Frankfurter Gemeine Zeitung

Prosciuttotion

Ein Tag im Frühling. Lass es den 8. Mai sein…Heidi Klum gebar grad ihr 16tes Kind. Eine kleine Strasse in Deutschlands Vororten; die Zahl der Fenster war gross in den Rez-de-chausseen…wie zufällig beugt sich eine dick-busige Frau aus dem Fenster und cogito ergo sum: erblickte die Prostitution das Licht der Welt! Diesem Ereignis folgten unzählbare Schauprozesse; in denen verwickelt die Creme dela Creme der Creme  dela Creme war, wie bei der beliebten Eiscreme Ed v. Schleck.. (uns allen unter 50 jährigen bekannt)ein Wirbel aus Vanille und Puff! Was immer bleibt ist die Einsamkeit. Wenn man zuviel weiss, zu viel erlebt hat ist die Gefahr gross, dass man bei einem aufgewaschenen Ex-Titel-Kampf-Gewinner im Boxen hängen bleibt; so herum kann sich der Kreis des Wissen, des Erfahrens auch schliessen…also, Mädels: Augen auf bei der Berufswahl!!! Der Bürgersteig ist für die katholisch-rechtschaffenen Bürger und lila-blauen Tauben und allen anderen post- integrierten Leberwesen reserviert. Kein Platz für Schwalben! Ein PR-Berater ist unverzichtbar!  Wondratschek… warum blinzelst Du nicht? Mit starrem, regungslosem Blick erzählst Du von deinen Begegnungen im Rotlicht…ich versteh es nicht!

Auf den Strassen von L.A. stellen Polizisten Fallen auf für Seitenspringer…In Europa springt man zur Seite wo man nur kann…Dass ist das Land wo man den Brei so heiss ist, wie er gekocht wird!

Dieser Text ist ein Ergebnis meiner Phantasielosigkeit  in Zusammenhang mit einem gelungenen Fernseh-Abend!

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Stand-By!

stand bye
Sie sprach:”Ich habe, im Gegensatz zu Dir, ein Faible für Innereien! Ich sterbe für Leber! hahahaha…” Ich dachte: gute Texte fliegen einfach so in der Luft herum. Man musss nur gaaaaanz genauuuuuu hin hören hören. Das Gewitter in meinem Kopf regnet nachts. Das Flugzeug vor meinem Fenster fliegt in einer Endlosschleife ewig rund um die Welt…huuiii!

Der Klumpen in meiner Brust fördert stetig das Erdöl aus meiner dunklen Seele. Ich polierte ein Glas, starrte dabei auf die Kreuzung und plötzlich wurde meine Nase rot und Tränen stiegen mir die Augen rauf. Eine peinliche Stille in mir selbst. Selten habe ich darüber nachgedacht, dass es Menschen mit Temperament und solche ohne gibt. Du bist verängstigt und ich bin verärgert; wir werden wohl keinen Schuh mehr daraus machen können…

Wiedergekaute Erfahrung schmeckt mit jedem Mal zunehmend bitter. Ein Rest von einem Gefühl, ein Gefühl in der Neige. Im Abfluss, in der Gosse. In der Regenrinne, am Abgrund, im Ausguss. Verschüttet! Ausgekippt. Runtergeschluckte Schmiere die meine Eingeweide kittet. Schmiss in meinem Gesicht. Ich bin in Haft für eine Pflicht. Wer verhaftet mich? Wer holt mich jetzt ab? Warum nur sehen alle so verflucht gleich aus?

Alles was war, wird auch weiterhin sein, dachte ich. Gesichter die aussehen wie offene, unheilbare Wunden..schmerzliche Anblicke. Herzlake ist besser als Mettmann! Ein Mangel an Fitness in meinen Beinen; ein ungenutzter Raum. Ein Durst nach Gülle. Leere Schalen. Ein Wassertank voller Seerosen. Web-Wurst. Ein Meer von Autoreifen. Ein Baum, der Schlangen trägt. Poly-Tan, eine Auswahl an Hautfarben… Blasse Mondsichel an einem ambivalenten Himmel. Aus dem Fass kommt keine Unterstützung geflossen! Ein Glas Parkinson, bitte! Gänse interessieren mich nicht…Während das Abendlicht allem Vorhandenem eine zierliche, güldene Krone aufsetzte.

Freunde trieben vorbei, wie leise fallendes Herbstlaub; die Erinnerung an einen Baum mit flammend goldenem Laub vor einem stahlblauen Himmel. Kindheit. Das Gewitter in meinem Kopf regnet nachts in meinen Träumen. Verplemperte Zeit. Meine Ohren stellen sich auf und lauschen in die Wildnis(der Zeit). Die goldene Krone verwandelt sich in einen purpurnen Umhang, der den Himmel mit einem irren Polarlicht verziert. Die Beine einer Frau, die mich an kunstvoll geschnitzte Tischbeine erinnern. Das Rudel Kraniche (3 Stück), das Richtung Zoo fliegt, auf der immergleichen Route; ähnlich den Wegen, die ich nutze um z. B. zur Drogerie zugehen, in den Supermarkt, oder an einen der wenigen Orte, die ich mag…immer der gleiche Weg. In diesem Licht verwischt das Echte mit dem Unechten, das Wirklich mit dem Unwirklich; und plötzlich wird aus 2D 3D.

Irgendwo, vereinzelt oder geballt, lauert auch das Böse, das Hässliche, unglücklich, bitter und nagend. Und wenn das Farbenspiel, unvermeidlich, sein Ende nimmt, atmen auch diese Kreaturen auf und für einen kurzen Moment herrscht Frieden in dieser Welt.


Sommerloch

All diese tätowierte Haut, diese kurzen Röcke, diese gestreiften und karierten Hemden, am besten noch bedruckte T-Shirts.Es ist mal wieder Sommer und wenn ich mich umsehe, will ich nichts damit zu tun haben. Ein Mann läuft auf der Straße und rotzt aus einem Nasenloch auf den Boden, fasst sich an die Nase und läßt diese Hand dann in seiner Hosentasche verschwinden. Ein Porsche-Cabriolet fährt vorbei und beschallt die ganze Straße mit Kirmes-Techno-mäßiger ‘Musik’. Ich frage mich, in was für einer Welt ich lebe. Ich zucke mit den Schultern und zähle die Krähen in der Luft auf der Suche nach einem Punkt in dem Ganzen…Es könnte so schön sein.
Ein Himmel, rund über meinem Kopf. Eine Straße, flach und weit unter meinen Füßen. Die sanfte Verblödung, die mich ergreift nach dem Verzehr von einem Stück Fleisch. Und wieder Menschen, auf Rädern, Autokennzeichen, die mir -noch- nicht viel sagen. Ganz selten kreuzt jetzt ein Flugzeug das Stück Himmel, das ich gerade besehe. Mein alter Drang, alles einordnen zu wollen, ist völlig wirkungslos hier in dieser fremden Stadt. Noch mehr Menschen, aus Autos steigend, redend, rufend; die letzten Sonnenstrahlen auf den oberen Stockwerken und Dächern der alten Häuser. Ein voller Blick, der leer durch die Gassen strömt..Bei dem Anblick einer Frisur, die an ein vergangenes Jahrzehnt mahnt, fällt mir ein Traum ein: Vögel und eine Wohnung, in der ich wach nie war.
Der Gedanke springt eins weiter. Abschied von Allem, was mir etwas bedeutet (hat). Abschied vom größten aller Gefühle als Anker in einer trüben See(le).Wilde Fantasien, die sich nahezu auf jedes Objekt übertragen lassen. Im Inneren nur ein dumpfes Leuchten wie ein einzelnes Glühwürmchen auf weitem Feld in der Dämmerung eines frühen Herbsttages…Aus Richtung des Laptops weht mir ein eisiger Wind entgegen, den ich als Zeichen deute: Ende.


Tag und Traum

Der Baum vor meinem Fenster steht in voller Blüte. Die Vögel haben sich fest auf ihm installiert und beschallen mich mit ihrem Vogel-Sound. Auf der Kreuzung wird das alte Video mit den immer fahrenden Autos abgespielt…Ich wünschte, ich könnte umschalten, denn ich habe diesen Kanal satt! Ein voller Blick, der leer durch die Gassen strömt; zu einem Punkt hin, den niemand /nur Gott/ kennt. Endlich etwas erblicken, erfassen mit der brennenden Sehnsucht eines bisher unerfüllt gebliebenen Wunsches. Sich in der Hoffnung auf eine Art Antwort wirklich auflösen, nur noch Hoffnung sein wollen.Endlich zufrieden sein oder wenigstens Frieden finden mit dem Stand der Dinge.
“Oh süsse Freude..oh süsse Ungewissheit. Tief und blau wie das Meer! Vielleicht treffen wir uns in Brighton an der See, flanieren über die Stege und schauen still auf das grosse Wasser…Gedanken, die wie Seifenblasen aufsteigen und lautlos platzen. Wenn ich es gar nicht mehr aushalte, schaue ich Dich von der Seite an, bis Du mir in die Augen siehst..dann geht es wieder! Sollte ich Durst bekommen wäre die schönste Art ihn zu löschen von deinen Lippen, Adelheid! Ein Augenblick, in dem es möglich ist von der Gegenwart bis an das Ende der Zeit blicken zu können. Ein Bus voller Japaner zieht an uns vorbei, an einem Tisch sitzt ein Paar, das augenscheinlich seinen zweiten oder dritten Frühling auslebt. Ab und an weht der kühle Wind eine leichte Briese Asphalt vorbei, es riecht nach einer Idee von der nahen Stadt…Das Gedachte rinnt durch meinen Kopf wie Sand in einer Sanduhr….”


Eindruck aus einem fahrenden Zug

Foto: Anja Kühn

Foto: Anja Kühn

Das Merkwürdigste an diesem Bahnhof an diesem Morgen war, dass so viele Menschen unterwegs waren und doch keiner ein einziges Wort sprach…Alles war so still, dass meine Gedanken so laut wurden wie das Geräusch der Rolltreppe. Zwei Schaffnerinnen trieben mäßig vehement die letzten Passagiere an Bord, wo eine freundlich resolute Lokführerin einen mit den Worten: “Guten Morgen meine Damen und Herren” empfing. Und in dem Moment, in dem der Zug anfuhr spürte ich, dass dies eine Reise war- und das alles, was ab jetzt passieren würde, wichtig für mich sein wird!

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9/10

Es ist der Abend vor dem Jahreswechsel und mir erscheint eine Reihe von Dingen ungeklärt…Vor allem diese Monumente, die sich über zwei Dekaden in meinem Kopf angehäuft haben, in die ich selber unzählige Scharten und Erker reingezimmert habe… Wer wandert, wechselt ständig seinen Ort! In meiner Küche kann ich nachts den Bus atmen hören…Ein sattes,  [...]

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Birmingham Platz 1

Dumm von mir  wie wild durch die Nacht zu laufen, meine flehenden Augen den Sternen zugewandt; auch nur zu glauben dass es etwas ändern könnte an dem Dilemma. An dem Augenblick in dem es mich an meinem Hemdkragen an die Wände der Zeit gepinnt hat, einfach so. Ich wurde geblitz, zu meinem eigenen Portrait und [...]

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Bitte verspäten Sie die Entschuldigung!

Auf dem Naschmarkt befiel ihn eine sehr schwere Lustlosigkeit… Es war  Samstag und es gab einen Flohmarkt und er hatte Dinge in seinem Kopf, die er kaufen wollte; einen schönen alten Koffer, Schallplatten, Manschettenknöpfe… Doch je mehr er sah, umso weniger hatte er den Wunsch Etwas zu besitzen. Die Dinge, die er vermeintlich suchte verwandelten [...]

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A 661

Ich stürze mich in das Studium der Bücher um mich abzulenken. Meine Gedanken kreisen trotzig um dich. Mein Herz wurde zu einem schwarzen Lautsprecher und der Schlag zur Frequenz auf der ich meine Wünsche ins All sendete…weit über die Augenhöhe der Vögel hinaus. Gestern nacht nahm ich den Himmel zum erstenmal als Gewölbe wahr. Als [...]

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Fragment

Die Fraglosigkeit am Ende der Nacht, wenn es schon fast Morgen ist; und der Stadtbus fährt beladen mit Fahrgästen ohne Hoffnung und ohne ein bestimmtes Ziel ausser dem Tagwerk,  mit €uros bemessen….ich ohne Ziel, bestimmt mich fragend ohne Worte; stumme Ziellosigkeit..berechnet vermessen.So drehe ich mich im Kreis um mich selbst. Riesig ist das Daneben-Sein, jetzt [...]

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Alptraum

Neulich träumte ich vom Armageddon.Die Strassen rissen auf und die Menschen schrien in Panik.Der Himmel verfärbte sich als ich mich  in einer Wohnung, (welche mir unbekannt war), mit lachsfarbenen Wänden befand.Ich spürte wie meine Angst immer grösser wurde während ich panisch und immer verzweifelter noch versuchte zu begreifen, was gerade geschah.In dem Haus waren noch [...]

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Alles geht immer weiter

Ein alter Mann mit Ziegenbart schaut mich misstrauisch an, als er durch den Park lief, der an das Cafe grenzt in dem ich allein vor zwei Tassen Kaffee sitze…ob er glaubt ich mache mir was vor?Wenn ich im Gras auf dem Rücken liege und in den Himmel schaue, denke ich manchmal dass der Himmel ab [...]

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