurt wendet sich damit gegen den Bau von Angra 3 und damit verbundenen deutschen Atomexport mit staatlichen Bürgschaften Die brasilianische Botschaft ist informiert und wohl auch gesprächsbereit. Diese [...]

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Ackermanns Traum (3)

7 In “Dannys Dutyfreeshop”:Veit, Berger, Roth

Veit: Ich bringe gute Nachrichten, Genossen! Die Isolationsfolter für Ackermann ist aufgehoben! Die äh, “Bullen” haben Frau Schneider zu Ackermann gelassen.

Berger: Frau Schneider, seine Persönliche Assistentin? Das ist ja grossartig!

Roth: Endlich!

Veit: Ich habe zuverlässige Informationen, dass sie zusammen in der Zelle einen Terminplan gemacht haben, ganz wie früher (Jubel, Victoryzeichen, Freiheit für Ackermann-Rufe)

Berger: Gut, ausgezeichnet, damit ist unsere erste Forderung erfüllt. Das können wir also schon mal von unserer „Terror To do today“-Liste streichen.

Roth: Aber wir haben doch noch gar keine Forderungen gestellt!

Berger: Wir arbeiten ergebnisorientiert, Frau Roth. Entscheidend ist nicht, ob wir eine Forderung stellen, sondern ob sie erfüllt wird. .

Roth: Aber ich finde trotzdem, wir müssten was machen. Wir treffen uns seit Monaten und niemand weiß, dass es uns gibt.

Veit: Also ich würde nicht sagen, dass niemand weiß, dass es uns gibt, sondern eher dass keiner weiß, dass es uns gibt.

Roth: Ja, aber …was sind denn nun unsere Forderungen?

Berger und Veit: Freiheit für Josef Ackermann! Zusammenlegung der Gefangenen Ackermann, Maschmeier, Rürup! Nieder mit den Lohnnebenkosten!

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Es gibt kein falsches Leben im Falschen

Gestern am Rande der “Langen Nacht der Museen” in Sachsenhausen. Gruppen ziehen an der Weinstube vorbei, meistens sind es acht Leute. Aufgebretzelt oder in Jogginghosen, offenkundig bereit, sich der Kunst zu stellen wie einem Duell an diesem warmen Frühsommerabend. Wir haben wenig Gäste. Vorerst. Sie werden schon kommen, was bleibt ihnen übrig?

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Ackermanns Traum (2)

4. Josef Ackermann in seiner Zelle auf der Pritsche. Carsten Maschmeyer schläft in der Nebenzelle.

Ackermann: Carsten?

Maschmeyer schnarcht

Ackermann: Maschmeyer, schlafen Sie schon?

Maschmeyer (schnarcht)

Ackermann: Also ich kann nicht schlafen, das macht der Tee. Vielleicht sollte ich was lesen

Maschmeyer (schnarcht)

Ackermann: Maschmeyer… Deutschland muss aufwachen!

Maschmeyer (durch die Wand): Was ist los?

Ackermermann: War nur ein Scherz, schlafen sie weiter.

Maschmeyer schläft weiter.

Ackermann: Ich würde jetzt auch lieber schlafen. Aber,Maschmeyer, ich weiß im Gegensatz zu ihnen, dass ich in Wirklichkeit bereits schlafe und dies gar nicht die Wirklichkeit ist. Ich bin der weiße König aus Alice in Wonderland, Maschmeyer. Ich weiß, ich bin gar nicht hier in dieser Zelle, ich träume das nur, und wenn ich aufhöre, sie zu träumen, Maschmeyer, wissen sie , was das dann passiert, mit ihnen? Sie verschwinden einfach! Sie verschwinden!

(Maschmeyer schnarcht weiter)

Aber ich sehe mir das erst mal eine Weile an, sozusagen als Gedankenexperiment….Seltsam …Wenn ich nur in meinem Traum endlich einschlafen könnte, morgen wird’s ein harter Tag… „Denk ich an Deutschland in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht! (er gähnt) “ Von wem war der Slogan noch mal?..

Maschmeyer (durch die Wand) Deutsche Schlafwagengesellschaft…kein Erfolg

Ackermann: Kein…Erfolg…

Er schläft ein. Maschmeyer schnarcht, Ackermann schnarcht

5. Berger mit den Genossen in Dannys Duty free shop

Berger: Bevor wir in die Planung eintreten, wie wir den Genossen Ackermann befreien, geht’s darum, wie wir der Öffentlichkeit Content vermitteln. Genossin Roth?

Roth: Ja, ich habe zunächst über das Branding nachgedacht. Welche Identity brauchen wir für die Befreiungsaktion? Ich schlage vor: „Kommando 31. Okober.“

Berger. Mmmhh, gefällt mir nicht so ganz. Was ist denn das für ein Datum?

Roth. Weltspartag. Wir könnten uns damit in die populäre Geizwelle einklinken.

Berger: Aber ist der Weltspartag nicht eher konservativ besetzt?

Veit: Nach dem Zusammenbruch des neuen Marktes sehnt sich das Volk nach etwas Beständigem. Es will wieder sparen. Außerdem ist der Weltspartag der Tag der internationalen Sparsolidarität. An diesem Tag spart die Welt.

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Blind Dates 3.5.-8.5.

schlaf mai

Di, 3. 5
20 Uhr, NAXOS-Kino im Depot 1899, Filmreihe „Die Schönheit der Frauen“ (2):
Film: Im Jahr der Schlange von Heide Breitel (Deutschland 1981/97 Min.): 1941, das Jahr, in dem Hitlerdeutschland der Sowjetunion den Krieg erklärte, ist das Geburtsjahr der fünf miteinander befreundeten Frauen, die Heide Breitel (sich selbst eingeschlossen) in diesem Film porträtiert. 40 Jahre später, 1981, feiern sie gemeinsam Geburtstag – ein riesiges, buntes Fest mit Erinnerungen, Erzählungen aus der Gegenwart und voller Hoffnung auf die Zukunft. Sie erinnern sich an die Kinderjahre im Krieg, das Überleben im Luftschutzkeller, die Nachkriegsjahre, an die Jazzclubs mit schwarzen Soldaten, ihre Ausbildung, schließlich Ehe und Kinder. Und sie beschreiben, wie ihr Leben durch die neu entstehende Frauenbewegung dann doch eine ganz andere und unerwartete Wendung genommen hat. Der Titel des Films verdankt sich dem chinesischen Kalender. Demzufolge war 1941 ein „Jahr der Schlange“. Die periodisch wiederkehrenden Jahre der Schlange sind nach chinesischem Glauben Übergangsperioden der Weltgeschichte. Wer in diesen Jahren geboren wird, ist besonders sensibel für historische Strömungen und Umbrüche. Die Regisseurin Heide Breitel wird beim anschließenden Filmgespräche anwesend sein.

Mi, 4. 5.

Stadtbibliothek Offenbach Herrnstraße 84, 63095 Offenbach 19 Uhr: Braunes Erbe in Hessen: Nazis in Parteien, Ämtern und Behörden Neue wissenschaftliche Publikationen belegen ein bislang unbekanntes Ausmaß personeller und organisatorischer Verbindungen des NS-Staates mit Parteien, Behörden und Ministerien der frühen Bundesrepublik Deutschland. Auch 66 Jahre nach dem Faschismus in Deutschland scheint die Aufarbeitung dieser

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SPD: Hoffnungslose Warmduscher und Sarrazins Auferstehung

sarrazin neuEs ist Ostern und die SPD sieht aus irgendwelchen Gründen keinen Grund mehr, Thilo Sarrazin, aus ihren Reihen auszuschließen. Zur Erinnerung, dieser sagte und schrieb sage und schreibe folgendes:

“Die kulturelle Fremdheit muslimischer Migranten könnte relativiert werden, wenn diese Migranten ein besonderes qualifikatorisches oder intellektuelles Potential verhießen. Das ist aber nicht erkennbar. Anzeichen gibt es eher für das Gegenteil, und es ist keineswegs ausgemacht, dass dies ausschließlich an der durchweg bildungsfernen Herkunft liegt. So spielen bei Migranten aus dem Nahen Osten auch genetische Belastungen – bedingt durch die dort übliche Heirat zwischen Verwandten – eine erhebliche Rolle und sorgen für einen überdurchschnittlich hohen Anteil an verschiedenen Erbkrankheiten. Das Erbgut jener verbreitet sich, die am besten überleben und sich am meisten vermehren. Da die Überlebenschancen in der modernen Gesellschaft identisch sind, verbreiten sich die Gene jener am meisten, die die höchste Fruchtbarkeit haben.Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden. Die Medien sind orientiert auf die soziale Problematik, aber türkische Wärmestuben können die Stadt nicht vorantreiben. Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht.”

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