Frankfurter Gemeine Zeitung

Wanderzirkus Partizipation: Planungsgespräche jetzt in Niederrad

In schöner Regelmässigkeit gastiert der Wanderzirkus Planungsgespräche in dieser Stadt, zuerst zog er seine Show in Bockenheim ab, nun hat er seine Zelte in Niederrad, im Mainfeld aufgeschlagen. Wie noch immer kommt er mit hochkarätiger Besetzung daher und versetzt die Menschen allenthalben in wahre Verzückung.
Aktuell sind sie mit dem Programm Planungsgespräche Niederrad am Main unterwegs. Und wie erwartet ist es wieder das beliebte Schelmenstück. Nur hier gibt es noch einen Moderator, im Alltag Quartiersmanager, der sich aufführt wie James Cagney im Krimi Little Caesar der schwarzen Reihe („Ich bin der Moderator“).
Die Dramaturgie des Stücks ist gut, soviel sei neidlos anerkannt. Die Steigerung der Handlung ist so gewählt, dass sie die Beteiligung der Zuschauer fast realistisch gestaltet, heute würde man sagen, ein interaktives Skript oder eine Art „Schwarmintelligenz“. (Da habe ich mitgemacht, die Farbe der Fenster ist mein Vorschlag).
Es heisst auch nicht umsonst „Niederrad am Main“, um deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass es um mehr geht als nur um ein paar Wohnungen und deren Mieter*innen (was übrigens der Herr Quartiersmanager sofort klar machte) und deshalb die Meinung aller im Stadtteil gefragt ist.

Zunächst geht es um den schicken neuen Quartiersplatz, zentral in die Siedlung geknallt und nachdem hier schon mal ein grundlegendes Einverständnis erzielt ist, um die bestehenden Hochhäuser und den neuen Wohnungsbau, dann um die Gestaltung des Mainufers.
Dies entspricht zwar nicht unbedingt den Interessen und vor allem den Befürchtungen der Bewohner*innen einiger Häuser, dafür aber folgt es dem Drehbuch hin auf das ersehnte Happy End. Wer sich erstmal auf die Gestaltung eines zentralen Platzes geeinigt hat, der sieht den Rest mit anderen Augen und ist auch eher geneigt, einige Härten hinzunehmen im Sinne der Verantwortung um das Ganze. Der hat natürlich auch akzeptiert, dass das Senioren-Wohnheim unbedingt abgerissen werden muss, sonst wären alle die bunten Bildchen, die so gemalt wurden, hinfällig. Dass hier aus Verlegenheit mit der Zeit ein Mix aus studentischen Zimmern und eben den Alten entstand, Schwamm drüber.
Und die Verbindung von Grünanlagen macht nebenbei auch die Neubauten schmackhaft, vor allem, wenn sie sich so niedlich in die Zeichnungen integrieren lassen. Und da Frankfurt stets für Alle baut, erübrigt sich die Nachfrage (s. Kulturcampus und Europa-Viertel, Gallus und Ostend).

So kommt man über diese wunderbaren Anlagen, klar und leicht sauber zu halten, was erst öffentlich heisst, wird im nächsten Satz zur Stätte von Gastronomie, zur Frage, dass dem ein Haus entgegen steht und aus ästhetischen Gründen da nicht mehr hingehört. Die Konsumenten werden bedient und das müssen die paar Betroffenen doch verstehen.
Die Anwesenden dürften einen Durchschnitt von 55+ repräsentiert haben und auch das nur, weil die Journalisten und Bediensteten der Einrichtungen mitgezählt wurden. Und im Grunde typisch: die Bewohner der am meisten betroffenen Häuser glänzten durch massive Abwesenheit. Und ganz offen: die hätten nur gestört, wie sich am Auftreten eines Aktiven auch zeigte.
Nach der Präsentation vieler bunter Bildchen durch Planungsamt und Planungsbüro wurden die Anwesenden von Moderator Little Caesar eingeteilt und durften sich ans Werk machen, Buntstifte und Vorlagen gab es reichlich, nette junge Stadtplanerinnen standen Rede und Antwort und stimmten auf diese schöne neue Niederräder Welt ein, die auf Papier so ordentlich und adrett, in der Realität meist öde und steril daher kommt.
Das tut der Stimmung keinen Abbruch, es kann darüber diskutiert werden, ob sich japanische Zierkirschen gut machen und alles ist voll dabei. Einwendungen, hier ginge es vordringlich um ein anderes Thema – Vertreibung ja oder ja – wird einvernehmlich von Moderator und der Mehrheit nieder gebrüllt.
Es ist an der Zeit die Krabbelstube zu verlassen.

Rechtzeitig zu der Auftaktveranstaltung erhalten die wenigen Aktiven eine Antwort vom OB auf einen Brief, in dem es um Klarheit betreffs der Hochhäuser geht.

Im Wortlaut:

Sehr geehrte……
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 16.05.2013.
Die Situation der Mieter im Mainfeld ist mir eine wichtiges Anliegen und ich kann Ihren Unmut sehr gut nachvollziehen.
Ich möchte Ihnen hiermit nochmals versichern, dass ich mein Wort halte. Außer der Altenwohnanlage soll nichts abgerissen werden, d.h. ein Abriss anderer Häuser darf nicht stattfinden.
Wie im vergangenen Jahr bei meinem Besuch von mir sehr deutlich gesagt, sollen die anderen bestehenden Gebäude im Bestand renoviert werden, nicht zuletzt um die Planungssicherheit der Mieter zu gewährleisten.
Über diese Zusage den Mietern gegenüber besteht Einigkeit zwischen Herrn Junker und mir! Zu Aussagen anderer Personen kann ich nichts sagen und Ihnen hier ein weiteres Mal versichern, dass ich bei meiner Position bleiben werde.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Peter Feldmann

Weswegen nun aber Varianten diskutiert wird, die genau einen solchen Abriss vorsehen, ist nicht richtig verständlich. Warum werden zwei Varianten vorgestellt, wenn laut dieser Aussage eine bereits gegenstandslos sein sollte? Doch nicht so ganz?
Die Variante mit dem schönen grossen zentralen Platz weist ein merklich höhere Neubebauung aus und auch bei der Präsentation war nur von dieser Variante die Rede. Dabei wurde immer auf einen „Strukturplan“ verwiesen, es ist notwendig, hier einmal klarzustellen, was das ist.

Strukturpläne sind kein Bestandteil des Planungsrechts, so wenig wie Planungswerkstätten Gremien echter Mitbestimmung sind. Diese Strukturpläne sind einerseits Kalkulationsmodelle, andererseits dienen sie dazu, die verschiedenen Interessen in einen Plan so einzubinden, dass keine Widersprüche entstehen. Sie verpflichten zu nichts. Aber sie sind gute Tests, ob und wie sich Widerstand regt.


Mietspiegel – Beteiligung? Ist doch freiwillig!

Das Spektakel geht wieder los, bald werden die Anrufe und Anschreiben kommen, mit denen „die Bevölkerung“, wenigstens ausgesuchte Teile davon, zur Mitarbeit an den Erhebungen zur Erstellung eines neuen Mietspiegels aufgefordert werden. Diese Beteiligung ist freiwillig und es gibt eine Reihe guter Gründe, sich genau zu überlegen, ob man dies wirklich tun will.
In aller Eile wird dieser Mietspiegel erneut vorgezogen, da man befürchtet, dass die vielen Ungereimtheiten das aktuellen dessen Bestand gefährden. Wohl denen, die sich gewehrt haben. Davon abgesehen, dass hier dringend nachgebessert werden soll, muss sich jede(r) fragen, ob an etwas mitgearbeitet wird, dessen Folgen weitere Mieterhöhungen sind, es läuft darauf hinaus, diese Mieterhöhungen durch verbesserte Datenlagen wasserdicht zu machen, verhindern kann man sie damit nicht.
Es geht nicht darum, den Mietspiegel prinzipiell abzuschaffen, sondern die aktuelle Ausführung daraufhin zu prüfen, ob sie denn wirklich dem Allgemeinwohl dient und sich die Voraussetzungen für diese Erhebung anzuschauen und sie entsprechend neu zu formulieren. Hier bleibt einiges zu tun. Es fängt an bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen, geht über zu den Faktoren, die in eine Bewertung eingehen und befasst sich mit der Art und Weise, wie der Mietspiegel ausgehandelt und wie er schliesslich verabschiedet wird.

Entstehung
Mit der Aufgabe der Mietpreisbindung war eine Situation entstanden, in der in diesem „Markt“-Segment das Recht des Stärkeren galt, eine Situation, in der das in der UN-Charta verbriefte Recht auf Wohnen, ein universelles Grundrecht, gänzlich den opportunistischen Entscheidungen der Besitzenden geopfert zu werden drohte. Um hier wenigstens einen Rahmen zu schaffen, die voraussehbare Flut von Prozessen einzudämmen und den Gerichten eine verlässliche Grundlage für ihre Entscheidungen zu geben, musste eine Regelung her, die folgende Ebenen gleichmässig berücksichtigen sollte:
-  die Stellung der Wohnung als „besonderes Gut“,
-  die Herstellung eines rechtlich verbindlichen Rahmens bei Auseinandersetzungen,
-  die Wahrung der Rendite für Eigentümer.
Da hier versucht wird, antagonistische Interessen in einer Regel zu vereinen, ist abzusehen, dass in der Praxis das Kräfteverhältnis entscheidend ist, in welche Richtung, sich die gute Absicht entwickelt. Interessanterweise firmiert die erste gesetzliche Fassung unter „Mieter-Kündigungsschutz-Gesetz“ – sehr löblich. Es richtete sich vor allem gegen die Praxis der Änderungskündigung zur Erzielung eines höheren Mietzinses. Die Einführung eines Vergleichsmieten-Systems sollte Standards einführen und zusammen mit den Regelungen betreffs Mietwuchers den Rahmen abgeben, in dem sich das Erhöhungsverlangen und der Widerstand dagegen bewegen sollten. Damit bekamen die Gerichte zugleich eine Grundlage für ihre Entscheidungen, in der Hoffnung, so zeitraubende und aufwändige Verfahren zu vermeiden. Richtgrösse war von nun an die „ortsübliche Vergleichsmiete“.
Zu ihrer Ermittlung wurde ein Katalog von Kriterien eingeführt wie Lage, Grösse, Ausstattung.
Andererseits musste tunlichst vermieden werden, dass in den „freien Wohnungsmarkt“ eingegriffen wurde, dies liess sich trickreich gestalten, indem nur solche Wohnungen berücksichtigt wurden, bei denen eine Neuvermietung stattfand oder die Mieten erhöht wurden, und zwar im Zeitraum der letzten vier Jahre. Dies stellt den Fundus zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete dar. In den Achtzigern des letzten Jahrhunderts taucht dann der Begriff des Mietspiegels auf, seine Spezifizierung in den einfachen und den qualifizierten. Seine Erstellung ist für die Gemeinden freiwillig und das Procedere ihnen überlassen. Innerhalb laufender Verträge wurde die Kappungsgrenze auf 20 % alle drei Jahre festgesetzt.
Damit wurde behauptet, sei grössere Rechtssicherheit geschaffen, die jeden Vertrag einbindet, überprüfbar macht, ohne irgendeine Partei über Gebühr einzuschränken.
Das Geschenk an die Vermieterseite liegt in der Beschränkung auf die letzten vier Jahre, da hiermit die automatische Erhöhung festgeschrieben wird, egal wie im Einzelnen ausgehandelt wird. Die Neuvermietung ist nicht gedeckelt und die Vergleichsmiete enthält eine bestimmte Bandbreite, ausserdem kann mittels der anderen Wertkriterien jederzeit ein von ihr unabhängiges Ergebnis erzielt werden (zudem gilt die Vertragsfreiheit), z.B. Modernisierung, energetische Einsparungen.
Nun verbindet sich mit dem Mietspiegel keinerlei Zwang zur Mieterhöhung, er ist jedoch ein Freibrief dafür und bedarf keiner Gegenleistung (diese können extra umgelegt werden).
Die so ermittelten Werte stellen die Entscheidungsgrundlage der Gerichte dar und für die Mieter*innen sind innerhalb dieser Grenzen Klagen nahezu aussichtslos.
Der oftmals angeführte Schutz vor Willkür in Form einer verbindlichen Regelung hat nun diese Willkür nicht beendet, sondern ihr eine Form gegeben und die Ebene, auf der sie stattfindet, verschoben (Willkür bedeutet eigentlich freie unabhängige Entscheidung). Sie findet sich wieder in dem Segment der Neuvermietungen, die ohne Beeinflussung vonstatten gehen und dies wird von staatlicher Seite toleriert und auf Grund erwiesener Machtlosigkeit seitens der Mieter*innen auch nicht angezweifelt.

Eine Argumentation, die darauf besteht, diese Regelung sei besser als gar kein Mietspiegel, ist und bleibt blind. Sie ist Ausdruck der Akzeptanz der Verhältnisse, in denen es nur noch darum geht, das „Schlimmste“ zu verhindern.
Auch die Behauptung, das Risiko für Mieter*innen sei ohne diesen Mietspiegel wesentlich höher, lässt sich kaum stützen, jedenfalls nicht für die Mieterseite, während die andere recht gut abgesichert ist. Man kann natürlich von Risiko-Vermeidung sprechen, wenn man damit ausdrücken will, dass man es in der Mehrzahl der Fälle besser unterlässt, überhaupt den Klageweg zu beschreiten.

Von wegen Wissenschaftlichkeit
Wir haben es mit einem Regelwerk zu tun, das bestimmte Voraussetzungen festlegt und zum anderen Verfahrensweisen folgt, die es zu einer Geldmaschine für Vermieter macht. Die Hinzuziehung mathematischer Methoden zur Wert-Ermittlung bleiben innerhalb dieser einmal festgesetzten Grenzen und die so erzeugte Plausibilität wiederum wird als objektive Grösse verkauft und dient zur Erzeugung breiter Zustimmung, ob der Exaktheit des Verfahrens. Dies ist in bestem psychologischen Sinn eine Übertragung. Die Methode macht sicher keine Aussage über den Zweck ihrer Anwendung.

Wenn in zwei drei Jahren die vielen neuen schönen gehobenen Wohnungen im Gallus fertig sind und die im Ostend und das Europaviertel, dann wird spätestens im übernächsten Mietspiegel ein deutlicher Sprung in den Vergleichsmieten erfolgen, der sich zu einem Flächenbrand in der ganzen Stadt auswachsen dürfte.

Rechtliche Randbedingungen
Da kommt es der Eigentümerseite sehr gelegen – und nebenbei: sie hat unermüdlich und aufopferungsvoll daraufhin gearbeitet – dass die Zivilprozessordnung gerade in einigen Punkten novelliert wurde. Zunächst wird Mietprozessen hohe Priorität eingeräumt. Und wie immer auch (z.B. im Gefolge eines neuen Mietspiegels) Mietschulden zustande kommen, jetzt wird es richtig gefährlich. Es hört sich zunächst so an als seien nur die üblichen Verdächtigen betroffen, säumige Leute, Mietnomaden, allerdings kommt ein anderes Bild zustande, wenn man näher hinsieht.
Egal wie, eine Mietschuld besteht und es kommt zu einer Klage. In deren Verlauf kann eine Sicherungsanforderung gestellt werden. Diese kann oder will die Beklagte nicht leisten. Nun hat die Klägerin die Handhabe per einstweiliger Verfügung die Räumung zu beantragen. Das Gericht gibt die Prüfung dieses Verlangens an einen Rechtspfleger, der die Erfolgsaussichten der Klage prüft. Kommt er zur Einschätzung, dass diese Erfolg haben wird, wird dem Begehren stattgegeben.
Jetzt kann nach dem „Berliner Modell“ geräumt werden, heisst, die Beklagte bekommt sämtliche Kosten aufgehalst und die Klägerin kann das Eigentum der Beklagten in Höhe der geforderten Schuld pfänden.
Nicht genug damit, es reicht, wenn die Klägerin auch nur in einem Punkt Erfolg hat. Sieht man sich einer cleveren Klageschrift ausgesetzt, bleibt so wohl nur, sich rechtlich beraten zu lassen, wie man am günstigsten auszieht. Bei Widerspruch nimmt man die Vernichtung der Existenz in Kauf.
Besonders da nun auch noch an der Prozesskostenhilfe gebastelt wird, so dass auch hier die Hürden bedrohlich hoch werden.

Wer noch immer meint, es reiche aus, hier und da ein bisschen herumzubasteln, muss sich sagen lassen, dass er/sie das Spiel der anderen spielt in diesem Klassenkampf von oben, in dem die Arsenale der Gegenseite prall gefüllt sind.
Lediglich die Ungerechtigkeit auf alle gleichmässig zu verteilen, heisst, ihr die Anerkennung zu verschaffen, die sonst gewaltsam durchgesetzt werden müsste.


Ein Anfang ist gemacht – Frankfurter Wohnraum-Demo am Samstag 11. Mai

Wahrscheinlich kommt der Einwand, dass die Beteiligung recht mäßig war, so 200 Menschen, an einem Samstag Nachmittag. Sicher gibt es einiges zu verbessern, was Mobilisierung, Timing (Brücken-Wochenende) und ähnliches angeht, doch ist es in dieser Stadt wichtiger überhaupt einen Anfang zu machen und aufzuzeigen, dass die Auseinandersetzungen um städtischen Themen längst nicht den Berufspolitikern überlassen werden und nach eins, zwei Aktionen wieder kommerzielle Ruhe einkehrt.

Diese Demos werden künftig wiederholt und sie werden in die Viertel führen, die aktuell am meisten bedroht sind von einer Vertreibungswelle, die gerade erst einsetzt und die sich recht bald in Instrumenten der Verwertung wie Mietspiegel niederschlägt.

Der Zug durch das Ostend führte durch die Strassen, deren Bewohnerschaft in zwei drei Jahren so nicht mehr bestehen dürfte, es geht nicht nur um die EZB, es kommt auch noch die BAFin und mit ihr gut bestallte Leute, die sich das Areal zwischen Zoo, Anlagenring und Ostbahnhof flächendeckend aneignen werden. Entlang des Mains ist dies bereits geschehen, an der Ferdinand Happ Strasse entstehen schon Mikro-Appartments für Wochenendpendler, ein Hochhaus an der Stelle der alten Feuerwache ist bereits genehmigt und wird neben den üblichen Supermärkten, ein Hotel und weitere Nobelwohnungen enthalten. Von der Ansiedlung junger Künstler*innen ist eh nichts mehr übrig, an ihre Stelle siedeln die erfolgreichen Kreativen des Mainstreams, vor allem der Werbung.

Die Strassen, einst voller günstiger Siedlungswohnungen zwischen Zoo und Parlamentsplatz, werden mittels neuem Mietspiegel zugerichtet und jeder, der bei der Erhebung der Daten mitmacht, schafft sich seine Mieterhöhung selbst, deshalb forderten die Bockenheimer Initiativen mit Nachdruck , diese Erhebung zu boykottieren, aus Selbstschutz (auch Ex-Häuserkämpfer Cohn-Bendit hat sich ein schickes Gründerzeithäuschen an der Luxemburg Allee zugelegt – darauf wiesen uns Bewohner hin).

Es war eine entspannte Atmosphäre, die so entspannt nicht mehr lange bleiben wird. Es war ein Anfang der Koordination und des Zusammengehens verschiedenster Gruppierungen und eine erste konzertierte Aktion, der weitere folgen werden. Dann hoffentlich mit grösserer Beteiligung. Die Herrschaften im Römer können in einem recht sicher sein, wir werden ihnen die öffentliche Präsenz nicht überlassen und die – perverse – Interpretation der Vorgänge in dieser Stadt erst recht nicht.

Erst Blockupy und danach geht es in Frankfurt weiter.


Wohnraum für alle – Demo am 11.05.

Damit die Herrschaften nicht meinen, mit ein paar warmen Worten und ein paar besorgter Gesichter wäre die Geschichte abgetan, wird so lange weiter demonstriert, werden Aktionen gestartet, bis sie sich nicht mehr sicher sein können, was als Nächstes kommt. Also: auf zum Römer!

Wohnraum für alle!
Am 11. Mai um 16:00 am Römerberg

Am 11.05.2013 wollen wir wieder gemeinsam gegen Verdrängung durch hohe Mieten, Wegrationalisierung von sozialen Einrichtungen und Räumung von selbstverwalteten Zentren, obwohl genug Leerstand vorhanden ist, auf die Straße gehen.

In Frankfurt sind manche Mietpreise so hoch wie in London – Verdrängung und Leerstand bestimmen das Stadtbild.

Wir wollen nicht weiter zusehen, wie ein Viertel nach dem anderen in kapitalistisches Niemandsland verwandelt wird und Menschen durch steigende Mietpreise in Armut verfallen.

Wir wollen eine Entwicklung der Stadt als Ganzes!

„Gentrifizierung ist so gesehen die unverfrorene und geschmacklose Ausgrenzung derer, die den Prozess, der die Stadt lebendig und lebenswert macht, immer wieder anstoßen.“

Gentrifizierung? Nicht mit uns.
Luxus für alle – Schimmel und Bruchbuden für keinen!

Infos: www.rechtaufstadtfrankfurt.blogsport.de

Route:


Ferdinand Happ Strasse – einmal drin und Schluss

Das Verwaltungsgericht hat dem Nazi-Aufmarsch einen Ort im Ostend zugewiesen, und zwar in Sichtweite der neuen EZB. Grundsätzlich hatten wir das Thema bereits behandelt , was uns jedoch nicht gehindert hat, uns diesen Ort einmal näher zu betrachten. Eingeklemmt zwischen den Geleisen am Ostbahnhof und der Hanauer Landstrasse führt sie direkt von der Rückseite des [...]

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Illustres zum Städtetag vom 23. – 25. April

Am 23. bis 25. April ist der deutsche Städtetag in Frankfurt und bietet natürlich allerlei Kurzweil für die Teilnehmer*innen und Bürger*innen der Stadt. Unter anderem trifft sich ein illustrer Kreis mitten in der Stadt. Das Motto ist so toll, dass wir ganz vielen anempfehlen, sich nicht entgehen zu lassen, in welcher schönen Stadt wir uns [...]

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Im Jahr danach

Es ist jetzt ein Jahr her, dass in Frankfurt die Wahl zum OB anstand und oh Wunder, es wurde nicht der designierte Prinz, sondern ausgerechnet einer aus der SPD und dazu noch aus der sozialen Arbeit. Dies erzeugte auf der einen Seite grosses Klagen und untadelige Kenner des Frankfurter Lebens prophezeiten schon die Einkehr des [...]

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Schöne neue Gallus-Welt

Da hatte der Ortsbeirat die gute Idee, die vielgepriesenen Investoren und Entwickler (jener scheue Menschenschlag, der für alle nur das Beste will – und vor allem – von allen) eingeladen, um die Problembürger*innen aufzuklären und ihnen zu zeigen, wie „ihr“ Viertel in Bälde aussehen wird und vor allem, welch grandiose Zukunft hier in die Höhe [...]

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Berichtigung: Zähmung des Kapitalismus

Da hat die SPD Wixhausen doch glatt eine Ziffer unterschlagen, denn wie auf der Homepage der SPD zu erfahren, findet die Frankfurter Zähmung des Kapitalismus erst am 18. April um 17 Uhr 30 im Gesellschaftshaus des Palmengartens statt. Alles andere stimmt jedoch. Peitschen gibt es auf Anmeldung bei der SPD (Personalauweis mitbringen).

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Irgendwo zwischen Shakespeare und „Per Anhalter durch die Galaxis“ – die SPD

Auf die Gefahr hin, dass es sich um eine Retourkutsche der FR(Römer Briefe, Ausgabe vom 28.03.2013) handelt, die Meldung hat was und wenn die Veranstaltung das halten kann, ein Mords-Spektakel: die SPD zähmt den Kapitalismus. Wow! Selbst wenn, so könnte sie nicht besser erfunden sein, die Geschichte. Na endlich, meinen die einen, was für ein [...]

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Bündnis und Glas – wie leicht bricht das!

Es ist halt so eine Sache mit Bündnissen, ganz besonders dann, wenn sie sich keine Strukturen geben und die Gruppierungen stark unterschiedliche Ressourcen aufweisen. Dann zeigt sich schnell, dass es nicht nur „um die Sache“ geht, sondern sich – mehr oder minder offen – das Ringen um die Deutungshoheit einstellt. Weniger prosaisch: wie kann ich ein solches Bündnis für meine Ziele funktionalisieren.
Gerade in Zeiten der verdichteten Spektakels (wie es Wahlen nun einmal sind) ist die Versuchung, über derartige Zusammenschlüsse die gerade aktuelle Partei-Politik zu lancieren, besonders gross. Dabei siegt noch immer die Partei-Räson, denn gerade jetzt kann es nur darum gehen, möglichst viel vom Kuchen der Macht abzuschneiden als da ein Versuch Platz hätte, die eigene Organisation in Richtung der Ziele und Forderungen der Assoziation zu positionieren, wie immer sich dies auch anfänglich für die Partei-Kader angelassen hat. So verändern sich die Bündnisse hin zu Zuträgern für Parteigrössen, die sich plötzlich – so richtig aus dem Nichts heraus – mit ihnen schmücken wollen. All dies geschieht selten nach einem fertigen Plan, setzt sich jedoch quasi naturwüchsig durch, worauf dann genau jene Repräsentation wieder bestimmend wird, deren Vermeidung eines der Beweggründe für eine solche Assoziation war.
Wenn die Widersprüche, die im Laufe der Entwicklung an die Oberfläche kommen, zu offensichtlich werden, muss die Frage gestellt werden, ob eine Diskussion innerhalb des Bündnisses möglich und sinnvoll ist oder ob ein Austritt erfolgt. In jedem Fall ein Dilemma.
Wirklich überraschend wäre dagegen eine Selbstkritik von Mitgliedern der Partei-Organisationen (wie immer sie auch zu offiziellen Verlautbarungen und Führungsfiguren stehen mögen), käme es doch einem Eingeständnis gleich, was die Position des Bündnisses festigte, die Chancen im Spektakel erfolgreich zu sein aber minderte. Und das erwartet ja wohl niemand. Die Vorstellung, Schröder oder Steinbrück würden sich vors Publikum hinstellen und sagen, Agenda 2010 war einfach Scheiße ist viel zu phantastisch, selbst die, Feldmann setze sich über „Sachzwänge“ hinweg, um endlich eine andere Stadtpolitik in die Praxis umzusetzen, ist bestenfalls schlechte Science Fiction. Wir erleben aktuell die Fortsetzung dieser unendlichen Geschichte.
Auch das Aktionsbündnis für bezahlbaren Wohnraum geht momentan einem solchen Schicksal entgegen, viele von denen, die anfangs mit Elan und Hoffnung erschienen, sind wieder verschwunden und es kann nur vermutet werden, was sie nicht mehr antreibt. Doch eine Gruppierungen hat sich der Mühe unterzogen, ihren Standpunkt darzulegen und dies verdient hier einer öffentlichen und offenen Diskussion zugänglich gemacht zu werden.

Die Erklärung im Wortlaut:
Warum wir uns nicht mehr am Aktionsbündnis für bezahlbaren Wohnraum beteiligen

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Campus Bockenheim

Termin-Hinweis am Montag, den 11. März tagt der Planungsausschuss der Stadt Frankfurt und dieses Mal geht es um die Verabschiedung des „Strukturplans“ für den Kulturcampus Bockenheim. Wer hier immer noch nicht ans Aufgeben denkt und die Absegnung dieses Junkerschen Wunschzettels nicht ohne Einrede über die Bühne gehen lassen will, ist herzlichst zu dieser Sitzung eingeladen. [...]

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Haltet den Dieb

Ein Aufschrei geht durch die Länder, endlich sind die Schuldigen entlarvt, der Urgrund aller gegenwärtigen Übel konnte dingfest gemacht werden. Jetzt muss flugs ein Gesetz her und dann können endlich wieder bessere Zeiten anbrechen. Dieses ganze Gedöns und Geschwafel um irgendwelche Boni-Zahlungen kann einem ganz schön auf den Geist gehen, selbst wenn es breiteste Zustimmung [...]

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Frankfurter Rundbriefe – März 2013

Es geschieht derart viel in dieser Stadt, dass leicht der Überblick verloren gehen kann. Deshalb soll von nun an immer zu Monatsbeginn eine kleine vollkommen parteilische Auswahl von Ereignissen kolportiert werden, begleitet mit kleinen Überleitungen, die den vielen Einzelereignissen einen Zusammenhang geben.

Die Staatsmacht in dieser Stadt lässt nichts unbeachtet, was geeignet sein könnte, eine auch nur latente Bedrohung der Menschen in dieser Stadt vermuten zu lassen. Um fast jeden Preis muss der Eindruck erweckt werden, dass sich hier alles versammle, was nichts weiter im Sinn hat als den Frankfurter*innen ihren Alltag beschwerlich zu machen. Ein permanenter Belagerungszustand wird angedeutet und wie zu Zeiten der preußischen Besatzung sind Grüppchen über vier höchst verdächtig, die Verabredung zur nächsten Straftat liegt nahe.
Argwöhnisch schleicht sog. Sicherheitspersonal durch die B-Ebenen, die Hand am Sprechfunkgerät, die andere am Spray oder Knüppel, resozialisierte, stolz auf ihren Auftrag, froh über irgendeinen Job, der sie vermeintlich in die Mitte rückt. Und um anzuzeigen, wie groß doch die Gefährdung ist, rückt dann die militarisierte Gewalt an, um dem Spuk von Anfang an ein Ende zu bereiten. Es wäre lächerlich, erzeugte es nicht ein Unwohlsein, denn sie sind eine reale Bedrohung, diese Art von „Ordnungshütern“, die sich da zeigen. Und wir haben es in Bornheim erlebt, dass der Weg nach Hause sehr wohl über einen Aufenthalt in der Notfall-Ambulanz gehen kann.
Der Eindruck, dass sich der bewaffnete Arm der Staatsmacht so langsam aber dafür umso konsequenter zu einer Besatzungstruppe mausert, ist nicht so weit hergeholt, da hilft nur, sich zunächst einmal nicht beeindrucken zu lassen und das, was noch an öffentlichen Plätzen in dieser Stadt vorhanden ist, nach eigenem Gutdünken zu nutzen. Dies beinhaltet nicht nur politische Veranstaltungen, weil mittlerweile jeglicher Aufenthalt, der nicht direkt dem Konsum dient, unterbunden werden soll.
Natürlich kann alles mögliche aus einem lockeren Zusammentreffen sich ergeben, eine Kneipentour, ein Club-Abend, eine Kundgebung, eine Hausbesetzung. So ist denn auch genau zu beobachten, wer da mit wem – und prophylaktisch erstmal zu untersagen. Die Bürger*innen müssen solchen Meinungsäußerungen ausweichen können und das geht am besten, wenn sie gar nicht erst zugelassen werden – und wenn dazu die B-Ebenen in Hochsicherheitszonen umgewandelt werden müssen, so soll es eben so sein, wenn es denn der eigenen Sicherheit dient.
Damit hier keine Verwechslung möglich ist: öffentliche Plätze unterliegen zuerst der öffentlichen Kontrolle und deren Vollstrecker bestimmen, was adäquat und was missbräuchlich. Daher ist es auch vorausschauend, möglichst viele kommerzielle Spektakel auf ihnen zu veranstalten, dann kann dort nämlich nicht demonstriert werden (wer spricht denn hier von Privatisierung?).
Nicht nur scheint der hiesige Ordnungsdezernent etwas nervös und leicht zu beeindrucken zu sein, da flegelt auch ein hessischer Innenminister in Wiesbaden herum und freut sich über jede Gelegenheit dem Frankfurter Pack eins auszuwischen, ist ja nicht mal sicher, ob er sein Direktmandat gewinnen kann. Da gilt es auf der rechten Seite soviel Pluspunkte zu machen wie möglich. (setzt voraus, dass da noch jemand weiter rechts steht)

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Spanien: 500 aus der Wohnung an die Luft, jeden Tag

In Spanien gibt es aktuell etwa 500 Zwangsräumungen wegen Insolvenz der Bewohner pro Tag, und nach Schätzungen sind es noch weit mehr. Insgesamt soll die Zahl der Vertreibungen im Umfeld der Finanzkrise allein dieses Jahr dort zwischen 20 und 30.000 liegen. In den Großstädten gab es am Wochenende wieder zahlreiche und massenhafte Proteste. Zugleich bereichern [...]

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Neues aus dem Gentrifizierungsheim – Niederrad

Nach der letzten Sitzung des Planungsausschusses, auf dem wieder einmal über die Zukunft der Siedlung Im Mainfeld gesprochen wurde, bzw. darüber, dass sie keine hat, jedenfalls nicht für alle, die das hoffen, ist durch eine blöde Verwechslung der Entwurf eines Briefes in unsere Hände gefallen, den wir unseren Lesern keinesfalls vorenthalten möchten. Es gilt zu [...]

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Gruss nach Berlin

Anlässlich des morgen 14.02. angesetzten neuerlichen Versuchs einer Zwangsräumung in Berlin senden wir solidarische Grüsse dorthin.

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Mieten-Termine aktuell

Die Mieterinitiative trifft sich 14 tägig im Stadtteilbüro Bockenheim, Leipziger Strasse, jeweils Mittwoch um 19 Uhr. Die nächsten Termine sind: Mittwoch, der 6. Februar und Mittwoch, der 20. Februar. Eine öffentliche Aktion planen wir für Samstag, den 16. Februar ab 11 Uhr, Leipziger Straße (vor OXFAM Hausnummer 54) Infostand der Mieterinitiative Und ab 14 Uhr [...]

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Adressatenwechsel – was wollen wir aus „Kulturcampus Bockenheim“ und Mietspiegel lernen?

Auf der letzten Ortsbeiratssitzung wurden alle Zweifel beseitigt, wer jetzt noch versucht, sich ein Plätzchen zu sichern, wird viel Kredit brauchen Anette Mönich von Zukunft Bockenheim hat es in der letzten Ortsbeiratssitzung auf den überfälligen Punkt gebracht: Widerstand und die Einforderung wirklicher Partizipation müssen endlich (wieder) politisch werden. Dies praktisch werden zu lassen, bedarf es [...]

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Stationen kommunaler Gestaltung

Die “Mittelschicht” in der City ? Eine kommunale Durchsicht zum Jahreswechsel

Wie noch jedes Jahr dürfen wir uns auch heuer an einer Reihe von „Änderungen“ erfreuen, die der Umverteilung unserer verfügbaren Einkommen gerichtet sind. Und wie immer ist die Stadt Frankfurt auch dieses Mal wieder an vorderster Front zu finden. Arbeiten – was stets meint: ordentlich bezahlte Lohnarbeit – wird in dieser Stadt zunehmend zu einer luxuriösen Angelegenheit, die sich nur noch solche Menschen leisten können, die deutlich über dem Median der Frankfurter Einkommen liegen- die Spirale, die für die meisten eindeutig nach unten zeigt, bewegt sich mit wachsender Geschwindigkeit, was gerade für jene, die in den unteren Bereichen der „Mittelschicht“ vor sich hin dümpeln, alle Kennzeichen prekärer Existenz offenbart.
Man muss schon sehr resigniert haben, um immer wieder aufs Neue den Preis zu zahlen, der mit solchen Etiketten (für fast alle…) verbunden ist. Die „Änderungen“ sind stets kumulativ für die eigene Geldbörse und lassen die Freiheiten städtischen Lebens auf eine Restauswahl nicht unbedingt notwendiger Konsum-Entscheidungen schrumpfen. Doch all dies wird mit grosser Gelassenheit hingenommen, so dass hier nur spekuliert werden kann, was sich hinter der gezeigten Gelassenheit so alles verbergen mag.

Lebensweisen in Finanzfurt
Die vielbeschworene Alternativlosigkeit zum neoliberalen städtischen Projekt scheint als Fatalismus die Bewegungen Frankfurter Bürger*innen zu bestimmen und mit der grosszügigen Zurechnung zur „Mitte“ wenigstens eine Anerkennung verbunden, die diese „Mittler*innen“ über ihre objektive Lage nicht erreichen.
Einfluss nehmen zu wollen auf das eigene – städtische – Umfeld scheint für die meisten dermassen ausser Reichweite oder auch wenig interessant, dass sie es vollständig einigen Interessengruppen und deren Klientel überlassen. Das ändert jedoch nichts daran, dass eben diese Gestaltung möglich und auch notwendig ist, vor allem, wenn ein politischer Wille artikuliert wird.
Wir wollen weiter in diese Debatten eingreifen und einige Aspekte städtischen Handelns (dazu gehört eben auch ihre Unterlassung) und der Handlungs-Optionen ausführlich diskutieren und vorstellen, wo sie bereits Bestandteil kommunaler Strategien sind. Allesamt Massnahmen, die das alltägliche Leben in der Stadt erträglicher machen und auch so en passant die individuellen Räume erweitern.
Ein Leitmotiv dabei ist die Gestaltung kommunaler Räume jenseits des bekannten Mantras der Marktkonformität, mit dem die Unterordnung unter Partikularinteressen umschrieben wird. Damit soll nicht die Gleichung: „kommunal = gut“ aufgemacht werden. Die permanente Wiederholung dieses Mantras soll die Überzeugung in den Köpfen verankern, dass nur auf diesem Weg ein Zusammenhalten städtischer Vielfalt möglich, obgleich alltäglich sichtbar wird, dass damit genau auf das Gegenteil hin gearbeitet wird. Wer auf den städtischen Markt will, hat sich deren Marktordnung zu unterwerfen, das hat bislang noch jeder gemacht, wollte er nicht auf den zu erwartenden Gewinn verzichten – und das funktioniert auch gut so (das zeigen die Beispiele in Malte Rauchs Artikel). Die Setzung eines verbindlichen Rahmens stützt die verbindenden Elemente und schafft Voraussetzungen, die Ausübung des „Rechts auf Stadt“ zu gewährleisten. Diese sind darauf gerichtet, möglichst gleiche Ausgangsbedingungen herzustellen und zu gewährleisten, dass die Anteile an ihrer Erhaltung gemäss den Vorteilen festgesetzt werden, die verschiedene Lagen aus ihnen ziehen.
Neben der Wohnungsfrage gehört die möglichst uneingeschränkte Bewegungsfreiheit zu den grundlegenden Voraussetzungen einer Teilnahme an diesem städtischen Leben. Deren Kennzeichen ist Art und Beschaffenheit der Infrastruktur und innerhalb dieses Komplexes das, was als Öffentlicher Personen Nah Verkehr (ÜPNV) bezeichnet zu werden pflegt.

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Frankfurter Häuptlinge – eine kleine und notwendige Nachbetrachtung

Auf die aktuelle Situation zu reagieren, führt manchmal dazu, kleine Nebenstränge in der Hektik zu übersehen, obgleich sie doch ein bezeichnendes Licht auf die Situation zu werfen in der Lage sind. So auch hier. Doch sei dies an dieser Stelle sogleich nachgeliefert. Wenn die Geschichte mit dem Palmengarten nicht so traurig wäre, sieht man sich [...]

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Frankfurter Häuptlinge 2 – gesellschaftliche Avantgarde


Foto: ambition.
Wir hatten anlässlich der unerheblichen Einlassungen eines ehemaligen Frankfurter Häuptlings einige Gedanken und Bemerkungen zu dem Feld der Avantgarde in diesen Zeiten angestellt und den politischen Teil ins Visier genommen. Aus aktuellem Anlass wenden wir uns nun dem gesellschaftlichen Aspekt dieses Feldes zu.

Aus revolutionären Lehrlingen werden die Haushofmeister des mondänen Bürgertums
Herumgekommen ist Er, dass muss neidlos anerkannt werden: von der Kommune in Heddernheim, über diverse WGs, das Kollektiv des Strandcafé, dann Würstchenverkäufer in Berlin und pünktlich zu den Fleischtöpfen in Frankfurt, genannt „Hessenknete“, gespeist aus der Regierungsbeteiligung des J.F. Mitsamt grüner Entourage.
Jetzt endlich an der Spitze und Inhaber Frankfurts exquisiter „Gut Stubb“, dem Gesellschaftshaus des Palmengartens. Seit der Hessenknete sind die Quellen nicht mehr versiegt, Frankfurts Kämmerer rücken die Kohle heraus, wenn Er löckt.
Zweifellos: es ist etwas geworden aus dem Bub, hatte die Familie doch schon jede Hoffnung auf eine glückliche Wende aufgegeben, unangefochten steht er an der Spitze der Frankfurter Sponti-Gourmet-Front; aus der einst schmachtenden und stets von Nicht-Erfüllung bedrohten Liebe ist eine veritable Ehe geworden. Immer Glanz und Glitter des Schumann-Theaters am Hauptbahnhof im Kopf, jener Attraktion mit morbidem Charme der Zwanziger des letzten Jahrhunderts, voller Sehnsucht nach dieser ungezwungen weltstädtischen Atmosphäre. Nun ist Er im Rampenlicht, nicht unbedingt eine Rampensau, aber doch der nicht zu umgehende Spiritus Rector der Stadt, Haushofmeister der feinen Gesellschaft, die sich an seinen Plätzen sicher weiss, was Er durch eine geschickte Preispolitik zu erzielen weiss. (Laut FR ist die billigste Vorspeise auf der Speisekarte: “Bretonische Sardine an Bourride auf Bouillabaisse-Schaum” für 32 Euro).

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Die Planierung der Länder – auf dem Weg nach Indien

Sechzig Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung wird Indien wieder einmal zum Ausverkauf angeboten. Kritische Stimmen hier vergleichen die neoliberal fundierte Öffnung des Landes durch die Congress-Partei denn auch mit dem Aussaugen des Subkontinents durch die Ostindien-Company einst. Und die nun kommende Invasion des transnationalen Kapitals verspricht auch fette Beute, denn es geht um den Einzelhandel und das Versicherungswesen.Dazu muss man wissen, dass beide Sphären die Existenzgrundlage für einige hundert Millionen indische Haushalte bilden. Dementsprechend gross die Aufregung und die Drohgebärden vor der entscheidenden Abstimmung im Parlament. Doch wir sind in Indien und die bis auf die Knochen korrupte Vorsitzende der Partei der Kastenlosen ist auch rechtzeitig umgekippt, da die Umsetzung der Massnahmen weitgehend Sache der einzelnen Länder ist. Hier macht sich denn auch Goldgräberstimmung breit. Das Ergebnis war denkbar knapp und die Initiative zum Ausräumen des Landes wäre wohl gescheitert, wären die Parteien der kleinen Leute nicht rechtzeitig ins andere Lager gelaufen, im Namen der kleinen Leute.

Das Eindringen des grossen Geldes (WalMart, Tesco) trifft die kleinen und mittleren Händler genau so wie die kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe, die dem kommenden Druck kaum standhalten können. Hier kann man nur hoffen, dass die Aktionen von vor vier Jahren wiederholt werden und immer kurz vor Eröffnung die neuen Läden warm renoviert werden. Damals sehr erfolgreich und von der Bevölkerung durchaus begrüsst.
Indien ist ein Land mit hoher Sparquote und das Geld war überwiegend beim staatlichen Versicherungskonzern gebunkert, was diesen liquide hielt. Schon die erst Novellierung der Gesetze über Beteiligungen in diesem Sektor führte zu einer erheblichen Verminderung der verfügbaren Gelder, was sich in rasender Fahrt fortsetzen dürfte, haben Gangs wie Allianz hier erstmal Fuss gefasst.

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Frankfurter Häuptlinge – die ewige grüne Avantgarde

Der Wandel der GRÜNEN von einer linksliberalen Öko-Partei zu einer stramm neu-konservativen Institution beruhte in den letzten Jahrzehnten auf 2 Säulen. Einerseits die südwestdeutschen Handwerks-Grünen, die es auf einer Welle kleinstädtischer Zustimmung bis in die baden-württembergische Staatskanzlei spülte, und andererseits die Frankfurter Talkshow-Variante, mit der ein Trupp “Spontis” ihre ehemaligen Gegner an staatlichen Schaltstellen noch toppen möchte. Aus Anlass eines Plädoyers für bundesweites Schwarz-Grün vom Frankfurter Grünen-Häuptling im Spiegel folgt eine Erinnerung an den Weg zum Erfolg letzterer.
Ohne Zweifel: die ehemaligen Frankfurter Häuptlinge der “Spontis” haben reüssiert. Das müssen sie ab und an unter Beweis stellen, allen voran der Chef der europäischen GRÜNEN-Fraktion Daniel Cohn-Bendit, dessen Markenzeichen seit jeher der grosse Wurf ist, als “Realo” schon bei der Gründung der Partei. Und der Stefan Raab der Grünen bleibt sich treu, denn als wahrer Olympier der Revolte, oder gerade deren Medienvariante, folgert er, dabei sein ist alles – und das ist zumindest ehrlich, reflektiert es doch die vorherrschende Stimmung. Gemäß dieser gibt es nur den Platz des Prinzen neben Angela Merkel – momentan, Stuttgart liefert hier allerlei Spekulationsgründe. Es zeichnet einen Realo eben aus, dies ohne Vorbehalte und natürlich auch ohne Vorurteile zu verkünden.

Seit dem Ende der Revolte ging es darum, mit der Nase im Wind zu bleiben, einen schönen Platz für sich zu finden und deshalb mit feinem Gespür „mehrheitsfähige“ Konstellationen aufzuspüren.

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Blockupy im Oktober 2 – Von wegen Internationale Solidarität

Einige ketzerische Betrachtungen zur Arbeitskonferenz von Blockupy am Wochenende in Frankfurt erscheinen angebracht, denn allzu groß war die Diskrepanz der Beiträge, wobei die Verschiebung der Ebenen besonders augenfällig war. Das Bemühen auf deutscher Seite, zu belegen, dass auch hierzulande „Kämpfe“ stattfinden, geriet in die Nähe einer Peinlichkeit. Ein Dialog mit den Genoss*innen aus dem Süden fand so gut wie gar nicht statt, jedenfalls nicht auf den Podien.

Grob gefasst könnte das Motto lauten:
wenn es schon hier nicht klappt, dann eben eine Nummer grösser!

Das Bemühen, darzustellen, welch schwerwiegende Kämpfe in der Bundesrepublik toben, war greifbar, wohl auch um abzuwehren, dass jemand auf die Idee käme, einmal nachzufragen, wie das mit Gewinnern und Verlierern auf europäischer Ebene denn bestellt ist. Es hätte bedeutet, sich damit auseinanderzusetzen, welche Auswirkungen dies auf der aktuellen Gewinnerseite so alles hat, unabhängig davon, wie die Verteilung dortselbst aussieht, bietet sich hier doch ein Einfallstor für den Common Sense, der nunmal chauvinistisch ist und enorme Zustimmung zur offiziellen deutschen Haltung signalisiert.
Stattdessen erlebten wir eine Aneinanderreihung von Beiträgen, bei der zu fragen bleibt, was sollte damit erreicht werden (wenn man nicht unterstellt, dass hier eine Art „Menschen bei Maischberger“ stattfinden sollte)?
Da wird die recht Substanz-freie Rede über gewerkschaftliche Bildungsforderungen mit den italienischen Studierendenstreiks für eine selbstbestimmte Hochschule samt Inhalten im Kontext einer nicht-kapitalistischen Gesellschaft verbandelt, die endlosen Auseinandersetzungen um Existenz-vernichtende Schulden in Spanien mit einem Kredit-Audit, die Überlebenskämpfe in Griechenland mit der Rekommunalisierung eines Klinikums in Hessen.
Die fehlende Unterstützung linker Interventionen und Initiativen hier, gerade hier in dieser Stadt und der Versuch mit einem Beispiel, eine Diskussion darüber anzustossen, liefen geradewegs ins Leere, das gleiche Thema war jedoch einen wohlwollenden Beifall wert als ein griechischer Genosse von horizontaler Organisierung sprach. Dies alles war recht geschmacklos!
Die Ausdifferenzierung auf europäischer Ebene schien in diesem Einheitsbrei nicht zu existieren und damit verflüchtigte sich der letzte Rest an Substanz in den Frankfurter Spätsommerhimmel.
Schaut her, ihr Genoss*innen aus dem Süden, wir sind auch ganz schön betroffen und trotzdem sind wir solidarisch. Fein, da kann es ja losgehen. Hier herrscht zwar Friedhofsruhe und der Merkelantismus hat eine solide Mehrheit, das werden wir aber aufwiegen – mit den besseren Parolen.

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Philosophicum caritativum

Anlässlich der so überaus positiven Berichterstattung in der FR über ein Stückchen sozialen Frankfurts, das an die beste Tradition der humanistischen Stifterpersönlichkeiten dieser Stadt erinnert. Ein durchaus polemisch gemeinter Kommentar.

Die Zivilgesellschaft übernimmt Verantwortung, man sieht sie vor sich, diese Insel der Glückseligen, inmitten der Hochpreiswüste, die da heissen wird „Kulturcampus Bockenheim“, diese schöne neue Welt, in der Gut-Betuchte und weniger Betuchte in vollkommener gegenseitiger Anerkenntnis den ihnen angewiesenen Platz einnehmen sollen, fürsorglich die einen, dankbar die anderen.
Das Projekt Philosophicum – wie es immer wieder angepriesen wird – befindet sich in bester Lage, guter Nachbarschaft, ist Eigentums-kompatibel und des Wohlwollens selbst der Vordenker der Bertelsmannstiftung sicher. So wie jetzt wieder in der FR propagiert, gerät es zum Leuchtturm des etrwas anderen Frankfurt und ist ein Beispiel für den oft behaupteten, bislang jedoch kaum ausgemachten >>trickle-down<< Effekt, nachdem nur dafür gesorgt werden muss, dass es den einen besser geht, damit der Rest davon profitieren kann.

Datei:Frankfurt, Philosophicum.jpg

Das Projekt passt in diese Stadt und setzt die noch junge Tradition fort, die mit der Genossenschaft „Fundament“ auf dem Naxosgelände im Ostend so verheissend begann. Und tatsächlich ist der eigentliche Zankapfel schlicht und ergreifend das Geld. Denn es ist geeignet auf Seiten der ABG Holding die Gewinnerwartungen nach unten zu drücken, auf der anderen Seite allerdings auch die Zahl der Anwärter auf den Status einer/s Genoss*in: Letzteres kann allerdings in Grenzen gehalten werden durch erleichterte Kredite – wie wir dies im Rahmen von Empowerment-Strategien in der Entwicklungshilfe kennen.
Keine Rede mehr von dem Ruf nach dem Staat in Form von sozialen oder besser kommunalem Wohnungsbau, schon gar keinen nach der Dekommodifizierung von Grund und Boden.

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Veranstaltung: Die Nassauische Heimstätte in der Business-City

Es war schön zu sehen, dass und wie sich alle gefreut haben, etwas Positives vermelden zu kön­nen und auch mal in der Schilderung eines „Erfolgsmodells“ zu schwelgen. Ansonsten bleibt fest­zuhalten, dass hinterher weit mehr Fragen bestehen und auf die meisten keine Antwort. Das liegt nicht unbedingt am fehlenden guten Willen der Beteiligten, der war überreich vorhanden an die­sem Abend, es ist auch eine Frage von Macht- und Mehrheitsverhältnissen, von aktiver Opposition und deren Fehlen vor allem.

Also erstmal die gute Nachricht: die Drohung eines Verkaufs der Nassauischen Heimstätte an die ABG oder einen genauso schlimmen Finger, ist zunächst vom Tisch, es wird nicht daran gerührt und auch die Verfassung der Gesellschaft bleibt wie sie ist. Die Podiumsrunde war sich einig, stan­den sie doch alle auf derselben Seite und es klang phasenweise zu schön, um wahr zu sein. Immerhin war der Wechsel im OB-Zimmer die entscheidende Grösse in diesem Spiel, denn damit konnte der Coup der hessischen Landesregierung nicht mehr über die Bühne gebracht werden.

Dieses Hochgefühl legte sich dann doch etwas bei den folgenden Fragen aus dem Auditorium.

Es wollte einfach keine Konsequenz klar werden, die sich aus dem Erfolgsmodell NH ziehen lies­se, was im Hinblick auf die Frankfurter Situation und vor allem an diesem Platz – immerhin der künftige Kulturcampus – unbefriedigend ist.

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Wettbewerb: Spanien erfüllt wichtige Bedingungen

Wie heute erst bekannt wurde, hat die Spanische Regierung Rajoy einen entscheidenden Schritt auf dem Wege unter den Rettungsschirm hinter sich gebracht. Wie aus Brüssel verlautete, waren dies Massnahmen Teil des unabdingbaren Pakets von Eigenleistungen der Spanier, ohne die es keine Gelder aus dem Rettungsfonds gegeben hätte. Auch aus dem Berliner Finanzministerium verlautete, dass man [...]

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Cameron will seinen eigenen Krieg – auf der Suche nach Assange

Phantastisch: Großbritannien überlegt, die Botschaft von Ecuador zu stürmen, um Julien Assanges endlich habhaft zu werden und ihn los zu werden, damit die Amis ihr Exempel statuieren können. Vor allem außerhalb Europas stößt diese alte Art Politik zu machen, auf grosses Interesse und man darf auf die Belagerungen britischer Botschaften schon sehr gespannt sein. Nun [...]

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Frankfurter Mietspiegel – raus aus der Posse und rein ins Parlament

Beim Mietspiegel für Frankfurt hat es bei Erscheinen einige Aufregung gegeben, zugegeben, nicht im Ansatz genug, doch es könnte der Auftakt gewesen sein.
Dies setzt voraus, dass nicht nur die Mieter*innen vor allem der städtischen Gesellschaften sich zu organisieren beginnen, die Mitglieder der Mietervereine mobil machen und in diesen Vereinen endlich eine Diskussion über das Mandat dieser Organisationen führen, sondern es ist dafür zu sorgen, dass in dieser Frage die nötige produktive Unruhe ins Stadtparlament getragen wird.

Bislang waren diese Vertreter-Organisationen halt nicht mehr als das schmückende Beiwerk, das Legitimations-Mäntelchen einer ansonsten , na sagen wir mal, äusserst dubiosen Veranstaltung, was sich an den Ergebnissen deutlich ablesen lässt. Zudem hat es die Spitze des Magistrats stets sehr geschickt verstanden, diese Papiere durchs Parlament zu schmuggeln.
Es ist dies ein weiterer Beleg für die Missachtung demokratischer Regularien, die sich fortsetzt in PPP-Verträgen oder schlicht der Auslagerung von Aufgaben in zwar Stadt-eigene aber nichtsdestoweniger selbständige Gesellschaften, die jede Kontrolle mit dem Verweis auf Geschäftsgeheimnisse abschmettern.

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Der Rechtsweg ist erschöpft – Räumung des Occupy-Camps

Die vollmundigen Ansagen von der Ausschöpfung des “Rechtsweges”, vorgetragen vom neuen Primus inter pares entpuppten sich wieder einmal als die Art von Einreden, die den Redner beruhigen. Also: alles wie gehabt.

Was sie für sich und ihre Interessen so gerne in Anspruch nehmen: die formalen Abläufe, die abzuwarten sind, das hat hier wenig Bedeutung. Gut gerüstet und vorbereitet, wartete unser Ordnungsrambo Frank nur auf den Spruch des Vorsitzenden und schon, zack, eine SMS, und die Staatsmacht war dabei, die hochgerüsteten Klon-Krieger durften in das Camp einfallen.

Und unser allseits geliebter Feldmann? Schweigen.

Der Zynismus der neoliberalen Standortpolitiker dieser Stadt tobt sich ungehindert aus, indem er die Aufmerksamkeit auf die lenkt, die dem “guten” Frankfurter schon je ein Dorn im Auge waren: Obdachlose, Alkis, Drogis, Roma, der gesamte Müll, der sich auf den Wallanlagen breit macht, auf penetrante Weise sichtbar wird, und der doch in der Innenstadt nichts zu suchen hat. Nun können sie, die wahren Leistungsträger, wieder durch diesen Teil der Anlage hetzen, um zu ihrer Arbeitsstelle zu kommen, ohne sich mit Meinungen konfrontiert zu sehen, “denen sie nicht ausweichen können”. Auch den Bankern geht es wieder besser, können sie doch unbeschwert aus den Fenstern schauen, ohne sich die Folgen ihren Tuns vorhalten zu lassen.

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Die Stadt, der Müll und das Camp

Eine stillschweigend hingenommene Räumng des Occupy-Camps ist ein Zeichen mehr für Ratlosigkeit innerhalb des linken Spektrums in dieser Stadt. Gerade weil das Camp mitten in der Stadt angekommen ist.

Das Camp geht uns alle an. Und wir sollten es zu unserer Sache machen, denn längst hat es die Dimension des „friedlichen Protests gegen die Gier der Banken“ gesprengt und ist im städtischen Alltag angelangt. Es stört, es stört, weil es sichtbar macht, was die Herrschaften so gerne ins Nirgendwo verbannt sähen, weil es mittlerweile vor Augen führt, welche konkreten Konsequenzen die herrschende Politik hat.

Das ist sowohl den Stellungnahmen der Camper als auch den Einlassungen des Ordnungsdezernenten zu entnehmen. Und dessen An- und Einsichten findet man im Original bei Sarazzin, wenn er schwadroniert, die Frankfurter Wallanlagen den Frankfurter Bürgern zurück zu geben, was ja nichts anderes heisst als dass sich momentan Gruppen dort aufhalten, die eben nicht zu jenem erlauchten Kreis gehören. Es bedeutet auch, dass sich jene, die nicht zählen, ein Stück Stadt genommen haben. Sie stören das Selbstbild, den Standort.

So empfiehlt der Herr Frank denn auch die traditionellen Formen des Protests, weist darauf hin, dass es sich doch überlebt hätte – und dies nachdem er mit allen Mitteln vor einiger Zeit genau jene jetzt hoch gepriesenen Formen zum Anlass genommen hat, die gesamte Innenstadt für Tage zur No-Go-Area zu erklären. Aber nun steht das grosse Museumsufer-Fest vor der Tür und spätestens da müssen die „Schmuddelkinder“ wieder verschwunden sein.

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Occupy und Feldmann

Es sind neue Töne, die da aus der  OB-Suite im Römer kommen: es gehe um politische Inhalte. Da müht sich ein Ordnungsdezernent mit grosser Akribie darum, genau dies zu vermeiden und dann das! Ratten, Roma, Alkis, das sind doch die wahren Probleme, da muss doch Ordnung geschaffen werden. Es ist erstaunlich – trotz aller Vorsicht [...]

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Staatsdiener im neoliberalen Projekt – Spanien

Das hierzulande praktisch Undenkbare ist geschehen, nicht irgendwo, sondern um die Ecke im Euro-Raum, für den wir hier unser Herzblut geben – klar, nur mit Gegenleistung. Die “tragenden Säulen” eines jeden Staates, Richter,  Polizisten, Feuerwehrleute, haben aufgerufen zu einer Demonstration, damit nicht genug, sie sind mitmarschiert, nicht die traditionell unzuverlässigen Angestellten öffentlicher Dienste, die jahrzehntelang [...]

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Aus dem propagandistischen Wörterbuch 1 – ‘Krise’?

Langsam erscheint es an der Zeit, die Metaphern ins Visier zu nehmen, mit denen man uns permanent bombardiert und die wir Gefahr laufen, einfach zu übernehmen, ohne weitere Überprüfung, mitsamt ihren Konnotationen, dahinter verborgenen Absichten, um dann einmal herein gefallen, sie zur Richtschnur unserer Entscheidungen zu machen.

Zur Zeit alles überragend: >>Krise<<!

Etwas, das uns alle über die jeweilige individuelle Situation hinaus betrifft, nahezu unterschiedslos sind wir ihr ausgeliefert. Und alle müssen sich bemühen, in aller Differenz unterschiedslos, ihrer „Herr“ zu werden.

Mit Verlaub, liebe Leute, das ist schlicht Blödsinn, hat so viel Realitätstauglichkeit wie z.B. jene „unsichtbare Hand“, von der immer im gleichen Atemzug die Rede ist. Irgendwie sind wir da tief im Repertoire der Illusionisten angelangt (Zauberer gibt es nicht mehr, wir müssen mit der „Light“-Variante vorlieb nehmen). Nicht genug damit, damit es richtig ablenkt, wird es an andere Begriffe angehängt, die ähnlich dubiose Vernutzung erfahren, so getextet aber an jeden persönlich zurück verwiesen werden können.

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Stand der Dinge – Frankfurt im Sommer

Nun ist er vollzogen, der Wechsel an der Spitze – und alles scheint so weiter zu gehen, wie es sich für eine ά-City gehört. Na gut, das mit der Green-City Sache hat nicht geklappt, fehlt die Streuobstwiese in der Anlage, die hängenden Gärten und der CO2-neutrale Kulturcampus. Was nicht ist, wird sicher noch werden.

Das Wetter ist beschissen und die Kämpfer*innen sind erschöpft. War doch einiges los in der Stadt, jetzt ist es wieder ruhig wie immer, die Goethestrasse ist nicht mehr verrammelt, die Freßgass’ kann ihre Feste feiern, am Bockenheimer Depot wird endlich für alle gebaut, die Frankfurter Hoteliers können ihrerseits wieder ruhig schlafen, die Bettensteuer kommt nicht, dafür gleichen sich langsam aber stetig Miet- und Hotelpreise an.

iron frankfurt

Die Menschen von Maredo verlieren ihre Prozesse, die bei Neckermann ihre Jobs, die Deutsche Bank macht glänzende Geschäfte (und sich nichts aus der Unterscheidung legal – illegal), sowieso boomt Deutschland und an seiner Spitze steht Frankfurt.

Nur will sich partout kein Gefühl von Zufriedenheit einstellen, auch nicht in den Strassencafés der bekannten Frankfurter Meilen. Dabei hatte die Stadt reichlich Zuspruch in letzter Zeit: 30.000 bei Blockupy, 70.000 bei JP Morgan-Lauf, etwas 200.000 beim Ironman, hübsch was los. Alles hetzt von Event zu Event und das Leben pulsiert, das erfreut das Herz eines richtigen Metropoliten. Und das muss einfach weiter so gehen. Frankfurt ist voller Leuchttürme, die strahlen hinaus, global.

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Absage der Veranstaltungen Sommerfest Bockenheim

Die Veranstaltungen, die für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag angekündigt waren, wurden abgesetzt und werden zu gegebener Zeit nachgeholt. Wir werden rechtzeitig und umfassend darüber informieren und uns ausführlich damit auseinandersetzen. Ist nun mal nicht so gelaufen, wie es gedacht war und fände jetzt auch nicht die Resonanz, die sie verdienten und die für die weitere [...]

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Kultur Campus, mon amour am 30. Juni – „komm ma’ gucken, Peter Feldmann“

Das kann doch nicht alles gewesen sein! Ist es auch nicht. Die scheidende OB war ein bisschen zu schnell mit ihrer Schwadroniererei, dass „Bockenheim nun befriedet“ sei, wie sie so aufgeplustert nach den Planungswerkstätten von sich geben musste, was sie vermutlich für ihre erfolgreiche Strategie hielt. Offenbar ist mit dem Ende ihrer Dienstzeit auch ihr [...]

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Im Regen stehen – Nachbetrachtung zur Mietendemo in Frankfurt

Eine kritische Betrachtung von Protest-Aktionen wie die letzte Demo zum Mietspiegel am 31. Mai in Frankfurt, die sich darin erschöpft, individuelle Fehlleistungen – oder aber Vorzüge – aufzulisten, muss notwendig zu kurz greifen. Sicher, die Frustration ist verständlich angesichts der ‚Thematik, der großen Zahl Betroffener und der Tatsache, dass sich dies nicht in den Teilnehmerzahlen niederschlug.

Wichtiger ist allerdings, dass sich hierin manifeste Schwierigkeiten der Linken ablesen lassen, was auf strukturelle und inhaltliche Defizite weist.

Aktionen und die Gründung solcher Bündnisse, Netzwerke usw. setzen auch neue politische Impulse, was sich jedoch nicht naturwüchsig in einer erweiterten Basis und höherer Mobilisierung ausdrückt. Ein Hangeln von Aktion zu Aktion lässt sich leicht als Schleifenbewegung erleben, die trotz erheblicher Aktivität immer wieder am gleichen Ort landet, der nur deswegen als neu betrachtet wird, weil man ihn durch eine andere Seitenstrasse betritt.

Wie sah es aus bei der Aktion

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Offener Brief – an alle Schlecker-Mitarbeiter_innen

Wir haben euer Angebot zur Kenntnis genommen. Grundsätzlich ist es sehr verantwortungsvoll, dass ihr bereit seid, auf 10 % eurer Bezüge zu verzichten. Leider müssen wir euch mitteilen – zu unserem grössten Bedauern – dass dieses Angebot zu spät eingegangen ist und nun leider als völlig unzureichend angesichts der Forderungen der Gläubiger sich erweist. Als [...]

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Vom Mietspiegel in der unternehmerischen Stadt

Der neue Frankfurter Mietspiegel eröffnet die nächste Folge im andauernden Verteilungskampf von unten nach oben, er läutet ebenso die nächste Runde der Anlage des durch die Welt marodieren­den Kapitals ein, dem hier ein interessanter Profit geboten wird.

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Mietspiegel sind nicht neu, weshalb gerade jetzt der grosse Aufschrei zum neuen in Frankfurt?
Es sind wohl vor allem zwei Dinge, die den Menschen an Hand dieses Mietspiegels in ihrer jetzi­gen Lage deutlich vor Augen geführt werden: einmal, dass man die meisten in bestimmten Gebie­ten der Stadt gar nicht mehr haben möchte, zum anderen, dass in diesem Mietspiegel endlich of­fen ausgedrückt wird, um was es denn geht, wenn dieses Instrument bedient wird.

Es ist hier ganz nützlich, einmal ein bisschen in der Geschichte der Stadtplanung zu schnuppern, vor allem, wenn es um Sachen geht, die heute wieder als Kampfbegriff erscheinen, wie es die „Lage“ seit je war.

Im 19. Jhrdt. war mit „Lage“ stets das Unternehmen verbunden, das mengenmäßig stärker werden­de Proletariat aus den Filet-gebieten der Städte heraus zu halten. Damit dies nicht aber auf dem Umweg über die Profit-Interessen einzelner Grundherren doch geschieht, versuchte man für diese Quartiere einen Bebauungsplan zu erstellen, der eine hohe Verdichtung, die notwendig für den Bau primitiver Unterkünfte war, verhinderte und die heimelige Welt der gehobenen Schichten ermögli­chen sollte. Neben der Dichte waren es die angenehme Nähe zu den Institutionen der Zentren, die Ferne von Fabrikanlagen, Gelegenheiten zum Flanieren.

Der neue Mietspiegel räumt auch mit der Illusion auf, er diene der objektiven Bestimmung von Wohnqualitäten dieser Stadt und einer Findung eines angemessenen Mietzinses. Wurde diese Be­hauptung früher auch schon belächelt, ist sie nun völlig leer und verweist ins Reich der Wünsche.

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Viel Lärm um Wenig – ver.di, keine grosse Oper

Fing es nicht viel versprechend an, 6,5 %, mindestens 200 Euro für die unteren Tarifgruppen? Grosse Bereitschaft zu Warnstreiks im Land! Jetzt sind wir dran, war zu hören. Wer gespannt war, der sieht sich verwundert zurück gelassen. Dürftig die Auskunft nach dem ganzen Rummel der täglichen Pressemitteilungen und Streikmeldungen. >>Wir haben eine Einigung erzielt<< Das [...]

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Günther Grass – der überschießende Beißreflex der Eliten

Die Diskussion ist pathologisch, die wahren Wutbürger sprengen ihre mühsam errichtete zivilisierte Schale und mutieren zu diesen Werwölfen mit Ladehemmungen. Der Zustand (der Eliten) dieser Welt offenbart sich nicht in diesem Gedicht, jedenfalls nicht ihre Gewaltbereitschaft, in der Reaktion auf seine Veröffentlichung schon. Und es darf angenommen werden, dass je genauer die Beschreibung, umso gewalttätiger [...]

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Mein M31, oder: versprochen, das nächste Mal bin ich mutiger

geheime wahrheiten
Bild: Geheime Wahrheiten

Demonstrationen sind Gelegenheiten, Menschen zu treffen, mit denen nur wenig Schnittstellen im Alltag bestehen – und mit ihnen gemeinsam zu handeln. Es läuft viel mehr ab als in den gängigen Berichterstattungen zu erfahren ist. Diese offiziellen Statements erfassen nicht die Breite des Geschehens, deshalb: hier eine sehr persönliche Ansicht, auch und gerade über das Klima der Angst, das die Herrschenden so wirksam verbreiten.

von Mimi

Das kleine Mädchen, ca. 9 Jahre alt, schaut zu mir hoch: „dein Gummibärchen schmeckt aber komisch“, ich hole die Verpackung aus meiner Jackentasche, darauf steht „Well forever Sport, ohne Fett“. Es sind Fruchtgummis sage ich dem ernsten jungen Gesicht (siehst du!).

Wir: sie, Ihr Vater, beide ihre Fahrräder schiebend und ich laufen gerade auf der Berlinerstrasse an Polizisten vorbei. Sie stehen Spalier, behelmt, maskiert, Blick geradeaus wie erstarrt. in ihrem martialischen Imponiergehabe (ist überhaupt was drin in der Montur?). Wir sind mitten auf der Demonstration zum Europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus, Motto: Kapitalismus ist die Krise zu dem linksradikale Gruppen und anarchosyndikalistisch Gewerkschaften aufgerufen hatten.

An dem Börneplatz stockt der Demonstrationszug und plötzlich will ich nur noch die Flucht ergreifen. Die Klon-Krieger haben mich doch eingeschüchtert. Ich verabschiede mich von meinen Kompagnons. Kurze Zeit später überholen sie mich mit dem Rad. Für uns ist die Demonstration zu Ende.

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Planungswerkstätten – die unendliche Geschichte

Die Herren und die Transparenz Das Harmonische, jener viel beschworene Zustand der befriedeten Frankfurter Stadtgesellschaft, das seinen Ausdruck in der konstruktiven Atmosphäre der ebenso hoch gehaltenen Planungswerkstätten so ostentativ vor sich her trägt, erhält immer wieder feine Risse. Sei es, dass die eine Seite immer weiter von ihren ursprünglichen Forderungen abrückt und damit eine einheitliche [...]

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Das “gute Leben” – Beitrag zum Kongreß “Wem gehört Frankfurt

good-life
Auf den Kongreß ‘Wem gehört Frankfurt?’ am 18. März hielt der Vertreter der FALZ (Frankfurter ArbeitslosenZentrum) einen Beitrag, in dem er Möglichkeiten des “Wie weiter?” behandelte und der auf dem Abschlußplenum nicht mehr behandelt wurde. Da wir ihn jedoch für wichtig und inspirierend erachten, drucken wir ihn hier ab. Wir meinen, dass hier ein guter Aufhänger für weitere Kooperationen und Diskussionen gegeben ist, weit über diese Zeitung hinaus.

Das gute Leben

von Harald Rein

„Alles muss man selber machen….Sozialen Fortschritt erkämpfen!“, unter diesem Slogan fand am 14.01.2009 in Frankfurt der letzte Versuch statt soziale Initiativen, politische Gruppen und Einzelpersonen in der Banken- und Finanzmetropole zusammenzubringen, um gemeinsame Inhalte auf einer großen Demonstration zu transportieren. Trotz großer Beteiligung hinterließ weder die Vorbereitung noch Nachbereitung der Demonstration einen nachhaltigen Eindruck auf die beteiligten AkteurInnen diese Form der Manifestation möglichst bald zu wiederholen. Nur mühsam konnte ein Platzen des Bündnisses im Vorfeld vermieden werden, Diskussionsbeiträge waren durchsetzt von theoretischen Alleinvertretungsansprüchen der beteiligten Gruppen und Einzelpersonen, die Gesamtstimmung permanent aggressiv.

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Stadtsplitter – in die eigene Frankfurter Geschichte eintauchen

Betrachtungen beim Gang durchs Quartier

Es ist so eine Geschichte mit der eigenen Geschichte, sie weist so manche Biegung und Verbiegung auf, will man sich wirklich erinnern. Dabei tritt dies ab und an ganz spontan ein und ist nicht immer wirklich zufriedenstellend, besonders wenn man sich mit einem Thema herumschlägt, das nicht unbedingt erbaulich ist. nehmen wir mal das Schlagwort ‚Gentrifizierung’. Diese Erinnerungen werden so ganz beiläufig nach oben gespült, ein Gang durchs Viertel, die Erwähnung einer Strasse im “Nordend”.

Ich komme an Häusern vorbei, in denen sich „meine“ Wohngemeinschaften befanden, an weiteren, in denen befreundete WG zu finden waren, entweder besetzt und/oder legalisiert, oftmals auch ganz schlicht gemietet, war nichts besonderes damals, Wohnungen, in denen üblicherweise die UnterzeichnerInnen der Mietverträge längst in alle Winde verstreut waren, mit denen zusammen Mietstreiks organisiert und Räumungsbegehren abgewehrt wurden.

Dann passiere ich solche Häuser, in die „MitkämpferInnen“ als neue Eigentümergemeinschaft einzogen, lange bevor eine solche Tat als >>Gentrifizierung<< bezeichnet werden sollte. Schon hier zog sich ein Riss, waren diese Häuser zum Teil mit kriminellen Methoden entmietet worden, was jedoch ob der Freude am eigenen Heim sehr schnell in Vergessenheit geriet. Ausserdem: die „Neuen“ waren ja die Alten, Teil der eigenen Subkultur.

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Frankfurter Wahltheater – von Tigern und anderen schwarzen Kätzchen

Mein Gott war das ein Erlebnis ihn wieder zu sehen, unsere heimliche Kiezgrösse für den gehobenen Geschmack. Da prangt er doch tatsächlich im Medium unter großer Fahne, dort wo es ihn immer wieder magisch hinzieht, fachmännisch aufgenommen von unten, so wird der Macher erst imposant. Einer, der dereinst auszog, die Verhältnisse vom Kopf auf die [...]

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Frankfurt Blues – Abschied von der Partizipation

Dieses Wochenende findet in Frankfurt der Abschluss der ersehnten Planungswerkstätten zum „Kulturcampus Bockenheim“ statt, die regen Zuspruch fanden. Wir haben schon mal die Erklärung aufgesetzt, um sie entsprechend zu würdigen. Aber: nicht vergessen, noch ist nichts entschieden! Gut, dass wir miteinander geredet haben. Mit Fug und Recht können die Planungswerkstätten als voller Erfolg der lebendigen [...]

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„Wir sind ein Bild aus der Zukunft“

Wie schnell man die Zukunft schon hinter sich hat

Das Motto ist gut gewählt, die Regionen dieser Welt bewegen sich in denkwürdiger Gleichförmigkeit aufeinander zu – und dies keineswegs zum Besseren für die Mehrzahl der Betroffenen. Die Ungleichzeitigkeit dieser Entwicklung gibt uns Gelegenheit, an hand verschiedener Regionen einmal darzustellen, was uns erwarten könnte – nicht muss, da wir immerhin die Möglichkeit haben, andere Richtungen einzuschlagen. Das TINA-Gewäsch können wir getrost Merkel und Konsorten überlassen.

Wer immer meint, Hauptsache es trifft die anderen und wenn ich nur fest genug mit draufschlage, wird mir auch nichts passieren, wird sich bald mit Niemöllers damaliger Einsicht konfrontiert sehen: „…als sie die Kommunisten geholt haben, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist, als sie die Sozialdemokraten geholt haben, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie mich geholt haben, war keiner mehr da….“

…ein Deutscher, der auf einen Griechen schaut, der auf einen Inder blickt.

Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Nun, auf den ersten Blick nicht viel, so will es scheinen. Was hat dieser fleissige Deutsche schon mit dem listigen Griechen und vor allem dem im Aberglauben steckenden Inder gemein. Da ist dieser Exportweltmeister, der sich verwundert die Augen reibt, dass nicht alle anderen auch Weltmeister sind, der Grieche, der nur zusieht, wie er ohne Risiko seinen Vorteil ergattert und schliesslich, der langsam in den Genuss der westlichen Segnungen kommende Inder, der sich halt erst daran gewöhnen muss, dass die Mango nicht einfach in den Mund wachsen.
Indian Dreams

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Debattenkultur – Sudokus und andere wichtige Beschäftigungen

Da hat man doch gesehen, wie sich unser Finanzminister fit hält. Eisern hält er an seinen Übungen fest, Griechenland hin, Sudoku her. Er muss aber auch viel rechnen in letzter Zeit. Und er ist nicht allein mit derartigen Übungen, Kollegen aus Indien, genauer drei Minister eines südlichen Bundesstaates hatten sich auch filmen lassen als sie [...]

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Ein Kongress und eine Hoffnung – Nachbetrachtungen

Und sie bewegt sich doch! Zunächst mal: die Situation in Deutschland und Europa ist schon seit längerem unerträglich. In Deutschland können wir immerhin 10 Jahre Hartz IV feiern, die südliche Peripherie Europas wird nicht erst seit diesem Wochenende platt gemacht. Selbst das bürgerliche Feuilleton reagiert seit einiger Zeit höchst verschreckt. Der offene Krieg des neoliberalen [...]

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Eine Ohrfeige macht noch keine Kandidatin

Was braucht der Bundesvorstand der LINKE noch politische Gegner, schafft er es doch mühelos allein, sich grenzwertig aufzuführen. Aus der Empörung, nicht mit den grossen Hunden pinkeln zu dürfen, pinkelt man sich lieber selbst ans Bein. Die LINKE hat einen stattlichen Rohrkrepierer zustande gebracht. Konnte man bei GAUck  schon verfolgen, wie man beim Bluffen verliert, [...]

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Programm der Aktionskonferenz vom 24. – 26. Februar 2012

Hier das Programm der Konferenz: Freitag von 18 – 22h, Samstag von 11 – open end, Sonntag von 10 – 14h; Studierendenhaus in Frankfurt Bockenheim, Treffpunkt im Cafe KOZ Freitag Abend, 24.2.2012 18 – 19.30h: Ankommen/Essen und Kennenlernen 19.30 – 21.30h: Aufstände, Platzbesetzungen, Streiks – im Kampf gegen die Krisenregime: Talkshow mit BasisaktivistInnen aus Südeuropa [...]

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Griechenland – Fälschung und Aktion

Nachdem jetzt die SZ schon Bilder verfälscht (Die Unverfrorenheit, mit der in der SZ vorgegangen wird, scheint symptomatisch. Sogar die Quellenangabe ist verfälscht.), um auf die grosse Dankbarkeit der Griechen gegenüber der fürsorglichen Behandlung durch die deutsche Regierung im Besonderen aufmerksam zu machen, denken wir doch, dass es angebracht erscheint, einmal zu zeigen, wem der [...]

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No Troika – Veranstaltung

Aktionskonferenz vom 24. – 26. Februar 2012 Zeiten: Freitag von 18 – 22h, Samstag von 11 – open end, Sonntag von 10 – 14h; Ort: Studierendenhaus in Frankfurt Bockenheim, Treffpunkt im Cafe KOZ Der Kongress bietet die Gelegenheit, ohne den Filter der Mainstream-Medien über die Situation in den Ländern der europäischen Peripherie informiert zu werden [...]

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Grösster Anzunehmender Unfall GAUck

Ein einig Volk von Brüdern (und Schwestern). Zur Wahl des ersten Mannes. Nun ist es heraus, wir werden einen neuen integrativen Bundespräsidenten bekommen, einer, der sagt, was Sache ist, Pastoral ostelbisch, der gute Hirte, mit Argusaugen wachend über die Freiheit. Jetzt wird wieder Verantwortung übernommen (Normalbürger), Zivilcourage als solche auch wieder belohnt (Sarazin), Schluss mit [...]

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Zivilgesellschaft – anderswo

Team Anna – die neuen Mittelschichten machen mobil

Irgendwelche Figuren, die sich als Reinkarnation Gandhis zelebrieren und ihren Forderungen mit medienwirksam inszenierten Hungerstreiks Bedeutung zu verleihen suchen, gibt es zu allen moeglichen Anlaessen in Indien. Wohlweislich sind ihre Fastenkuren stets begrenzt, denn sie moechten ja gerne ihren Erfolg auskosten.

Was also ist anders im Falle des Anna Hazare und seines Teams Anna?

Einerseits werden sie hoch gelobt als Aufbruch in die Zivilgesellschaft, andererseits geben sie mehr als genug Anlass, ihnen mit aeusserstem Misstrauen zu begegnen, streuen sie doch reaktionaere Moralen, die dem mittelalterlichen Indien entsprungen sind.

Nun: Hazare hungert wieder einmal fuer die Einfuehrung eines Anti-Korruptionsgesetzes, auch dies ist nicht das erste Mal, dass dagegen protestiert wird, dass Korruption so alltaeglich ist wie der Sonnenaufgang. Doch dieses Mal folgen dem Aufruf vor allem die wirtschaftlich potenten Mittelschichten der Staedte in einem Ausmass, das selbst den Intiator ueberrascht. Der Zeitpunkt ist genauso geschickt gewaehlt wie das Thema, sind doch Wahlen in einigen bedeutenden Bundesstaaten. Der Angriff gilt der gesamten herrschenden politischen Klasse. Das ist nicht nur griffige Parole, sondern spiegelt sich auch wider in den Forderungen nach Einsetzung eines Gremiums mit weitreichenden Befugnissen, die auch noch dem letzten Provinzpolitiker den Angstschweiss auf die Stirn treiben, die “neuen Leistungstraeger” wollen den alten Fuersten die Definitionshoheit entreissen und den Staat auf das zurueckschrauben, was wohlbekannten neoliberlaen Gedanken entspringt.

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Streiflicher Indien – Talentierter Mittelstand im TV

Alle Welt redet über den aufstrebenden Mittelstand Indiens, der sich wettbewerbslüstern gibt und den vielen Bedrohungen der Globalisierungsverlierer hier und dort trotzt.

In Indien wird in allen Kanälen weiter appelliert mitzumachen, und die Botschaften natürlich – wie hier – direkt in Video übersetzt. Eine kleine Kostprobe südasiatischer Talentsuche geht gerade durchs Web, schaut euch die wirklich einträgliche Erfolgsmasche in Ruhe an.

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Streiflichter Indien

Der FGZ-Korrespondent in Indien möchte mit “Streiflichtern” unsere Perspektive ein Stück aufweiten. Dort gibt es ausser billigen Programmierern und vielen Menschen eine Menge anderes. Zum Beispiel viele neue Atomkraftwerke. Die gefallen nicht allen.

Bewegungen – und auch keine

Landnahmen seitens Verwertungsinteressen sind hier in Indien an der Tagesordnung – bis hin zu veritablen Buergerkriegen. Lange waren Landnahmen fuer AKW lediglich ein Teil davon, ohne dass sich die Proteste explizit gegen die Atomkraft richtete. Auch in Jaitapur, Mharashtra war dies zunaechst nicht anders. Mittlerweile formiert sich allerdings landesweit die gegen AKW gerichtete Bewegung .

jaitapur

Hier gab es in den letzten Jahren die groesste Protestbewegung mit ueber 250,000 Teilnehmern und vielen Toten. Das liegt sicher an den gigantischen Ausmassen ( 6 x 1,600 MW) dieses Vorhabens, dem mehrere tausend Familien zu weichen haben. Der Standort ist knapp 200 km suedlich von Bombay (ueber 20 Mio Bewohner) und noch naeher am boomenden Puna (ueber 5 Mio), um nur die beiden goessten Ansiedlungen zu nennen. Und mittlerweile dehnt sich die Bewegung aus, so wurde im suedlichen Tamil Nadu die Inbetriebnahme eines Meilers von der Bevoelkerung verhindert.

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Berichte von der Sozialfront – Resteverwertung

Wenn jetzt das Netzwerk gegen Lohndumping in der sozialen Arbeit demonstriert (s. Blind Dates), dann ist dies ein Hinweis darauf, was auf diesem Gebiet der Klassenkampf von oben so alles anrichtet, darüber soll aber auch nicht vergessen werden, was im Schattenreich der neoliberalen Stadt so alles herumgeistert. In den letzten Jahren hat sich in aller [...]

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Berichte von der Sozialfront – Griechenland

Bekanntes Szenario. In Tunesien war dies ein Anfang, in Thessaloniki ist es die gleiche Verzweiflung. Kein Geld, kein Kredit, keine Zukunft. Über die Verhältnisse gelebt, Frau Merkel? Tja, wenn das Vertrauen der Märkte fehlt……. Bild: Le Figaro ……da kann sich sich die Selbstmordrate innerhalb kurzer Zeit verdoppeln.

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Campus Bockenheim – der Leuchtturm zieht die Motten an

So, Kaufvertrag besiegelt, Bebauungsplan heimlich bereits abgenickt. Strahlend wird er da stehen der „Kulturcampus“, und in seinem Licht beginnen die Motten zu kreisen. Kultur für alle – die dazu gehören. Selbstverwaltung, natürlich unter der Kontrolle der etablierten Einrichtungen, Kreti und Pleti brauchen Führung und Letztere ein Haus, um sie auch auszuüben. Neben den Institutionen von Weltrang kann eben nicht einfach jeder und dann noch unprofessionell, das geht schon gar nicht. Da sitzt dann auch ein grüner Herr Baier und nickt staatstragend, schon schwer, so ganz ohne Rückgrat nicht umzufallen.

Es melden sich die ¾ Arrivierten, denen nicht nur eine adäquate Spielstätte an prominenter Stelle zusteht, sondern die sich als die natürliche Führungsgruppe empfehlen. Das wird Roth und Junker gut gefallen. Die Vorstellungen dieser Leute sind elitär und zielen auf Eliten, also genau das, was zu diesem Kulturcampus passt. Sie reihen sich in die Phalanx der globalen Player.
Die GRÜNEN preschen vor, hier die AG Kultur, die sich die Vorstellungen ihrer Klientel präsentieren liessen. Bunte Vielfalt, die ich meine!

(s. auch Kurzmeldung GRÜNE zum Kulturcampus)

Das Erscheinen dieser Gruppen kann als sicheres Indiz dafür gewertet werden, dass im Rahmen des Leuchtturmplanes noch etwas zu verteilen ist. Als angeblich freie Gruppen von Weltrang meldet man da schon mal seine Forderungen an. Die Referenzen stimmen, der politische Hintergrund auch. Sie drängen sich förmlich auf, da sie als „Freie“ für die geforderte Offenheit stehen (ähnlich wie ‚die Stadt gehört Dir’). Sie empfehlen sich als weiche Standortfaktoren und fordern Teilhabe. Und sie passen ja auch wirklich in das ABG-Konzept. Vor allem kann man mit ihnen die Schmuddelkinder aus dem Rennen werfen und dabei auf die Vielfalt hinweisen, für die solche Gruppierungen angeblich stehen.

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Dame Roth hält Audienz

Am Montag, den 12. September 2011 ist es so weit. Pünktlich 18 Uhr 15 ist die geneigte Öffentlichkeit zum Defilee geladen. Natürlich auf dem in Zukunft so wundervollen neuen Areal, dem „Kulturcampus Bockenheim“. Es darf geschwärmt werden, von den strahlenden Neubauten (Leuchttürme), den satten Grünanlagen, der Kultur, die nun endlich auch Bockenheim erreicht. Und selbstverständlich [...]

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Herzlichen Glückwunsch, Frau Roth – es ist vollbracht!!

Für 90 Mio. Euro ist das Areal in Bockenheim über den Tresen gewechselt, mit roten Köpfchen und hoch erfreut, dass es wieder einmal ohne jegliche Mitsprache und parlamentarische Kontrolle durchgezogen werden konnte, stellten sich die Lichtgestalten der Presse. Endlich können Sie loslegen, Frau Roth, und wir uns freuen. Es wäre auch zu traurig, wenn Sie [...]

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Eine Leuchte für finstere Zeiten

Michelle Bachmann aus dem HERZEN der USA hat mit ihrer triumphalen Initiative, die in den Wirren sozialistischer Umgestaltungsversuche die Welt in Atem hielten, auf der Nabelschau der republikanischen KandidatInnen wohl endgültig die Weichen für ihre Kandidatur gestellt. Nach dem üblichen Bekenntnis zu keinen Steuern verkündete sie unter frenetischem Jubel, ihr sei ein essntieller Teil amerikanischer [...]

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Was eine Räumung alles verrät: Bemerkungen zu einem legalen und doch letztlich antisozialen Vorgehen.

diese Stadt macht uns Bienen Kummer 2011

Präzedenzfälle sind stets ein gutes Mittel, um auf die realen Verhältnisse aufmerksam zu machen, den Beteiligten klar vor Augen zu führen, wo sie stehen in der gesellschaftlichen Rangfolge und wo sie hingehören. Vor dem Hintergrund steter Verknappung von bezahlbarem Wohnraum fällt deshalb eine konsequent vollzogene Zwangsräumung umso mehr ins Gewicht. Das so legalisierte – nicht legitimierte – Vorgehen dürfte seine Wirkung nicht verfehlen.
Besonders da die betroffene Familie gut gewählt war, ein so geschätzter Migrationshintergrund (mein Gott, was für eine Sprache, schauderhaft) und Transferleistungsempfänger (gehört in die gleiche Kategorie der Unwörter). Damit lässt sich punkten.
Der Präzedenzfall: Am 30. Juni wurde die fünfköpfige Familie Tosun von Geriichtsvollzieher und Polizei aus ihrer Wohnung im Mainfeld geworfen. 30 Jahre lebte sie dort. Der Boden, den Fikret Tosun verlegt hat, wird herausgerissen, Gardinen und Möbel beschädigt. Anlaß der Räumung: Mietrückstand. Seit Fikret Tosun seinen Job als Lagerarbeiter verloren hat, ist er Hartz-IV-Empfänger. Nach der, wie die FR schrieb “rabiaten Räumung” demonstrierten Nachbarn unter dem Slogan: “Gebt uns unsere Nachbarn zurück!” und sammeln über 200 Unterschriften. Die Linke und die Migrantenorganisation DIDF unterstützen sie.

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Aufrüstung an der europäischen Sozialfront – hessische Vorstöße

Es sollte nur ein Artikel werden, doch sind die Aktivitäten seitens der herrschenden Eliten, angetrieben von deren ungebremsten Eifer, zu vielfältig, immer weiter auf der Suche, wo noch etwas zu holen ist. Unten natürlich, oben gibt’s nix zu holen! Eine neue Gesetzesänderung soll es nun richten.

Schlafstelle

Es wird überall gezündelt – sich dann gewundert und empört, wenn es zu einer Explosion kommt. Salbaderndes Gerede von rationalen Entscheidungen finden dort keinen Adressaten mehr, wo das offizielle: jeder für sich! Auf die trifft, die mit dem Rücken an der Wand stehen, auf dass sie besser niedergeknüppelt werden können.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Initiative der Regierungsfraktionen in Wiesbaden und den Eruptionen in Großbritannien. Wer dies nicht wahrhaben will, sollte sich am besten sofort in die entsprechende Gated Community begeben. Das in letzter Zeit oft gehörte „Jetzt reicht’s“ hat viele Sprachen und viele Gesichter. Das sollte im Hinterkopf sein beim Lesen.

Der selige Herr Koch ist einmal nach USA gefahren und dort hat er entscheidende Inspiration erfahren. Angetan von dem Musterland sozialer Bemühungen, begann er sofort diese wertvollen Richtlinien umzusetzen, da auch hierzulande die notwendigen Reform-Maßnahmen anstanden, die Schröder nach seinem Spezi aus der Wirtschaft nannte. Das Wunderwerk Hartz IV verlangte ein Gesetz zur Umsetzung, damit die vielen neuen Job-Center auch effizient arbeiten könnten.

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Leitfaden für Entmieter – kurzes Kompendium der Praxis

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Aus gegebenem Anlass wollen wir unterstützend in die Debatte um die Zukunftsfähigkeit dieser Stadt Stellung nehmen. Um nun den Erfolg etwaiger gerade stattfindender Auseinandersetzungen nicht zu gefährden, wird der anschliessende Leitfaden recht allgemein gehalten, Anpassungen an die konkrete Realität bleiben den Beteiligten überlassen.

Aus gutem Grund sind Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen unvermeidlich. Dies ist nicht böse Absicht, sondern liegt in der Natur der Sache, da es sich ja um einen Praxis-Ratgeber handelt. Reaktionen à la „genau wie…“ sind verständlich, aber finden nur im Kopf des Lesers statt.

Nach längeren Diskussion wurde die Veröffentlichung beschlossen, obgleich stets die Gefahr besteht, dass die falschen Leute sich diese Informationen zunutze machen könnten.

Exkurs: Planspiele

Sehen wir uns – rein hypothetisch zunächst – einmal an, wie ein wirkungsvolles Vorgehen aussehen könnte. Es sei hier nochmals betont: natürlich wird hier ganz allgemein diskutiert und lediglich Möglichkeiten erwähnt, ohne bereits einen direkten Bezug zu den Vorkommnissen in der Stadt Frankfurt damit nahe legen zu wollen. Wie gesagt: Planspiele eben, deren Koinzidenz mit realen Gegebenheiten rein zufällig, jedoch ebenso unvermeidlich sind.

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Aufrüstung an der europäischen Sozialfront

Gewisse Werte sind in der abendländischen Kultur tief verankert und werden unter den verschiedensten Bedingungen immer wieder nach oben gespült. Dies gilt vor allem im „sozialen Bereich“. Arbeitshaus, Arbeitsdienst, Galgen und elektronische Überwachung sind einem solchen Wert zugeordnet, alles phantasievolle Instrumente wie sie ansonsten nur noch bei der Verfeinerung von Foltermethoden beobachtet werden kann. Im Folgenden avantgardistische Entwicklungen auf dem Feld „Arbeitsmarkt“.

Die Aufmerksamkeit, die quer durch die Zeiten und Systeme den „Nicht-Arbeitenden“ gewidmet ist, wird seit jeher getragen von zwei unverrückbaren Säulen: einmal von der Sorge der Herrschenden um die Sicherung ihres Teiles am Gesamtvermögen der beherrschten Areale, zum anderen von der Sorge der kleinen Leute, den Rest auch noch teilen zu müssen.

Die Sorge war einmal tragendes Konzept der klassischen antiken Philosophie und mithin der ihr entstammenden Politik. Mittlerweile hat sich der Begriff der Sorge etwas gewandelt, erweitert sozusagen und begegnet uns als Sorge um den eigenen Status in Form des „Jeder ist sich selbst der Nächste“.

Müll-Sammler

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Bürgerbeteiligung à la Frankfurt – das ist so beschlossen

Was die Herrschaften darunter verstehen und wie sie es verstehen, sie dann zu umgehen.

Schwadroniert hat Frau Roth lange: von Bürgforen, dann Planungswerkstätten aber auch von Sachzwängen und Refinanzierungspflichten und Koalitionsverträgen. nur: die wichtigsten Verträge hat sie dabei ganz vergessen.

Klar und deutlich wird das Kalkül, betrachtet man das Letter of Intend von Römer und ABG, die erklärte Grundlage des Kaufvertrages zwischen der Stadt – nein der ABG Holding – und dem Land Hessen für den Ankauf des alten Campus-Areals in Bockenheim.

Planung Campus

Auf den ersten Blick möchte man meinen, hier ringen zwei Partner um den größtmöglichen Vorteil für beide Seiten, was öffentlichen Körperschaften auch gut anstünde, aber nur auf den ersten Blick. Sobald man die Materie genauer unter die Lupe nimmt – und sich die Akteure realistischer vorstellt als sie sich selbst darstellen – dann schwindet schnell, was sich eventuell als Hoffnungspflänzchen ans Keimen traute.

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Scheingefechte – Popanz „Rating-Agenturen“

Was geht hier ab?

Es geschieht mit schöner Regelmäßigkeit: wann immer irgendein Politiker verkündet, dass alle notwendigen Massnahmen ergriffen wurden, die Völker, die diese erleiden müssen zudem noch diese Kappen gewählt haben, dann weiß man an der Wall Street, dass hier das Ziel reif geschossen wurde. Nun kann man in aller Ruhe den nächsten Schritt vornehmen.

In schönstem Teamwork gingen Standard & Poors und Moody’s dabei vor. Für die Verfechter des Systems ist dies lediglich ein weiterer Beweis für die Funktionstüchtigkeit des Systems. Zwei verschiedene Agenturen, gleiche Einschätzung, wenn das kein Beleg für die Objektivität der Methodik.

Zunächst wurde die Beteiligung der privaten Banken und Versicherungen gekappt und mitten in diese Hilflosigkeit der nächste Stoss angebracht, man erklärt kurzerhand ein ganzes Land als Schrott.

Die Pappnasen, gemeinhin Politiker genannt, die willig das Spiel mitspielen, sind entsetzt, eine kleine Belohnung wäre doch drin gewesen für ihren vorauseilenden Gehorsam, sie sind beleidigt. Doch mal ehrlich, da werden 750 Milliarden bereit gestellt und dann wird sich gewundert, dass die auch abgeräumt werden. Na also so was!

Und jetzt sind halt die bösen –amerikanischen – Agenturen schuld.

Nur: darum geht es doch nun wirklich nicht. Sie sind beileibe kein Hort finstrer Verschwörung gegen unseren heiß diskutierten Euro, sie sind lediglich der sichtbarste Teil eines sich selbst bestätigenden Systems. Ob sie fortbestehen oder auch nicht, ob irgendein Hansel ein „europäisches Institut“ hervorzaubert, ist recht bedeutungslos.

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Welt des schönen Scheins – geht weiter

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Kaum einem unvermeidlichen erscheinendem Schicksal entronnen, kommt ihm selbiges von der anderen Seite des Atlantiks wieder entgegen. DSK hat einfach kein Glück mehr bei Frauen (ausser der eigenen).

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Die Verwirrungen des Herrn Wolffsohn – wie man gezielt Unruhe stiftet

Der vermeintliche natürliche Gegensatz – Juden als Feinde der Linken – ein Pharisäer der Mitte – Historiker auch noch

Manchmal befällt mich während einer Lektüre das kalte Grauen. Es fällt mir dann schwer zu glauben, das Geschriebene könne nicht von einem pubertierenden Comedian oder aus der Feder eines esoterischen Verschwörers stammen, der seine Einsichten direkt aus der dunklen Materie zieht.

Nun gibt es aber Themen bei denen stockt mir etwas der Atem, wenn ich auf derartige Beiträge stosse, weil ich denke, dass hier ein Fanatismus tobt, der vor nichts Halt macht, sobald er sich ausleben darf. Dass es dabei auch um so etwas wie intellektuelle Redlichkeit geht, ist momentan durchaus nicht selbstverständlich, wie uns fast täglich vorgelebt wird.

Ein herausragendes Beispiel für das , was am Rande des Erträglichen sich bewegt, hat Herr Wolffsohn (seines Zeichens Professor für neuere Geschichte an der Bundeswehrakademie) in der Financial Times Deutschland abgeliefert, dessen Redlichkeit immer weiter hinter den propagandistischen Zweck zurückfällt.

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Alptraum Europa

Klassenkampf aus höchstem Niveau. Schuldenbremse und Wettbewerbsfähigkeit die Kampfbegriffe. Mittelschicht-Chauvinismus für den >>kalten<< Bürgerkrieg. Der vordergründig lokale Charakter der Ereignisse.

Was derzeit in Griechenland abläuft, ist ein Vorgeschmack auf unser aller nächste Zukunft. Auf Kosten der griechischen Bevölkerung oder doch zumindest der überwiegenden Mehrheit wird geprobt, was demnächst Spaniern, Portugiesen, im nächsten Schritt Italienern und Belgiern angedeihen wird und dort reibungslos funktionieren soll. Man will die Finanzmärkte ja wohl gesonnen. Und unter Federführung der „Rating-Clowns“ (Financial Times D) wird an den Fortsetzungen schon gearbeitet (wie auch die vermeintliche Drohung in Richtung USA unmissverständlich klar machen sollte).

In beeindruckendem Gleichschritt marschieren Europas Wahlvölker mit dem Kapital. Wohin man schaut, recht „alternativlos“ werden überall die an die Macht gespült, die ankündigen, noch härter gegen die Lebensgrundlagen der (eigenen) Völker vorzugehen.

Kein chauvinistisches Argument ist zu billig, keine Unwahrheit zu abstrus (in vorderster Front: Frau Merkel. Man denke nur an die Urlaubszeiten und das Rentenalter), die Sandkasten-Heinis der FDP schäumen bereits vor Begeisterung (das spitzbübische Lächeln, wenn Rösler von ‚Hausaufgaben’ spricht, kennt er nämlich noch).

Im Gegensatz zu Libyen und Syrien werden hiesige Kollateralschäden wohl äusserst dezent entsorgt werden.

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Ostend in bester Ordnung

Zur Veranstaltung “Das Ostend im Wandel” im Institut für Neue Medien

Derartige Veranstaltungen beschreibt man am besten mit dem Fazit, das durch sie weiter verbreitet werden soll. Für das hier im Zentrum stehende Ostend lautet dies folgendermassen: “hier ist die Welt in Ordnung und es wird noch schöner werden. Dabei hatten nur die Vertreterin der Frankfurter Soziologen und der Mann vom Jugendladen Bornheim ihre leichten Zweifel, ob das denn so stimme. Die Vertreterin der „Bevölkerung“ – mir erschien sie ein bisschen wie Mutter Theresia mit Perlenkette – kümmerte sich denn auch um die Situation der Fußgänger auf der Hanauer Landstrasse (innenstadtnaher Abschnitt).

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Insbesondere die EZB verändert überhaupt nichts, weder die Läden, noch die Wohnsituation.

Als wir dann auf dem Rückweg waren, hatten wir die bereits eingetretenen Veränderungen sehr deutlich vor Augen. Und die werden sich Richtung Innenstadt rapide vermehren, sobald die Bauarbeiten in ihr Endstadium treten.

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Von Hochhäusern und anderen Schwarzbauten

Ein Urteil und seine möglichen Folgen

Frankfurts imponierende Skyline – soviel scheint sicher und diese Behauptung dürfte wohl einer gerichtlichen Überprüfung standhalten – weist einen gravierenden Mangel auf, der bei konsequenter Auslegung ihr Ende herbeiführen könnte. Zugegeben, das ist nicht sehr wahrscheinlich, doch gleichwohl eigentlich rechtlich bindend.

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Am 17. Mai diesen Jahres kam es zu einem bemerkenswerten

Urteil am Verwaltungsgericht Frankfurt.

Die derzeitige Hochhausruine an der Eschersheimer Landstrasse/Ecke Querstrasse war Gegenstand einer Klage. Wie üblich hatte die Bauaufsicht auf Betreiben der Stadtpolitik bzw. ihrer hohen Repräsentanten in bestem Einvernehmen mit dem damaligen Bauherren dieses Hochhaus 1974 mittels der beliebten Befreiung von den Auflagen des Bebauungsplanes augenzwinkernd durchgewunken. Nun beantragte der neue Eigner eine erneute Änderung, die noch weiter vom immer noch gültigen Plan abweicht – und handelte sich eine Nachbarschaftsklage ein.

Kurz: er hat sie gewonnen, der Nachbar.

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Die Welt des schönen Scheins – unglaubliches

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Als Beobachter der Zeitläufte stolpert man immerzu über die Behauptung knapper Ressourcen. Ebenso beständig ist man in Versuchung, dieser zuzustimmen, wenn es um Vernunft geht (nicht: Verstand). Nun scheint sie nicht zu den essentiellen und schon gar nicht zu den erwünschten Gütern zu gehören und der Wunsch, damit ausgestattet zu sein, folgt in der Rangliste hinter Auto, Kühlschrank, Ferienreise, Sieger bei DSDS oder gar Borussia Dortmund.

Den offenkundigsten Beweis für die Knappheit liefert in regelmässigen Abständen das Ministerium für Arbeit und Soziales und nährt so die Vermutung, dort komme man gänzlich ohne sie aus.

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Wem gehört die Stadt – eine erneute “Diskussion”?

Ein Abend mit den Stadt-Gewaltigen zum Campus Bockenheim im Rundschauhaus in Sachsenhausen.

Nein, Frau Michels, und wenn sie noch so sehr um Harmonie bemüht sind, da war nix von inhaltlichem Entgegenkommen. Herr Junker von der AGB und Dame Roth sprachen Einladungen aus, sieht man jedoch genau hin, ist das so wie der Amerikaner, der mir auf dem Flughafen begegnet und dann sagt: „wenn du mal in New York bist, komm vorbei.“ Wehe, wenn ich das dann mache, er ist entsetzt über so viel ungebührliches Betragen. Ausserdem geht es nicht darum, einfach mal nett zu sein zueinander und schon öffnet sich die schöne neue Welt

Da verfälscht der gängige Journalismus aus bester Absicht, doch schon Lichtenberg meinte, dass es unmöglich ist, die „Fackel der Wahrheit“ durch eine Menschenmenge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen. Nach so einer Schmonzette wollen wir hier erstmal die breiigen Äusserungen von Dame Roth und ihrem Vasall Junker in Klartext bringen:

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Klartext

Diese Stadtregierung und insbesondere Dame Roth und ihr getreuer Frank Junker, ist gewillt, dieses IHR Projekt durchzuziehen, mit allem Glanz und aller Gloria zur Verewigung ihres gestalterischen Ruhmes.

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Nordend – kein Spass mehr

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Man weiss nicht so recht, was davon zu halten ist, das hochpreisige Nordend kämpft mit dem eigenen Standort-Vorteil und zeigt eine Leidensmiene, die seiner Attraktivität geschuldet ist. Es dreht sich wieder einmal um den Friedberger Platz, hoch gelobt und grossflächig vermüllt.

So schwankt man allenthalben, die einen auf Grund exzessiven Alkoholgenusses, die anderen vor lauter Bedenken, im Versuch, es allen Recht zu machen. Es wird darauf hinauslaufen, dass zuerst der Platz eingehaust wird. Die einfallenden Horden sehen überhaupt nicht ein, dass sie auf ihr Vergnügen nach all den Anstrengungen, den allgemeinen Wohlstand zu heben, verzichten sollen, denn das steht ihnen, den Leistungsträgern, einfach zu; die anderen verrenken sich in dem Bemühen, den Standort zu wahren und die heile kleine städtisch-bürgerliche Welt zu wahren, in die sie sich so mühselig eingekauft haben.

Das erinnert an die wirkliche Urmutter aller Spontanfeten in Frankfurt. Dazu müssen wir etwas in die Geschichte der Stadt eintauchen, so Mitte der Fünfziger, dem Jahrzehnt mit all seinem Muff und dem jenseits des Atlantik kommenden Rock’n’Roll.

Tatort: man glaubt es nicht: die Hauptwache.

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Dame Petra Roth lädt – und wird gestört

Das Ambiente erscheint sorgsam ausgesucht. Hier hat sich das weltoffene Frankfurter Bürgertum getroffen. Frankfurt hat wohl zwei Orte, an denen die „Wohlhabenheit“ dieser städtischen Eliten sich gerne gezeigt hatten: die Alte Oper und eben diese Aula der Universität. Adrette Hostessen fragen, ob sie behilflich sein können. Die Ordnungsmacht ist ausreichend und doch unaufdringlich präsent, leider kein kaltes Büffet oder wenigstens ein Gläschen Schampus. Es soll um einen „Kulturcampus“ gehen, die Einschränkung ist sorgfältig gewählt, ebenso die anvisierte „Öffentlichkeit“. Der Rahmen ist vorgegeben, dem Status der verschiedenen gesellschaftlichen Stände entspricht die Choreographie. Das plebejische der Talkshows gilt es zu vermeiden, deshalb der Eskort-Service. Ein bisschen Buntes ist gewünscht, so bildet sich Leben ab, das als weicher Standortfaktor nicht mehr zu übersehen ist.

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Die Welt des schönen Scheins – bedächtiges

Varkala + 011

Warum machen die Amis nur so einen Eiertanz um die Geschichte mit Bin Laden. Da wird gelogen und beschönigt, dabei wartet man doch nur auf das klärende Wort: wir sind da rein, haben gesagt, das war’s und abgedrückt. Sauberer Kopfschuss, kurzer Prozess, einmal erkennen sie den Gerichtshof in Den Haag eh nicht an, zum anderen finden es die Leute gut. Gibt es denn einen besseren Beleg als unsere endlich wieder mal lächelnde Kanzlerin?

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Aktionstag „Wem gehört die Stadt“ – 11. Juni 2011

Endlich kommt Bewegung in die Stadt. Nachdem es in Frankfurt so ruhig war – auch zum 1. Mai – dass man schon meinen konnte, eine Neutronenbombe wäre eingeschlagen, hat sich nun ein Reihe von Initiativen entschlossen, ein Netzwerk aufzubauen. Dieses soll mit dem geplanten Aktionstag aus der Taufe gehoben und einer breiten Öffentlichkeit sichtbar gemacht [...]

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Die Welt des schönen Scheins – beständig

Die OECD hat nun bescheinigt, dass in Deutschland viel Geld für Kinder ausgegeben wird, gleichwohl nimmt die Ungleichheit zu und die Zahl der Kinder ab. Eigentlich besagt die Studie ja, dass Frauen in Deutschland bescheuert sein müssen, sich dieser Tortur zu unterziehen. Und das sind sie offensichtlich nicht. Gratulation, meine Damen! Geht man zu der [...]

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Die Welt des schönen Scheins – unsortiert unbeständig

Varkala + 041

Der 1. Mai hat dieses Jahr mehrfache Bedeutung. Und im Grundsatz könnte er internationaler werden als vielen hierzulande lieb sein dürfte. Es gilt die „Arbeitnehmer-Freizügigkeit“ innerhalb der EU. Ich warte immer noch darauf, dass die Bild-Zeitung ihren Dauerkampf für die Freiheiten der Autofahrer beendet und mit Bildern aus der Völkerwanderung unsere nähere Zukunft beschwört. Halb Osteuropa sitzt auf gepackten Koffern, um endlich das europäische El Dorado zu plündern. Also: Deutsche versteckt die Wertsachen, besonders Arbeitsplätze, sonst klauen sie die Polen (warum immer nur auf die Polen?).

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Die Welt des schönnen Scheins – neues Unsortiertes

Varkala + 026

Das erste Ziel junger Frauen in Italien ist es ins Fernsehen zu kommen, dies mit voller Unterstützung der Mütter, Studium oder ähnliches ist was für Hässliche oder leicht bescheuerte. Da wundert es wenig, dass 70 % der befragten Frauen mit dem „Cavaliere“ in die Kiste hüpfen würden, immerhin besitzt er ja die in Frage kommenden Fernsehsender.

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Die Welt des schönen Scheins – weiterhin Unsortiertes

2. Folge Jetzt kommt auch noch die Nachricht, dass Obama nach 2012 immer noch nicht genug herumdilettiert hat und weitere vier Jahre den Nachweis zu erbringen gedenkt, was alles nicht machbar ist. Das ist grandios, die Arbeitsplätze auf Guantanamo dürften damit mittelfristig gesichert sein. Sein Jahrhundertwerk Gesundheitsreform erinnert denn auch an seinen Bruder im Reform-Geist [...]

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Die Welt des schönen Scheins – Unsortiertes vorgelegt

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04.04.2011

Alles Bestens. Eine neue Etappe wird eingeläutet, die alten Fehler werden ausgemerzt. endlich wird Wachstum nachhaltig. Die Erdöl-Fuzzies atmen auf, wird der Gebrauch von Bio-Sprit jetzt endlich durchsetzbar. Dass so manch Teller Haferbrei (Priol, in: Neues aus der Anstalt) in die Luft geblasen wird, tut dem guten Gewissen deutscher Rechthaber und Besserwisser keinen Abbruch, sobald die Autobauer verbindlich erklärt haben, dieses Gebräu schade nicht. Nur sollte der Anbau auch bio-dynamisch erfolgen, sonst könnte die Feinstauberzeugung infolge Dioxinen und anderen Folgeprodukten wieder ins Gerede kommen und dies schadet nicht nur dem Motor.

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Katastrophen haben kurze Halbwertszeiten, zum einen gewöhnt man sich daran, so dass der Nachrichtenwert schnell gegen Null geht, zum anderen fällt dies umso leichter, je weiter weg sie sich ereignet haben. Mitleid nährt sich aus den Erfolgsmeldungen der eigenen Wirtschaft.

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Nachbetrachtungen

Zäsur, historisches Ergebnis, Energiewende. Alles wird anders. Damit es weiter gehen kann wie bisher. Wenn wir einmal von der Kaffeesatz-Leserei absehen, die die Befindlichkeiten des Wahlvolkes (eine Subspezies ohnehin nur) zu deuten beansprucht, sind es die Reaktionen der Kapitalmärkte, die uns eher verstehen lassen, was sich gerade abspielt, als die mehr oder minder tiefschürfenden Statistiken oder atemlosen soziologischen Analysen.

Deutlicher als jede andere Kennziffer, mit der diese Gesellschaft gezeichnet werden soll, tritt hier zutage, welcher Kurs eingeschlagen werden soll. Energiepolitik wird zum Markenzeichen eines ausgerufenen „Kapitalismus Soft“, einer Marktordnung mit verkleinertem Restrisiko. Schon gefällt man sich im Schwadronieren über gewaltige Anstrengungen und die Bereitschaft der Industrie, „ihr Scherflein beizutragen“ (Verband der Maschinenbauer auf der Hannover Messe) und der Schaffung – massenhaft – neuer Lohnarbeitsplätze. Die Börsen goutieren diesen neuen Optimismus – der noch nach jeder Krise gepredigt wurde.

Verschiebungen – industriell

Varkala + 059

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Verschiedene Kulturen

In Japan hat sich ein Vorstand der Betreibergesellschaft TEPCO in einem Lager entschuldigt und Kompensationen zugesagt, in Berlin hat die Bundesregierung eine Ethik-Kommission berufen. Reaktionen auf das Unwahrscheinliche mit beachtenswerter Realität.

Vernetzung Energietechnik und Firmen

Mal angenommen

Man stelle sich das einmal vor: Ackermann und Spießgesellen fahren durch die Obdachenlosen-Camps in den USA, verneigen sich und versprechen, den Schaden erträglich zu gestalten (kann ja . Angesichts allein der vielen drohenden Gerichtsverfahren (ohne die 500 Mio., die sie Gref-Völsings verteilen)bereits in den USA gelegt haben) wäre der Finanzplatz Frankfurt auf unabsehbare Zeit recht mau bevölkert – und die Orthopäden hätten keinen freien Termin mehr.

Na ja, so geht das also, wenn Verantwortung persönlich übernommen wird. Die Wölfe biedern sich den überlebenden Schafen an. Könnte zum festen Bestandteil betriebswirtschaftlicher Ausbildungsgänge werden. Dann brauchten wir auch keine Ethik-Kommission, die Gelder stehen für mobile Krematorien zur Verfügung.

Überhaupt: eine Atom-Ethik-Kommission: wen adressiert die eigentlich? Die Elemente und welche besonders (vielleicht Plutonium ist das Hinterfotzigste), die Technik, die Betreiber, die Aufsicht oder doch das Volk?

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Moratorien und andere Spielereien

Hält schon !

Japan und die Sorge um die Grosstechnologie
Auf den ersten Blick wirkt es hektisch, unentschlossen, panikhaft. Doch ist dem so? oder steckt dahinter ein Kalkül – und zwar eines, das mit einem dann gestärkten Glauben an die Machbarkeit die Alternativlosigkeit von Grosstechnologien feiern und die Einwände vom Tisch fegen lässt.

In ungewohnter Eile verkündete die ausgewiesene Lobbyisten der Atomindustrie ein Moratorium, obgleich sich die Sicherheitslage der deutschen Meiler kaum infolge des Erdbebens sonderlich geändert haben dürfte. Da sind viele Streicheleinheiten verteilt worden, wurde eine Mutter der Nation auf die Bildschirme gezaubert, die voller Sorge nichts unversucht lässt, um Schaden abzuwenden. Alles Wahlkampf tönte es sofort, doch auch dies wirkte eher als Inszenierung denn als Ausdruck alternativer Entwürfe.

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Volksabstimmung 27. März

Stadtsterben

Bei der Kommunalwahl soll auch über folgende Gesetze abgestimmt werden:

Im Wortlaut:

Artikel 141 erhält folgende Fassung:

„Artikel 141

(1) Der Haushalt ist ungeachtet der Einnahmen- und Ausgabenverantwortung des Landtages und der Landesregierung grundsätzlich ohne Kredite auszugleichen.

(2) Artikel 137 Abs. 5 bleibt unberührt.

(der Artikel lautet: „Der Staat hat den Gemeinden und Gemeindeverbänden die zur Durchführung ihrer eigenen und der übertragenen Aufgaben erforderlichen Geldmittel im Wege des Lasten- und Finanzausgleichs zu sichern. Er stellt ihnen für ihre freiwillige öffentliche Tätigkeit in eigener Verantwortung zu verwaltende Einnahmequelle zur Verfügung.“)

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Bye bye Gutti

Er wird uns noch fehlen, denn immerhin war er der brilliantinste Darsteller eines Ministers. Die klare Grundhaltung, das offene Gesicht, die gut gebauten Sätze, die vielen Bilder von ihm im Einsatz. Wie ein Jungscharführer mitten im Camp, lässig drapiert inmitten der glänzenden erwartungsvollen Gesichter „seiner“ Soldatinnen und Soldaten. Immer im Massanzug, immer mittenmang. Und jetzt: [...]

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Die neue Bundeswehr

bw_karriere
Wichtige Nachrichten gehen oft unter im Getöse, das die Medien machen und infolge eines rauschhaften Exhibitionismus, der anhebt, sobald eine öffentliche Figur beim Schummeln erwischt wurde. Ob der Minister jetzt Doktor ist oder nicht, sah man ihn geschniegelt und gegelt im Feld, bei seinen Mädchen und Jungs, fragte doch keiner danach.Nun ist es nicht unbedingt diese Lichtgestalt mit Stammbaum in persona, sondern das, was er so vollmundig angekündigt hat, das Jahrhundertwerk eines deutschen Verteidigungsministers, der Bruch mit einer langen Tradition, die doch vom Kaiserreich über Weimarer Republik, Drittes Reich und die ersten 60 Jahre Bundesrepublik – aber auch im vormals renitenten Teil, die sog. DDR – unverrückbar Bestand hatte: die Bundeswehr als Ausdruck staatsbürgerlicher Gesinnung., d.h. mit Wehrpflicht und Staatsbürger in Uniform und dem ganzen Lametta. Damit soll es jetzt vorbei sein, hört man. Die wichtigen ersten Schritte sind bereits

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Ein Wintermärchen

Kompromisse – historisch Na, ist doch prima gelaufen. Nachdem in Hamburg die wohl entscheidenden Stimmen im Bundesrat flöten gingen, mit Scholz ein wortmächtiger Befürworter der sozialdemokratischen Jahrhundert-Reformen die Mikrofone dominiert, schon ist ein weiterer historischer Kompromiss gefunden. Keine Rede mehr von Mindestlöhnen, ebenso wenig von faulen Berechnungen. Die SPD ist in Geberlaune und die CDU [...]

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Wunschproduktionen

Die arabischen Länder stehen „plötzlich“ im Mittelpunkt westlichen Interesses, mit einem Mal wird hierzulande wahrgenommen, dass es dort so etwas wie eine Bevölkerung gibt, die sich anschickt, wenigstens ansatzweise ihre Schicksale in die eigenen Hände zu nehmen. Daran gewöhnt, in diesen Breiten lediglich gelenkte Massen zu verorten bzw. exotische Königreiche, die uns teuer Erdöl verkaufen [...]

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Zeichen der Zeit

Es häufen sich die Zeichen, die eine leichte Konfusion hervorrufen könnten,

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Des Aufrufs letzter Teil

Schlussbetrachtungen

Aus dem bisher Gesagten lassen sich einige Folgerungen ableiten, Notwendigkeiten, die den Eintritt in die neue Zeit nicht als Katastrophe erfahren lassen, sondern als weiteren Schritt in der Menschheitsgeschichte markieren. Je konzentrierter und umfassender dies geschieht, umso stärker wird die Position sein, umso nachhaltiger die Stellung im globalen Wettbewerb gefestigt.

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Aufruf (5)

Die Ware aller Waren
Nachdem wir uns jetzt mit Erfolg versprechenden Formen des Humankapitals beschäftigt und die Anforderungen an die Warenwelten untersucht haben, wollen wir die Ware aller Waren näher beleuchten. Die entscheidende Grösse, der wir heute Rechnung zu tragen haben, ist die Tatsache, dass Geld nicht mehr länger nur Ausdruck und Vergleichsgrösse der Güter darstellt, sondern selbst zur bestimmenden Ware geworden ist. Wen das an Dagobert Duck erinnert, liegt gar nicht so falsch.

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Aufruf (Vierter Teil)

Warenwirklichkeiten
Nachdem wir in „ökonomischen Wirklichkeiten“ nachgezeichnet haben, wie sich innerhalb der Beschäftigung die Bedeutung der verschiedenen Fraktionen verschieben, werden wir im folgenden eine korrespondierende Verschiebung innerhalb der Warenwelten aufspüren. Denn nicht nur an das Humankapital werden neue Anforderungen gestellt, auch die Welt der Waren formiert sich neu. Nicht, dass damit die Gesetzmässigkeiten sich änderten, sie werden neu gestaltet, um diesen besser zu entsprechen. Wir werden sehen, dass sich die vorher beschriebenen Änderungen und die, welche die Waren betreffen, sehr wohl entsprechen und ergänzen und dass zu diesen Waren die genannten Humankapitalisten gehören.

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