Frankfurter Gemeine Zeitung

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Plattform Sarai: Alexander Salivontchik (Belarus)

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“Прошу тебя по-человечески: пиши честно и без лукавства”
“Ich bitte Dich, sei ein Mensch: Schreibe ehrlich und ohne Hintergedanken”

Große, düstere, wandfüllende Gemälde.
Traurige Rembrandtschen Augen, von Furchen durchzogene Gesichter.

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Liegende Figuren – hingelegt oder hingefallen? Ohnmacht und Hilflosigkeit?
Gestalten, vom finsteren Hintergrund fast schon verschlungen. Aber immer noch da…
Schwere Formen, dunkle Farben.

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Und dazwischen – zwei Monitore mit Videoprojektionen:
eine Zugfahrt, sonnige vorbeihuschende Landschaften;
Waldspaziergänge;
tropisch anmutende Strände, Tiefblau des Meeres, Hellblau des Himmels;
ein spielender Junge – auf dem Feld, auf der winterlichen Eiskruste, lächelnd, heiter.
Wolkenlose Kindheit, strahlend und naiv.

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Die weißen Wände der Plattform Sarai vereinen diese zwei Extremen: die ausstrahlenden, dynamischen Videoaufnahmen des Glücklichen sowie das Desolate der herumirrenden, eingefrorenen Figuren.

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“Dieses ausweglose Viertel um den Frankfurter Hauptbahnhof. Kaiserstrasse. Kennst Du jene Gegend?”, fragt mich der Künstler Alexander Salivontchik, “Ich bin dort einem Russen begegnet.

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Er war zwanzig Jahre jünger als ich. Doch sein Weg war zu Ende. Er ist einst aus Russland gekommen, mit Familie. Voller Hoffnungen, voller Pläne. Doch dann hat ihn seine Frau verlassen. War auf einmal weg. Er ist gefallen. Drogen, Obdachlosigkeit. Er war gestolpert. Er war ein Mensch wie ich, doch sein Leben war kaputt.

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Aber als ich ihm zuhörte, als ich ihm meine Aufmerksamkeit schenkte – da hat er gestrahlt. Er hat das Licht wiedergefunden. Weil ein Fremder stehen blieb, statt vorbei zu gehen. Ich war ihm fremd. Er war mir fremd. Doch er war mein Bruder. Verstehst du? Er war mein Bruder. Das könnte ich sein. Das könntest Du sein. Das könnte jeder sein.

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Aber das war er. Er war gestolpert. Doch in diesem Moment, als ich mit ihm sprach, fühlte er, dass er nicht allein war. Mein Leben ist mein Glück. Leben ist Wunder – ich habe meine Familie, ich habe diese Welt, ich lebe weiter.

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Wir leben ein bitteres, verlogenes Leben. Wir leben ein wunderschönes Leben. Das ist dein Leben. Das ist mein Leben. Ein doppeldeutiges, ambivalentes, zweischneidiges Leben. Ich möchte diese Kontraste aufzeigen. Ich möchte den Menschen helfen, wie ich dem Bruder auf Kaiserstrasse half. Mit meiner Aufmerksamkeit. Damit die Liebe wieder in dieser Welt herrscht.

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Liebe. Liebe! Die Liebe wird die Welt retten. Frei nach Dostojewski. Das ist meine Philosophie. Verstehst Du? Möchtest Du darüber schreiben? Dann bitte ich Dich, sei ein Mensch: schreibe darüber ehrlich und ohne Hintergedanken.”

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Was: Untitled. Alexander Salivontchik.
Wo: Platform SARAI, Schweizer Str. 23 HH, 60594 Frankfurt am Main
Wann: bis zum 28.02.2012
https://www.facebook.com/events/343991922285764/

Text: Merzmensch,
Fotos: Aylin Karacan, Merzmensch


“How about:” ~ Ein offener Brief~

Hey Berlin!

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Du psychedelisch verpeppte parlamentarische Preussenpussy,
Verschlingerin aller Künste,
Du Vietnam des Nordens,
Was soll ich von dir halten?

Du hast den Ossis die Freiheit geschenkt:
Und jetzt werden aus unseren Verwandten Nazis…
Weil aus Mauerstücken plötzlich ein Geschäft geworden ist.
Schade. Echt schade.

Ein Grienen an die Ohren getackert
Schleppst Du Dich durch die Nächte
Und fickst um Dein Leben,
Weil Dich sonst so friert.

Mexico City ist eine Stadt
Istanbul ein Kontinentalbruch
Mein Herz ein Tempel
Und Du hast nur AIDS.

Dein Hip Hop stinkt nach faulen Eiern
Dein Rock ‘n Roll ist verschranzt
Und wer hat heut noch Bock zu tanzen?
Nein Danke: nicht mit Dir.

Naja, ich bin ja nicht nachtragend
Bald komm ich Dich besuchen.
Und wenn DU dann immer noch Lust hast mit mir zu reden:
Ich bin ganz Ohr.

Aber verschon mich mit Deinem Geseier!

Sei jetzt bitte nicht beleidigt.

Wo Du doch sonst so stark bist.

Ein Gute-Nacht-Lied hab ich dann aber doch noch für Dich…

.

Ja. Mach Dir ruhig ein bißchen Arbeit!

Liebevoll,

Y.


Planungen Campus Bockenheim

Campus-Bockenheim-studierendenhaus
Heute, 17.2. werden ab 14 Uhr die Planungswerkstätten im Bürgerhaus “Feuerwache” am Kurfürestenplatz fortgesetzt.
Themen: “Städtebauliche Entwicklung” und “Öffentlicher Raum”
Am Samstag, 18.2. werden ab 10 Uhr die Themen “Wohnen”, “soziale Infrastruktur” und “Nahversorgung” behandelt, ab 14 Uhr das Thema “Kultur”.
Auf der homepage http://www.kulturcampusfrankfurt.de/2012/02/08/nachste-runde-der-planungswerkstatten/ können die Dokumentation der 1.Planungswerkstatt und das
“Werkstatt-Handuch” eingesehen werden.

Zum Thema “Wohnen” hat eine Arbeitsgruppe ein sehr qualifiziertes Thesenpapier vorgelegt, das unbedingt in die Diskussionen eingebracht werden sollte.

Am vergangenen Montag fand eine Podiumsdiskussion der KAV mit den OB-KandidatInnen von SPD, Grüne, Linke, FAG, Piraten statt. (Der CDU Kandidat Rhein hatte “keine Zeit”): alle KandidatInnen plädierten für ein “Offenes Haus der Kulturen”.

Die skandalöse Wohnraumsitiuation spielte gestern im völlig überfüllten DGB-Haus bei der Podiumsdiskussion mit den OB-KandidatInnen neben dem Thema “Fluglärm” eine zentrale Rolle.

Weitere Mögllichkeiten, den OB-KandidatInnen Fragen zum “Campus Bockenheim” zu stellen und Antworten zum gemeinsamen Brief an die OB-KandidatInnen anzumahnen (s.u.), sind:

21.02.2012, 19.00 Uhr, FR-Depot am Südbahnhof

24.02.2012, 19.00 Uhr, Haus am Dom, Großer Saal, Domplatz 3

29.02.2012, Einlass 18.30h, Beginn 19.00h, Cineplex am Rossmarkt, (eingeladen sind nur die OB-Kandidaten von CDU/SPD/Grüne)

Am Donnerstag, dem 23. Februar, 19 Uhr will der Aktionskreis: Wir Bockenheiemer bleiben hier” im Stadtteilbüro (Leipziger Staße) über Aktivitäten zum Mietspiegel beraten.

Es gibt viel zu tun, Unterstützung ist nötig, Rückmeldungen sind willkommen. Herzliche Grüße, Angelika Wahl (Ratschlag Campus Bockenheim)

Aus dem “Offenen Brief an die KandidatInnen für die Oberbürgermeister-Wahl”
von
Offenes Haus der Kulturen e.V., Ratschlag Campus Bockenheim, Zukunft Bockenheim:

“Die Umwandlung des ehemaligen Universitätscampus Bockenheim zu einem “Kulturquartier” gilt als derzeit größtes städtebauliche Projekt Frankfurts und wird die Zukunft der Stadt für die nächsten Jahrzehnte maßgeblich bestimmen.
Wir halten einen Städtebau-Mix aus Wohnen, Kultur und gewerblicher Nutzung für Nahversorgung, Einrichtungen für Kinder, Jugendliche, Senioren für richtig.
Nach dem bisherigen Planungsstand sollen auf dem Campus Bockenheim rund 1500 Wohnungen entstehen, darunter zu einem Drittel Eigentumswohnungen. Der Bauherr – die ABG Holding – geht bisher von einer Kostenmiete von 11,50
Euro/qm aus. Diese Miete wird für den großen Teil von Mietern, die zur Zeit´auf dem Bockenheimer Wohnungsmarkt nach Wohnungen suchen (z.B. Familien, Rentner und Bewohner, die aus der Förderung herausfallen), immer wesentlich zu hoch sein.

Welche Maßnahmen können Sie sich vorstellen, um diese Mieten in Richtung der stadtweiten Durchschnittsmiete von 7,48 Euro zu bringen? Wie stehen Sie grundsätzlich zum Bau von Eigentumswohnungen durch eine städtische Wohnungsbaugesellschaft wie die ABG Holding?
Welche Instrumente könnten der fortschreitenden Gentrifizierung entgegenwirken?

Die Bauten von Ferdinand Kramer, der von den Nazis ins Exil getrieben wurde und der von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer zum Aufbau der Universität nach Frankfurt zurückgeholt wurde, sind als identitätsstiftende Bauten sehr
wichtig für unsere Stadt. Wir fordern daher Ihren Erhalt und eine soziale und gesellschaftliche Nutzung, die dem Geist dieser Häuser entspricht.Es gibt einen breiten, mittlerweile nicht mehr in Frage gestellten Konsens für den Erhalt des denkmalgeschützten Studierendenhauses. Das dort untergebrachte Studentenwohnheim mit 80 Plätzen soll ebenso Teil des Hauses bleiben wie die Uni-Kita. In den anderen Räumlichkeiten könnte ein selbstverwaltetes “Offenes Haus der Kulturen” die bisherige Tradition als
Freiraum für demokratische Initiativen und Gruppen der freien Künstler-Szene fortsetzen.

Wie stehen Sie zum Erhalt dieser Bestandsbauten?
Wie stehen Sie zur Sanierung und Umnutzung des Philosophicums für genossenschaftliches und gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten, das Wohnen
für untere und mittlere Einkommen, studentisches Wohnen und Ateliers ermöglichen soll?
Sind Sie für den Erhalt des Studentenwohnheims an der Bockenheimer Landstraße?
Wie stehen Sie zu den Plänen, das Studierendenhaus zum “Offenen Haus der Kulturen” weiter zu entwickeln?

Bockenheim gehört bereits jetzt zu den klimatisch hoch belasteten Stadtteilen. Wir begrüßen Maßnahmen zur Energieeffizienz bei den zu erhaltenden Bestandsbauten und bei Neubauten.
Darüber hinaus könnte durch den Rückbau (zum Beispiel der
Senckenberg-Anlage) und die Schließung von Straßen (zum Beispiel der Bockenheimer Landstraße im Bereich der Warte) das Anwachsen von motorisiertem Individualverkehr und die Lärm- und Schadstoffbelastung eingedämmt werden. Bodenentsiegelung wäre möglich, weitere Grünflächen
könnten geschaffen werden.

Welche konkreten Vorschläge zur Verbesserung des Mikroklimas haben Sie entwickelt?

Die Stadtverordnetenversammlung begrüßte, dass der größte Teil des Campus Bockenheim im August 2011 durch den stadteigenen Wohnungsbaukonzern ABG Holding erworben wurde und dadurch ein neues Quartier in Regie der Stadt Frankfurt entstehen kann. Bisher steht jedoch auch die Option im Raum, Teile der Grundstücke für Kultur, Gewerbe und Büros gewinnbringend an private Investoren zu verkaufen. Das schließt anscheinend die Gebäude der im
Kulturforum zusammengeschlossenen Institutionen ein.

Was halten Sie von diesen Privatisierungs-Absichten und welche Alternativen sind für Sie denkbar?


Das Schweigen der Sirenen

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Franz Kafka
Um sich vor den Sirenen zu bewahren, stopfte sich Odysseus Wachs in die Ohren und ließ sich am Mast festschmieden. Ähnliches hätten natürlich seit jeher alle Reisenden tun können, außer denen, welche die Sirenen schon aus der Ferne verlockten, aber es war in der ganzen Welt bekannt, daß dies unmöglich helfen konnte. Der Sang der Sirenen durchdrang alles, und die Leidenschaft der Verführten hätte mehr als Ketten und Mast gesprengt. Daran aber dachte Odysseus nicht, obwohl er davon vielleicht gehört hatte. Er vertraute vollständig der Handvoll Wachs und dem Gebinde Ketten und in unschuldiger Freude über seine Mittelchen fuhr er den Sirenen entgegen.

Nun haben aber die Sirenen eine noch schrecklichere Waffe als den Gesang, nämlich ihr Schweigen. Es ist zwar nicht geschehen, aber vielleicht denkbar, daß sich jemand vor ihrem Gesang gerettet hätte, vor ihrem Schweigen gewiß nicht. Dem Gefühl, aus eigener Kraft sie besiegt zu haben, der daraus folgenden alles fortreißenden Überhebung kann nichts Irdisches widerstehen.

Und tatsächlich sangen, als Odysseus kam, die gewaltigen Sängerinnen nicht, sei es, daß sie glaubten, diesem Gegner könne nur noch das Schweigen beikommen, sei es, daß der Anblick der Glückseligkeit im Gesicht des Odysseus, der an nichts anderes als an Wachs und Ketten dachte, sie allen Gesang vergessen ließ.

Odysseus aber, um es so auszudrücken, hörte ihr Schweigen nicht, er glaubte, sie sängen, und nur er sei behütet, es zu hören. Flüchtig sah er zuerst die Wendungen ihrer Hälse, das tiefe Atmen, die tränenvollen Augen, den halb geöffneten Mund, glaubte aber, dies gehöre zu den Arien, die ungehört um ihn verklangen. Bald aber glitt alles an seinen in die Ferne gerichteten Blicken ab, die Sirenen verschwanden förmlich vor seiner Entschlossenheit, und gerade als er ihnen am nächsten war, wußte er nichts mehr von ihnen.

Sie aber – schöner als jemals – streckten und drehten sich, ließen das schaurige Haar offen im Winde wehen und spannten die Krallen frei auf den Felsen. Sie wollten nicht mehr verführen, nur noch den Abglanz vom großen Augenpaar des Odysseus wollten sie so lange als möglich erhaschen.

Hätten die Sirenen Bewußtsein, sie wären damals vernichtet worden. So aber blieben sie, nur Odysseus ist ihnen entgangen.


ABG verweigert die Offenlegung des Kaufvertrages zum Campus Bockenheim

Da liegt das Wort “Skandal” in der Luft: Gestern tagte im Römer der Akteneinsichtsausschuss zum Campus Bockenheim. Die ABG Frankfurt Holding GmbH hat sich schriftlich geweigert, den Kaufvertrag zum Campus Bockenheim den Stadtverordneten zur Kenntnis zu geben. Sie sei eine privatrechtliche Gesellschaft, die dem Stadtparlament nicht zur Auskunft verpflichtet sei. „Eine städtische Wohnungsbaugesellschaft muss gerade [...]

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Innovationsschub in der Energiewende: der nukleare SUV kommt!

Zuweilen dauert es sogar bei technischen Ideen etwas länger, bis der utopische Gehalt überragender Einfälle zum Durchbruch kommt. Wir alle wissen, dass die amerikanische Automobilindustrie in den 50er und 60er Jahren Eindrucksvolles geleistet hat, z. B. die legendären “Muscle-Cars“, die 2 Personen 100 Kilometer weit schon mit lächerlichen 30 Litern Benzin transportieren konnten.
In Deutschland wurden [...]

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one-lined short story

Wenn es Freunde sind, kommen sie wieder, wenn nicht, kommen sie auch wieder, und wenn sie nicht wiederkommen, können es immer noch Freunde sein.

adieu

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Future starts so slow (für Apollinaire)


1.
Überstehe die eisigen Zeiten!
Ist ihre linke oder ihre rechte Gehirnhälfte stärker in welche
Richtung dreht sich die Ballerina?
Links Rechts
Klicke zuerst auf deine Sternzeichen
Anpassung KALKULIEREN!

Schließlich bist Du dieser alten Welt müde.
Hirte, o Eiffelturm, die Herde der Brücken blökt heute morgen.
Du hast es satt, in der griechischen und römischen Antike zu leben.
Hier sehen sogar die Autos aus, als wären sie uralt.
Die Religion allein ist völlig neu geblieben, die Religion

Ist einfach geblieben wie die Hallen am Flugplatz.
Ich habe heute morgen eine nette Straße gesehen – ihren Namen ver-
Neu und sauber, der Sonne heller Trompetenstoß war sie.

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Planung der Planungswerkstätten Bockenheim

Liebe Bockenheim Interessierte,
etwas lang, aber nötig, folgende Informationen an Euch. Die Bürgerinitiativen planen ihre Aktivitäten zu den Planungswerkstätten gemeinsam und jeder der möchte kann mitwirken. Siehe Informationen unten.
Die ersten Planungswerkstätten finden an diesem Wochenende Freitag und Samstag unter dem Motto „Erkundung“ statt. Die Motti der beiden nächsten Planungswerkstätten im [...]

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Glückseligkeit auf Augenhöhe

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“Wenn irgend jemand auf irgend einer Scheiße sitzt, die Du haben willst, mach ihn Dir zum Feind. Das rechtfertigt dann, dass Du es Dir nimmst.”

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Freie Ponies für alle!

Wenn ich als Präsident gewählt werde – bekommt jeder Amerikaner ein Pony.

So lautet wortwörtlich das Programm des US-Präsident-Kandidaten Vermin Supreme. Der enigmatische Kandidat, der immer einen Schuh oder Gummistiefel auf dem Kopf trägt, steht zu seinem Programm.

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Das neueste “Bild-Girl”

Zur Klarstellung:

- Der folgende Artikel ist Satire.

- Der Artikel hat auch keinerlei journalistischen Wert oder Informationsgehalt.

- Wenn im folgenden Artikel von Viviane Cismak als „Sau“ gesprochen wird, meint dies nur die sprichwörtliche Bedeutung von der „Sau die durchs Dorf getrieben wird“ und soll keine Herabsetzung ihrer Person darstellen

- Um die Persönlichkeitsrechte der Frau Cismak nicht zu verletzen, wurden alle Bilder verfremdet

- Bei der Verfremdung der Bilder wurde auf künstlerisch freie Gestaltung Wert gelegt. Bezüge zur tatsächlichen Person Viviane Cismak bestehen nicht.

- Bei der Bildgestaltung wurden vielmehr gezielt Bezüge zu den kunstvollen Verfremdungen an Wahlplakaten, die man in Wahlkampfzeiten im Stadtbild des öfteren sieht, genommen

- Assoziationen, die eventuell als unschmeichelhaft empfunden werden, entsprechen nur dem Empfinden des Autors und sagen damit mehr über die kaputte Gedankenwelt des Florian K., als über die Person der Viviane Cismak aus

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Idealer Job für Langzeitarbeitslose: Bundespräsident

…Nichtsdestotrotz möchte ich Ihnen einen Leserbrief von Hans-Joachim Viehl (ehrenamtliches Magistratsmitglied der Stadt Frankfurt am Main, Mitglied in der Partei Die Linke.) zum Lesen anempfehlen. Viehls Leserbrief vom 8. Januar 2012, der an die Frankfurter Rundschau und an die Frankfurter Neue Presse geschickt wurde, schildert das Bundespräsidentenamt aus einer besonderen, satirisch-aktuellen Perspektive…

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Wulff ist kein possierliches Eis

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Wulff kaut. Er lernt werktags. Er ist kein Museum. Er friert. Er weint
links.
Wulff ist nicht standfest. Er kritisiert vehement den zweigeteilten
Konrad. Er glitzert. Er erduldet abends einen unscheinbaren Werktag. Er urteilt.
Er regiert nebenbei. Er schweigt. Er reift werktags. Er schneidet nebenbei eine
Giraffe. Er erkennt samstags ein sonderbares Kombinat. Er schlummert seitlich.
Er erntet die kurze Sabrina. Er ist kein rechtzeitiges Niveau. Er stoppt oft. Er
suspendiert vielleicht den Peter. Er segelt.

Wulff irritiert ein Drama. Er saniert seitlich die Gisela. Er vermengt
daheim eine Funktion. Er ist ein Tumult. Er signiert die Cassandra. Er wartet
nirgends. Er beliefert einmal die fremdartige Stefanie. Er tagt. Er erinnert
eine einheitliche Schminke. Er saugt oft. Er blutet meistens. Er ist ein Pack.
Er erpresst freitags einen Schreck. Er splittert gerne. Er summt heute.

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Erklärung der Finanzkrise endlich gelungen: Kurzfinger sind es!

In Frankfurt gilt es fast schon als Gemeinplatz, dass die Finanzmaschine die Welt am Laufen hält, oder gut: zumindest ihr dauerndes Rotieren schmiert. Das Drehen ist wichtig, für die Welt wie die Finanzen, in der Wirtschaft spricht man dabei von „Turn Over“. Um so schneller der Umschlag (eben „Turn Over“) des eingesetzten Kapitals, desto größer der Ertrag oder Profit in einem Zeitraum. Auf die Zeit kommt es an wie auf den Profit: sie machen heute das Leben rund um die Welt aus.

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Die Hürde des Samtes

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Jetzt hat er uns an Weihnachten noch so lieb gegrüßt, umgeben von Kinderlein, die ihn andächtig anstarrten und verdienten Mitbürgern mit Migrationshintergund, die immer dann ins Bild gerückt wurden, wenn es zur Rede passte und nun passiert ausgerechnet SOWAS:

Die sonst so autoritätsgläubigen Deutschen proben den (medialen) Aufstand und sogar die Wirte des Landes wollen Präsiwulff nicht mehr so recht die (Fahnen-) Stange halten.

Es ist zwar nicht so, dass der Gürtel des Mannes bei einem offiziellen Anlass gerutscht wäre, aber er muss nun doch aufpassen, dass er von seinen geschätzten Mitbürgern nicht als Bürde des Landes empfunden würde.
Manch einem scheint es gar, er würde des Amtes überdrüssig.

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Qualitativ hochwertiger feministischer Rap aus der BRD

Feministischer Rap.

Nice obwohl schon älter. Gerade wiederentdeckt.

*Triggerfinger verbeißt sich in “Gefällt-mir-Button”*

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ABG Frankfurt Holding – eine gegreente, Co-2 neutrale städtische Tarnfirma

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Redebeitrag auf der Demo vom 17.12. ›Occupy Wohnraum, Häuser Plätze‹ in Frankfurt

“Wir stehen hier vor einer waschechten Tarnfirma. Die meisten halten sie für eine gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft, für die nicht der Profit im Vordergrund steht, sondern der gemeinnützige Auftrag, billige, bezahlbare Wohnungen zu bauen und zu verwalten, damit diese Stadt nicht gleich Bankern, Investoren, an die Business Class übergeben wird, mit ein bischen kreativem-prostitutivem Kapital als Dekors drum herum.
Die darin auftretenden Strohmänner für einen angeblich gemeinnützigen Zweck machen genau das Gegenteil: Der überwiegende Teil ihr Geschäftsvolumens besteht darin, im so genannten Markt mitzumischen. Sie bauen Eigentumswohnungen, sie vermieten Wohnungen zu marktüblichen, also für die meisten nicht zu bezahlenden Preisen. Es ist ein stinknormaler Immobilienverwertungskonzern mit einem gefakten blauen Engel, mit einer irreführenden Vita, mit einem verlogenen sozialen Touch.

An diesem gefakten sozialen Image arbeiten viele, die Konzernmitarbeiter wie die RepräsentantInnen dieser Stadt. So lobte die Oberbürgermeisterin Petra Roth/CDU, die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der ABG FRANKFURT HOLDING ist, diesen stadteigenen Schwindel über den grünen Klee: »Die ABG ist nicht nur ein kerngesundes Immobilienunternehmen. Sie erwirtschaftet auch eine hohe soziale Rendite für die Stadt Frankfurt und ihre Bürgerinnen und Bürger« (Bilanzpressekonferenz am 22. Juni 2011 in Frankfurt)

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Die Zukunft des Systems- was das Orakel sagt

Die Zeit zwischen den Jahren ist eine Zeit der Orakel und Wahrsagungen. Es werden Jahreshoroskope für das nächste Jahr gelesen und manch Einer lässt sich die Zukunft von geschmolzenem Blei vorhersagen.

Ich habe 6 Mal drei Münzen geworfen und dem uralten I Ging folgende Frage gestellt:

„Wie soll es mit dem kapitalistischen System weitergehen?“

Als Antwort erhielt ich

Die Umwälzung

革 gé / Die Umwälzung
Die Umwälzung.
Am eigenen Tag da findest Du Glauben.
Erhabenes Gelingen, fördernd durch Beharrlichkeit.
Die Reue schwindet.

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“Fünf vor Zwölf” Occupy Frankfurt Silvesterdemo & Party

Es ist fünf vor zwölf in Europa…und auf der Welt!
Die krisengeschüttelte Finanz- und Realwirtschaft, neue Terrorgesetze in den USA, massiver Demokratieverlust in den Ländern der Euro-Zone…ES IST FÜNF VOR ZWÖLF!!
Am Silvestertag wollen wir diesen Umstand zusammen mit Euch noch einmal besonders adressieren und im Anschluss bei uns im Camp das Protestjahr 2011 verabschieden und das [...]

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Willkommen im Europaviertel

Redebeitrag der “Stadtteilinitiative Koblenzer Straße” (Frankfurt-Gallus) zur WemgehoertdieStadt/Occupy Demo am 17. Dezember 2011

Es geht uns heute um die Dynamik der Vertreibung.
Vertreibung von dort wo man nicht weggehen will.
Vertreibung von dort wo man nicht hin will.
Die Ordnungsgeschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Vertreibungen. Und wir sind lange noch nicht in dem Paradies angekommen, in dem Vertreibung nicht mehr möglich ist und nicht mehr möglich sein wird.
Auch die Geschichte des Gallus ist eine Geschichte der Vertreibungen. Und indem die Bankentürme, die Hotels und Prachtstraßen des Europaviertels immer näher kommen, wirkt diese Geschichte nun über die letzten Jahre, ästhetisch wie materiell, extrem zugespitzt.
Wir dürfen darüber aber nicht vergessen, dass die Geschichte des Gallus – vielleicht mehr als die der meisten anderen Stadtteile in Frankfurt – immer schon eine Geschichte der Vertreibung von der Peripherie in die Stadt war. Die Vertreibung in das Arbeiterviertel der Großindustrie von Adlerwerke, Höchst bis Braun. Es ist die Geschichte derjenigen, die sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft hier niedergelassen haben. Die Arbeitsmigranten und Migrantinnen, die das Gallus bis heute so geprägt haben und weiter prägen bis sie jetzt nach und nach aus dieser ihrer heutigen Heimat vertrieben werden. Wohin? Sicher nicht in die schicken neuen Europaviertelwohnungen oder sonst irgendwohin in einer unbezahlbaren Innenstadt.

Europaviertel - das Gallus kann man von hier aus fast nicht mehr sehen
Europaviertel – das Gallus kann man von hier aus fast nicht mehr sehen

In den letzten Jahren verdichtet sich die Geschichte des Stadtteils auf einmal extrem. Es ist die bekannte Beschleunigung der Stadtteilentwicklung, bei der, in nur kurzer Zeit, auf die Studenten, Künstler und die prekären Scheinselbstständigen die Penthouses des Europaviertel folgen.

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S-Bahn – nur noch Freude unter der Erde!

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Daheim!

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend -
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

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Rede von Angelika Wahl vor der AGB Holding am 17.12.(”Stadt für alle”)

Wir stehen hier vor dem Firmensitz der ABG Holding, die – wie bei anderen Veranstaltungen zur ABG Holding – wahrscheinlich einen Mitarbeiter unter uns plaziert hat und ggf. für juristische Reaktionen sorgt
Der städtische Wohnungsbau-Konzern ABH Holding besitzt 30 000 sogenannte “Vermietungseinheiten” wie Parkhäuser, Bürgerhäuser, Gewerberäume und ca 50 000 Wohnungen für annähernd ein Viertel der Frankfurter Bevölkerung, zu ihrem Konzern gehören alle kommunalen Wohnungsbaugesellschaften.
Während die Einwohnerzahl Frankfurts zunimmt, ist die Zahl der ABG Wohnungen 2010 um 939 gegenüber 2001 gesunken, ob durch Abriss oder Verkauf bleibt dahingestellt. Zum Konzern gehören alle kommunalen Wohnungsbaugesellschaften in Frankfurt, im Aufsichtsrat sitzen von der CDU u.a Petra Roth , Uwe Becker, Volker Stein, Edwin Schwarz, von den Grünen Stefan Majer, Olaf Cunitz einträchtig zusammen.
In ca 32 000 der ABG-Wohnungen müssen Mieten ähnlich wie bei privaten Eigentümern gezahlt werden, für Neubau-Wohnungen verlangt die ABG Holding zwischen 11 und 13 Euro, und das unter dem Motto “Wohnungen für alle”.

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Gleichenstein 2: Die Erle der Enthauptung

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(Das erste Kapitel lesen Sie hier)
“Aber Gräfin, Sie übertreiben. Ihr Sohn wird wissen, dass Sie bei mir sind und ihnen ein kleines Ständchen bringen wollen. Schließlich geht es auf Weihnachten zu.”
“Ein Ständchen?” Die Gräfin lachte kurz auf, ein bitteres Lachen, in das die sprechenden Hermeline ihres Mantels einstimmten, denn selten genug ergab sich für einen Hermelin die Gelegenheit, in ein bitteres Lachen auszubrechen. Also lachten sie herzlich und bitter mit der Gräfin, indes sich aber in ihr Lachen auch eine ganz eigene eigene Bitterkeit hineinschlich, dadurch bedingt, dass ihnen das bittere Lachen eben allzu selten vergönnt war und bald übertraf im weiteren Verlauf des Hermelinlachens dessen Bitterkeit die Bitterkeit des gräflichen Lachens bis die Gräfin rief. “Genug! Haben Sie nicht gehört, Gleichenstein? Heute morgen ist er aus der Heilanstalt entflohen, die Nachricht erreichte mich durch eine verletzte Brieftaube in der Kutsche, die mich zu ihnen führte…Wer weiß, was er ihr angetan hat, um zu verhindern, dass mich die Nachricht erreicht.”
Von und zu Gleichenstein nahm einen Vorderlader von der Wand und prüfte den Verschluß. “Nun ja, die Heilanstalt, Frau Gräfin. Das spricht nicht unbedingt gegen ihren Sohn. Einige meiner besten Freunde sind in der Heilanstalt, ich war selbst auch schon dort, alles sehr nette Leute…. hervorragende Wachtelleberpastete, die Mitternachtssonne …vielleicht wurde ihr Sohn einfach als verblüffend vorzeitig geheilt entlassen und wollte sie überraschen.”

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S-Bahn

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Organische Krise des Finanzmarkt-Kapitalismus: Szenarien, Konflikte, konkurrierende Projekte

Im Rahmen der Diskussion um mögliche Szenarien und ihre Aussagekraft, die sich an einem Papier von Occupy:Frankfurt herstellte, möchten wir ein alternatives Set von Thesen dokumentieren, das über die Rede von Schulden-Staaten und Investitionsneigungen hinausgeht. Sie entwickeln ein Ensemble möglicher Fluchtlinien aus der Krise, ihren Dimensionen, Konflikten und politischen Szenarien.
Das Papier wurde im Institut für [...]

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“Laßt uns über unsere Zukunft reden. Jetzt!” Ein offener Brief an Occupy Frankfurt

Wir haben Euer Papier “Laßt uns über unsere Zukunft reden!” wie andere Medien auch sofort auf unserer Site “Frankfurter Gemeine Zeitung” dokumentiert, weil das “occupy Frankfurt”- Label dranklebt.
Ich habe es heute zum ersten Mal gelesen und bin, wie soll ich sagen, a little shocked. Und zwar weil es sich um eine konventionell wirtschaftswissenschafliche Lesart des Themas handelt. Euer Text ist “Wirtschaftswissenschaft for Dummies”, ein Schnellkurs mit Grafiken, Literaturverweisen, mitgedachtem Powerpoint. Der Begleittext behauptet: “Ein zentrales Problem der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist die Komplexität der Sachverhalte und die generelle Unkenntnis über deren Zusammenhänge. ” Und Ihr verheißt dem “einfachen Bürger” wie dem “Bundestagsabgeordneten“, der nie so genau weiß, worüber er abstimmt, eine “Übersicht über Lösungsansätze, sowie die Zukunftswahrscheinlichkeit der Eurokrise und eine Analyse des Europäischen Bankensystems“. Das ist gut paternalistisch-aufklärerisch a la 18. Jahrhundert formuliert, oder im Newsspeak: “alles, was ist, ist nur ein Kommunikationsproblem” und wenn wir mehr von Betriebswirtschaft verstünden, wüßten alle, was zu tun ist. Erklär dem prekären Zelter vor der EZB und dem hochbezahlten Banker in der EZB die “Eurokrise” und sie werden erkennen, dass sie beide in EINEM Zelt sitzen.
Ihr fordert am Ende ultimativ: “Fange an Fragen zu stellen!” und das tue ich jetzt. Euer Paper fängt damit an, “die wirtschaftliche und finanzpolitische Situation der Eurokrise objektiv darstellen” zu wollen. Wieso?

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Frankfurter GRÜNE unterstützen Strafanzeigen gegen Hausbesetzer

Mit den Stimmen von Bündnis 90/die Grünen, CDU, FDP, Freie Wähler gegen die Stimmen von SPD und Linke wurde im “Ausschuss für Recht, Sicherheit und Verwaltung” am 12. Dezember der nachfolgende Antrag abgelehnt.
Der Antrag wird mit einer Ergänzung in der Stadtverordnetenversammlung, Donnerstag, 15. Dezember, 16 Uhr erneut gestellt. Zugang zu dieser Plenarsitzung [...]

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Demonstration für Wohnraum und Stadt für alle am Samstag

Demonstration für Wohnraum und Stadt für alle am 17.12.2011, 12 Uhr Rathenauplatz
Die Lebens- und Wohnsituation hat sich in Frankfurt in den letzten Jahren massiv verschärft.  Der Soziale Wohnungsbau ist in den letzten 10 Jahren um ca. 9.000 Wohnungen zurückgegangen.
Der Mietspiegel, ehemals ein Instrument, um Mieter_innen vor zu hohen Mieten zu [...]

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Occupy:Frankfurt bietet Szenarioanalyse der Eurokrise

Occupy:Frankfurt ist Teil einer globalen Bewegung, die sich gegen die Macht der Finanzmärkte und Banken richtet. Ausgehend von den Protesten an der New Yorker Wall Street ist auch die Bankenstadt Frankfurt ein zentraler Ort für friedliche Demonstrationen.
Ein zentrales Problem der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist die Komplexität der Sachverhalte und die generelle Unkenntnis über deren Zusammenhänge. Das [...]

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Occupy:Frankfurt verurteilt den versuchten Anschlag auf Josef Ackermann

Occupy:Frankfurt ist Teil einer globalen Bewegung, die sich gegen die Macht der
Finanzmärkte und Banken richtet. Ausgehend von den Protesten an der New
Yorker Wall Street ist auch die Bankenstadt Frankfurt ein zentraler Ort für
friedliche Demonstrationen.
Nach Angaben des Hessischen Landeskriminalamtes kam es gestern zu einem
versuchten Briefbombenanschlag auf Josef Ackermann, den Vorstandsvorsitzenden
der Deutschen Bank. Die Untersuchungen dauern derzeit [...]

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Demo am 10.12.: “Menschenrechte haben keinen Preis”

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Kongreß: „Wem gehört Frankfurt?“

Aufruf zur aktiven Beteiligung am Aktionistischen Kongress

„Wem gehört Frankfurt?“

am 16.-18. März 2012
in den Räumen des Studierendenhauses
koordiniert aus dem Netzwerk „Wem gehört die Stadt?

Begründung
Steigende Mieten als Folge des neuen Mietspiegels, Flughafenausbau und Fluglärm, Großprojekte wie EZB-Umzug, Europaviertel und Kulturcampus, Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse in Bockenheim, Innenstadt, Ostend, Gallus und anderswo, teilweise unter Beteiligung öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften … Entwicklungen in der Global City Frankfurt, die im Kontext der globalen Finanz- und Wirtschafskrise betrachtet werden müssen, die mittels „Bankenrettung“ zur Schuldenkrise öffentlicher Haushalte gemacht wurde. Es ist an der Zeit die Frage „Wem gehört Frankfurt?“ erneut anzugehen. Der Aktionistische Kongress bringt Gruppen, Initiativen und Individuen zusammen, um die genannten und andere Entwicklungen in Frankfurt und Rhein-Main zu analysieren, zu diskutieren, zu kritisieren und um sich zu organisieren.

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Light

Text:

Händedruck
Тяжесть рук
Time is just a freaky spook.
僕の背中に
trage Tage, days и дни.
Спотыкаюсь я о пни
Of my daily harmony.

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Rap-Herausforderung: Nerdy white kid KILLS “look at me now”

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Wohnraum für alle

Occupy Wohnraum, Häuser, Plätze – die Stadt gehört allen

Kommt zur Demo am 17.12.2011 um 12:00 am Rathenauplatz

In den letzten 10 Jahren folgte die Politik der Stadt Frankfurt der Idee der “Global City”. Das neue Westhafenviertel und andere Projekte wurden gemäß dieser Idee konzipiert und gebaut. Im Vordergrund stehen dabei neue Büro- und Gewerbeflächen, d.h. Frankfurt als Finanz- und Dienstleistungsstandort, nicht als Wohnort. Das große Stadtumbauprojekt von 1999 z.B. sah in der Innenstadt ca. 18.000 neue gewerbliche Arbeitsplätze vor, aber nur ca. 7000 neue Wohnungen. Zudem dient der Wohnraum, der währenddessen in der Frankfurter Innenstadt entstanden ist, nur den Besserverdienenden. Ca. 70.000 Zu- und Wegzüge gibt es jährlich in Frankfurt. Viele dieser kurzfristig in Frankfurt lebenden City Hopper sind Projektentwickler_innen, Berater_innen und andere Dienstleister_innen mit befristeten Verträgen, deren Mieten die Unternehmen zahlen. Kurzfristige Mietverträge und finanzstarke Unternehmen als “Sponsoren” hoher Mieten haben dazu geführt, dass Wohnen in bestimmten Bereichen der Innenstadt für Normalbewohner_innen unbezahlbar geworden ist.

Netzwerk “Wem gehört die Stadt ?”

Occupy: Frankfurt

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Das Kind im Putzroboter

Was kam zuerst: das Web, der Roboter oder der Geist?

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Empört Euch! Aber wie? Aufgewacht und (wo?) mitgemacht!

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Occupy Frankfurt darf weiter campen!

Die Erlaubnis für das Camp vor der EZB war nur bis zum 26. November gültig. Faktisch befand sich das Zeltlager im Bankenviertel deshalb in einer illegalen Schwebe. Aber so eng sah es auch das Frankfurter Ordnungsamt nicht, holte Occupy wieder runter in die Legalität und verlängerte die Campiererlaubnis bis zum 10. Dezember.
Bei der zunehmenden Kälte [...]

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2. Dez: Demo zu den Frankfurter Hausbesetzungen

Demonstration am 2. Dezember 2011 zum zweiten Jahrestag der Casino-Räumung.
Treffpunkt 18:00 Uhr Cafe Koz/ Campus Bockenheim/ Frankfurt
Häuser besetzen bleibt legitim und notwendig!
Am 2. Dezember 2011 jährt sich die polizeiliche Räumung des zuvor besetzten Casino-Gebäudes zum zweiten Mal. Wir wollen diesen Jahrestag zum Anlass nehmen, um uns mittels einer Demonstration mit den verschiedensten [...]

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Papst Benedikt und Pierre Vogel im Vergleich

Pierre Vogel und Papst Benedikt im direkten Vergleich? Wie das wohl ausgeht? Einfach “weiterlesen” klicken…

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皿皿皿 (高橋新吉). Teller. Ein Gedicht von Takahashi Shinkichi. (1921)

Übersetzungen:

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Occupy Frankfurt – Good (Guys) and Bad Banks? – II

Das Problem ist nicht, einen genehmigten Ort des Protestes zu finden, sondern den genehmigten Ort des Protestes zu verlassen!
Wir alle stehen vor einem gordischen Knoten: Wenn die Unzufriedenen störungsfrei ihren Unmut auf die Straße tragen, kommen viele. Wenn wir diejenigen stören wollen, die für diese Unzufriedenheit verantwortlich sind, dann sind wir nicht genug (Zahltag-Initiativen) oder zu wenige (Die Überflüssigen). Der Masterplan, diesen gordischen Knoten zu durchschlagen, ist noch nicht gefunden.
Nun wird immer wieder gesagt, die ›Bewegung‹ sei jung, brauche Zeit, müsse sich finden und formulieren, um aus der Repräsentanz der Unzufriedenheit eine Bewegung der Unzufriedenen zu machen. Wer ihr das Fehlen von Zielen und Konsequenzen vorhalte, ersticke die Bewegung im Keim. Diese Mahnung zur Geduld ist sympathisch … und irreführend. Denn die Zweifel an Occupy Frankfurt kommen nicht vom Hochsitz der wahren Erkenntnis, sondern aus zurückliegenden Erfahrungen.
occupy-wall-street-protesters-gets-creative Wie will man die Macht der Banken, der Finanzwirtschaft brechen, außer in Beschwörungen und Worten? Wie will man verhindern, dass die Krise der Ein-Prozent-Elite auf die 99 Prozent abgewälzt werden? Will man einen guten, also gezügelten Kapitalismus, der auch für das letzte Drittel genug übrig lässt?

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Kriegskunst

“Also gewinnen doch immer Gewehre gegen Schwerter.” schrieb mir meine Liebste, und ich staunte, über die Weisheit in dem was sie da sprach. Nicht, weil sie nicht weise wäre, sondern ob der Wahrheit Ihrer Worte. Die Ehrlichkeit beherrscht sie nämlich meisterlich!
Kriegskunst beinhaltet mehrerlei: Reichweite (wie nah Dir jemand sein muss, um Dich verletzen zu können), [...]

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Los geht´s: “Dialogischer Planungsprozess Kulturcampus Frankfurt”

flyerAfterwork - Planungswerkstaätten

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Streiflicher Indien – Talentierter Mittelstand im TV

Alle Welt redet über den aufstrebenden Mittelstand Indiens, der sich wettbewerbslüstern gibt und den vielen Bedrohungen der Globalisierungsverlierer hier und dort trotzt.

In Indien wird in allen Kanälen weiter appelliert mitzumachen, und die Botschaften natürlich – wie hier – direkt in Video übersetzt. Eine kleine Kostprobe südasiatischer Talentsuche geht gerade durchs Web, schaut euch die wirklich einträgliche Erfolgsmasche in Ruhe an.

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Occupy Frankfurt – Good (Guys) and Bad Banks?

Kaum jemand kannte die Gruppe Occupy Frankfurt, die für den 15. Oktober 2011 zu einer Demonstration vor der Europäischen Zentralbank/EZB aufgerufen hatte. Den wenigsten waren Inhalte und Forderungen bekannt.

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Unwort des Jahres 2011: “Armutsgefährdet”

Liebe Leser,
mein Unwort des Jahres steht für dieses Jahr fest und lautet:
Armutsgefährdet
Die Menschen, die arm sind, als »armutsgefährdet« zu bezeichnen ist nicht nur falsch, sondern üble Meinungsmache und blanker Hohn. Bester Neusprech ist es hier, die Armut durch solche Ausdrücke wie »armutsgefährdet« zu relativieren. Es gibt schließlich eine große Armut in Deutschland. Das wegzureden ist [...]

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Eine ästhetische Analyse von “KulturCampusFrankfurt” anhand einiger Elemente dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks. Teil 2: Web.

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Eine ästhetische Analyse von “KulturCampusFrankfurt” anhand einiger Elemente dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks. Teil 1: Print.

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Entwicklung eines jeden Kunstwerks braucht seine Zeit. Goethe schrieb an seinem Faust sein Leben lang. Kurt Schwitters arbeitete an seinen MERZ-Bauten ebenso bis zu seinen letzten Tagen. KulturCampusFrankfurt, ein multimedielles Kunstprojekt der Stadt Frankfurt, mit freundlichen Unterstützung des Mäzens ABG Frankfurt Holding, geht auch voran: die Stadt ist noch da, und ABG Holding ebenso.

Des Weiteren ist es wichtig, anhand einiger Beispiele die Einzigartigkeit dieses Projektes zu betonen – heute nehmen wir unter die Lupe die symbolische SelbstDarstellung als Print sowie gesellschaftliche SelbstDarstellung als Web.

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Erwartungen an “Planungswerkstätten” für den Campus Bockenheim

Die Bockenheimer Bürgerinitiativen Offenes Haus der Kulturen und Ratschlag Campus Bockenheim erwarten bei einer demokratischen Beteiligung der BürgerInnen an der Planung für den Campus Bockenheim:

Transparenz

Der Kaufvertrag zwischen Land Hessen und AGB Holding betrifft öffentliches Eigentum. Er muss offengelegt werden, um die Grundlagen des Planungsprozesses für alle beteiligten Akteure im gleichen Maße transparent zu machen.

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Occupy-Camp in New York verboten

Nachdem gestern Nacht der Zuccotti Park gestern geräumt wurde, erlaubten die Polizeieinheiten inzwischen wieder, den Platz zu betreten. Mit wesentlichen Einschränkungen, die den Vorstellungen des New Yorker Bürgermeisters Bloomberg, gleichzeitig Besitzer eines weltweit agierenden Finanz- und Medienkonzerns, sehr nahe kommen.
Ein Gericht hatte zuvor entschieden, das weitere Campen auf dem Platz nicht mehr zu erlauben. Deswegen [...]

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Occupy: Räumung der New York Wallstreet ! Livestream

Seit einigen Stunden räumt ein großes, hochgerüstetes Polizeiaufgebot den Zuccotti Park in Ney York – angeblich zur “Reinigung des Platzes”.
Link zum Live-Ticker
Livetream aus New York:

Weitere Infos, auch zu Oakland und Zürich: Tagesschau

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Draußen campieren gut. Drinnen protestieren besser.

Bei aller gesellschaftlichen und politischen Notwendigkeit der Bewegung hat Occupy eine erhebliche Schwäche:
Die Bewegung campiert vor (!) den Hochhäusern der Banken. Dieses „Davor-Campieren“ beschreibt für meine Begriffe die allgemeine Lage gesellschaftlichen Protestes in diesem Land und vielen anderen Industrieländern. Draußen ist der Protest, drinnen funktionieren alle.
Kursfeuerwerk

Auch unsere Mainstreammedien stellten bereits mit einer Mischung aus Be- und Verwunderung fest, dass sich durchaus auch einige der Angestellten der Großbanken solidarisch gezeigt haben und teilweise sogar den Demonstranten die Reste ihres Caterings vom letzten Meeting überlassen haben sollen.
Die Rundschau präsentierte mit einem gewissen Stolz Businessleute, die nach Feierabend ins Camp gekommen sind und zumindest kurzzeitig an den Protesten teilgenommen haben.
Doch was nützt es, wenn ein Bankangestellter nach Feierabend protestiert? Und die Reste des Caterings helfen der Occupy-Bewegung vielleicht beim Durchhalten, aber nicht zu einem Erfolg, für den es mehr bräuchte, als gute Hoffnung und Sitzfleisch.

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Blind Dates 11.11.-17.11.

schlaf ende nov

Frei 11.11.

17 Uhr, Frankfurt Rathenauplatz (nähe Hauptwache): DEMO von occupy:frankfurt Es ist auch Deine Stimme, die zählt! am weltweiten Aktionstag der Occupy-Bewegung (hier das internationale Event: ) Zur Anfangskundgebung möchten wir mit Euch zusammen “99%” aus Menschen mit Laternen und Kerzen auf dem Goetheplatz aufstellen und das Bild als Gruß aus Frankfurt zu anderen Occupados und in die ganze Welt schicken! Warum wir demonstrieren steht hier und hier und hier

Sa 12.11
ab 12.30 Umzingelung des Bankenviertels, Bündnis: Banken in die Schranken!
Treffpunkt Kaisersack. Siehe nebenstehenden Artikel.

Mampf: DENKERSKIND
Denkerskind, alias Till Schneider, der in alter Liedermacherart seine Lieder dem Publikum präsentiert, hatte sich 2010 eine Auszeit genommen und kommt nun nach eineinhalb Jahren wieder zurück auf die Bühnen. Lieder über Sehnsucht, Einsamkeit und Liebe wechseln sich ab; Lieder zum Nachdenken, die den Zuhörer sicher nachhaltig beschäftigen werden.Seine CD „Mehr als nur ein Wort“

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Breites Bündnis ruft für 12. November zur Umzingelung des Bankenviertels in FFM auf

Banken in die Schranken
“Banken in die Schranken” will am Samstag mit Unterstützung der 99% das Bankenviertel umzingeln; das obige Transparent wurde am Donnerstag am eisernen Steg aufgehängt. Ähnliches wird auch in Berlin passieren. Das Bündnis wird koordiniert von Attac, Compact. de u. den Naturfreunden Deutschlands u. wird unterstützt u.a. vom DGB, den Grünen, der Linkspartei, terre des Hommes, der katholischen Arbeitnehmervertretung u. dem Bundesverband der Migrantinnen. Die FGZ unterstützt den Aufruf, owohl die “Bankenumzingelung” ja nichts anderes ist als die gute alte “Menschenkette” auf indianerisch und als Aktionsform den Nachteil hat, dass die Beteiligten hauptächlich damit beschäftigt sind, zu bangen, ob genügend Leute zusammen kommen. Warum nicht stattdessen einfach alle Parkbänke im Stadtgebiet umzingeln-grade im Herbst? Nichtsdestotrotz : Höchste Zeit, dass sich die Old school des Protestes aus Linken, Grünen, Christen u. Gewerkschaftlern neben den manchmal ziellos lieben Occupisten zu Wort meldet. Außerdem hat sich für die Abschlußkundgebung Kabarretist Georg Schramm angekündigt. Also: wir umzingeln mit!
Und here comes the Aufruf

“Europa steckt in einer tiefen ökonomischen Krise. Weltweit sind zahlreiche weitere Länder von Ansteckung bedroht. Doch gerettet werden wieder nur die Banken, mit vielen Milliarden an Steuergeldern. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten der

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Video: Marsch der Empörten nach Brüssel

Dokumentarfilm des Frankfurter Filmemachers Martin Keßler über den Marsch der “Indignados” nach Brüssel.
Teil 1 – Station in Bagneux

Teil 2 – Station in Paris

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Zoophilenhatz im Internet

Zoophiliepic

Das erste Mal in meinem Leben sah ich einen Zoophilieporno bei einem Kumpel, der dem Archteyp des bong-kettenrauchenden Otaku-Slackers entsprach und dessen höhlenartige Junggesellenbude zwischen Klamotten und Manga-Heften nur einen schmalen Korridor zum extrabreiten Fernsehbildschirm und zur Couch ließ. Er hatte den Film damals irgendwo auf einer alten VHS-Kassette gefunden.

Wir schauten ihn uns mit mehreren Freunden an, wobei die Reaktionen sehr verschieden waren. Während einigen davon schlecht wurde und sie es überhaupt nicht ertragen konnten, reagierte ich mehr mit Belustigung auf die unbeholfenen Bemühungen der Darsteller, die offensichtlich inkompatiblen anatomischen Gegebenheiten im wahrsten Sinne des Wortes zur „Deckung“ zu bringen.
Der erfolglose Versuch einer der Darstellerinnen es der russischen Zarin Katharina der Großen gleichzutun (also Geschlechtsverkehr mit einem Hengst zu haben) endete darin, dass sie ihn mit Hilfe einer Plastiktüte befriedigte. Hätte sie sich das Ergebnis ihres Bemühens nicht danach über den Kopf gekippt, hätte man das Ganze in diesem Moment leicht für ein veterinärmedizinisches Lehrvideo über die Samengewinnung bei Zuchthengsten halten können.
Naja… erregt hatte der Film allerhöchstens meine Lachmuskeln und ich glaube ganz ehrlich, dass Tiere zum Essen und nicht zum Vögeln da sind.
Aber es gibt wohl auch Menschen die darauf stehen… was soll´s?

Im Internet und insbesondere auf Facebook hat nun allerdings eine unheilige Allianz aus radikalen Tierrechtlern, Neonazis und empörten „Normalbürgern“ der Zoophilie den Kampf angesagt und sich dabei als Primärziel den Verein ZETA e.V. (Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung) herausgepickt.

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Mein schwuler Bruder und ich

Es kam der Tag, an dem die Wege meines Bruders und meine eigenen sich trennten. Wir liebten beide unsere Mutter. Immer schon schien es mir, dass sie ihn bevorzugte. Aber das war noch vor dem Umzug nach Mönchen-Gladbach. Danach konnte ich keinen Unterschied mehr feststellen.Das hat er auch gesagt: nach Mönchen-Gladbach war alles anders. Ich weiß bis heute nicht, warum. Wir waren unzertrennlich im Grunde. Ich hatte mir schon ein paar Gedanken gemacht, weil er keine Freundin hatte. Natürlich war es mit Beate für mich auch nicht immer einfach. Aber es war immerhin besser als gar nichts. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber er wollte ja nicht. Er hat mir dann irgendwann gesagt, dass er nach Russland geht, zum Chor der Roten Armee. Nicht aus politischen Gründen, aber er wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren, hatte ja auch diese wunderbare Singstimme. Ich sagte zu ihm: Du bist verrückt! Sei vorsichtig! Er wurde dann Held der Sowjetunion und ist Ende der 60er mit Chruschtschow oder so jemand aufgetreten, der dirigierte den Chor.

Mutter hat in Mönchen- Gladbach geweint vor Glück. Es war Weihnachten, als sie es im Fernsehen sah. Er sang etwas über dunkeläugige “Kosakenmädchen”. Ich hatte Mutter einen Birnenkuchen

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Herbstliche Sicht auf Philosophicum. Multilinguem.

Yellow Blätter blättern ab,
Bäume двигаются в такт:
Up and down and down and up,
Gretchenfrage = Teufelspakt.
ドイツ、秋、here and now.
Zeitをコンビニで買う.

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EMPÖRT EUCH! – Demo am 5.11. in Frankfurt!

Occupy:Frankfurt gibt den Streckenverlauf und das Rahmenprogramm für die Demonstration am 5 . November 2011 bekannt
Occupy:Frankfurt ist Teil einer globalen Bewegung, die sich gegen die Macht der Finanzmärkte und Banken richtet. Ausgehend von den Protesten an der New Yorker Wall Street ist auch die Bankenstadt Frankfurt ein zentraler Ort für friedliche Demonstrationen.
Die nächste Großdemonstration findet [...]

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Der Tod imitiert Sitcoms

Bekanntermaßen verkündete Oscar Wilde: “Das Leben imitiert die Kunst”. Man könnte hinzufügen: Der Tod imitiert Sitcoms. Jetzt ist im Netz eine (kurzlebige) amerikanisch Sitcom aus dem Jahr 1987 aufgetaucht, die in einem Sketch Gaddafis Tod für den 29. Juli 2011 “voraussagte”. St. Peter begrüßt ihn im Himmel und schickt ihn dann in die Hölle. [...]

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IHK-Veranstaltung gestört

Am Dienstag vergangene Woche hat die IHK Frankfurt zu einer öffentlichen Veranstaltung eigeladen. In gediegenem Ambiente des »Ludwig-Erhard-Saals« der Frankfurter Börse sollte das Innenstadtkonzept der Stadt Frankfurt vorgestellt und diskutiert werden. Unter die Gäste hatte sich auch eine Gruppe von knapp 50 Aktivist_innen gemischt. In Anlehnung an eine erfolgreiche Protestaktion [...]

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Occupy: am Tag nach der Gipfelerstürmung

Die Lage ist unübersichtlich: in Frankfurt, in Deutschland, in Europa, der Welt und dem Web. Das betrifft nicht nur die Finanzen, die der Märkte und der Staaten.

Ackermann und China verkünden in schönem Gleichklang: “Das Vertrauen der Finanzmärkte ist gestärkt” – “Gott sein Dank” möchte man anfügen.

Am Tag nach Brüssel, nach dem nun jeder die “Billion” kennt, jubeln die Finanzmärkte und manch andere, allen voran die Aktionäre der Deutsche Bank AG: Sage und Schreibe 15% plus hat ihr Kurs in den ersten Handelsstunden. Natürlich war von keiner Finanzmarkt-Transaktionssteuer die Rede heute Nacht, aber von vielen Zahlungsversprechen und über den Ausverkauf von Staaten wurde besonders palavert.

Wer glaubt, der “Neo-Liberalismus” sei auf dem absteigenden Ast, unterliegt vermutlich einer Täuschung: so schnell wie in diesen Monaten wurden öffentliche Ressourcen im letzten halben Jahrhundert in Europa noch nie vertickert. Allein Italien hat gestern die Privatisierung öffentlichen Eigentums in Höhe zweistelliger Milliarden abgekündigt.

Aber eine ganze Menge Leute in Europa und anderswo freuen sich überhaupt nicht darüber, aus ganz verschiedenen Gründen. Selbst dass der Druck auf viele zunimmt ist noch lange keine Garantie dafür, dass sich “die Wirtschaft” erholt. Und selbst wenn: unter diesen Bedingungen bleiben viele, wenn nicht die meisten Verlierer in diesem Spiel. Über die Ausweitung der Arbeitszeiten bei immer weiter steigender Produktivität und besserer Technologie können wir uns denn auch gar nicht freuen: und das gilt fast überall.

Zur Unübersichtlichkeit gehört auch die vielbeschworene “Komplexität” der kapitalistischen Wirtschaft und der Finanzmärkte, über die unsere Medien und fast alle Politiker vor ihren Mikrofonen stöhnen. Es ist aber eine Sache, ob man sich um die Komplexität der Rettung aller bestehenden Verhältnisse sorgt und eine ganz andere, ob es um die Komplexität genau einer weitergehenden Änderung dieser dreht. Und genau dieser Unterschied wird gerne unübersichtlich gemacht.

Die widersprüchlichen Erwartungen und Folgen quer durch die Gesellschaft machen einen weiteren Teil der Unübersichtlichkeit aus, und das betrifft die (auch hier beginnenden) Widerstände gegen die wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Trotzdem müssen solche Widerstände weiter gehen.

Unweit von “Soll und Haben”, der Zentrale der Deutsche Bank AG steht die EZB und in der Wiese davor steht das Camp der Occupy Bewegung. Diese plant für Samstag, den 29. Oktober um 12 Uhr in Frankfurt eine erneute Demonstration, Treffpunkt ist der Rathenauplatz.

Angesichts der aktuellen Ereignisse spricht alles für diese Demonstration.

Zweifelsohne ist occupy selbst unübersichtlich, mit einem Korpus vager “Forderungen”, und Ansprüche, vieler obskurer Vereinnahmungsversuche und manch übertriebener Diskurssperren. Manches davon ist gut, anderes fragwürdig. Das spricht aber noch lange nicht per se gegen die Bewegung, sie ist halt unübersichlich, und gleicht damit ein Stück den Finanz-Prozessen. Es bleibt noch eine Menge an Möglichkeiten offen.

Einige Infos und Artikel über die Wogen um Occupy:

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Ein Song der Empörung

Der alte Konstantin Wecker hat was Hörbares zur Empörung auf den Weg gebracht. Hier könnt ihr es Probehören.

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Occupy Frankfurt, 2011.10.22: Fotos

Occupy Frankfurt
2011.10.22

Fotos von Aylin Karacan und Merzmensch

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Fortsetzung der Proteste gegen Bankenmacht und für Demokratie

Aufruf zu Demonstration und Kundgebung am Samstag, 22. Oktober 2011 12.00 Frankfurt Main Rathenauplatz
Am Sonntag (und dann am Mittwoch) findet erneut ein EU-Gipfeltreffen zur Finanzkrise statt.
Damit nicht erneut Beschlüsse gefasst werden, die vor allem die Sozial Schwachen treffen, gehen wir auf die Straße.
Denn es besteht die Gefahr, dass die Verursacher der Krise enorme Summen erhalten, [...]

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Aufzüge meines Lebens (3): Verdammnis und Verständigungsprobleme

Abwärts fahrende Aufzüge haben eine metaphysische Komponente, wie man in dieser Filmszene aus “Barton Fink” der Gebrüder Cohen sehen kann. (Leider hier nur in einer Synchronisation durch den Vatikan). Der LIFTBOY ist ein alter, resignierter, versteinerter Mann, der auf die seltsame Frage des Aufzugsgastes, ob er die Bibel gelesen habe, ebenso seltsam zurückfragt: “Die heilige Schrift? Ich glaube schon.”

Das metaphysische des Aufzuges nimmt auch das folgende, völlig andere Video auf, ein kleines Musikvideo von Arcade Fire. Die Metaphysik hier rührt nicht nur von der Erwähnung der Bibel im Aufzug her (indessen übrigens in der Bibel leider nie ein Aufzug erwähnt wird), sondern ebenso von der Enge. Die aufzugsgemäße Enge spiegelt die Enge der Existenz. Man lebt mit vielen nebeneinander, zwangsläufig. Was tut man in dieser Enge? Man tut sich -im positiven Fall -mit anderen zusammen, klopft vergebens, aber rhytmisch gegen die Decke und zerreißt die Zeitung. Oder spielt ein

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Nach Univollversammlung Haus in der Schumannstraße besetzt und… zwangsgeräumt

Heute Donnerstag wude nach einer studentischen Vollversammlung die Schumannstraße 60 (ein altes Haus der Uni) in Bockenheim/Westend besetzt. In den nächsten Tagen gibt es mehr Infos. Laut Pressemitteilung von “Schlaflos in Frankfurt” soll mit der Besetzung “auf den Widerspruch zwischen dem derzeit bestehenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen und dem hohen Leerstand von Gebäuden in Frankfurt verwiesen werden. Für Studierende, die zu Beginn des Wintersemesters noch keine Wohnung in Frankfurt gefunden haben soll damit zugleich Wohnraum erschlossen werden.(…) In der Stadt stehen fast ein Fünftel aller Gewerbeflächen leer. Das entspricht der Fläche von 27000 Wohnungen. Ein Teil davon könnte in Wohnraum umgewandelt werden. Ein ernsthaftes Engagement der städtischen Politik den Wohnraummangel zu beheben ist aber derzeit nicht zu erkennen. Tatsächlich wurde die Zahl der städtischen Sozialwohnungen in den letzten Jahren – trotz anhaltenden Bedarfs – kontinuierlich reduziert. Die Stadt Frankfurt beruft sich zwar auf ein Stadtentwicklungskonzept mit dem Titel „Frankfurt für alle“; vorangetrieben wird jedoch vor allem der Umbau der Innenstadtteile zu Konsum- und Erlebnisräumen.

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Informationen aus dem Occupy Frankfurt Camp

+++WIR BENÖTIGEN DRINGEND EINEN „REPEATER“ DER EIN WLAN SIGNAL BIS ZU DEN ZELTEN VERSTÄRKEN KANN für LIVESTREAM UND KONTAKT ZU OCCUPY FFM VOR ORT++++++++++++++++++++

Eine erste kleine Reportage zu dem Camp!

Informationen für Teilnehmer, die von ausserhalb anreisen

■Aktuell steht ein Pad zur Verfügung, dass das Infozelt vor Ort mit der Aussenwelt verbindet. Hier können Sachspenden koordiniert werden.
■Der Kundgebungsort ist in Gallusanlage (Willy Brandt Platz)
■Ende ist nicht in Sicht, das Camp ist vorerst bis Mittwoch genehmigt.
■Die offiziellen Ordner, die wir aufgrund von behördlichen Auflagen stellen müssen, stehen Euch gleichzeitig auch als Ansprechpartner für alle möglichen und unmöglichen Probleme zur Verfügung, mindestens sind sie in der Lage Euch zu sagen, wer Euch weiterhelfen kann. Dies gilt ausdrücklich auch für Fragen des Ablaufs der Veranstaltung auch nach deren offiziellen Auflösung.
■Occupy:Frankfurt ist kein kostenloses Theaterprogramm sondern eine Mitmachdemo. Wir freuen uns, wenn Ihr Euch meldet und noch helfen wollt.

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Der Spiegel: aus dem Medium der Kommandohöhen

Am letzten Wochenende demonstrierten unter der Parole „Occupy…“ weltweit Hunderttausende gegen herrschende Wirtschaftsstrukturen und den damit gekoppelten demokratischen Rückbau. Deutschland blieb davon nicht verschont, auch wenn es hierzulande in weit geringerem Maße als andernorts brodelte. Besonders in Frankfurt und Berlin als Finanz- und Polit-Hauptstädte kamen jeweils 5 bis 10 Tausend Menschen zusammen, um ihren Unmut zu bekunden und erste Schritte in Richtung einer Fokussierung von Protesten zu gehen.
Das erfolgreiche Quotenmagazin „Der Spiegel“ berichtete und kommentierte die Ereignisse in der für das Blatt typischen Weise, und da es sich dabei gut selbst als politischer Akteur in der Wirtschaftspolitik konturiert, möchte ich auf die Beiträge der Autoren Stefan Schultz und Jan Fleischhauer eingehen.

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Schulz berichtet als “Mitglied der Wirtschafts-Redaktion” aus Frankfurt, sozusagen als Augen- und Ohrenzeuge der Protestwelle gegen die hier beheimatete EZB und die vielen anderen Bankzentralen. Der Titel des Stimmungsbildes lautet: „Triumph der Träumer“. Wie der anspruchsvolle Leser aus Kindheitserfahrungen und Zirkus heraus schon fast erwartet, verbindet der Spiegeltext unter dieser Überschrift den Träumer mit dem Spiel, mit den lustigen Seifenblasen, erzeugt von hüpfenden Demonstranten: „Seifenblasen als Sinnbild der Proteste“ heißt es zusammenfassend. Seifenblasen ziehen sich durch Schulzes Text, von den lustigen Protestierern mit bunt blinkenden Plastikpistolen bis zu den Hochhäusern, an denen sie schließlich abprallen.

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Gleichenstein. Ein Schauerroman

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Friedrich von und zu Solz zugleich zu Gleichenstein ist sprachlos. Wie von tausend Teufeln gehetzt ist sein Kammerdiener in das selten geheizte Sarkophagzimmer gestürmt, rufend “Die Straußensteaks sind alle!” Danach: Lähmendes, lastendes Schweigen.
Schließlich murmelt der Graf: “Grade jetzt, da ich Frau von Trotta erwarte, die ihr drittes Bein abholen will…Machen Sie wenigstens ein Feuer an. Oder nein, holen sie mir das Schleudertrauma!” Der Kammerdiener verschwindet. Ein Gewitter zieht auf und mit ihm die angenehme Benommenheit des Schleudertraumas im Frühherbst.
Die Vorhänge der offenstehenden Fenster bauschen sich wie die Röcke der Tänzerinnen des spanischen Hofballets, die Phillip von Anjou vor Jahrhunderten durch die Tapetentür des Gleichensteinschen Schlosses zu beobachten pflegte, um der Öde des Erbfolgekrieges zu entgehen.
Und tatsächlich bemerkt von Gleichenstein, dass Frau von Trotta bereits im Raum ist. Wie hatte er sie nur übersehen können? War sie überhaupt da? Oder war sie nur eine Fata Morgana?

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Occupy Germany! Der Tag aus Bloggersicht

15. Oktober 2011, ein Tag, den man sich merken sollte. Erstmals gingen in der ganzen Welt, in über 900 Städten, Menschen gegen das aus dem Ruder gelaufene Finanzsystem und für mehr demokratische Partizipation auf die Strasse. Auch in Deutschland gab es in vielen Städten Veranstaltungen und ein paar Blogger haben sich zusammengetan, um ein kleines [...]

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Occupy Frankfurt: Video

Occupy Frankfurt
15. Oktober 2011.

Video von Merzmensch
Mitarbeit von Aylin Karacan

s. auch Fotogallerie.

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Occupy Frankfurt

Occupy Frankfurt
15. Oktober 2011
Fotos von Aylin Karacan

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Finanzfurt zum 15. Oktober: Einsichten zur aktuellen “Schuldenkrise”

Ein kleiner Video fasst einige Erkenntnisse über die “Schulden-Krise” in Euroland als Moment der Finanz- oder Bankenkrise schön zusammen.

Wir denken das passt gut zum heutigen Occupy-Day, gerade hier in Frankfurt, wo doch einige der Institute sitzen, die von den Staatszinsen besonders gut gelebt haben.

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Kraftwerk: im Zentrum der Mensch-Maschine

Ob die Gruppe Kraftwerk nun reine Techno-Avantgarde ist oder auch kritische Momente hat?
Sei es drum! Zu unseren laufenden Maschinen passte jedenfalls ein Auftritt der alten Technologen in München am 12. Oktober ganz gut. Und man konnte all das schon vor Jahrzehnten ahnen.

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Frankfurter Paulskirche besetzt

AktivistInnen von “kein mensch ist illegal” haben gestern in einer spektakulären Aktion für mehrere Stunden die Paulskirche besetzt um gegen die europäische Flüchtlingspolitik und die mörderische Abschottungspolitik der Europäischen Union zu protestieren. Allein dieses Jahr sind seit März etwa 2000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, weil FRONTEX Boote abfängt und zur Rückkehr zwingt.
Solidarische [...]

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Links für Occupy Frankfurt und drum herum

Damit ihr gut informiert bleibt, nochmal einige Links für die Aktionen zum 15. Oktober zusammengefasst:
occupyfrankfurt: www.occupyfrankfurt.de und auf   facebook
bei Attac: www.attac.de
Orga-Debatte zum 15.: piratenpad.de
Hintergrund-Papier: indignadosffm
Internationale Seite: http://15october.net/
Die Zeitung der New Yorker Initiative: Occupied Wall Street Journal und Heft 2
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Medienkompass: Zizek besetzt Wall Street

Wir wollen euch das Video mit dem Auftritt von Slavoi Zizek auf “Occupy Wall Street”, gestern 9. 10. nicht vorenthalten.
Schön, wie das bei dem slovenischen Philosophen ohne Megafon geht, die Gestik versteht man ja auch so. Weil das Megafon fehlt, wiederholt die Menge die Sätze, damit “alle sie verstehen”. Aber: was heißt “verstehen”? Das klingt am Anfang ein bisschen abstoßend, nach Brecht, oder wie Sokrates und der Chor der griechischen Agora. Zizek sagte ja auch mal, dass er die sokratischen Dialoge liebe, grade weil sie keine seien, sondern der andre sage immer nur: “Führwahr, so ist es” etc. Wenn Zizek je Sokrates war, dann hier: Beständig Werte umwertend, aber sich nervös am verschwitzten T-Sirt zupfend und der Zustimmung der Agora versichernd. Wir sehen und hören: Philosophie in Aktion. Lacan meets USA: “Don´t be afraid to really want what you desire”. Der osteuropäische Weltenbürger Zizek trifft den Ami-Ton gradezu traumwandlerisch. Jeder Satz, jedes Wort “sitzt”, steht, springt auf. Kann man sich IRGENDEINEN populären deutschen oder sagen wir westeuropäischen Philosophen mit einem solchen Auftritt an einem solchen Ort zu solch einem Anlaß heute vorstellen? Sloterdijk, der vermögend und vergrämt mit “Du mußt Dein Leben ändern” durch Kongreße und Talkshows tourt und zusammen mit Bankern und Politikern in äh, “Zukunftsräten” sitzt? Oder die philosophische Antwort auf Günter Jauch, den smarten, freundlichen Richard David Precht von “Wer bin ich und wenn ja wie viele”? Sarkozyspezi und Präsidentenberater Bernhard Levy von den dahindämmernden “neuen Philosophen”? Oder gar den greisen Universitäts-Jubiliar Habermas? Undenkbar.

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Medienkompass: “Kapitalismus lieben”

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Retter noch zu retten?

Nicht wirklich immer klar kommen Äusserungen der deutschen Regierung zu ihrem Umfeld heraus, dem der Staaten und der Banken allüberall. Wen will man hier und dort denn retten, und was heißt das alles?
Die Rammböcke deutschen Pragmatismus feiern dieses Wochenende in ihren Bierzelten Parteitag, dort wo die Autos noch groß sein dürfen und sollen, also in [...]

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Campus Bockenheim: alles wie gehabt!

Bei der seit Monaten geforderten Bürgeranhörung im Senckenberg-Museum (28.9.) stellte F. Junker (ABG Holding) den Bebauungsplan für das Areal “Depot-Gelände” vor, der bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden soll.
Kritische Anmerkungen und Fragen wurden ausnahmslos “gebügelt”, die Preislage der zukünftigen Miet-und Eigentumswohnungen (11.50 Euro kalt, 3500 Euro /qm) legitimierte der ABG-Vertreter mit dem Hinweis auf die [...]

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Unruhe im Finanzdistrikt: Wallstreet besetzt!?

Schon seit 2 Wochen wird versucht, den Betrieb der Finanz-Institutionen an ihrem Hauptversammlungsort ein bißchen durcheinander zu bringen! Occupy Wallstreet heißt das Motto.

Nein, ich spreche nicht von Frankfurt, das ist nur der wichtigste Finanzort Mitteleuropas. Die Wallstreet findet ihr nicht in Sachsenhausen, sondern in New York. Genau: Goldman Sachs und die ganzen anderen, alle sind dort anzutreffen. Nix wie hin und irritieren, und das nicht nur mit Kursbewegungen und Credit Default Swaps.

Rund um die Brückenbesetzung in Manhattan am Wochenende wurden 800 Leute verhaftet; das wäre so, wie wenn hier die Alte Brücke und die Friedensbrücke zu wären.

Lassen wir uns in Bankfurt von den Leuten drüben anregen, denn auch bei uns gibt es viel zu tun:
New York Wallstreet Proteste

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Diskussionen zum Tag der Deutschen Einheit

Eingedenken an das was in Deutschland möglich war – davon redet man salbungsvoll an diesem arbeitsfreien 3. Oktober.
Wir erinnern auch daran was hier nicht ging, was möglich ist und vielleicht noch sein wird. Das soll mit einem über 40 jahre alten Film zur möglichen Revolution und die Revolutionäre in Deutschland geschehen, der uns einige Leute aufgeregt darüber diskutierend zeigt, wann und wie sie denn tatsächlich eintreten kann.

Erstaunlich die gesellschaftlichen Rollen der Disputanten: ein Verleger, ein Soziologieprofessor und ein Student.

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GRÜNE zum Kulturcampus

Am Mittwoch, 22. 9., tagte die “AG Kultur” von Bündnis 90/Die Grünen im Studierendenhaus/Campus Bockenheim in “nicht-öffentlichem” Rahmen.
KünstlerInnen aus der freien Szene (u.a. ID Frankfurt, pdf des Konzepts hier) stellten ihr Konzept für die Nutzung des Studierendenhauses nach dem Wegzug des AStA vor. Zielsetzungen und Tradition des Hauses, die Auseinandersetzung mit dem Faschismus, den Kampf [...]

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Campus Bockenheim – der Leuchtturm zieht die Motten an

So, Kaufvertrag besiegelt, Bebauungsplan heimlich bereits abgenickt. Strahlend wird er da stehen der „Kulturcampus“, und in seinem Licht beginnen die Motten zu kreisen. Kultur für alle – die dazu gehören. Selbstverwaltung, natürlich unter der Kontrolle der etablierten Einrichtungen, Kreti und Pleti brauchen Führung und Letztere ein Haus, um sie auch auszuüben. Neben den Institutionen von Weltrang kann eben nicht einfach jeder und dann noch unprofessionell, das geht schon gar nicht. Da sitzt dann auch ein grüner Herr Baier und nickt staatstragend, schon schwer, so ganz ohne Rückgrat nicht umzufallen.

Es melden sich die ¾ Arrivierten, denen nicht nur eine adäquate Spielstätte an prominenter Stelle zusteht, sondern die sich als die natürliche Führungsgruppe empfehlen. Das wird Roth und Junker gut gefallen. Die Vorstellungen dieser Leute sind elitär und zielen auf Eliten, also genau das, was zu diesem Kulturcampus passt. Sie reihen sich in die Phalanx der globalen Player.
Die GRÜNEN preschen vor, hier die AG Kultur, die sich die Vorstellungen ihrer Klientel präsentieren liessen. Bunte Vielfalt, die ich meine!

(s. auch Kurzmeldung GRÜNE zum Kulturcampus)

Das Erscheinen dieser Gruppen kann als sicheres Indiz dafür gewertet werden, dass im Rahmen des Leuchtturmplanes noch etwas zu verteilen ist. Als angeblich freie Gruppen von Weltrang meldet man da schon mal seine Forderungen an. Die Referenzen stimmen, der politische Hintergrund auch. Sie drängen sich förmlich auf, da sie als „Freie“ für die geforderte Offenheit stehen (ähnlich wie ‚die Stadt gehört Dir’). Sie empfehlen sich als weiche Standortfaktoren und fordern Teilhabe. Und sie passen ja auch wirklich in das ABG-Konzept. Vor allem kann man mit ihnen die Schmuddelkinder aus dem Rennen werfen und dabei auf die Vielfalt hinweisen, für die solche Gruppierungen angeblich stehen.

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Emphatischer Zeitraffer: Innenstadt

Mit 9000 Bildern in ca. 28 Stunden reiner Aufnahmezeit hat Marc Schmidt ein Zeitraffer-Video (”Time Lapse Frankfurt”) von Frankfurt hergestellt, das wegen seiner verschiedenen Perspektiven sehenswert ist.
Würde er auch noch die übertriebenen Kommentierungen etwas runterschrauben, könnte was Nettes draus werden.

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Audiomitschnitt: “Wem gehört die Stadt” u. FGZ bei Radio X

Kürzlich war das Bündnis “Wem gehört die Stadt” eine Stunde bei Radio X, um über genau diese Frage zu diskutieren, Positionen und Mitstreiter des Bündnisses vorzustellen. Mit dabei waren auch trickster und Bert Bresgen von der Frankfurter Gemeinen. Wer´s verpasst hat, ein Audiomittschnitt ist hier zu hören: http://www.mydrive.ch/. Als User bitte: blumenkraft und als Passwort [...]

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Linerider

the one and only

“Wenn Du was im Schädel hast, dann -Freund!
Meide Ketsch.
In Ketsch ist eine leere Straße nicht sicher für den Zweiberadten.
Sei sie auch Tausend Ellen schnurgerade
Und Deine Speichen noch so solide.
Dort springen schwimmerbekreuzte Damen Dir
Vors Schutzblech und der Soundtrack spielt
Blaulicht im Loop.
Darum -Freund: Meide Ketsch!”

Reprise

Surprise

Doch zum Glück bin ich der Linerider!
Mein Schal flattert in turbulenten Winden,
Und mein Schlitten bricht
Niemals
Alle lassen mich durch Soundtracks purzeln.
Du siehst es nicht,

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Warten auf Frau Roth

Es sollte doch so nett werden, richtig heimelig und eben doch weltoffen, Frankfurter Art halt. Sekt und Buffet und rot(h)er Teppich ein geschmücktes Studierendenhaus, Konfetti und bunte Wimpel. Das Abbild vorhandener lebendiger Kultur an diesem Ort.

Endlich, die OB und ihr Junker inmitten ergriffen lauschender Frankfurter BürgerInnen, umwuselt von den üblichen Hofberichterstattern, schritten auf das Corpus delicti zu, wo sie ein spontaner Jubel empfing, der die Dankbarkeit der anwesenden Völker über den Erhalt des Hauses ausdrückte und die tiefe Verbundenheit mit diesen engagierten und unermüdlichen Streitern der berühmten lebendigen Frankfurter Vielfalt.

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Einsturzgedenken: Frankfurt/ Suhrkamphaus

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Während für 2 Türme in New York sich die halbe (Medien-)Welt im ergriffenen Eingedenken übt, ist ein angekündigter Einsturz im Westend/Lindenstrasse und seine Geschichte fast keinen Gedanken und kein Bild mehr wert. Das wollen wir durchbrechen.

Zur Erinnerung: schon während der Kaiserzeit gab es ein seltsames, entwertendes Verhältnis von Berlin zu Frankfurt. Die temporeiche Rückkehr unserer Gesellschaft ins 19. Jahrhundert spiegelt sich auch in den Geschehnissen rund um dieses Schicksal.

Unser Fotograf Stefan Geyer hat das traurige Geschehen eines gewollten kulturellen Zusammenbruchs in Frankfurt, ehemals einer Stadt kritischer Impulse dokumentiert.

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Zeitgeist: Internationale Solidaritäten

Solidarität: althergebracht?

Nein, hat sich einfach transformiert und an bestimmten Stellen sedimentiert.
Die hängen eng mit Wettbewerb und Marketing zusammen.

Globale “Firmen-Solidaritäten” werden als Markenbewußtsein ausbuchstabiert.
So kannst du auch mit reinkommen!

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Warum Hufer besser als Autos sind

GäuleEs hat Servo! Es hat “Full Stop!” Es geht mit Dir in jede Kurve und es hat Autopilot straight way home! Nüchtern oder sonstwiedrauf, denn es tankt von alleine!

DESHALB sind Pferde besser als Autos, Mulis auch und Esel erst recht. Fangen wir bei Letzteren an:
Ein Esel will leben. Er hält sich aus diesem Grund nicht gerne mit Fakten auf. Fakten sind nur folgerichtig. Ein Esel will den nächsten Schritt tun!
Wärst Du ein Esel, Freund und Brüderin, wäre Dir nach einem wohlen Kraut, soviel Du saufen kannst, einem Platz im Schatten und dem nächsten Fick.
Wärst Du ein Maultier wäre Dir auch danach, nur wäre der Sex dann eher willkommener Beigeschmack.
Und immer wollest Du rennen!
Menschen machen das anders. Sie lassen sich tragen. Einige nicht! Oh ihr Pferdemädchen
Und stolzgeschwellten Reiter. Ihr gleitet.

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Der berühmte psychoanalytische Klavierwettbewerb in Moskau

Männer und Frauen auf dem berühmten “Psychoanalytischen Klavierwettbewerb” in Moskau. Sie spielen “Tränen” und “Ostern” für zwei Klaviere von Rachmaninoff.

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Airport-Security: Überraschungen

Traffic durch die großen Gates der Metropolen hindurch, die Flughäfen besonders: Trotz Web eine Bedingung unseres gegenwärtigen Lebens. Mit viel Sicherheit drum heraum. Mit viel Sicherheit drum heraum, wie auch auf Rhein-Main Airport!
Und die bringt die ganze schöne Flexibilität manchmal durcheinander.
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Aufzüge in meinem Leben. Teil 2: Hoch- und Unter-Weisung.

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Über die gesamtgesellschaftliche Metaphorik des Aufzuges wurde bereits Vieles und Gutes geschrieben. Oh ja, es gibt jede Menge Aufzugsarten, jede Art einzigartig in ihrer Einzigartigkeit (s. die Quelle des UnEndlichen Wissens):

  • Einkabinenaufzüge
  • Doppelstockaufzüge
  • Mehrkabinenaufzüge (Twin-System)
  • Paternosteraufzüge
  • Senkrechtaufzüge
  • Schrägaufzüge
  • Sonderform Schmid-Peoplemover

Der normale Aufzug impliziert eine schreiende Subversivität und Spontaneität (daher wurden bereits so viele Horrorfilme darüber gedreht)…

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Dame Roth hält Audienz

Am Montag, den 12. September 2011 ist es so weit. Pünktlich 18 Uhr 15 ist die geneigte Öffentlichkeit zum Defilee geladen. Natürlich auf dem in Zukunft so wundervollen neuen Areal, dem „Kulturcampus Bockenheim“. Es darf geschwärmt werden, von den strahlenden Neubauten (Leuchttürme), den satten Grünanlagen, der Kultur, die nun endlich auch Bockenheim erreicht.
Und selbstverständlich von [...]

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Herzlichen Glückwunsch, Frau Roth – es ist vollbracht!!

Für 90 Mio. Euro ist das Areal in Bockenheim über den Tresen gewechselt, mit roten Köpfchen und hoch erfreut, dass es wieder einmal ohne jegliche Mitsprache und parlamentarische Kontrolle durchgezogen werden konnte, stellten sich die Lichtgestalten der Presse.
Endlich können Sie loslegen, Frau Roth, und wir uns freuen. Es wäre auch zu traurig, wenn Sie Ihre [...]

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