Frankfurter Gemeine Zeitung

NS-SKANDAL BEI BILD? Neee… wohl doch nur skandalös schlechter Journalismus


Das Wort „Skandal“ in Verbindung mit dem Wort „Nazi“ oder dem Wort „NS“ funktioniert hervorragend, wenn es darum geht Aufmerksamkeit zu erzeugen und wenn es einen Weltmeistertitel im künstlichen Herbeischreiben von Skandalen gäbe, so wäre die Bild-Zeitung gewiss eine hoffnungsvolle Anwärterin für diesen Titel.
Von daher brauchte die Überschrift im Frankfurt-Teil der heutigen Print-Ausgabe der Bild eigentlich niemanden zu wundern.

„Blockupy wirbt mit NS-Ausdruck“ hieß es da und der Artikel begann mit den Worten „Skandal um Blockupy!“.
Doch was hatte Blockupy für eine skandalöse Nazi-Werbung gemacht?
Blockupy hatte mit dem Slogan „Blockupy Deportation Airport“ darauf aufmerksam gemacht, dass vom Frankfurter Flughafen aus regelmäßig Abschiebungen stattfinden.

Hierüber hatte sich wohl der hessische Verkehrminister Florian Rentsch (FDP) aufgeregt.
Die Bildzeitung zitiert ihn folgendermaßen: „Man kann sich dafür nur schämen, dass der Begriff „Deportation“ so geschichtsvergessen verwendet wird. Dass sich die Linken der Ausdrucksweise des NS-Regimes bedienen, ist ein Skandal.“

Wenn unser Verkehrsminister das tatsächlich so gesagt hat und es von Bild nicht nur „sinngemäß“ zusammenzitiert wurde, so bescheinigt ihm dies ein recht geringes Sprach- und Geschichtsbewusstsein.

Dass es bestimmte Worte gibt, die aufgrund ihres Nazi-Hintergrundes nicht einfach unbefangen verwendet werden können ist verbreiteter common sense.
Wer von „Endlösung“, „unwertem Leben“, „innerem Reichsparteitag“ oder „entarteter Kunst“ spricht, der macht sich damit Terminologien zu eigen, die von den Nazis eingeführt wurden und die auch nur vor dem Hintergrund entsprechender Einstellungen in sich schlüssig sind. Wenn diese Worte nun vermeintlich arglos aus dem Kontext gerissen gebraucht werden, stellt dies tatsächlich eine Verharmlosung dar, die dazu führen kann, dass die mit diesen Worten verbundenen Gedankenbilder wieder salonfähig gemacht werden. An diesem Punkt ist Wachsamkeit notwendig.

Allerdings stellt sich nun doch die Frage, ob dies auch auf den Begriff der Deportation zutrifft, wie dies Florian Rentsch und Bild unterstellen?
Unzweifelhaft haben die Nazis Deportationen durchgeführt. Allerdings handelt es sich bei dem Begriff der „Deportation“ nicht um ein Wort, welches von den Nazis erfunden wurde oder in einem ausschließlich nationalsozialistischen Kontext gebraucht worden wäre. Meines Wissens nach, wurde von Seiten der Behörden im Dritten Reich öffentlich nicht von „Deportation“ gesprochen.
Dort kamen wohl doch eher euphemistische Begriffe wie „Umsiedlung“ und „Abbeförderung“ zum Einsatz.

Der Begriff „Deportation“ hingegen wird auch in der englischen und französischen Sprache gebraucht. Laut Wörterbuch bedeutet der englische Begriff „deportation“ übrigens „Deportation“, „Zwangsverschickung“, aber auch „Abschiebung“.
Erinnern wir uns nun daran, dass der Slogan von Blockupy hieß: „Blockupy Deportation Airport“. Blockupy hat also nichts weiter getan, als das korrekte englische Wort für „Abschiebung“ zu gebrauchen. Dass der Slogan von Blockupy in diesem Sinne zu verstehen ist, wird dadurch nahegelegt, dass das Wort „Airport“ ebenfalls englisch ist.

Außerdem schlägt auch der Duden „Abschiebung“ als Synonym für „Deportation“ vor und Abschiebungen finden nun einmal vom Frankfurter Flughafen aus statt. Blockupy hatte mit dem Slogan also auf tatsächliche Verhältnisse aufmerksam gemacht und diese mit dem korrekten Wort bezeichnet.

Hieraus nun einen künstlichen Nazi-Skandal produzieren zu wollen, ist, man kann es nicht anders sagen, Bild-Niveau.


Realsatire: Total-Quality-Kinder

Manchmal stößt man beim ziellosen Durchstreifen des Internets auf Etwas, bei dem man sich die Augen reibt und denkt: Das gibt es nicht! Und dann reibt man sich die Augen noch einmal und stellt fest, dass es immer noch da ist.

So ging es mir bei diesem interessanten Artefakt des Zeitgeistes, auf das ich hier gestoßen bin.
Eine Anleitung zur Erstellung von täglichen Scorings für Eltern von Kindern mit ADHS. Ein kleines Stück Management für das heimische Kinderzimmer, herausgegeben vom Center for Children and Families der University at Buffalo.
Hier wird Eltern nahegebracht, wie sie ihre ADHS-Kids anhand eines Mess- und Bewertungssystems bessern können, das allen Grundsätzen wissenschaftlicher Objektivität, Validität und Reliabilität entspricht.

Gestresste Betriebswirt_Innen, die neben ihrem Job wenig Zeit für ihre stressigen Bälger haben, werden für ein solch effizientes Tool zur Planung, Verwaltung und Evaluierung ihrer Kinder gewiss dankbar sein.
Damit das auch für die pädagogisch weniger bewanderten Eltern (die schließlich eher irgendeinen Management-Studiengang absolviert haben) verständlich ist, ist die ganze Anleitung in kurzen und einfachen Schritten abgefasst und mit lustigen Illustrationen versehen.

Zum Beispiel mit dieser hier:

Aber wie funktioniert das Ganze?

Eigentlich ist es sehr simpel und man muss sich nur an den Deming-Kreis „plan-do-check-act“ halten und schon ist der erste Schritt auf dem Weg zu kaizen-optimierten Kindern, die allen Ansprüchen des Qualitätsmanagement genügen, gemacht.

Als erstes kommt die Planung. Hierzu ermittelt man mit Hilfe des blauen Arbeitsblattes 3-8 problematische Kinderverhaltensweisen, die Grundlage der Ersterprobung des Troubleshootings durch daily-report-cards bilden sollen.
Die gewählten Verhaltensweisen trägt man sodann in eine Liste ein, da sie die Zielvorgaben des zu planenden Managementprozesses darstellen.

Anhand dieser Ziele lassen sich nun Bewertungskarten erstellen, an denen die tägliche Zielerreichung des Kindes gemessen werden kann. Hierzu wird ein einfaches Ja/Nein-Schema bezüglich der Zielumsetzung zu bestimmten Tageszeiten angewant. Das Verhältnis der Ja-Stimmen zu Nein-Stimmen kann nun über einen Beobachtungszeitraum ausgewertet werden und dient nun als Gradmesser der Zielerreichung im Beobachtungszeitraum.

Bei Erfüllung der Zielvorgaben sind als Maßnahme Belohnungen für das Kind vorgesehen (z.B. Fernsehen oder kleine Snacks) um eine selbsttätige Zielerfüllung durch das Kind zu motivieren.
Schließlich ist elterliche Zuwendung wie das Vorlesen einer Gutenachtgeschichte ja keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Belohnung für angepasstes Verhalten.

Mögliche Belohnungen sind dem orangenen Arbeitsblatt zu entnehmen.
Nun ist es an der Zeit, den im Kleinen realisierten Prozessablauf und seine Resultate sorgfältig zu überprüfen und bei Erfolg für die Umsetzung auf breiter Front als Standard freizugeben.
Das gelbe Arbeitsblatt stellt hierzu ein gutes Evaluierungstool für jedes Kind dar.

Zu guter Letzt hilft dann das Grüne Arbeitsblatt zur Implementierung neuer Zielvorgaben im Verhalten des Kindes. So besteht gewiss jedes Kind eine Qualitätsprüfung nach geltenden ISO-Normen für Kinderverhalten.
Dafür gibt es am Ende dann auch mal ein Schulterklopfen…


Angelinas Brüste

Nein, liebe Leser, die FGZ ist keine Plattform für Promi-Klatsch und ich habe auch nicht vor, sie zu einer zu machen.

Egal was man davon halten mag: Normalerweise pflege ich mich durch eine gehörige Portion Arroganz gepaart mit einer Prise linksintellektuellen Standesdünkels gegenüber Leuten abzugrenzen, die sich für Themen wie die Brüste von Angelina Jolie interessieren. Doch manchmal kann man bestimmten Themen nicht entkommen und dann ist nun einmal eine Synapsenverbindung, die sich eigentlich mit Philosophie oder Politik hätte beschäftigen sollen, mit “Brangelina” und ähnlichen Banalitäten zugespammed.
Doch im Kern soll es bei diesem Artikel auch nicht um Angelina Jolie, ob nun mit oder ohne Brüste, gehen.

Darum lasst mich vorab ein paar Dinge festhalten:

1. Angelina Jolie interessiert mich nicht besonders, jedenfalls nicht mehr als Lieschen Müller von nebenan. Tendenziell sogar weniger, weil Lieschen Müller ja wenigstens nebenan wohnt.

2. Angelina Jolie kann mit ihrem Körper machen was sie will. Selbst wenn sie sich ihr rechtes Bein ab Oberschenkel selbst und ohne Betäubung mit Hilfe einer Laubsäge amputiert hätte, wäre das erst mal alleine ihre Sache.

3. Frauen, die eine oder beide Brüste aufgrund von Unfällen oder Krebs verloren haben, verdienen Solidarität und Verständnis der sie umgebenden Gesellschaft.

Angelina Jolie hat mit ihrer Entscheidung sich aufgrund eines bestehenden Krebsrisikos von angeblich 87 Prozent ihre Brüste amputieren zu lassen eine Entscheidung getroffen, die einerseits zweckrational, zum anderen aber auch gewiss durch ihre persönliche Vita mit dem Krebstod ihrer Mutter bestimmt war.

Ich maße mir nicht an, diese Entscheidung zu kritisieren, selbst wenn ich die Entscheidung, zumindest nach meiner jetzigen Überzeugung, selbst so nicht getroffen hätte.
Wenn eine 87prozentige Wahrscheinlichkeit bestünde, dass ich irgendwann im Laufe meines Lebens einmal an Hodenkrebs erkranke, würde ich mir wahrscheinlich trotzdem nicht die Hoden abschneiden lassen, so lange ich nicht gesichert diagnostizierten Krebs hätte.

Was ich allerdings kritisiere, ist die mediale Präsentation ihrer Entscheidung. Die selbsternannte “Stimme des Volkes”, der Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner feierte sie regelrecht als Heldin. Auch in den übrigen Medien erscheint mir, dass ihre Entscheidung überwiegend als vorbildlich und nachahmenswert dargestellt wird.

Wie ich bereits in einem anderen Artikel dargelegt habe, stellt das Gebot der utilitaristischen Durchrationalisierung unseres Seins eine erhebliche Bedrohung unserer Freiheit dar.
Ich würde dies nun erweitern: Die utilitaristische Durchrationalisierung unseres Seins stellt sogar eine Bedrohung unseres körperlichen Selbst dar.

Denn mit der Darstellung ihrer Entscheidung als vorbildhaft geht fast zwangsläufig die Einstellung einher, eine gegenläufige Entscheidung sei eben auch das Gegenteil von vorbildhaft, was eine Form der gesellschaftlichen Ächtung einer gegenteiligen persönlichen Entscheidung darstellt.

Die Entscheidung von Angelina Jolie wurde, sowohl von ihr selbst, als auch von den Medien, als eine Entscheidung im Interesse ihrer Kinder zelebriert.
Der Eingriff in den eigenen Körper im Interesse Anderer erscheint hierbei als ein gesellschaftlicher Imperativ, das Verweigern eines solchen Eingriffes hingegen als irrationaler Egoismus.
Im Lichte eines immer mehr um sich greifenden Regulierungs- und Machbarkeitswahns sollte man dies äußerst kritisch betrachten und es tun sich Parallelen auf, zum Beispiel zur Diskussion um Rauchverbote, wie auch zur immer mal wieder aufs Tapet gebrachten Diskussion über Impfpflichten und Erhöhung von Krankenkassenbeiträgen für selbst verschuldete Risiken.

Hier aber droht unsere Gesellschaft eine der grundlegendsten Ideen zu verwerfen, nämlich die der Autonomie über den eigenen Körper. Nicht einmal diese soll nach dem Willen der Apologeten utilitaristischer Denkweise dem Zugriff zweckrationalen Handelns entzogen sein.

Denn man muss ja auch bedenken, dass die Entscheidungsgrundlage, nämlich die 87prozentige Krebswahrscheinlichkeit, nicht Produkt ihres eigenen Handelns, sondern vielmehr Produkt der Feststellungen ihrer Ärzte ist.
Genau aber hierin liegt eine Aufgabe eigener Autonomie zugunsten eines Expertenurteils. Natürlich liegt es im Wesen wahrer Autonomie, auch Entscheidungen treffen zu können, die diese für sich selbst verwerfen.
Die Art und Weise, wie diese Entscheidung nun aber idealisiert wird, lässt mich frösteln.

Angesichts der überall grassierenden Nachfrage nach Experten, Ratgebern und Life-Coaches scheint mir dies ein gewichtiger, aber beängstigender, Zug unserer Zeit zu sein.

Leider nutzt auch Angelina Jolie ihre derzeitige mediale Hyperpräsenz um genau in dieses Horn zu stoßen. So treibt sie nun aktiv Werbung dafür, dass Frauen sich einem entsprechenden Gentest unterziehen. Die Aktienkurse des Gentest-Herstellers Myriad dankten es ihr prompt und kletterten noch einmal in die Höhe.
Ein Statement zu ihrer Operation in der New York Times mit dem Titel “My medical choice” schloss sie mit folgendem Satz:
“Life comes with many challenges. The ones that should not scare us are the ones we can take on and take control of.”

Deutlicher hätte man die geistige Essenz des Wahns universeller Kontrollierbarkeit kaum zusammenfassen können.

Auch wenn ich Angelina Jolie nicht für ihre Entscheidung kritisieren kann: Für diesen Satz kritisiere ich sie. Auf´s Schärfste!


no camera- still no problem?

Auf der Demo gegen den geplanten Naziaufmarsch am ersten Mai drückte mir ein freundliches Mädchen einen Flyer mit folgendem Text in die Hand:

„Sicherer Umgang mit Handys und Kameras…
Eine Demo ist kein Urlaubstrip! Deshalb besonders wichtig… lasst eure Kameras zu Hause, Erinnerungsfotos von Demos braucht niemand! Die Polizei darf außerdem Kameras und Handys beschlagnahmen, wenn sie darauf belastendes Beweismaterial vermutet- im Zweifelsfall werden dann lustig gemeinte Fotos schnell zu repressiven Mitteln gegenüber anderen Demoteilnehmer_innen. In diesem Sinne: auf die Rote Hilfe hören! no camera- still no problem! Dokumentieren und Fotografieren besser den geübten Journalist_innen überlassen!“

Ich verstrickte die junge Dame daraufhin in eine Diskussion. Prinzipiell fand ich es durchaus begrüßenswert, die Demonstrationsteilnehmer für dieses Thema zu sensibilisieren. Grundsätzlich kann ich die wilde und ungefragte Knipserei, die auf Veranstaltungen aller Art und auch im privaten Umfeld leider gang und gäbe ist, nicht leiden.
Trotzdem fand ich, dass der Flyer durch die Realität auf der Maidemonstration ad absurdum geführt wurde.

Die Polizei hatte derart viele Kameras auf die Demonstranten gerichtet, dass man davon ausgehen musste, dass jede noch so kleine Bewegung mitgefilmt wird. Wer irgendetwas tat, das ihn juristisch belastet hätte, konnte sich eigentlich sicher sein, dass die Polizei das ohnehin auf Video hat- so sind nun einmal die Fakten in unserem schwarz-gelb regierten Hessen.
Von daher tritt aus meiner Sicht das Argument, dass versehentlich belastendes Material durch fotografierende Demonstranten erzeugt werden könnte, zurück.
Viel wichtiger finde ich es, den Hunderten von Kameras auf Seiten der Polizei, ebenso viele eigene Kameras entgegenzustellen. Denn Polizeikameras haben so einen seltsamen technischen Fehler: Sie zeichnen zwar Fehlverhalten von Demonstranten minutiös auf, versagen aber regelmäßig ihren Dienst, wenn es darum geht, Gesetzesübertretungen von Polizisten zu dokumentieren.
Und leider sind, wenn Polizisten zu unverhältnismäßiger Gewalt greifen, nicht immer „geübte Journalist_innen“ vor Ort.

Außerdem zeigt die Erfahrung, dass die deutsche Polizei im Zweifel auch nicht unbedingt davor zurückschreckt, Material von Journalisten zu beschlagnahmen.

Vor diesem Hintergrund haben viele Kameras in den eigenen Reihen auch den Vorteil des Schwarmes.
Wenn eine Person mit ihrer Kamera fotografiert, hat die Polizei es leicht, diese herauszuziehen und die Kamera zu beschlagnahmen. Wenn hingegen 100 Kameras auf die Polizei gerichtet sind, ist das nicht mehr so einfach möglich. Schließlich können Kameras auch ein sehr geeignetes Druckmittel sein, übereifrige Ordnungskräfte von allzu selbstgerechtem Verhalten abzuhalten.
Zudem darf man die Macht der Bilder nicht vergessen:
Immer öfter greifen auch Profijournalisten bei ihren Recherchen auf Amateurmaterial zurück.
Ich denke bei den Protesten gegen Stuttgart 21 haben die privaten Kameras der protestierenden Bürger einen wichtigen Teil zur öffentlichen Wahrnehmung der Proteste beigetragen.
Auch der Fall des „Pepperspray-Cop“, also des Campus-Polizisten der University of California, der sitzende Occupy-Aktivisten in sadistischer Weise mit seinem Pfeffer-Spray misshandelte, hätte niemals ein derartiges weltweites Echo erzeugt, wenn er nicht von privaten Kameras mitgefilmt worden wäre.
Als ich am 1. Mai 2002 Zeuge davon wurde, wie eine junge Punkerin mit unverhältnismäßiger Brutalität von Polizisten getreten wurde, bedauerte ich, keine Kamera dabei zu haben. „Geübte Journalist_innen“ waren damals leider weit und breit nicht zu sehen.
So etwas wird mir nicht mehr passieren!
Zumindest so lange die Polizei auf Demonstrationen jeden Teilnehmer und auch jeden unbeteiligten Passanten filmt, lasse ich mir die Mitnahme meiner Kamera auf eine Demonstration weder verbieten noch ausreden.

Natürlich werde ich es vermeiden, Fotos einzelner Demonstranten zu machen, es sei denn es seien Bekannte, die mich ausdrücklich um ein Erinnerungsfoto bitten.
Dies gebietet übrigens auch außerhalb von Demos der Anstand, was sich die sorglosen Trottel, die einen auf jeder zweiten Party fotografieren, um die Fotos danach ungefragt auf Faceblöd zu stellen, auch einmal hinter die Ohren schreiben sollten.


Exklusivität- Ausgrenzung als Werbeslogan

In den Eigenwerbungen von Clubs, Bars, Ferienressorts und Lifestyleprodukten taucht oft und gerne das Wörtchen „exklusiv“ auf.
„Genießen Sie exklusives Ambiente“, „nutzen Sie die Vorteile dieses exklusiven Angebots“. Wer hat diese Sätze nicht schon tausendmal gehört?

Im allgemein verbreiteten Verständnis erscheinen exklusive Dinge offensichtlich als besonders begehrenswert.

Doch was bedeutet dieses Wort „exklusiv“ eigentlich? Schauen wir einmal, was der Duden hierzu zu sagen hat:

exklusiv
Wortart: Adjektiv

Bedeutungen:
1. a. (bildungssprachlich) sich [gesellschaftlich] abschließend, abgrenzend, abhebend [und daher in der allgemeinen Wert-, Rangeinschätzung hochstehend]
1. b. (bildungssprachlich) höchsten Ansprüchen genügend, [vornehm und] vorzüglich, anspruchsvoll
2. ausschließlich einem bestimmten Personenkreis oder bestimmten Zwecken, Dingen vorbehalten, anderen [Dingen] nicht zukommend

Herkunft:
englisch exclusive < (mittel)französisch exclusif < mittellateinisch exclusivus, zu lateinisch excludere, aus: ex = (her)aus und claudere (schließen)

Es geht um also um Ausschluss, Abgrenzung aber eben auch um Vorzüglichkeit in Qualität einer Sache.

Und genau hier beginnt mein Problem mit diesem Wort und seiner Konnotation in unserer Gesellschaft.
Ist es denn wirklich ein Qualitätsindikator eines Gutes, dass möglichst viele Menschen von seiner Nutzung ausgeschlossen sind?

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Warum DIE LINKE?!

Die FGZ ist keiner Partei zugehörig. Dies möchte ich erst mal vorwegstellen. Meine hier vertretene Ansicht deckt sich nicht unbedingt mit den Meinungen der übrigen FGZ-Autoren.

Nachdem das klargestellt ist, zur Sache:

Ich mache selten einen Hehl daraus, dass ich DIE LINKE persönlich in der derzeitigen Parteienlandschaft favorisiere. Manchmal muss ich aber leider einen Hehl daraus machen, um Konservative mit denen ich hier und da zu tun habe, nicht gleich zu verschrecken. Schließlich will ich, dass diese Leute meinen Argumenten zuhören und nicht laut brabbelnd und ihre Ohren mit den Händen bedeckend, zum nächsten Büro des Verfassungsschutzes rennen.
Aber normalerweise sage ich durchaus offen, wen ich politisch unterstütze.

Dies hat mir durchaus schon einige ungläubige oder mitleidige Blicke eingetragen und so manches Mal auch die Frage: „Warum ausgerechnet DIE?!“

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Wie utilitaristisches Denken unsere Freiheit gefährdet

Die weitläufig akzeptierte Herangehensweise empirischer Wissenschaften an Problemstellungen erfordert die Messbarkeit von Ergebnissen.

Ein Arzneimittel, das keinen messbaren Heilungserfolg zeigt, der über den Placebo-Effekt hinausgeht, hat in einer wissenschaftlichen Medizin keinen Platz. Ebenso wenig Platz hat ein Konjunkturprogramm, welches die Konjunktur nicht fördert, in einer wissenschaftlichen Ökonomie.

Diese Herangehensweise ist ein gutes Werkzeug, das uns so manchen zivilisatorischen Fortschritt beschert hat, den wir heute nicht mehr missen wollen.
Sie bietet darüber hinaus auch eine Möglichkeit kritischen Hinterfragens von aus Tradition erwachsenen Überzeugungen.
Wir können uns zum Beispiel die Frage stellen „Fördert das Verspeisen von Rhinozeroshorn tatsächlich unsere Potenz?“. Wenn wir dann anhand eigener Überprüfungen oder gar einer Studie zu diesem Thema zum Ergebnis kommen, dass Rhinozeroshorn keine Auswirkungen auf unsere sexuelle Potenz hat, könnten wir dieses Arzneimittel getrost verwerfen und darauf verzichten, die letzten lebenden Nashörner für unsere sexuelle Leistungskraft zu töten und wüssten, dass wir bei diesem „Verzicht“ nichts von Wert verloren haben.
Allgemeiner gesprochen, lautet die alles entscheidende Frage „Erzielt das was wir tun, den von uns beabsichtigten Erfolg tatsächlich?“.

In vielerlei Hinsicht kann die auf Messbarkeit abzielende wissenschaftliche Herangehensweise uns ein Freund und Helfer sein.
Doch sie kann auch eine Gefahr darstellen, wenn sie universalisiert wird und zum einzigen akzeptierten Modus operandi einer rationalen Diskussion mutiert.

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Über „Ehrenmorde“

Auf das Thema „Ehrenmorde“ brachte mich einer meiner treuesten Leser (Frank), dem ich an dieser Stelle einmal für seine freundliche Anregung danken muss. Ich wünsche ihm viel Spaß und ein wohliges Sich-Ärgern über diesen Artikel.

Und wirklich: Das Thema des sogenannten „Ehrenmordes“ ist ein interessantes, wenn auch weniger aufgrund seiner tatsächlichen gesellschaftlichen Relevanz, als aufgrund seiner Bedeutung im populären Diskurs.

Das öffentliche Interesse an dieser Art von Gewalttaten ist groß und medial werden diese oft im Zusammenhang mit dem Verhältnis zum Islam diskutiert.
Doch man sollte sich hierzu einmal mehrere kritische Fragen stellen: Stehen Ehrenmorde überhaupt im Zusammenhang mit dem Islam und wenn ja in welchem? Welche gesellschaftliche Relevanz haben Ehrenmorde? Und als wichtigste Frage: Macht die Kategorie „Ehrenmord“ überhaupt irgendeinen kriminalistischen und wissenschaftlichen Sinn oder handelt es sich vielmehr um ein reines Schlagwort?

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Ein kleines Fundstück von Facebook

Hin und wieder postet doch mal jemand etwas auf Facebook das einen schmunzeln oder nachdenken lässt… im besten Fall beides. Folgenden Text stellte neulich ein Bekannter von mir hoch. Und traurigerweise hat er sooooooo recht. Bei Pipi Langstrumpf geht es gar nicht um ein kleines Anarchomädchen sondern um eine Drogenabhängige! Sie hat im Haus ein [...]

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Anschlag auf die Grünen: Bekennerbrief

Soeben erreichte mich eine Meldung aus einer Paralleldimension.

Das Frankfurter Büro von Bündnis 90/ Die Grünen, Oppenheimer Straße 17 mit der Telefonnummer 069/96376870 wurde in der Nacht vom 22.01. auf den 23.01. Ziel eines Anschlages.

Die Haustür wurde mit hunderten Stickern unflätigen Inhaltes bestückt. Es wurde an die Haustür, Hauswände und in die Briefkästen uriniert. Dazu wurden in mehrere Briefkästen Stücke asiatischer Durianfrucht, Lammnieren und Fischgedärm gestopft.
Die kleinen Bäume aus den Blumenkästen vor dem Gebäude wurden gefällt und Stücke deren zersägter Stämme in die Auspuffrohre in der Nähe parkender Autos gesteckt.
Nach unbestätigten Gerüchten sollen auch mehrere Mülltonnen umgekippt und deren Inhalt vor dem Haus verteilt worden sein. Teilweise sei Müll mittels Polyurethanschaum am Boden fixiert gewesen.
Das Türschloss wurde außerdem mit Metallkleber unbenutzbar gemacht.

An die Anwohner der umliegenden Häuser und den Parteivorstand der Grünen erging folgendes Bekennerschreiben:

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Überdenkt Eure Nahrungstabus!

Davon, dass der übermäßige Fleischkonsum in den Industrieländern ökologische Folgen hat und zudem zu fragwürdigen Bedingungen in Tierhaltungsbetrieben und Schlachthäusern führt, verkündet derzeit fast die gesamte deutsche Medienlandschaft.
Auch ich finde, dass sich etwas ändern müsste.

Allerdings teile ich nicht die grundsätzlichen Bedenken, gegen das Schlachten und Verspeisen von Tieren, die Vertreter der sogenannten „Tierrechtsszene“ immer lauter und öffentlicher äußern. Doch in dem Artikel hier soll es nicht um diese Grundsatzdiskussion gehen.

Vielmehr möchte ich mich hier mit dem Gedanken beschäftigen was für Fleisch wir essen und mich fragen, ob wir hier nicht an einen Punkt gekommen sind, in dem unsere auf Convenience ausgelegten Ess- und Lebensgewohnheiten, der Welt und auch unserem eigenen Genuss schaden.
Denn wie sollte Fleisch für die sogenannte „moderne Küche“ beschaffen sein? „Natürlich mager und schön frisch“ würden viele unwissende Kretins hier antworten.
Fleisch das einen strengen Geruch hat wird heute als verdorben und nicht mehr verkäuflich empfunden. Nur wenige Feinschmecker wissen noch ein wirklich gut abgehangenes Steak oder Wildbret zu schätzen. Meist hingegen landet Fleisch, welches ein Bisschen streng riecht, direkt auf dem Müll.

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RTL ist menschenverachtend

RTL ist menschenverachtend.

Dies ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern sie wird von zahllosen Menschen in Deutschland geteilt, beispielsweise auch von dem Fernsehkritiker Oliver Kalkofe, der sich im Oktober 2012 entsprechend über mehrere Formate dieses Senders äußerte. Auch der bekannte Show-Moderator Michael Schanze gebrauchte das Wort „menschenverachtend“ in Bezug auf Castingshows von RTL.

Wenn ich auf Google als Suchbegriff eingebe „RTL Menschen“, so wird mir „RTL menschenverachtend“ sofort neben „RTL Menschen Bilder Emotionen 2012“ oder „RTL Menschen 2012“ angeboten.

Bei der Suche nach „RTL menschenverachtend“ werden mir 359.000 Treffer angezeigt. Dies ist durchaus stattlich aber hat seinen Grund.

Viele Sendungen von RTL und RTL2 basieren auf einem einfachen und leider sehr erfolgreichen Konzept, nämlich der Bloßstellung von Menschen die nicht der Norm entsprechen, weil sie übergewichtig, arm, ungebildet oder schlicht ungewöhnlich sind.
Die Bloßstellung von Menschen als Senderkonzept durchzieht weite Teile ihres Programmes.

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Arztwitz des Tages

Kommt ein Deutscher zum Arzt: „Herr Doktor! Herr Doktor! Ich leide an Patriotismus!“ Antwortet der Arzt: „Na dann verordne ich Ihnen Geschichtsunterricht. Das hilft dagegen.“

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Die LINKE gegen die “Pleitegriechen”

Eigentlich müssten nun alle, die sich im letzten Jahr so fürchterlich über Zahlungen an die „höchst verkommenen und korrupten Pleitegriechen“ aufregten, jetzt die Linke unterstützen.
Denn diese plante nun einen sehr konkreten Schlag gegen tatsächliche „Pleitegriechen“, namentlich gegen solche Finanziers und Geschäftsleute, die sich jahrelang an griechischen Staatskassen schadlos hielten und das so abgezogene Geld fröhlich ins Ausland, beispielsweise nach Deutschland schafften.

Der Vorschlag der Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger hierzu war denkbar einfach und effizient: Sie wollten auf Basis des Außenwirtschaftsgesetzes per Anordnung die Konten reicher Griechen oder Spanier in Deutschland bis auf einen Freibetrag von 100 000 Euro einfrieren.
Es sollte dann mit den Heimatländern abgeglichen werden, ob für diese Gelder tatsächlich Steuern bezahlt wurden.

Ich denke, diese Idee hat ihren Charme und man müsste für deren Umsetzung nicht einmal mit der Kavallerie in Nachbarländer einreiten.
Daher müsste vor allem die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, von dem ja bekanntermaßen der berühmte Satz mit der Kavallerie stammt über den Vorstoß der Linken derart begeistert sein, dass sie schlagartig rot-rote Bündnisse auf Bundesebene in Erwägung zieht.
Aber auch jedem gestandenen CDU-Mann sollte das Herz aufgehen, wenn endlich mal „korrupte Südeuropäer“ eine Lektion in deutscher Steuerdisziplin erhalten.

Doch, oh Wunder, zeigten sich unsere bürgerlichen Volksparteien wenig überzeugt.

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Are all cops bastards?

Es gibt nur wenige Dinge, die heimtückischer und schädlicher sein können, als ein Vorurteil. Vorurteile haben nämlich die Angewohnheit sich zu verselbständigen und sich dann sogar in gewisser Weise selbst zu bestätigen.

Wenn ein großer Teil unserer Gesellschaft pauschal allen Muslimen vorwirft, aggressive Terroristen zu sein und Muslime dann dementsprechend behandelt, führt dies fast zwangsläufig dazu, dass unter Muslimen Aggressionen entstehen, welche sich dann auch in Gewaltakten entladen.

Die meisten Aktiven der linken Szene sind sich dieses Zusammenhangs durchaus bewusst und versuchen deshalb ihre Kommunikation und ihr Handeln möglichst vorurteilsfrei zu gestalten, manchmal sogar bis zu einem Maße der Überreiztheit, dass die eigene Vorurteilsfreiheit selbst zu einem Vorurteil wird.

Doch auch die linke Szene pflegt ihre eigenen Vorurteile und wie alle Vorurteile, sind diese in erster Linie negativ zu bewerten.
Ein besonders augenfälliges Beispiel hierfür ist der Umgang mit der Polizei.

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Ein Rätsel: Was bin ich?

Auf Parties bist Du mit mir der Star. Wenn Du mich hast, hast Du Reputation.
Yuppies und Hipster lieben mich. Wenn sie mich bezahlen können.
Jeder der mich verkauft, schwört auf meine Qualität. Dabei bin ich doch überraschend kurzlebig.
Du willst nicht wirklich wissen, wo ich herkomme!
Ich mache Leute abhängig.
Dabei verderbe ich den Charakter.
Es gibt andere Produkte, die sind genauso schnell. Und sie sind billiger. Doch sie haben nicht meinen Ruf.
Ich bin überteuert. Das ist Teil von meinem Image.

Mit einem Wort: Was bin ich?

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Gut gemeint statt gut gemacht: FEMEN Deutschland protestiert vor Kölner Bordell

Nackt protestieren ist nicht wirklich innovativ. Das macht man schon mindestens seit den Sechzigern. Wirksam ist es aber trotzdem allemal und ein paar Leute, die für ein politisches Anliegen blankziehen, schaffen eine gemessen an der Größe einer Protestveranstaltung überproportionale Aufmerksamkeit. Sex sells nunmal. Das wissen PeTA, Charlotte Roche und die Blödzeitung nur zu gut und auch FEMEN Deutschland macht sich diese Strategie zunutze.
Letztlich ist an so einer Protestform selbst nichts verkehrt, es kommt halt eben auf das Anliegen an.
Manchmal kann aber auch ein positiv erscheinendes Anliegen bei detaillierterer Betrachtung in einem anderen Licht erscheinen.

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Thomas de Maizière horstköhlert

Leider komme ich erst jetzt dazu, einen Beitrag zu kommentieren, den unser Verteidigungsminister Thomas de Maizière für die Ausgabe der Frankfurter Rundschau vom 21.11.2012 verfasste, doch ich denke, das dort Gesagte kann und darf nicht unkommentiert bleiben.

Erklärtes Ziel seines Beitrages war es, eine aus seiner Sicht unverzichtbare gesellschaftliche Diskussion über Verteidigungspolitik zu forcieren, doch das Vorzeichen unter dem er diese Debatte anregen will, scheint mehr als bedenklich.

Alleine schon die gewählte Diktion des Artikels von de Maizière sollte kritisch hinterfragt werden, denn er übernimmt Gedankenbilder aus einem Thesenpapier des NATO Defense College (NDC).

Bei dem NDC handelt es sich aber um eine Schule der NATO für Stabsoffiziere und Generäle und ob die, deren Handwerk der Krieg ist, tatsächlich die besten Berater für eine Verteidigungspolitik in Friedenszeiten sind, kann getrost bezweifelt werden, denn naturgemäß werden Militärs eine stärkere Präsenz des Militärischen in der Politik begrüßen.

So findet sich denn auch bei Thomas de Maizière der Satz:

„Als starkes Mitglied der internationalen Gemeinschaft wird Deutschland künftig häufiger gefragt werden, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen- auch militärisch.“

„Verantwortung übernehmen“ erscheint mir hier allerdings als skandalöser Euphemismus, wenn es um die militärische Interventionen in fremden Ländern geht, welche oft unzählige Menschenleben fordern.

Ähnlich wie das Thesenpapier der NDC scheint auch de Maizière zu bedauern, dass der deutschen Bevölkerung das Kriegführen für wirtschaftliche Interessen zuwider ist. Er konstatiert Interessenwahrnehmung und insbesondere die Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessen, sei in unserer Gesellschaft negativ besetzt.

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Nicht ganz so clever: Linksjugend zeigte Xavier Naidoo und Kool Savas an

Es ist wohl nicht zu leugnen:

Auf Ihrem Album „Gespaltene Persönlichkeit“ haben Xavier Naidoo und Kool Savas, die sich zusammen kurz „Xavas“ nennen, mit dem Hidden-Track „Wo sind“ einen ziemlich dämlichen Text verfasst.

Inhaltlich ergehen die beiden sich darin in einer Verschwörungsphantasie, nach der irgendwelche finsteren Geheimgesellschaften systematisch Jagd auf unschuldige Kinder machen um diese dann zu missbrauchen und abzuschlachten. Mit der Realität hat das natürlich recht wenig zu tun, doch Naidoo und Savas ergehen sich in einer gehörigen Portion „gerechten Zorns“ und phantasieren darüber, den Missetätern Arme und Beine abzuhacken und sie dann anal zu vergewaltigen. Am Ende des Liedes rufen sie nach Führern und starken Männern, die hier wohl endlich mal so richtig aufräumen sollen.

Als Gesamtkonzeption ist dieses Lied schon ziemlich beschissen und irgendwo auch ein Bisschen latent fascho, egal wie die Beiden sich das nun medial schönreden. Letztlich sind sie trotzdem in bester Gesellschaft. Egal ob Schauspieler, Politiker oder sonstiger Promi: Mit ein paar gepflegten Hasstiraden gegen Kinderschänder kann man sich quasi für lau eine Menge Sympathiepunkte beim Durchschnittbürger einsammeln.

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E rfolgreiche R ückversicherer G enießen O rgien

Human Centipede 3

Dass die Blöd-Zeitung bei jeder sich bietenden Gelegenheit laut „Skandal“ schreit, ist hinlänglich bekannt. Davon lebt diese Zeitung und wenn ihr einmal die Skandale ausgehen, dann erfindet sie sich auch gerne welche.
Es bräuchte doch nur mitten im Sommerloch der Hund irgendeines drittklassigen Politikers in eine Grünanlage zu defäkieren, von einem Blöd-Blockwart… pardon, Leserreporter… dabei fotografiert werden und schon würde das Blatt eine ganze Woche lang über „Häufchengate“ berichten.
Wenn es sich um einen Politiker der ungeliebten Linken handelte, hätte es sogar Chancen auf eine Titelstory.

Doch bei so manchem „Häufchengate“-analogen Vorgang stehen auch deutsche Leitmedien der Blöd in nichts nach.
Insbesondere wenn Sex im Spiel ist, ist natürlich auch das Interesse der Bevölkerung groß. Eigentlich hat es zwar meist keinerlei irgendwie geartete politische Bedeutung, wer mit wem in die Kiste steigt, aber irgendetwas Animalisches in uns will mehr wissen, am besten jedes Detail, um sich dann an der eigenen Empörung aufzugeilen oder an der eigenen Geilheit zu empören, je nach Standpunkt.
So ganz kann ich mich da nicht einmal ausnehmen, denn auch ich habe die Stories über die Bumstouren von Mitarbeitern der Ergo-Versicherung mit einem seltsamen und mir selbst kaum erklärlichen Interesse gelesen.

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Problem, libertarians?

Problem Libertarians

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Absurditäten: Google und das Wort “Jude”

Aktuell und vor allem wegen Bettina Wulff ist die Autovervollständigungsfunktion von Google derzeit in aller Munde.
Nach Googles eigener Auskunft basiert die Autovervollständigung von Google auf den tatsächlichen Suchbegriffen der User. Wenn also nur genug User nach den Begriffen „Bettina Wulff Prostituierte“ suchen, spuckt die Autovervollständigung diesen Begriff irgendwann auch als vorgeschlagenen Suchbegriff aus.
So weit dürfte das jetzt einem aufmerksamen Zeitungsleser nichts Neues sein.
Allgemein bekannt ist auch, dass Google sich vorbehält bestimmte Suchbegriffe auszufiltern, wenn sie beleidigend, rassistisch, pornographisch u.s.w. sind.
Wenn ich die Buchstaben „Nigg“ eingebe, so vervollständigt Google zu „Niggemeier“, „Niggemann“, „Niggeloh“ und „Niggemeyer“. Wenn ich „Fot“ eingebe, so kommen zum Beispiel „Fotomac“ und „Fotobuch“, wenn ich dann allerdings „Fotz“ daraus mache, so werden keine Suchbegriffe mehr angeboten. Ähnliches trifft auf die Buchstabenkombination „Arsc“ zu.
Irgendwie ist das ja auch nachvollziehbar.

Doch seit wann ist das Wort „Jude“ denn anstößig?

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Wider die „deutsche Leitkultur“: Warum Juden und Muslime gerade in Deutschland zusammenhalten sollten

Als Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, einen Appell an die Verbände der Muslime richtete, sich aktiv gegen Judenfeindlichkeit einzusetzen, konterte der Vorsitzende des Koordinierungsrates der Muslime reichlich verschnupft, man habe keine Lehrstunde nötig.

Ich persönlich finde die Reaktion von Herrn Kizilkaya sehr bedauerlich. Denn ich habe in persönlichen Gesprächen mit Muslimen leider oft erlebt, dass durchaus gewisse Vorbehalte gegen das Judentum oder den Staat Israel unter vielen hier lebenden Muslimen bestehen.
Dies reichte von dem beiläufigen Gebrauch des Wortes „Jude“ als Schimpfwort, um einen geizigen oder unehrlichen Menschen zu bezeichnen, über Theorien, dass die amerikanische Regierung/ die Banken/ Hollywood von geheimen jüdischen Zirkeln gelenkt würden, bis hin zu der Aussage, man habe nichts gegen jüdische Menschen, aber die Juden sollten den Palästinensern trotzdem das „geraubte Land“ zurückgeben.

Die Muslime, von denen diese Aussagen stammten, habe ich in anderen Zusammenhängen durchaus als aufgeklärte und tolerante Menschen kennengelernt, so dass mich das Gesagte umso mehr befremdete.
Zum Glück bin ich nicht auf den Mund gefallen und konnte in solchen Fällen mein Gegenüber meist durch überlegtes Argumentieren wenigstens zu einem Überdenken seiner Positionen bringen. Eines nämlich hatten fast alle Muslime, mit denen ich diskutierte gemeinsam: Sie waren rationalen Argumenten gegenüber aufgeschlossen.
Trotzdem blieb in mir das Gefühl, es mit einem durchaus fundamentalen Problem zu tun zu haben, das gewiss nicht kleiner wird, wenn man es leugnet.

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Getestet und scheiße gefunden: Nationale Liedermacher

Ich muss es gestehen: Manchmal ist mein Musikgeschmack etwas altbacken.
Ich liebe alte Männer, die sich alleine mit einer Klampfe auf die Bühne stellen und vom Wandern oder der Politik singen.

Hannes Waders „Heute hier morgen dort“ kann ich (glaube ich) immer noch auswendig und wenn die Nacht spät aber ich noch nicht müde bin, lande ich oft bei der Musik von Franz Josef Degenhardt.

Auch Funny van Dannen finde ich toll, sowie Götz Widmann und manchmal sogar Reinhard Mey.
Kurzum, ich mag deutsche Liedermacher, einfach weil ich ihre scharfsinnigen Texte meist gut durchdacht und gereimt finde und ihre Melodien mir ins Ohr gehen.

Außerdem macht es viel mehr Spaß am Ende einer Party mit geschätzten 2,2 Promille zu versuchen „Es liegen drei glänzende Kugeln“ zu singen als „Ich hab ein knallrotes Gummiboot“ oder den „Anton aus Tirol“.

Inzwischen ist es halt so, dass die Nazis, aus Mangel an eigenen Ideen und weil die wenigen eigenen Konzepte so schrecklich unattraktiv sind, den Linken alles nachmachen. Autonome Nationalisten kleiden sich wie die Antifa und rechte Think-Tanks versuchen, Rechtsradikale zu einer unterdrückten Minderheit zu stilisieren.
Auch ihre Gegner als Nazis zu beschimpfen haben die Nazis inzwischen gelernt, indem sie Linke gerne als „Linksfaschisten“ bezeichnen.

Kein Wunder also, dass die Nazis jetzt auch ihre eigenen Liedermacher haben. Aus Mangel an intelligentem Personal auf Naziseite müssen diese auch Multitaskingfähigkeit beweisen und gleichzeitig noch bei Wahlen für die NPD antreten.

Irgendwie wollte ich mir das einmal antun und sah mir ein paar Youtube-Videos von ein paar besonders kapitalen Exemplaren der Gattung „nationale Liedermacher“ an.
Dass ich ihre politischen Überzeugungen scheiße finden würde, war mir dabei ohnehin schon klar.
Doch wer weiß? Vielleicht könnten sie ja wenigstens eingängige Melodien haben?
Oder vielleicht würden sie einen cleveren Spruch bringen, der zwar daneben und rassistisch ist, einen aber doch auf irgendeine perverse Art zum Schmunzeln bringt?

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eigentümlich frei- Ein stramm rechtes Gesinnungsblatt mit libertärem Anteil

Heute den 20.08.2012 endet eine Werbeaktion der monatlich erscheinenden Zeitschrift mit dem Namen „eigentümlich frei“.
Diese wurde an exponierter Stelle in zahlreichen Bahnhofskiosken ausgelegt, um dort laut Eigenwerbung der Online-Präsenz von eigentümlich frei „in luftig plexigläsernen Ständern“ den Reisenden ins Auge zu springen.

Dies ist insofern beachtenswert, als das Blatt und auch das dazugehörige Blog unter einem libertären Deckmantel klar rechte Positionen bezieht und auch nicht davor zurückschreckt, im Dienste seiner Sache Nazis argumentativ zu legitimieren.

Vordergründig gibt das Blatt vor, unbedingt für Meinungsfreiheit einzutreten, doch beim Lesen von ein paar Artikeln muss es einem dann doch so vorkommen, als solle die propagierte Meinungsfreiheit zwar für astreine Nazi-Faschisten gelten, nicht jedoch für Linke, die dort auch gerne als „Linksfaschisten“ diffamiert werden.

Überhaupt scheint eigentümlich frei in Bezug darauf, was Meinungsfreiheit sei und was nicht, recht schizophrene Ansichten zu vertreten:
So zeigt sich André F. Lichtschlag, Chefredakteur von eigentümlich frei, in einem aktuellen Artikel sehr begeistert von Wladimir Putin, der ja nicht gerade der größte lebende Verfechter von Meinungsfreiheit ist, wobei er allerdings kritisiert, dass Putin den Sozialstaat und die Krankenversicherung ausgebaut habe, was „weniger gut“ sei.
Trotzdem werden im Online-Shop weiterhin T-Shirts mit einem Konterfei Putins und dem Schriftzug „Russian Capitalism“ verkauft.

Die Meinungsfreiheit der Band „Pussy Riot“ wird hingegen von dem Autor, der nach eigenem Selbstverständnis kompromisslos für das freie Wort eintreten will, mit dem Hinweis weggewischt, deren Handeln wäre auch in Deutschland verboten gewesen, wobei er geflissentlich zu erwähnen vergisst, dass in Deutschland (wenn überhaupt) allenfalls eine Geldstrafe wegen Hausfriedensbruchs oder wegen Störung der Religionsausübung nach § 167 StGB herausgekommen wäre und nicht drei Jahre Straflager.

Aber “Pussy Riot” passen nun einmal nicht in das Weltbild von eigentümlich frei, anders als der Volksverhetzer und Holocaustleugner Horst Mahler.

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Die schleichende Aushöhlung der antimilitaristischen Prinzipien des Grundgesetzes

Das Grundgesetz ist unzweifelhaft zu wesentlichen Teilen ein Produkt der deutschen Erfahrungen durch zwei Weltkriege und die Schrecken der Nazi-Diktatur. Insofern war es bei seiner Verfassung beabsichtigt und gewünscht, dass das Grundgesetz (möglichst für alle Zeiten) verhindern sollte, dass sich das deutsche Militär jemals wieder an einem Angriffskrieg beteiligt oder gegen die eigene Zivilbevölkerung eingesetzt würde.

Dieser grundlegende Verfassungsgedanke scheint inzwischen kaum noch eine Rolle zu spielen.
Die Bundeswehr beteiligt sich, seitdem 1995 deutsche ECR-Tornados zum Einsatz in Bosnien starteten, regelmäßig an militärischen Missionen im Ausland.
Erinnern wir uns einmal zurück, was es damals für Bedenken und Proteste gab.
Heute hingegen gehört es zur Normalität, dass man Nachrichten darüber bekommt, wie deutsche Bodentruppen in blutige Gefechte in Afghanistan verwickelt sind und zwar mit Verlusten bei eigenen Soldaten, gegnerischen Kombattanten und Zivilisten.

Der Aufschrei darüber hält sich mittlerweile in Grenzen, es ist also eine Art von Gewöhnung eingetreten, welche sich sowohl in dem zynischen Satz des SPD-Politikers und ehemaligen Verteidigungsministers Peter Struck die Sicherheit Deutschlands werde auch am Hindukusch verteidigt manifestierte, als auch in den Äußerungen des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, die Deutschen müssten sich darauf einstellen, künftig ihre wirtschaftlichen Interessen auch im Ausland militärisch zu verteidigen.
Wenigstens im Falle von Horst Köhler reagierte das sonst recht eingelullte öffentliche Bewusstsein allerdings noch, so dass dieser auf starken medialen Druck hin seinen Hut nahm. Doch scheint mir auch dies eher ein letztes schwaches Aufbäumen einer Bevölkerung zu sein, die ihre schleichende Militarisierung sonst eher schulterzuckend hinnimmt.

Meine Mutter sprach damals, als die Tornado-Einsätze durch die Medien gingen, von Salamitaktik und ein treffenderes Wort konnte sie kaum finden.

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Am I a fucking hipster?

Pony Pic
Neulich fragte mich ein Kumpel, was ich von sogenannten Hipstern halte. Er fand diese Leute ganz schlimm ablehnungswürdig, denn sie seien nervtötend, versnobt und außerdem sei ihr Klamottenstil so was von Oberscheiße das gäbe es gar nicht.

Ich fand das interessant, da ich mich mit dem Thema der Hipster bis dahin nicht ernsthaft beschäftigt hatte, wenngleich ich irgendwie am Rande mitbekommen hatte, dass es wieder Personen gibt, die sich so nennen, beziehungsweise von den Medien so bezeichnet werden.

Ich hatte auch ein ungefähres Bild vor Augen:
So ein Typ, der ein T-Shirt von irgendeiner unbekannten britischen Rockband zusammen mit einem Nadelstreifen-Sacko trägt, einen Hut aufhat wie Pete Doherty und dazu eine Brille mit möglichst breitem schwarzem Gestell. Ein Dreitagebart gehörte auch irgendwie zu diesem Bild oder aber vielleicht Kotletten.
Ich stellte mir eine Person vor, die früher regelmäßiger Neon-Leser war, sich dafür aber jetzt ein Bisschen zu erwachsen fühlt, ohne allerdings eine Familie gegründet zu haben und auf Nido (falls es das noch gibt) umgestiegen zu sein.

Was könnte so eine Person sonst lesen, fragte ich mich und dachte sofort an Spex, das Magazin für Popkultur und dazu vielleicht noch etwas Politisches; die taz würde passen. Schließlich ist es ja auch irgendwie ein Statement in der U-Bahn taz zu lesen.

Naja… dachte ich mir da… ein Hipster bin ich wohl nicht, obwohl ich auch irgendwie nicht verstand, was an diesen Leuten so schlimm sein soll. Wenigstens kann man sich mit diesen Leuten auf einer Party über etwas Anderes unterhalten, als den neuen Spiderman/Batman/Wasweisichwasman-Film.

Doch um sicher zu sein, konnte es nur einen Weg geben: Ich musste feminin gehen.

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Gedanken zum Fall Drygalla

In den letzten Tagen sind die deutschen Zeitungen voll von einem Bild:

Eine junge Frau mit wasserstoffblondierten Haaren, mit dem Gesicht eines schüchternen Mädchens blickt traurig zu Boden. Daneben finden sich auch andere Bilder der gleichen Frau in einem Sportlerdress mit Schultern wie ein Bauarbeiter, doch auch hier der ernste, gesenkte Blick.

Ein Bisschen Mitleid könnte ich da schon bekommen, selbst wenn mich manche Kontrahenten in Diskussionen schon als zynisches und empathieloses Monster bezeichnet haben.

Und ja, ich gebe es zu: Nadja Drygalla tut mir leid… irgendwie.

Nun wird diese junge Frau, deren Oberarme eventuell größer sind als ihr Intellekt und die nichts anderes wollte, als ihr Land bei der Olympiade zu vertreten, derart in einem negativen Kontext durch die Medien gezogen, dass ihr nicht nur ihre Olympiaträume versagt wurden, sondern sie auch ihr gesamtes künftiges Leben keinen vernünftigen Job mehr bekommen wird.

Das ist schon irgendwie hart.

Schließlich wurden ja nicht einmal ihr selbst Verbindungen in rechtsextreme Kreise nachgewiesen, sondern lediglich ihrem Freund. „Die Sippenhaft ist abgeschafft!“ möchte man da in lautem Protest dazwischenrufen.

Aber diesen Zwischenruf tätigen ja (leider) andere schon.

Für Deutschlands rechtskonservative bis rechtsextreme Bloggerszene ist der Fall nämlich klar: Es findet eine Hexenjagd statt, die von sogenannten „linken Gutmenschen“ betrieben wird, die vor keiner bösartigen Diffamierung gegen ihren politischen Gegner zurückschrecken.
Diese Blogs benutzen die Debatte als Vehikel, den doch glücklicherweise noch weitgehend vorhandenen öffentlichen Konsens der Ächtung rechtsradikalen Gedankengutes weiter zu unterhöhlen, wobei diese Unterhöhlung an vielen Stellen schon weit vorangeschritten ist.

Da ich persönlich allerdings wenig von Deutschlands rechtskonservativer bis rechtsextremer Bloggerszene halte, brachte mich dies dazu, mein Mitleid mit Frau Drygalla in dieser Sache noch einmal kritisch zu prüfen und dies führte mich zu der Frage:
Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Frau, die jahrelang Leben und Bett mit einem Rechtsradikalen teilt, dessen Einstellungen missbilligt?

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Fünf Ringe uns zu knechten

Olympia Nein Danke

Ein großer Vorteil, den demokratische Systeme gegenüber Militärdiktaturen haben, ist dass sich das Militär in einer Demokratie eben nicht alles gegenüber den Bürgern herausnehmen kann. Das Militär kann beispielsweise nicht einfach mit dem Schützenpanzer durch das Geranienbeet eines unbescholtenten Bürgers walzen und natürlich muss auch niemand in Friedenszeiten eine Flugabwehrraketenstellung auf seinem heimischen Dach dulden.
Dies sollte in einer Demokratie so selbstverständlich sein, dass Verantwortliche aus Politik und Militär niemals auf eine derart abwegige Idee kommen könnten.

Doch wenn irgendwo ein sportliches Großereignis ist, an dem erhebliche wirtschaftliche und nationale Prestigeinteressen hängen, dann scheinen selbst die elementarsten Bürgerrechte zweitrangig zu werden.

Es ist ja bekannt:
Wann immer eine Fußballmeisterschaft (Welt- oder Europa) oder Olympische Spiele in einer Diktatur ausgetragen werden, wird die Diktatur noch ein Wenig diktatorischer. Regimegegner werden vorher noch schnell eingeschüchtert oder schlimmer noch „verschwinden lassen“ und die Meinungsfreiheit wird stärker eingeschränkt, als zuvor.
So war es ja auch während der letzten Olympischen Spiele in China.

Doch wie man sieht, nehmen auch Demokratien unter der Herrschaft von König Sport diktatorische Züge an und vielen Londoner Bürgern dürfte die Freude an Olympia jetzt schon vergangen sein, nachdem ihre Stadt dafür in einen skurrilen Belagerungszustand versetzt wurde, der die übersteigerte Mobilisierung von Sicherheitskräften in Frankfurt zu den Blockupy-Protesten wie eine harmlose Kindergartenveranstaltung aussehen lässt.

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Gedanken zum Nüchternheitswahn

Die Forderungen nach Verschärfungen von Alkohol- und Rauchverboten werden in der Politik mit immer höherer Frequenz auf den Tisch gebracht und diesbezüglich restriktive Gesetzesvorschläge finden Anklang quer durch Parteien und Gesellschaftsschichten.

Und tatsächlich gibt es für solche Verbote durchaus auch nicht von der Hand zu weisende Gründe. Die Schäden, die durch Alkohol und Tabak angerichtet werden, sind messbar und schlagen sich in Statistiken und medizinischen Studien nieder.

Wer raucht und säuft, hat ein höheres Risiko schwere Krankheiten zu erleiden, früher zu sterben oder in prekäre soziale und wirtschaftliche Lagen zu kommen.

Es brennt

Die reinen Zahlen und Fakten sprechen also für die Verbote und gegen den freien Rausch.
Doch trotzdem kann ich mich mit diesen Verboten nicht anfreunden und das nicht nur, weil ich selbst ein Mensch bin, der dem Rausch nicht grundsätzlich abgeneigt ist.
Ich stelle mir auch die Frage, in wie weit menschliches Verhalten in seinem persönlichen Bereich Gegenstand der Gesetzgebung sein sollte und ich denke, an diesem Punkt kommen wir langsam an die Grenze des Erträglichen.

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Über Beschneidungen, Impfungen, angelegte Ohren und Zahnspangen

Das Kölner Urteil, welches die religiös motivierte Beschneidung eines Jungen zum widerrechtlichen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit erklärte, wird aktuell viel diskutiert, wobei diese Diskussion teils ins Polemische und Unsachliche abgleitet, wie dies oft der Fall ist, wenn in unserer Zeit über Konflikte zwischen der Religionsfreiheit und anderen Grundrechten diskutiert wird.
Doch es gibt noch einen anderen und ebenso grundrechtsrelevanten Aspekt wie die Religionsfreiheit, der in dieser Diskussion massiv tangiert ist und der in der allgemeinen Aufregung sträflich vernachlässigt wird.

Dieser ergibt sich aus Artikel 6 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes:
„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“

Pflege und Erziehung der Kinder umfassen sowohl deren religiöse Erziehung als auch die Gesundheitsfürsorge.

In unserer Bundesrepublik geht dieses Recht der Eltern, die Gesundheitsfürsorge ihrer Kinder eigenverantwortlich zu regeln durchaus weit, was ich in einem freien und demokratischen Rechtsstaat auch notwendig finde.

Ich beispielsweise wollte nicht, dass der Staat meinen Kindern eine Schweinegrippeimpfung zwingend vorschreiben könnte, weil gerade ein Überhang an Impfstoff vorhanden ist, der sonst verderben würde.

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GEMA weg!

Keine Macht der GEMA

Eine Organisation, die zumindest in ihrer jetzigen Verfasstheit ein weitgehendes Produkt der Nazizeit ist, treibt heute noch ihr Unwesen.

Die Rede ist von der GEMA, der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, die ihre staatlich abgesicherte und seitdem nicht mehr angetastete Monopolstellung, damals noch unter dem Namen STAGMA, am 28. September 1933, also recht kurz nach Hitlers Machtergreifung erhielt.
Nach der Befreiung Deutschlands vom Faschismus setzte die STAGMA ihre Arbeit fort, seit 1947 unter der Bezeichnung GEMA.

Doch auch ihre Nachkriegsgeschichte wurde von ehemaligen kulturpolitischen Akteuren der Nazizeit stark beeinflusst. Im Jahre 1950 übernahm der ehemalige Nazi-Komponist Werner Egk den Vorsitz des Aufsichtsrates der GEMA.

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Warum David Graeber und ich keine Freunde werden

Um es wieder einmal zu betonen: Ich sehe mich als Linken.

Meine politische Position würde ich irgendwo zwischen einer echten (!) Sozialdemokratie und einem demokratischen Sozialismus einordnen. In meinen gesellschaftspolitischen Überzeugungen vertrete ich dabei eine relativ klassisch linksliberale Position, die dem Individuum weitestmögliche Freiheit in eigenen Belangen einräumen möchte (z.B. bei der Frage des Rauschmittelkonsums oder bei der Frage der Gleichberechtigung nicht-heterosexueller Lebensmodelle).

Hinzu kommt meine ausgeprägte Sympathie für weite Teile der linken Szene, die ich für ihre Toleranz gegenüber Andersdenkenden, anders Aussehenden und anders Seienden sehr schätze. Auch an den Stellen, an denen die linke Szene sich intolerant verhält, teile ich deren Standpunkte, insbesondere dahingehend, dass Gewaltideologien und Intoleranz (Rassismus, Sexismus, Homophobie u.s.w.) eben nicht tolerierbar sind.
Meine Freunde würde ich ebenfalls weitestgehend politisch links einordnen.

In diesem Sinne fühle ich mich linker Politik und ihren Akteuren auch emotional verbunden. Umso mehr schmerzt mich daher, dass linke Ideen allgegenwärtig auf dem Rückmarsch sind und die Szene selbst zwischen Zerstrittenheit und Ideenlosigkeit schwankt.
Im Mainstream wird linke Politik stets als „gut gemeint aber unrealistisch“ verworfen und die Linken selbst tun meines Erachtens ihr bestes, diesen schlechten Eindruck wieder und wieder zu bestätigen.
Von Freunden wurden mir zu genau dieser Problematik die Werke des amerikanischen Ethnologen und Occupy-Aktivisten David Graeber empfohlen, einem Mann, der zur Zeit medial auch in Deutschland recht große Beachtung findet.
Ich kaufte mir also sein kurzweiliges Büchlein „Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus“, doch was ich darin fand war mitnichten die Lösung der gegenwärtigen Krise linken Denkens, sondern vielmehr ein Substrat der naiv-utopistischen Ansprüche und realitätsuntauglichen Erklärungsmuster, die ursächlich für diese sind.

Dies beginnt alleine schon mit seiner Definition davon, wer links oder rechts sei:

„Die Rechte ist in einer politischen Ontologie der Gewalt verwurzelt, in der realistisch zu sein heißt, dass zerstörerische Kräfte stets einkalkuliert werden müssen. Im Gegenzug dazu hat die Linke kontinuierlich Variationen über eine politische Ontologie der Imagination entworfen.“

Diese Definition teile ich ganz entschieden nicht und ich bin auch nicht gewillt, so lange ich noch denken und schreiben kann, einer derartigen Missdeutung kampflos die Deutungshoheit darüber zu überlassen, wer sich links nennen darf.

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Libertarismus bei Ayn Rand und Ron Paul- Gegenargumente

Um den Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses Ron Paul ist es in deutschen Medien inzwischen wieder recht still geworden, seit sich deutlich abzeichnete, dass er in der Konkurrenz um die Rolle des republikanischen Kandidaten für das Präsidentenamt gegen Mitt Romney wohl eher chancenlos ist.
Trotzdem genießt er auch in Deutschland mit seinen politischen Ansichten weiterhin ein großes Interesse, insbesondere innerhalb der netzaffinen Subkultur. Auf Image-Boards wie 4chan.org lässt sich die ungeheure Anzahl der Ron-Paul-Supporter-Threads kaum fassen.

Tatsächlich hat Ron Paul Ansätze, die auch einem überzeugten Linken durchaus sympathisch sein können, zum Beispiel was seine Positionen zu Legalisierung von Marihuana, persönliche Freiheit im Internet oder die Abschaffung des unseligen Patriot Acts betrifft. Jedoch vertritt Ron Paul, wohl auch aufgrund von Konzessionen an seine konservativen Verbündeten innerhalb der Tea-Party-Bewegung, teils eher konservative bis rechte Positionen.
In der Frage der Legalität von Schwangerschaftsabbrüchen bezeichnete er sich als „Pro-Life“ (also als Abtreibungsgegner).
In Bezug auf die gleichberechtigte Heirat von Nicht-Hetero-Personen vollführte er einen Eiertanz, in dem er sich regelmäßig neu und konträr zu seinen früheren Ansichten positionierte. Letztlich lief es bei ihm darauf hinaus, dass die Bundesstaaten ihre eigenen Gesetze zu dieser Frage ohne Beeinflussung des Bundes erlassen sollten, wodurch er sich vor einer substantiellen Beantwortung der Frage drückte.

Zitate:

I am supportive of all voluntary associations and people can call it whatever they want.

Like the majority of Iowans, I believe that marriage is between one man and one woman and must be protected.

Liberal social engineers who wish to use federal government power to redefine marriage will be able to point to the constitutional marriage amendment as proof that the definition of marriage is indeed a federal matter! I am unwilling either to cede to federal courts the authority to redefine marriage, or to deny a state’s ability to preserve the traditional definition of marriage.

Insgesamt wird Ron Paul weithin als paläolibertär eingeordnet, also als jemand, der libertäre Wirtschaftspolitik mit Teilen konservativer Gesellschaftspolitik verbindet.
Deutlich und unbestritten ist jedenfalls seine grundsätzliche Ablehnung des Sozialstaatskonzeptes.
An diesem Punkt verfolgt er den libertären Ansatz, in dem er stark von den Positionen der russischstämmigen US-Autorin (manche nennen sie auch „Philosophin“- so weit würde ich allerdings nicht gehen) Ayn Rand beeinflusst ist, auch wenn Vertreter ihrer “reinen Lehre” ihn inzwischen als eine Art Verräter brandmarken.

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Eine Gratulation an Boris Rhein

-SATIREWARNUNG: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine geschmacklose Satire, in der völlig frei erfundene Spekulationen über das Privatleben von Boris Rhein angestellt werden. Nichts davon beruht auf tatsächlichen Fakten. Empfindsamen Gemütern wird grundsätzlich davon abgeraten, Satiren von Florian K. zu lesen.-

Lieber Boris Rhein,

vielleicht glaubst Du, mich nicht zu kennen, aber lass Dir von mir sagen, dass ich Dein begeisterter Anhänger bin.
Deshalb habe ich beschlossen, Dir zu diesem, Deinem besonderen Jubiläum zu gratulieren!

Vielleicht kann ich mit diesem Text sogar ein paar Leuten zeigen, dass Du garnicht dieser rolandkochoide Unsympath bist, für den Dich alle halten, sondern sich hinter der Fassade Deines großkotzigen Machtgehabes in Wirklichkeit ein sensibles und verletztes Seelchen versteckt.

Weit hast Du es ja schon gebracht und das in noch recht jungen Jahren. Das hast Du schon richtig gemacht, genau wie Gerhard Schröder oder Roland Koch. Erst in der Politik den dicken Zampano machen und sich dadurch dann für einen lukrativen Job in der Wirtschaft empfehlen, das ist Karriereplanung für Gewinner! Selbst wenn Du fällst, fällst Du weich. Dich wird man nicht auf Hartz-IV wiederfinden. Dazu hast Du einfach zu einflussreiche Freunde und das ist ja auch schön so.
Sollen die ganzen Neider doch schimpfen. Was kannst denn Du dafür, dass die ganzen linken Taugenichtse nicht so tolle Kontakte haben? Schließlich sind gute Kontakte eine alte Tradition der CDU und davon haben auch andere große Staatsmänner bereits profitiert, man denke nur einmal an den Kanzler der Einheit, Helmut Kohl, oder an den letzten Bundespräsidenten, Christian Wulff.
Wer wollte schon in einer Welt leben, in der man nicht wenigstens ein Bisschen „Bimbes“ von seinen Freunden aus der Wirtschaft einstecken kann? Ganz unverbindlich versteht sich.

Und wer könnte es denn besser wissen als Du, dass Du es verdient hast?
Musstest Du damals in der Schule nicht den ganzen Spott Deiner Klassenkameraden ertragen? Dabei wolltest Du doch bloß höflich sein, wenn Du dem Lehrer immer mit den Worten „nach Ihnen, Herr Lehrer“ die Türe aufgehalten und dabei einen artigen Diener gemacht hast.
„Streber“ haben sie Dich damals genannt und „Brillenschlange“. In der Pubertät warst Du eine Zeit lang nur die „Pickelfresse“. Spottlieder haben sie über Dich gesungen. „Rhein-Schwein! Rhein-Schwein! Flieg nicht in den Main rein!“ klingt es noch heute in Deinen Ohren.
Aber das war doch nichts als blanker Neid!

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Was DIE LINKE außer Pipi noch so macht

Sarah Wagenknecht muss Pipi

Über die Partei DIE LINKE und ihre Politiker wird in deutschen Mainstream-Medien gerne und viel geschrieben. Umfangreich setzte man sich mit einer mutmaßlichen Liebesaffäre von Oskar Lafontaine und Sarah Wagenknecht auseinander. Auch die peinlichen antiisraelischen Ausfälle des Duisburger Kreisverbandes der Linken oder die Grußadresse an Kubas greisen Diktator und ehemaligen Revolutionshelden Fidel Castro führten zu breiten, negativen Medienreaktionen.

Bei Letzterem echauffierten sich auch all jene nach Kräften, die sonst überhaupt nichts dabei finden, wenn deutsche Politiker sich mit Repräsentanten von Diktaturen aller Art an einen Tisch setzen oder ihnen Grußbotschaften schreiben. Schließlich dient es ja deutschen Wirtschaftsinteressen, wenn eine Bundesregierung gute Beziehungen zum Beispiel zu China oder Saudi-Arabien unterhält.

Bei der Linken hingegen wird genauer nachgeschaut und ein gänzlich anderer Maßstab angesetzt.
Hier können sogar die natürlichen Bedürfnisse einer Politikerin für Schlagzeilen sorgen. So titelte die BILD gestern „Sahra Wagenknechts seltsamer Pipi-Stopp“ und berichtete (in der Frankfurter Printausgabe sogar recht ausführlich) über eine Pinkel-Pause, die Sarah Wagenknecht auf dem Weg zu den Blockupy-Protesten bei einem italienischen Restaurant im Grüneburgweg einlegte.
Über mangelndes mediales Interesse kann sich DIE LINKE offenbar nicht beklagen.

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Stell Dir vor es ist Demo und keiner geht hin

Weder war ich bei den Blockupy-Protesten, noch werde ich zu diesen Protesten gehen oder sie unterstützen. Warum?
Es ist gewiss nicht, weil ich ein Gegner dieser Proteste wäre.

Vielmehr ist es doch so:
Wir haben ein massives und inszeniertes Bedrohungsszenario. Die Blöd-Zeitung gibt seit Tagen Tips, wie man sich zu verhalten hat, wenn die „Chaoten“ kommen. Geschäftsleute verbarrikadierten medienwirksam ihre Fenster. Die U5 fährt am Willy-Brandt-Platz vorbei. Dem Living gehen Umsätze verloren. Banker bekamen einen freien Tag geschenkt. Es heißt, sogar die Badenia-Burschen, die heute gefeiert haben, hätten Unannehmlichkeiten aufgrund der verstärkten Sicherheitsmaßnahmen in Kauf nehmen müssen.
Es fehlte nur noch ein offizieller Aufruf an die Bürger zum sofortigen Aufbau von Notvorräten an Lebensmitteln und Schrotflintenmunition.
Und es gibt ein riesiges Polizeiaufgebot. Unsere hochgerüsteten Steuergelder stehen an menschenleeren Barrikaden und langweilen sich.

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Der Neue bei der Blöd-Zeitung

- Hinweis: Dieser Artikel ist eine reine satirische Überspitzung und gibt keine tatsächlichen Gespräche wieder. Bei dem Chefredakteur der fiktiven Blöd-Zeitung handelt es sich nicht um eine real existierende Person-

Der junge, aufstrebende Journalist A. wollte eigentlich nie bei Blöd arbeiten. Doch man muss sehen wo man bleibt und schließlich ist die Blöd-Zeitung ja auch unbestreitbar eine der ganz großen der Branche. Ein geeignetes Sprungbrett sozusagen.
Außerdem war es nun mal die Blöd, die ihm keine Absage auf seine Bewerbung geschickt hat. Jetzt war er also da.
Und er hatte seine erste große Story. „Blöd kämpft für Sie!“.
Die Tante der 16-jährigen Moneereh S. hatte sich in ihrer Verzweiflung an Blöd gewandt. Moneereh S. sollte nämlich abgeschoben werden.
Da der junge Journalist A. nicht so genau wusste, wie er die Story aufziehen soll, fragte er den Chefredakteur nach seinem weisen Ratschlag.
Mit einem väterlich-jovialen Schulterklopfen machte dieser sich daran, dem Jungspund zu erklären, wo der Hase im Pfeffer liegt und der Hund begraben ist.

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Bild-Hetze gegen Hartz-IV-Empfänger

Manchmal schafft es sogar die Bild-Zeitung sich noch selbst zu unterbieten und heute war einer dieser Tage.
Unter der reißerischen Überschrift „Hartz-IV-Sauerei!“ blies die Bild-Zeitung zum kollektiven Empörungs-Angriff auf die Hartz-IV-Empfänger. Hierbei entblödete sie sich nicht einmal, den doch recht verstaubten Kampfbegriff des „Drückebergers“ aus der Mottenkiste zu holen.

Hintergrund des Artikels war die Bilanz der Bundesagentur für Arbeit, nach der im vergangenen Jahr mehr finanzielle Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger erhoben worden seien, als jemals zuvor. Insgesamt sollen dies laut Bild 912.000 Fälle gewesen sein.
Doch handelte es sich hierbei wirklich um Trickser und Sozialbetrüger, wie die Bild-Zeitung mit ihren reißerischen Unter-Überschriften suggerieren wollte?
Dies widerlegt Bild in der Hoffnung darauf, dass ihre Leser zu blöd seien, auch den unter einer Überschrift stehenden Artikel zu lesen, selbst wieder.

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Weil´s gerade in ist: Ein Nicht-Gedicht über Israel

Im vollen Bewusstsein meiner wahrhaft schweren Aufgabe und der Verantwortung, die ich trage, der Welt zu sagen was gut und richtig ist, verfasste ich, von quälenden Selbstzweifeln zerfressen, diese Zeilen. Zuvor möchte ich bemerken: Der folgende Text ist KEIN GEDICHT! Wer nun beabsichtigt, diesen Text als Gedicht misszuverstehen, weil heute jeder über seine dahingekritzelten Pamphlete [...]

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Neue Weltordnung? Weltregierung? Gedanken aus einer Diskussion unter Freunden

drei planeten
Bild: roland-rafael-repczuk.de
Neulich saß ich bei einem Bekannten und traf dort einen alten Freund wieder, von dem ich lange nichts gehört hatte. Nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass er sich inzwischen auch für Politik interessierte, was früher nie so sein Thema war.
Zu meinem Leidwesen stellte ich schnell fest, dass er beim Gewinn seiner politischen Informationen an sogenannte „alternative“ Medien offensichtlich wesentlich geringere Ansprüche stellte, als an die Mainstream-Medien, was dazu führte, dass er eine Tendenz hatte, an offiziellen Versionen zum Beispiel zu 9/11 oder dem Klimawandel stark zu zweifeln, gleichzeitig aber „alternativen Medien“ auch eher aberwitzige Geschichten abkaufte.

Da wir uns im Gespräch trotz grundlegend unterschiedlicher Auffassungen mit Respekt behandelten, entspann sich daraus eine interessante Diskussion, in der es sehr schnell auf Kernthemen unserer Welt- und Politikbilder kam.
Ich versuche hier ein paar Eindrücke aus dieser Diskussion wiederzugeben, wobei ich zugeben muss, dass ich seine Position wahrscheinlich etwas verkürzend darstelle, da mir meine eigenen gegensätzlichen Argumente naturgemäß selbst plausibler erscheinen.

Natürlich ist es nicht möglich eine Diskussion, die insgesamt fast vier Stunden dauerte, hier auch nur ansatzweise vollständig wiederzugeben.

Doch weil es interessant war und mich tagelang beschäftigte, möchte ich hier doch ein paar Gedanken aufschreiben.
Die Grundfragen unserer Diskussion waren:

- Ist Globalisierung in erster Linie positiv oder negativ zu beurteilen?
- Welchen Stellenwert haben multinationale Organisationen, wie die UN oder die EU?
- Wäre eine Weltregierung eine positive Utopie oder eine Horrorvision?

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Jean-Pierre Mbange und die 99%

Die Eltern des 16jährigen Jean-Pierre Mbange hatten beschlossen, ihren Sohn in die Hauptstadt Libreville arbeiten zu schicken. Das bisschen Land, das die Familie bewirtschaftete, reichte einfach nicht aus um alle sattzukriegen. Sie rechneten sich gute Chancen aus, dass er einen Job finden würde, denn im Gegensatz zu ihnen hatte er ein paar Jahre die Schule [...]

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Hunger in Frankfurt- Ein persönliches Erlebnis

Mititei2

Neulich las ich mal wieder einen Text über die Prekarisierung der Lebensverhältnisse in den finanziell schlechter gestellten Gesellschaftsschichten. Es ging um die unsichtbare Armut in unseren Städten, von der die wachsende Zahl dünner Gestalten, die um die Häuser zieht und die Mülleimer nach Flaschenpfand durchsucht, nur die kleine Spitze des Eisberges ist.

Dabei musste ich an eine Begebenheit denken, die ich selbst hier in Frankfurt (um genau zu sein, in Bornheim) erlebt habe:
Ich hatte einmal von den Eltern meiner Verlobten gefrorene Mititei aus Lammhackfleisch bekommen. Es waren ziemlich viele und so konnte ich sie nicht alle essen und habe sie eingefroren. Leider haben wir irgendwann einmal die Tür der Gefriertruhe nicht zugemacht, so dass alle unsere gefrorenen Speisen halb aufgetaut waren.
Das halb aufgetaute Gemüse haben wir noch für gut befunden. Aber rohes Hackfleisch?!?

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SPIEGELblog- Medienkritik aus fragwürdiger Ecke

Über ein Leitmedium wie den Spiegel kritisch zu berichten und dessen durchaus manipulative Tendenzen aufzudecken ist ein ehrenvolles Anliegen. Diesem Anliegen hat sich der Spiegelblog, der von dem Hamburger Journalisten und Autor Thorsten Engelbrecht betrieben wird, verschrieben, welches verspricht „kritische Analysen über ein deutsches Nachrichtenmagazin“ zu liefern.

Das Blog nimmt damit vordergründig den Gedanken des Bildblogs auf, welches bereits seit Jahren Deutschlands größtem Boulevardblatt erfolgreich auf die Finger schaut und auch mit witzigen und kreativen Ideen auf den Stil und die Machenschaften von Bild aufmerksam macht. (z.B. „Wir fotografieren zurück“ oder dem „Schlagzeil-O-Mat“).

Auch das Spiegelblog trifft an einigen Punkten den Nagel auf den Kopf, wie beispielsweise mit seiner Kritik an der peinlich plumpen Art und Weise, in der der Spiegel versuchte, Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten der SPD in Stellung zu bringen.

Wer sich allerdings ein Wenig mehr mit dem Spiegelblog und der Person des Torsten Engelbrecht beschäftigt, kann dabei doch ein ungutes Gefühl bekommen.

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JA zu FRA!

JA zu FRA

Ich habe so einen Arbeitskollegen, der ein supernetter Kerl ist und mit dem ich mich immer richtig gut verstehe. Dieser Arbeitskollege hat ein Hobby und zwar das sportliche Fahren.
Er liebt einfach sein Auto mit ordentlich PS unter der Haube und natürlich liebt er auch den satten Sound seines Sportauspuffs.
Bisher war der Kollege ziemlich unpolitisch. Jetzt allerdings, da regelmäßig Flugzeuge über sein Haus donnern und seine Ruhe, sowie die Ruhe seines Kindes stören, geht er demonstrieren, verteilt Flugblätter und engagiert sich in politischen Initiativen.
Das ist eigentlich, so betrachtet, keine schlechte Sache und ein fieser Zyniker könnte an diesem Punkt dem Fluglärm bestimmt auch eine positive Seite abgewinnen, wenn er träge, zufriedene Bürger zum Protestieren auf die Straße bringt.
Aber um so zu denken, müsste man natürlich ein sehr fieser Zyniker sein.

Schließlich weiß jeder, dass Fluglärm böse und gesundheitsschädlich ist und eine gestörte Nachtruhe einen hart arbeitenden Menschen daran hindern kann, seine gesamte Leistungsfähigkeit seinem Arbeitgeber und der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.

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Über das Essen von Tieren

Ja der Abendländer ist schon eine seltsame Spezies. Im Grunde hat er gar nichts dagegen Tiere zu quälen, zumindest so lange die Tierquälerei so geschieht, dass sie hinter verschlossenen Türen stattfindet und sie möglichst niemand mitbekommt.

In den Schlachthöfen wird im Akkord geschlachtet und die überfüllten Tiertransporter rollen weiterhin munter über die europäischen Autobahnen.
Naja, so denkt sich der Abendländer, das gehört ja alles irgendwie dazu, dass ich mein preisgünstiges Schnitzel im Supermarkt bekomme.
Damit hat er auch Recht!

Ich selbst fände es extrem repressiv und geradezu antidemokratisch, wenn sich Hartz4-Empfänger nicht wenigstens ihr Wurstbrot noch leisten könnten.
In diesem Sinne ist Discounterfleisch tatsächlich eine, zugegebenermaßen unschöne, Notwendigkeit und unsere Discountermärkte sind ein solcher Gewinn an Lebensqualität und Freiheit für das Proletariat, dass man ihnen auch kleine Unsauberkeiten im Verkauf des abgepackten Fleisches einfach nachsehen muss.
Außer von ein paar Wohlmeinenden (sogenannten Eumeniden), die eine Überdosis Karin Duve oder Jonathan Safran Foer erlitten haben, wird dies zum Glück auch nicht in Frage gestellt.

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Jingjing fucks Chacha- A rule34 on chinese censorship

JingjingChacha1

Die zwei Comicfiguren Jingjing und Chacha stehen für die chinesische Zensur. Sie erscheinen immer dort, wo man von China aus eine Internetseite aufrufen will, die das chinesische Regime vor seiner Bevölkerung verbergen möchte.
Politisch missliebige Inhalte, aber auch Pornographie werden von ihren strengen Argusaugen aufgespürt.
Doch wie so oft praktizieren die strengsten Moralisten und die härtesten Zensoren die größte Doppelmoral. Während Jingjing und Chacha ihren Landsleuten jegliche Pornographie verbieten, praktizieren sie selbst den allergeilsten Pornosex, wann immer sie sich unbeobachtet fühlen.
Was für versaute Früchtchen unsere beiden braven Polizisten in Wirklichkeit sind, wird die folgende Geschichte zeigen, die außerdem der vielleicht erste Zensurporno der Welt ist.
Als Hinweis an alle empfindsamen Linken, die unsere FGZ lesen, möchte ich darauf hinweisen, dass die folgende Geschichte pornographische Inhalte enthält und bestimmt auch irgendwie sexistisch ist. Ich möchte hiermit betonen, dass ich gegen Sexismus bin.
Allerdings erschien mir die Vorstellung, dass zwei Figuren, die symbolisch für Unterdrückung stehen, unsexistischen und gleichberechtigten Sex haben könnten, irgendwie obszön.

Auf den Jugendschutz achte ich natürlich genauso wirksam wie alle anderen Pornoseiten.
Wer ab diesem Punkt weiterliest bestätigt damit, dass er über 18 ist. Jüngere Personen klicken stattdessen diesen Link.

Wobei… eigentlich ist dies hier ja gar kein Porno, sondern politische Satire, also Kunst.
Wer jetzt schon fröhlich drauflosmasturbieren wollte, dem muss ich deshalb sagen Hände aus dem Schritt!

Nach Auffassung des Sonderausschusses des Bundestags für die Strafrechtsreform sind Schriften, Ton- und Bildträger dann als pornografisch einzustufen, wenn sie „zum Ausdruck bringen, daß sie ausschließlich oder überwiegend auf die Erregung eines sexuellen Reizes bei dem Betrachter abzielen und dabei die im Einklang mit allgemeinen gesellschaftlichen Wertvorstellungen gezogenen Grenzen des sexuellen Anstandes eindeutig überschreiten“ ( BT-Drs. VI/3521 S. 60)

Und das ist hier ja nicht der Fall. Also Ball flach halten und viel Spaß bei der Story Ihr Jugendschützer:

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Mao und Stalin waren Rechte- Eine Antwort auf Erika Steinbach und Götz Aly

Eine Twitter-Nachricht von der CDU-Rechtsaußen und professionellen Geschichtsrelativistin Erika Steinbach löste einen kleinen journalistischen Wirbelsturm im deutschen Wasserglas aus.
Oder vielleicht sollte man es auch einen Shitstorm nennen, zumal dieses Wort ohnehin zu den aktuell meistbenutzten Modewörtern gehört und das Gesagte von Erika Steinbach und Götz Aly mit dem Wort „Shit“ auch gut zusammengefasst ist?

Jedenfalls war die gute Frau Steinbach der Meinung, die NSDAP sei eigentlich eine linke Partei gewesen, weil ihr Name ein „S“ welches für „sozialistisch“ steht, enthält.
Hier stellt sich mir die Frage, wie Erika Steinbach die politische Ausrichtung der CDU-Schwesterpartei, der CSU, beurteilt- schließlich haben die ja auch dieses böse „S“ im Namen, diese verkappten linken Socken.
Aber historische Fehleinschätzungen von Tante Erika sind ja nichts Neues und eine gesunde Portion Geschichtsblindheit gehört schließlich zu den Schlüsselqualifikationen im Berufsbild einer Präsidentin des Bundes der Vertriebenen.
Anders könnte man diesen Job gar nicht machen, ohne dass einem beim morgendlichen Blick in den Spiegel speiübel werden müsste.

Zu Erika Steinbachs mangelndem Geschichtsbewusstsein sei nur einmal an ihre Verteidigung der Deutschen Wehrmacht als „saubere Armee“ während der Wehrmachtsausstellung in den 90er Jahren erinnert, ein Mythos, der inzwischen gründlich ausgeräumt ist, im steinbachschen Geist aber mit Sicherheit auch heute noch weiterlebt.
Obendrein könnte man ohne eine gewisse Ausblendung historischer Tatsachen auch gar nicht guten Gewissens CDU-Mitglied sein, da die CDU zumindest von ihrer personellen Besetzung in der frühen Bundesrepublik die Bezeichnung „NSDAP-Nachfolgepartei“ ebenso sehr verdient hat, wie heute die die LINKE die Bezeichnung „SED-Nachfolgepartei“.
Dass allerdings nun der Historiker Götz Aly, der es eigentlich besser wissen müsste, in das gleiche Horn stößt, ist tragisch, auch wenn es angesichts dessen sonstiger geistiger Ergüsse nicht besonders überraschen mag.

Denn war die NSDAP eine linke Partei? Mitnichten!

Andersherum gedacht, würde vielleicht ein Schuh draus:
Nicht die NSDAP war links, sondern die „kommunistischen“ Massenmörder Stalin und Mao waren Rechte.

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“Deutsche Opfer- Fremde Täter”- Anatomie einer Hetzseite

In Deutschland herrscht nach wie vor ein seltsamer Sprachgebrauch in Bezug darauf, wer als „Deutscher“ zu betrachten ist.
Dabei ist die Legaldefinition dessen, wer Deutscher ist und wer nicht eindeutig und klar:
Deutscher ist, wer die deutsche Staatsbürgerschaft hat.
Dabei spielt es keine Rolle welche Hautfarbe der betreffende Deutsche hat oder aus welchem Land er oder seine Eltern ursprünglich kamen.
Als ich bei der Bundeswehr in Idar-Oberstein meine Wehrdienstzeit verbrachte, hatten viele meiner Kameraden eine andere Hautfarbe als ich. Einer von ihnen war beispielsweise Kind philippinisch-stämmiger Mormonen und sah eher asiatisch aus, ein anderer hatte Eltern, die ursprünglich aus Marokko kamen und wir hatten sogar einen, dessen einer Elternteil Mexikaner indianischer Abstammung war.
Überflüssig zu erwähnen, dass es in der Kaserne auch ein paar Schwarze und sogar Rothaarige mit Sommersprossen gab.
Das spielte aber alles keine Rolle, schließlich waren sie alles deutsche Staatsbürger und mussten aus diesem Grund den gleichen Dienst ableisten.

Im Vergleich zu manchen deutschen Medien ist sogar die „gute alte“ Armee regelrecht fortschrittlich.

Nehmen wir einmal an, ein 17-jähriger deutscher Staatsbürger mit türkischen Eltern verprügelt einen 20-jährigen deutschen Staatsbürger ohne türkische Eltern, so dass dieser ins Krankenhaus muss.
Sehr wahrscheinlich liest sich der Vorfall in der Schlagzeile deutscher Zeitungen so: „Türkischstämmiger Jugendlicher schlägt jungen Mann krankenhausreif“.
Die Abstammung wird in Deutschland betont und viele Deutsche sind sich dessen nicht einmal bewusst, sondern tun und denken es reflexhaft.
Wobei der letzte Satz nichts als ein Euphemismus für das ist, was eigentlich dahintersteckt: Struktureller Rassismus, der schon deshalb so schwer zu überwinden ist, weil er derart im deutschen Denken angelegt ist!

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Ein Gegenstandpunkt unter Roten

Marxist Coolface

Mit diesem Artikel stelle ich mich wahrscheinlich der politischen Überzeugung einiger FGZ-Autoren diametral entgegen und ich weiß, dass ich auch den einen oder anderen unserer geschätzten Leser vergrämen könnte.
Trotzdem hoffe ich, dass Ihr alle Eure Freude am Lesen dieser Zeilen und dem was eigentlich zwischen ihnen steht, habt.

Damit die werten Leser nun meinen Standpunkt einordnen können, sollte ich mich an dieser Stelle vielleicht einmal selbst politisch verorten.

Ich bin liberal im angloamerikanischen Sinne, nicht im deutschen Sinne in dem Liberalismus oft als Synonym für Marktradikalität missverstanden wird:

Politisches Viereck

Ich vertrete eine möglichst ausgeprägte Freiheit im persönlichen Bereich, bin aber der Auffassung, dass demokratische Einflussnahme auf wirtschaftliche Prozesse nur mit Hilfe starker und gut ausgestatteter staatlicher Institutionen möglich ist. Der Staat hat für mich auch eine Umverteilungsfunktion von Waren und Ressourcen, wobei sich diese Umverteilung an allgemein akzeptierten ethischen Grundsätzen und nicht an Gesichtspunkten der Markttauglichkeit orientieren darf.

Ich wage zu bezweifeln, dass eine solche Umverteilung immer ohne Druck und auf freiwilliger Basis erfolgen kann.
Aus diesem Grunde glaube ich, dass ein gewisser staatlicher Zwang das Ausleben von persönlicher Freiheit des Einzelnen überhaupt erst möglich macht.
Ich halte es für eine unabdingbare Notwendigkeit, dass Staat und Gesellschaft weiterhin über Machtmittel verfügen, die starke Gruppen und Einzelindividuen daran hindern können, ihre überlegene Position zu Lasten des Schwächeren auszunutzen.

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Das neueste “Bild-Girl”

Zur Klarstellung:

- Der folgende Artikel ist Satire.

- Der Artikel hat auch keinerlei journalistischen Wert oder Informationsgehalt.

- Wenn im folgenden Artikel von Viviane Cismak als „Sau“ gesprochen wird, meint dies nur die sprichwörtliche Bedeutung von der „Sau die durchs Dorf getrieben wird“ und soll keine Herabsetzung ihrer Person darstellen

- Um die Persönlichkeitsrechte der Frau Cismak nicht zu verletzen, wurden alle Bilder verfremdet

- Bei der Verfremdung der Bilder wurde auf künstlerisch freie Gestaltung Wert gelegt. Bezüge zur tatsächlichen Person Viviane Cismak bestehen nicht.

- Bei der Bildgestaltung wurden vielmehr gezielt Bezüge zu den kunstvollen Verfremdungen an Wahlplakaten, die man in Wahlkampfzeiten im Stadtbild des öfteren sieht, genommen

- Assoziationen, die eventuell als unschmeichelhaft empfunden werden, entsprechen nur dem Empfinden des Autors und sagen damit mehr über die kaputte Gedankenwelt des Florian K., als über die Person der Viviane Cismak aus

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Die Hürde des Samtes

BettinaUndWuffi

Jetzt hat er uns an Weihnachten noch so lieb gegrüßt, umgeben von Kinderlein, die ihn andächtig anstarrten und verdienten Mitbürgern mit Migrationshintergund, die immer dann ins Bild gerückt wurden, wenn es zur Rede passte und nun passiert ausgerechnet SOWAS:

Die sonst so autoritätsgläubigen Deutschen proben den (medialen) Aufstand und sogar die Wirte des Landes wollen Präsiwulff nicht mehr so recht die (Fahnen-) Stange halten.

Es ist zwar nicht so, dass der Gürtel des Mannes bei einem offiziellen Anlass gerutscht wäre, aber er muss nun doch aufpassen, dass er von seinen geschätzten Mitbürgern nicht als Bürde des Landes empfunden würde.
Manch einem scheint es gar, er würde des Amtes überdrüssig.

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Qualitativ hochwertiger feministischer Rap aus der BRD

Feministischer Rap.

Nice obwohl schon älter. Gerade wiederentdeckt.

*Triggerfinger verbeißt sich in “Gefällt-mir-Button”*

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Die Zukunft des Systems- was das Orakel sagt

Die Zeit zwischen den Jahren ist eine Zeit der Orakel und Wahrsagungen. Es werden Jahreshoroskope für das nächste Jahr gelesen und manch Einer lässt sich die Zukunft von geschmolzenem Blei vorhersagen.

Ich habe 6 Mal drei Münzen geworfen und dem uralten I Ging folgende Frage gestellt:

„Wie soll es mit dem kapitalistischen System weitergehen?“

Als Antwort erhielt ich

Die Umwälzung

革 gé / Die Umwälzung
Die Umwälzung.
Am eigenen Tag da findest Du Glauben.
Erhabenes Gelingen, fördernd durch Beharrlichkeit.
Die Reue schwindet.

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FKHR- Wir machen Menschen transparent

Wir machen Menschen

Wünschen Sie sich auch mehr Verlässlichkeit in Ihrem persönlichen Umfeld? Wollen Sie Ihren Mitmenschen endlich uneingeschränkt vertrauen können?
Die Florian K. Human Rating Ltd. (kurz FKHR) kann Ihnen helfen, diese Wünsche wahr werden zu lassen. Wie?
Lesen Sie hier eine kurze Information über Geschichte und Hintergrund unseres jungen und engagierten Unternehmens und entscheiden Sie dann selbst, ob Sie einen Schritt in die Zukunft gehen und gemeinsam mit uns in eine bessere und effizientere Welt investieren wollen.

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Nachwuchsmangel bei der Bundeswehr… wen wundert´s?

Tactical Facepalm

So ganz will es mit der Umstellung von Wehrpflicht auf Berufsheer in Deutschland nicht klappen. Trotz aller Werbevideos, die versuchen, die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber darzustellen, sind die Zahlen derer, die sich freiwillig verpflichten doch weit geringer, als sich ein Verteidigungsminister dies wünschen würde.

Denn die Bundeswehr ist mitnichten attraktiv als Arbeitgeber, was unter anderem folgende Gründe hat:

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Rettet das U-Bahn-Saufen!

Plastovy Kanystr

Bei all der Aufregung um den Euro ist tatsächlich die Verteidigung eines der erhaltenswertesten abendländischen Kulturgüter in Vergessenheit geraten, etwas das seit Jahrhunderten Bindeglied und Fixpunkt europäischer Kultur war: Das öffentliche Besäufnis.
Was waren das früher für herrliche Zeiten gewesen, als mir ein Arbeitskollege nach einem Aufenthalt in Tschechien literweise billigen Absinth mitgebracht hat?

Er hatte aus Angst eventuell doch in eine Polizeikontrolle zu geraten, den guten Tropfen in einen Plastikkanister abgefüllt, auf dem, sehr zu unserer Begeisterung, der Schriftzug „Plastovy Kanystr“ (oder so ähnlich- keine Ahnung mehr, wie man das richtig schreibt) mit einem internationalen Symbol, welches vor Brandgefahr warnt, aufgedruckt war.
„Plastovy Kanystr“ (von meinen Freunden ehrfurchtsvoll „El Canistre“ genannt) und ich hatten eine Menge Spaß zusammen. Einmal begleitete er uns auf einer U-Bahnfahrt irgendwo in der U123 zwischen Südbahnhof und JWD.
Zufälligerweise hatten wir auch Gläser, Eiswasser, Absinthlöffel und Zuckerwürfel dabei und so konnten wir unseren Absinth vor den Augen der staunenden Fahrgäste entflammen, genüsslich zuschauen, wie karamellisierter Zucker ins Glas tropfte, das Ganze dann mit Eiswasser aufgießen und trinken.

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Florian K. liest den Koran- Des Projektes zweiter Teil

Dies ist nun der zweite Teil meines Koranprojektes, von dem wohl einige gedacht haben, ich würde es nicht mehr weiterführen. Wie immer ist ABSOLUTE VORAUSSETZUNG zum Verständnis, die Einleitung zum Projekt gelesen zu haben. Zum Gewinn von Fleißpunkten empfehle ich außerdem das Lesen des ersten Projektteils. Ich muss gestehen, ich habe lange gebraucht um mich [...]

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Genderneutrale Hymnen für Europa!

Alle meine Deutschen

Ich muss zugeben: Eigentlich sind mir Nationalhymnen scheißegal. Diese, meist musikalisch nicht einmal besonders herausragenden, Machwerke schmalztriefenden Pathos führen bei mir normalerweise nicht dazu, dass sich auch nur ein Sackhaar regt.
Von mir aus könnte die deutsche Nationalhymne auch der berühmte Kinderlied-Klassiker „Alle meine Entchen“ oder das legendäre „Hubba Hubba Zoot Zoot“ der Band Caramba sein. An den Lebensverhältnissen in Deutschland würde sich damit absolut gar nichts ändern.

Beide Lieder hätten gegenüber der gegenwärtigen Hymne allerdings gewaltige Vorteile:

Im Falle von „Alle meine Entchen“ könnte wahrscheinlich nicht einmal Sarah Connor den Text vergessen. Falls irgendwem da der Bezug zu Deutschland fehlt, könnte man doch einfach das Wort „Entchen“ durch „Deutsche“ ersetzen.
Das würde unseren armen Fußballern auch die Schmach verkürzen, so tun zu müssen, als würden sie die Hymne mitsingen und verkrampft künstlich ihre Lippen dazu zu bewegen.

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Argument invalid

Der Herr A. verpasste seiner Frau einen heftigen Faustschlag ins Gesicht, da das Abendessen nicht pünktlich auf dem Tisch stand.
Die Frau ließ sich das nicht gefallen, reichte die Scheidung ein und erstattete außerdem Anzeige wegen Körperverletzung.
Vor Gericht erklärte der Herr A., man könne ihm doch eigentlich keinen Vorwurf machen. In den Medien habe er von einem Fall erfahren, in dem ein Mann seine Ehefrau mit dem Schnitzelklopfer erschlagen habe, bloß wie diese ihn beim Fußballgucken störte.
Im Vergleich dazu, sei sein Faustschlag doch nun wirklich harmlos gewesen.

Was ist von diesem Argument zu halten?
Könnte man es tatsächlich als mildernden Umstand für das Verhalten des A. werten, dass es Andere gibt, die noch viel schlimmer sind?
Ich glaube, dass sich kein vernünftiger Mensch von einem solchen Scheinargument überzeugen lassen sollte.

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Beten verboten

Keiner der uns je geseh´n hat, hätte das geglaubt/ Beten ist bei uns nicht erlaubt

Ich erinnere mich noch mit Freude an eine Anekdote aus meiner Wehrdienstzeit:
Ein Kamerad aus meiner Batterie (ich war bei der Artillerie) war trotz deutschem familiären Hintergrund Buddhist und folgte einer tibetanisch-lamaistischen Ausrichtung des Buddhismus. Er hatte auf seiner Stube mit Zustimmung seiner Stubenkameraden auf dem Stubenspind einen kleinen Schrein errichtet, auf dem er gelegentlich Reis, Räucherstäbchen und kleine Schnäpse als Opfer darbrachte.
Sein vorgesetzter Unteroffizier bekam beim Stubendurchgang fast einen Herzinfarkt und brüllte ihn an, das Teil müsse sofort verschwinden. Der Kamerad ließ sich dies aber nicht gefallen und beschwerte sich beim Batteriechef, auch unter der Ankündigung die Sache gegebenenfalls bis zum Truppendienstgericht und zum Wehrbeauftragten weiterzutragen.

Das Ende vom Lied:
Der Kamerad hatte sich zwar bei seinen Vorgesetzten nicht gerade beliebter gemacht, aber der Unteroffizier bekam die unmissverständliche Anordnung die freie Religionsausübung des Rekruten nicht mehr zu behindern.
Für mich war dieses Erlebnis prägend, denn es zeigte mir, was eine freiheitlich demokratische Grundordnung, die es sich zu verteidigen lohnt, ist.

Scheinbar leben wir heute in einer anderen Bundesrepublik.

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Papst Benedikt und Pierre Vogel im Vergleich

Pierre Vogel und Papst Benedikt im direkten Vergleich? Wie das wohl ausgeht? Einfach “weiterlesen” klicken…

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“Kampf gegen Kinderschänder” als Propagandamittel rechter Bauernfänger

SimpsonsLynchmob

Im Gegensatz zu den Diskussionen in der 68er-Zeit ist man sich heute in Gesellschaft und Wissenschaft weitestgehend einig darin, dass eine sexuelle Beziehung zwischen einem Kind und einem Erwachsenen schädliche Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung hat.

Die Forderung nach einer Entkriminalisierung des Sexualkontaktes mit Kindern wird heute von keiner Partei mehr gestellt, während die Grünen in ihren Anfängen eine solche Forderung durchaus vertraten.

Auch ich denke, dass die Forderung nach „freier Liebe“ zwischen Erwachsenen und Kindern ein Irrweg war, von dem man glücklicherweise abgekommen ist, da in solchen Beziehungen immer die Gefahr der Ausbeutung des Kindes gegeben ist und eine gleichberechtigte Beziehung praktisch unmöglich erscheint.

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Türkei in die EU! Sofort!

i-love-turkey

In manchen Zeiten gilt es, wenn man einen schleichenden Niedergang aufhalten will, etwas wagemutiges und scheinbar Tollkühnes zu unternehmen, etwas das so episch ist, dass von dieser Sekunde an die Karten neu gemischt werden. Eine solche Handlung macht vor allem dann Sinn, wenn man gerade ein denkbar schlechtes Blatt auf der Hand hat und jedes andere Blatt, welches man auf der Hand haben könnte, eine Verbesserung der Situation darstellen würde.
Die EU befindet sich zur Zeit in einer Krise, die systemisch werden könnte, wenn sie es nicht schon ist.
Die Zeit für eine große Geste, die eine große Veränderung bewirken kann, erscheint reif.
Doch was für eine Veränderung könnte die Karten in der EU neu mischen? Gewiss eine Veränderung des Wirtschafts-, Währungs- und Bankensystems könnte die Lösung sein. Nur dies braucht gute Ideen und vielleicht mehr Zeit als wir, die Bürger dieses Europa, haben.

Szenenwechsel.

Meine Verlobte und ich befanden uns in einem Überlandbus, irgendwo zwischen Bandırma und Çanakkale.

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Draußen campieren gut. Drinnen protestieren besser.

Bei aller gesellschaftlichen und politischen Notwendigkeit der Bewegung hat Occupy eine erhebliche Schwäche:
Die Bewegung campiert vor (!) den Hochhäusern der Banken. Dieses „Davor-Campieren“ beschreibt für meine Begriffe die allgemeine Lage gesellschaftlichen Protestes in diesem Land und vielen anderen Industrieländern. Draußen ist der Protest, drinnen funktionieren alle.
Kursfeuerwerk

Auch unsere Mainstreammedien stellten bereits mit einer Mischung aus Be- und Verwunderung fest, dass sich durchaus auch einige der Angestellten der Großbanken solidarisch gezeigt haben und teilweise sogar den Demonstranten die Reste ihres Caterings vom letzten Meeting überlassen haben sollen.
Die Rundschau präsentierte mit einem gewissen Stolz Businessleute, die nach Feierabend ins Camp gekommen sind und zumindest kurzzeitig an den Protesten teilgenommen haben.
Doch was nützt es, wenn ein Bankangestellter nach Feierabend protestiert? Und die Reste des Caterings helfen der Occupy-Bewegung vielleicht beim Durchhalten, aber nicht zu einem Erfolg, für den es mehr bräuchte, als gute Hoffnung und Sitzfleisch.

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Nazis unter weißer Maske

NeonazisVolkstod
Bildausschnitt aus einem Youtube-Video: Neonazis demonstrieren in Masken, Leute stehen daneben und winken

Das Markenzeichen der Anonymous-Bewegung ist die Guy-Fawkes-Maske , die man in letzter Zeit immer häufiger bei Flashmobs, Protesten und Demonstrationen sieht.
Das Konzept des gemeinsamen maskierten Auftretens hat nun allerdings auch innerhalb der rechten Szene, insbesondere unter den sogenannten „Autonomen Nationalisten“ Anklang gefunden, hier allerdings nicht in Form des grinsenden Gesichtes eines Guy Fawkes, sondern unter einer schlichten, gespenstisch wirkenden „Neutralmaske“.

Besonders die im norddeutschen und nordöstlichen Raum aktive Neonazi-Gruppe „Spreelichter“ ist oft und gerne unter der Maske aktiv.
Die „Spreelichter“ sind aber nur Teil eines Netzwerkes, der sogenannten „Unsterblich“-Bewegung, welche weitreichende Verflechtungen in das gesamte Bundesgebiet und auch bis nach Österreich aufweist.
Deren Schlachtruf lautet „werdet unsterblich“ und ihr Ziel ist es, den „deutschen Volkstod“, den sie als verursacht durch die parlamentarische Demokratie betrachten, aufzuhalten. Hierzu bedienen sie sich verstärkt moderner Protestformen wie Flash-Mobs und viraler Verbreitung ihrer Ideen auch im Internet.

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Zum Glück haben wir eine bürgerlich-konservative Regierung!

Ich muss es hier einmal betonen, ja geradezu laut herausschreien: Zum Glück haben wir eine bürgerlich-konservative Regierung!

Manche von Euch werden sich jetzt vielleicht fragen, ob Euer werter Freund Florian K. nun vollends den Verstand verloren hat und ich gebe zu, dass man von mir unter normalen Umständen einen solchen Satz niemals hören würde.
Doch zur Zeit haben wir eben keine „normalen Umstände“, sondern eine handfeste Wirtschaftskrise.
Und in solchen Zeiten wächst natürlich der Unmut über die herrschende Regierung und die herrschenden Verhältnisse und es kommt zu Demonstrationen, Gründung von Protestbewegungen und allgegenwärtigem Aktionismus.

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Florian K. liest den Koran- Teil 1 des Projektes

Zunächst muss ich den Leser hiermit bitten, die Einleitung zu diesem Projekt zu lesen. Anderenfalls sind eine Einordnung und ein Verstehen der von mir verfassten Betrachtungen nur schwer möglich. Als Nächstes möchte ich (ich weiß, das ist viel verlangt) den Leser auch noch bitten, die Suren 1 und 2 aus der vorliegenden Koranübersetzung zu lesen. [...]

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“Straßenabitur”- Leistungskurs Verschwörungstheorie

Annuit Coeptis

Wer einmal in letzter Zeit mit Leuten gechilled hat, die mehr “streetwise” als “schoolwise” sind, die zwar ihre Realschule mit Ach und Krach geschafft haben, aber dafür das „Staßenabitur“ mit einer glänzenden Eins bestanden haben, dem fällt folgendes auf:

Diese Jungs und Mädels entwickeln eine ungeheure Affinität zu Verschwörungstheorien bis zu dem Punkt, dass sie ihr „Wissen“ über die „Weltverschwörung“ ernsthaft für Bildung halten.

Ich mache mir in Diskussionen mit diesen Leuten gerne einmal den Spaß, mich diesen Theorien parodistisch-analytisch zu widmen und bin inzwischen so weit darin fortgeschritten, dass es mir nun möglich ist, diese unter Verwendung einfacher Schemata in quasi beliebiger Varianz zu reproduzieren.

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Mein Koran-Projekt (Florian K. liest den Koran)- Einleitung einer Serie

Vor einiger Zeit diskutierte ich mit einem Bekannten über Thilo Sarrazin und brachte dabei zum Ausdruck, dass ich Sarrazin nicht sonderlich schätze.
Mein Bekannter, der eine deutlich positivere Meinung über Sarrazin hatte, konterte mit der Frage, ob ich denn sein Buch gelesen habe. Dies musste ich verneinen. Ich entgegnete, dass ich meine Äußerung auf die Person Sarrazins und nicht auf dessen Buch bezogen habe und mir meine Meinung aufgrund seiner zahlreichen Fernsehauftritte und Zeitungsinterviews gebildet habe.

Diese Antwort befriedigte meinen Bekannten. Mich aber brachte die Sache zum Nachdenken:
Wie viele Deutsche haben „Deutschland schafft sich ab“ gelesen?
Und wie viele Deutsche haben eigentlich schon einmal den Koran gelesen?
Bestimmt weniger als den Sarrazin.

Doch würde es dem Verständnis der Deutschen für ihre muslimischen Mitbürger nicht unheimlich gut tun, zu wissen wovon sie sprechen, wenn es um den Islam geht?
Müssen wir uns unsere Meinung über den Islam von unserer Medienlandschaft und den allgegenwärtigen und unvermeidlichen „Islamexperten“ vorgeben lassen?

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Wider das „geistige Eigentum“- Für die Abschaffung des Urheberrechtes an künstlerischen Werken

Eigentum ist die Zuordnung einer Sache zu einer Person, die dieser Person einen sehr umfassenden Anspruch an dieser Sache einräumt.
Dieses Eigentumsrecht besitzt in unserer Gesellschaft eine wichtige Funktion, den sozialen Frieden in der Frage herzustellen, wer über eine Sache das Verfügungsrecht hat. Dies ist durchaus notwendig, da viele Dinge in ihrer Nutzung exklusiv sind und gleichzeitig nur von einer oder einer begrenzten Anzahl von Personen genutzt werden können.
Wenn ich einen Apfel gegessen habe, so kann ihn kein anderer mehr Essen. Wenn ein Auto von Frankfurt nach München fährt, kann das selbe Auto nicht gleichzeitig nach Berlin fahren.
Es ist daher für eine Gesellschaft notwendig auszuhandeln, wer über das jeweilige Gut bestimmen darf und hierzu verbindliche Absprachen zu treffen.

Völlig anders verhält sich die Sache beim sogenannten “geistigen Eigentum”. Wenn ich ein Lied singe, so verliert dieses Lied nicht dadurch an Qualität für mich, dass es gleichzeitig ein Anderer singt.
Wenn ich eine gute Idee habe, so wird diese Idee nicht dadurch kleiner, dass ein Anderer diese Idee ebenfalls hat.
Man wird also eingestehen müssen, dass das Urheberrecht sich im Wesen sehr grundlegend von dem Eigentumsrecht an einer Sache unterscheidet. Eine Idee oder ein Lied kann niemand im eigentlichen Sinne besitzen, vielmehr geht es um das gesetzlich verbriefte Recht, als einziger Kapital aus einer Idee schlagen zu können.
Und es geht auch darum, alle Nutzungsmöglichkeiten zu unterbinden, an denen der Rechteinhaber keine Gewinne erwirtschaftet. Oft ist hierbei der Schöpfer des Werkes gar nicht selbst der Inhaber, da er sein Urheberrecht oft vertraglich bereits vor Schaffung des Werkes abtreten musste.
Das Urheberrecht stärkt die Rechtsposition seines Inhabers gegenüber einer undefinierten Zahl anderer potentieller Nutzer der Idee. Die Rechte der Letzteren hingegen, werden gegenüber dem Rechteinhaber eingeschränkt.
Um aber das Recht von Vielen im Sinne eines Einzelnen zu beschränken, braucht es schon gute Gründe.

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Wie man Schwarzgurtträger bezwingt- Eine Allegorie

Vor dem, der einen schwarzen Gürtel vor sich her tragen kann, hat manch einer, der im Allgemeinen wenig und im Besonderen noch nie gegen einen Schwarzgurtträger gekämpft hat, gewaltigen Respekt. Schließlich hat der Schwarzgutträger, so meint man, jahrelang die Kunst des Kämpfens studiert und müsse auf diesem Gebiet nun jedem Anfänger überlegen sein. Und tatsächlich [...]

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Rettet den FUCKING EURO!- Eine geifertriefende Hasstirade

SuperFuuuu

Wisst Ihr was? Ich bin ein Freund des EURO! Und warum? Weil mir der dummdeutsche D-Mark-Patriotismus schon als Kleinstkind so übelst auf den Sack gegangen ist!
Mein Gott! Wie war ich froh, als das Scheißding endlich weg war! Und wie sehr habe ich mich über Euer dämliches Gejammer alles sei ja „so viel teurer geworden“ lustig gemacht! Und wie habe ich gelacht über die Kleingeister, die noch 2005 am Dönerladen rumgejammert haben, der Döner für 3,50 EUR sei zu teuer, denn immerhin seien das ja ganze 7 Mark!
Könnt Ihr nicht rechnen Ihr gottverdammten Spacken?! 3,50 EUR sind 6,85 Mark, also labert mir nie wieder was von bildungsfernen Schichten!

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Gedanken zu 9/11

Über den 11. September 2001 wurde so viel geschrieben wie über kaum ein anderes Ereignis der jüngeren Geschichte. Dies bringt es natürlich mit sich, dass auch viel Schwachsinn geschrieben wurde und jeder Verschwörungstheoretiker, Ufologe oder Sektierer sich berufen fühlte, auch seinen Senf dazu abzugeben.
Die meisten dieser Verschwörungstheorien kann man genauso wie die übrigen Werke ihrer Verfasser getrost in die Tonne treten.

Trotzdem ist und bleibt der 11. September 2001 nicht unumstritten und es regen sich immer wieder Zweifel in einem solchen Maße an der offiziellen Version, dass diese nicht einfach gänzlich unbesehen abgetan werden können. Und eine gewisse kritische Haltung zu offiziellen Versionen im Allgemeinen sollte zum geistigen Rüstzeug jedes aufgeklärten und demokratisch gesinnten Bürgers gehören.

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Gedanken zu den Krawallen in UK

Ein paar Blicke auf die Facebook-Präsenzen meiner Freunde und Freundesfreunde zeigte mal wieder, wie einfach es ist, sich von der Ferne aus zu solidarisieren und so konnte ich immer wieder offene oder klammheimliche Freude über die Ausschreitungen in London, die inzwischen auf weitere Teile Großbritanniens übergegriffen haben, lesen. „Endlich bewegt sich was“ oder „endlich geht [...]

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Ich bin´s wieder! Euer Facebook

Liebe Freunde: Hier bin ich wieder, Euer freundliches Social-Network, besser bekannt als Facebook. Zunächst einmal möchte ich mich für Euer aller Vertrauen bedanken und vor allem dafür, dass Ihr mir so fleißig Eure Telefonnummern gegeben habt. Das gefällt mir! Ist es nicht praktisch, dass ihr dank Übermittlung Eurer Telefondaten nun immer die Möglichkeit habt, überall [...]

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Von den Problemen mancher „hierarchiefreier“ Communities

Insbesondere in der linken Szene stellen viele Initiativen und Gruppen an sich selbst den Anspruch hierarchiefrei oder gar herrschaftsfrei zu sein. Dieses Ansinnen ist durchaus respektabel und bestimmt würden die meisten Menschen eine Welt, in der es weder Herrschaft noch Hierarchien gibt sehr begrüßen. Ich jedenfalls würde es. Doch gut gemeint ist nicht immer gut [...]

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Weltverbesserung: Wie es NICHT geht

weltverbesserung

Wie Ihr wisst ist Euer lieber Freund Florian K. ein Fan der politischen Streitkultur und diskutiert deshalb täglich an vorderster Front darüber, wie man diese Welt besser machen könnte.

Hierbei wurden mir allerlei Modelle zur sofortigen und nachhaltigen Verbesserung der Welt vorgeschlagen, deren Umsetzung ich allerdings für problematisch halte, auch wenn ihre Verfechter Stein und Bein auf diese schwören.

Ein paar der besonders untauglichen Weltverbesserungsmodelle möchte ich hier einmal vorstellen:

Das Wir-schlagen-alles-kaputt-Modell

Auch wenn wir ziemlich satt und gelangweilt sind, so packt uns doch der Weltschmerz. Wo ist denn noch das Wahre, Schöne und Gute in dieser verdorbenen Welt? Dass es Ungerechtigkeit gibt, sieht man ja überall. Die verdammten Bonzen haben so viel und wir haben weniger. Das ärgert uns. Und dann erst die armen afrikanischen Kinder! Zeit wird es, dass diese verdammte Welt endlich unseren Zorn zu schmecken bekommt! Wir machen nicht mehr mit bei diesem Scheißsystem! Staat, Kapital, Arbeit , Scheiße! Schaf doof! Blume doof! Geld doof! Kein Geld haben auch doof! Am besten einfach ein paar Autos anzünden oder so. Davon geht es zwar weder uns, noch den Kindern in Afrika besser, aber die doofen Bonzen fühlen sich endlich auch einmal Scheiße.

Das Guru-Modell

Das Guru-Modell fußt auf der Erkenntnis, dass der Guru XYZ unfehlbar ist. Unsere Suche ist zu Ende, da der Guru bereits die Lösungen für alle

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Big Vermieter is watching you

Videoüberwachung

Hin und wieder kann man in unserer kleinen Großstadt Frankfurt Orte finden, deren Existenz man bis dahin nicht einmal für möglich gehalten hätte. So ging es meiner Freundin und mir, als wir an diesem Mittwoch an einer Wohnungsbesichtigung in einem markanten Haus teilnahmen, welches an einer Straße liegt, die nach einer verdienten Frankfurter Bankiersfamilie benannt wurde.

Das Haus war optisch alles andere als ein Juwel und stach durch seine ausgeprägte Hässlichkeit aus der Masse der umliegenden netten Altbauten hervor, 15-stöckig, zwei miteinander verbundene Hochhäuser in ehemals Giftgrün, welches sich mit der Zeit durch Schmutzanhaftung in BW-Flecktarn verwandelt hatte.

Auf den Balkonen fanden sich Deutschlandfahnen (obwohl doch gerade keine WM ist), teilweise sogar gepflegte Blumen und mir fiel das merkwürdige Fehlen der, sonst an Hochhäusern wie diesem allgegenwärtigen, Sat-Schüsseln auf.
Angesichts der Fassade hätte man trotzdem damit gerechnet, dass es sich bei den Bewohnern eher um Angehörige sozial benachteiligter Gruppen handelte.
Umso mehr überraschte uns das, was wir in dem Haus vorfanden.

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Wider den “Zeitgeist”

Irgendwann habe ich einmal auf Youtube die Filme „Zeitgeist“ und „Zeitgeist: Addendum“ gesehen. Ich fand sie damals nicht besonders gut gemacht und steckte sie in eine geistige Schublade mit Chemtrail-Hypothesen oder der Idee, das britische Königshaus sei unterwandert von einer reptiloiden Alienspezies.

In den letzten Wochen wurde ich allerdings so oft in Gesprächen mit „Zeitgeist“ und dem sogenannten „Zeitgeist-Movement konfrontiert, dass ich beschlossen habe, mich eingehender mit der Thematik zu beschäftigen, zumal das Thema in den klassischen Leitmedien kaum präsent ist, ganz offensichtlich aber zumindest im Netz eine große Fangemeinde finden konnte.
Die neueste Produktion „Zeitgeist: Moving Forward“ brachte es zum heutigen Datum bereits auf 7.434.352 Klicks.
The Zeitgeist Movement“ gefällt auf Facebook immerhin 316.918 Personen.

Zeitgeist_Movement_globe

Ein paar betrunkene Jugendliche mit denen ich neulich auf einem Spielplatz unterhielt, waren sogar der Überzeugung „Zeitgeist“ zeige die Lösung für alle politischen und wirtschaftlichen Probleme auf und die Begriffe „links“ und „rechts“, sowie die Politik selbst, wären dank der Erkenntnisse von „Zeitgeist“ bald völlig obsolet.
Naja… sie waren jung und betrunken, trotzdem interessierte es mich und ich begann zu recherchieren.

Was also ist „Zeitgeist“?

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Willkommen bei Facebook

Hallo lieber neuer Freund,

Ich bin es: Dein Facebook.

Ich freue mich riesig, dass wir jetzt Freunde sind und Du, meine Werbepartner und ich werden ab jetzt gemeinsam eine Menge Spaß haben.
Zunächst einmal danke ich Dir, dass Du so ehrlich warst, hier Deinen vollständigen Namen und ein biometrisches Foto von Dir hochzustellen. Das gefällt mir.
Schließlich wollen alle Deine neuen Freunde ja wissen mit wem sie es da zu tun haben.

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Change! Yes we try our very best

Ja, ja… die Wahlen vom Wochenende…
So richtig zufrieden bin ich mit den Ergebnissen nicht. Und offenkundig bin ich da nicht der Einzige.
Zwischen den beiden FGZ-Autoren gaukler und Bert Bresgen führte das Thema zu einer Diskussion, die auch ich einmal von einem grundsätzlichen Standpunkt betrachten möchte.

In seinem Artikel „Wenn Wutbürger wählen“ stellte gaukler folgende These auf:
Über die gesellschaftliche Bedeutung von Wahlen in westlichen Demokratien kann man Zweifel hegen, spätestens seit im Führungsland des Parlamentarismus USA das graswurzelgeförderte “Yes, we can” des Kandidaten Barack Obama zum “but I can´t” des Präsidenten wurde.
Ich glaube, dass dieser Satz gut geeignet ist, ein verbreitetes Missverständnis über parlamentarische Demokratie zu verdeutlichen.

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Erkennen, verstehen und bekämpfen: Die Neuen Konservativen

Hierbei handelt es sich mehr um eine Aufzählung bestimmter Merkmale der Neuen Konservativen, als um einen Artikel im eigentlichen Sinne. Diese Merkmale entstammen nicht einer wissenschaftlichen Definition, sondern dem Empfinden und der Beobachtung des Autors, der die sich entwickelnde neukonservative Bewegung schon seit längerem misstrauisch beobachtet.
Ich halte es für notwendig, diese Konzepte zu beschreiben und zu charakterisieren um sie in der öffentlichen Diskussion erkennen und benennen zu können, sowie wirkungsvolle Gegenstrategien entwickeln zu können.

Folgende Merkmale zeichnen neukonservative Positionen insbesondere aus:

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Kackbraune Heimaterde- Ein Streifzug bei PI-News und “Die Freiheit”

Ein Abend surfen auf den Seiten der Neuen Konservativen, der angeblich Freiheitlichen, schließlich muss man ja wissen, was der politische Gegner so denkt.

Ja… Ich gebe es zu… vorurteilsfrei ging ich an die Sache nicht heran… aber das was ich sah, war dann sogar noch um Klassen dümmer und gefährlicher als alles was ich erwartet hätte.

Aus diesem Grund werde ich hier die von mir gemachten Sprünge beim Surfen noch einmal nachvollziehen, Zitate und Personalien in Zusammenhang stellen und, wenn nötig kommentieren.

Ich begann standesgemäß auf der Seite von PI-News, einem Netzwerk mit starken Sympathien für Thilo Sarrazin und Geert Wilders, welches schon öfter für seinen Antiislamismus und latenten Rassismus in der Kritik stand.

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Der Kleingartentorschlüssel verantwortliche

Gartenzwergpolizei

Die folgende Geschichte ist keine Parodie. Ich verbürge mich hiermit für ihren Wahrheitsgehalt, auch wenn sie sich vielleicht unglaublich anhört:

Ich habe einen Freund in Karlsruhe, den ich regelmäßig besuchen fahre. Einmal im Jahr veranstaltet er zusammen mit einem Kumpel ein schönes Sommerfest mit etwa 100 Gästen. Da mein Freund Perfektionist ist, treibt er dabei regelmäßig einen immensen Aufwand, mietet Bierbänke, Zelte und eine große Musikanlage.

Das Fest findet auf einer Wiese neben einer Kleingartenanlage statt, auf der der Kumpel meines Freundes eine Gartenparzelle gemietet hat. Von dort holt er mittels Verlängerungskabel den Strom für die Feier.
Der Pächter der Wiese hat nichts dagegen, dass auf seiner Wiese gefeiert wird, sofern am nächsten Tag der Müll weggeräumt wird.

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Schützt den Linkskonservativen

Bestimmt werde ich ihn in Zukunft in meinen Texten verlachen, schmähen und manchmal auch beschimpfen und doch möchte ich hiermit sagen:
Es ist alles nicht so bös gemeint!

Eigentlich mag ich ihn ja doch, den Linkskonservativen.

Der typische Linkskonservative hat einen überdurchschnittlichen Bildungsgrad und liest Tageszeitungen aus Pflichtgefühl. Am besten mehrere davon und wenn er sie nicht liest, so kauft er sie wenigstens, denn er würde es schrecklich bedauern, wenn die guten alten Printmedien durch das oberflächliche Internet ins Abseits gerieten.

So etwas wäre ihm schließlich zu viel Veränderung und der Linkskonservative hat erkannt, dass Veränderung etwas grundsätzlich Negatives ist.
Denn jede gesellschaftliche Veränderung kennt nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer.

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Zwei Diktaturen?

Am letzten Samstag feierten in Berlin etwa 100 ehemalige Offiziere der Nationalen Volksarmee (NVA) im Tierpark Friedrichsfelde den 55. Jahrestag der NVA-Gründung, ganz stilecht mit ihren alten Uniformen und Orden.

Verständlich, dass dies für einige Missstimmungen sorgte. Der „Tagesspiegel“ beschrieb das Ereignis als „Aufmarsch einer Geistertruppe“.
Die Leitungen von Zoo und Tierpark, die angaben, von der Veranstaltung, die dort in einer privat betriebenen Cafeteria stattfand, nichts gewusst zu haben waren empört und kündigten Abmahnungen an.
Quer durch die Reihen der politischen Parteien, kritisierte man die Veranstaltung und auch die Linke, der manche unkritisches Umgehen mit der DDR vorwerfen, distanzierte sich entschieden.

So weit, so verständlich. Eine Feier dieser ewiggestrigen Betonköpfe von NVA-Offizieren wollte ich auch nicht in meinem Garten haben.

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Wir kapitulieren nicht mehr! Stoppt den politischen Katholizismus!

Henryk M. Broder hat gewonnen und ich bin endgueltig überzeugt: Eine allzu freizügige Auslegung der Religionsfreiheit stellt eine Gefahr für die Demokratie und den gesamten Wertekanon unserer Gesellschaft dar.
In diesem Sinne stimme ich nun in die “Kritik der reinen Toleranz” mit ein und rufe voll festester und unerschütterlichster Überzeugung “Hurra wir kapitulieren nicht mehr!”.

Ab jetzt ist Schluss mit dem Appeasement gegenüber religiös motivierten Radikalen, die Frauen unterdrücken, mittelalterliche Zustände herbeiwünschen und einen antidemokratischen Führerkult betreiben! Keine falsche Toleranz mehr für jene, die antisemitische Tendenzen fördern oder nicht bereit sind, sich von diesen entschieden genug abzugrenzen.
Vorsintflutliche Rituale haben in unserer Gesellschaft nichts verloren!
Demokratie muss wehrhaft sein!

Und die wohl größte existenzielle Bedrohung für die Demokratie ist nichts anderes, als der politische Katholizismus.
In Anlehnung an eine andere kreative Wortschöpfung unserer Medienlandschaft möchte ich diesen fortan nur noch „Katholismus“ nennen. In Bezug auf andere Religionen werden solche verkürzenden Wortschöpfungen ja auch gebraucht.
Und es trifft den Kern der Sache:
Denn schließlich habe ich absolut nichts gegen den einzelnen fortschrittlichen und friedlichen Katholiken, doch ich denke,

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Kristina Schröder- Symptomatisch für eine Generation?

schröder
Frau Schröder ist sich ihres Erfolges und ihrer Position durchaus bewusst. Ihr ganzes Auftreten strahlt eine Mischung aus Selbstbewusstsein und Lebensfreude aus und dies lässt sie sich weder von ihren politischen Gegnern, noch einer grantelnden Altfeministin nehmen.

Bestimmt wäre Frau Schröder bei einem Treffen zu Kaffee und Kuchen oder auch einem Brunch mit Grüntee und Sushi eine recht angenehme Gesellschaft.
In ihrer Familienpolitik ist sie, für eine CDU-Politikerin, äußerst modern und liberal.
Außerdem erweckt sie den Eindruck, als sei sie bereit, auf jeden zuzugehen.
Schließlich gehörte sie schon der sogenannten „Pizza-Connection“ an, im Rahmen derer erste Grundlagen für eine Schwarz-Grüne Zusammenarbeit gelegt wurden.
Auch mit dem Computer Chaos Club und der Piratenpartei zeigt sie sich durchaus gesprächsbereit.
Man könnte sie beinahe schon als „erfrischend unideologisch“ bezeichnen, wären da nicht ihre reaktionären

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Bund der Steuerzahler e.V.- Lobbyismus der Pfennigfuchser

Steuerzahler sind wir so ziemlich alle. Selbst wer kein eigenes Einkommen hat, wird auf jeder seiner Einkaufsquittungen die Mehrwertsteuer finden.
Und natürlich sieht niemand von uns es gerne, wenn dieses Geld unsinnig verschwendet wird.
Schließlich musste man für dieses Geld hart arbeiten, betteln, sich prostituieren, stehlen, dealen oder was auch immer.

Deshalb hat der Bund der Steuerzahler e.V. es sich zur Aufgabe gemacht, darauf zu achten, dass mit unseren Steuergeldern sorgsam umgegangen wird.
Das behauptet der Bund der Steuerzahler zumindest und genießt mit dieser Behauptung einen respektierten Status in der öffentlichen Meinung.

Das jährlich erscheinende „Schwarzbuch“ findet regelmäßig überwältigendes Echo in der öffentlichen Diskussion und die vom Bund der Steuerzahler betriebene Schuldenuhr erinnert uns medienwirksam an die steigende Pro-Kopf-Verschuldung.

Der selbstgewählte Anspruch des Bundes der Steuerzahler ist, eine Vertretung aller Steuerzahler in Deutschland zu sein.
Doch ist er das wirklich? Fühle ich als Steuerzahler mich von dieser Organisation wirklich vertreten?

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Schuluniformen? Nein danke!

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Schuluniformen: Ein Fetisch für pädophile Konservative

Jeder Konservative Vordenker, der etwas auf sich hält, musste seine Mitmenschen schon einmal mit der Forderung nach Einführung der Schuluniform „beglücken“.
In Deutschland scheiterte diese aber bisher glücklicherweise am gesunden Menschenverstand der Eltern, Lehrer und Politiker.
Trotzdem schwelt die Debatte weiterhin und wird bestimmt in absehbarer Zeit wieder für die eine oder andere Schlagzeile sorgen.
Die vorgetragenen Argumente wiederholen sich. Grund genug, die klassischen Argumente der Befürworter hier einmal auf den kritischen Prüfstand zu stellen.

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Der Spiegel mal wieder

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Ich kann es einfach nicht lassen. Selbst am Heiligabend muss ich noch diskutieren. Diesmal waren meine armen Eltern die Opfer.

Doch wenn ich Sätze höre, wie „der Spiegel berichtet doch sehr neutral und differenziert über den Islam“ kann ich es einfach nicht lassen.
Leider gehören meine Eltern zur, nicht gerade kleinen Gemeinde von Gläubigen, die die Ergüsse dieses Hetzmagazins für bare Münze nehmen.

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Ein Streifzug durch die Ruinen des sagenhaften Utopia

Vor ein paar Jahren war „Second“ Life der Medienhype schlechthin, auch wenn ich bis heute niemanden persönlich kenne, der es einmal ausprobiert hat. Danach wurde es allerorten totgesagt, wobei sich immer wieder Fans zu Wort meldeten, die sich vehement gegen die Behauptung wehrten, „Second Life“ sei zur virtuellen Geisterstadt verkommen.

Als ich mich neulich wieder auf meinem Kreuzzug gegen die Ordnung und die scheinbar heile Welt (Zitat von den Hosen) durch die Weiten des Internets bewegte, beschloss ich, den Ruinen von „Second Life“ einmal einen Besuch abzustatten.

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Ein Weihnachtsgeschenk von Florian K.

Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe. Und auch Euer Freund Florian K. hat seine Nächsten ganz doll lieb. Darum hat er für alle Leser der FGZ als kleines Geschenk die schönsten Endlosschleifen des Internets zusammengetragen.

Diese führen eindrucksvoll vor Augen, dass Kunst keinen Inhalt und Humor keine Pointe braucht.

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Porno mit 16 und Hundefleisch für alle- Demokratie zum Mitmachen

- Aus verschiedenen Gründen erscheint der Artikel hier zur Zeit nicht. Zu gegebener Zeit wird er wieder eingestellt. Ich bitte um Verständnis. Euer Florian K.-

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Über Denkmäler für Arschlöcher und den Unsinn politischer Morde

Wer würde einem Mann, der öffentlich angesichts der im Rahmen der Schoah ermordeten Juden, Witze über “kopulierende gelbe Sterne in der Gaskammer” machte, ein Denkmal errichten?

Wer würde heute noch eine Straße oder eine große Festhalle nach einem strammen Nazi, der schon wenige Monate nach Hitlers Machtergreifung der SS beitrat, benennen?

Wohl niemand, der auch nur eine Spur von Geschichtsbewusstsein oder gutem Geschmack in sich trägt!
Trotzdem ist beides Realität.

Der geschmacklose Witz über die ermordeten Juden, stammt von dem niederländischen Filmkünstler Theo van Gogh, der im Jahre 2004 seinerseits vom muslimischen Extremisten Mohammed Bouyeri ermordet wurde.
2007 wurde ihm ein Denkmal in Amsterdam errichtet.

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Wie funktioniert Geld? Und wer ist das grüne Alien?

Nach langer Überlegung habe ich beschlossen, die folgenden Videos zum Thema “Wie funktioniert Geld?” hier zu verlinken und zur Diskussion zu stellen, auch um zu zeigen, wie antisemitische Positionen beim Internetpublikum schleichend salonfähig werden.

Ich selbst habe die Videos mehrmals gesehen. Am Anfang habe ich gelacht, später blieb mir das Lachen jedoch im Halse stecken.
Richtig übel fand ich allerdings, dass ich das Video mit mehreren eigentlich politisch links orientierten Personen gesehen habe und außer mir keinem aufgefallen ist, wem diese Art von Kapitalismuskritik eigentlich in die Hände spielt.

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Der Kiffer und der Spießer

Der X. war ein überzeugter junger Linksradikaler. Er war der festen Überzeugung, dass jeder Konservative ein richtiges Arschloch sein müsse und jemandem der Mitglied in der Jungen Union ist, dem müsse man mal so richtig die Fresse polieren damit er endlich aufwacht.

Außerdem kiffte der X. ganz gerne mal und fand das irgendwie subversiv.

Auf der Party seines Kumpels W. traf er dann diesen Wichser. Den hatte keiner eingeladen, aber weil er der Freund der Schwester von W. war, war er halt irgendwie dabei.

Rosa Hemd. Sakko. BWL-Student. Mitglied bei der Jungen Union.

Der X. ging zum Angriff über. Wollte den Spießer reizen. Erstmal eine Falle stellen.

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Der “Abendländer” W.- Ein kurzes Psychogramm

Der Herr W. war ein spendabeler Mensch und obendrein, wie es sich für einen guten Bürger gehört, Mitglied einer der größeren christlichen Amtskirchen. Für die Armen hatte er nicht nur ein Ohr, sondern auch hin und wieder einen Groschen. Wie ein besserer Mensch fühlte er sich immer, wenn er einem Obdachlosen gab und nach herkömmlichem [...]

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Quadratisch, praktisch, gelb- Vom Wert eines Anarchoschwammes

Spongebob2

Er sieht aus wie ein hyperaktiver Schweizer Käse mit Hasenzähnen, ist laut und unglaublich nervtötend. Eltern hassen ihn, Kinder und Kiffer lieben ihn: Die Rede ist von Spongebob Schwammkopf, in Englisch auch Spongebob Squarepants.

Von kaum einer Comicfigur dürfte zur Zeit so viel Merchandise verkauft werden, wie vom kleinen gelben Schwamm. Fast überall grinst er einem entgegen.

Doch worum geht es überhaupt?

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