Frankfurter Gemeine Zeitung

Spice! Eine Ode an den Hirnwurm

Ich rauche keine Shisha mehr…
Klar, es ist verrucht, nuttig und lecker
doch vor allem sagt es
ich bin ein Migrantenkind
oder wärs gern,
aber dann eben auch
ich brauche Urlaub
hätte gern ein wenig mehr Luxus,
etwas mehr Geschmack
und vor allem wirkt der Tabak!

Leider

Mir wurde einmal erzählt
Tabakrauch sei dazu benutzt worden
böse Geister auszutreiben…
als es in Zügen noch Raucherabteile gab
war ich versucht, daran zu glauben,
besonders, wenn dann Menschen
auf der suche nach einem Sitzplatz
die Hände wild vor dem Gesicht auf und ab wedelnd
dämonstrative Huster ausstießen
und mit meist erstickter Stimme quäkten:
“Bääääh, wie das stinkt!!”

Neider

Rauchen vertreibt die Zeit nicht.
Es krümmt sie als sei es spice und schleust dich durch besagte wie Raum.
Nur wo Feuer ist, ist Rauch
und etwas momoesk scheint es obendrein,
solange es deine eigene zeit ist die du verrauchst.
Wer nicht raucht und trotz alledem
gern einen Affen auf dem Rücken trägt,
etwas finden muss,
um sich daran zu stören,
nehme doch bitte anstatt es mit dem Frieden zu tun
es mit etwas auf was uns allen erheblich mehr stinken sollte
zum Beispiel einem

Alpha Spider!
Das Leben ist dazu da, uns umzubringen…


Mailbox

“Der gewünschte Gesprächspartner ist gerade nicht zu erreichen, bitte versuchen sie es später noch einmal.”
~Die unsexy Stimme~

 

Als Pensionär wäre mir das Grund genug im Funkloch des Sonntagsausflugs
meine Taschen zu leeren, den überschwänglichen jungen Damen und Herren, die mich mit Bögen und Äxten bedrohen meinen Respekt zu bekunden und zu beschließen heute keine Anzeige zu erstatten, weil ich gelernt habe Menschen ihre Fehler zu vergeben.
Junge Menschen fürchten sich eben hin und wieder und solange sie mir nicht Übel wollen, sei meine Rente Euer.
Den Generationenvertrag kann man nämlich auch rückwärts denken.
Weisheit geht nunmal nur mit dem Alter einher.
Und nachdem sie unsere Uhren, Mäntel, Feuerzeuge und ein paar Stullen an sich genommen haben,
werden sie wieder in einer Höhle verschwinden und hoffen, daß sie dort ihren Frieden finden.
Wer weiß, ob sie selbst einmal Kinder kriegen, doch bei Hoffnungslosen ist dies nahezu ein ungeschriebenes Gesetz.
Das nächste mal wenn ich wandern gehe, nehm ich kein Pfefferspray mit, sondern Blanko-Checks.


Nicht ohne Narben sterben

Zugegeben: die ersten holt man sich unfreiwillig, danach eine, um zu wissen, was die Stunde geschlagen hat, eine Zeit lang sucht, vemisst oder meidet man sie; letzendlich nimmt man Verletzungen in Kauf.

..,-

Phase Zwei bedeutet Übertragung. Kein Mensch weiß, wie es dem Anderen geht. Nichts desto Trotz darf es nicht verboten sein zu mutmaßen: brauch ich diese Wunde auch noch, kann ich daraus noch etwas lernen, ist diese Lektion für jemand anders bestimmt und wenn ja: lasse ich diese Person ins offene Messer laufen, warne oder schütze ich sie oder pflege im Nachhinein ihre Wunden. In mönchen Zeiten ist es angebracht, sich darauf zu beschränken. Andere Zeiten erfordern größeren Mut.-

TRAGWEITE

ALS wäre es hier nun eine Schreibmaschine, (nebenbei: ein Wort wie es nur die Deutsche Sprache in dieser Gestalt fabrizieren kann -ich meine damit die “Schreibmaschine”, nicht das ALS), will nun überlegt sein, wofür man aus welchen Gründen Verantwortung übernimmt. Tragen muss man sie sogar als Sündenbock.
Schätzungsweise dürfe das genaue Gegenteil der Märtyrer sein, obwohl die Menschen gerne aus dem einen das Andere machen und umgekehrt.
Es scheint mir, auf das Einzelschicksal gelegt, hauptsächlich eine Frage der persönlichen Haltung zu sein, als was man sich selbst gern empfindet.
Und wozu man sich machen lassen will und wozu nicht.

Opfer, Täter, Selbstverräter,
“UND DIE STIMMEN SANGEN: “Which Side Are You On?”

Wer in DUalismen denkt stellt sich meist ein Bein und anderen gern Fallen (wie tief auch immer sie mögen). Diese Art des Denkens verbaut einem Menschen alle weiteren Optionen, und hindert den Betreffenden daran, den Weg in Richtung Dimension X (einer beliebigen wünschenswerteren Raumzeit-o.ä-Variable als den bisher erdachten) fort zu schreiten7 anzugelangen (o.Ä.). Ebenso drängt man damit jedwede Andere in eine bestimmte Denkrichtung, und das ist nicht nur nicht fair, man riskiert auch Prügel: Nicht jeder lässt sich beherrschen. Nicht immer ist Rattziao omnipotentlö.

Manche Dinge erscheinen naturgemäß zweidimensional. Vielleicht wäre es anders, wenn unser Gehirn zum Fliegen gemacht wäre…
Denn: “Auf Dauer nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an…”

…sollte es denn Seelen geben.


Wüste, Winde und Weiteres

Bittend, flehend, sprechend,
Tribut, Wut, Gebühren blechend,
Freunden gegenüber oder
Dem Waffenschieber,
Fanaten, Diplomaten,
Haben viel Spass an Staten.
Denn flexibel ist übel,
Denn von jedem Giebel
Schmeißt sich für die Quoten
Ein Nerd schnell zu Boden,
Nach hundert Schuss
Weil einer der muss ja
Dem Stuss der geschehen
Entgegenstehen
Nicht mehr prassen:
Vermöbeln lassen

Statt Ikeaträumen
Nicht versäumen
Gradezustehen
Ihr werdet schon sehenGAGA


Flagellanten!

Bürger, willige Staats-: Austauschbares Gut. In Massen reproduzierbar, sobald ein Fortschreiten der Dummheit gesichert ist.

“Dumm fickt gut” ~Anonym~

Die Gesinnung des Bürgers (,Staats-) spielt dabei keine Rolle. Wichtich ist, dass er/sie an die Anordnungen von Menschen glaubt, die ihm/ihr niemals zuvor begegnet sind. Beispiele sind Henry Ford, Karl Marx, Josef Stalin, Thomas Gottschalk, Che Guevara, Simone de Beauvoir, der obligatorische Hitler, Justin Bieber, Jean-Paul Belmondo und Ernst Busch oder Ayn Rand.

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In den Mund gelegt (1) bis (6)

Die folgende Serie ist Robert Asprin gewidmet. Allen mutigen und willigen sei angetragen dieses Werk zu ergänzen:

built
“Ihr seid jetzt frei, Mädels! Willkommen auf dem Arbeitsmarkt”
~Simone de Beauvoir~

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In den Mund gelegt (666) bis (10)

DICHT HALT! Hat mal jemand ne Kippe? ~Marlboro Man~ Ich glaub’ ich hab mich überhoben… ~Obelix~ Hm… das ist wohl daneben gegangen. ~Murphy~ “Regiefehler?! Was Heißt hier Regiefehler?!” ~Roland E.~ “Ich fühl mich geknickt…” ~Origami~

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Denkt Euch Doch Die Unhinterfragte InterPUNKtion! oder ~Eisenhauer~

gusseisen
Gusseisenschwert…

Ach, um es klassisch zu beginnen
Denn ich liege fast
Schon in den Linnen
Hab heute früh ich
Trotz all “Hottehü”
Mit verbleibender Kraft
Ich auf’s Pferd nicht geschafft.

Statt dessen ich fand
Mit einem Mal
Nachdem mir Google orakelnd befahl
Etwas zu beweisen
Vier-Sechs Zoll kaltes Eisen
Mag genug sein
Um Leuten den Tag zu vermeisen

Es war bloß Fragment
Aus gußeisern Zaun
Doch genug es jemand
Auf die Rübe zu hauen
Doch weil ich so friedlich
Ging um die Katen
War mir weder nach Grab und erst recht nicht nach Spaten!

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“Them Chemicals!” oder: ~cubische potentiale~

Neulich nächtens, Weil Zeit und Herz mich so sehr quälten, Traf ich trinkend auf dem Nach-Hause-Weg Auf ein Häuschen blauer Farbe, Wie es jedem Bauarbeiter wohl bekannt sein dürfte. In der Hoffnung die Reste meines Rausches Einer chemischen Grube zu übergeben -sprich: mich drückte die Blase- Näherte ich mich dem provisorischen Bau, In Hoffnung auf [...]

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Wie ein Fluch zu gestalten ist

EXOTERISCHE ANWENDUNG OKKULTER MASSNAHMEN

might be

Dieser Text wurde ins Leben gerissen, weil mir ein alter Freund vor langer Zeit eröffnete, dass Flüche dauerfristig eher uninteressant sind, meist jedoch zumindest wirkungsvolle und bisweilen unterhaltsame Resultate zeichnen. Auf jeden Fall sind sie im Gegensatz zu Beleidigungen straffrei, wenn sie kostenlos, also nicht im Auftrag Dritter gegen Entgelt gesprochen werden.
Es handelt sich hierbei um eindeutig Schwarze Magie.
Wer keine Lust hat, sich Flecken auf der Seele zu holen, lässt es also lieber bleiben…

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“How about:” ~ Ein offener Brief~

Hey Berlin!

duell

Du psychedelisch verpepte Parlamentarische Preussenpussy,
Verschlingerin aller Künste,
Du Vietnam des Nordens,
Was soll ich von dir halten?

Du hast den Ossis die Freiheit geschenkt:
Und jetzt werden aus unseren Verwandten Nazis…
Weil aus Mauerstücken plötzlich ein Geschäft geworden ist.
Schade. Echt schade.

Ein Grienen an die Ohren getackert
Schleppst Du Dich durch die Nächte
Und fickst um Dein Leben,
Weil Dich sonst so friert.

Mexico City ist eine Stadt
Istanbul ein Kontinentalbruch
Mein Herz ein Tempel
Und Du hast nur AIDS.

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one-lined short story

Wenn es Freunde sind, kommen sie wieder, wenn nicht, kommen sie auch wieder, und wenn sie nicht wiederkommen, können es immer noch Freunde sein.

adieu

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Glückseligkeit auf Augenhöhe

MUDS

“Wenn irgend jemand auf irgend einer Scheiße sitzt, die Du haben willst, mach ihn Dir zum Feind. Das rechtfertigt dann, dass Du es Dir nimmst.”

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Kriegskunst

“Also gewinnen doch immer Gewehre gegen Schwerter.” schrieb mir meine Liebste, und ich staunte, über die Weisheit in dem was sie da sprach. Nicht, weil sie nicht weise wäre, sondern ob der Wahrheit Ihrer Worte. Die Ehrlichkeit beherrscht sie nämlich meisterlich! Kriegskunst beinhaltet mehrerlei: Reichweite (wie nah Dir jemand sein muss, um Dich verletzen zu [...]

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Linerider

the one and only

“Wenn Du was im Schädel hast, dann -Freund!
Meide Ketsch.
In Ketsch ist eine leere Straße nicht sicher für den Zweiberadten.
Sei sie auch Tausend Ellen schnurgerade
Und Deine Speichen noch so solide.
Dort springen schwimmerbekreuzte Damen Dir
Vors Schutzblech und der Soundtrack spielt
Blaulicht im Loop.
Darum -Freund: Meide Ketsch!”

Reprise

Surprise

Doch zum Glück bin ich der Linerider!
Mein Schal flattert in turbulenten Winden,
Und mein Schlitten bricht
Niemals
Alle lassen mich durch Soundtracks purzeln.
Du siehst es nicht,

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Warum Hufer besser als Autos sind

GäuleEs hat Servo! Es hat “Full Stop!” Es geht mit Dir in jede Kurve und es hat Autopilot straight way home! Nüchtern oder sonstwiedrauf, denn es tankt von alleine!

DESHALB sind Pferde besser als Autos, Mulis auch und Esel erst recht. Fangen wir bei Letzteren an:
Ein Esel will leben. Er hält sich aus diesem Grund nicht gerne mit Fakten auf. Fakten sind nur folgerichtig. Ein Esel will den nächsten Schritt tun!
Wärst Du ein Esel, Freund und Brüderin, wäre Dir nach einem wohlen Kraut, soviel Du saufen kannst, einem Platz im Schatten und dem nächsten Fick.
Wärst Du ein Maultier wäre Dir auch danach, nur wäre der Sex dann eher willkommener Beigeschmack.
Und immer wollest Du rennen!
Menschen machen das anders. Sie lassen sich tragen. Einige nicht! Oh ihr Pferdemädchen
Und stolzgeschwellten Reiter. Ihr gleitet.

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UNTOTE

Mad for stalking

PUNK IST EIN ZOMBIE!

und sein Schlaf wird gestört

es ist hungrig wie wild

wenn es gefressen hat

Und wenn es Trommeln hört

Lücke

PUNK IST EIN ZOMBIE!

ganz von Kugeln zerrissen

und es ist hinter dir her

es hat offene Brüche

aber kein schlechtes Gewissen

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Nimm

Du nimmst dem Himmel die Sterne nicht. Den Vögeln den Himmel Oder den Menschen die Vögel. Unsere Welt wird verglühen, Es ist alles geliehen. Wir laufen hier nur drüber: Attention! Humans crossing! Sei kein Borstenvieh… Billy Baboon is a busy bounty hunter Beloved by barbarian barbexcusers Du rückst tags Regalbretter bei Möbel Ungern Und nachts [...]

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Kismet

Obgleich ich noch jung an Jahren bin und dennoch gealtert -und ich weiß, es schickt sich nicht, solcherlei Dinge mit einem Nebensatz zu beginnen – weiß ich, dass mein Körper sich dazu entschieden hat mir meine drei liebsten Geräusche vorzuenthalten. Das Bersten von Glas, wie Stahl auf Stahl schlägt, und Liebesgeflüster. An irgend einem Punkt [...]

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Ein Brief über Eifersucht

Werter Nebenbuhler, der Du die Luft nicht wert bist, die Du atmest, dessen Anwesenheit auf dieser Welt nicht mehr ist, als eine Laune der Natur, ein Scherz des Kosmos, Dir, oh Geschmeiß sei die Zeit in den Armen meiner Liebsten nicht mißgönnt. Das Meer ist schön um diese Zeit in Griechenland… ersauf darin! Du bist [...]

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COLLAGEN SPEICHERN SONNENLICHT, DESHALB DU IMMER LACHEN VIEL! (2)

Blicke

Die Einnahme berauschender Substanzen bei Nacht…

…ist Verschwendung von Tageslicht

Ausgelacht

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Kleine Serpentologie

“Der ungiftige Lauerjäger dagegen muss nach dem Schlagen der Beute anders vorgehen. Würde er sie wieder loslassen, wäre sie für ihn verloren. Daher beißt er sich darin fest und umschlingt ihren Körper, vor allem den Brustkorb, mit seinem eigenen. Mit jedem Ausatmen der Beute zieht die Schlange fester zu, bis das Opfer das Bewusstsein verliert. Die Schlange hält jedoch noch so lange fest, bis dessen Herz aufgehört hat zu schlagen. Nachdem der Tod eingetreten ist, kann die Schlange mit dem Verspeisen beginnen.”

Quelle: Wikipedia

Wer eine Schlange sucht, muss wissen, wo er sie finden kann. Ein fester, entschlossener Tritt ist hierbei besonders hinderlich, denn eine Schlange flieht, wenn die Erde bebt. Weil sie mit dem Bauch fühlt. Wer das nicht weiß, wird graben, tauchen, oder ihr nachsteigen müssen.

Wenn Du durchs Feld gehst, musst Du ins tiefe Gras, dort sind ihre Nester; am Besten suchst Du nach Steinen.

Wo viele Bäume sind, jagen sie in Ihren Wipfeln den Vogel, der am lautesten singt und hausen in hohlen Bäumen, bei den Dryaden.

In den Bergen können sie überall sein, nur nicht im Schnee. Halt also Ausschau nach Sonne.

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03/17

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Brauchtümer

conan

Rosenmontags steht ein versoffener Proll
Auf der Kreuzung und brüllt Faschingszoll
Mit rechts schwingt er ein Eisenrohr
Mit links hebt er seinen Humpen empor
Rollt mit den Augen und sabbert Schaum
Hundescheiße klebt ihm am Saum.

Wahrscheinlich hätt er nichts eingenommen
Wär nicht ein Haufen Kinder gekommen
Die ihn mit bunten Farben beschmierten
Und dann die Autos abkassierten.
Mit ihm teilten und verschwanden,
Allein das Rohr kam ihm abhanden.

Doch leider hat man diesen Narren
Am Ende doch noch eingefahren…

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Weil es eigentlich Dir gehört..

Du Hungerst, Du Verdrängst, Und schon manches Mal Hast Du die Hand aufgehalten, im Bewußtsein, dass alle Menschen Sterne sind, oder zumindest Elektromagnetische Partikel. Die meisten jener sagten: geh` arbeiten. Nein! Sterne brennen! Substanzlose Menschen sprechen jeden Tag zu Dir, hoffend, dass Du Dich Ihnen fügst. Fügung? Schicksal? Wissenschaft schafft Wissen, das ist nicht schlecht [...]

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Geld gilt nichts, Macht macht nichts..

Weil ich schon oft arm gewesen bin, ist mir mehr als alles andere bewußt, daß Geld nichts gilt. Wenn Du Geld hast, wird Dein Joch einfach etwas angezogen, und die Trense schmockt nicht mehr so bitter, weil Du Zucker dafür kriegst… Krieg? Ja! Den Anderen, für meinen Frieden. Krieg Morgen macht Macht, magst Du mich [...]

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Herr d. beginnt, wieder zu lesen (1)

“Wieso, die singen doch bloß.” sagte Herr d., als seine Frau motze, es würde ihm doch bestimmt nichts ausmachen, aus dem Bild zu gehen. “BILD” dachte Herr d., “les’ ich nur noch, weil deine Brüste nicht mehr so schön sind!”, und verkroch sich ins Bad. Im Wohnzimmer säuselte die Nationalhymne weiter, als Herr d. die [...]

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Begreiflichkeiten

Handhabe wird durch Legitimation bedingt: Was ich in der Hand habe, habe ich wohl zurecht gefertigt. Eine Rechtfertigung, ex Legis ist, wie vieles, ein Modell, welches sich durch wohlgewählte Prämissen hautnah an die Realität schmiegt. Kein Wesen vermag zu sagen -ob es nun Stein sein mag oder Plasma- wie wahr die eigene Realität denn nun [...]

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Identität

Wärst Du die Zeit, fragte ich mich,
Wie viele Dir schon zum Opfer gefallen sind.
Ich grübelte in Deinem Angesicht,
Um letzendlich festzustellen, wie unendlich Dein Haar,
Wie unerfassbar Deine Präsenz,
Und wie unmessbar den Menschen Deine Größe ist.
“Keine Antwort; nicht für mich…”
Wäre das Ergebnis meiner düsteren Überlegungen.
Ich baute nutzlose Maschinen,
Alle dem Zweck geweiht, Dich einen Augenblick zu halten.
Du wärst mir eines aus vielen,
Ich verginge schlußendlich in Dir, ohne mich zu sträuben
Und gäbe mich mit Allem
Vertrauensvoll in Deine Arme, wissend: Du erreichst Dein Ziel.
Ich setzte mich Deinen Launen aus,
Und stünde staunend vor meiner eigenen Unfähigkeit.
Voll Zuversicht sähe ich Dich an,
Lauschte dem Ticken des Herzens in Deiner Brust,
Dessen Puls die Welt bestimmt.
Ohne Dich greifen zu können, wäre ich Dir ausgeliefert.

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D.I.N.K. of That Again!

Magnus? Gérome? Cheyenne? Fiona?

Am Besten, man nennt ein Kind, das man nie haben wollte nach etwas, zu dem man keinen Bezug hat… So etwas wie: Haifa, Banjo oder Seppuku? Latex ist einfach nicht zuverlässig.
Ich verstehe Dich schon, denn wie soll man im Cabrio einen Kindersitz montieren, und außer dem -davon abgesehen- hätte die dumpfe Schnepfe sich auch die Eileiter kappen lassen können!
Entschuldige, das war vielleicht einen Schritt zu weit gedacht, aber so ist es doch, oder?

Zwei Einkommen reichen nun mal nicht für ein Kind, wenn man was vom Leben haben will, und: “Oh Gott!” denkst Du Dir, ohne auch nur einen Begriff davon zu haben, wer Sie sein könnte, “Warum bin ICH nicht steril?!?” Bei diesem Gedanken fürchtest Du Dich kurz und weißt wieder nicht warum… Naja, die Anderen im Vorstand gründen ja auch Dynastien. “Aber wenn schon Kinder, dann bitte Zwillinge. Die sind was Besonderes!” So wie Du.

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Damballa ist mein Lieblingsgott!

Damballa ist der, der die Schalen zermalmt! Damballa ist SSSSSSSssssssssssssss-Zs Damballa ist eine unendliche Windung! Doch Damballa weiß Davon nichts… Damballa liegt in den Zweigen und häutet sich. Damballa nimmt Kraft aus der Sonne. Damballa liegt auf den Steinen Und sieht den Sterblichen zu! Damballa trinkt am Fluss Damballa speist Eidotter Damballa spricht nicht: Damballa [...]

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Latente Caligynephobie

Illustration: Uta Krogmann
Bild: Uta Krogmann
Wir pflückten Gedichte,
Ich schenkte Dir Klee.
Wir saßen gemeinsam am Main.
Die Gänse störten sich an uns nicht,
Sie ruhten auf einem Bein.

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Steine ins Zeitfenster

Sekunden treiben über das Ziffernblatt Die Minuten zusammen und werfen sie Den Stunden zum Fraße vor. Schweiß klebt geronnen An den Klingen der Sonne: Fantasten und Gaukler liegen erschlagen im Gras. Weiße Dämonen breiten ihre feuchten Schwingen Woanders aus als hier… Doch sie versprechen uns, zu kommen… Während die Dürre durchs Gras kriecht Vertrocknet mein [...]

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COLLAGEN SPEICHERN SONNENLICHT: DESHALB DU IMMER LACHEN VIEL!

SMiles

Stadtplan, Kippe, Wind

Papier ist dankbar sprach der Poet
Und blickte auf den Stadtteilbrand.
Er hatte das Feuer selbst gelegt:
Versehentlich zwar,
Doch mit eigener Hand!
Er sah auf das prasselnde Flammenmeer
Und freut’ ob der fliehenden Katzen sich sehr

Ungereimt

Ein Cartesianer ist -per definitionem-
Ein Mensch, der die Ansicht vertritt, nur mittels rationaler Prämissen
Logische Schlußfolgerungen anstellen zu können,
Um ein unfehlbares Resultat zu gewinnen.

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Frankfurter Sommerwerft 2010 – Feuerschlucker am Fluss

Noch bis zum 3. Juli ist alles anders im Frankfurter Osthafen, denn dort residiert die von “Protagon e.V.” initiierte “Sommerwerft“. Das spektakuläre Theater- Festival am Mainufer findet dieses Jahr zum neunten Mal auf dem Gelände der “Weseler Werft” statt. Zeitgleich feiert die Frankfurter “Antagon TheaterAktion” zwanzigjähriges Bestehen. Das Festival erlebt seit Jahren stetig wachsende Aufmerksamkeit und Zuspruch, auch beim Gros der Anwohner trotz mancher Querelen. Schon von weitem hat sich die ansonsten recht spartanische Weseler Werft völlig verwandelt. Im Schatten des Verladekrans zwischen Main und einer aufragenden Wohnhausfassade stehen Bierbänke, dekorierte Container, Wohnwagen, Arbeitsmaschinen, Karren und Kullissen. Dazwischen prangt ein rundes Zelt.

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Karnickel, Tauben und Raben

Zuerst ein Wort vorweg zum Verstehen:
Ich kann manche Dinge schon lang nicht mehr sehen.
So blättert immer öfter der Lack
In meinen Augen vom Parlamentarierpack.
Rundheraus: ich erspar Euch das Raten,
Ich hab wirklich nichts gegen Demokraten.
Ich stör mich nur ohne mich zu genieren
Daran, meine Meinung zu delegieren.
Ich spreche von denen, die uns erzählen,
Wir würden für uns selber wählen.
Sie lächeln, als würden sie was taugen,
Von Wahlplakaten, um uns auszusaugen.
Ein Meineid ist heut nicht mehr vermessen,

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Lebenslauf einer alternden Dame im Vorruhestand

germania

Als ich noch frisch geboren war,
da war ich nicht eines, nur viele.
Und diese eine wilde Schar
verfolgte alltägliche Ziele.

Meine Ahnen haben mich weit geführt,
Ich weiß nicht mal, wie alle heißen,
Doch waren sie von der Sonne gerührt,
und folgten ihrem Gleißen.“

Ich irrte lange durch die Brach,
auf der Suche nach einem Zuhause,
Bis ich dann schwach zu mir selber sprach
„Hier gönnst Du dir eine Pause.“

„An diesem stets friedlichen, schattigen Ort
will ich eine Hütte mir bauen.
Von diesem wunderschönen Hort
Ist es nicht weit in die Auen.“

Ich aß und trank und spielte mit mir
Und tollte mit Ebern herum.
Ich lauschte den Vögeln und frönte dem Hier
In den Wäldern und Sümpfen rundum

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Alphatiere

alphabet

Affektierte Amtsinhaber analysieren akribisch Aktienkurse,
Brünftsüchtige, BMW-fahrende blaßärschige Barbaren,
Checken den Crash auf Chance, Credits und Cash.

Demokratische Dauerdebatten delegierter Despoten drosseln das Dilemma.
Es entsteht ein espritentrückender Engpass
Für fanatisch Friedliebende, feixende Flammenbändiger.

Glücksritter, Gammler und Galane geben globale Galen.
Hochwürdenträger hauen hinter Hintertürchen harmlose Hospitanten.
Interessieren irdische Irritationen innerlich irgendeinen

Jener jämmerlichen, jesuitischen Jasager?
Kann kein krieggslüsterner Kamikaze korrigierend kleine kalkulierte Katastrophen kaputtbomben?
Listig legitimierte Liturgien als Leitmotiv lähmen lebensfrohe Lautmaler,

Machen Mächtige mutig, managen Mißstände meist mühelos,
Nebenher noch nagetierartig Nettopeanuts nagend.
Organisierter Opportunismus mit Orgasmusoptionsschein

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Räuberpistolen

räuber2

Es werden wieder Räuber im Wald sein

Und Nomadenzelte stehen

Zwischen Auen und Ruinen

Der Welt die uns bleibt

Denn dies ist unsere Zeit!

Alles Land ist vergeben

Jede Seele schon verkauft

Und Grenzen zertrennen

Der Liebenden zartes Band

So groß ist Eure Schuld!

Wir wählen aus dem was uns verblieb

Was wir glaubten zu wollen

Nicht was uns beliebt

Weil das Meiste Euch gehört

Wird es wieder Räuber geben.

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