Frankfurter Gemeine Zeitung

DUMMY

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In den Mund gelegt (666) bis (10)

DICHT HALT!

Hat mal jemand ne Kippe?

~Marlboro Man~clean

Ich glaub’ ich hab mich überhoben…

~Obelix~

wonderful

Hm… das ist wohl daneben gegangen.
~Murphy~

“Regiefehler?! Was Heißt hier Regiefehler?!”

~Roland E.~

Nitrate Film Decay

happiness

“Ich fühl mich geknickt…”

Unfold!

~Origami~


“Them Chemicals!” oder: ~cubische potentiale~

Neulich nächtens,
Weil Zeit und Herz mich so sehr quälten,
Traf ich trinkend auf dem Nach-Hause-Weg
Auf ein Häuschen blauer Farbe,
Wie es jedem Bauarbeiter wohl bekannt sein dürfte.

In der Hoffnung die Reste meines Rausches
Einer chemischen Grube zu übergeben
-sprich: mich drückte die Blase-
Näherte ich mich dem provisorischen Bau,
In Hoffnung auf Erleichterung.

Erst war mir, als hätte ich es übertrieben,
Als ich den kleinen Horst hin- und herschwanken sah,
Doch schon nach einem weiteren Meter
Hörte ich das Stöhnen!
Und wusste: da drin sind mindestens zwei!

“He Leute!” rief ich,
“Habt Ihr es wirklich nicht mehr heim geschafft? Liebt Euch woanders!”
Aber außer Stöhnen erhielt ich keine Antwort
Mir war als hörte ich einen I-Pod noch ein paar Beats spielen.
Also hämmerte ich im Takt gegen die Tür.

Das Häuschen schwankte weiter und ich dachte:
“Na vielleicht sind es auch vier…”
Doch weit und breit auf diesem ach zu öffentlichen Platz
War außer hier keine Deckung zu finden.
Und sagte ich schon, es war spät?

Jedenfalls begann ich nun heftiger zu rütteln.
Und jemand drinnen schrie: “Das ist so geil!”
Eine zweite Stimme: “Komm doch rein!” als der Riegel sich auf schob.
Und während ich noch dachte:”Nein, Liebe ist das nicht…”
Sprach eine dritte:”Hey! Wir haben noch Pillen!”

Da kam ein alter Dämon in mir hoch,
Beugte sich grinsend über mich und flüsterte:
“Die brauchens scheinbar dreckig.”
Also bückte ich mich, ergriff beherzt den Rand der Kiste,
Und hob aus Leibeskraft, bis das Dixie kippte.

Jetzt veränderte sich das Geschrei,
Und “Jetzt habt Euch mal wirklich lieb!” denkend,
Stemmte ich die Box nach altem Brauch auf die Tür.
Pinkeln musste ich jetzt nicht mehr,
Und die Trauer war mir auch vergangen.


“How about:” ~ Ein offener Brief~

Hey Berlin!

duell

Du psychedelisch verpeppte parlamentarische Preussenpussy,
Verschlingerin aller Künste,
Du Vietnam des Nordens,
Was soll ich von dir halten?

Du hast den Ossis die Freiheit geschenkt:
Und jetzt werden aus unseren Verwandten Nazis…
Weil aus Mauerstücken plötzlich ein Geschäft geworden ist.
Schade. Echt schade.

Ein Grienen an die Ohren getackert
Schleppst Du Dich durch die Nächte
Und fickst um Dein Leben,
Weil Dich sonst so friert.

Mexico City ist eine Stadt
Istanbul ein Kontinentalbruch
Mein Herz ein Tempel
Und Du hast nur AIDS.

Dein Hip Hop stinkt nach faulen Eiern
Dein Rock ‘n Roll ist verschranzt
Und wer hat heut noch Bock zu tanzen?
Nein Danke: nicht mit Dir.

Naja, ich bin ja nicht nachtragend
Bald komm ich Dich besuchen.
Und wenn DU dann immer noch Lust hast mit mir zu reden:
Ich bin ganz Ohr.

Aber verschon mich mit Deinem Geseier!

Sei jetzt bitte nicht beleidigt.

Wo Du doch sonst so stark bist.

Ein Gute-Nacht-Lied hab ich dann aber doch noch für Dich…

.

Ja. Mach Dir ruhig ein bißchen Arbeit!

Liebevoll,

Y.


Occupy Frankfurt: Video

Occupy Frankfurt
15. Oktober 2011.

Video von Merzmensch
Mitarbeit von Aylin Karacan

s. auch Fotogallerie.


Occupy Frankfurt

Occupy Frankfurt
15. Oktober 2011
Fotos von Aylin Karacan

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Wie man Schwarzgurtträger bezwingt- Eine Allegorie

Vor dem, der einen schwarzen Gürtel vor sich her tragen kann, hat manch einer, der im Allgemeinen wenig und im Besonderen noch nie gegen einen Schwarzgurtträger gekämpft hat, gewaltigen Respekt. Schließlich hat der Schwarzgutträger, so meint man, jahrelang die Kunst des Kämpfens studiert und müsse auf diesem Gebiet nun jedem Anfänger überlegen sein. Und tatsächlich [...]

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Gedanken zu 9/11

Über den 11. September 2001 wurde so viel geschrieben wie über kaum ein anderes Ereignis der jüngeren Geschichte. Dies bringt es natürlich mit sich, dass auch viel Schwachsinn geschrieben wurde und jeder Verschwörungstheoretiker, Ufologe oder Sektierer sich berufen fühlte, auch seinen Senf dazu abzugeben.
Die meisten dieser Verschwörungstheorien kann man genauso wie die übrigen Werke ihrer Verfasser getrost in die Tonne treten.

Trotzdem ist und bleibt der 11. September 2001 nicht unumstritten und es regen sich immer wieder Zweifel in einem solchen Maße an der offiziellen Version, dass diese nicht einfach gänzlich unbesehen abgetan werden können. Und eine gewisse kritische Haltung zu offiziellen Versionen im Allgemeinen sollte zum geistigen Rüstzeug jedes aufgeklärten und demokratisch gesinnten Bürgers gehören.

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Der berühmte psychoanalytische Klavierwettbewerb in Moskau

Männer und Frauen auf dem berühmten “Psychoanalytischen Klavierwettbewerb” in Moskau. Sie spielen “Tränen” und “Ostern” für zwei Klaviere von Rachmaninoff.

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Herzlichen Glückwunsch, Frau Roth – es ist vollbracht!!

Für 90 Mio. Euro ist das Areal in Bockenheim über den Tresen gewechselt, mit roten Köpfchen und hoch erfreut, dass es wieder einmal ohne jegliche Mitsprache und parlamentarische Kontrolle durchgezogen werden konnte, stellten sich die Lichtgestalten der Presse. Endlich können Sie loslegen, Frau Roth, und wir uns freuen. Es wäre auch zu traurig, wenn Sie [...]

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Medienkompass: Freitag macht den Spiegel, Augstein den Schirrmacher

Eine Welle antisozialistischer oder “anti-linker” Bekundungen aus den deutschen Medienhimmeln umspült die Berliner politischen Einrichtungen derzeit. Sie reicht bis zu offenen Kotaus vor ihnen, trotz ihrer eher miserablen Verfassung. Über des Rot-Grünen Präsidentenkandidaten Gauck Warnung vor der Berliner Mauer beim Salzburger Opernpublikum und die Anregung des Liedermachers Wolf Biermann, die Linke einen Kopf kürzer zu machen kommt jetzt in diesem Sinne noch ein grüner Medienerbe hinzu. Er schickt dabei sein Blatt mit in den Berliner Wahlkampf, gegen den akut drohenden Sozialismus: offensichtlich reicht die Taz dazu allein nicht.

Der damit adressierte Freitag-Besitzer Jakob Augstein übernahm vor ein paar Jahren die einzige linke deutsche Wochenzeitung und unternimmt seitdem immer wieder Schritte zur “Verspiegelung” des Blattes. Eigentlich brauchen wir das nicht wirklich, davon gibt es tatsächlich schon genug.

Sein Leitkommentar in der aktuellen Ausgabe sieht 2 Verlierer gegenwärtiger Moderne, den Neoliberalismus und die Linken.

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Wunsch, Indianer zu werden, inmitten weiterer Wünsche

  Ich traf nie einen reichen Mann, eine reiche Frau mit der geringsten EIGENEN Vorstellung von Schönheit. Also gilt Wildes Auftrag, Schönheit zu verbreiten dem gemeinen Mann, der gemeinen Frau, trotz “Skifahren für Manager” und “Afterworkführungen”. Er, der in den Saloons des Wilden Westens Vorträge hielt, ohne erschossen oder korrumpiert zu werden, ah, wäre er [...]

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Schlampenspaziergang

Oberfoto
Am vergangenen Samstag war am Kaisersack des Frankfurter Bahnhofsviertels der Teufel los. Unter dem Motto „No means no“ versammelten sich städteübergreifend mehrere Tausende selbsterklärte „Schlampen”, um gegen vorherrschende Rollenbilder und sexualisierter Gewalt einen Zeichen zu setzen. Mit Plakaten und Transparenten legten Frauen und Männer in schriller, freizügiger aber auch in „normaler“ Kleidung einen beeindruckenden Slutwalk hin. Eine Kleidungsvorschrift a´ la “um Miniröcke wird gebeten” gab es nicht – jede(r) kam so, wie sie oder er sich wohl fühlt. Gemeinsam marschierten sie durch das Rotlichtmilieu, an Erotikcentern, Casinos vorbei, wo neugierige Prostituierte aus den Fenstern schauten, bis hin zum Willy-Brandt-Platz. So bunt wie das Publikum, so vielfältig waren auch die Sprüche, die sich Frauen und Männern auf ihre Körper, auf Plakate oder Transparente geschrieben haben: „ My body my choice“, „You don´t own me“, “To slut or not to slut. It´s not the question. Don´t be a sexist”. “Die Würde der Schlampen ist unantastbar” oder “May be i´m asking for it, but not from you!”

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Kandidatencheck: Steinbrück vs. Osnabrück

steinbrück neu

Gilt beim Spiegel bis heute die Devise: “A bissl Hitler geht immer” , so scheint dies seit einiger Zeit ergänzt worden zu sein um: “Man sollte immer ein bisschen Steinbrück im Haus haben”. Kaum eine Woche , ohne dass er, mehr Quadratschädel als Querdenker, dort präsentiert, porträtiert oder zitiert wird. Dies gilt ähnlich für andere Quaaaalitätsmedien wie die Rundschau, FAZ,TAZ oder BILD. Dahinter steht immer die Frage: Ist er DER AUSERWÄHLTE, auf den die SPD, “die Deutschen” und Steinbrück selbst schon so lange hoffen? Um der Frage auf den Grund zu gehen machte Spiegel Online neulich sogar den direkten Vergleich zwischen der Bundeskanzlerin und dem einfachen Abgeordneten Steinbrück auf und labelte das zwei Jahre vor der Wahl als “Kandidatencheck“. Und siehe da: Steinbrück schnitt unverblüffenderweise nicht schlecht ab. Wir aber fragen: Ist die zermürbte Merkel momentan wirklich ein ernstzunehmender Vergleichsparameter? Wir schlagen daher einen ernsthafteren Gegner vor, um das Potential auszuloten: Osnabrück, die sympathische Friedensstadt im Niedersächsischen. Schauen wir uns die Kandidaten genauer an :

1. Führungsstärke

Angeblich Steinbrücks große Stärke: “Steinbrück ist jemand, der klare Vorstellungen hat, was er will”, schreibt das Nachrichtenmagazin. Was er will, weiß zwar eigentlich keiner, das kann ja auch schon mal wechseln, man muss das nicht so eng sehen…. Hauptsache alle wissen, DAS er was will, denn das macht ja Führungsstärke aus. In der

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Stadt Regieren: Kulturcampus Bockenheim

Verblüffende Nachrichten aus dem schwarz-grünen Römer: “Dir gehört die Stadt” stellt man sich dort wohl als Showlaufen von Honorationen auf dem Podium vor: das “2. Bürgerforum Kulturcampus Bockenheim”. Bockenheim nimmt es aber nicht einfach hin.

Wir dokumentieren die Erklärung der Bürgerinitiative “Ratschlag Campus Bockenheim” dazu:
Wir protestieren gegen die Veranstaltung des 2. Bürgerforums Kultur-Campus-Bockenheim, zu dem Oberbürgermeisterin Petra Roth für kommenden Montag (16. Mai 2011) eingeladen hat. Wir sehen darin eine Wiederholung des am 21. Februar 2011 im Senckenbergmuseum stattgefundenen Forums, lediglich in einer etwas

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Ackermanns Traum (2)

4. Josef Ackermann in seiner Zelle auf der Pritsche. Carsten Maschmeyer schläft in der Nebenzelle.

Ackermann: Carsten?

Maschmeyer schnarcht

Ackermann: Maschmeyer, schlafen Sie schon?

Maschmeyer (schnarcht)

Ackermann: Also ich kann nicht schlafen, das macht der Tee. Vielleicht sollte ich was lesen

Maschmeyer (schnarcht)

Ackermann: Maschmeyer… Deutschland muss aufwachen!

Maschmeyer (durch die Wand): Was ist los?

Ackermermann: War nur ein Scherz, schlafen sie weiter.

Maschmeyer schläft weiter.

Ackermann: Ich würde jetzt auch lieber schlafen. Aber,Maschmeyer, ich weiß im Gegensatz zu ihnen, dass ich in Wirklichkeit bereits schlafe und dies gar nicht die Wirklichkeit ist. Ich bin der weiße König aus Alice in Wonderland, Maschmeyer. Ich weiß, ich bin gar nicht hier in dieser Zelle, ich träume das nur, und wenn ich aufhöre, sie zu träumen, Maschmeyer, wissen sie , was das dann passiert, mit ihnen? Sie verschwinden einfach! Sie verschwinden!

(Maschmeyer schnarcht weiter)

Aber ich sehe mir das erst mal eine Weile an, sozusagen als Gedankenexperiment….Seltsam …Wenn ich nur in meinem Traum endlich einschlafen könnte, morgen wird’s ein harter Tag… „Denk ich an Deutschland in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht! (er gähnt) “ Von wem war der Slogan noch mal?..

Maschmeyer (durch die Wand) Deutsche Schlafwagengesellschaft…kein Erfolg

Ackermann: Kein…Erfolg…

Er schläft ein. Maschmeyer schnarcht, Ackermann schnarcht

5. Berger mit den Genossen in Dannys Duty free shop

Berger: Bevor wir in die Planung eintreten, wie wir den Genossen Ackermann befreien, geht’s darum, wie wir der Öffentlichkeit Content vermitteln. Genossin Roth?

Roth: Ja, ich habe zunächst über das Branding nachgedacht. Welche Identity brauchen wir für die Befreiungsaktion? Ich schlage vor: „Kommando 31. Okober.“

Berger. Mmmhh, gefällt mir nicht so ganz. Was ist denn das für ein Datum?

Roth. Weltspartag. Wir könnten uns damit in die populäre Geizwelle einklinken.

Berger: Aber ist der Weltspartag nicht eher konservativ besetzt?

Veit: Nach dem Zusammenbruch des neuen Marktes sehnt sich das Volk nach etwas Beständigem. Es will wieder sparen. Außerdem ist der Weltspartag der Tag der internationalen Sparsolidarität. An diesem Tag spart die Welt.

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Our Song for Ryan Air

Es ist Frühling, die Feriensaison beginnt wieder…. ein kleines Lied zur Warnung.

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Blind Dates 15.3.- 21.3.

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Di 15.3.
Naxos-Kino: Radio Star – die AFN – Story. Dokumentarfilm & Gespräch 20 Uhr
, Filmreihe Hören und Sehen (1): von Hannes Karnick & Wolfgang Richter: London, 4. Juli 1943. Während sich die alliierten Truppen auf den D-Day vorbereiten, wird auf Befehl der Generäle Dwight D. Eisenhower und George C. Marshall der American Forces Network (AFN) gegründet. Es ist die Geburtsstunde eines Senders und gleichzeitig des heute weltweit größten Networks, des Armed Forces Radio und Television Service, der die amerikanischen Truppen zu allen Fronten und allen Krisengebieten der letzten 50 Jahre begleiten sollte. Zu sehen und zu hören ist außergewöhnliches und z.T. unveröffentliches Archivmaterial, etwa der AFN “on the Road to Berlin” oder von Ostberlin gefälschte AFN-Programme während des Mauerbaues. Mit Diamonds are the Girls best Friends trifft Marilyn Monroe 1953 ihre Fans an der Front in Korea. Anschließend Filmgespräch mit den Regisseuren, dem früheren Nachrichtenchef des AFN, Gerry Bautell und dem Historiker John Provan, der sich maßgeblich mit dem AFN beschäftigt hat. Moderation: Wolf Lindner.
Cafe Exzess, 20 Uhr: Anfang Februar 2011 brachen mehrere hundert Aktivistinnen und Aktivisten von Bamako, der Hauptstadt Malis, nach Dakar, der Hauptstadt Senegals auf. Das Ziel war das Weltsozialforum in Dakar. Organisiert wurde die Karawane vom Netzwerk „Afrique-Europe-Interact“, ein kleines, transnational organisiertes Netzwerk, welches im Oktober 2009 gegründet wurde. Beteiligt sind AktivistInnen aus Mali, Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Ihre zentralen Forderungen sind

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Medienkompass – Zweite Woche Januar

“Alternativlos“ – das Unwort des Jahrzehnts
Am Dienstag wird das Unwort 2010 bekannt gegeben. Es gäbe aber sogar ein Unwort des Jahrzehnts: alternativlos. Es leugnet demokratische Vielfalt und die Chancen der freien Entscheidung. Und das schon seit vielen Jahren.” Zu lesen erstaunlicherweise in der FR.
“Man hat zum Rundumschlag ausgeholt«
Die Marburger Uniklinik des Rhön-Konzerns versucht, Kritik juristisch zu unterdrücken. Ein Gespräch in der Jungen Welt mit Sven Lehmann. Sven Lehmann ist Rechtsanwalt des Produzenten und Reporters Rainer Fromm, der die ZDF-Dokumentation »Der Patient als Ware« erstellt hat.

Stuttgart 21: Offener Brief von SPD-Mitgliedern an den Landesvorstandes Baden-Württemberg. Könnte es sein, dass die SPD mal wirklich etwas verstanden hat? Oder geht´s nur um die Wahlen, wenn hier zu lesen ist:
Mit diesem Offenen Brief fordern wir Euch nach intensiven Diskussionen mit vielen Genossinnen und Genossen im Lande auf: Nutzt Eure politische Kraft, um das Projekt S 21 sofort zu stoppen.
Quelle: Offener Brief [PDF - 51 KB]

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Die Politik des Schnees

I. Der kitschige Schnee
Schnee bringt eine besondere Art des Kitsches hervor. Es sind nicht mehr die Schneekugeln, die hin- und hergeschüttelt winzige und wohlgeordnete, flockendurchwirbelte Welten zeigten. Sie existieren nur noch in Retroausgaben oder ironischer Verfremdung. Die gegenwärtig Lebenden haben für sie zu viel Phantasie- oder zu wenig. Was sind gläserne Schneewelten gegen “Avatar”? Auch verschneite Hexenhäuschen aus Lebkuchen sieht man nur noch selten. Was sich hält ist das Kalendermotiv VERSCHNEITES FAHRRAD als Klischee des Winters.

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Porno mit 16 und Hundefleisch für alle- Demokratie zum Mitmachen

- Aus verschiedenen Gründen erscheint der Artikel hier zur Zeit nicht. Zu gegebener Zeit wird er wieder eingestellt. Ich bitte um Verständnis. Euer Florian K.-

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Morgen im Übermorgenhaus

Willkommen im Übermorgenhaus. Sehen Sie sich ruhig um. Gehen Sie umher.
Schauen Sie sich in Ruhe alles an, bevor Sie sich entscheiden. Sie müssen
sich nicht jetzt entscheiden. Entscheiden Sie sich morgen. Ihr Haus ist auch
morgen noch da. Oder übermorgen.

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Blind Dates 30.11.-5.12.

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Dienstag, 30. November, 20 Uhr, Naxos-Kino: Filmreihe Frankfurt im Film, MAZEL TOV, ein Dokumentarfilm von Mischka Popp und Thomas Bergmann
: „Sie kamen mit zwei Koffern. Aber ihr unsichtbares Gepäck sind ihre Geschichten. Diese Geschichten sind der Schatz unseres Films“. Sie kommen aus Russland. Sie sind Juden. Ihre Religion war in der UdSSR verboten. Ihre Kultur war verboten. Als sich die Grenzen vor 20 Jahren öffneten, machten sie sich zu Hunderttausenden auf den Weg. Junge und Alte, ganze Dörfer, halbe Städte wanderten aus. Nach Westen, nach Israel, nach Deutschland. Für kurze Zeit war Deutschland die am schnellsten wachsende Gemeinde weltweit. „Mazel Tov“ ist ein Film über Menschen, die die Welten gewechselt haben und davon erzählen – spannend, anrührend und lebendig.Im Anschluss feiert das Naxos-Kino statt Filmgespräch den Kinopreis,den fünften Geburtstag des Naxos- Kinos und den Abschluss unseres Kinojahres 2010.

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Bemerkenswertes – Vierte Novemberwoche

Im Kampf gegen den Weihnachtsmarkt-Terror haben amerikanische Geheimdienste eine besonders effektive Erfolgsstrategie entwickelt: man nehme einen jugendlichen Web-Fanatiker des richtigen Zuschnitts und der passenden Email-Kontakte (islamistische Web-Sites in Pakistan bieten sic für alle Seiten an), kontaktiere ihn und spreche mit ihm über lohnende Bomben-Ziele im westlichen Feindesland, am besten in einer Umgebung in der er [...]

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Merkel und Hundt

Ein deutsches Märchenpaar

Es gibt sie, diese kleinen Sternstunden, jene plötzlichen Aha-Eingebungen, solche, in denen einem klar und deutlich vor Augen steht, was in hoch komplexen Diskussionen und tiefschürfenden Analysen sich nicht einstellen wollte.

So ging es mir mit dem Auftritt der Kanzlerin aller Deutschen vor den ebenso deutschen Arbeitgebern.

Zunächst: sie passte wunderbar in diese Umgebung, alles war auch bester Laune (Geschäftsklima-Index weit oben). Sie liess ihr bekanntes und bekennendes Psalmodieren über Haushalts-Konsolidierung und Zukunftsfähigkeit und Leistungsstärke (protestantische Mantras) vom Stapel und ich begann mich leicht amüsiert abzuwenden und meine Aufmerksamkeit wanderte zu den selbstzufriedenen Gesichtern. Genau in diesem Moment passierte es, ein wahrhaft elektrisierender Satz entsprang diesen – leicht verkniffenen – Lippen, getragen von der ganzen Güte der Patriarchin, die ihresgleichen Zuspruch verheisst.

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666 News- Die Presseschau des Satans

dear friends of fucking hell,welcome to 666-News. Long time no see…das ist kein Vorwurf, denn ich weiß, dass ihr untergründig wirkt, gerade in dieser dunklen, trüben Zeit des Jahres, wo wir auf den Geburtstag dessen zusteuern, dessen Namen nicht genannt werden darf. Heute bekam ich den unwiderlegbaren Beweis Eures Wirkens. Auf S. 1. der BILD “BENEDIKT XVI., GANZ PRIVAT: ICH, DER PAPST.”

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Blind Dates 22.11.-28.11.

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Dienstag, 23. November 19 Uhr, St. Jakob-Kirche am Kirchplatz in Bockenheim. : “Campus Bockenheim-eine Chance für urbanes, soziales und gemeinschaftliches Wohnen in Bockenheim. ” Eine Veranstaltung von Initiative Zukunft Bockenheim, Ratschlag Campus Bockenheim – unterstützt von der Evangelischen Gemeinde in Bockenheim und dem Netzwerk gemeinschaftliches Wohnen Frankfurt:
ABG Holding und OFB haben das Areal neben dem Depot erworben, um 220 Wohnungen und ein Einkaufszentrum zu bauen. Die ABG ist 100 prozentige Tochter der Stadt Frankfurt, so dass auf diesem Areal Wohnungen für alle Einkommensgruppen unter Berücksichtigung von ökologischen Aspekten gebaut, die soziale und kulturelle Mischung der Wohnbevölkerung verwirklicht werden könnten. Dargestellt werden: Der Planungsstand, Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik in Frankfurt,, das Thema Segregation / Wohnungsmarkt für Migranten Außerdem wird die Realisierung von gemeinschaftlichem Wohnen beraten und Vorschläge diskutiert , wie eine demokratische Beteiligung der BürgerInnen am Planungsprozess durchgesetzt werden kann.

Dokumentarfilm & Gespräch im Naxoskino am Dienstag, 23. 20 Uhr: “Tod auf Raten: Fritz Bauer” Ein Dokumentarfilm von Ilona Ziok: Wurde Fritz Bauer ermordet? Ilona Zioks filmische Ermittlungen sagen: Stimmt! Fritz Bauer war mit Sicherheit der profilierteste Staatsanwalt, den es in der Bundesrepublik je gab. Für ihn war „Unruhe die erste Bürgerpflicht“ . Als hessischer Generalstaatsanwalt 1956-1968 war er der maßgebliche Initiator der

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Bemerkenswertes – Dritte Novemberwoche

Diesmal haben wir was aus der Frankfurter Bankenwelt. Zuerst das “Merging” von UBS und Roland Koch. Der umgarnte Ex-Ministerpräsident (“brutalstmöglich”) und konservative Fahnenträger hat einen weiteren lukrativen Job bei der Schweizer Großbank erhalten. Woran muß man denn bloß bei der Nennung ihres Namens denken? Genau: Steuerhinterziehung für Anlagen, die “Swiss-Connection”. Und an was muss man [...]

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Blind Dates 16.11.-21.11.

blind dates neu

Well, worst weather, but: eine recht interessante politisch-kulturelle-mediale Woche…

Dienstag, 16. November, 19 Uhr : RIZE – uns hält nichts auf . Dokufilm im Naxoskino. Von David La Chapelle (USA 2004 / 85’): Der Regisseur und Starfotograf David La Chapelle präsentiert in seinem Erstlingsfilm eine noch unentdeckte Subkultur der HipHopSzene: In furiosen Bildern rauschen die Bewegungen der unter den Namen „CLOWNING und KRUMPING kursierenden Tanzstile über den Zuschauer hinweg. Die aggressiven und atemberaubenden Choreografien sind mehr als nur ein Modetrend. Sie dienen als Ausdruck sozialer Unterdrückung.La Chapelle nimmt uns mit auf einen emotionalen und visuellen Trip, der Atem und Sprache raubt. Im Anschluss des Films gibt es eine Tanzshow der Gruppe “tomoves”. (Offenbacher Tanzschule) €. Als Gast für das anschließende Filmgespräch hat sich angekündigt Heresh Derakshan (Artist, Choreograph und Dancer)

Mittwoch, 17 November 19 Uhr: Die Arbeitsgruppe Weltwirtschaft & Finanzen Attac Frankfurt diskutiert im Frankfurter Presseclub, Saalgasse 30 mit Dr. Peter Bofinger, Professor für Volkswirtschaft in Würzburg und Mitglied des

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Bemerkenswertes – Zweite Novemberwoche

Wer glaubts denn: vor kurzem höhnten Europas Medien noch über die phlegmatischen Briten, die sich der Krisen ergeben,um den Stars der City of London bald wieder beim Chappagner-Schlürfen zusehen zu können – ganz so wie die Frankfurter auf der Fressgaß. Ganz anders als als die rebellierenden Franzosen, die massenhaft ihren Bossen gleich mal das Benzin [...]

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Die Segnungen der Privatisierung

Ja, die Privatisierung ist schon etwas Tolles. Sie beseitigt staatliche Monopole und gibt so dem Bürger die Freiheit selbst unternehmerisch auf Gebieten tätig zu werden, die sich sonst im eisigen Griff des Staates befinden würden.

Endlich herrscht Unternehmergeist und freie Konkurrenz!

Deshalb habe ich beschlossen, ins Eisenbahngeschäft einzusteigen. So schwer kann es ja nicht sein, schließlich habe ich früher immer gerne „Railroad Tycoon“ auf dem Computer gespielt.

Als erste Investition kaufte ich mir eine kleine handbetriebene Draisine und setzte sie auf der ICE-Trasse zwischen Frankfurt und Köln auf die Gleise.

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Freitag abend – Frankfurt

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Prosciuttotion

Ein Tag im Frühling. Lass es den 8. Mai sein…Heidi Klum gebar grad ihr 16tes Kind. Eine kleine Strasse in Deutschlands Vororten; die Zahl der Fenster war gross in den Rez-de-chausseen…wie zufällig beugt sich eine dick-busige Frau aus dem Fenster und cogito ergo sum: erblickte die Prostitution das Licht der Welt! Diesem Ereignis folgten unzählbare [...]

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Melancholie und Widerstand

Herbst. Der Herbst ist jene Jahreszeit, in der im Unterschied zum Rest des Jahres gerne Gedichte gelesen werden. Meistens melancholische Gedichte wie dieses:

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Die Ponys meiner Töchter weiden auf selteneren Weiden

Im Gegensatz zu unserem Autor Florian K. in “Tötet die deutsche Sprache!” glaube ich ganz und gar nicht, dass sich “fast alle einig sind, dass die deutsche Sprache gerettet werden muss”. Denn: Die LAUTSPRECHER, ob Medien, Wirtschaft, Werbung oder Schulhöfe produzieren tagtäglich Denglisch, Kanaksprach etc.- ohne überhaupt noch weiter darüber zu diskutieren oder nachzudenken. Das [...]

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Zwei Außendienstmitarbeiter des französischen Geheimdienstes beobachten die Strasse und hören dabei Musik

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Blind Dates 25.-31.10.

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Zur Zeit erlebt die Antiatomkraft-Bewegung ein erstaunliches Revival- der Bundesregierung sei Dank! Dazu Anfang der Woche eine Veranstaltung im Club Voltaire
( http://www.club-voltaire.de) Montag, 25. Oktober 2010, 19.30 Uhr “AKW-Laufzeiten und Endlagerung: Welche Konzepte? Welcher Widerstand? “Podiumsdiskussion mit Dr. Michael Wilk (AKU, Arbeitskreis Umweltschutz, Wiesbaden) / Achim Lotz (Mitarbeiter der Fraktion „Die Linke“ im hessischen Landtag) / Timon Gremmels (MdL, SPD Hessen) / Angela Hanisch (Stadtverordnete für die Grünen im Römer) Gesellschaftlich gibt es eine breite Mehrheit, die sich gegen Laufzeitverlängerung und Castortransporte wendet. Sie reicht von Bürgerinitiativen über Autonome, die Partei “Die Linke” und “Die Grünen” bis zur SPD. Auf der Podiumsdiskussion soll das breite Spektrum des Anti-Atom-Widerstands zu Wort kommen. Es soll geklärt werden: Wie können die Atomkraftwerke ersetzt werden? Wie sind die Endlagerungspläne in Gorleben einzuschätzen? Wie unterscheiden sich die Vorstellungen von Bürgerinitiativen, Linken, Grünen und Sozialdemokraten? Welche Pläne verfolgen die Merkel-Regierung und die Atomkonzerne? Können die Laufzeitverlängerung und die Castor-Transporte im Herbst gestoppt werden? Welche Widerstandsarten sind möglich und sinnvoll?

Dokumentarfilm & Gespräch am Dienstag, 26. Oktober, 20 Uhr im Naxos-Kino zu einem umstrittenen Thema: , “Zwangsmigrationen und Umsiedler im 20. Jahrhundert” von Michael Majerski: Die letzten überlebenden deutschen Zeitzeugen, die nach dem Krieg nicht aus

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Bemerkenswertes: Goldener, nein, Blei-,Zinn-Oktober Dritte Woche

Ich weiss, diese Rubrik hat noch keinen WIRKLICH befriedigenden Namen. “Bemerkenswertes” , hmm…Aber haben Sie einen wirklich befriedigenden Namen ? Sind sie bemerkenswert? Monika, Hans? Sigrid, Sascha? Matthias, Morgane, Marianne, Michael? Na, sehen Sie…Vielleicht nennen wir die Rubrik demnächst: HANS! Schau´n wir mal…aber dieses verdient im NACHRICHTENDUSCHGELGEWITTER Beachtung

Die Rückkehr zur Normalität
“Im Wall Street Journal gab es am 11. Oktober einen erstaunlichen Bericht mit der Überschrift “Wall Street Pay: A Record $144 Billion” – dabei handelt es sich um eine Schätzung für die drei Dutzend größten Finanzunternehmen. Während die amerikanische Wirtschaft insgesamt immer noch darniederliegt, ist die Wall Street “back to normal”. Die Einkommen werden 2010 so hoch ausfallen wie zu besten Zeiten. Ich schätze mal, dass das Durchschnittseinkommen in diesen Unternehmen, also einschließlich der Einkommen von Pförtnern und Sekretärinnen, irgendwo zwischen 200.000 und 400.000 Dollar liegen wird – bei Goldmann Sachs dürften vermutlich sogar mehr als eine halbe Million herauskommen. Die Gewinne des Finanzsektors haben schon wieder einen Anteil von mehr als 20% an den Unternehmensgewinnen insgesamt, so wie es in den Jahren von 1990 bis 2008 zur Regel geworden ist. Dabei arbeiten gerade einmal viereinhalb Prozent aller Erwerbstätigen in der Finanzbranche. Wir haben es mit einer unglaublichen Marktverzerrung zu tun.

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Blind Dates 18.10.-23.10

phantom

Dienstag, 19. Oktober 2010, 18 Uhr: Gesprächsreihe “Kommunen in der Krise”: Kommunale Daseinsvorsorge im Zeichen der Krise ist das Thema der dreiteiligen Gesprächsreihe „Zukunft der Arbeit“, zu der der Deutsche Gewerkschaftsbund Rhein-Main einlädt. Beteiligt sind auch die DGB/VHS-Bildungsgemeinschaft „Arbeit und Leben“ und die Europäische Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt. Am 19. Oktober spricht Christian Schelzke, der Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes über die kommunale Handlungsfähigkeit der Kommunen im Zeichen der anhaltenden Finanzkrise. Die Veranstaltungen findet von 18 bis 19.30 Uhr im Willi-Richter-Saal des Gewerkschaftshauses in der Wilhelm Leuschner Straße 69-77 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Dokumentarfilme & Gespräch am Dienstag, 19. Oktober 20 Uhr im Naxos-Kino, Filmreihe Frankfurt im Film: “Oma Rink” von Andreas Frowein: Hundert Jahre alt wäre sie geworden: „Lulu“ Schwarz, Urgestein aus Bornheim und Jahrzehnte lang Wirtin in der damals legendären

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In every dreamhome a heartache (Bad Vilbel Projekt 2)

Church of evil 1

Haus 3

Grillengezirpe. Vögelzwitschern.

Eine Kinderstimme suchend: Mama?…….Papa?

Das Grillengezirpe wird lauter, bricht ab.

Haus 4

Laufende Frauenschuhe, Möbelrücken. Türenschlagen.

Ein Anrufbeantworter.: “Sie haben drei Anrufe.”

Weggedrückt. Öffnen eines Kühlschrankes. Plötzlich ein Schrei. Hektischeres Laufen der Frauenschuhe. Türschlagen. Ruhe. Geräusch von einlaufendem Badewasser. Stille. Plötzlich ein weiterer Schrei. Ein ersticktes Stöhnen. Stille. Stille. Dann wird das Badewasser mit schnellen Bewegungen abgedreht. Ein tropfender Wasser-Hahn. Stille. Telefonläuten. Der Anrufbeantworter geht los. Männliche Stimme.

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Die Heimat der Scheinriesen

Wisst ihr, was ein “Scheinriese” ist? Der stammt aus: “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer.” Hey… nicht gleich weinen und sich die Augen reiben! Lukas, der Lokomotivführer war ein richtig cooler Typ, hatte mit Pfefferspray und Wasserwerfern nichts am Hut, versprochen! Also, machen wir weiter: was ein Scheinriese ist, kann man im Netz im “Assoziationsblaster ” nachlesen. Da steht: “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer treffen auf ihrer weiten Reise einen Menschen, der, je weiter er sich entfernt, immer größer erscheint. Im Gegensatz zu den normalen Menschen, die mit zunehmender Entfernung immer kleiner werden, also Scheinzwerge sind, ist dieser Mann ein Scheinriese. Da die Heimatinsel von Jim und Lukas sehr klein ist, ist dort kein Platz für einen Leuchtturm. Deshalb rammt das Postboot ab und an die Insel. Deshalb engagieren die beiden den Scheinriesen. Er braucht auf Lummerland wenig Platz, ist aber, mit einer Laterne in der Hand wegen seines Scheinriesentums schon aus weiter Entfernung zu sehen. So, jetzt wisst ihr, wo der Scheinriese wohnt, auf Lummerland nämlich. “

Ja, so stehts das da. Ich aber, Kids, sage Euch: der wohnt gar nicht auf Lummerland, der wohnt direkt bei uns, hier in Frankfurt. Und er hat hier noch viele Freunde, die sind wie er. Man könnte sogar sagen: Frankfurt ist die wahre Heimat der Scheinriesen. Da kann Lummerland glatt einpacken.

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85656 Stuttgart-21-Fans can´t be wrong!

Die Fanseite eines kleinen Bandes mit Schüttelreimen »Geschüttelt, nicht gerührt« von Matthias Oheim und mir hat derzeit 29 Fans auf Facebook. Über die Hälfte davon sind mir glücklicherweise vollkommen unbekannt. DIe Fanzahl korreliert gut mit den Verkaufszahlen des kleinen Bändchens.
So einfach ist das heute.
Vergeßt aufwändige Marktforschung, repräsentative Umfragen und den ganzen Old-Europe- Kram! Popularität läßt sich heute blitzschnell über die Zahl der »gefällt mir«-Klicks auf Facebook messen. Der Uraltstreit: Stones oder Beatles? Wird eindeutig gegen die uralten Stones und zugunsten der teilweise toten, aber ewig lebenden Beatles entschieden: 8.743.515 gegen 2.287.013. Von Pop zu Politik: CDU oder SPD? Die SPD liegt mit 13.426 weit vor der CDU mit 5.900.

Das sind unbestechliche Zahlen! Und solche Zahlen werden heute als Stichwaffe in der politische Diskussion verwendet. So verwies bei der »Hart aber Fair«-Sendung über das Projekt Stuttgart 21 ein Befürworter darauf, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung hinter dem Projekt steht. Die Facebook-Gruppe der Projektbefürworter habe mehr Mitglieder als die Gegner. Erstaunlich! Aber, tatsächlich: Die Gruppe »Kein Stuttgart 21« weist derzeit 72.023 Unterstützer auf, »Für Stuttgart 21« liegt weit vorn mit 85.656.

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Von Motorsägen, Kastanien und der deutschen Demokratie im heißen Herbst

Oder wie die demokratischen Bürgerlichen das Bürgertum abschaffen
In Stuttgart wird demonstriert, quer durch alle Schichten. Auch wenn die Demonstrationen zum Glück lange nicht so heftig verlaufen, wie am Donnerstag vor zwei Wochen, ist der Widerstand der Bürger ungebrochen. Damals hatten sich Zweitausend Bürger im Stuttgarter Schlossgarten versammelt. Die Polizei hatte sich ganz der Räumung des Areals verschrieben. Am Ende des Tages gab es 400 verletzte Demonstranten, 50, darunter auch Kinder und Babys, erlitten Verletzungen der Augen durch Reizgas. 16 Demonstranten landeten im Krankenhaus, einem Demonstranten brach ein Wasserwerfer die Augenhöhlen. Die Ereignisse sind quer durch die Medienwelt gemühlt worden. Mal wurden Kinder durch Demonstranten instrumentalisiert, mal die Polizei durch die Bahn, allerlei Verschwörungen wurden vermutet und man munkelte. Doch es stellt sich die Frage, worum es hier eigentlich geht und was eigentlich hinter „Stuttgart 21“ steht.
„Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“, besagt Artikel 8 des Grundgesetzes. „Die Polizei hat die Aufgabe, von dem einzelnen und dem Gemeinwesen Gefahren abzuwehren, durch die die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bedroht wird, und Störungen der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung zu beseitigen, soweit es im öffentlichen Interesse geboten ist. Sie hat insbesondere die verfassungsmäßige Ordnung und die ungehinderte Ausübung der staatsbürgerlichen Rechte zu gewährleisten.“, besagt Paragraph eins des Polizeigesetzes. Rosseau sagte, dass das Individuum in der Demokratie einen Vertrag mit dem Staat eingehe. Es gebe seine natürliche Freiheit auf, die nur durch seine individuellen Kräfte begrenzt sei und erhalte dadurch die politische und gesellschaftliche Freiheit, die nur durch den „volonte generale“, durch den Allgemeinwillen, begrenzt sei.

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Tötet die deutsche Sprache!

Tzeentch

Wohl kaum ein Thema ist so geeignet zur Querfrontbildung wie die deutsche Sprache. Wenn es um unsere Sprache geht, dann sind sich fast alle einig.

Die deutsche Sprache ist bedroht und muss gerettet werden.

Trotz aller sonstigen Differenzen liegen sie da auf einer Wellenlänge: Der linksalternative Birkenstockträger, der fanatische NPD-Parteigänger, das konservative Mitglied des Philologenverbandes, genauso wie eine ganze Reihe deutscher Pop-Künstler, die sich schon 2004 für eine deutsche Sprachquote im Radio aussprachen und damit eine teils sehr emotional geführte Diskussion auslösten.

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Die Frankfurter Pizza-Connection: “Verändere Deine Stadt! ” und die McKinseys

“Verändere deine Stadt!! Lasst uns Frankfurt zur Youth Changemaker City machen!”
Dieser Slogan durchzieht grade diverse, vornehmlich Anzeigenfinanzierte Stadtgazetten. Kingt gut klingonisch, oder? Denn wer möchte nicht “seine” Stadt verändern, auch wenn sie ihm gar nicht wirklich gehört. Und dieses “Lasst uns…. “: halb Demo, halb Kirchentag,
Okay, das imperiale Zwangs-Geduze, das von irgendwelchen Companies und Groß-Institutionen als Aufforderung an einen herandröhnt und von Plakatwänden, aus dem Planet-Radio und Zeitungsseiten an einen heran schleimt (“Du bist Deutschland”) erinnert vielleicht unangenehm an den Sozialkundelehrer verflossener Tage.
Aber, hey: DU WILLST ES DOCH AUCH, ODER? DIE STADT VERÄNDERN? Und eben dieses Ziel verfolgt nach eigenen Angaben die Jugendorganisation “Ashoka”. Und deshalb hat Ashoka in den vergangenen Wochen die Jugendorganisationen der Parteien und den StadtSchülerInnenRat (SSR) Franfurt zu einem ‘Youth City Changemaker’ – Event am 30. Oktober 2010 in Frankfurt eingeladen unter ebendiesem Motto: „Verändere deine Stadt! Lasst uns Frankfurt am Main zur Youth Changemaker City machen!“
Dabei, man muss es leider sagen, kam es zu einem Mißbrauchsfall: es wurde ein „Kompetenz-Team“ gebildet!

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In every dreamhome a heartache (Bad Vilbel Projekt 1)

vilbel klein

Haus Eins

Ein Bohrer. Ein Staubsauger. Eine Männerstimme, eine Frauenstimme.
M: “Kannst Du das nicht mal ausmachen, ich möchte Radio hören? ”
F: “Radio?”
M: “Ja.”
F: “Du kommst nach Hause und möchtest Radio hören?”
M:”Ja. Beim Bohren höre ich immer Radio.”
F: “Warum hast Du nicht Radio im Auto gehört?”
M:”Ich hab das Auto Ralf geliehen.”
F: “Ralf? Wieso denn Ralf?”
M: “Du weisst, dass wir seit drei Monaten seine Obstschale hier stehen haben. Er hat sie nie zurück verlangt.”
F:”Er hat sie hier vergessen, nach dem Essen. Was für eine Idee: Obst mitbringen. Und jetzt hat er unser Auto.Wie bist Du hergekommen?”
M: “Zu Fuß. ”

Ein Radio wird angestellt.

Sprecher: “Achtung Autofahrer auf der A 3 zwischen Winzenheim und Bornheimer Dreieck liegen Personenteile auf der Fahrbahn. Bitte umfahren Sie dieses Gebiet

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Der glückliche Prinz ist tot

burkhard neu
Ein inoffizieller Nachruf auf Burkhard Sprenker
Die Besten sterben am frühsten. Diese Allerweltsweisheit in falsch klingenden Superlativen hat sich wieder einmal bestätigt. Nicht um jeden in der Frankfurter Kulturszene wäre es so schade wie um ihn: Burkhard Sprenker, langjähriger Schauspieler, Mentor, Theken-Ausschenker und Regisseur des Kellertheaters. Er starb vor zwei Wochen plötzlich und überraschend an einem Herzleiden. Noch vor kurzem gehörten wir, die Irgendwie-Lebenden und er der gleichen Welt an. Ein Welt, in der die Sonne wie gewohnt auf und untergeht, in der es Schokoladencroissants, Geldprobleme und Liebeskummer gibt. Wir hätten ihm jederzeit begegnen können: in der Bergerstrasse, im Theater, auf der Konstabler Markt. Diese Chance gibt es nicht mehr-es sei denn, Burkhard zieht da, wo er jetzt sein mag, in Erwägung, fürderhin als eine Art Gespenst von Canterville im Kellertheater oder im English Theater herumzuspuken, was ich ihm durchaus zutrauen wäre.

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Die FGZ im Klabunt

Lesung der schönsten Texte aus der FGZ ab 21 Uhr am Montag, 20. September im Klabunt, Berger Straße 228 in Frankfurt-Bornheim

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