Frankfurter Gemeine Zeitung

Ideen

Nächste Plenarsitzung im Terminal?

Die Partei Die Linke wurde von Aktivitäten aus dem Umland inspiriert, und stellt im Römer einen dringlichen Antrag :

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Die nächste Plenarsitzung wird symbolisch im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens stattfinden.
Begründung:
Die Flörsheimer Stadtverordneten haben am 24.01.2012 symbolisch ihre Plenarsitzung im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens durchgeführt. Dabei haben sie eine Resolution mit dem Hauptanliegen „Stilllegung der Nordwest-Landebahn“ verabschiedet.
Wir erklären uns solidarisch mit den vom Fluglärm betroffenen Umlandgemeinden des Frankfurter Flughafens und setzen ein deutliches Zeichen gegenüber der FRAPORT AG, dass es uns reicht. Der Lärm der Flugzeuge und die Schadstoffe, die über Frankfurt und der Region niedergehen haben ein Ausmaß erreicht, das nicht mehr akzeptabel ist und die Gesundheit der Menschen und die Lebensqualität der Region auf Dauer infrage stellt. Deshalb muss die Stadt Frankfurt nicht nur ihren eigenen Bürgern, sondern auch der Region ihre Solidarität beweisen. Eine Plenarsitzung vor Ort soll unseren Protest gegen die neue Landebahn und den zunehmenden Fluglärm symbolisieren.


Innovationsschub in der Energiewende: der nukleare SUV kommt!

Zuweilen dauert es sogar bei technischen Ideen etwas länger, bis der utopische Gehalt überragender Einfälle zum Durchbruch kommt. Wir alle wissen, dass die amerikanische Automobilindustrie in den 50er und 60er Jahren Eindrucksvolles geleistet hat, z. B. die legendären “Muscle-Cars“, die 2 Personen 100 Kilometer weit schon mit lächerlichen 30 Litern Benzin transportieren konnten.

In Deutschland wurden sich breitere Bevölkerungsgruppen dieser revolutionären Technologien erst 20 bis 30 Jahre danach bewußt, so dass Muscle PickUps, SUV´s und der Hummer hier leider viel zu spät zu Ehre kamen. Das ist Gott sei Dank vorbei, und besonders in den Käffern rund um Frankfurt stehen sie Blech an Blech, mit Aufwärtstendenz.

Ganz neue Perspektiven zeigen sich jetzt im Rahmen der deutschen “Energiewende”: statt das überflüssige Uran in den Kernkraftwerken sinnlos und gefährlich endzulagern, kann es auf lange Sicht mobilitätsfördernd wirken, und gleichzeitig die deutsche Automobilindustrie weiter an der Weltspitze halten. Ein Arbeitskreis aus CDU, SPD und FDP rund um den ehemaligen “Autokanzler” aus Hannover hat ein altes Energiekonzept aus den 50ern ausgegraben, das damals schon recht weit gediehen war: der Nuklear-Wagen!

Nucleon

1958er Ford Nucleon - mit integriertem AKW

Mit seinem Ford-Nukleon konnte der heute eher schwächelnde Ford-Konzern das große Publikum schon vor Jahrzehnten überzeugen. Leider entwickelte sich das weltpolitische Umfeld des Atom-Autos damals ungünstig. Der sogenannte “kalte Krieg” sorgte dafür, dass die USA wirklich Massen an Uran für Kernwaffen und deren pausenlose Probezündungen benötigten. So blieb nicht mehr genug dafür übrig, Millionen von Fahrzeugen mit Uranbrennstoff für ihre kleinen, fahrbaren AKW´s zu versorgen.

Die Zeiten sind endlich vorbei. Mit den stillgelegten deutschen Kernkraftwerken steht das Brennmaterial in Hülle und Fülle zur Verfügung. Auch mit dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung kommt die Automobilindustrie gut zurecht. Zum einen hat der (unwahrscheinliche) GAU solch eines Hightech Fahrzeugs, sei es von Daimler,  Audi oder BMW nur einen Wirkungsradius von mehreren hundert Metern und der im unwahrscheilichen Fall zusammengeschmolzene Rest lässt sich leicht abstranportieren. Andererseits sind die Fahrzeuginsassen – man zielt besonders auf den boomenden Offroader-Markt – durch den 130 cm dicken Bleischutz rund herum noch viel distanzierter vom Strassenpublikum als in den kleinen Fahrzeugen, die gegenwärtig im Betrieb sind. Und das bei einem gehörigem Eindruck: ein Leopard-Panzer wirkt fast zerbrechlich dagegen!

Ob Altkanzler Schröder tatsächlich als erster zur IAA 2013 vom Alleenring ins Messegelände mit einer AKW-Hummer (dann in VW Eigentum) einfährt, muß heute noch als reine Spekulation bezeichnet werden.

Gleiches gilt für die Vermutung, dass gestrichende Fördergelder für Solaranlagen im “mobile AKW” ein neues Plätzchen finden.


FKHR- Wir machen Menschen transparent

Wir machen Menschen

Wünschen Sie sich auch mehr Verlässlichkeit in Ihrem persönlichen Umfeld? Wollen Sie Ihren Mitmenschen endlich uneingeschränkt vertrauen können?
Die Florian K. Human Rating Ltd. (kurz FKHR) kann Ihnen helfen, diese Wünsche wahr werden zu lassen. Wie?
Lesen Sie hier eine kurze Information über Geschichte und Hintergrund unseres jungen und engagierten Unternehmens und entscheiden Sie dann selbst, ob Sie einen Schritt in die Zukunft gehen und gemeinsam mit uns in eine bessere und effizientere Welt investieren wollen.

Wer wir sind

Die Florian K. Human Rating Ltd. wurde im Jahre 2011 von Florian K., einem damals gerade erst 31jährigen Jungunternehmer mit Pioniergeist, gegründet.

Sein Leitspruch lautete stets:
„Auch Menschen sind letztlich Ressourcen, die effizient genutzt werden wollen.“

Dieser Leitspruch ziert die Foyers all unserer Gebäude und ist Prinzip unseres Handelns.

Heute haben wir über 300 hochqualifizierte Mitarbeiter, Ökonomen, Psychologen und Rechercheexperten, die Ihnen helfen können, all Ihre Mitmenschen zu kategorisieren um bei Ihren Entscheidungen eine optimale Menschenselektion zu verwirklichen.

Wir sind Geschäftspartner von allen großen Social-Networks und Suchmaschinenbetreibern.
Dank unserer vorteilhaften Übersee-Serverstandorte müssen wir uns nicht um die unnötigen Vorschriften europäischen Datenschutzwahns kümmern.

WIR SIND DIE ERSTE RATING-AGENTUR FÜR IHRE MITMENSCHEN

Was wir machen

Kennen Sie das auch? Sie stellen einen neuen Mitarbeiter ein und beim Vorstellungsgespräch sieht er noch richtig schneidig aus und trägt einen schicken Anzug. Nach dem Ende der Probezeit verwandelt er sich in ein unrasiertes Monster mit Dreitagebart und schlechtem Atem.
Ihre Tochter stellt Ihnen ihren neuen Freund vor und er schafft es, sie mit seinem geschliffenen Auftreten zu beeindrucken. Später stellt sich dann heraus, dass es sich um einen nutzlosen Philosophiestudenten handelt, der obendrein noch Atheist ist und das, obwohl Sie Ihrer Tochter nur einen Freund erlauben, der Ihre religiösen Vorstellungen teilt.
Sie vermieten Ihre Wohnung an einen sympathisch aussehenden jungen Mann der sich hinterher als schwuler Kiffer entpuppt.

Dies ist vermeidbar: Mit unserem Human-Rating-Solutions!

- Wir geben Ihnen umfangreiche psychologische Expertisen über jeden Menschen. Es reicht, dass Sie uns den Namen und den Wohnort mitteilen. Den Rest erledigen wir.
- Wir führen Human Benchmarkings durch und vergleichen jeden Menschen gerne mit einem anderen Menschen Ihrer Wahl
- Unsere Ergebnisse sind wissenschaftlich objektiv nach international anerkannten psychologischen und ökonomischen Standards
- Wir haben ein hochentwickeltes Ratingsystem, mit dessen Hilfe sich Werte für Verlässlichkeit, Sauberkeit, Anpassungsfähigkeit, Bildungsstand und ökonomische Verwertbarkeit eines Menschen objektiv festlegen lassen
- Wir arbeiten auch individuell und können Wahrscheinlichkeitsberechnungen für Störungen und Verhaltensweisen (z.B. Wahrscheinlichkeit von Psychosen, Drogenkonsum) eines Menschen nach ihrem Wunsch vornehmen
- Wir garantieren geradlinige Lebensläufe!

Dank unserer Hilfe können Sie menschliche Risiken minimieren!
Wissen Sie, wem Sie vertrauen! - Florian K. Human Rating Ltd. (kurz FKHR)

Wie unser Konzept funktioniert

Bestimmt kennen Sie Profiling aus dem Fernsehen. Die Polizei jagt einen Serienkiller und anhand der Art, wie er seine Taten inszeniert, können Rückschlüsse auf dessen Verhalten gezogen werden.
Diese Techniken finden nicht nur im Film, sondern auch in der Realität immer stärkere Anwendung.
Einfachere Konzepte, wie die Ermittlung von Gefährdergruppen und die Rasterfahndung werden bereits seit Jahren erfolgreich für die Verbrechensbekämpfung eingesetzt. Bereits in diesen Erfahrungen zeigt sich, dass die Einteilung von Menschen in Bewertungsgruppen nicht nur überaus effizient, sondern auch ein Zukunftsmarkt ist.
Auch in der Werbung werden diese Konzepte mit zunehmendem Erfolg genutzt.

Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen immer mehr Spuren und persönliche Informationen im Internet hinterlassen. Dies machen wir uns zunutze.

Welche Schulbildung hat unser Untersuchungsobjekt angegeben? Wie oft wechselt sein Beziehungsstatus? Wie viele Freunde hat es? Welche politische Meinung? Wie kleidet es sich privat?
Manche dieser Fragen können Sie in einem Vorstellungsgespräch nicht einfach stellen, aber im Internet geben viele Leute solche Informationen gerne preis, was unseren Psychologen hilft, eine entsprechende Vorbeurteilung durchzuführen.

Aber wir gehen noch tiefer! Wir wollen auch das Unterbewusste des Bewertungsobjektes erforschen und Ihnen nutzbar machen.
Denn auch unsere scheinbar harmlosen Gewohnheiten verraten viel über uns und das Instrumentarium des Profilings liefert uns die Möglichkeit aus diesem reichhaltigen Fundus zu schöpfen.

Ein paar Beispiele gefällig?

Personen, die für sich selbst frisches Essen kochen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit gesund zu sein und über einen adäquaten Bildungsstand zu verfügen.
Was hingegen denken wir über eine Person, die 3 Mal die Woche auf twitter verkündet, sie habe soeben eine Tiefkühlpizza verspeist? Was sagt uns das über ihr Gesundheitsbewusstsein, ihre Bildung und ihren Selbstrespekt?
Was würden Sie von einer Person halten, die sich als Sekretärin bei Ihnen bewirbt und in ihren Foren-Einträgen lauter Rechtschreibfehler macht?
Was kann man über die sexuelle Orientierung einer Person sagen, die als Lieblingsautor Oscar Wilde, als Lieblingsfilm „Brokeback Mountain“ und als Lieblingsmusiker die Village People angegeben hat?
Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Person, die Cheech & Chong und die Musik von Cypress Hill mag, ein schmieriger und nutzloser Kiffer ist?

Alles was Sie im Internet sagen, kann und wird von uns verwendet werden! – Zum Nutzen unserer Kunden, zu denen wir bald auch Sie zählen möchten.

Der Liebe Gott weiß alles, aber er interessiert sich nicht für seine Kunden- WIR SCHON!

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann kommentieren Sie einfach diesen Artikel! Ihre Daten finden wir leicht heraus und werden sofort Kontakt mit Ihnen aufnehmen.


Rettet das U-Bahn-Saufen!

Plastovy Kanystr

Bei all der Aufregung um den Euro ist tatsächlich die Verteidigung eines der erhaltenswertesten abendländischen Kulturgüter in Vergessenheit geraten, etwas das seit Jahrhunderten Bindeglied und Fixpunkt europäischer Kultur war: Das öffentliche Besäufnis.
Was waren das früher für herrliche Zeiten gewesen, als mir ein Arbeitskollege nach einem Aufenthalt in Tschechien literweise billigen Absinth mitgebracht hat?

Er hatte aus Angst eventuell doch in eine Polizeikontrolle zu geraten, den guten Tropfen in einen Plastikkanister abgefüllt, auf dem, sehr zu unserer Begeisterung, der Schriftzug „Plastovy Kanystr“ (oder so ähnlich- keine Ahnung mehr, wie man das richtig schreibt) mit einem internationalen Symbol, welches vor Brandgefahr warnt, aufgedruckt war.
„Plastovy Kanystr“ (von meinen Freunden ehrfurchtsvoll „El Canistre“ genannt) und ich hatten eine Menge Spaß zusammen. Einmal begleitete er uns auf einer U-Bahnfahrt irgendwo in der U123 zwischen Südbahnhof und JWD.
Zufälligerweise hatten wir auch Gläser, Eiswasser, Absinthlöffel und Zuckerwürfel dabei und so konnten wir unseren Absinth vor den Augen der staunenden Fahrgäste entflammen, genüsslich zuschauen, wie karamellisierter Zucker ins Glas tropfte, das Ganze dann mit Eiswasser aufgießen und trinken.

Ein wahrer Absintheur mag mich nun für meine kulturlose Barbarei schelten, mir vorwerfen, dass man Absinth nicht anzündet und tschechischer Absinth ohnehin wie Nagellackentferner aussieht, schmeckt, riecht und nicht einmal eine schöne Louche bildet, wenn man Wasser hinzugießt.
Doch es war eben dieses U-Bahn-Plastikkanister-Feeling, das den Reiz an der Sache ausmachte und das man sich eben nicht bei einem renommierten Absinthhändler für teures Geld kaufen kann.

Meine Enkel werden dieses Gefühl wahrscheinlich nur noch aus den Erzählungen Ihres Großvaters kennenlernen. Im Wahn allgemeinen Anpassungs-, Wohlverhaltens und Gesundheitszwanges haben sich nämlich die Verkehrsverbände mehrerer Großstädte für ein Alkoholverbot im öffentlichen Nahverkehr entschieden.
Dies wurde mancherorts mit einem Abschiedssaufen gefeiert. Dies wäre eigentlich eine gute Idee, zumal Saufen meist eine gute Idee ist, aber in diesem Fall ist es einfach zu traurig.
Es scheint so, dass die Bürger in München ihrem gerechten Zorn über die offenkundige Gängelung wenigstens noch ein Bisschen Luft an den Einrichtungen der Verkehrsbetriebe gemacht hätten, aber es ist davon auszugehen, dass sich bald jeder duckt und den Befehlen der Obrigkeit artig Folge leistet, so wie es Deutsche meist tun, wenn sie eigentlich für ihre Rechte kämpfen müssten.

Aber es gibt eine Lösung.

Den besten Alkohol gibt es nämlich ohnehin nur in Plastikgefäßen. Und dies sage ich nicht alleine im Gedenken an den altehrwürdigen Kanister:
Den besten Schnaps meines Lebens bekam ich von einem kleinen orthodoxen Priester, der in den Vorkarpaten einem Nonnenkloster vorsteht, in einer leeren 2Liter „Bucovina“-Wasserflasche, mit den besten Wünschen und Gottes Segen überreicht.
Wie hätte ich wissen können, dass sich aus seiner freundlichen Geste einmal in meinem Geiste eine Waffe zur Rettung ur-abendländischster Tradition entwickeln könnte?
Denn man kann in der U-Bahn genüsslich weitersaufen, wenn man sich seinen Alkohol einfach in Plastikflaschen umfüllt.
So ein Wodka-Bull sieht in einer entsprechenden Flasche nicht anders aus als Apfelschorle. Und wenn der erste U-Bahnkontrolleur kommt und auch einmal nippen will, um zu kontrollieren, ob ich verbotenen Alkohol dabei habe, dann schmeiße ich ihm vorher ein Ticket rein. (vom RMV natürlich)

Natürlich gäbe es auch eine andere Methode des Protestes, die die Verkehrsbetriebe zum Einlenken bringen könnte:
1. Bierdose kaufen (günstig z.B. „5,0“)
2. Zu Bahnsteig der örtlichen U-Bahn gehen
3. Dose kräftig schütteln
4. Loch in Dose stechen
5. „Fire in the hole!” rufen
6. Bierdose in sich-schließende U-Bahntür schleudern
7. Wegrennen
8. Beim Verkehrsverbund anrufen und drohen: „Die Angriffe werden fortgesetzt!“
9. Repeat until enemy surrenders


Genderneutrale Hymnen für Europa!

Alle meine Deutschen

Ich muss zugeben: Eigentlich sind mir Nationalhymnen scheißegal. Diese, meist musikalisch nicht einmal besonders herausragenden, Machwerke schmalztriefenden Pathos führen bei mir normalerweise nicht dazu, dass sich auch nur ein Sackhaar regt.
Von mir aus könnte die deutsche Nationalhymne auch der berühmte Kinderlied-Klassiker „Alle meine Entchen“ oder das legendäre „Hubba Hubba Zoot Zoot“ der Band Caramba sein. An den Lebensverhältnissen in Deutschland würde sich damit absolut gar nichts ändern.

Beide Lieder hätten gegenüber der gegenwärtigen Hymne allerdings gewaltige Vorteile:

Im Falle von „Alle meine Entchen“ könnte wahrscheinlich nicht einmal Sarah Connor den Text vergessen. Falls irgendwem da der Bezug zu Deutschland fehlt, könnte man doch einfach das Wort „Entchen“ durch „Deutsche“ ersetzen.
Das würde unseren armen Fußballern auch die Schmach verkürzen, so tun zu müssen, als würden sie die Hymne mitsingen und verkrampft künstlich ihre Lippen dazu zu bewegen.

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Kongreß: „Wem gehört Frankfurt?“

Aufruf zur aktiven Beteiligung am Aktionistischen Kongress

„Wem gehört Frankfurt?“

am 16.-18. März 2012
in den Räumen des Studierendenhauses
koordiniert aus dem Netzwerk „Wem gehört die Stadt?

Begründung
Steigende Mieten als Folge des neuen Mietspiegels, Flughafenausbau und Fluglärm, Großprojekte wie EZB-Umzug, Europaviertel und Kulturcampus, Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse in Bockenheim, Innenstadt, Ostend, Gallus und anderswo, teilweise unter Beteiligung öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften … Entwicklungen in der Global City Frankfurt, die im Kontext der globalen Finanz- und Wirtschafskrise betrachtet werden müssen, die mittels „Bankenrettung“ zur Schuldenkrise öffentlicher Haushalte gemacht wurde. Es ist an der Zeit die Frage „Wem gehört Frankfurt?“ erneut anzugehen. Der Aktionistische Kongress bringt Gruppen, Initiativen und Individuen zusammen, um die genannten und andere Entwicklungen in Frankfurt und Rhein-Main zu analysieren, zu diskutieren, zu kritisieren und um sich zu organisieren.

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Medienkompass: Zizek besetzt Wall Street

Wir wollen euch das Video mit dem Auftritt von Slavoi Zizek auf “Occupy Wall Street”, gestern 9. 10. nicht vorenthalten.
Schön, wie das bei dem slovenischen Philosophen ohne Megafon geht, die Gestik versteht man ja auch so. Weil das Megafon fehlt, wiederholt die Menge die Sätze, damit “alle sie verstehen”. Aber: was heißt “verstehen”? Das klingt am Anfang ein bisschen abstoßend, nach Brecht, oder wie Sokrates und der Chor der griechischen Agora. Zizek sagte ja auch mal, dass er die sokratischen Dialoge liebe, grade weil sie keine seien, sondern der andre sage immer nur: “Führwahr, so ist es” etc. Wenn Zizek je Sokrates war, dann hier: Beständig Werte umwertend, aber sich nervös am verschwitzten T-Sirt zupfend und der Zustimmung der Agora versichernd. Wir sehen und hören: Philosophie in Aktion. Lacan meets USA: “Don´t be afraid to really want what you desire”. Der osteuropäische Weltenbürger Zizek trifft den Ami-Ton gradezu traumwandlerisch. Jeder Satz, jedes Wort “sitzt”, steht, springt auf. Kann man sich IRGENDEINEN populären deutschen oder sagen wir westeuropäischen Philosophen mit einem solchen Auftritt an einem solchen Ort zu solch einem Anlaß heute vorstellen? Sloterdijk, der vermögend und vergrämt mit “Du mußt Dein Leben ändern” durch Kongreße und Talkshows tourt und zusammen mit Bankern und Politikern in äh, “Zukunftsräten” sitzt? Oder die philosophische Antwort auf Günter Jauch, den smarten, freundlichen Richard David Precht von “Wer bin ich und wenn ja wie viele”? Sarkozyspezi und Präsidentenberater Bernhard Levy von den dahindämmernden “neuen Philosophen”? Oder gar den greisen Universitäts-Jubiliar Habermas? Undenkbar.

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Occupied Wall Street Journal

Die BesetzerInnen der Wall Street haben nun ihre eigene Zeitung, das Occupied Wall Street Journal.
Dort gibt es Informationen darüber, was Menschen zum Mitmachen motiviert, was gerade läuft, einen Lageplan und sonst alles was mensch wissen muss, um dabei sein zu können. Denn, so die Überzeugung:
If occupiers cannot get answers and solutions from government through the [...]

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Dame Roth hält Audienz

Am Montag, den 12. September 2011 ist es so weit. Pünktlich 18 Uhr 15 ist die geneigte Öffentlichkeit zum Defilee geladen. Natürlich auf dem in Zukunft so wundervollen neuen Areal, dem „Kulturcampus Bockenheim“. Es darf geschwärmt werden, von den strahlenden Neubauten (Leuchttürme), den satten Grünanlagen, der Kultur, die nun endlich auch Bockenheim erreicht.
Und selbstverständlich von [...]

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UNTOTE

Mad for stalking

PUNK IST EIN ZOMBIE!

und sein Schlaf wird gestört

es ist hungrig wie wild

wenn es gefressen hat

Und wenn es Trommeln hört

Lücke

PUNK IST EIN ZOMBIE!

ganz von Kugeln zerrissen

und es ist hinter dir her

es hat offene Brüche

aber kein schlechtes Gewissen

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Bürgerlicher Alarmismus: Schirrmacher macht den Geißler

Dem “Kulturkritiker” und “bürgerlichen Vordenker” Frank Schirrmacher muß ob plötzlich erkanntem Ausdünnen “bürgerlicher Werte” der Schreck in die Glieder gefahren sein: unter der Überschrift „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“ möchte er in einem FAZ-Artikel eine Art Ent-Finanzialisierung der CDU antriggern. Ihn bewegt jetzt ein feuilleton-politisches Unbehagen der Art, wie es bereits [...]

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Die ökologischen Grenzen des Kapitals (II)

Eine Welle grün-ökologischer Begeisterung flutet durch die deutschen Medien und die Wahlkabinen. Tritt mit den Programmen der Grünen aber tatsächlich echter Wandel ein. Nicht unbedingt: wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann – einige Überlegungen zu Grenzen der Grünen Partei in 2 Folgen. (erste Folge hier)

Green New Deal?
Ein kapitalistischer „Green New Deal“ scheitert somit am Kapitalismus, also an der Frage seiner „Finanzierung“. Die Mehrheit der hierzu notwendigen, technisch längst machbaren Transformationsschritte – die vor allem die gesamtgesellschaftliche Infrastruktur betreffen – können nicht mehr als neue Felder der Kapitalverwertung erschlossen werden; sie bilden Aufwendungen, die eigentlich als „Nebenkosten“ durch Prozesse erfolgreicher Kapitalverwertung finanziert werden müssten. Selbst für Deutschland, das als Profiteur der europäischen Defizitkreisläufe alljährlich enorme Leistungsbilanzüberschüsse erwirtschaftet, stellen die notwendigen finanziellen Aufwendungen eine kaum zu schulternde Herausforderung dar. In den südeuropäischen Pleitestaaten und den Zusammenbruchsregionen des globalen Südens würden die grünen Wunschträume des Green New Deal als reine Science Fiction aufgefasst werden.

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Dabei weisen die ökologisch dringend notwendigen und technisch längst machbaren Möglichkeiten einer umfassenden ökologischen Gesellschaftstransformation längst über das kapitalistische System hinaus.

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Die ökologischen Grenzen des Kapitals (I)

Eine Welle grün-ökologischer Begeisterung flutet durch die deutschen Medien und die Wahlkabinen. Tritt mit den Programmen der Grünen aber tatsächlich echter Wandel ein. Nicht unbedingt: wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann – einige Überlegungen zu Grenzen der Grünen Partei in 2 Folgen.
Alles soll anders werden – damit alles bleiben kann, wie es ist. Auf diese inhaltliche Essenz lässt sich der derzeitige Aufstieg der Partei der „Grünen“ reduzieren, wie er im Gefolge des japanischen Nuklearbebens den deutschen Politikbetrieb erschüttert. Während Wahlprognosen die „Grünen“ bundesweit stabil bei 25 Prozent sehen und in Baden-Württemberg der erste grüne Ministerpräsident vereidigt wurde, scheinen Essentials grüner Programmatik zum politischen Mainstream zu mutieren. So scheint die Abkehr von der Atomkraft ausgerechnet von der liberal-konservativen Regierungskoalition initiiert zu werden, die wenige Monate vor Fukushima noch eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Atommeiler durchsetzte. Die „Energiewende“ zu einer umfassenden regenerativen Transformation des Energiesektors der BRD wird inzwischen von allen Bundestagspartien zumindest in Sonntagsreden begrüßt. Mit Milliardenbeträgen will die Bundesregierung in seltener Einheit mit den „Grünen“ die „Elektromobilität“ fördern und bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen bringen – Künast forderte sogar Kaufprämien von 5000 Euro pro Elektroauto.

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Das Recht auf die Stadt

Der Slogan »Recht auf die Stadt« scheint in anschaulicher und zutreffender Weise Themen der gegenwärtigen Stadtentwicklung zu bündeln: Privatisierung kommunaler Güter, Gentrifizierung und kontrollpolitische Durchdringung öffentlicher Räume. Vor allem international agierende NGOs verbinden damit spezifische Rechte, die als Leitfaden für »good urban governance«-Praktiken gelten: menschenwürdiges Wohnen, ausreichende Infrastrukturversorgung, partizipatorische Entscheidungsfindung und Transparenz im kommunalen Regierungshandeln.

Recht auf Stadt - Fahne
Solche Konzepte, deren Verwirklichung sicherlich zu einer Verbesserung des städtischen Alltagslebens beitragen würde, haben allerdings wenig mit der Utopie von Henri Lefebvre gemein, der 1968 – dem Jahr der internationalen Studentenrevolten und des Pariser-Mai-Aufstands – erstmals diese Parole auf die politische Agenda gesetzt hat. Der französische Philosoph und Raumtheoretiker verfolgt damit ein staats- und herrschaftskritisches Projekt, dessen Anspruch über das bestehende System hinausweist: »Nur ein globales Projekt kann alle Rechte, die der Individuen und die der Gruppen, definieren und verkünden, indem es die Bedingungen ihrer praktischen Verwirklichung bestimmt. Heben wir unter diesen Rechten hervor das Recht auf die Stadt (das Recht nicht aus der Gesellschaft und der Kultur abgedrängt zu werden in einen Raum, der zum Zweck der Diskriminierung produziert wurde) und das Recht auf Abweichung (das Recht, nicht von notwendigerweise homogenisierenden Mächten in vorgegebene Kategorien gepresst zu werden).«

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