Frankfurter Gemeine Zeitung

Experimentieren

Eine ästhetische Analyse von “KulturCampusFrankfurt” anhand einiger Elemente dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks. Teil 1: Print.

Vorwort (statt eines Vorwortes)

Entwicklung eines jeden Kunstwerks braucht seine Zeit. Goethe schrieb an seinem Faust sein Leben lang. Kurt Schwitters arbeitete an seinen MERZ-Bauten ebenso bis zu seinen letzten Tagen. KulturCampusFrankfurt, ein multimediales Kunstprojekt der Stadt Frankfurt, mit freundlicher Unterstützung des Mäzens ABG Frankfurt Holding, geht auch gut voran: die Stadt ist noch da und ABG Holding ebenso!

Gesamtkunstwerk des XX. Jahrhunderts könnte man nach der Beschreibung von Schwitters so definieren:

“Die Beschäftigung mit verschiedenen Kunstarten war mir ein künstlerisches Bedürfnis. [...] Mein Ziel ist das Merzgesamtkunstwerk, das alle Kunstarten zusammenfasst zur künstlerischen Einheit” (Merz, 1921)

Das neue Jahrtausend bedarf jedoch neuer Visionen, Fusionen, Vereinnahmungen und merge points zu einer künstlerischen Einheit. So verbindet Petra Roth, die Schöpferin des Gesamtkunstwerks KulturCampusFrankfurt Kultur, Wirtschaft, Ökologie, Ergonomie, Normen, Print, Web und alle anderen Medien und Aspekte:

Wir wollen dort ein Modell entwickeln: Als vorbildlicher Stadtteil, als entwicklungsfähiger Standort für Künstler, als ökologisch wertvolles Quartier. (KulturCampusFrankfurt.de)

Des Weiteren ist es wichtig,  anhand einiger Beispiele die Einzigartigkeit dieses Projektes zu betonen – heute nehmen wir unter die Lupe die symbolische SelbstDarstellung als Print. Morgen ist die gesellschaftliche SelbstDarstellung als Web dran.

Print.

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Die Bürger Frankfurts [...] sind über insgesamt 40000 Flyer, die an private Haushalte vor allem in Bockenheim und im Westend verteilt worden sind, dazu aufgerufen, ihre Expertise in die Planungswerkstätten einzubringen. (KulturCampusFrankfurt)

Der Flyer der Einladung zu den Planungswerkstätten besteht aus einer allegorischen Darstellung des KulturCampusFrankfurt.

Im Vordergrund steht die sonnenumflutete Figur einer Violinistin, die wohl die erste oder die letzte (je nach der Interpretation) Geige spielt. Diese Figur ist jedoch keineswegs zentral, sie wirkt angenehm atmosphärisch, sie steht nicht im Mittelpunkt, so dass man die Ansätze einer Fluchtperspektive in Richtung Hintergrund erkennen kann. Unmittelbar vor diesem Hintergrund endet die Fluchtperspektive jedoch abrupt.

Dort nämlich, im Hintergrund sehr unscharf und dezent, kaum noch erkennbar, befindet sich das Jügelhaus. Die Wiedererkennbarkeit ist durch den überlagernden serifenlosen Schriftzug “Kulturcampus Frankfurt”  erschwert. Doch scheint diese Wiedererkennbarkeit auch nicht intendiert zu sein, denn es geht ja nicht um das Vergangene, sondern um das Künftige.

In zwei rothen Textkästen befinden sich zwei  Veranstaltungshinweise:

“Wir bauen ein Modellquartier -
gemütlich, CO2-frei, mobil”

sowie

“Vom Universitätscampus zum Kulturquartier -
gemütlich, CO2-frei, mobil”.

Der anfangs jambische Versmass – vierfüssig in der ersten Zeile – weist auf die griechischen Vorbilder einerseits, andererseits auf die von Goethe bevorzugte Metrik hin. (Vgl. “Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor“). Die allmählich in Erscheinung tretenden Störungen der Metrik sowie der unreine Reim (quartier - mobil) symbolisieren die Erneuerung und Dynamik, die zwar nicht das ästhetisches Empfinden eines jeden Menschen  anspricht, doch “das ist der Lauf der Welt“.

Interessant ist in diesem Kontext auch die refrain-artige Wiederholung des kongenialen Slogans “gemütlich, CO2-frei, mobil“, der in sich alle relevanten Komponenten beinhaltet, die einen Kulturcampus ausmachen. Gemütliche und CO2-freie Mobilität wird ein wichtiger Begleiter des künftigen Kulturcampus sein: vor allem bei den Mietpreisen der geplanten Büros, Wohnräume und Galerien. Diese Mobilität bringt Frische nach Bockenheim – so wird es vermieden, dass in gleichen Räumlichkeiten das gleiche Milieu jahrelang vor sich hinmuffelt.

Das Symbolische wird in diesem Print-Objekt auf das Kontextuelle durch eine visuell gelungene Kumulation extrapoliert, so dass die Bürger nun die Werkstätten besuchen müssen, sonst wird es nichts mit der Bürgerpartizipation (dazu mehr im nächsten Teil).

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(Quelle: kulturcampusfrankfurt)

Im zweiten Teil werden die Online-Aspekte des Gesamtkunstwerks KulturCampusFrankfurt beleuchtet.


Erwartungen an “Planungswerkstätten” für den Campus Bockenheim

Die  Bockenheimer Bürgerinitiativen Offenes Haus der Kulturen und Ratschlag Campus Bockenheim erwarten bei einer demokratischen Beteiligung der BürgerInnen an der Planung für den Campus Bockenheim:

Transparenz

Der Kaufvertrag zwischen Land Hessen und AGB Holding betrifft öffentliches Eigentum. Er muss offengelegt werden, um die Grundlagen des Planungsprozesses für alle beteiligten Akteure im gleichen Maße transparent zu machen.

Die Kompetenzen von „Rundem Tisch“, „Steuerungsgruppe“ und „Planungswerkstätten“ müssen klar und einvernehmlich definiert werden.

Ergebnisse der „Steuerungsgruppe“, des „Runden Tisches“ und der „Planungswerkstätten“ müssen dokumentiert und – z.B. über Audiomitschnitte – veröffentlich werden.

Die Bürgerinitiativen werden an den  Pressegesprächen der VertreterInnen von Magistrat, Stadtplanungsamt, ABG Holding, Kulturforum zum „Campus Bockenheim“ beteiligt.

Auf der Internetseite www.kulturcampusfrankfurt.de erhalten die Bürgerinitiativen einen eigenen Bereich mit Admin-Zugang und damit die Chance zur bereits zugesicherten Beteiligung an der dort betriebenen Öffentlichkeitsarbeit.

Umfassende Informationen

Die bisher angekündigten Themenschwerpunkte für die Planungswerkstätten sind unzureichend. Wir erwarten eine Erweiterung um weitere Planungswerkstätten mit den Themen „Denkmalgeschützte Bauten“, „Klimawandel – Auswirkungen auf den Stadtteil und städtebauliche Möglichkeiten“ sowie „soziale Einrichtungen auf dem Campus Areal“.

Im Hinblick auf die Bedeutung dieses Großprojekts ist der vorgegebene Zeitplan nicht angemessen: für die Planungswerkstätten muss über Ostern 2012 hinaus Zeit bleiben. Eine Beschlussfassung in der STVV am 28. Juni 2012 und eine anschließende Offenlage während der Sommerpause schränkt die Möglichkeiten der BürgerInnen zur Einsichtnahme und ggf. für die Formulierung von Widersprüchen in unzumutbarer Weise ein.

Um die Diskussionen des Planungsprozesses durch  Fachkompetenz fundiert und unabhängig zu ermöglichen, können die Bürgerinitiativen Gutachter bestellen. Die Kosten werden – nach einem vorher festzulegenden Umfang – vom Magistrat übernommen.

Ergebnisoffenheit

Wir verlangen, dass alle Fragen, welche die Rahmenbedingungen sowie den Prozess der Planungen betreffen, ergebnisoffen behandelt werden.

Die Vorentscheidung der ABG-Holding, einen erheblichen Teil des Areals weiterzuverkaufen, stellt die Arbeit in den Planungswerkstätten unter das Primat der ökonomischen Interessen von potentiellen privaten Investoren. Dies widerspricht dem Ziel einer sozialverträglichen Bebauung in öffentlicher Hand und muss für eine tatsächliche Offenheit des Planungsprozesses zurückgenommen werden.

Die im „letter of intent“ enthaltenen Absichtserklärungen, den Abriss der denkmalgeschützten Gebäude, u.a. eines Studentenwohnheims, betreiben zu wollen, sind inakzeptable Einschränkungen des Planungsprozesses.

Die Festlegung auf einen Wohnanteil von nur 40% und auf den Bau von Eigentumswohnungen widersprechen einer ergebnisoffenen Planung.

Tim Schuster für „Offenes Haus der Kulturen“

Angelika Wahl für „Ratschlag Campus Bockenheim“


Occupy-Camp in New York verboten

Nachdem gestern Nacht der Zuccotti Park gestern geräumt wurde, erlaubten die Polizeieinheiten inzwischen wieder, den Platz zu betreten. Mit wesentlichen Einschränkungen, die den Vorstellungen des New Yorker Bürgermeisters Bloomberg, gleichzeitig Besitzer eines weltweit agierenden Finanz- und Medienkonzerns, sehr nahe kommen.
Ein Gericht hatte zuvor entschieden, das weitere Campen auf dem Platz nicht mehr zu erlauben. Deswegen kontrolliert die Polizei beim Zutritt auf Zuccotti, ob die Demonstanten Schlafsäcke oder Zelte mit sich führen, und weisen diese zurück.

Die New Yorker Occupy Bewegung sucht deshalb nach neuen Möglichkeiten des campierens, besonders um die gemeinsame Initiative, die Öffentlichkeit und den paramenenten Kommunikationsfluss nicht abreißen zu lassen.

Die Frankfurter Occupy Bewegung solidarisiert sich wie andere weltweit mit den New Yorkern.
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Occupy: Räumung der New York Wallstreet ! Livestream

Seit einigen Stunden räumt ein großes, hochgerüstetes Polizeiaufgebot den Zuccotti Park in Ney York – angeblich zur “Reinigung des Platzes”.

Link zum Live-Ticker

Livetream aus New York:

Weitere Infos, auch zu Oakland und Zürich: Tagesschau


Draußen campieren gut. Drinnen protestieren besser.

Bei aller gesellschaftlichen und politischen Notwendigkeit der Bewegung hat Occupy eine erhebliche Schwäche:
Die Bewegung campiert vor (!) den Hochhäusern der Banken. Dieses „Davor-Campieren“ beschreibt für meine Begriffe die allgemeine Lage gesellschaftlichen Protestes in diesem Land und vielen anderen Industrieländern. Draußen ist der Protest, drinnen funktionieren alle.
Kursfeuerwerk

Auch unsere Mainstreammedien stellten bereits mit einer Mischung aus Be- und Verwunderung fest, dass sich durchaus auch einige der Angestellten der Großbanken solidarisch gezeigt haben und teilweise sogar den Demonstranten die Reste ihres Caterings vom letzten Meeting überlassen haben sollen.
Die Rundschau präsentierte mit einem gewissen Stolz Businessleute, die nach Feierabend ins Camp gekommen sind und zumindest kurzzeitig an den Protesten teilgenommen haben.
Doch was nützt es, wenn ein Bankangestellter nach Feierabend protestiert? Und die Reste des Caterings helfen der Occupy-Bewegung vielleicht beim Durchhalten, aber nicht zu einem Erfolg, für den es mehr bräuchte, als gute Hoffnung und Sitzfleisch.

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Blind Dates 11.11.-17.11.

schlaf ende nov

Frei 11.11.

17 Uhr, Frankfurt Rathenauplatz (nähe Hauptwache): DEMO von occupy:frankfurt Es ist auch Deine Stimme, die zählt! am weltweiten Aktionstag der Occupy-Bewegung (hier das internationale Event: ) Zur Anfangskundgebung möchten wir mit Euch zusammen “99%” aus Menschen mit Laternen und Kerzen auf dem Goetheplatz aufstellen und das Bild als Gruß aus Frankfurt zu anderen Occupados und in die ganze Welt schicken! Warum wir demonstrieren steht hier und hier und hier

Sa 12.11
ab 12.30 Umzingelung des Bankenviertels, Bündnis: Banken in die Schranken!
Treffpunkt Kaisersack. Siehe nebenstehenden Artikel.

Mampf: DENKERSKIND
Denkerskind, alias Till Schneider, der in alter Liedermacherart seine Lieder dem Publikum präsentiert, hatte sich 2010 eine Auszeit genommen und kommt nun nach eineinhalb Jahren wieder zurück auf die Bühnen. Lieder über Sehnsucht, Einsamkeit und Liebe wechseln sich ab; Lieder zum Nachdenken, die den Zuhörer sicher nachhaltig beschäftigen werden.Seine CD „Mehr als nur ein Wort“

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Breites Bündnis ruft für 12. November zur Umzingelung des Bankenviertels in FFM auf

Banken in die Schranken
“Banken in die Schranken” will am Samstag mit Unterstützung der 99% das Bankenviertel umzingeln; das obige Transparent wurde am Donnerstag am eisernen Steg aufgehängt. Ähnliches wird auch in Berlin passieren. Das Bündnis wird koordiniert von Attac, Compact. de u. den Naturfreunden Deutschlands u. wird unterstützt u.a. vom DGB, den Grünen, der Linkspartei, terre des Hommes, der katholischen Arbeitnehmervertretung u. dem Bundesverband der Migrantinnen. Die FGZ unterstützt den Aufruf, owohl die “Bankenumzingelung” ja nichts anderes ist als die gute alte “Menschenkette” auf indianerisch und als Aktionsform den Nachteil hat, dass die Beteiligten hauptächlich damit beschäftigt sind, zu bangen, ob genügend Leute zusammen kommen. Warum nicht stattdessen einfach alle Parkbänke im Stadtgebiet umzingeln-grade im Herbst? Nichtsdestotrotz : Höchste Zeit, dass sich die Old school des Protestes aus Linken, Grünen, Christen u. Gewerkschaftlern neben den manchmal ziellos lieben Occupisten zu Wort meldet. Außerdem hat sich für die Abschlußkundgebung Kabarretist Georg Schramm angekündigt. Also: wir umzingeln mit!
Und here comes the Aufruf

“Europa steckt in einer tiefen ökonomischen Krise. Weltweit sind zahlreiche weitere Länder von Ansteckung bedroht. Doch gerettet werden wieder nur die Banken, mit vielen Milliarden an Steuergeldern. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten der

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Video: Marsch der Empörten nach Brüssel

Dokumentarfilm des Frankfurter Filmemachers Martin Keßler über den Marsch der “Indignados” nach Brüssel.
Teil 1 – Station in Bagneux

Teil 2 – Station in Paris

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Zoophilenhatz im Internet

Zoophiliepic

Das erste Mal in meinem Leben sah ich einen Zoophilieporno bei einem Kumpel, der dem Archteyp des bong-kettenrauchenden Otaku-Slackers entsprach und dessen höhlenartige Junggesellenbude zwischen Klamotten und Manga-Heften nur einen schmalen Korridor zum extrabreiten Fernsehbildschirm und zur Couch ließ. Er hatte den Film damals irgendwo auf einer alten VHS-Kassette gefunden.

Wir schauten ihn uns mit mehreren Freunden an, wobei die Reaktionen sehr verschieden waren. Während einigen davon schlecht wurde und sie es überhaupt nicht ertragen konnten, reagierte ich mehr mit Belustigung auf die unbeholfenen Bemühungen der Darsteller, die offensichtlich inkompatiblen anatomischen Gegebenheiten im wahrsten Sinne des Wortes zur „Deckung“ zu bringen.
Der erfolglose Versuch einer der Darstellerinnen es der russischen Zarin Katharina der Großen gleichzutun (also Geschlechtsverkehr mit einem Hengst zu haben) endete darin, dass sie ihn mit Hilfe einer Plastiktüte befriedigte. Hätte sie sich das Ergebnis ihres Bemühens nicht danach über den Kopf gekippt, hätte man das Ganze in diesem Moment leicht für ein veterinärmedizinisches Lehrvideo über die Samengewinnung bei Zuchthengsten halten können.
Naja… erregt hatte der Film allerhöchstens meine Lachmuskeln und ich glaube ganz ehrlich, dass Tiere zum Essen und nicht zum Vögeln da sind.
Aber es gibt wohl auch Menschen die darauf stehen… was soll´s?

Im Internet und insbesondere auf Facebook hat nun allerdings eine unheilige Allianz aus radikalen Tierrechtlern, Neonazis und empörten „Normalbürgern“ der Zoophilie den Kampf angesagt und sich dabei als Primärziel den Verein ZETA e.V. (Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung) herausgepickt.

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Mein schwuler Bruder und ich

Es kam der Tag, an dem die Wege meines Bruders und meine eigenen sich trennten. Wir liebten beide unsere Mutter. Immer schon schien es mir, dass sie ihn bevorzugte. Aber das war noch vor dem Umzug nach Mönchen-Gladbach. Danach konnte ich keinen Unterschied mehr feststellen.Das hat er auch gesagt: nach Mönchen-Gladbach war alles anders. Ich weiß bis heute nicht, warum. Wir waren unzertrennlich im Grunde. Ich hatte mir schon ein paar Gedanken gemacht, weil er keine Freundin hatte. Natürlich war es mit Beate für mich auch nicht immer einfach. Aber es war immerhin besser als gar nichts. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber er wollte ja nicht. Er hat mir dann irgendwann gesagt, dass er nach Russland geht, zum Chor der Roten Armee. Nicht aus politischen Gründen, aber er wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren, hatte ja auch diese wunderbare Singstimme. Ich sagte zu ihm: Du bist verrückt! Sei vorsichtig! Er wurde dann Held der Sowjetunion und ist Ende der 60er mit Chruschtschow oder so jemand aufgetreten, der dirigierte den Chor.

Mutter hat in Mönchen- Gladbach geweint vor Glück. Es war Weihnachten, als sie es im Fernsehen sah. Er sang etwas über dunkeläugige “Kosakenmädchen”. Ich hatte Mutter einen Birnenkuchen

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Herbstliche Sicht auf Philosophicum. Multilinguem.

Yellow Blätter blättern ab,
Bäume двигаются в такт:
Up and down and down and up,
Gretchenfrage = Teufelspakt.
ドイツ、秋、here and now.
Zeitをコンビニで買う.

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EMPÖRT EUCH! – Demo am 5.11. in Frankfurt!

Occupy:Frankfurt gibt den Streckenverlauf und das Rahmenprogramm für die Demonstration am 5 . November 2011 bekannt
Occupy:Frankfurt ist Teil einer globalen Bewegung, die sich gegen die Macht der Finanzmärkte und Banken richtet. Ausgehend von den Protesten an der New Yorker Wall Street ist auch die Bankenstadt Frankfurt ein zentraler Ort für friedliche Demonstrationen.
Die nächste Großdemonstration findet [...]

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Der Tod imitiert Sitcoms

Bekanntermaßen verkündete Oscar Wilde: “Das Leben imitiert die Kunst”. Man könnte hinzufügen: Der Tod imitiert Sitcoms. Jetzt ist im Netz eine (kurzlebige) amerikanisch Sitcom aus dem Jahr 1987 aufgetaucht, die in einem Sketch Gaddafis Tod für den 29. Juli 2011 “voraussagte”. St. Peter begrüßt ihn im Himmel und schickt ihn dann in die Hölle. [...]

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IHK-Veranstaltung gestört

Am Dienstag vergangene Woche hat die IHK Frankfurt zu einer öffentlichen Veranstaltung eigeladen. In gediegenem Ambiente des »Ludwig-Erhard-Saals« der Frankfurter Börse sollte das Innenstadtkonzept der Stadt Frankfurt vorgestellt und diskutiert werden. Unter die Gäste hatte sich auch eine Gruppe von knapp 50 Aktivist_innen gemischt. In Anlehnung an eine erfolgreiche Protestaktion [...]

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Occupy: am Tag nach der Gipfelerstürmung

Die Lage ist unübersichtlich: in Frankfurt, in Deutschland, in Europa, der Welt und dem Web. Das betrifft nicht nur die Finanzen, die der Märkte und der Staaten.

Ackermann und China verkünden in schönem Gleichklang: “Das Vertrauen der Finanzmärkte ist gestärkt” – “Gott sein Dank” möchte man anfügen.

Am Tag nach Brüssel, nach dem nun jeder die “Billion” kennt, jubeln die Finanzmärkte und manch andere, allen voran die Aktionäre der Deutsche Bank AG: Sage und Schreibe 15% plus hat ihr Kurs in den ersten Handelsstunden. Natürlich war von keiner Finanzmarkt-Transaktionssteuer die Rede heute Nacht, aber von vielen Zahlungsversprechen und über den Ausverkauf von Staaten wurde besonders palavert.

Wer glaubt, der “Neo-Liberalismus” sei auf dem absteigenden Ast, unterliegt vermutlich einer Täuschung: so schnell wie in diesen Monaten wurden öffentliche Ressourcen im letzten halben Jahrhundert in Europa noch nie vertickert. Allein Italien hat gestern die Privatisierung öffentlichen Eigentums in Höhe zweistelliger Milliarden abgekündigt.

Aber eine ganze Menge Leute in Europa und anderswo freuen sich überhaupt nicht darüber, aus ganz verschiedenen Gründen. Selbst dass der Druck auf viele zunimmt ist noch lange keine Garantie dafür, dass sich “die Wirtschaft” erholt. Und selbst wenn: unter diesen Bedingungen bleiben viele, wenn nicht die meisten Verlierer in diesem Spiel. Über die Ausweitung der Arbeitszeiten bei immer weiter steigender Produktivität und besserer Technologie können wir uns denn auch gar nicht freuen: und das gilt fast überall.

Zur Unübersichtlichkeit gehört auch die vielbeschworene “Komplexität” der kapitalistischen Wirtschaft und der Finanzmärkte, über die unsere Medien und fast alle Politiker vor ihren Mikrofonen stöhnen. Es ist aber eine Sache, ob man sich um die Komplexität der Rettung aller bestehenden Verhältnisse sorgt und eine ganz andere, ob es um die Komplexität genau einer weitergehenden Änderung dieser dreht. Und genau dieser Unterschied wird gerne unübersichtlich gemacht.

Die widersprüchlichen Erwartungen und Folgen quer durch die Gesellschaft machen einen weiteren Teil der Unübersichtlichkeit aus, und das betrifft die (auch hier beginnenden) Widerstände gegen die wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Trotzdem müssen solche Widerstände weiter gehen.

Unweit von “Soll und Haben”, der Zentrale der Deutsche Bank AG steht die EZB und in der Wiese davor steht das Camp der Occupy Bewegung. Diese plant für Samstag, den 29. Oktober um 12 Uhr in Frankfurt eine erneute Demonstration, Treffpunkt ist der Rathenauplatz.

Angesichts der aktuellen Ereignisse spricht alles für diese Demonstration.

Zweifelsohne ist occupy selbst unübersichtlich, mit einem Korpus vager “Forderungen”, und Ansprüche, vieler obskurer Vereinnahmungsversuche und manch übertriebener Diskurssperren. Manches davon ist gut, anderes fragwürdig. Das spricht aber noch lange nicht per se gegen die Bewegung, sie ist halt unübersichlich, und gleicht damit ein Stück den Finanz-Prozessen. Es bleibt noch eine Menge an Möglichkeiten offen.

Einige Infos und Artikel über die Wogen um Occupy:

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Ein Song der Empörung

Der alte Konstantin Wecker hat was Hörbares zur Empörung auf den Weg gebracht. Hier könnt ihr es Probehören.

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Occupy Frankfurt, 2011.10.22: Fotos

Occupy Frankfurt
2011.10.22

Fotos von Aylin Karacan und Merzmensch

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Fortsetzung der Proteste gegen Bankenmacht und für Demokratie

Aufruf zu Demonstration und Kundgebung am Samstag, 22. Oktober 2011 12.00 Frankfurt Main Rathenauplatz
Am Sonntag (und dann am Mittwoch) findet erneut ein EU-Gipfeltreffen zur Finanzkrise statt.
Damit nicht erneut Beschlüsse gefasst werden, die vor allem die Sozial Schwachen treffen, gehen wir auf die Straße.
Denn es besteht die Gefahr, dass die Verursacher der Krise enorme Summen erhalten, [...]

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Aufzüge meines Lebens (3): Verdammnis und Verständigungsprobleme

Abwärts fahrende Aufzüge haben eine metaphysische Komponente, wie man in dieser Filmszene aus “Barton Fink” der Gebrüder Cohen sehen kann. (Leider hier nur in einer Synchronisation durch den Vatikan). Der LIFTBOY ist ein alter, resignierter, versteinerter Mann, der auf die seltsame Frage des Aufzugsgastes, ob er die Bibel gelesen habe, ebenso seltsam zurückfragt: “Die heilige Schrift? Ich glaube schon.”

Das metaphysische des Aufzuges nimmt auch das folgende, völlig andere Video auf, ein kleines Musikvideo von Arcade Fire. Die Metaphysik hier rührt nicht nur von der Erwähnung der Bibel im Aufzug her (indessen übrigens in der Bibel leider nie ein Aufzug erwähnt wird), sondern ebenso von der Enge. Die aufzugsgemäße Enge spiegelt die Enge der Existenz. Man lebt mit vielen nebeneinander, zwangsläufig. Was tut man in dieser Enge? Man tut sich -im positiven Fall -mit anderen zusammen, klopft vergebens, aber rhytmisch gegen die Decke und zerreißt die Zeitung. Oder spielt ein

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Nach Univollversammlung Haus in der Schumannstraße besetzt und… zwangsgeräumt

Heute Donnerstag wude nach einer studentischen Vollversammlung die Schumannstraße 60 (ein altes Haus der Uni) in Bockenheim/Westend besetzt. In den nächsten Tagen gibt es mehr Infos. Laut Pressemitteilung von “Schlaflos in Frankfurt” soll mit der Besetzung “auf den Widerspruch zwischen dem derzeit bestehenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen und dem hohen Leerstand von Gebäuden in Frankfurt verwiesen werden. Für Studierende, die zu Beginn des Wintersemesters noch keine Wohnung in Frankfurt gefunden haben soll damit zugleich Wohnraum erschlossen werden.(…) In der Stadt stehen fast ein Fünftel aller Gewerbeflächen leer. Das entspricht der Fläche von 27000 Wohnungen. Ein Teil davon könnte in Wohnraum umgewandelt werden. Ein ernsthaftes Engagement der städtischen Politik den Wohnraummangel zu beheben ist aber derzeit nicht zu erkennen. Tatsächlich wurde die Zahl der städtischen Sozialwohnungen in den letzten Jahren – trotz anhaltenden Bedarfs – kontinuierlich reduziert. Die Stadt Frankfurt beruft sich zwar auf ein Stadtentwicklungskonzept mit dem Titel „Frankfurt für alle“; vorangetrieben wird jedoch vor allem der Umbau der Innenstadtteile zu Konsum- und Erlebnisräumen.

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Informationen aus dem Occupy Frankfurt Camp

+++WIR BENÖTIGEN DRINGEND EINEN „REPEATER“ DER EIN WLAN SIGNAL BIS ZU DEN ZELTEN VERSTÄRKEN KANN für LIVESTREAM UND KONTAKT ZU OCCUPY FFM VOR ORT++++++++++++++++++++

Eine erste kleine Reportage zu dem Camp!

Informationen für Teilnehmer, die von ausserhalb anreisen

■Aktuell steht ein Pad zur Verfügung, dass das Infozelt vor Ort mit der Aussenwelt verbindet. Hier können Sachspenden koordiniert werden.
■Der Kundgebungsort ist in Gallusanlage (Willy Brandt Platz)
■Ende ist nicht in Sicht, das Camp ist vorerst bis Mittwoch genehmigt.
■Die offiziellen Ordner, die wir aufgrund von behördlichen Auflagen stellen müssen, stehen Euch gleichzeitig auch als Ansprechpartner für alle möglichen und unmöglichen Probleme zur Verfügung, mindestens sind sie in der Lage Euch zu sagen, wer Euch weiterhelfen kann. Dies gilt ausdrücklich auch für Fragen des Ablaufs der Veranstaltung auch nach deren offiziellen Auflösung.
■Occupy:Frankfurt ist kein kostenloses Theaterprogramm sondern eine Mitmachdemo. Wir freuen uns, wenn Ihr Euch meldet und noch helfen wollt.

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Der Spiegel: aus dem Medium der Kommandohöhen

Am letzten Wochenende demonstrierten unter der Parole „Occupy…“ weltweit Hunderttausende gegen herrschende Wirtschaftsstrukturen und den damit gekoppelten demokratischen Rückbau. Deutschland blieb davon nicht verschont, auch wenn es hierzulande in weit geringerem Maße als andernorts brodelte. Besonders in Frankfurt und Berlin als Finanz- und Polit-Hauptstädte kamen jeweils 5 bis 10 Tausend Menschen zusammen, um ihren Unmut zu bekunden und erste Schritte in Richtung einer Fokussierung von Protesten zu gehen.
Das erfolgreiche Quotenmagazin „Der Spiegel“ berichtete und kommentierte die Ereignisse in der für das Blatt typischen Weise, und da es sich dabei gut selbst als politischer Akteur in der Wirtschaftspolitik konturiert, möchte ich auf die Beiträge der Autoren Stefan Schultz und Jan Fleischhauer eingehen.

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Schulz berichtet als “Mitglied der Wirtschafts-Redaktion” aus Frankfurt, sozusagen als Augen- und Ohrenzeuge der Protestwelle gegen die hier beheimatete EZB und die vielen anderen Bankzentralen. Der Titel des Stimmungsbildes lautet: „Triumph der Träumer“. Wie der anspruchsvolle Leser aus Kindheitserfahrungen und Zirkus heraus schon fast erwartet, verbindet der Spiegeltext unter dieser Überschrift den Träumer mit dem Spiel, mit den lustigen Seifenblasen, erzeugt von hüpfenden Demonstranten: „Seifenblasen als Sinnbild der Proteste“ heißt es zusammenfassend. Seifenblasen ziehen sich durch Schulzes Text, von den lustigen Protestierern mit bunt blinkenden Plastikpistolen bis zu den Hochhäusern, an denen sie schließlich abprallen.

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Gleichenstein. Ein Schauerroman

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Friedrich von und zu Solz zugleich zu Gleichenstein ist sprachlos. Wie von tausend Teufeln gehetzt ist sein Kammerdiener in das selten geheizte Sarkophagzimmer gestürmt, rufend “Die Straußensteaks sind alle!” Danach: Lähmendes, lastendes Schweigen.
Schließlich murmelt der Graf: “Grade jetzt, da ich Frau von Trotta erwarte, die ihr drittes Bein abholen will…Machen Sie wenigstens ein Feuer an. Oder nein, holen sie mir das Schleudertrauma!” Der Kammerdiener verschwindet. Ein Gewitter zieht auf und mit ihm die angenehme Benommenheit des Schleudertraumas im Frühherbst.
Die Vorhänge der offenstehenden Fenster bauschen sich wie die Röcke der Tänzerinnen des spanischen Hofballets, die Phillip von Anjou vor Jahrhunderten durch die Tapetentür des Gleichensteinschen Schlosses zu beobachten pflegte, um der Öde des Erbfolgekrieges zu entgehen.
Und tatsächlich bemerkt von Gleichenstein, dass Frau von Trotta bereits im Raum ist. Wie hatte er sie nur übersehen können? War sie überhaupt da? Oder war sie nur eine Fata Morgana?

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Occupy Germany! Der Tag aus Bloggersicht

15. Oktober 2011, ein Tag, den man sich merken sollte. Erstmals gingen in der ganzen Welt, in über 900 Städten, Menschen gegen das aus dem Ruder gelaufene Finanzsystem und für mehr demokratische Partizipation auf die Strasse. Auch in Deutschland gab es in vielen Städten Veranstaltungen und ein paar Blogger haben sich zusammengetan, um ein kleines [...]

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Occupy Frankfurt: Video

Occupy Frankfurt
15. Oktober 2011.

Video von Merzmensch
Mitarbeit von Aylin Karacan

s. auch Fotogallerie.

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Occupy Frankfurt

Occupy Frankfurt
15. Oktober 2011
Fotos von Aylin Karacan

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Finanzfurt zum 15. Oktober: Einsichten zur aktuellen “Schuldenkrise”

Ein kleiner Video fasst einige Erkenntnisse über die “Schulden-Krise” in Euroland als Moment der Finanz- oder Bankenkrise schön zusammen.

Wir denken das passt gut zum heutigen Occupy-Day, gerade hier in Frankfurt, wo doch einige der Institute sitzen, die von den Staatszinsen besonders gut gelebt haben.

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Kraftwerk: im Zentrum der Mensch-Maschine

Ob die Gruppe Kraftwerk nun reine Techno-Avantgarde ist oder auch kritische Momente hat?
Sei es drum! Zu unseren laufenden Maschinen passte jedenfalls ein Auftritt der alten Technologen in München am 12. Oktober ganz gut. Und man konnte all das schon vor Jahrzehnten ahnen.

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Frankfurter Paulskirche besetzt

AktivistInnen von “kein mensch ist illegal” haben gestern in einer spektakulären Aktion für mehrere Stunden die Paulskirche besetzt um gegen die europäische Flüchtlingspolitik und die mörderische Abschottungspolitik der Europäischen Union zu protestieren. Allein dieses Jahr sind seit März etwa 2000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, weil FRONTEX Boote abfängt und zur Rückkehr zwingt.
Solidarische [...]

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Links für Occupy Frankfurt und drum herum

Damit ihr gut informiert bleibt, nochmal einige Links für die Aktionen zum 15. Oktober zusammengefasst:
occupyfrankfurt: www.occupyfrankfurt.de und auf   facebook
bei Attac: www.attac.de
Orga-Debatte zum 15.: piratenpad.de
Hintergrund-Papier: indignadosffm
Internationale Seite: http://15october.net/
Die Zeitung der New Yorker Initiative: Occupied Wall Street Journal und Heft 2
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Medienkompass: Zizek besetzt Wall Street

Wir wollen euch das Video mit dem Auftritt von Slavoi Zizek auf “Occupy Wall Street”, gestern 9. 10. nicht vorenthalten.
Schön, wie das bei dem slovenischen Philosophen ohne Megafon geht, die Gestik versteht man ja auch so. Weil das Megafon fehlt, wiederholt die Menge die Sätze, damit “alle sie verstehen”. Aber: was heißt “verstehen”? Das klingt am Anfang ein bisschen abstoßend, nach Brecht, oder wie Sokrates und der Chor der griechischen Agora. Zizek sagte ja auch mal, dass er die sokratischen Dialoge liebe, grade weil sie keine seien, sondern der andre sage immer nur: “Führwahr, so ist es” etc. Wenn Zizek je Sokrates war, dann hier: Beständig Werte umwertend, aber sich nervös am verschwitzten T-Sirt zupfend und der Zustimmung der Agora versichernd. Wir sehen und hören: Philosophie in Aktion. Lacan meets USA: “Don´t be afraid to really want what you desire”. Der osteuropäische Weltenbürger Zizek trifft den Ami-Ton gradezu traumwandlerisch. Jeder Satz, jedes Wort “sitzt”, steht, springt auf. Kann man sich IRGENDEINEN populären deutschen oder sagen wir westeuropäischen Philosophen mit einem solchen Auftritt an einem solchen Ort zu solch einem Anlaß heute vorstellen? Sloterdijk, der vermögend und vergrämt mit “Du mußt Dein Leben ändern” durch Kongreße und Talkshows tourt und zusammen mit Bankern und Politikern in äh, “Zukunftsräten” sitzt? Oder die philosophische Antwort auf Günter Jauch, den smarten, freundlichen Richard David Precht von “Wer bin ich und wenn ja wie viele”? Sarkozyspezi und Präsidentenberater Bernhard Levy von den dahindämmernden “neuen Philosophen”? Oder gar den greisen Universitäts-Jubiliar Habermas? Undenkbar.

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Medienkompass: “Kapitalismus lieben”

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Retter noch zu retten?

Nicht wirklich immer klar kommen Äusserungen der deutschen Regierung zu ihrem Umfeld heraus, dem der Staaten und der Banken allüberall. Wen will man hier und dort denn retten, und was heißt das alles?
Die Rammböcke deutschen Pragmatismus feiern dieses Wochenende in ihren Bierzelten Parteitag, dort wo die Autos noch groß sein dürfen und sollen, also in [...]

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Campus Bockenheim: alles wie gehabt!

Bei der seit Monaten geforderten Bürgeranhörung im Senckenberg-Museum (28.9.) stellte F. Junker (ABG Holding) den Bebauungsplan für das Areal “Depot-Gelände” vor, der bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden soll.
Kritische Anmerkungen und Fragen wurden ausnahmslos “gebügelt”, die Preislage der zukünftigen Miet-und Eigentumswohnungen (11.50 Euro kalt, 3500 Euro /qm) legitimierte der ABG-Vertreter mit dem Hinweis auf die [...]

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Unruhe im Finanzdistrikt: Wallstreet besetzt!?

Schon seit 2 Wochen wird versucht, den Betrieb der Finanz-Institutionen an ihrem Hauptversammlungsort ein bißchen durcheinander zu bringen! Occupy Wallstreet heißt das Motto.

Nein, ich spreche nicht von Frankfurt, das ist nur der wichtigste Finanzort Mitteleuropas. Die Wallstreet findet ihr nicht in Sachsenhausen, sondern in New York. Genau: Goldman Sachs und die ganzen anderen, alle sind dort anzutreffen. Nix wie hin und irritieren, und das nicht nur mit Kursbewegungen und Credit Default Swaps.

Rund um die Brückenbesetzung in Manhattan am Wochenende wurden 800 Leute verhaftet; das wäre so, wie wenn hier die Alte Brücke und die Friedensbrücke zu wären.

Lassen wir uns in Bankfurt von den Leuten drüben anregen, denn auch bei uns gibt es viel zu tun:
New York Wallstreet Proteste

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Diskussionen zum Tag der Deutschen Einheit

Eingedenken an das was in Deutschland möglich war – davon redet man salbungsvoll an diesem arbeitsfreien 3. Oktober.
Wir erinnern auch daran was hier nicht ging, was möglich ist und vielleicht noch sein wird. Das soll mit einem über 40 jahre alten Film zur möglichen Revolution und die Revolutionäre in Deutschland geschehen, der uns einige Leute aufgeregt darüber diskutierend zeigt, wann und wie sie denn tatsächlich eintreten kann.

Erstaunlich die gesellschaftlichen Rollen der Disputanten: ein Verleger, ein Soziologieprofessor und ein Student.

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GRÜNE zum Kulturcampus

Am Mittwoch, 22. 9., tagte die “AG Kultur” von Bündnis 90/Die Grünen im Studierendenhaus/Campus Bockenheim in “nicht-öffentlichem” Rahmen.
KünstlerInnen aus der freien Szene (u.a. ID Frankfurt, pdf des Konzepts hier) stellten ihr Konzept für die Nutzung des Studierendenhauses nach dem Wegzug des AStA vor. Zielsetzungen und Tradition des Hauses, die Auseinandersetzung mit dem Faschismus, den Kampf [...]

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Campus Bockenheim – der Leuchtturm zieht die Motten an

So, Kaufvertrag besiegelt, Bebauungsplan heimlich bereits abgenickt. Strahlend wird er da stehen der „Kulturcampus“, und in seinem Licht beginnen die Motten zu kreisen. Kultur für alle – die dazu gehören. Selbstverwaltung, natürlich unter der Kontrolle der etablierten Einrichtungen, Kreti und Pleti brauchen Führung und Letztere ein Haus, um sie auch auszuüben. Neben den Institutionen von Weltrang kann eben nicht einfach jeder und dann noch unprofessionell, das geht schon gar nicht. Da sitzt dann auch ein grüner Herr Baier und nickt staatstragend, schon schwer, so ganz ohne Rückgrat nicht umzufallen.

Es melden sich die ¾ Arrivierten, denen nicht nur eine adäquate Spielstätte an prominenter Stelle zusteht, sondern die sich als die natürliche Führungsgruppe empfehlen. Das wird Roth und Junker gut gefallen. Die Vorstellungen dieser Leute sind elitär und zielen auf Eliten, also genau das, was zu diesem Kulturcampus passt. Sie reihen sich in die Phalanx der globalen Player.
Die GRÜNEN preschen vor, hier die AG Kultur, die sich die Vorstellungen ihrer Klientel präsentieren liessen. Bunte Vielfalt, die ich meine!

(s. auch Kurzmeldung GRÜNE zum Kulturcampus)

Das Erscheinen dieser Gruppen kann als sicheres Indiz dafür gewertet werden, dass im Rahmen des Leuchtturmplanes noch etwas zu verteilen ist. Als angeblich freie Gruppen von Weltrang meldet man da schon mal seine Forderungen an. Die Referenzen stimmen, der politische Hintergrund auch. Sie drängen sich förmlich auf, da sie als „Freie“ für die geforderte Offenheit stehen (ähnlich wie ‚die Stadt gehört Dir’). Sie empfehlen sich als weiche Standortfaktoren und fordern Teilhabe. Und sie passen ja auch wirklich in das ABG-Konzept. Vor allem kann man mit ihnen die Schmuddelkinder aus dem Rennen werfen und dabei auf die Vielfalt hinweisen, für die solche Gruppierungen angeblich stehen.

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Emphatischer Zeitraffer: Innenstadt

Mit 9000 Bildern in ca. 28 Stunden reiner Aufnahmezeit hat Marc Schmidt ein Zeitraffer-Video (”Time Lapse Frankfurt”) von Frankfurt hergestellt, das wegen seiner verschiedenen Perspektiven sehenswert ist.
Würde er auch noch die übertriebenen Kommentierungen etwas runterschrauben, könnte was Nettes draus werden.

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Audiomitschnitt: “Wem gehört die Stadt” u. FGZ bei Radio X

Kürzlich war das Bündnis “Wem gehört die Stadt” eine Stunde bei Radio X, um über genau diese Frage zu diskutieren, Positionen und Mitstreiter des Bündnisses vorzustellen. Mit dabei waren auch trickster und Bert Bresgen von der Frankfurter Gemeinen. Wer´s verpasst hat, ein Audiomittschnitt ist hier zu hören: http://www.mydrive.ch/. Als User bitte: blumenkraft und als Passwort [...]

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Linerider

the one and only

“Wenn Du was im Schädel hast, dann -Freund!
Meide Ketsch.
In Ketsch ist eine leere Straße nicht sicher für den Zweiberadten.
Sei sie auch Tausend Ellen schnurgerade
Und Deine Speichen noch so solide.
Dort springen schwimmerbekreuzte Damen Dir
Vors Schutzblech und der Soundtrack spielt
Blaulicht im Loop.
Darum -Freund: Meide Ketsch!”

Reprise

Surprise

Doch zum Glück bin ich der Linerider!
Mein Schal flattert in turbulenten Winden,
Und mein Schlitten bricht
Niemals
Alle lassen mich durch Soundtracks purzeln.
Du siehst es nicht,

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Warten auf Frau Roth

Es sollte doch so nett werden, richtig heimelig und eben doch weltoffen, Frankfurter Art halt. Sekt und Buffet und rot(h)er Teppich ein geschmücktes Studierendenhaus, Konfetti und bunte Wimpel. Das Abbild vorhandener lebendiger Kultur an diesem Ort.

Endlich, die OB und ihr Junker inmitten ergriffen lauschender Frankfurter BürgerInnen, umwuselt von den üblichen Hofberichterstattern, schritten auf das Corpus delicti zu, wo sie ein spontaner Jubel empfing, der die Dankbarkeit der anwesenden Völker über den Erhalt des Hauses ausdrückte und die tiefe Verbundenheit mit diesen engagierten und unermüdlichen Streitern der berühmten lebendigen Frankfurter Vielfalt.

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Einsturzgedenken: Frankfurt/ Suhrkamphaus

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Während für 2 Türme in New York sich die halbe (Medien-)Welt im ergriffenen Eingedenken übt, ist ein angekündigter Einsturz im Westend/Lindenstrasse und seine Geschichte fast keinen Gedanken und kein Bild mehr wert. Das wollen wir durchbrechen.

Zur Erinnerung: schon während der Kaiserzeit gab es ein seltsames, entwertendes Verhältnis von Berlin zu Frankfurt. Die temporeiche Rückkehr unserer Gesellschaft ins 19. Jahrhundert spiegelt sich auch in den Geschehnissen rund um dieses Schicksal.

Unser Fotograf Stefan Geyer hat das traurige Geschehen eines gewollten kulturellen Zusammenbruchs in Frankfurt, ehemals einer Stadt kritischer Impulse dokumentiert.

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Zeitgeist: Internationale Solidaritäten

Solidarität: althergebracht?

Nein, hat sich einfach transformiert und an bestimmten Stellen sedimentiert.
Die hängen eng mit Wettbewerb und Marketing zusammen.

Globale “Firmen-Solidaritäten” werden als Markenbewußtsein ausbuchstabiert.
So kannst du auch mit reinkommen!

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Warum Hufer besser als Autos sind

GäuleEs hat Servo! Es hat “Full Stop!” Es geht mit Dir in jede Kurve und es hat Autopilot straight way home! Nüchtern oder sonstwiedrauf, denn es tankt von alleine!

DESHALB sind Pferde besser als Autos, Mulis auch und Esel erst recht. Fangen wir bei Letzteren an:
Ein Esel will leben. Er hält sich aus diesem Grund nicht gerne mit Fakten auf. Fakten sind nur folgerichtig. Ein Esel will den nächsten Schritt tun!
Wärst Du ein Esel, Freund und Brüderin, wäre Dir nach einem wohlen Kraut, soviel Du saufen kannst, einem Platz im Schatten und dem nächsten Fick.
Wärst Du ein Maultier wäre Dir auch danach, nur wäre der Sex dann eher willkommener Beigeschmack.
Und immer wollest Du rennen!
Menschen machen das anders. Sie lassen sich tragen. Einige nicht! Oh ihr Pferdemädchen
Und stolzgeschwellten Reiter. Ihr gleitet.

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Der berühmte psychoanalytische Klavierwettbewerb in Moskau

Männer und Frauen auf dem berühmten “Psychoanalytischen Klavierwettbewerb” in Moskau. Sie spielen “Tränen” und “Ostern” für zwei Klaviere von Rachmaninoff.

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Airport-Security: Überraschungen

Traffic durch die großen Gates der Metropolen hindurch, die Flughäfen besonders: Trotz Web eine Bedingung unseres gegenwärtigen Lebens. Mit viel Sicherheit drum heraum. Mit viel Sicherheit drum heraum, wie auch auf Rhein-Main Airport!
Und die bringt die ganze schöne Flexibilität manchmal durcheinander.
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Aufzüge in meinem Leben. Teil 2: Hoch- und Unter-Weisung.

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Über die gesamtgesellschaftliche Metaphorik des Aufzuges wurde bereits Vieles und Gutes geschrieben. Oh ja, es gibt jede Menge Aufzugsarten, jede Art einzigartig in ihrer Einzigartigkeit (s. die Quelle des UnEndlichen Wissens):

  • Einkabinenaufzüge
  • Doppelstockaufzüge
  • Mehrkabinenaufzüge (Twin-System)
  • Paternosteraufzüge
  • Senkrechtaufzüge
  • Schrägaufzüge
  • Sonderform Schmid-Peoplemover

Der normale Aufzug impliziert eine schreiende Subversivität und Spontaneität (daher wurden bereits so viele Horrorfilme darüber gedreht)…

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Dame Roth hält Audienz

Am Montag, den 12. September 2011 ist es so weit. Pünktlich 18 Uhr 15 ist die geneigte Öffentlichkeit zum Defilee geladen. Natürlich auf dem in Zukunft so wundervollen neuen Areal, dem „Kulturcampus Bockenheim“. Es darf geschwärmt werden, von den strahlenden Neubauten (Leuchttürme), den satten Grünanlagen, der Kultur, die nun endlich auch Bockenheim erreicht.
Und selbstverständlich von [...]

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Herzlichen Glückwunsch, Frau Roth – es ist vollbracht!!

Für 90 Mio. Euro ist das Areal in Bockenheim über den Tresen gewechselt, mit roten Köpfchen und hoch erfreut, dass es wieder einmal ohne jegliche Mitsprache und parlamentarische Kontrolle durchgezogen werden konnte, stellten sich die Lichtgestalten der Presse.
Endlich können Sie loslegen, Frau Roth, und wir uns freuen. Es wäre auch zu traurig, wenn Sie Ihre [...]

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Internationale GeographInnen verabschieden Resolution

Campus Bockenheim soll ein Ort für alle bleiben
Anlässlich der 6. International Conference of Critical Geography (ICCG), die vom 16. bis 20. August 2011 an der Goethe-Universität Frankfurt stattgefunden hat, haben 450 WissenschaftlerInnen aus über 30 Ländern eine Resolution verabschiedet, die sich für den Erhalt und die Entwicklung des Campus Bockenheim als einen öffentlichen und demokratischen [...]

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UNTOTE

Mad for stalking

PUNK IST EIN ZOMBIE!

und sein Schlaf wird gestört

es ist hungrig wie wild

wenn es gefressen hat

Und wenn es Trommeln hört

Lücke

PUNK IST EIN ZOMBIE!

ganz von Kugeln zerrissen

und es ist hinter dir her

es hat offene Brüche

aber kein schlechtes Gewissen

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Ruinöse Leasingverträge in Frankfurt stehen vor dem Abschluß

Am Dienstag soll im Haupt- und Finanzausschuss ein Leasing – Neubau im Gallus im Haupt- und Finanzausschuss, am Donnerstag dann im Stadtparlament durchgewunken
werden. Dieser Leasing – Vertrag hat es in sich: Ist er doch nach Feststellung des Revisionsamts der Stadt Frankfurt nicht nur um mehr als 7 Mio € teurer als beim Eigenbau,
er enthält auch eine Fortfaitierungsklausel, damit der Investor einen günstigeren Zinssatz bekommt. Für die Stadt und für uns als Bürger bedeutet die Fortfaitierung:
Sollte der Investor insolvent werden, muss die Stadt trotzdem bis zum Ende der Vertragsfrist 30 Jahre lang ihre Raten weiter bezahlen – ohne jede Gegenleistung!
Deshalb haben wir, das Bündnis gegen Privatisierung, einen offenen Brief an die Stadtverordneten – im Anhang – geschrieben. Er ist hier dokumentiert:

“Offener Brief an die Stadtverordneten der Bunten Liste, CDU, FAG, FDP, Grünen, Linken und SPD

Am 1. Juli 2010 hat die Stadtverordnetenversammlung für PPP – Brückenprojekte von 500 Mio gestimmt; aktuell ist ein Leasing-Bau für das Grünflächenamt und das Amt für Straßenbau in

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Nimm

Du nimmst dem Himmel die Sterne nicht.
Den Vögeln den Himmel
Oder den Menschen die Vögel.
Unsere Welt wird verglühen,
Es ist alles geliehen.
Wir laufen hier nur drüber:
Attention! Humans crossing!
Sei kein Borstenvieh…

Billy Baboon is a busy bounty hunter
Beloved by barbarian barbexcusers
Du rückst tags Regalbretter bei Möbel Ungern
Und nachts Gläser mit Deinen Freunden
weil Du gerne singst!
007, 08/15, 2012,
112, 137/5, 22.8.2011
Eine [...]

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Activism meets Academy

Die Exzess-Halle in Bockenheim war gerammelt voll, mit fast 150 Leuten hatte kaum jemand gerechnet. “Faites vos jeux!” und die “Krisengruppe” aus dem Frankfurter Netzwerk “Wem gehört die Stadt?” wollte deren Beteiligte mit Kritischen Geografen und Stadtforschern, die sich in Frankfurt gerade zu ihrem Welt-Kongress (!) zusammenfanden, in einer Veranstaltung zum “Recht auf Stadt” zusammenbringen.

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Das gelang auch ein gutes Stück weit. Drei ReferentInnen aus akademischen Institutionen berichteten über Umfeld und Bedingungen von europäischen Stadtbewegungen der letzten Jahre. Sybille Bauriedl lehrt am Institut für Geographie der Universität Hamburg und ist mit dem Arbeitsschwerpunkt StadtRaum (ASSR) beim Bundeskongress Internationalismus (BUKO) aktiv. Andrej Holm forscht an der Humboldt-Universität Berlin zu den Themen Stadterneuerung, Gentrifizierung und Wohnungspolitik im internationalen Vergleich. Anne Vogelpohl ist Mitarbeiterin am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und arbeitet dort im Forschungsprojekt »Die Neuordnung des Städtischen im neoliberalen Zeitalter« Die Veranstaltung sollte das Frankfurter Netzwerk mit Erkenntnissen über ihre direkten Zusammenhänge versorgen und diese diskutieren.

Das betraf zunächst die theoretischen Quellen der

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Freitag Abend: Mainufer

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Wunsch, Indianer zu werden, inmitten weiterer Wünsche

 
Ich traf nie einen reichen Mann, eine reiche Frau mit der geringsten EIGENEN Vorstellung von Schönheit. Also gilt Wildes Auftrag, Schönheit zu verbreiten dem gemeinen Mann, der gemeinen Frau, trotz “Skifahren für Manager” und “Afterworkführungen”. Er, der in den Saloons des Wilden Westens Vorträge hielt, ohne erschossen oder korrumpiert zu werden, ah, wäre er nicht [...]

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Bürgerlicher Alarmismus: Schirrmacher macht den Geißler

Dem “Kulturkritiker” und “bürgerlichen Vordenker” Frank Schirrmacher muß ob plötzlich erkanntem Ausdünnen “bürgerlicher Werte” der Schreck in die Glieder gefahren sein: unter der Überschrift „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“ möchte er in einem FAZ-Artikel eine Art Ent-Finanzialisierung der CDU antriggern. Ihn bewegt jetzt ein feuilleton-politisches Unbehagen der Art, wie es bereits [...]

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Veranstaltung des Stadt-Netzwerks in Bockenheim

Wem gehört die Stadt? Diskussionsveranstaltung zu Gentrifizierung und dem »Recht auf Stadt«
Mittwoch 17. August, 20.00 Uhr (pünktlich) ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt

Anknüpfend an den Aktionstag, des »Wem gehört die Stadt?«-Netzwerks laden wir im Rahmen der 6. Internationalen Konferenz »Kritische Geographie«, die vom 16. bis 20. August 2011 in Frankfurt stattfindet, zu einer Diskussionsveranstaltung zu Gentrifizierung [...]

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Vertragsunterzeichnung zum Campus Bockenheim

Kommt es wie geplant am 15. August zur Unterzeichnung des Vertrags zwischen Stadt Frankfurt, ABG Holding Frankfurt und Land Hessen ? Auf jeden Fall:
Presseerklärung
zur bevorstehenden Vertragsunterzeichnung zwischen der Stadt Frankfurt, ABG Holding Frankfurt und dem Land Hessen zum Campus Bockenheim
Der Kauf des Campus Bockenheim-Geländes durch die Stadt bietet große Chancen,  Bürgerbeteiligung [...]

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Statements: Dabeibleiben!

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Aufrüstung an der europäischen Sozialfront – hessische Vorstöße

Es sollte nur ein Artikel werden, doch sind die Aktivitäten seitens der herrschenden Eliten, angetrieben von deren ungebremsten Eifer, zu vielfältig, immer weiter auf der Suche, wo noch etwas zu holen ist. Unten natürlich, oben gibt’s nix zu holen! Eine neue Gesetzesänderung soll es nun richten.

Schlafstelle

Es wird überall gezündelt – sich dann gewundert und empört, wenn es zu einer Explosion kommt. Salbaderndes Gerede von rationalen Entscheidungen finden dort keinen Adressaten mehr, wo das offizielle: jeder für sich! Auf die trifft, die mit dem Rücken an der Wand stehen, auf dass sie besser niedergeknüppelt werden können.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Initiative der Regierungsfraktionen in Wiesbaden und den Eruptionen in Großbritannien. Wer dies nicht wahrhaben will, sollte sich am besten sofort in die entsprechende Gated Community begeben. Das in letzter Zeit oft gehörte „Jetzt reicht’s“ hat viele Sprachen und viele Gesichter. Das sollte im Hinterkopf sein beim Lesen.

Der selige Herr Koch ist einmal nach USA gefahren und dort hat er entscheidende Inspiration erfahren. Angetan von dem Musterland sozialer Bemühungen, begann er sofort diese wertvollen Richtlinien umzusetzen, da auch hierzulande die notwendigen Reform-Maßnahmen anstanden, die Schröder nach seinem Spezi aus der Wirtschaft nannte. Das Wunderwerk Hartz IV verlangte ein Gesetz zur Umsetzung, damit die vielen neuen Job-Center auch effizient arbeiten könnten.

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Leitfaden für Entmieter – kurzes Kompendium der Praxis

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Aus gegebenem Anlass wollen wir unterstützend in die Debatte um die Zukunftsfähigkeit dieser Stadt Stellung nehmen. Um nun den Erfolg etwaiger gerade stattfindender Auseinandersetzungen nicht zu gefährden, wird der anschliessende Leitfaden recht allgemein gehalten, Anpassungen an die konkrete Realität bleiben den Beteiligten überlassen.

Aus gutem Grund sind Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen unvermeidlich. Dies ist nicht böse Absicht, sondern liegt in der Natur der Sache, da es sich ja um einen Praxis-Ratgeber handelt. Reaktionen à la „genau wie…“ sind verständlich, aber finden nur im Kopf des Lesers statt.

Nach längeren Diskussion wurde die Veröffentlichung beschlossen, obgleich stets die Gefahr besteht, dass die falschen Leute sich diese Informationen zunutze machen könnten.

Exkurs: Planspiele

Sehen wir uns – rein hypothetisch zunächst – einmal an, wie ein wirkungsvolles Vorgehen aussehen könnte. Es sei hier nochmals betont: natürlich wird hier ganz allgemein diskutiert und lediglich Möglichkeiten erwähnt, ohne bereits einen direkten Bezug zu den Vorkommnissen in der Stadt Frankfurt damit nahe legen zu wollen. Wie gesagt: Planspiele eben, deren Koinzidenz mit realen Gegebenheiten rein zufällig, jedoch ebenso unvermeidlich sind.

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Horowitz mit Schubert in Moskau


Ein Schubertimproptu mit dem alten und jungen Gott des Klaviers, Horowitz. H. hatte Russland 1925 verlassen, wg. der bösen Bolschewiki: Er musste in Kinosälen und wie Wikipedia weiß “vor proletarischen Bauern in Gasthöfen” spielen u. hatte doch als Kind dem großen Scriabin vorgespielt. Ich habe auch mal gehört, dass die Bolschewiki sein Klavier im Elternhaus zum Fenster rauswarfen, wie sich das damals für echte Bolschewiki gehörte. H. emigrierte 23jährig nach Berlin, dann nach Paris, und als die Nazis kamen, in die USA. Er wurde dort Freund des großen anderen russischen melancholischen Musikemigranten, Rachmanninoff.

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Kapitalismus-Rating: “CCC”

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Quelle: Titanic

Schrottanleihen, Junkbonds, Pleitekandidaten, Bad Banks, Penny Stocks heißen die niedlichen Tierchen, die sich gegenwärtig wieder epidemisch verbreiten und nicht nur hier in Frankfurt finanzielle Schüttelfröste hervorrufen. Dauerhaft leider meistens bei denen, die weder wissen was das ist, noch jemals solche Geldmaschinchen ihr eigen nennen konnten.

Aus dem Pool der meist vermögenden Leute und Institutionen, die klandestin ihr ganzes Leben mit der Hege der vielen Vermehrungsapparate rund um das Geld fristen spielen in den letzten Jahren und Tagen nicht die Hedge Fond Manager oder ähnliche Finanz-Kommandanten eine neue Rolle. Es sind Rechenknechte im Hintergrund, die quasi über die Lebenserwartung, den Gesundheitszustand von Eigentumstitel urteilen, die 3 amerikanischen Ratingagenturen.

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Für ihre Diagnosen verwenden sie nur wenige Buchstaben und Zeichen, damit es jeder versteht und gleich in die eigene Finanzrechnung einfließen lassen kann. Die Ratingagenturen vollbringen damit Wunderdinge, sie sprechen nämlich Geld. Den einen zu und den anderen ab: je nach Note wird es für die einen teurer und die anderen billiger. So einfach ist das.

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Die FGZ am Sonntag in Radio X

Zwei Abgesandte der FGZ sind am 31.7. zwischen 15 u. 17 Uhr in Radio X (fm 91,8 Stereo 99,85 Kabel) vertreten und zwar im Rahmen einer Diskussion mit dem Netzwerk: Wem gehört die Stadt? So: stay tuned!

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Sommerspiele: Das Gentrification Game

Das Wetter lädt uns diesen Sommer nicht wirklich zum Verweilen im Park auf, die Wiesen sind meistens zu naß oder kalt. Abseits vom Park oder Stoffel-Event gibt es aber noch andere lustige und zeitgemäße Unterhaltungsangebote, mit denen sich besonders echt urbane Zeitgenossen im städtischen Raum vergnügen können. Man muß sich nur etwas global umsehen [...]

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Aufzüge in meinem Leben. Teil 1: Fragezeichen

Aufzüge. Welch symbolische Kraft, welch erhabene Macht, Apotheose der Vertikale, Kulmination der Y-Achse.

Und ich. Einer unter vielen. In diesem Werkzeug der Senkrechten Bewegung.

Im Folgenden möchte ich darüber berichten: über Aufzüge in meinem Leben und über mein Leben in Aufzügen.

Teil 1. Fragezeichen.

Neben einer U-Bahn-Station habe ich einen Aufzug gesehen. Naja, was ist denn daran so seltsam? Ein Aufzug ist ein Aufzug ist ein Aufzug, nicht mehr, nicht weniger, werdet Ihr sagen. Doch nein! Denn:

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Von den Problemen mancher „hierarchiefreier“ Communities

Insbesondere in der linken Szene stellen viele Initiativen und Gruppen an sich selbst den Anspruch hierarchiefrei oder gar herrschaftsfrei zu sein.
Dieses Ansinnen ist durchaus respektabel und bestimmt würden die meisten Menschen eine Welt, in der es weder Herrschaft noch Hierarchien gibt sehr begrüßen. Ich jedenfalls würde es.
Doch gut gemeint ist nicht immer gut gemacht wie [...]

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Das Recht auf die Stadt

Der Slogan »Recht auf die Stadt« scheint in anschaulicher und zutreffender Weise Themen der gegenwärtigen Stadtentwicklung zu bündeln: Privatisierung kommunaler Güter, Gentrifizierung und kontrollpolitische Durchdringung öffentlicher Räume. Vor allem international agierende NGOs verbinden damit spezifische Rechte, die als Leitfaden für »good urban governance«-Praktiken gelten: menschenwürdiges Wohnen, ausreichende Infrastrukturversorgung, partizipatorische Entscheidungsfindung und Transparenz im kommunalen Regierungshandeln.

Recht auf Stadt - Fahne
Solche Konzepte, deren Verwirklichung sicherlich zu einer Verbesserung des städtischen Alltagslebens beitragen würde, haben allerdings wenig mit der Utopie von Henri Lefebvre gemein, der 1968 – dem Jahr der internationalen Studentenrevolten und des Pariser-Mai-Aufstands – erstmals diese Parole auf die politische Agenda gesetzt hat. Der französische Philosoph und Raumtheoretiker verfolgt damit ein staats- und herrschaftskritisches Projekt, dessen Anspruch über das bestehende System hinausweist: »Nur ein globales Projekt kann alle Rechte, die der Individuen und die der Gruppen, definieren und verkünden, indem es die Bedingungen ihrer praktischen Verwirklichung bestimmt. Heben wir unter diesen Rechten hervor das Recht auf die Stadt (das Recht nicht aus der Gesellschaft und der Kultur abgedrängt zu werden in einen Raum, der zum Zweck der Diskriminierung produziert wurde) und das Recht auf Abweichung (das Recht, nicht von notwendigerweise homogenisierenden Mächten in vorgegebene Kategorien gepresst zu werden).«

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Urban Mining – Tiefbohrungen auf der Zeil?

Wie wir alle von wissenden Autoren lesen und hören, nimmt es mit dem Umfang unserer “natürlichen Ressourcen” einen ungünstigen Verlauf. Es werden schlicht immer weniger, ob Öl, Uran, Kohle, Erden – selbst die Kälte wird rar: die Welt-Temperatur steigt und steigt. Deshalb sind die Fahnen des Fortschritts grün gefärbt, und alle suchen nach Alternativen und Nachhaltigkeit, oder geben es zumindest vor.

Gold im Keller

Da kommt uns doch als Frankfurter mit einer schwarz-GRÜNEN Stadtregierung eine neue Mode, quasi ein ökologischer Hype gerade recht, der wie gemacht für die Städte des good old Europe ist: das “Urban Mining“, ein “fishing for old goods”.

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Privatisierungspläne der Stadt: die PPP-Brückenprojekte

Mitten im scheinbaren politischen Sommerloch tauchen in der Stadt Plakate gegen die Privatisierungspläne der Stadt – PPP – Brückenprojekte – auf. Warum?

Vor einem Jahr verabschiedete ein großer Teil der Stadtverordnetenversammlung den Beschluss, die Renovierung von 170 Brücken und anderen Bauwerken per ÖffentlichPrivaterPartnerschaft ( = PPP) in 30 Jahres – Verträgen für die Summe von 500 [...]

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Die Drei von der Beratungsstelle (2) Ein Sigmund-Freud-Musical

v.l. n.r.: Jung, Adler, Freud

Was bisher geschah: Die drei Nachwuchsmediziner Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung haben, um ihren Bankrott abzuwenden, die Psychoanalyse erfunden und eine Gemeinschaftspraxis gegründet. Sie warten auf die erste Patientin.
Es läutet. Lilian tanzt herein

(Song „Du hast mir heimlich die Liebe ins Haus gebracht“)

Freud: Du kamst zu mir

Jung: wie reizend von Dir.

Adler Alles hier ist für Dich da

Freud Und Du bist für mich da

Alle: Bitte schön, nimm Platz.

Lilian: Wenn es euch passt,

bin ich Euer Gast

Freud: Du machst zum Palast, das Zimmer

Jung: Wärst Du doch hier für immer

Adler: Das wäre schön, gnädige Frau.

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Ferien-Glück in Bornheim

Keine Anzeige

Mein erstes Telefon

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Urban Guerilla Brass

Zum schönen Sommer zwei Einlagen der Münchner Brassband Moop Mama, die durch Guerilla-Beschallen die Orte der Stadt neu erfahrbar machen möchte.

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Aktionstag 11.6. – Der Film

Ein schöner Samstag im Juni 2011, und: Wem gehört die Stadt?

Schaut euch an, was das Aktionsbündnis dazu meint!

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Aktionstag 110611. Schwabinggrad

Zum Aktionstag “Wem gehört die Stadt” am 11. Juni stimmte die Gruppe “SCHWABINGGRAD Balett” uns zwischen Deutscher Börse und Deutscher Bank auf den Geld-Puls der Stadt am Main ein. Auf das er in Zukunft erlahme!


18:30. Himmlisch. Auf das der Geld-Puls in Zukunft erlahme!

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Aktionstag 110611. Impressionen.

Aktionstag 11-06-11. Foto- und Videoimpressionen.

(Foto von Aylin Karacan, Text von Merzmensch)

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“Die Drei von der Beratungsstelle”- Ein Freud-Musical (1)

drei Beratungsstelle
v.l.nach r. : Sigmund Freud, Alfred Adler, C.G. Jung

Sprecher: Sigmund Freuds Erfahrungen mit der Hypnose und die Frühzeit der Psychoanalyse gingen ein in den berühmten UFA-Film „Die drei von der Beratungstelle“ von 1931. Die Handlung beginnt damit, daß die drei Nachwuchsmediziner Sigmund Freud

Freud: Es hat mich sehr gefreut!

Sprecher: C.G. Jung

Jung: So jung komm mer nimmer zusammen!

Sprecher: und Alfred Adler

Adler: Gott, bin ich heut wieder nervös!

Sprecher: von Bankrott und Approbationsentzug bedroht sind.

(sie fangen an zu singen)

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Altstadt besetzt! GO-In im geplanten Museumsdorf

Der Aktionstag am Samstag, den 11. Juni führte auch zu einer kleinen Besetzung der “Platte” am Römer, dem Rest des Technischen Rathauses. Das Statement der Besetzer zur Aktion dokumentieren wir im folgenden.

Heute entern wir die Betonplatte des ehemaligen Technischen Rathauses, um deutlich zu machen, dass wir mit der städtischen Planung dieses Altstadtareals nicht einverstanden sind. Statt innerstädtisches Wohnen und Leben für alle zu ermöglichen soll hier „hochpreisiger“ Wohnraum entstehen – und sicherstellt werden, dass sozial Schwachen, sowie nicht in den Flair des neuen Innenstadtviertels passenden Menschen das Wohnen hier unmöglich ist.

Statt den durch den Abriss des Technischen Rathauses freigewordenen Raum für alle zu öffnen, soll er wie es heißt „kleinteilig“ bebaut, aber trotzdem wieder zu betoniert werden. Ruhezonen und für alle gleichermaßen nutzbarer öffentlicher Raum wie der Archäologische Garten verschwinden im Schatten einer konsumfreundlichen Überbauung.

Mit dieser Aktion kündigen wir unseren Widerstand an. Wir protestieren gegen die Privatisierung öffentlichen Raumes und gegen eine Stadtplanung, die sich nicht an den Bedürfnissen aller in der Stadt lebenden Menschen orientiert.

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Weltverbesserung: Wie es NICHT geht

weltverbesserung

Wie Ihr wisst ist Euer lieber Freund Florian K. ein Fan der politischen Streitkultur und diskutiert deshalb täglich an vorderster Front darüber, wie man diese Welt besser machen könnte.

Hierbei wurden mir allerlei Modelle zur sofortigen und nachhaltigen Verbesserung der Welt vorgeschlagen, deren Umsetzung ich allerdings für problematisch halte, auch wenn ihre Verfechter Stein und Bein auf diese schwören.

Ein paar der besonders untauglichen Weltverbesserungsmodelle möchte ich hier einmal vorstellen:

Das Wir-schlagen-alles-kaputt-Modell

Auch wenn wir ziemlich satt und gelangweilt sind, so packt uns doch der Weltschmerz. Wo ist denn noch das Wahre, Schöne und Gute in dieser verdorbenen Welt? Dass es Ungerechtigkeit gibt, sieht man ja überall. Die verdammten Bonzen haben so viel und wir haben weniger. Das ärgert uns. Und dann erst die armen afrikanischen Kinder! Zeit wird es, dass diese verdammte Welt endlich unseren Zorn zu schmecken bekommt! Wir machen nicht mehr mit bei diesem Scheißsystem! Staat, Kapital, Arbeit , Scheiße! Schaf doof! Blume doof! Geld doof! Kein Geld haben auch doof! Am besten einfach ein paar Autos anzünden oder so. Davon geht es zwar weder uns, noch den Kindern in Afrika besser, aber die doofen Bonzen fühlen sich endlich auch einmal Scheiße.

Das Guru-Modell

Das Guru-Modell fußt auf der Erkenntnis, dass der Guru XYZ unfehlbar ist. Unsere Suche ist zu Ende, da der Guru bereits die Lösungen für alle

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“Wem gehört die Stadt?”- Ein Aktionstag in Aktion

Die FGZ hat sich als Teil des Netzwerkes “Wem gehört die Stadt” am Pfingstsamtäglichen Aktionstag beteiligt und wir können sagen: Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut! Demnächst sehen sie hier Fotos und Videos von MERZMENSCH und Karacan Aylin, die die Aktionen dokumentiert haben. Hier schon mal die Presseerklärung des Netzwerkes:

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Am 11. Juni 2011 hat das “Wem gehört die Stadt?”-Netzwerk in Frankfurt am Main mit einem stadtweiten Aktionstag gegen Verdrängung und Gentrifizierung protestiert. Mit vielfältigen Aktionen wie ‘Guerilla Gardening‘ auf der Bergerstraße, öffentlichen Frühstücken und Stadtteilspaziergängen in Bockenheim und Rödelheim, der Besetzung des ehemaligen Technischen Rathauses, einer öffentlichen Kantine und großen Performance auf dem Bockenheimer Campus, der Wiederbelebung eines Wasserhäuschens im Gallusviertel sowie einem abschließenden Rave durch die Stadt wurde die Frage “Wem gehört die Stadt?” eindrucksvoll in den öffentlichen Raum getragen.

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Ein Brief über Eifersucht

Werter Nebenbuhler,
der Du die Luft nicht wert bist, die Du atmest,
dessen Anwesenheit auf dieser Welt nicht mehr ist, als eine Laune der Natur, ein Scherz des Kosmos,
Dir, oh Geschmeiß sei die Zeit in den Armen meiner Liebsten nicht mißgönnt. Das Meer ist schön um diese Zeit in Griechenland… ersauf darin!
Du bist gesegnet, denn Du bist [...]

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█████nzeiten

(inspiriert durch die Nachrichten aus dem Teppichhaus von Trithemius)
In diese █████nzeiten
Ist jeder stets bereit
Zu jammern über █████,
Da haben alle Zeit.
Doch wenn man es verbietet,
die █████ zu erwähnen,
So wird die █████ plötzlich
Als █████ nicht bestehen.
Und alle sind dann glücklich,
Und so geniessen diese
Naive Nicht-Beachtung
Der allgemeinen Kri – o ‘tschuldigung – █████.

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Ackermanns Traum (Ende)

11. In Ackermanns Zelle. Frau Schneider erscheint.

Schneider: Guten Morgen, Herr Ackermann, haben sie gut geschlafen.

Ackermann: Geht so. Ach, Frau Schneider veranlassen sie bitte, dass unsere Sponsoringzusage an die Salzburger Festspiele überprüft wird. Ich denke, wir sollten uns mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren. Die Kulturförderung ist ja auch eigentlich Aufgabe des Staates. Was gibt’s neues?

Schneider: Eine Befreiungsgruppe „Weltspartagkuss“ hat sich gemeldet, ihr Video ist gestern Nacht auf Arte gesendet worden und hat sofort den Innovationspreis der Offenbacher Hochschule für Gestaltung gewonnen. Außerdem gab es heute früh in Frankfurt einen phänomenalen Ansturm auf eine Würstchenbude….

Ackermann: Aha, was wollen diese Leute?

Schneider: Sie haben ihre Zusammenlegung mit Maschmeyer und Rürup gefordert.

Ackermann: Sind die verrückt? Ich bin froh, dass ich vor denen meine Ruhe habe!

Schneider: Aber sie wollen ihre Freilassung erreichen….Frau Merkel und die FDP haben schon eine wohlwollende Prüfung angekündigt. Ist das nicht toll?

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Wenn das politische Bandmaß versagt

Das Hamburger Netzwerk “Recht auf Stadt“, Vorbild des Frankfurter Netzwerkes “Wem gehört die Stadt” bereitet einen Kongress vor: vom 2. bis 5. Juni 2011 gibt es in der Hansestadt Hamburg kollektive Verwirrung, Begegnung und Zerstreuung: Über verschiedene Orte der Stadt verteilt, findet jede Menge Geplantes (Workshops, Podien, Filmvorführungen) und Ungeplantes statt.

Mit Christoph Twickel (Manifest NotInOurName, Lux & Consorten) und Georg Moeller (Ideenscout, Spielplatzini BaSchu e.V., Anwohnerinitiative Schanzenviertel) sprach ak über das Comeback von Stadtpolitik, den Kongress und die Hamburger Bewegung.

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Ackermanns Traum (4)

9. Brainstorming im Hinterzimmer von Dannys Dutyfreeshop

Alle wachen auf

Berger: Okay, was haben wir denn bis jetzt?

Roth: Also, ich hab bislang nichts.

Veit: Bei mir siehts auch eher Mau aus.

Berger: Dito. Vielleicht sollten wirs mal mit Mindmapping versuchen. Oder mit der Visualisierungsmethode. Oder wir verbringen zusammen ein Wochenende auf einer Berghütte.

Veit: Oder wir rufen McKinsey an.

Roth: Ich hab eine Idee: Wir drohen einfach alles Kapital ins Ausland abzuziehen, wenn Ackermann nicht freikommt.

Berger: Damit drohen eh schon alle die ganze Zeit. Nein, wir brauchen eine einzelne Person, die wir unter Druck setzen können, einen symbolischen Vertreter der bestehenden Ordnung.Eine Identifikationsfigur.

Veit: Ja, also, vielleicht hätte ich da einen. Herr Dunker, der besitzt eine Würstchenbude an der Eschenheimerstrasse, hat zwei Kinder und ein völlig überzogenes Konto.

Berger: Das ist er, unser Mann!

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BGB, § 960, Wilde Tiere

Wer hätte gedacht, das Bürgerliche Gesetzbuch ist voller Poetik, es ist ein melancholischer Ausbruch des Menschlichen.
Zum Beispiel: § 960, Wilde Tiere. Da kullert einem/r die Träne
Wilde Tiere (MP3)
Voice & Music by Merzmensch

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Ackermanns Traum (3)

7 In “Dannys Dutyfreeshop”:Veit, Berger, Roth

Veit: Ich bringe gute Nachrichten, Genossen! Die Isolationsfolter für Ackermann ist aufgehoben! Die äh, “Bullen” haben Frau Schneider zu Ackermann gelassen.

Berger: Frau Schneider, seine Persönliche Assistentin? Das ist ja grossartig!

Roth: Endlich!

Veit: Ich habe zuverlässige Informationen, dass sie zusammen in der Zelle einen Terminplan gemacht haben, ganz wie früher (Jubel, Victoryzeichen, Freiheit für Ackermann-Rufe)

Berger: Gut, ausgezeichnet, damit ist unsere erste Forderung erfüllt. Das können wir also schon mal von unserer „Terror To do today“-Liste streichen.

Roth: Aber wir haben doch noch gar keine Forderungen gestellt!

Berger: Wir arbeiten ergebnisorientiert, Frau Roth. Entscheidend ist nicht, ob wir eine Forderung stellen, sondern ob sie erfüllt wird. .

Roth: Aber ich finde trotzdem, wir müssten was machen. Wir treffen uns seit Monaten und niemand weiß, dass es uns gibt.

Veit: Also ich würde nicht sagen, dass niemand weiß, dass es uns gibt, sondern eher dass keiner weiß, dass es uns gibt.

Roth: Ja, aber …was sind denn nun unsere Forderungen?

Berger und Veit: Freiheit für Josef Ackermann! Zusammenlegung der Gefangenen Ackermann, Maschmeier, Rürup! Nieder mit den Lohnnebenkosten!

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LIGNA – Radio Ballett Bahnhof

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COLLAGEN SPEICHERN SONNENLICHT, DESHALB DU IMMER LACHEN VIEL! (2)

Blicke

Die Einnahme berauschender Substanzen bei Nacht…

…ist Verschwendung von Tageslicht

Ausgelacht

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Ackermanns Traum (2)

4. Josef Ackermann in seiner Zelle auf der Pritsche. Carsten Maschmeyer schläft in der Nebenzelle.

Ackermann: Carsten?

Maschmeyer schnarcht

Ackermann: Maschmeyer, schlafen Sie schon?

Maschmeyer (schnarcht)

Ackermann: Also ich kann nicht schlafen, das macht der Tee. Vielleicht sollte ich was lesen

Maschmeyer (schnarcht)

Ackermann: Maschmeyer… Deutschland muss aufwachen!

Maschmeyer (durch die Wand): Was ist los?

Ackermermann: War nur ein Scherz, schlafen sie weiter.

Maschmeyer schläft weiter.

Ackermann: Ich würde jetzt auch lieber schlafen. Aber,Maschmeyer, ich weiß im Gegensatz zu ihnen, dass ich in Wirklichkeit bereits schlafe und dies gar nicht die Wirklichkeit ist. Ich bin der weiße König aus Alice in Wonderland, Maschmeyer. Ich weiß, ich bin gar nicht hier in dieser Zelle, ich träume das nur, und wenn ich aufhöre, sie zu träumen, Maschmeyer, wissen sie , was das dann passiert, mit ihnen? Sie verschwinden einfach! Sie verschwinden!

(Maschmeyer schnarcht weiter)

Aber ich sehe mir das erst mal eine Weile an, sozusagen als Gedankenexperiment….Seltsam …Wenn ich nur in meinem Traum endlich einschlafen könnte, morgen wird’s ein harter Tag… „Denk ich an Deutschland in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht! (er gähnt) “ Von wem war der Slogan noch mal?..

Maschmeyer (durch die Wand) Deutsche Schlafwagengesellschaft…kein Erfolg

Ackermann: Kein…Erfolg…

Er schläft ein. Maschmeyer schnarcht, Ackermann schnarcht

5. Berger mit den Genossen in Dannys Duty free shop

Berger: Bevor wir in die Planung eintreten, wie wir den Genossen Ackermann befreien, geht’s darum, wie wir der Öffentlichkeit Content vermitteln. Genossin Roth?

Roth: Ja, ich habe zunächst über das Branding nachgedacht. Welche Identity brauchen wir für die Befreiungsaktion? Ich schlage vor: „Kommando 31. Okober.“

Berger. Mmmhh, gefällt mir nicht so ganz. Was ist denn das für ein Datum?

Roth. Weltspartag. Wir könnten uns damit in die populäre Geizwelle einklinken.

Berger: Aber ist der Weltspartag nicht eher konservativ besetzt?

Veit: Nach dem Zusammenbruch des neuen Marktes sehnt sich das Volk nach etwas Beständigem. Es will wieder sparen. Außerdem ist der Weltspartag der Tag der internationalen Sparsolidarität. An diesem Tag spart die Welt.

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Kleine Serpentologie

“Der ungiftige Lauerjäger dagegen muss nach dem Schlagen der Beute anders vorgehen. Würde er sie wieder loslassen, wäre sie für ihn verloren. Daher beißt er sich darin fest und umschlingt ihren Körper, vor allem den Brustkorb, mit seinem eigenen. Mit jedem Ausatmen der Beute zieht die Schlange fester zu, bis das Opfer das Bewusstsein verliert. Die Schlange hält jedoch noch so lange fest, bis dessen Herz aufgehört hat zu schlagen. Nachdem der Tod eingetreten ist, kann die Schlange mit dem Verspeisen beginnen.”

Quelle: Wikipedia

Wer eine Schlange sucht, muss wissen, wo er sie finden kann. Ein fester, entschlossener Tritt ist hierbei besonders hinderlich, denn eine Schlange flieht, wenn die Erde bebt. Weil sie mit dem Bauch fühlt. Wer das nicht weiß, wird graben, tauchen, oder ihr nachsteigen müssen.

Wenn Du durchs Feld gehst, musst Du ins tiefe Gras, dort sind ihre Nester; am Besten suchst Du nach Steinen.

Wo viele Bäume sind, jagen sie in Ihren Wipfeln den Vogel, der am lautesten singt und hausen in hohlen Bäumen, bei den Dryaden.

In den Bergen können sie überall sein, nur nicht im Schnee. Halt also Ausschau nach Sonne.

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Ackermanns Traum (1)

1. Vorstandssitzung in einem Frankfurter Bankturm

Berger: „Sie sehen an diesen Charts, dass unsere Konsolidierungsmaßnahmen greifen. Nach der Ankündigung der Freisetzung von 3000 Mitarbeiter bei gleichzeitigem Anheben der Vorstandsbezüge um 30 Prozent ist der Aktienkurs nach oben geschossen. Das zeigt: die Märkte beginnen an uns zu glauben! Unterstützt wird dieser Gesundungsprozess durch technische Sparmaßnahmen. Der Aufzugbetrieb für die unteren 45 Stockwerke ist eingestellt worden. Der Schäferhund der Security Leute (liest in seinem Papieren) “Bello” wird durch einen in der Haltung günstigeren Pekinesen ersetzt. Langfristig werden auch die Security Leute gegen Pekinesen ausgetauscht. Das Weihnachtsgeld wird ab dem 1.12. diesen Jahres nicht mehr von der Bank an die Mitarbeiter ausgezahlt, sondern von den Mitarbeitern an die Bank. Auch davon ist ein Value-added zu erwarten. (Applaus. Er schaut auf die Uhr) Ja…wenn sie mich jetzt entschuldigen würden, ich mache heute etwas früher Schluss, weil ich Geburtstag habe und ich, äh, noch im Duty Free shop ein Geschenk für mich kaufen muss.“

Der über Video zugeschaltete Hauptaktionär aus Hongkong: Ich verstehe, Mistel Berger. Ich bin Chinese, aber ich habe selbst schon häufig Geburtstag gehabt. Deshalb darf ich hier im Namen aller Aktionäre sagen: Happy birthday, Mistel Berger.

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Der Schuhschrank am Ende des Universums (The End)

Was bisher geschah: Die Astronauten Hans und Zed wurden für 250 Jahre in den Gefrierschlaf versetzt, um bis ans Ende des Universums zu fliegen. Dort angekommen finden Sie nichts, außer einem schwarzen Schuhschrank. Sie beamen das seltsame Objekt an Bord des Raumschiffs und öffnen ihn. Darin finden sie einen Frauenschuh voller Sand. Plötzlich erscheint Bata Illic, begleitet [...]

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Der Schuhschrank am Ende des Universums -The Beginning

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(Ein Raumschiff; zwei Astronauten Hans und Zed)

Hans:Weißt Du was heute für ein Tag ist, Zed?

Zed (kaukummikauend): Hmm… Dienstag.

Hans: Dienstag? Nein, es ist Mittwoch. Aber: ein ganz besonderer Mittwoch!

Zed: Wenn schon, dann ist heute ein ganz besonderer Dienstag, Hans.

Hans: Du vergißt die Schalttage, Zed. Wir waren 250 Jahre im Gefrierschlaf. Ein Schaltjahr ist alle 4 Jahre, jedoch alle 100 Jahre nicht, dann aber alle 400 Jahre doch. Also ist heute ein ganz besonderer Mittwoch.

Zed: DU hast vielleicht 250 Jahre geschlafen. Ich war die Hälfte der Zeit wach.

Hans: Wieso?

Zed: Du hast geschnarcht.

Hans: Zed, wir wissen beide, dass das technisch unmöglich ist, oder? Dein Körper wurde wie meiner auf 220 Grad Minus runtergekühlt, damit wir diese lange Reise im Weltraum antreten können. Du hast 250 Jahre lang geschlafen, tief und fest. Außerdem schnarche ich nicht.

Zed: Ach ja? Computer, bitte Bandaufnahme, Sternzeit 47823. (Schnarchgeräusche).

Zed: Da, das warst Du nach 14 Jahren.

Hans: Das bin ich nicht. Das klingt wie der Ventilator.

Zed: Computer, Bandaufnahme, Sternzeit 64397 (sehr lautes, heftiges Schnarchgeräusch)

Zed: Das warst Du nach 87 Jahren. Und jetzt Sternzeit 89357, nach 150 Jahre

(ohrenbetäubendes, heftigeres Schnarchgeräusch)

Hans: Mach das Ding aus!

Zed: Möchtest Du nicht vielleicht noch die 200er-Aufnahme hören?

Hans: Computer, aus! Aus! (Ruhe) Zed, ich will mich nicht streiten, okay. Was ich sagen wollte, ist das wir heute den Sinn unserer Mission erfahren. Mccoy hat uns einen Brief hinterlassen, den wir heute um 13 Uhr Raumzeit öffnen sollen.

Zed: Einen Brief? Keine Videobotschaft? Oder ein wenigstens eine Mail? Nicht mal ne verfickte SMS?

Hans: Na, ja, Du kanntest Mcoy, oder? Hier, sogar mit Briefmarke, in Houston abgestempelt. Sind noch ein paar Raketenspuren drauf. Soll ichs aufmachen?

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03/17

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Opfergedenken- Aber wie?

Jedes Jahr kommen sie wieder, die Gedenkmärsche für die sogenannten „deutschen Opfer des alliierten Bombenkrieges“. Zu oft werden diese von revanchistischen, geschichtsrevisionistischen und offen rechtsradikalen Kräften veranstaltet und besucht.

Natürlich erregen diese Aufmärsche Widerspruch und es formieren sich Gegendemonstrationen insbesondere aus dem linken politischen Spektrum. Bei diesen Gegendemonstrationen sieht man oft Transparente mit der Aussage „Deutsche Täter sind keine Opfer“ oder gar dem zynischen Spruch „Bomber Harris- Do it again!“.

Nach meiner Auffassung vertreten sowohl die Teilnehmer der Gedenkmärsche, als auch die Gegendemonstranten ein fragwürdiges Geschichtsbild.

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Schützt den Linkskonservativen

Bestimmt werde ich ihn in Zukunft in meinen Texten verlachen, schmähen und manchmal auch beschimpfen und doch möchte ich hiermit sagen:
Es ist alles nicht so bös gemeint!

Eigentlich mag ich ihn ja doch, den Linkskonservativen.

Der typische Linkskonservative hat einen überdurchschnittlichen Bildungsgrad und liest Tageszeitungen aus Pflichtgefühl. Am besten mehrere davon und wenn er sie nicht liest, so kauft er sie wenigstens, denn er würde es schrecklich bedauern, wenn die guten alten Printmedien durch das oberflächliche Internet ins Abseits gerieten.

So etwas wäre ihm schließlich zu viel Veränderung und der Linkskonservative hat erkannt, dass Veränderung etwas grundsätzlich Negatives ist.
Denn jede gesellschaftliche Veränderung kennt nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer.

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Frankfurter Sensorium: Frühlingsgeruch

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