Frankfurter Gemeine Zeitung

Themen-Info

Denkt Euch Doch Die Unhinterfragte InterPUNKtion! oder ~Eisenhauer~

gusseisen
Gusseisenschwert…

Ach, um es klassisch zu beginnen
Denn ich liege fast
Schon in den Linnen
Hab heute früh ich
Trotz all “Hottehü”
Mit verbleibender Kraft
Ich auf’s Pferd nicht geschafft.

Statt dessen ich fand
Mit einem Mal
Nachdem mir Google orakelnd befahl
Etwas zu beweisen
Vier-Sechs Zoll kaltes Eisen
Mag genug sein
Um Leuten den Tag zu vermeisen

Es war bloß Fragment
Aus gußeisern Zaun
Doch genug es jemand
Auf die Rübe zu hauen
Doch weil ich so friedlich
Ging um die Katen
War mir weder nach Grab und erst recht nicht nach Spaten!

Und selbst wenn Kali die Welt verschlinge

Das gierige Weib

Der willige Mann

Wächst doch immer Gras über alle Dinge

Oh wie ich gern

Würde

und..

Hätte/verschlinge

Menschen
Insekten
Und Humanisten!
Wenn DIE nur wüssten,
Was die Antichristen…………….

Wären wir alle bald frei von allen “~ismen”

Glaub an Snake Plissken! Und andere Dinge

…und mach Dir die Bilder im Kopf selbst was wert………..

Mit nem Gusseisenschwert!


“Them Chemicals!” oder: ~cubische potentiale~

Neulich nächtens,
Weil Zeit und Herz mich so sehr quälten,
Traf ich trinkend auf dem Nach-Hause-Weg
Auf ein Häuschen blauer Farbe,
Wie es jedem Bauarbeiter wohl bekannt sein dürfte.

In der Hoffnung die Reste meines Rausches
Einer chemischen Grube zu übergeben
-sprich: mich drückte die Blase-
Näherte ich mich dem provisorischen Bau,
In Hoffnung auf Erleichterung.

Erst war mir, als hätte ich es übertrieben,
Als ich den kleinen Horst hin- und herschwanken sah,
Doch schon nach einem weiteren Meter
Hörte ich das Stöhnen!
Und wusste: da drin sind mindestens zwei!

“He Leute!” rief ich,
“Habt Ihr es wirklich nicht mehr heim geschafft? Liebt Euch woanders!”
Aber außer Stöhnen erhielt ich keine Antwort
Mir war als hörte ich einen I-Pod noch ein paar Beats spielen.
Also hämmerte ich im Takt gegen die Tür.

Das Häuschen schwankte weiter und ich dachte:
“Na vielleicht sind es auch vier…”
Doch weit und breit auf diesem ach zu öffentlichen Platz
War außer hier keine Deckung zu finden.
Und sagte ich schon, es war spät?

Jedenfalls begann ich nun heftiger zu rütteln.
Und jemand drinnen schrie: “Das ist so geil!”
Eine zweite Stimme: “Komm doch rein!” als der Riegel sich auf schob.
Und während ich noch dachte:”Nein, Liebe ist das nicht…”
Sprach eine dritte:”Hey! Wir haben noch Pillen!”

Da kam ein alter Dämon in mir hoch,
Beugte sich grinsend über mich und flüsterte:
“Die brauchens scheinbar dreckig.”
Also bückte ich mich, ergriff beherzt den Rand der Kiste,
Und hob aus Leibeskraft, bis das Dixie kippte.

Jetzt veränderte sich das Geschrei,
Und “Jetzt habt Euch mal wirklich lieb!” denkend,
Stemmte ich die Box nach altem Brauch auf die Tür.
Pinkeln musste ich jetzt nicht mehr,
Und die Trauer war mir auch vergangen.


Nazis unter weißer Maske

NeonazisVolkstod
Bildausschnitt aus einem Youtube-Video: Neonazis demonstrieren in Masken, Leute stehen daneben und winken

Das Markenzeichen der Anonymous-Bewegung ist die Guy-Fawkes-Maske, die man in letzter Zeit immer häufiger bei Flashmobs, Protesten und Demonstrationen sieht.
Das Konzept des gemeinsamen maskierten Auftretens hat nun allerdings auch innerhalb der rechten Szene, insbesondere unter den sogenannten „Autonomen Nationalisten“ Anklang gefunden, hier allerdings nicht in Form des grinsenden Gesichtes eines Guy Fawkes, sondern unter einer schlichten, gespenstisch wirkenden „Neutralmaske“.

Besonders die im norddeutschen und nordöstlichen Raum aktive Neonazi-Gruppe „Spreelichter“ ist oft und gerne unter der Maske aktiv.
Die „Spreelichter“ sind aber nur Teil eines losen Netzwerkes der sogenannten „Unsterblichen“, welche weitreichende Verflechtungen in das gesamte Bundesgebiet und auch bis nach Österreich aufweist.

Über die neueren Aktivitäten von den “Unsterblichen” findet sich folgender Text auf der Seite der “Spreelichter”:

Einen Monat nach dem Fackelmarsch der “Unsterblichen” in Bautzen tauchen im Netz allmählich weitere Meldungen auf, die vom plötzlichen Auftauchen kleinerer weiß maskierter Gruppen berichten.
Dabei waren es vornehmlich kommunale Veranstaltungen, wie die 850-Jahrfeier im sächsischen Trebsen, bei der sich Aktivisten mit einem Transparent in den Stadtumzug einreihten oder das Brauereifest in Radeberg, bei dem eine Gruppe mit Wurfschnipseln auf das drohende Schicksal unseres Volkes aufmerksam machte.
Im südhessischen Viernheim sollen sich mehrere weiß Maskierte in der Nacht zu einem Marsch versammelt haben, im beschaulichen Kohren-Sahlis durchbrach eine Gruppe das bunte Treiben der Besucher des Töpfermarkts und in Döbeln spannten Aktivisten ein Transparent vom Dach der längst geschlossenen Schule.

Auch in Gießen versuchte die Gruppe einen Aufmarsch durchzuführen, dies allerdings nur mit geringem Erfolg.

Der Schlachtruf der “Unsterblichen” lautet „werdet unsterblich“ und ihr Ziel ist es, den „Volkstod“, den sie als verursacht durch die parlamentarische Demokratie betrachten, aufzuhalten. Hierzu bedienen sie sich verstärkt moderner Protestformen wie Flash-Mobs und viraler Verbreitung ihrer Ideen im Internet.
Auch in der Außenpräsentation der Gruppe werden bewusste Anleihen von Anonymous genommen und diese im eigenen (rechtsradikalen) Kontext umgedeutet.

Hier 2 Bilder zum Vergleich (das obere Bild stammt von den “Unsterblichen” und das untere von Anonymous):

Die Unsterblichen

DieKartegefunden

Diese schlechte Anonymous-Kopie von Rechtsaußen beschreibt sich selbst folgendermaßen: „DIE UNSTERBLICHEN sind junge Deutsche, die sich bundesweit auf öffentlichen Plätzen zusammenfinden, um auf das Schandwerk der Demokraten aufmerksam zu machen.“
Als „Schandwerk der Demokraten“ wird vor allem der demografische Wandel durch geringe Kinderzahl betrachtet, eine Position die sich spätestens seit der Sarrazin-Debatte auch an diversen Stammtischen wiederfindet.

An ihrer rassistischen Einstellung lässt die Gruppe der „Unsterblichen“ dabei keinerlei Zweifel.

Die Unsterblichen2

Diese Aussage zeigt klar, dass der Begriff dieser Gruppe davon, wer als Deutscher zu betrachten ist, rassistisch definiert ist.
Welche Alternative zu einer demokratischen Regierung die Gruppe favorisiert, darüber schweigt sie auf ihrer Webpräsenz (wahrscheinlich um noch unpolitische Interessierte nicht sofort zu verschrecken oder kein Ziel staatlicher Maßnahmen zu werden). An anderer Stelle jedoch findet sich die Forderung nach einem “nationalen Sozialismus” im Zusammenhang mit der Gruppe.

Aber noch eine andere Frage lässt die Gruppe offen:

Wenn ihnen das Verschwinden der „reinrassigen“ Deutschen doch so ein Dorn im Auge ist… warum gehen sie dann Fackelmärsche veranstalten, statt daheimzubleiben und fleißig “fürs Vaterland” zu ficken?

Bleibt nur zu hoffen, dass Anonymous-Aktivisten bald auf diese billige Kopie aufmerksam werden und den „Unsterblichen“ einfach mal „for the lulz and great justice“ zeigen, wo der Hammer hängt.


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