Frankfurter Gemeine Zeitung

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“How about:” ~ Ein offener Brief~

Hey Berlin!

duell

Du psychedelisch verpeppte parlamentarische Preussenpussy,
Verschlingerin aller Künste,
Du Vietnam des Nordens,
Was soll ich von dir halten?

Du hast den Ossis die Freiheit geschenkt:
Und jetzt werden aus unseren Verwandten Nazis…
Weil aus Mauerstücken plötzlich ein Geschäft geworden ist.
Schade. Echt schade.

Ein Grienen an die Ohren getackert
Schleppst Du Dich durch die Nächte
Und fickst um Dein Leben,
Weil Dich sonst so friert.

Mexico City ist eine Stadt
Istanbul ein Kontinentalbruch
Mein Herz ein Tempel
Und Du hast nur AIDS.

Dein Hip Hop stinkt nach faulen Eiern
Dein Rock ‘n Roll ist verschranzt
Und wer hat heut noch Bock zu tanzen?
Nein Danke: nicht mit Dir.

Naja, ich bin ja nicht nachtragend
Bald komm ich Dich besuchen.
Und wenn DU dann immer noch Lust hast mit mir zu reden:
Ich bin ganz Ohr.

Aber verschon mich mit Deinem Geseier!

Sei jetzt bitte nicht beleidigt.

Wo Du doch sonst so stark bist.

Ein Gute-Nacht-Lied hab ich dann aber doch noch für Dich…

.

Ja. Mach Dir ruhig ein bißchen Arbeit!

Liebevoll,

Y.


Mao und Stalin waren Rechte- Eine Antwort auf Erika Steinbach und Götz Aly

Eine Twitter-Nachricht von der CDU-Rechtsaußen und professionellen Geschichtsrelativistin Erika Steinbach löste einen kleinen journalistischen Wirbelsturm im deutschen Wasserglas aus.
Oder vielleicht sollte man es auch einen Shitstorm nennen, zumal dieses Wort ohnehin zu den aktuell meistbenutzten Modewörtern gehört und das Gesagte von Erika Steinbach und Götz Aly mit dem Wort „Shit“ auch gut zusammengefasst ist?

Jedenfalls war die gute Frau Steinbach der Meinung, die NSDAP sei eigentlich eine linke Partei gewesen, weil ihr Name ein „S“ welches für „sozialistisch“ steht, enthält.
Hier stellt sich mir die Frage, wie Erika Steinbach die politische Ausrichtung der CDU-Schwesterpartei, der CSU, beurteilt- schließlich haben die ja auch dieses böse „S“ im Namen, diese verkappten linken Socken.
Aber historische Fehleinschätzungen von Tante Erika sind ja nichts Neues und eine gesunde Portion Geschichtsblindheit gehört schließlich zu den Schlüsselqualifikationen im Berufsbild einer Präsidentin des Bundes der Vertriebenen.
Anders könnte man diesen Job gar nicht machen, ohne dass einem beim morgendlichen Blick in den Spiegel speiübel werden müsste.

Zu Erika Steinbachs mangelndem Geschichtsbewusstsein sei nur einmal an ihre Verteidigung der Deutschen Wehrmacht als „saubere Armee“ während der Wehrmachtsausstellung in den 90er Jahren erinnert, ein Mythos, der inzwischen gründlich ausgeräumt ist, im steinbachschen Geist aber mit Sicherheit auch heute noch weiterlebt.
Obendrein könnte man ohne eine gewisse Ausblendung historischer Tatsachen auch gar nicht guten Gewissens CDU-Mitglied sein, da die CDU zumindest von ihrer personellen Besetzung in der frühen Bundesrepublik die Bezeichnung „NSDAP-Nachfolgepartei“ ebenso sehr verdient hat, wie heute die die LINKE die Bezeichnung „SED-Nachfolgepartei“.
Dass allerdings nun der Historiker Götz Aly, der es eigentlich besser wissen müsste, in das gleiche Horn stößt, ist tragisch, auch wenn es angesichts dessen sonstiger geistiger Ergüsse nicht besonders überraschen mag.

Denn war die NSDAP eine linke Partei? Mitnichten!

Andersherum gedacht, würde vielleicht ein Schuh draus:
Nicht die NSDAP war links, sondern die „kommunistischen“ Massenmörder Stalin und Mao waren Rechte.

Schließlich ist ein Charakteristikum linker Politik deren internationalistische Ausrichtung. Einer der bekanntesten Schlachtrufe linker Protestler lautet „Hoch die internationale Solidarität!“. Das Lied „Die Internationale“ ist noch immer eine Hymne und ein identitätsstiftendes Moment der Linken.
Radikale Linke träumen von einer „Weltrevolution“, während weniger radikale Linke von einer Transformation in Richtung einer internationalen Weltordnung träumen, die die Ideen von Freiheit und Gerechtigkeit besser verwirklicht, als die jetzige.
Linke befürworten mehrheitlich eine multikulturelle Gesellschaft und lehnen Nationalismus strikt ab.

Der scheinbar linke Anspruch einer nationalsozialistischen Partei wird durch den nationalen Gedanken in sein Gegenteil verkehrt und die Aussage Steinbachs über die NSDAP ist gleichwertig mit der Aussage „1 = -1“. (enthält schließlich beides die Ziffer „1“)

Auf den gewichtigen Unterschied zwischen linken Ideen und einem sogenannten „nationalen Sozialismus“ der sich auf „Exklusion, Verfolgung und Vernichtung“ ausrichtet wies auch schon das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung hin.
Götz Aly verwies daraufhin auf die Morde der Regime in der Sowjetunion, China, Jugoslawien und Kambodscha. Zu diesen habe der sozialistische Internationalismus geführt.
Doch genau hier irrt Götz Aly.

In keinem dieser Staaten wurde sozialistischer Internationalismus praktiziert, sondern vielmehr nationaler Sozialismus.
Die beiden größten kommunistischen Massenmörder Stalin und Mao gaben dem Sozialismus in ihren Ländern eine klar nationalistische Richtung. Stalins Konzept des „Sozialismus in einem Land“ stellte eben genau ein entgegengesetztes Konzept zum Internationalismus dar.
Auch Maos Ideen waren vom Nationalismus zutiefst durchdrungen. Hier zwei kleine Zitate aus meiner persönlichen „Mao –Bibel“:
„Unsere Aufgabe besteht gegenwärtig darin, den Staatsapparat des Volkes- das sind hauptsächlich die Volksarmee, die Volkspolizei und die Volksgerichte- zu stärken, um die Landesverteidigung zu festigen und die Interessen des Volkes zu schützen.“ („Über die demokratische Diktatur des Volkes“ 30. Juni 1949, Ausgewählte Werke Mao Tse Tungs, Bd. IV)
„Unserer Nation ist von alters her ein Stil harten Kampfes eigen, den wir entwickeln müssen…“ („Rede auf der Kundgebung in Yenan zur Feier des internationalen Festtages der Werktätigen“, 1. Mai 1939)
Zwar sprach der „Große Vorsitzende“ auch gerne von „Internationalismus“ und „kommunistischer Internationale“ jedoch waren dies Lippenbekenntnisse, die sich in seiner praktischen Politik nicht bemerkbar machten.
Mao und Stalin waren nationale Sozialisten, genau wie Pol Pot, Ceausescu und Tito.
Doch nicht nur in Bezug auf den Nationalismus haben die genannten Diktatoren mehr mit rechten, als mit linken Ideen gemein.
Auch der Pazifismus, welcher von Rechten in letzter Zeit gerne als „Appeasement“ oder „Gutmenschentum“ verschrien wird, ist wohl ein klassisches Merkmal linken Denkens. Und an dieser Stelle kann man ohne zu übertreiben sagen: Die genannten Diktatoren waren allesamt frei von der „Schwäche“ des Pazifismus.
Die Staatsführung von all den genannten Diktatoren war eine faschistische, aber nicht eine „links-faschistische“ (was ohnehin nur ein Kampfbegriff der Rechten ist), sondern eine faschistische im eigentlichen Sinne.
Hinzuzufügen ist dem noch, dass alle „kommunistischen“ Diktatoren nachdem sie an der Macht waren, konservativ im wahrsten Sinne des Wortes agierten, also auf den Erhalt (die Konservation) der unter ihnen geschaffenen Machtverhältnisse ausgerichtet waren.
Mao, Stalin, Pol Pot, Ceausescu und Tito waren Rechte, nicht die NSDAP links!

Letztlich sind „links“ und „rechts“ natürlich auch Definitionsfragen. Doch, dass aktuell diskutiert wird, ob die NSDAP eine linke Partei war und nicht die Frage ob Mao, Stalin, Pol Pot, Ceausescu und Tito in Wahrheit rechte Diktatoren waren, zeigt, was die beabsichtigte Richtung der Debatte ist.
Zeit, den Rechten nicht mehr die Definitionsmacht im öffentlichen Diskurs zu überlassen!


Nächste Plenarsitzung im Terminal?

Die Partei Die Linke wurde von Aktivitäten aus dem Umland inspiriert, und stellt im Römer einen dringlichen Antrag :

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Die nächste Plenarsitzung wird symbolisch im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens stattfinden.
Begründung:
Die Flörsheimer Stadtverordneten haben am 24.01.2012 symbolisch ihre Plenarsitzung im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens durchgeführt. Dabei haben sie eine Resolution mit dem Hauptanliegen „Stilllegung der Nordwest-Landebahn“ verabschiedet.
Wir erklären uns solidarisch mit den vom Fluglärm betroffenen Umlandgemeinden des Frankfurter Flughafens und setzen ein deutliches Zeichen gegenüber der FRAPORT AG, dass es uns reicht. Der Lärm der Flugzeuge und die Schadstoffe, die über Frankfurt und der Region niedergehen haben ein Ausmaß erreicht, das nicht mehr akzeptabel ist und die Gesundheit der Menschen und die Lebensqualität der Region auf Dauer infrage stellt. Deshalb muss die Stadt Frankfurt nicht nur ihren eigenen Bürgern, sondern auch der Region ihre Solidarität beweisen. Eine Plenarsitzung vor Ort soll unseren Protest gegen die neue Landebahn und den zunehmenden Fluglärm symbolisieren.


Ein Gegenstandpunkt unter Roten

Marxist Coolface

Mit diesem Artikel stelle ich mich wahrscheinlich der politischen Überzeugung der einiger FGZ-Autoren diametral entgegen und ich weiß, dass ich auch den einen oder anderen unserer geschätzten Leser vergrämen könnte.
Trotzdem hoffe ich, dass Ihr alle Eure Freude am Lesen dieser Zeilen und dem was eigentlich zwischen ihnen steht, habt.

Damit die werten Leser nun meinen Standpunkt einordnen können, sollte ich mich an dieser Stelle vielleicht einmal selbst politisch verorten.

Ich bin liberal im angloamerikanischen Sinne, nicht im deutschen Sinne in dem Liberalismus oft als Synonym für Marktradikalität missverstanden wird:

Politisches Viereck

Ich vertrete eine möglichst ausgeprägte Freiheit im persönlichen Bereich, bin aber der Auffassung, dass demokratische Einflussnahme auf wirtschaftliche Prozesse nur mit Hilfe starker und gut ausgestatteter staatlicher Institutionen möglich ist. Der Staat hat für mich auch eine Umverteilungsfunktion von Waren und Ressourcen, wobei sich diese Umverteilung an allgemein akzeptierten ethischen Grundsätzen und nicht an Gesichtspunkten der Markttauglichkeit orientieren darf.

Ich wage zu bezweifeln, dass eine solche Umverteilung immer ohne Druck und auf freiwilliger Basis erfolgen kann.
Aus diesem Grunde glaube ich, dass ein gewisser staatlicher Zwang das Ausleben von persönlicher Freiheit des Einzelnen überhaupt erst möglich macht.
Ich halte es für eine unabdingbare Notwendigkeit, dass Staat und Gesellschaft weiterhin über Machtmittel verfügen, die starke Gruppen und Einzelindividuen daran hindern können, ihre überlegene Position zu Lasten des Schwächeren auszunutzen.

In diesem Sinne kann ich mich auch nicht mit Theorien anfreunden, die versuchen, Herrschaft, Zwang oder dergleichen gänzlich abzuschaffen, auch wenn ich einsehe, dass bei der politisch gegenwärtigen Überbetonung der Yang-Aspekte, Gruppen, die eine Überbetonung der Yin-Aspekte betreiben, zur Verbesserung der Harmonie förderlich sind.

Innerhalb mancher dieser Gruppen stockt allerdings der politische Chi-Fluss, bis er aufgrund der Verleugnung des, dem Yin innewohnenden, Aspekt des Yangs, gänzlich versiegt und so zum Absterben der Gruppe führt.
Wie heilsam wäre hier, einen Gegenstandpunkt innerhalb der Gruppe zu eröffnen um zu verhindern, dass solche Gruppen resignieren oder, schlimmer noch, in der geistigen Sackgasse des neomarxistischen Scholastizismus enden?

Die Wogen des Wandels spülten mich neulich an einen Ort, an dem es mir bestimmt war, Teil des kosmischen Ausgleichs zu sein und inmitten einer Lesung der „herrschaftskritischen“ Mitglieder eines marxistischen Bibelkreises (pardon: Kapital-Lesekreises) ein paar Lanzen für die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zu brechen.
Und so kam ich, liberale Gedanken im Kopfe und das Feuer junger Leidenschaft in meiner Brust, zu einer Veranstaltung an der Uni, mit dem Titel: „Wer oder was herrscht, wenn das Recht herrscht?“

Eingeladen hatten dazu eine Gruppe namens „farbeROT“ und der „GegenStandpunkt Verlag“ und in einer Erklärung der Veranstaltung hieß es:
„Die Gewalt des Rechts ist nicht zufällig und nicht unberechenbar; sie hat System und Regeln, so dass der Mensch weiß, was ihm erlaubt und was verboten ist. Aber ist eine berechenbare Herrschaft denn keine Herrschaft?
Das kümmert die bürgerlichen Menschen nicht, denn sie schätzen diese Herrschaft als einen nötigen und wohltätigen Zwang gegen ihre eigene Unvernunft: Die Gewalt des Rechts, so sehen sie es, sorge für die Gewaltlosigkeit der Gesellschaft, erzwinge den Frieden unter den Bürgern und regle Konflikte. Die Freunde des Rechts wären weniger begeistert, wenn sie wüssten, dass das Recht nur solche Konflikte regelt – übrigens nicht löst! -, die es selbst in die Welt setzt.“

Diese Auffassung konnte und kann ich nicht teilen.

Richtig ist, dass das Recht uns oft vor unserer eigenen Unvernunft bewahrt. Dies weiß ich aus eigener Erfahrung, denn ich garantiere, dass ich in meinem Leben eine ganze Menge mehr gefährlichen Unsinn angestellt hätte, wenn ich nicht die strafende Hand von Vater Staat fürchten müsste.
Nicht unterschreiben kann ich allerdings die kühne Behauptung, dass die Konflikte, die das Recht regelt, erst durch dieses selbst geschaffen worden seien.

Der Vortragende schien die Auffassung zu vertreten, dass Probleme, die durch das Recht geregelt werden, ausschließlich oder zumindest hauptsächlich Probleme seien, die durch die Eigentumsverhältnisse geschaffen wurden, welche selbst Produkt des Rechtes seien.

Dies halte ich aus 2 Gründen für baren Unsinn:

1. Es gibt viele Situationen, die durch das Recht geregelt werden und die mit Eigentum aber auch rein gar nichts zu tun haben.
2. Eigentumsverhalten, also das Aneignen und Verteidigen von Boden oder materiellen Gütern existierte bereits vor jeder formalisierten Rechtsordnung und sogar im Tierreich, ist also mitnichten durch das Recht geschaffen worden.

Diese beiden Gedanken erregten bei der Gruppe das rege Bedürfnis zum Widerspruch, insbesondere letztere, denn gegenüber einem Neomarxisten die These zu äußern, menschliches Verhalten könne nicht nur in der Gesellschaft, sondern teils auch in dessen Biologie begründet sein , ist als wolle man einen mittelalterlichen Scholastiker in einer philosophischen Diskussion dazu bringen, die Möglichkeit einer Nichtexistenz Gottes in seine Erwägungen miteinzubeziehen.
Dieser würde solche „absurden“ Ideen umgehend mit einer ausgefeilten Synthese aus Aristoteles und der Bibel zu kontern wissen.

Auch andere meiner Auffassungen erregten das Publikum, da ich in den Beispielen, die meine philosophischen Ansichten verdeutlichen, gerne auch das Leben auf einsamen Inseln oder Typen mit Gatling Guns in meine Überlegungen miteinbeziehe.
Doch wie sollte man auf dem Gebiet der Ethik argumentieren, wenn nicht durch verdeutlichende Gleichnisse, so man nicht dem Trugschluss verfallen wollte, Tautologien, die sich aus dem Wesen des eigenen Sprachgebrauches ergeben, zu apriorischen Erkenntnissen zu verklären?

Natürlich stieß auch sehr sauer auf, dass ich, nachdem das Recht selbst in der Veranstaltung negativ dargestellt wurde, die Frage nach Alternativen zum Recht stellte.
Denn die Überlegung, man müsse nur das System fundiert genug kritisieren und könne es damit dergestalt dekonstruieren, dass sich auf wundersame Weise eine messianische Erlösung einstelle, wenn erst eine kritische Masse von Nörglern erreicht sei, muss selbst einem Menschen wie mir, der Konzepte von Yin und Yang in seinen politischen Überlegungen verwendet, quasireligiös und esoterisch anmuten.

Als ich dann auch noch nach einem konkreten Verteilungsmodus für knappe Güter, der nicht auf einem allgemeinen Recht basiert, fragte, hatte ich das vollkommene Unverständnis des Publikums sicher.
Eine junge Studentin, die zum Veranstalterkreis der Vorlesung gehörte, sprang auf und protestierte im Brustton tiefster Überzeugung (und auch wohl in Unkenntnis des ökonomischen Konzeptes der „knappen Güter“), die Knappheit sei doch erst durch das wirtschaftliche System verursacht und in Wahrheit gäbe es überall Überfluss, wenn nur diese geheimnisvollen Wesen, genannt „der Staat“ und „die Wirtschaft“ nicht wären .
Einen kurzen Moment war ich regelrecht überwältigt von der herzergreifenden Tragik dieser Jeanne D´Arc der Empörung, mit der sie im tiefen Bewusstsein unschuldiger Güte einen der gängigsten Allgemeinplätze politisch engagierter Linker intonierte, so dass ich vor Rührung kaum wusste was ich sagen sollte.

Doch natürlich musste ich eines zugeben: Auf der Welt läuft vieles beschissen. Und an vielen dieser Probleme ist die derzeitige Ausgestaltung des politischen Systems schuld.
Dies gab ich nicht nur aus Mitgefühl mit dem sensiblen jugendlichen Herzen der Studentin und Harmoniebedürfnis mit den anderen Teilnehmern zu, sondern aus tiefster Überzeugung.
Nur lässt sich eine bessere Welt nach meiner Auffassung eben nicht in vollkommener Ablehnung des Bestehenden erreichen, sondern nur in konstruktiven Gedanken zu seiner Verbesserung.

Trotzdem… und das muss ich, bei allem was an diesem Artikel vielleicht als spöttisch empfunden werden könnte, anmerken:

Einen kleinen Vorgeschmack auf eine bessere Welt konnte ich in der Gruppe und ihrem herzlichen und respektvollen Diskussionsstil erhaschen, der auch meine gänzlich abweichende Meinung zu Wort kommen ließ!

In diesem Sinne: Diskutiert weiter, Ihr lieben Hochschulmarxisten! Mein Segen sei mit Euch!

Und lasst Euch von einem kleinen Troll wie mir nicht ärgern^^


28. Januar 2012: 40 Jahre Berufsverbot – Betroffene fordern: endlich Aufarbeitung und Rehabilitierung!

brd-berufsverbote
Vor 40 Jahren, am 28. Januar 1972, beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Willy Brandt den sogenannten „Radikalenerlass”. Zur Abwehr angeblicher Verfassungsfeinde sollten „ Personen, die nicht die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten“, aus dem öffentlichen Dienst ferngehalten bzw. entlassen werden. Mithilfe der „Regelanfrage“ wurden etwa 3,5 Millionen Bewerberinnen und Bewerber vom „Verfassungsschutz“ auf ihre politische „Zuverlässigkeit“ durchleuchtet. In der Folge kam es zu 11 000 offiziellen Berufsverbotsverfahren, 2 200 Disziplinarverfahren, 1 250 Ablehnungen von Bewerbungen und 265 Entlassungen.

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Innovationsschub in der Energiewende: der nukleare SUV kommt!

Zuweilen dauert es sogar bei technischen Ideen etwas länger, bis der utopische Gehalt überragender Einfälle zum Durchbruch kommt. Wir alle wissen, dass die amerikanische Automobilindustrie in den 50er und 60er Jahren Eindrucksvolles geleistet hat, z. B. die legendären “Muscle-Cars“, die 2 Personen 100 Kilometer weit schon mit lächerlichen 30 Litern Benzin transportieren konnten.
In Deutschland wurden [...]

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Das Hazelwoodstock Festival wird zwangsumgesiedelt

Das Hazelwoodstock Festival wird zwangsumgesiedelt und wir brauchen eure Hilfe!
Liebe Freunde,
Viel ist passiert, alles hat sich geändert und einiges gibt es zu berichten. Während wir euch also berichten ist dies gleichzeitig auch ein Aufruf an euch. Ein Aufruf dazu,  für uns und mit uns die Faust zu erheben; Denn obwohl wir [...]

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Europa in der Krise II

Die Eurokrise bildet nur den aktuellen Brennpunkt einer langfristigen, globalen Krisis des kapitalistischen Weltsystems. Mit der vor allem von der BRD betriebenen »Sparpolitik« zeichnet sich nun ein Wirtschaftseinbruch in der Euro-Zone ab. (Fortsetzung des Überblicks)

Europa, China, USA

Wunderbar läßt sich dieser Mechanismus an der Euro-Zone demonstrieren. Das »Europäische Haus« wurde spätestens mit der Einführung des Euro auf einem beständig wachsenden Schuldenberg errichtet, der allen Beteiligten die Illusion verschaffte, an einem allgemein vorteilhaften Prozeß beteiligt zu sein. Deutschlands Exportindustrie sicherte sich – befördert durch die Absenkung des Lohnniveaus in der BRD im Gefolge der Hartz-IV-Arbeitsgesetze – die Absatzmärkte in der Euro-Zone, was zu enormen Handelsüberschüssen zugunsten Deutschlands führte. Diese Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands sind nur aufgrund des Euro in diesen gigantischen Dimensionen möglich gewesen, da die europäische Einheitswährung den ökonomisch unterlegenen südlichen Euro-Ländern die Möglichkeit nahm, die Konkurrenzfähigkeit in dem gnadenlosen binneneuropäischen Verdrängungswettbewerb in der Euro-Zone zumindest teilweise mittels Währungsabwertungen wiederherzustellen. Inzwischen belaufen sich die seit der Euro-Einführung kumulierten Leistungsbilanzüberschüsse der BRD gegenüber der Euro-Zone auf die schwindelerregende Summe von 770 Milliarden Euro! Selbstverständlich wären die deutschen Exporterfolge ohne die Verschuldungsdynamik in Südeuropa niemals erfolgreich gewesen. Die Arithmetik hat es nun mal so eingerichtet, daß das deutsche Exportkapital seine Leistungsbilanzüberschüsse nur dann erwirtschaften kann, wenn sich die Zielländer dieser aggressiven deutschen Exportoffensiven verschulden. Global summieren sich alle Leistungsbilanzüberschüsse und Defizite auf null Euro.

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Europa in der Krise I

Die Eurokrise bildet nur den aktuellen Brennpunkt einer langfristigen, globalen Krisis des kapitalistischen Weltsystems. Mit der vor allem von der BRD betriebenen »Sparpolitik« zeichnet sich nun ein Wirtschaftseinbruch in der Euro-Zone ab

Das neue Jahr fängt genauso an, wie das alte endete: mit der fortgesetzten Desintegration der Euro-Zone. Die Anzahl der Brandherde, die im porösen Gebälk des »Europäischen Hauses« schwelen, ist kaum noch zu überblicken: Griechenland steht aufgrund des fortgesetzten »Spar«-Terrors wieder kurz vor dem Bankrott, während der neoliberale Musterknabe Irland, der als Paradebeispiel gelungener Austeritätspolitik gehandelt wurde, in diesem Jahr mit einem Wirtschaftseinbruch rechnen muß. Spanien und Portugal kämpfen mit weiteren Kürzungsmaßnahmen gegen die rasant wachsenden Haushaltslöcher, die gerade durch die »Sparpolitik« der letzten Monate angeschwollen sind. Ein Großteil der Euro-Zone befindet sich inzwischen in einer Rezession. Das EU-Mitglied Ungarn taumelt am Rande der Staatspleite. Die jüngsten Turbulenzen um die größte italienische Bank UniCredit verweisen wiederum darauf, daß die europäische Schuldenkrise auch eine Krise des europäischen Finanzsektors ist.

Was so alles kommt

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China hat Gipfel im Sturm erklommen: Jubel auf Apple

Das hierzulande gerne noch als “kommunistisch” titulierte Land hat gestern den Gipfel des neoliberalen Marken-Hypes im westlichen Spirit erklommen: es kam fast zu einer Massenpanik an manchen Orten, und sogar zu gewalttätigen Tumulten nachdem sich die Öffnung von Apple-Stores verzögerte.
Glückliche Apple-Chinesen

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Riestern: die rot-grüne Geschichte einer profitablen Privatisierung

Gegenwärtig schreibt und spricht die Republik über wirtschaftlich-politische Verstrickungen rund um Hannover. Eine wichtige Rolle im großen Geschäft um die Millionen kleinen Renten spielt dabei der Finanzkonzern AWD, eine mit SPD wie CDU befreundete Vermittlungs- und Verkaufagentur, die in hohem Maße vom Verkauf von Altersversorgungen lebt. Neben Lebensversicherungen betrifft das seit fast einem Jahrzehnt die Riester-Rente. Sie war ein wichtiger Teil eines großen Privatisierungsschubs, der gerade durch die rot-grüne Koalition zwischen 1997 und 2005 durchgedrückt wurde – und zwar noch weitaus umfassender als durch schwarz-gelbe Regierungen.

Die ARD dokumentierte die Funktionsweise des “Riesterns”, die Profite der Finanzkonzerne daraus und die Nachteile für Betroffene in einem sehenswerten Film:

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Idealer Job für Langzeitarbeitslose: Bundespräsident

…Nichtsdestotrotz möchte ich Ihnen einen Leserbrief von Hans-Joachim Viehl (ehrenamtliches Magistratsmitglied der Stadt Frankfurt am Main, Mitglied in der Partei Die Linke.) zum Lesen anempfehlen. Viehls Leserbrief vom 8. Januar 2012, der an die Frankfurter Rundschau und an die Frankfurter Neue Presse geschickt wurde, schildert das Bundespräsidentenamt aus einer besonderen, satirisch-aktuellen Perspektive…

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Erklärung der Finanzkrise endlich gelungen: Kurzfinger sind es!

In Frankfurt gilt es fast schon als Gemeinplatz, dass die Finanzmaschine die Welt am Laufen hält, oder gut: zumindest ihr dauerndes Rotieren schmiert. Das Drehen ist wichtig, für die Welt wie die Finanzen, in der Wirtschaft spricht man dabei von „Turn Over“. Um so schneller der Umschlag (eben „Turn Over“) des eingesetzten Kapitals, desto größer der Ertrag oder Profit in einem Zeitraum. Auf die Zeit kommt es an wie auf den Profit: sie machen heute das Leben rund um die Welt aus.

Fingerhandschuhe-ohne-Spitzen

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FKHR- Wir machen Menschen transparent

Wir machen Menschen

Wünschen Sie sich auch mehr Verlässlichkeit in Ihrem persönlichen Umfeld? Wollen Sie Ihren Mitmenschen endlich uneingeschränkt vertrauen können?
Die Florian K. Human Rating Ltd. (kurz FKHR) kann Ihnen helfen, diese Wünsche wahr werden zu lassen. Wie?
Lesen Sie hier eine kurze Information über Geschichte und Hintergrund unseres jungen und engagierten Unternehmens und entscheiden Sie dann selbst, ob Sie einen Schritt in die Zukunft gehen und gemeinsam mit uns in eine bessere und effizientere Welt investieren wollen.

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Video: Schuld. Die Barbarei Europas in der Nahrungsspekulation

Eine Dokumentation, die in das Innenleben einer hochtalentierten Fondsmanagerin des größten ETF ( Exchange-traded fund) auf Nahrungsmittel und in das Fleisch unserer Zivilisation blickt.

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Rettet das U-Bahn-Saufen!

Plastovy Kanystr

Bei all der Aufregung um den Euro ist tatsächlich die Verteidigung eines der erhaltenswertesten abendländischen Kulturgüter in Vergessenheit geraten, etwas das seit Jahrhunderten Bindeglied und Fixpunkt europäischer Kultur war: Das öffentliche Besäufnis.
Was waren das früher für herrliche Zeiten gewesen, als mir ein Arbeitskollege nach einem Aufenthalt in Tschechien literweise billigen Absinth mitgebracht hat?

Er hatte aus Angst eventuell doch in eine Polizeikontrolle zu geraten, den guten Tropfen in einen Plastikkanister abgefüllt, auf dem, sehr zu unserer Begeisterung, der Schriftzug „Plastovy Kanystr“ (oder so ähnlich- keine Ahnung mehr, wie man das richtig schreibt) mit einem internationalen Symbol, welches vor Brandgefahr warnt, aufgedruckt war.
„Plastovy Kanystr“ (von meinen Freunden ehrfurchtsvoll „El Canistre“ genannt) und ich hatten eine Menge Spaß zusammen. Einmal begleitete er uns auf einer U-Bahnfahrt irgendwo in der U123 zwischen Südbahnhof und JWD.
Zufälligerweise hatten wir auch Gläser, Eiswasser, Absinthlöffel und Zuckerwürfel dabei und so konnten wir unseren Absinth vor den Augen der staunenden Fahrgäste entflammen, genüsslich zuschauen, wie karamellisierter Zucker ins Glas tropfte, das Ganze dann mit Eiswasser aufgießen und trinken.

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Florian K. liest den Koran- Des Projektes zweiter Teil

Dies ist nun der zweite Teil meines Koranprojektes, von dem wohl einige gedacht haben, ich würde es nicht mehr weiterführen.
Wie immer ist ABSOLUTE VORAUSSETZUNG zum Verständnis, die Einleitung zum Projekt gelesen zu haben. Zum Gewinn von Fleißpunkten empfehle ich außerdem das Lesen des ersten Projektteils.
Ich muss gestehen, ich habe lange gebraucht um mich [...]

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Organische Krise des Finanzmarkt-Kapitalismus: Szenarien, Konflikte, konkurrierende Projekte

Im Rahmen der Diskussion um mögliche Szenarien und ihre Aussagekraft, die sich an einem Papier von Occupy:Frankfurt herstellte, möchten wir ein alternatives Set von Thesen dokumentieren, das über die Rede von Schulden-Staaten und Investitionsneigungen hinausgeht. Sie entwickeln ein Ensemble möglicher Fluchtlinien aus der Krise, ihren Dimensionen, Konflikten und politischen Szenarien.
Das Papier wurde im Institut für [...]

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Genderneutrale Hymnen für Europa!

Alle meine Deutschen

Ich muss zugeben: Eigentlich sind mir Nationalhymnen scheißegal. Diese, meist musikalisch nicht einmal besonders herausragenden, Machwerke schmalztriefenden Pathos führen bei mir normalerweise nicht dazu, dass sich auch nur ein Sackhaar regt.
Von mir aus könnte die deutsche Nationalhymne auch der berühmte Kinderlied-Klassiker „Alle meine Entchen“ oder das legendäre „Hubba Hubba Zoot Zoot“ der Band Caramba sein. An den Lebensverhältnissen in Deutschland würde sich damit absolut gar nichts ändern.

Beide Lieder hätten gegenüber der gegenwärtigen Hymne allerdings gewaltige Vorteile:

Im Falle von „Alle meine Entchen“ könnte wahrscheinlich nicht einmal Sarah Connor den Text vergessen. Falls irgendwem da der Bezug zu Deutschland fehlt, könnte man doch einfach das Wort „Entchen“ durch „Deutsche“ ersetzen.
Das würde unseren armen Fußballern auch die Schmach verkürzen, so tun zu müssen, als würden sie die Hymne mitsingen und verkrampft künstlich ihre Lippen dazu zu bewegen.

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Filmdokumentation: Occupy Bankfurt

Dokumentarfilm des Frankfurter Filmemachers Martin Keßler: Demonstrationen und Aktivitäten rund um Occupy:Frankfurt

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Occupy:Frankfurt bietet Szenarioanalyse der Eurokrise

Occupy:Frankfurt ist Teil einer globalen Bewegung, die sich gegen die Macht der Finanzmärkte und Banken richtet. Ausgehend von den Protesten an der New Yorker Wall Street ist auch die Bankenstadt Frankfurt ein zentraler Ort für friedliche Demonstrationen.
Ein zentrales Problem der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist die Komplexität der Sachverhalte und die generelle Unkenntnis über deren Zusammenhänge. Das [...]

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Plan zur systematischen Wegirrationalisierung des Geistes in 5 Schritten.

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Fangfrage aus dem Bereich Bibliothekswesen:
was tun, wenn man Platz braucht?

Antwort:
alte Bücher wegwerfen. Liest ja eh keiner.

Doch zunächst eine kleine Vorgeschichte: eine nicht näher genannte Hochschule. ZOOM. Irgendwo in Mitteldeutschland. ZOOM. In einer Stadt am Main, in der auch der Namensgeber der Hochschule einst in seine Windeln machte. ZOOM
ZOOM. Institut für Slavische Philologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Naja, zu konkret. Und Konkretsein is the new kitsch. Denn so etwas passiert bundesweit, täglich, jährlich, immer. Nicht Einzelfall, sondern Regel.

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Politischer Klezmer-Punk in der Brotfabrik

Am Donnerstag Abend endete in der Brotfabrik ein ungewöhnlicher Auftritt mit der Aufforderung des Band-Chefs: „und verlasst nicht euren verlorenen Posten“! Nach zweieinhalb Stunden einer Musik, die furios quer durch Klezmer, Punkrock und deutsche Kinderlieder raste, zurrte Daniel Kahn damit das Band für das ganze Konzert, für seine Gruppe „The Painted Birds“ fest. Sie zeigte uns nämlich eindrücklich, dass sich politische Artikulation in die künstlerische einweben lässt, ohne gleich in langweiligen Agit-Prop Sound zu verfallen.
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Argument invalid

Der Herr A. verpasste seiner Frau einen heftigen Faustschlag ins Gesicht, da das Abendessen nicht pünktlich auf dem Tisch stand.
Die Frau ließ sich das nicht gefallen, reichte die Scheidung ein und erstattete außerdem Anzeige wegen Körperverletzung.
Vor Gericht erklärte der Herr A., man könne ihm doch eigentlich keinen Vorwurf machen. In den Medien habe er von einem Fall erfahren, in dem ein Mann seine Ehefrau mit dem Schnitzelklopfer erschlagen habe, bloß wie diese ihn beim Fußballgucken störte.
Im Vergleich dazu, sei sein Faustschlag doch nun wirklich harmlos gewesen.

Was ist von diesem Argument zu halten?
Könnte man es tatsächlich als mildernden Umstand für das Verhalten des A. werten, dass es Andere gibt, die noch viel schlimmer sind?
Ich glaube, dass sich kein vernünftiger Mensch von einem solchen Scheinargument überzeugen lassen sollte.

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Exzellenz in Frankfurt — Die Kunst des Weglassens

Eine Veröffentlichung des hiesigen Exzellensclusters “Die Herausbildung normativer Ordnungen” zeigt wachsende Distanz zur früheren Frankfurter Gesellschaftskritik
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Kongreß: „Wem gehört Frankfurt?“

Aufruf zur aktiven Beteiligung am Aktionistischen Kongress

„Wem gehört Frankfurt?“

am 16.-18. März 2012
in den Räumen des Studierendenhauses
koordiniert aus dem Netzwerk „Wem gehört die Stadt?

Begründung
Steigende Mieten als Folge des neuen Mietspiegels, Flughafenausbau und Fluglärm, Großprojekte wie EZB-Umzug, Europaviertel und Kulturcampus, Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse in Bockenheim, Innenstadt, Ostend, Gallus und anderswo, teilweise unter Beteiligung öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften … Entwicklungen in der Global City Frankfurt, die im Kontext der globalen Finanz- und Wirtschafskrise betrachtet werden müssen, die mittels „Bankenrettung“ zur Schuldenkrise öffentlicher Haushalte gemacht wurde. Es ist an der Zeit die Frage „Wem gehört Frankfurt?“ erneut anzugehen. Der Aktionistische Kongress bringt Gruppen, Initiativen und Individuen zusammen, um die genannten und andere Entwicklungen in Frankfurt und Rhein-Main zu analysieren, zu diskutieren, zu kritisieren und um sich zu organisieren.

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Türkei in die EU! Sofort!

i-love-turkey

In manchen Zeiten gilt es, wenn man einen schleichenden Niedergang aufhalten will, etwas wagemutiges und scheinbar Tollkühnes zu unternehmen, etwas das so episch ist, dass von dieser Sekunde an die Karten neu gemischt werden. Eine solche Handlung macht vor allem dann Sinn, wenn man gerade ein denkbar schlechtes Blatt auf der Hand hat und jedes andere Blatt, welches man auf der Hand haben könnte, eine Verbesserung der Situation darstellen würde.
Die EU befindet sich zur Zeit in einer Krise, die systemisch werden könnte, wenn sie es nicht schon ist.
Die Zeit für eine große Geste, die eine große Veränderung bewirken kann, erscheint reif.
Doch was für eine Veränderung könnte die Karten in der EU neu mischen? Gewiss eine Veränderung des Wirtschafts-, Währungs- und Bankensystems könnte die Lösung sein. Nur dies braucht gute Ideen und vielleicht mehr Zeit als wir, die Bürger dieses Europa, haben.

Szenenwechsel.

Meine Verlobte und ich befanden uns in einem Überlandbus, irgendwo zwischen Bandırma und Çanakkale.

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Kafka gefällig?

Gibt’s genug: die Schulen in Deutschland und Österreich erhalten derzeit in grossen Mengen die Neu-Ausgabe des Meisterwerkes “Das Schloss” von Kafka.

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Die Börse: Kaufen und Verkaufen

Zum heutigen Tag der “Bankenumzingelung” in Frankfurt möchten wir ein Video zum Funktionsverständnis der Börse beitragen.

Streng genommen kommt der Beitrag nicht von der FGZ, sondern von Alexander Kluges (ein alter Frankfurter Aktivist) Web-Fernsehen dctp.tv. Das Interview fügt sich in die Serie “Kapitalismus ist keine Einbahnstrasse” des Senders ein.

Wir denken, es gibt noch eine Menge von der umfassenden Finanzialisierung all unserer Lebensweisen zu verstehen.

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Draußen campieren gut. Drinnen protestieren besser.

Bei aller gesellschaftlichen und politischen Notwendigkeit der Bewegung hat Occupy eine erhebliche Schwäche:
Die Bewegung campiert vor (!) den Hochhäusern der Banken. Dieses „Davor-Campieren“ beschreibt für meine Begriffe die allgemeine Lage gesellschaftlichen Protestes in diesem Land und vielen anderen Industrieländern. Draußen ist der Protest, drinnen funktionieren alle.
Kursfeuerwerk

Auch unsere Mainstreammedien stellten bereits mit einer Mischung aus Be- und Verwunderung fest, dass sich durchaus auch einige der Angestellten der Großbanken solidarisch gezeigt haben und teilweise sogar den Demonstranten die Reste ihres Caterings vom letzten Meeting überlassen haben sollen.
Die Rundschau präsentierte mit einem gewissen Stolz Businessleute, die nach Feierabend ins Camp gekommen sind und zumindest kurzzeitig an den Protesten teilgenommen haben.
Doch was nützt es, wenn ein Bankangestellter nach Feierabend protestiert? Und die Reste des Caterings helfen der Occupy-Bewegung vielleicht beim Durchhalten, aber nicht zu einem Erfolg, für den es mehr bräuchte, als gute Hoffnung und Sitzfleisch.

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Blind Dates 11.11.-17.11.

schlaf ende nov

Frei 11.11.

17 Uhr, Frankfurt Rathenauplatz (nähe Hauptwache): DEMO von occupy:frankfurt Es ist auch Deine Stimme, die zählt! am weltweiten Aktionstag der Occupy-Bewegung (hier das internationale Event: ) Zur Anfangskundgebung möchten wir mit Euch zusammen “99%” aus Menschen mit Laternen und Kerzen auf dem Goetheplatz aufstellen und das Bild als Gruß aus Frankfurt zu anderen Occupados und in die ganze Welt schicken! Warum wir demonstrieren steht hier und hier und hier

Sa 12.11
ab 12.30 Umzingelung des Bankenviertels, Bündnis: Banken in die Schranken!
Treffpunkt Kaisersack. Siehe nebenstehenden Artikel.

Mampf: DENKERSKIND
Denkerskind, alias Till Schneider, der in alter Liedermacherart seine Lieder dem Publikum präsentiert, hatte sich 2010 eine Auszeit genommen und kommt nun nach eineinhalb Jahren wieder zurück auf die Bühnen. Lieder über Sehnsucht, Einsamkeit und Liebe wechseln sich ab; Lieder zum Nachdenken, die den Zuhörer sicher nachhaltig beschäftigen werden.Seine CD „Mehr als nur ein Wort“

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Von der demokratischen Republik zum Prokonsulat

Im folgenden eine Glosse von Ulrich Rödel über die jüngste Entwicklung in Griechenland und deren publizistischen Widerhall bei Schirrmacher und Habermas. Rödel kommt aus dem Kreis der “Frankfurter Schule” (und hat nebenbei bemerkt ebenfalls wie der letztgenannte bei Suhrkamp publiziert). In Anlehnung an die Stroemfeld-Klassikerausgaben und mit einem Seitenblick auf den jüngst verstorbenen Friedrich Kittler, nach dem das Aufschreibesystem sich nicht von den Gedanken trennen läßt, publizieren wir sie als Wiedergabe des Originaltyposkripts.
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Nazis unter weißer Maske

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Bildausschnitt aus einem Youtube-Video: Neonazis demonstrieren in Masken, Leute stehen daneben und winken

Das Markenzeichen der Anonymous-Bewegung ist die Guy-Fawkes-Maske , die man in letzter Zeit immer häufiger bei Flashmobs, Protesten und Demonstrationen sieht.
Das Konzept des gemeinsamen maskierten Auftretens hat nun allerdings auch innerhalb der rechten Szene, insbesondere unter den sogenannten „Autonomen Nationalisten“ Anklang gefunden, hier allerdings nicht in Form des grinsenden Gesichtes eines Guy Fawkes, sondern unter einer schlichten, gespenstisch wirkenden „Neutralmaske“.

Besonders die im norddeutschen und nordöstlichen Raum aktive Neonazi-Gruppe „Spreelichter“ ist oft und gerne unter der Maske aktiv.
Die „Spreelichter“ sind aber nur Teil eines Netzwerkes, der sogenannten „Unsterblich“-Bewegung, welche weitreichende Verflechtungen in das gesamte Bundesgebiet und auch bis nach Österreich aufweist.
Deren Schlachtruf lautet „werdet unsterblich“ und ihr Ziel ist es, den „deutschen Volkstod“, den sie als verursacht durch die parlamentarische Demokratie betrachten, aufzuhalten. Hierzu bedienen sie sich verstärkt moderner Protestformen wie Flash-Mobs und viraler Verbreitung ihrer Ideen auch im Internet.

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Ulrich protestiert Für ein Recht auf Stadt

Eine Doku des ZDF zu Aktivitäten des Hamburger Netzwerks beim Verdealen von Wohnungen: nicht alles Teure geht leicht weg!

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Der Ausverkauf des urbanen Raums

Gentrifizierung ist das politisch beförderte Recht des Stärkeren, Städte sozial durchzusortieren. Über das Zusammenwirken von Politik, Kunst und Immobilienwirtschaft am Hamburger Beispiel.
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Die soziale Entmischung unserer Metropolen hat viele Namen und Gesichter: Sie heißen sanierter Altbau, Town-House oder Gated Community, Shopping-Arkaden oder Flagship-Store, Mediaspree oder Hafencity. Wo sie auftauchen, macht sich Widerstand breit. Kaum eine Stadt ist dabei so berühmt geworden wie Hamburg, wo sich der zivile Ungehorsam gegen die so genannte Gentrifizierung, d.h. „die Maschinerie, die die Teilhabe an der Stadt über Geld und Herkunft regelt“, wie es der Journalist und Aktivist Christoph Twickel formuliert, bis ins Bürgertum ausgebreitet hat. In der Besetzung des Gängeviertels im August 2009 fand dieser Widerstand seinen bisherigen Höhepunkt und sorgte bundesweit für Furore. Die jüngeren Aktionen gegen die drastische Kürzung der Finanzmittel für das Hamburger Schauspielhaus sinnd die Fortsetzung dieses Protests.

Twickel, Mitinitiator des Manifests „Not in Our Name, Marke Hamburg“, hat nun einen Rückblick auf die Hamburger Ereignisse aus der Graswurzel-Perspektive vorgelegt. Sein Bericht „Gentrifidingsbums oder eine Stadt für alle“ bietet nicht nur einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Mechanismen der sozialen Segregation in der Stadt und damit über Gentrifizierung als politische Methode, sondern ist zugleich auch eine Bedienungsanleitung für den notwendigen gesellschaftlichen Ungehorsam.

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Leere und volle Taschen

Nein, es geht diesmal nicht um die Banker-Gier. Es geht eher um großzügige Geschenke aus ihren Etagen. Oder darum, was es in den gewöhnlichen Nachrichtenmeldungen an uns bedeutet, wenn die Herrschaften hier und dort “alles noch mal durchrechnen” müssen. Das dauert dann manchmal Tage, Wochen, Monate, zuweilen Jahre, die haben wir zu warten. Wenn man zum Beispiel bei Sozialausgaben 5 Euro zulegen will, Euro, nicht Billionen.

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Na gut, wir haben nun alle gelernt, dass es beim Staat wie in der Haushaltskasse von dir und mir zugeht: nur das was drin ist kann man ausgeben, ganz einfach. Deswegen: Rechnen! Und das ist wahnsinnig komplex, eben mindestens so komplex wie die Geschichte mit meiner Haushaltskasse und der monatlichen Gehaltsüberweisung.

Bei so viel Rechnerei kann man schon mal ein paar Euro übersehen, zumindest damit genug Miese übrig bleiben, um uns das Sparen zu verkaufen, das staatliche Sparen an uns natürlich. Nein, nichts übersehen sie beim Warenkorb für ALGII, da checkt man jede Schrippe auf Zehntel Cent.

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Occupy: am Tag nach der Gipfelerstürmung

Die Lage ist unübersichtlich: in Frankfurt, in Deutschland, in Europa, der Welt und dem Web. Das betrifft nicht nur die Finanzen, die der Märkte und der Staaten.

Ackermann und China verkünden in schönem Gleichklang: “Das Vertrauen der Finanzmärkte ist gestärkt” – “Gott sein Dank” möchte man anfügen.

Am Tag nach Brüssel, nach dem nun jeder die “Billion” kennt, jubeln die Finanzmärkte und manch andere, allen voran die Aktionäre der Deutsche Bank AG: Sage und Schreibe 15% plus hat ihr Kurs in den ersten Handelsstunden. Natürlich war von keiner Finanzmarkt-Transaktionssteuer die Rede heute Nacht, aber von vielen Zahlungsversprechen und über den Ausverkauf von Staaten wurde besonders palavert.

Wer glaubt, der “Neo-Liberalismus” sei auf dem absteigenden Ast, unterliegt vermutlich einer Täuschung: so schnell wie in diesen Monaten wurden öffentliche Ressourcen im letzten halben Jahrhundert in Europa noch nie vertickert. Allein Italien hat gestern die Privatisierung öffentlichen Eigentums in Höhe zweistelliger Milliarden abgekündigt.

Aber eine ganze Menge Leute in Europa und anderswo freuen sich überhaupt nicht darüber, aus ganz verschiedenen Gründen. Selbst dass der Druck auf viele zunimmt ist noch lange keine Garantie dafür, dass sich “die Wirtschaft” erholt. Und selbst wenn: unter diesen Bedingungen bleiben viele, wenn nicht die meisten Verlierer in diesem Spiel. Über die Ausweitung der Arbeitszeiten bei immer weiter steigender Produktivität und besserer Technologie können wir uns denn auch gar nicht freuen: und das gilt fast überall.

Zur Unübersichtlichkeit gehört auch die vielbeschworene “Komplexität” der kapitalistischen Wirtschaft und der Finanzmärkte, über die unsere Medien und fast alle Politiker vor ihren Mikrofonen stöhnen. Es ist aber eine Sache, ob man sich um die Komplexität der Rettung aller bestehenden Verhältnisse sorgt und eine ganz andere, ob es um die Komplexität genau einer weitergehenden Änderung dieser dreht. Und genau dieser Unterschied wird gerne unübersichtlich gemacht.

Die widersprüchlichen Erwartungen und Folgen quer durch die Gesellschaft machen einen weiteren Teil der Unübersichtlichkeit aus, und das betrifft die (auch hier beginnenden) Widerstände gegen die wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Trotzdem müssen solche Widerstände weiter gehen.

Unweit von “Soll und Haben”, der Zentrale der Deutsche Bank AG steht die EZB und in der Wiese davor steht das Camp der Occupy Bewegung. Diese plant für Samstag, den 29. Oktober um 12 Uhr in Frankfurt eine erneute Demonstration, Treffpunkt ist der Rathenauplatz.

Angesichts der aktuellen Ereignisse spricht alles für diese Demonstration.

Zweifelsohne ist occupy selbst unübersichtlich, mit einem Korpus vager “Forderungen”, und Ansprüche, vieler obskurer Vereinnahmungsversuche und manch übertriebener Diskurssperren. Manches davon ist gut, anderes fragwürdig. Das spricht aber noch lange nicht per se gegen die Bewegung, sie ist halt unübersichlich, und gleicht damit ein Stück den Finanz-Prozessen. Es bleibt noch eine Menge an Möglichkeiten offen.

Einige Infos und Artikel über die Wogen um Occupy:

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Florian K. liest den Koran- Teil 1 des Projektes

Zunächst muss ich den Leser hiermit bitten, die Einleitung zu diesem Projekt zu lesen. Anderenfalls sind eine Einordnung und ein Verstehen der von mir verfassten Betrachtungen nur schwer möglich.
Als Nächstes möchte ich (ich weiß, das ist viel verlangt) den Leser auch noch bitten, die Suren 1 und 2 aus der vorliegenden Koranübersetzung zu lesen. [...]

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Occupy Germany! Der Tag aus Bloggersicht

15. Oktober 2011, ein Tag, den man sich merken sollte. Erstmals gingen in der ganzen Welt, in über 900 Städten, Menschen gegen das aus dem Ruder gelaufene Finanzsystem und für mehr demokratische Partizipation auf die Strasse. Auch in Deutschland gab es in vielen Städten Veranstaltungen und ein paar Blogger haben sich zusammengetan, um ein kleines [...]

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Kraftwerk: im Zentrum der Mensch-Maschine

Ob die Gruppe Kraftwerk nun reine Techno-Avantgarde ist oder auch kritische Momente hat?
Sei es drum! Zu unseren laufenden Maschinen passte jedenfalls ein Auftritt der alten Technologen in München am 12. Oktober ganz gut. Und man konnte all das schon vor Jahrzehnten ahnen.

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Manifeste zum Recht auf Stadt

The right to the city is like a cry and a demand (…), a transformed and renewed right to urban life“ (Lefebvre).

Die Forderung nach einem „Recht auf Stadt“ scheint aktuell den Kern von Protesten gegen Stadtentwicklungsmaßnahmen zu treffen. Zahlreiche Initiativen versammeln sich hinter diesem Anspruch. Die berühmtesten Beispiele sind in Frankfurt, Freiburg, Berlin und vor allem in Hamburg zu finden. Auch das Manifest der Initiative „Not In Our Name, Marke Ham­burg!“ fordert das „Recht auf Stadt“.

Recht auf Stadt - Fahne

Diese Formulierung geht auf den französischen Philosophen Henri Lefebvre zurück. Als Reaktion auf eine „Krise der Stadt“ in der Industrialisierung entstanden, kann man Recht auf Stadt bei Lefebvre als “Recht auf den Nichtausschluss” von den Qualitäten der urbanisierten Gesellschaft“ zusammenfassen.

Durch den Vergleich des Manifests „Not In Our Name, Marke Ham­burg!“ mit Lefebvres Ausarbeitungen soll im Folgenden geklärt werden, ob dort seine Inhalte übernommen werden und inwieweit das Berufen auf ihn gerechtfertigt ist. Es zeigt sich, dass zwar das Schlagwort, aber nicht der systemkritische Anspruch Lefebvres übernommen wird.

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Medienkompass: Zizek besetzt Wall Street

Wir wollen euch das Video mit dem Auftritt von Slavoi Zizek auf “Occupy Wall Street”, gestern 9. 10. nicht vorenthalten.
Schön, wie das bei dem slovenischen Philosophen ohne Megafon geht, die Gestik versteht man ja auch so. Weil das Megafon fehlt, wiederholt die Menge die Sätze, damit “alle sie verstehen”. Aber: was heißt “verstehen”? Das klingt am Anfang ein bisschen abstoßend, nach Brecht, oder wie Sokrates und der Chor der griechischen Agora. Zizek sagte ja auch mal, dass er die sokratischen Dialoge liebe, grade weil sie keine seien, sondern der andre sage immer nur: “Führwahr, so ist es” etc. Wenn Zizek je Sokrates war, dann hier: Beständig Werte umwertend, aber sich nervös am verschwitzten T-Sirt zupfend und der Zustimmung der Agora versichernd. Wir sehen und hören: Philosophie in Aktion. Lacan meets USA: “Don´t be afraid to really want what you desire”. Der osteuropäische Weltenbürger Zizek trifft den Ami-Ton gradezu traumwandlerisch. Jeder Satz, jedes Wort “sitzt”, steht, springt auf. Kann man sich IRGENDEINEN populären deutschen oder sagen wir westeuropäischen Philosophen mit einem solchen Auftritt an einem solchen Ort zu solch einem Anlaß heute vorstellen? Sloterdijk, der vermögend und vergrämt mit “Du mußt Dein Leben ändern” durch Kongreße und Talkshows tourt und zusammen mit Bankern und Politikern in äh, “Zukunftsräten” sitzt? Oder die philosophische Antwort auf Günter Jauch, den smarten, freundlichen Richard David Precht von “Wer bin ich und wenn ja wie viele”? Sarkozyspezi und Präsidentenberater Bernhard Levy von den dahindämmernden “neuen Philosophen”? Oder gar den greisen Universitäts-Jubiliar Habermas? Undenkbar.

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Occupied Wall Street Journal

Die BesetzerInnen der Wall Street haben nun ihre eigene Zeitung, das Occupied Wall Street Journal.
Dort gibt es Informationen darüber, was Menschen zum Mitmachen motiviert, was gerade läuft, einen Lageplan und sonst alles was mensch wissen muss, um dabei sein zu können. Denn, so die Überzeugung:
If occupiers cannot get answers and solutions from government through the [...]

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Mein Koran-Projekt (Florian K. liest den Koran)- Einleitung einer Serie

Vor einiger Zeit diskutierte ich mit einem Bekannten über Thilo Sarrazin und brachte dabei zum Ausdruck, dass ich Sarrazin nicht sonderlich schätze.
Mein Bekannter, der eine deutlich positivere Meinung über Sarrazin hatte, konterte mit der Frage, ob ich denn sein Buch gelesen habe. Dies musste ich verneinen. Ich entgegnete, dass ich meine Äußerung auf die Person Sarrazins und nicht auf dessen Buch bezogen habe und mir meine Meinung aufgrund seiner zahlreichen Fernsehauftritte und Zeitungsinterviews gebildet habe.

Diese Antwort befriedigte meinen Bekannten. Mich aber brachte die Sache zum Nachdenken:
Wie viele Deutsche haben „Deutschland schafft sich ab“ gelesen?
Und wie viele Deutsche haben eigentlich schon einmal den Koran gelesen?
Bestimmt weniger als den Sarrazin.

Doch würde es dem Verständnis der Deutschen für ihre muslimischen Mitbürger nicht unheimlich gut tun, zu wissen wovon sie sprechen, wenn es um den Islam geht?
Müssen wir uns unsere Meinung über den Islam von unserer Medienlandschaft und den allgegenwärtigen und unvermeidlichen „Islamexperten“ vorgeben lassen?

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Berichte von der Sozialfront – Resteverwertung

Wenn jetzt das Netzwerk gegen Lohndumping in der sozialen Arbeit demonstriert (s. Blind Dates), dann ist dies ein Hinweis darauf, was auf diesem Gebiet der Klassenkampf von oben so alles anrichtet, darüber soll aber auch nicht vergessen werden, was im Schattenreich der neoliberalen Stadt so alles herumgeistert.
In den letzten Jahren hat sich in aller Stille [...]

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Emphatischer Zeitraffer: Innenstadt

Mit 9000 Bildern in ca. 28 Stunden reiner Aufnahmezeit hat Marc Schmidt ein Zeitraffer-Video (”Time Lapse Frankfurt”) von Frankfurt hergestellt, das wegen seiner verschiedenen Perspektiven sehenswert ist.
Würde er auch noch die übertriebenen Kommentierungen etwas runterschrauben, könnte was Nettes draus werden.

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Herrschaft der Narren

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Das Leben in einer Epoche medialer Blödheit.
Über die treffende Gegenwartsbeschreibung »Blödmaschinen« von Markus Metz & Georg Seeßlen

»Die welt jnn üppikeyt is blynt / vil narren / wenig wyser synt.« (Sebastian Brant: Das Narrenschiff, 116)

Die Ökonomie, schrieb Guy Debord in der »Gesellschaft des Spektakels« 1967, verwandle die Welt in eine Welt der Ökonomie; in eine Welt der Pseudoereignisse und Dramatisierungen, in der das Bewusstsein immer zu spät komme. Diese Welt wird inzwischen von glücklichen Narren bewohnt, die ohne Sinn für Geschichte dahinleben. Alte Wahrheiten entdecken sie auf diese Weise immer wieder neu. Sie werden in Tortengrafiken aufbereitet, in tabellarische Halbsätze gezwängt oder als wortlose Statistik präsentiert. Mit Hilfe von Vokabeln wie Story-telling und Rocket Science lässt sich fast zweieinhalb tausend Jahre nach Aristoteles konstatieren, der Mensch sei eigentlich ein soziales Wesen.

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Wie man Schwarzgurtträger bezwingt- Eine Allegorie

Vor dem, der einen schwarzen Gürtel vor sich her tragen kann, hat manch einer, der im Allgemeinen wenig und im Besonderen noch nie gegen einen Schwarzgurtträger gekämpft hat, gewaltigen Respekt.
Schließlich hat der Schwarzgutträger, so meint man, jahrelang die Kunst des Kämpfens studiert und müsse auf diesem Gebiet nun jedem Anfänger überlegen sein.
Und tatsächlich hat der [...]

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Rettet den FUCKING EURO!- Eine geifertriefende Hasstirade

SuperFuuuu

Wisst Ihr was? Ich bin ein Freund des EURO! Und warum? Weil mir der dummdeutsche D-Mark-Patriotismus schon als Kleinstkind so übelst auf den Sack gegangen ist!
Mein Gott! Wie war ich froh, als das Scheißding endlich weg war! Und wie sehr habe ich mich über Euer dämliches Gejammer alles sei ja „so viel teurer geworden“ lustig gemacht! Und wie habe ich gelacht über die Kleingeister, die noch 2005 am Dönerladen rumgejammert haben, der Döner für 3,50 EUR sei zu teuer, denn immerhin seien das ja ganze 7 Mark!
Könnt Ihr nicht rechnen Ihr gottverdammten Spacken?! 3,50 EUR sind 6,85 Mark, also labert mir nie wieder was von bildungsfernen Schichten!

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Airport-Security: Überraschungen

Traffic durch die großen Gates der Metropolen hindurch, die Flughäfen besonders: Trotz Web eine Bedingung unseres gegenwärtigen Lebens. Mit viel Sicherheit drum heraum. Mit viel Sicherheit drum heraum, wie auch auf Rhein-Main Airport!
Und die bringt die ganze schöne Flexibilität manchmal durcheinander.
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Dame Roth hält Audienz

Am Montag, den 12. September 2011 ist es so weit. Pünktlich 18 Uhr 15 ist die geneigte Öffentlichkeit zum Defilee geladen. Natürlich auf dem in Zukunft so wundervollen neuen Areal, dem „Kulturcampus Bockenheim“. Es darf geschwärmt werden, von den strahlenden Neubauten (Leuchttürme), den satten Grünanlagen, der Kultur, die nun endlich auch Bockenheim erreicht.
Und selbstverständlich von [...]

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Internationale GeographInnen verabschieden Resolution

Campus Bockenheim soll ein Ort für alle bleiben
Anlässlich der 6. International Conference of Critical Geography (ICCG), die vom 16. bis 20. August 2011 an der Goethe-Universität Frankfurt stattgefunden hat, haben 450 WissenschaftlerInnen aus über 30 Ländern eine Resolution verabschiedet, die sich für den Erhalt und die Entwicklung des Campus Bockenheim als einen öffentlichen und demokratischen [...]

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UNTOTE

Mad for stalking

PUNK IST EIN ZOMBIE!

und sein Schlaf wird gestört

es ist hungrig wie wild

wenn es gefressen hat

Und wenn es Trommeln hört

Lücke

PUNK IST EIN ZOMBIE!

ganz von Kugeln zerrissen

und es ist hinter dir her

es hat offene Brüche

aber kein schlechtes Gewissen

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Zum Absturz politischer Hacker-Illusionen

Einige Autoren der FGZ haben nie einen Hehl aus ihrer Reserviertheit gegenüber Techno-Utopien, speziell in Gestalt des WWW gemacht – und zwar noch auf dem Hintergrund, dass sie selbst professionell mit IT beschäftigt sind. Leider hat dieser Vorbehalt am Wochenende neue Nahrung bekommen, und zwar durch eine gesellschaftliche Unterminierung ihres Tuns von den Utopisten selbst.
Aus [...]

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Bürgerlicher Alarmismus: Schirrmacher macht den Geißler

Dem “Kulturkritiker” und “bürgerlichen Vordenker” Frank Schirrmacher muß ob plötzlich erkanntem Ausdünnen “bürgerlicher Werte” der Schreck in die Glieder gefahren sein: unter der Überschrift „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“ möchte er in einem FAZ-Artikel eine Art Ent-Finanzialisierung der CDU antriggern. Ihn bewegt jetzt ein feuilleton-politisches Unbehagen der Art, wie es bereits [...]

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Aufrüstung an der europäischen Sozialfront – hessische Vorstöße

Es sollte nur ein Artikel werden, doch sind die Aktivitäten seitens der herrschenden Eliten, angetrieben von deren ungebremsten Eifer, zu vielfältig, immer weiter auf der Suche, wo noch etwas zu holen ist. Unten natürlich, oben gibt’s nix zu holen! Eine neue Gesetzesänderung soll es nun richten.

Schlafstelle

Es wird überall gezündelt – sich dann gewundert und empört, wenn es zu einer Explosion kommt. Salbaderndes Gerede von rationalen Entscheidungen finden dort keinen Adressaten mehr, wo das offizielle: jeder für sich! Auf die trifft, die mit dem Rücken an der Wand stehen, auf dass sie besser niedergeknüppelt werden können.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Initiative der Regierungsfraktionen in Wiesbaden und den Eruptionen in Großbritannien. Wer dies nicht wahrhaben will, sollte sich am besten sofort in die entsprechende Gated Community begeben. Das in letzter Zeit oft gehörte „Jetzt reicht’s“ hat viele Sprachen und viele Gesichter. Das sollte im Hinterkopf sein beim Lesen.

Der selige Herr Koch ist einmal nach USA gefahren und dort hat er entscheidende Inspiration erfahren. Angetan von dem Musterland sozialer Bemühungen, begann er sofort diese wertvollen Richtlinien umzusetzen, da auch hierzulande die notwendigen Reform-Maßnahmen anstanden, die Schröder nach seinem Spezi aus der Wirtschaft nannte. Das Wunderwerk Hartz IV verlangte ein Gesetz zur Umsetzung, damit die vielen neuen Job-Center auch effizient arbeiten könnten.

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Medien- und sonstige Löcher: Kompaßstörungen

Sommer-Löcher gibt es dieses Jahr zuhauf, vom Himmel bis auf Erden. In den USA wurde die Lochverteilung die letzten Wochen besonders klar. Washington und manch andere Höhen gerierten sich als Olymp einer kleinen Kaste von Spielern, die besondere Übung in der Drehtürbedienung erlangten. Rein in die Administration und raus, rein in die Companies und raus, oder anders herum. Passt eh und bringt!
Eine kleine Clique von Multimillionären spielt dort mit der Bevölkerung Katz und Maus, kassiert weiter ein und streicht Sozialleistungen wie es nur geht. Möglichst in Personalunion als Berater oder Vorstandsposten.

Unser Proto-Typ war Rot-Grün vor Jahren (Consultants: Schröder, Fischer, Clement, Müller, Schily etc, fast das ganze Kabinett), aber eher noch auf Sparflamme. Zumindest sind sich Europa und USA in diesen “postdemokratischen” Verhältnissen immer noch nahe.

Ganz anders sieht es in Kerala / Indien diesen Sommer mit den Löchern aus! Die werden gestopft. In Indien findet man nämlich noch Schätze, und zwar solche, die direkt vor der Nase liegen: im KELLER.

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Aufrüstung an der europäischen Sozialfront

Gewisse Werte sind in der abendländischen Kultur tief verankert und werden unter den verschiedensten Bedingungen immer wieder nach oben gespült. Dies gilt vor allem im „sozialen Bereich“. Arbeitshaus, Arbeitsdienst, Galgen und elektronische Überwachung sind einem solchen Wert zugeordnet, alles phantasievolle Instrumente wie sie ansonsten nur noch bei der Verfeinerung von Foltermethoden beobachtet werden kann. Im Folgenden avantgardistische Entwicklungen auf dem Feld „Arbeitsmarkt“.

Die Aufmerksamkeit, die quer durch die Zeiten und Systeme den „Nicht-Arbeitenden“ gewidmet ist, wird seit jeher getragen von zwei unverrückbaren Säulen: einmal von der Sorge der Herrschenden um die Sicherung ihres Teiles am Gesamtvermögen der beherrschten Areale, zum anderen von der Sorge der kleinen Leute, den Rest auch noch teilen zu müssen.

Die Sorge war einmal tragendes Konzept der klassischen antiken Philosophie und mithin der ihr entstammenden Politik. Mittlerweile hat sich der Begriff der Sorge etwas gewandelt, erweitert sozusagen und begegnet uns als Sorge um den eigenen Status in Form des „Jeder ist sich selbst der Nächste“.

Müll-Sammler

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Verschollen geglaubte Deportationslisten entdeckt

Das inzwischen geschlossene Polizeigefängnis Klapperfeld hatte eine zentrale Funktion für Deportationen aus Frankfurt. Der Initiative »Faites votre jeu!« ist es gelungen, verschwunden geglaubte Deportationslisten ausfindig zu machen. Die Listen belegen Deportationen von über 3.300 Menschen allein für den Zeitraum von Februar 1943 bis Mai 1944 sowie für August 1942. Diese Dokumente, die unter anderem die [...]

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Die ökologischen Grenzen des Kapitals (II)

Eine Welle grün-ökologischer Begeisterung flutet durch die deutschen Medien und die Wahlkabinen. Tritt mit den Programmen der Grünen aber tatsächlich echter Wandel ein. Nicht unbedingt: wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann – einige Überlegungen zu Grenzen der Grünen Partei in 2 Folgen. (erste Folge hier)

Green New Deal?
Ein kapitalistischer „Green New Deal“ scheitert somit am Kapitalismus, also an der Frage seiner „Finanzierung“. Die Mehrheit der hierzu notwendigen, technisch längst machbaren Transformationsschritte – die vor allem die gesamtgesellschaftliche Infrastruktur betreffen – können nicht mehr als neue Felder der Kapitalverwertung erschlossen werden; sie bilden Aufwendungen, die eigentlich als „Nebenkosten“ durch Prozesse erfolgreicher Kapitalverwertung finanziert werden müssten. Selbst für Deutschland, das als Profiteur der europäischen Defizitkreisläufe alljährlich enorme Leistungsbilanzüberschüsse erwirtschaftet, stellen die notwendigen finanziellen Aufwendungen eine kaum zu schulternde Herausforderung dar. In den südeuropäischen Pleitestaaten und den Zusammenbruchsregionen des globalen Südens würden die grünen Wunschträume des Green New Deal als reine Science Fiction aufgefasst werden.

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Dabei weisen die ökologisch dringend notwendigen und technisch längst machbaren Möglichkeiten einer umfassenden ökologischen Gesellschaftstransformation längst über das kapitalistische System hinaus.

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Die Prinz kriegt den Schweinehirten: Das Sommermärchen ist wahr geworden.

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Das Sommermärchen ist wahrhaft wahr geworden und die Japanischen Frauen sind Weltmeister geworden. Dies gilt, obwohl ihr Medienmenschen, Werbepartner und deutsche Fußballexperten noch immer Vuzuellahaft rumtrötet, dass man Euch in dieser “schönen WM”, die “stimmungsmäßig gut” war und “den Frauenfußball voran gebracht hat”, das “Sommermärchen II” verweigert hätte, nämlich den Titel für die “Deutschen Frauen”. Dies aber zeigt 1. schlechtes Gedächtnis (verzeihlich) 2. mangelnde Kenntnis von Märchen (unverzeihlich). Denn 1. wurde die MännerWM in Deutschland deshalb zum Sommermärchen, weil die Klinsmannschen Mannen viel besser gespielt haben, als man es von den landeseigenen Rumpel(stilzchen)fußballern zuvor erwartet hatte. Die Deutschen Frauen hingegen gingen ruhmbekränzt in diese WM…ihr Sieg hätte nichts überraschendes gehabt, es wäre das zu erwartende gewesen, noch dazu als Fortsetzung eines Männermärchens, und Fortsetzungen sind meist mieser als Teil 1. Damit kommen wir zur Märchenlogik: Kriegen in den Märchen etwa die haushohen Favoriten am Ende den Pokal? Nein, die Prinz kriegt den Schweinehirten und Aschenputtel kriegt den Prinzen, mögen sich ihre beliebten und attraktiven Schwestern Solo und Hope noch so sehr in die engen Fußballschuhe hineinzwängen.

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Bürgerbeteiligung à la Frankfurt – das ist so beschlossen

Was die Herrschaften darunter verstehen und wie sie es verstehen, sie dann zu umgehen.

Schwadroniert hat Frau Roth lange: von Bürgforen, dann Planungswerkstätten aber auch von Sachzwängen und Refinanzierungspflichten und Koalitionsverträgen. nur: die wichtigsten Verträge hat sie dabei ganz vergessen.

Klar und deutlich wird das Kalkül, betrachtet man das Letter of Intend von Römer und ABG, die erklärte Grundlage des Kaufvertrages zwischen der Stadt – nein der ABG Holding – und dem Land Hessen für den Ankauf des alten Campus-Areals in Bockenheim.

Planung Campus

Auf den ersten Blick möchte man meinen, hier ringen zwei Partner um den größtmöglichen Vorteil für beide Seiten, was öffentlichen Körperschaften auch gut anstünde, aber nur auf den ersten Blick. Sobald man die Materie genauer unter die Lupe nimmt – und sich die Akteure realistischer vorstellt als sie sich selbst darstellen – dann schwindet schnell, was sich eventuell als Hoffnungspflänzchen ans Keimen traute.

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Die ökologischen Grenzen des Kapitals (I)

Eine Welle grün-ökologischer Begeisterung flutet durch die deutschen Medien und die Wahlkabinen. Tritt mit den Programmen der Grünen aber tatsächlich echter Wandel ein. Nicht unbedingt: wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann – einige Überlegungen zu Grenzen der Grünen Partei in 2 Folgen.
Alles soll anders werden – damit alles bleiben kann, wie es ist. Auf diese inhaltliche Essenz lässt sich der derzeitige Aufstieg der Partei der „Grünen“ reduzieren, wie er im Gefolge des japanischen Nuklearbebens den deutschen Politikbetrieb erschüttert. Während Wahlprognosen die „Grünen“ bundesweit stabil bei 25 Prozent sehen und in Baden-Württemberg der erste grüne Ministerpräsident vereidigt wurde, scheinen Essentials grüner Programmatik zum politischen Mainstream zu mutieren. So scheint die Abkehr von der Atomkraft ausgerechnet von der liberal-konservativen Regierungskoalition initiiert zu werden, die wenige Monate vor Fukushima noch eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Atommeiler durchsetzte. Die „Energiewende“ zu einer umfassenden regenerativen Transformation des Energiesektors der BRD wird inzwischen von allen Bundestagspartien zumindest in Sonntagsreden begrüßt. Mit Milliardenbeträgen will die Bundesregierung in seltener Einheit mit den „Grünen“ die „Elektromobilität“ fördern und bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen bringen – Künast forderte sogar Kaufprämien von 5000 Euro pro Elektroauto.

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Von den Problemen mancher „hierarchiefreier“ Communities

Insbesondere in der linken Szene stellen viele Initiativen und Gruppen an sich selbst den Anspruch hierarchiefrei oder gar herrschaftsfrei zu sein.
Dieses Ansinnen ist durchaus respektabel und bestimmt würden die meisten Menschen eine Welt, in der es weder Herrschaft noch Hierarchien gibt sehr begrüßen. Ich jedenfalls würde es.
Doch gut gemeint ist nicht immer gut gemacht wie [...]

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Medien-Kompass – anregende Kreisläufe


Ka-Ching – Shania Twain – MyVideo

Ja, wir wissen dass die großen Medien (”der Mainstream”) und die Politik ganz enge Allianzen eingehen. Die Berliner “Elitejournalisten” in Mitte betreuen ähnlich wie die viel größere Schar der Lobbyisten die Abgeordneten und die Parteiarbeiter bis in die Kuschelkneipen hinein. Man arbeitet eng zusammen, verwendet die gleichen Sprüche und will Effekte erzeugen. Effekte bringen Geld, viel Effekte bringen hier viel Geld. Deswegen wusste der greise Polit-Gott Helmut Schmidt schon früh, dass man in Deutschland nicht gegen “Bild” regieren kann.
Der grandiose Robert Murdoch betrieb das Effekthaschen in England besonders intensiv, hörte Tausende ab, bespitzelte so gnadenlos, wie es sonst nur staatliche Institutionen machen. Sein Abhörchef wurde – wie medial ärgerlich für die englische Regierung – zum Pressechef beim Premierminister: da weiß man was man hat und kann.

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Das Recht auf die Stadt

Der Slogan »Recht auf die Stadt« scheint in anschaulicher und zutreffender Weise Themen der gegenwärtigen Stadtentwicklung zu bündeln: Privatisierung kommunaler Güter, Gentrifizierung und kontrollpolitische Durchdringung öffentlicher Räume. Vor allem international agierende NGOs verbinden damit spezifische Rechte, die als Leitfaden für »good urban governance«-Praktiken gelten: menschenwürdiges Wohnen, ausreichende Infrastrukturversorgung, partizipatorische Entscheidungsfindung und Transparenz im kommunalen Regierungshandeln.

Recht auf Stadt - Fahne
Solche Konzepte, deren Verwirklichung sicherlich zu einer Verbesserung des städtischen Alltagslebens beitragen würde, haben allerdings wenig mit der Utopie von Henri Lefebvre gemein, der 1968 – dem Jahr der internationalen Studentenrevolten und des Pariser-Mai-Aufstands – erstmals diese Parole auf die politische Agenda gesetzt hat. Der französische Philosoph und Raumtheoretiker verfolgt damit ein staats- und herrschaftskritisches Projekt, dessen Anspruch über das bestehende System hinausweist: »Nur ein globales Projekt kann alle Rechte, die der Individuen und die der Gruppen, definieren und verkünden, indem es die Bedingungen ihrer praktischen Verwirklichung bestimmt. Heben wir unter diesen Rechten hervor das Recht auf die Stadt (das Recht nicht aus der Gesellschaft und der Kultur abgedrängt zu werden in einen Raum, der zum Zweck der Diskriminierung produziert wurde) und das Recht auf Abweichung (das Recht, nicht von notwendigerweise homogenisierenden Mächten in vorgegebene Kategorien gepresst zu werden).«

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Die neoliberale Stadt im globalen Wettbewerb?

Kritische Anmerkungen zum Leitparadigma gegenwärtiger Kommunalpolitik

Zumal im Zeitalter der Globalisierung befinden wir uns auch als Region in einem weltweiten Wettbewerb, dem wir uns stellen müssen – denn wir wollen diesen Wettbewerb gestalten und nicht erleiden. Bestehen können wir in diesem Wettbewerb nur dann, wenn wir alle unsere Stärken, die in der Region vorhanden sind, entwickeln und zur Geltung bringen“ (Petra Roth, Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main und Präsidentin des Deutschen Städtetages 2008).

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Shortcuts I – Stevenson, Chesterton & Hemingway

Zur Urlaubszeit mal einen längeren Text lesen? Dafür bieten wir euch ein paar Besprechungen bemerkenswerter Bücher an.

Robert Louis Stevenson – Das Licht der Flüsse. Eine Sommererzählung

In den letzten Jahren erlebt Robert Louis Stevenson auch im deutschen Sprachraum eine Renaissance, oder, um es präziser zu formulieren, eine Neuentdeckung. Eindrucksvoll zeigt sich, daß er viel mehr ist als „nur“ der Autor der Schatzinsel und der Erzählung von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Vieles wurde erstmals übersetzt, und jedes Buch ist seine Entdeckung wert.

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Aktionstag 110611. Schwabinggrad

Zum Aktionstag “Wem gehört die Stadt” am 11. Juni stimmte die Gruppe “SCHWABINGGRAD Balett” uns zwischen Deutscher Börse und Deutscher Bank auf den Geld-Puls der Stadt am Main ein. Auf das er in Zukunft erlahme!


18:30. Himmlisch. Auf das der Geld-Puls in Zukunft erlahme!

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Film: Kultur oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt

Die Dokumentation “Kultur oder Kommerz” von Arte nöchte rund um die Auseinandersetzungen um das Leben in der Stadt in ganz Europa Perspektiven aufzeigen, um die Stadt von morgen sozial gerechter zu gestalten.

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Medienkompass – Rasen aus Spanien

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“Wachstumsperspektiven” lieferte der Kapitalismus schon immer, aber jetzt soll das Spiel der freien Märkte auch noch gegen unser schlechtes Wetter helfen. “Die Sonne im Rucksack” und raus aus Griechenland lautet der Tip eines studierten Wirtschaftsfachmanns, nämlich vom gegenwärtigen Finanzminister Wolfgang Schäuble. Man könnte die Mittelmeerländer in die Energiewende integrieren, heißt der Grünen-kompatible, wohl ganz ernst gemeinte Vorschlag. „Griechenland hat eine viel höhere Anzahl von Sonnenstunden im Jahr als wir in Deutschland und könnte Strom zu uns exportieren

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Finanzmarkt: Frankfurter Gewerbesteuer-Umzug

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Medienkompass – Utopien und Ehrungen

Kürzlich stellte eine hochgeehrte global aktive Institution einer technisch-administrativen Ereignisfolge mit globaler Wirkung die Absolution. Das wäre nun nicht weiter bemerkenswert, wäre diese Institution nicht vor Jahren mit höchster Ehrung, dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Und würde sich mit ihr nicht eine besondere, doppelschneidige Utopie verbinden, die mehrere blinde Flecken hat. Die Rede ist von der IAEA, der “Internationalen Atomenergie-Organisation“.

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Sie veröffentlichte vor Tagen ihren Bericht zur 3fach-Kernschmelze in Japan – und fand dort alles wunderbar. Selbst das Handelsblatt, kein ausgemachter Kernkraftgegner kommentiert: “Abstrus wird der Bericht der IAEA aber an der Stelle, wo deren Inspektoren den Umgang der japanischen Regierung und TEPCO mit der Krise als “beispielhaft” loben. Wer mit unabhängigen Wissenschaftlern und Nichtregierungsorganisationen spricht, wer einfach nur seine Augen aufmacht, weiß es besser.

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Gegen die Kriminalisierung sozialer Proteste

Ein aktueller  Aufruf im Zusammenhang der Proteste gegen die geplante Innenministerkonferenz in Frankfurt 2011

“Gegen die Kriminalisierung sozialer Proteste und mediale Stimmungsmache! Für das Recht auf soziale Bewegung!
Wir, die UnterzeichnerInnen, protestieren gegen die aktuelle Kriminalisierung der Proteste gegen die Innenministerkonferenz 2011 in Frankfurt. Wir werten die jüngsten Aktionen der Frankfurter Polizei gegen Linke als einen Versuch, legitime Proteste zu behindern und die Ausübung demokratischer Grundrechte einzuschränken. Zudem verurteilen wir die tendenziöse Berichterstattung einiger Medien.
In der Nacht vom 25. auf den 26. Mai wurden in Frankfurt am Main zwei Antifaschisten festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, eine Protestparole gegen die Innenministerkonferenz (IMK), die im Juni in der Stadt stattfinden soll, an eine Wand gesprüht zu haben – eigentlich eine juristische Lappalie.

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Mit Gottes und meiner Hilfe

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Charles Portis Spätwestern True Grit

Bei Howard Hawks lernte John Wayne seine Westernrollen mit mehr Selbstironie zu spielen. Dies half dem alten Haudegen auch 1969, als er für die Rolle des Rooster Cogburn im Film Der Marshall von Henry Hathaway mit dem einzigen Oscar seiner Karriere ausgezeichnet wurde, zu einer Zeit, als das „New Hollywood“ das US-amerikanische Kino revolutionierte.

Der Marshall basiert auf dem Spätwestern von Charles Portis, True Grit, erschienen 1968 als Fortsetzungsroman in einer Zeitschrift. Das Buch war Portis’ größter Erfolg.

Die erneute Verfilmung

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Wider den “Zeitgeist”

Irgendwann habe ich einmal auf Youtube die Filme „Zeitgeist“ und „Zeitgeist: Addendum“ gesehen. Ich fand sie damals nicht besonders gut gemacht und steckte sie in eine geistige Schublade mit Chemtrail-Hypothesen oder der Idee, das britische Königshaus sei unterwandert von einer reptiloiden Alienspezies.

In den letzten Wochen wurde ich allerdings so oft in Gesprächen mit „Zeitgeist“ und dem sogenannten „Zeitgeist-Movement konfrontiert, dass ich beschlossen habe, mich eingehender mit der Thematik zu beschäftigen, zumal das Thema in den klassischen Leitmedien kaum präsent ist, ganz offensichtlich aber zumindest im Netz eine große Fangemeinde finden konnte.
Die neueste Produktion „Zeitgeist: Moving Forward“ brachte es zum heutigen Datum bereits auf 7.434.352 Klicks.
The Zeitgeist Movement“ gefällt auf Facebook immerhin 316.918 Personen.

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Ein paar betrunkene Jugendliche mit denen ich neulich auf einem Spielplatz unterhielt, waren sogar der Überzeugung „Zeitgeist“ zeige die Lösung für alle politischen und wirtschaftlichen Probleme auf und die Begriffe „links“ und „rechts“, sowie die Politik selbst, wären dank der Erkenntnisse von „Zeitgeist“ bald völlig obsolet.
Naja… sie waren jung und betrunken, trotzdem interessierte es mich und ich begann zu recherchieren.

Was also ist „Zeitgeist“?

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Stadt oder Weltkreis – eine politische Entscheidung?

Der bekannte französische Philosoph Gilles Deleuze hatte ungewöhnliche Ideen, die postmoderne Beweglichkeit mit linken politischen Initiativen eher abseits von Parteipolitik verbandelten.

In einem kurzen Interview nahm der 1995 Verstorbene zu einer fast zeitlosen politischen Frage Stellung, was es heißt “links” zu sein. Seine Antwort ist besonders deswegen von Bedeutung, weil er sich darin gegen die Kurzsichtigkeit des Blicks auf die unmittelbare Umgebung, etwa das Wohnquartier und die Stadt ausspricht und postuliert, dass ein linker Horizont immer den Weltkreis umspannen sollte.

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Gedenken an Christy Schwundeck

Wir, die Initiative Christy Schwundek werden am Dienstag, 31. Mai 2011 um 15. Uhr einen Kranz im Gedanken an Frau Christy Schwundek vor dem Jobcenter Gallus, Mainzer Landstraße 315, 60326 Frankfurt am Main niederlegen.

Christy Schwundeck
Sie wurde am 19. Mai in einem Frankfurter Job Center (Gallus) von einer Polizistin erschossen. Die Umstände rufen Erinnerungen wach an das Schicksal Mariame N’Deye Sarr, die im Jahr 2000 ebenfalls unter nie endgültig geklärten Umständen von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Christy Schwundeck war 39 Jahre alt und stammte aus Nigeria.

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Medienkompass – Im Himmel

Zwei zentrale Protagonisten des neu-deutsch aufgeklärten Zeitgeists der 00er Jahre des beginnenden Jahrhunderts wurden die Tage gebührend verehrt. Und zwar in einer Gestalt, die ihren eigenen Ansprüchen gut genügt, auch wenn noch ein paar Wünsche offen bleiben.
Der erste heißt Joschka Fischer, für ihn als ehemaligen Star von 7 Jahren Berliner Rot-Grün Regierung kam eine Film-Huldigung [...]

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Debatte: Recht auf die Stadt

Wie gemeldet wird in Hamburg der Recht-auf-Stadt-Kongress (2. bis 6. Juni) stattfinden. Über 40 Veranstaltungen Workshops und Aktionen sind angekündigt und stadtpolitisch Bewegte werden die Qual der Wahl haben.
Die inhaltliche Debatte zum Recht auf die Stadt hat unterdessen schon begonnen.
Zum Beispiel hier: Ein Anspruch an die Bewegungen selbst. Zur Theorie und Praxis der internationalen Kämpfe um das Recht auf Stadt.

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Wenn das politische Bandmaß versagt

Das Hamburger Netzwerk “Recht auf Stadt“, Vorbild des Frankfurter Netzwerkes “Wem gehört die Stadt” bereitet einen Kongress vor: vom 2. bis 5. Juni 2011 gibt es in der Hansestadt Hamburg kollektive Verwirrung, Begegnung und Zerstreuung: Über verschiedene Orte der Stadt verteilt, findet jede Menge Geplantes (Workshops, Podien, Filmvorführungen) und Ungeplantes statt.

Mit Christoph Twickel (Manifest NotInOurName, Lux & Consorten) und Georg Moeller (Ideenscout, Spielplatzini BaSchu e.V., Anwohnerinitiative Schanzenviertel) sprach ak über das Comeback von Stadtpolitik, den Kongress und die Hamburger Bewegung.

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Willkommen bei Facebook

Hallo lieber neuer Freund,

Ich bin es: Dein Facebook.

Ich freue mich riesig, dass wir jetzt Freunde sind und Du, meine Werbepartner und ich werden ab jetzt gemeinsam eine Menge Spaß haben.
Zunächst einmal danke ich Dir, dass Du so ehrlich warst, hier Deinen vollständigen Namen und ein biometrisches Foto von Dir hochzustellen. Das gefällt mir.
Schließlich wollen alle Deine neuen Freunde ja wissen mit wem sie es da zu tun haben.

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Medienkompass – Obsama und die Helden

Warum wir immer noch am Frankfurter Flughafen, dem Hauptbahnhof, der City, am iPhone und dem Laptop vor den 100 bedrohlichen jungen Männern geschützt werden müssen, die unsere Existenz gefährden.

Obama besucht die Helden von Abbottabad” lautet die Schlagzeile in der Neuen Zürcher Zeitung: “Der amerikanische Präsident Barack Obama hat sich persönlich bei der Spezialeinheit Navy Seals bedankt, die Usama bin Ladin in Pakistan getötet hat. Er besuchte einen Stützpunkt in Kentucky und verlieh der Truppe das höchste militärische Ehrenabzeichen für eine Einheit der Streitkräfte.

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Medienkompass – in den Mai 2011

US-amerikanischer Journalismus:

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Politische Alternativen: eine neue Infrastruktur

Empörung und Ablehnung reichen nicht, um politische Gestaltungskraft zu gewinnen – so lautet ein verbreitetes Credo. Nicht allein die herrschende politische Verwaltung und die großen Medien immunisieren mit der Forderung nach “konkreten Alternativen” die bei uns eingespielten Abläufe, sondern gesellschaftskritische Autoren wie Robert Misik fordern über Empörung hinaus die Benennung von Gegenentwürfen, und sei es zunächst nur in der Auseinandersetzung um Sprachhoheiten im politischen Raum.
Dass noch mehr geht als Verweigerung, zeigt unsere kleine Dokumentation einer Gruppe Frankfurter Sozialforscher, die Maßnahmen vorschlagen, wie aus dem restriktiven Sozialstaat eine gesellschaftliche Infrastruktur geformt werden kann, die zur wirklich breiten Förderung von Kapazitäten vieler führt. Der hier nur kurz skizzierte Vorschlag liefert erheblich mehr, als es die kurzatmigen, von Event zu Event, von DAX-Knick zu Biolanzpräsentation hüpfenden politischen Ideen und Aktivitäten im gegenwärtigen Deutschland leisten.

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Elemente einer neuen gesellschaftlichen Infrastruktur

Vor einer Woche begründete ein Artikel, warum die Einführung einer neuen Infrastruktur für unser gesellschaftliches Zusammenleben durchaus Sinn macht, und nicht schlicht ignoriert werden sollte. Die zweite Folge setzt die Vorstellung mit ein paar konkreten Beispielen fort.

Soziale Infrastruktur bezeichnet alle Einrichtungen, die das Angebot von kostenlos oder kostengünstig allen zur Verfügung stehender Gütern und Dienstleistungen in zentralen Lebensbereichen gewährleisten. Über ein gewisses Minimum davon muss jede Gesellschaft verfügen. Heute gilt es gilt es aus den angegebenen Gründen jedoch, sie umfassend auszubauen. Das betrifft vor allem die Bereiche von Bildung und Ausbildung, Wohnen, Kultur, Verkehr und Gesundheit.

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Medienkompass – Ende April 2011

Ostern ist diesmal arg spät, deswegen gibt es im Medienkompass nur kurz zwei eher irritierende Nachrichten.
Die erste betrifft einen Medienliebling, einen, den das ganze kreative Volk liebt, verehrt. Nicht nur die Kreativen, sondern fast das ganze Volk und darüber hinaus sogar die Finanzmärkte. Der Medienliebling ist ein Doppel, bestehend aus dem Manager-Technik-Genie Steve Jobs und [...]

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Medienkompass – Mitte April 2011

Vom Web und Internet gibt es diesmal viel zu berichten, erfreuliches und unerfreuliches. Beginnen wir mit dem etwas Witzigen: Facebook gilt seit den “arabischen Erhebungen” vielen fast als heiliger Gral demokratischer Bewegung. Eigenartigerweise spielt sich das demokratisierende Geschehen meist auf anderen geografischen und sozialen Kontinenten ab und kontrastiert manchen Einschätzungen über soziale Netzwerke bei uns.

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Gemeint sind damit z. B. die Zensur-Instanzen (Mitarbeiter-Teams) der Web-Firmen, die je nach Land regierungsseitig ungewünschte Einträge beseitigen.

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Medienkompass – erste Hälfte April 2011

Einen echten Medien-Absturz gibt es in Frankfurt zu vermelden, den des Printmediums Frankfurter Rundschau. Während die Frankfurter Gemeine Zeitung ihren Frankfurter Autorenstab und das Publikum immer weiter ausdehnt (am Ort und im ortlosen Web) ist beim älteren Schwesterblatt das Gegenteil der Fall, bereits seit Jahren.

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Ein langsames Sterben eines der wenigen, vielleicht des bekanntesten “sozialdemokratischen” Blattes in Deutschland. Und es scheint zu Frankfurt zu passen, der deutschen Banken-, Finanz- und Consultant-Hauptstadt unter fröhlich schwarz-grüner Regierung. Wen wundert da der Niedergang?

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Die Welt des schönen Scheins – weiterhin Unsortiertes

2. Folge
Jetzt kommt auch noch die Nachricht, dass Obama nach 2012 immer noch nicht genug herumdilettiert hat und weitere vier Jahre den Nachweis zu erbringen gedenkt, was alles nicht machbar ist. Das ist grandios, die Arbeitsplätze auf Guantanamo dürften damit mittelfristig gesichert sein. Sein Jahrhundertwerk Gesundheitsreform erinnert denn auch an seinen Bruder im Reform-Geist Philip [...]

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Der Web-Kongress Frühling

Viele Leute bebildern, betexten und belabern das WEB, manche schreiben über das Web im Web und eine Menge verlassen es, um an einem realen Ort über das Web zu sprechen und zu reflektieren. Meistens im Frühjahr und fast immer in Berlin. So auch dieses Jahr.

Der glückliche Ort, an dem das Web massenhaft in die Realität schwappt ist allerdings nicht die Stadt am Main, sondern die Stadt an der Spree, Berlin. In Konvergenz zum Zentralismus Frankreichs finden dort hintereinander nicht eine oder zwei, sondern gleich drei nationale, gar internationale Kongresse zu Web finden hintereinander in der Hauptstadt statt.

tazlabrund2011

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Medienkompass – Anfang April 2011

Wir sitzen mal wieder beim Fernsehen in der ersten Reihe, dann wenn wir im innereuropäischen Wettbewerb kämpfen. Die ARD meint, dass wir mit ihren Schmonzetten und Talkgelaber mit den vielen großen und kleinen Guttenbergs die demokratische Freiheit am besten verteidigen, im Unterschied zu europäischen Konkurrenten.

Das soll uns ein Berlusconi-Plakat klarmachen.

Berlusconi bei ARDBild: Serviceplan Berlin

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Kein Strand unter der Stadt

Christoph Hochhäuslers Film »Unter dir die Stadt« übersetzt das aus der Mode gekommene Entfremdungsthema in die Gegenwart.

Svenja Steve (Nicolette Krebitz) langweilt sich. Sie ist gerade erst mit ihrem Mann Oliver (Mark Waschke) von Hamburg nach Frankfurt am Main gezogen. In der frisch bezogenen Altbauwohnung sind die Kisten noch nicht ausgepackt, im Schlafzimmer steht kein Bett, es liegt lediglich eine Matratze am Boden, das Sofa wird noch von der Schutzfolie bedeckt. Während Oliver Karriere in der Bank macht, liegen Svenjas berufliche Ambitionen brach. Sie kennt kaum jemanden in der neuen Stadt, und in der Bankenwelt ihres Mannes gibt es keinen Platz für sie: Die Männer bleiben unter sich und machen die Geschäfte, die Frauen kümmern sich um die Förderung von Kunst und Kultur.
Sex mit Cordes

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Catch the Volk

Ab- und Hintergründe der Integrationsdebatte
Volkspartei heißt in den USA Catch-all-party. Mit dieser Bezeichnung wird unmittelbar deutlich, dass solche Parteien nicht an Inhalten orientiert sind. Der politische Machtgewinn oder -erhalt wird ihnen zum eigentlichen Inhalt. Alle weiteren Inhalte sind prinzipiell austauschbar. Solche Institutionen richten sich an den Meinungen aus, die politische Mehrheiten möglich machen sollen. Ihr [...]

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Medienkompass – Ende März 2011

In die gleiche Richtung marschieren die beiden großen Frankfurter Tageszeitungen in ihren Stimmungsberichten zur neuen Bürgerlichkeit, zumindest derjenigen, die sich nicht über simplen Sarrazinismus ausdrückt.

In der FAZ kommt der gewitzte Mit-Herausgeber Frank Schirrmacher in die neuen Gänge: im Feuilleton schreibt er eine Kritik herunter, die ihn im gleichen Blatt vor Zeiten noch den Kopf gekostet hätte: “Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds“. Schirrmacher sieht, dass das triviale Theater dummer Sprüche gegen KKW-Kritik vorbei ist, dass eine bürgerliche Grundstimmung gegen unversicherbare Großprojekte keineswegs das Ende des Abendlandes einläutet.

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Kackbraune Heimaterde- Ein Streifzug bei PI-News und “Die Freiheit”

Ein Abend surfen auf den Seiten der Neuen Konservativen, der angeblich Freiheitlichen, schließlich muss man ja wissen, was der politische Gegner so denkt.

Ja… Ich gebe es zu… vorurteilsfrei ging ich an die Sache nicht heran… aber das was ich sah, war dann sogar noch um Klassen dümmer und gefährlicher als alles was ich erwartet hätte.

Aus diesem Grund werde ich hier die von mir gemachten Sprünge beim Surfen noch einmal nachvollziehen, Zitate und Personalien in Zusammenhang stellen und, wenn nötig kommentieren.

Ich begann standesgemäß auf der Seite von PI-News, einem Netzwerk mit starken Sympathien für Thilo Sarrazin und Geert Wilders, welches schon öfter für seinen Antiislamismus und latenten Rassismus in der Kritik stand.

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Medienkompass – 2. Hälfte März 2011

Putzig kommt der Kommentar der Neuen Osnabrücker Zeitung zur Lage von durchstrahlten “Helden” in japanischen Atomkraftwerken daher: “Auch in Brasilien oder Frankreich würden die Mitarbeiter kaum komplett kopflos davonlaufen. In der Ukraine blieben sie ebenfalls, als 1986 in Tschernobyl nichts mehr zu retten war. Eher dürfte es so sein wie auf einem sinkenden Schiff: Der Kapitän geht als Letzter von Bord, oder begleitet seinen früheren Stolz in die Tiefe hinab. Dieser Ehrenkodex ist global und nicht spezifisch japanisch.”

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Genau wie bei uns ist von den Führungsetagen dort allerdings nichts zu sehen.

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Moratorien und andere Spielereien

Hält schon !

Japan und die Sorge um die Grosstechnologie
Auf den ersten Blick wirkt es hektisch, unentschlossen, panikhaft. Doch ist dem so? oder steckt dahinter ein Kalkül – und zwar eines, das mit einem dann gestärkten Glauben an die Machbarkeit die Alternativlosigkeit von Grosstechnologien feiern und die Einwände vom Tisch fegen lässt.

In ungewohnter Eile verkündete die ausgewiesene Lobbyisten der Atomindustrie ein Moratorium, obgleich sich die Sicherheitslage der deutschen Meiler kaum infolge des Erdbebens sonderlich geändert haben dürfte. Da sind viele Streicheleinheiten verteilt worden, wurde eine Mutter der Nation auf die Bildschirme gezaubert, die voller Sorge nichts unversucht lässt, um Schaden abzuwenden. Alles Wahlkampf tönte es sofort, doch auch dies wirkte eher als Inszenierung denn als Ausdruck alternativer Entwürfe.

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Medienkompass – Mitte März 2011

Die neuen deutschen Wutbürger haben die letzte Woche zwei neue Ausprägungen gefunden, eine nationale und eine lokale. Beide hängen mit unserer Versorgung und Umwelt zusammen.

Zuerst die nationale, die uns allen bedeutendere Variante: wichtiger als die Bahn und ihre Höfe (”Stuttgart-Wut”) ist das Auto, sei Motor und das, was massig verbrannt wird: Benzin. Diesmal ist es nicht der Preis – zumindest nicht direkt – sondern ein E mit der Zahl 10, das nach Meinung der meisten Wutbürger an Tankstellen für das arme Gefährt ähnlich wirken kann wie für uns E605. Das will Wutbürger nicht und er kauft das teure Sicher-Benzin.

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Der Kleingartentorschlüssel verantwortliche

Gartenzwergpolizei

Die folgende Geschichte ist keine Parodie. Ich verbürge mich hiermit für ihren Wahrheitsgehalt, auch wenn sie sich vielleicht unglaublich anhört:

Ich habe einen Freund in Karlsruhe, den ich regelmäßig besuchen fahre. Einmal im Jahr veranstaltet er zusammen mit einem Kumpel ein schönes Sommerfest mit etwa 100 Gästen. Da mein Freund Perfektionist ist, treibt er dabei regelmäßig einen immensen Aufwand, mietet Bierbänke, Zelte und eine große Musikanlage.

Das Fest findet auf einer Wiese neben einer Kleingartenanlage statt, auf der der Kumpel meines Freundes eine Gartenparzelle gemietet hat. Von dort holt er mittels Verlängerungskabel den Strom für die Feier.
Der Pächter der Wiese hat nichts dagegen, dass auf seiner Wiese gefeiert wird, sofern am nächsten Tag der Müll weggeräumt wird.

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