Frankfurter Gemeine Zeitung

Überraschung

“How about:” ~ Ein offener Brief~

Hey Berlin!

duell

Du psychedelisch verpeppte parlamentarische Preussenpussy,
Verschlingerin aller Künste,
Du Vietnam des Nordens,
Was soll ich von dir halten?

Du hast den Ossis die Freiheit geschenkt:
Und jetzt werden aus unseren Verwandten Nazis…
Weil aus Mauerstücken plötzlich ein Geschäft geworden ist.
Schade. Echt schade.

Ein Grienen an die Ohren getackert
Schleppst Du Dich durch die Nächte
Und fickst um Dein Leben,
Weil Dich sonst so friert.

Mexico City ist eine Stadt
Istanbul ein Kontinentalbruch
Mein Herz ein Tempel
Und Du hast nur AIDS.

Dein Hip Hop stinkt nach faulen Eiern
Dein Rock ‘n Roll ist verschranzt
Und wer hat heut noch Bock zu tanzen?
Nein Danke: nicht mit Dir.

Naja, ich bin ja nicht nachtragend
Bald komm ich Dich besuchen.
Und wenn DU dann immer noch Lust hast mit mir zu reden:
Ich bin ganz Ohr.

Aber verschon mich mit Deinem Geseier!

Sei jetzt bitte nicht beleidigt.

Wo Du doch sonst so stark bist.

Ein Gute-Nacht-Lied hab ich dann aber doch noch für Dich…

.

Ja. Mach Dir ruhig ein bißchen Arbeit!

Liebevoll,

Y.


Innovationsschub in der Energiewende: der nukleare SUV kommt!

Zuweilen dauert es sogar bei technischen Ideen etwas länger, bis der utopische Gehalt überragender Einfälle zum Durchbruch kommt. Wir alle wissen, dass die amerikanische Automobilindustrie in den 50er und 60er Jahren Eindrucksvolles geleistet hat, z. B. die legendären “Muscle-Cars“, die 2 Personen 100 Kilometer weit schon mit lächerlichen 30 Litern Benzin transportieren konnten.

In Deutschland wurden sich breitere Bevölkerungsgruppen dieser revolutionären Technologien erst 20 bis 30 Jahre danach bewußt, so dass Muscle PickUps, SUV´s und der Hummer hier leider viel zu spät zu Ehre kamen. Das ist Gott sei Dank vorbei, und besonders in den Käffern rund um Frankfurt stehen sie Blech an Blech, mit Aufwärtstendenz.

Ganz neue Perspektiven zeigen sich jetzt im Rahmen der deutschen “Energiewende”: statt das überflüssige Uran in den Kernkraftwerken sinnlos und gefährlich endzulagern, kann es auf lange Sicht mobilitätsfördernd wirken, und gleichzeitig die deutsche Automobilindustrie weiter an der Weltspitze halten. Ein Arbeitskreis aus CDU, SPD und FDP rund um den ehemaligen “Autokanzler” aus Hannover hat ein altes Energiekonzept aus den 50ern ausgegraben, das damals schon recht weit gediehen war: der Nuklear-Wagen!

Nucleon

1958er Ford Nucleon - mit integriertem AKW

Mit seinem Ford-Nukleon konnte der heute eher schwächelnde Ford-Konzern das große Publikum schon vor Jahrzehnten überzeugen. Leider entwickelte sich das weltpolitische Umfeld des Atom-Autos damals ungünstig. Der sogenannte “kalte Krieg” sorgte dafür, dass die USA wirklich Massen an Uran für Kernwaffen und deren pausenlose Probezündungen benötigten. So blieb nicht mehr genug dafür übrig, Millionen von Fahrzeugen mit Uranbrennstoff für ihre kleinen, fahrbaren AKW´s zu versorgen.

Die Zeiten sind endlich vorbei. Mit den stillgelegten deutschen Kernkraftwerken steht das Brennmaterial in Hülle und Fülle zur Verfügung. Auch mit dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung kommt die Automobilindustrie gut zurecht. Zum einen hat der (unwahrscheinliche) GAU solch eines Hightech Fahrzeugs, sei es von Daimler,  Audi oder BMW nur einen Wirkungsradius von mehreren hundert Metern und der im unwahrscheilichen Fall zusammengeschmolzene Rest lässt sich leicht abstranportieren. Andererseits sind die Fahrzeuginsassen – man zielt besonders auf den boomenden Offroader-Markt – durch den 130 cm dicken Bleischutz rund herum noch viel distanzierter vom Strassenpublikum als in den kleinen Fahrzeugen, die gegenwärtig im Betrieb sind. Und das bei einem gehörigem Eindruck: ein Leopard-Panzer wirkt fast zerbrechlich dagegen!

Ob Altkanzler Schröder tatsächlich als erster zur IAA 2013 vom Alleenring ins Messegelände mit einer AKW-Hummer (dann in VW Eigentum) einfährt, muß heute noch als reine Spekulation bezeichnet werden.

Gleiches gilt für die Vermutung, dass gestrichende Fördergelder für Solaranlagen im “mobile AKW” ein neues Plätzchen finden.


one-lined short story

Wenn es Freunde sind, kommen sie wieder, wenn nicht, kommen sie auch wieder, und wenn sie nicht wiederkommen, können es immer noch Freunde sein.

adieu


Freie Ponies für alle!

Wenn ich als Präsident gewählt werde – bekommt jeder Amerikaner ein Pony.

So lautet wortwörtlich das Programm des US-Präsident-Kandidaten Vermin Supreme.
Der enigmatische Kandidat, der immer einen Schuh oder Gummistiefel auf dem Kopf trägt, steht zu seinem Programm.

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(Quelle: 1777.de)

Auf die Anfrage, ob sein Programm noch andere Punkte beinhält, antwortet er mit einem abrupten, ehrlichen “Nein”.

Wieso Pony?

* Pony ist Autonomie von jeglichen Auslands-Rohöhl-Importen
* Pony ist grüne Energie mit ökologisch wertvollen Kotverarbeitung
* Pony wird eine Ausweismöglichkeit bedeuten, denn nach dem Federal Pony Identification-Program soll jeder Amerikaner ein Pony stets mit sich haben.

Hier die ganze wunderbare Rede des Visionärs, inklusive ein Wahlkampagne-Lied und das Glitter-Bombing (Streuen des Glitters auf die homophoben Politiker), indem er Randall Terry, den kontroversen Gegner der Abtreibungen und gleichgeschlechtlichen Ehen - mit Glitter überstreute und verkündete, Jesus habe ihn gebeten, Terry zu einem Homosexuellen zu konvertieren.

Doch Pony ist – entgegen der eigenen Behauptung – nur eines von mehreren Wahlprogramm-Punkten: denn es geht um Zeitreisen sowie um Zombies als umweltbewusste Energiemassnahmen (indem sie durch die Hirne angelockt werden, die auf die riesigen Turbinen draufgehängt sind). Und auch die dentale Hygiene ist wichtig (”Strong Teeth for a Strong America”)

Vermin Supreme hat auch eine durchaus supreme Webseite:

http://www.verminsupreme.com/ (was sonst)

Hier wird sein ganzes Programm vorgestellt (wie beispielweise eine Vision, durch die Genspaltung eine Abart der Affen zu entwickeln, die als Zahnputz-Feen dienen können).

Und natürlich denjenigen, die Vermin Supreme in seinem bahnbrechenden Kopfbedeckungsstill nacheifern möchten, bietet er folgenden Film (in dem ein Gummi-Fabrikarbeiter an nichts anderes denkt, als nur an Gummi (Rubber Rubber)).

Vermin Supreme nahm an der Occupy-Bewegung teil und ist bereits seit 1988 politisch aktiv.

Es leben Ponies!


Das neueste “Bild-Girl”

Zur Klarstellung:

- Der folgende Artikel ist Satire.

- Der Artikel hat auch keinerlei journalistischen Wert oder Informationsgehalt.

- Wenn im folgenden Artikel von Viviane Cismak als „Sau“ gesprochen wird, meint dies nur die sprichwörtliche Bedeutung von der „Sau die durchs Dorf getrieben wird“ und soll keine Herabsetzung ihrer Person darstellen

- Um die Persönlichkeitsrechte der Frau Cismak nicht zu verletzen, wurden alle Bilder verfremdet

- Bei der Verfremdung der Bilder wurde auf künstlerisch freie Gestaltung Wert gelegt. Bezüge zur tatsächlichen Person Viviane Cismak bestehen nicht.

- Bei der Bildgestaltung wurden vielmehr gezielt Bezüge zu den kunstvollen Verfremdungen an Wahlplakaten, die man in Wahlkampfzeiten im Stadtbild des öfteren sieht, genommen

- Assoziationen, die eventuell als unschmeichelhaft empfunden werden, entsprechen nur dem Empfinden des Autors und sagen damit mehr über die kaputte Gedankenwelt des Florian K., als über die Person der Viviane Cismak aus

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Erklärung der Finanzkrise endlich gelungen: Kurzfinger sind es!

In Frankfurt gilt es fast schon als Gemeinplatz, dass die Finanzmaschine die Welt am Laufen hält, oder gut: zumindest ihr dauerndes Rotieren schmiert. Das Drehen ist wichtig, für die Welt wie die Finanzen, in der Wirtschaft spricht man dabei von „Turn Over“. Um so schneller der Umschlag (eben „Turn Over“) des eingesetzten Kapitals, desto größer der Ertrag oder Profit in einem Zeitraum. Auf die Zeit kommt es an wie auf den Profit: sie machen heute das Leben rund um die Welt aus.

Fingerhandschuhe-ohne-Spitzen

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Die Hürde des Samtes

BettinaUndWuffi

Jetzt hat er uns an Weihnachten noch so lieb gegrüßt, umgeben von Kinderlein, die ihn andächtig anstarrten und verdienten Mitbürgern mit Migrationshintergund, die immer dann ins Bild gerückt wurden, wenn es zur Rede passte und nun passiert ausgerechnet SOWAS:

Die sonst so autoritätsgläubigen Deutschen proben den (medialen) Aufstand und sogar die Wirte des Landes wollen Präsiwulff nicht mehr so recht die (Fahnen-) Stange halten.

Es ist zwar nicht so, dass der Gürtel des Mannes bei einem offiziellen Anlass gerutscht wäre, aber er muss nun doch aufpassen, dass er von seinen geschätzten Mitbürgern nicht als Bürde des Landes empfunden würde.
Manch einem scheint es gar, er würde des Amtes überdrüssig.

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Die Zukunft des Systems- was das Orakel sagt

Die Zeit zwischen den Jahren ist eine Zeit der Orakel und Wahrsagungen. Es werden Jahreshoroskope für das nächste Jahr gelesen und manch Einer lässt sich die Zukunft von geschmolzenem Blei vorhersagen.

Ich habe 6 Mal drei Münzen geworfen und dem uralten I Ging folgende Frage gestellt:

„Wie soll es mit dem kapitalistischen System weitergehen?“

Als Antwort erhielt ich

Die Umwälzung

革 gé / Die Umwälzung
Die Umwälzung.
Am eigenen Tag da findest Du Glauben.
Erhabenes Gelingen, fördernd durch Beharrlichkeit.
Die Reue schwindet.

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S-Bahn – nur noch Freude unter der Erde!

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Daheim!

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend -
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

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S-Bahn

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Rap-Herausforderung: Nerdy white kid KILLS “look at me now”

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Das Kind im Putzroboter

Was kam zuerst: das Web, der Roboter oder der Geist?

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Empört Euch! Aber wie? Aufgewacht und (wo?) mitgemacht!

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Papst Benedikt und Pierre Vogel im Vergleich

Pierre Vogel und Papst Benedikt im direkten Vergleich? Wie das wohl ausgeht? Einfach “weiterlesen” klicken…

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皿皿皿 (高橋新吉). Teller. Ein Gedicht von Takahashi Shinkichi. (1921)

Übersetzungen:

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Kriegskunst

“Also gewinnen doch immer Gewehre gegen Schwerter.” schrieb mir meine Liebste, und ich staunte, über die Weisheit in dem was sie da sprach. Nicht, weil sie nicht weise wäre, sondern ob der Wahrheit Ihrer Worte. Die Ehrlichkeit beherrscht sie nämlich meisterlich!
Kriegskunst beinhaltet mehrerlei: Reichweite (wie nah Dir jemand sein muss, um Dich verletzen zu können), [...]

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Streiflicher Indien – Talentierter Mittelstand im TV

Alle Welt redet über den aufstrebenden Mittelstand Indiens, der sich wettbewerbslüstern gibt und den vielen Bedrohungen der Globalisierungsverlierer hier und dort trotzt.

In Indien wird in allen Kanälen weiter appelliert mitzumachen, und die Botschaften natürlich – wie hier – direkt in Video übersetzt. Eine kleine Kostprobe südasiatischer Talentsuche geht gerade durchs Web, schaut euch die wirklich einträgliche Erfolgsmasche in Ruhe an.

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Eine ästhetische Analyse von “KulturCampusFrankfurt” anhand einiger Elemente dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks. Teil 2: Web.

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Zoophilenhatz im Internet

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Das erste Mal in meinem Leben sah ich einen Zoophilieporno bei einem Kumpel, der dem Archteyp des bong-kettenrauchenden Otaku-Slackers entsprach und dessen höhlenartige Junggesellenbude zwischen Klamotten und Manga-Heften nur einen schmalen Korridor zum extrabreiten Fernsehbildschirm und zur Couch ließ. Er hatte den Film damals irgendwo auf einer alten VHS-Kassette gefunden.

Wir schauten ihn uns mit mehreren Freunden an, wobei die Reaktionen sehr verschieden waren. Während einigen davon schlecht wurde und sie es überhaupt nicht ertragen konnten, reagierte ich mehr mit Belustigung auf die unbeholfenen Bemühungen der Darsteller, die offensichtlich inkompatiblen anatomischen Gegebenheiten im wahrsten Sinne des Wortes zur „Deckung“ zu bringen.
Der erfolglose Versuch einer der Darstellerinnen es der russischen Zarin Katharina der Großen gleichzutun (also Geschlechtsverkehr mit einem Hengst zu haben) endete darin, dass sie ihn mit Hilfe einer Plastiktüte befriedigte. Hätte sie sich das Ergebnis ihres Bemühens nicht danach über den Kopf gekippt, hätte man das Ganze in diesem Moment leicht für ein veterinärmedizinisches Lehrvideo über die Samengewinnung bei Zuchthengsten halten können.
Naja… erregt hatte der Film allerhöchstens meine Lachmuskeln und ich glaube ganz ehrlich, dass Tiere zum Essen und nicht zum Vögeln da sind.
Aber es gibt wohl auch Menschen die darauf stehen… was soll´s?

Im Internet und insbesondere auf Facebook hat nun allerdings eine unheilige Allianz aus radikalen Tierrechtlern, Neonazis und empörten „Normalbürgern“ der Zoophilie den Kampf angesagt und sich dabei als Primärziel den Verein ZETA e.V. (Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung) herausgepickt.

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Mein schwuler Bruder und ich

Es kam der Tag, an dem die Wege meines Bruders und meine eigenen sich trennten. Wir liebten beide unsere Mutter. Immer schon schien es mir, dass sie ihn bevorzugte. Aber das war noch vor dem Umzug nach Mönchen-Gladbach. Danach konnte ich keinen Unterschied mehr feststellen.Das hat er auch gesagt: nach Mönchen-Gladbach war alles anders. Ich weiß bis heute nicht, warum. Wir waren unzertrennlich im Grunde. Ich hatte mir schon ein paar Gedanken gemacht, weil er keine Freundin hatte. Natürlich war es mit Beate für mich auch nicht immer einfach. Aber es war immerhin besser als gar nichts. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber er wollte ja nicht. Er hat mir dann irgendwann gesagt, dass er nach Russland geht, zum Chor der Roten Armee. Nicht aus politischen Gründen, aber er wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren, hatte ja auch diese wunderbare Singstimme. Ich sagte zu ihm: Du bist verrückt! Sei vorsichtig! Er wurde dann Held der Sowjetunion und ist Ende der 60er mit Chruschtschow oder so jemand aufgetreten, der dirigierte den Chor.

Mutter hat in Mönchen- Gladbach geweint vor Glück. Es war Weihnachten, als sie es im Fernsehen sah. Er sang etwas über dunkeläugige “Kosakenmädchen”. Ich hatte Mutter einen Birnenkuchen

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Herbstliche Sicht auf Philosophicum. Multilinguem.

Yellow Blätter blättern ab,
Bäume двигаются в такт:
Up and down and down and up,
Gretchenfrage = Teufelspakt.
ドイツ、秋、here and now.
Zeitをコンビニで買う.

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Der Tod imitiert Sitcoms

Bekanntermaßen verkündete Oscar Wilde: “Das Leben imitiert die Kunst”. Man könnte hinzufügen: Der Tod imitiert Sitcoms. Jetzt ist im Netz eine (kurzlebige) amerikanisch Sitcom aus dem Jahr 1987 aufgetaucht, die in einem Sketch Gaddafis Tod für den 29. Juli 2011 “voraussagte”. St. Peter begrüßt ihn im Himmel und schickt ihn dann in die Hölle. [...]

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Ein Song der Empörung

Der alte Konstantin Wecker hat was Hörbares zur Empörung auf den Weg gebracht. Hier könnt ihr es Probehören.

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Aufzüge meines Lebens (3): Verdammnis und Verständigungsprobleme

Abwärts fahrende Aufzüge haben eine metaphysische Komponente, wie man in dieser Filmszene aus “Barton Fink” der Gebrüder Cohen sehen kann. (Leider hier nur in einer Synchronisation durch den Vatikan). Der LIFTBOY ist ein alter, resignierter, versteinerter Mann, der auf die seltsame Frage des Aufzugsgastes, ob er die Bibel gelesen habe, ebenso seltsam zurückfragt: “Die heilige Schrift? Ich glaube schon.”

Das metaphysische des Aufzuges nimmt auch das folgende, völlig andere Video auf, ein kleines Musikvideo von Arcade Fire. Die Metaphysik hier rührt nicht nur von der Erwähnung der Bibel im Aufzug her (indessen übrigens in der Bibel leider nie ein Aufzug erwähnt wird), sondern ebenso von der Enge. Die aufzugsgemäße Enge spiegelt die Enge der Existenz. Man lebt mit vielen nebeneinander, zwangsläufig. Was tut man in dieser Enge? Man tut sich -im positiven Fall -mit anderen zusammen, klopft vergebens, aber rhytmisch gegen die Decke und zerreißt die Zeitung. Oder spielt ein

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Kraftwerk: im Zentrum der Mensch-Maschine

Ob die Gruppe Kraftwerk nun reine Techno-Avantgarde ist oder auch kritische Momente hat?
Sei es drum! Zu unseren laufenden Maschinen passte jedenfalls ein Auftritt der alten Technologen in München am 12. Oktober ganz gut. Und man konnte all das schon vor Jahrzehnten ahnen.

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Medienkompass: “Kapitalismus lieben”

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Retter noch zu retten?

Nicht wirklich immer klar kommen Äusserungen der deutschen Regierung zu ihrem Umfeld heraus, dem der Staaten und der Banken allüberall. Wen will man hier und dort denn retten, und was heißt das alles?
Die Rammböcke deutschen Pragmatismus feiern dieses Wochenende in ihren Bierzelten Parteitag, dort wo die Autos noch groß sein dürfen und sollen, also in [...]

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Diskussionen zum Tag der Deutschen Einheit

Eingedenken an das was in Deutschland möglich war – davon redet man salbungsvoll an diesem arbeitsfreien 3. Oktober.
Wir erinnern auch daran was hier nicht ging, was möglich ist und vielleicht noch sein wird. Das soll mit einem über 40 jahre alten Film zur möglichen Revolution und die Revolutionäre in Deutschland geschehen, der uns einige Leute aufgeregt darüber diskutierend zeigt, wann und wie sie denn tatsächlich eintreten kann.

Erstaunlich die gesellschaftlichen Rollen der Disputanten: ein Verleger, ein Soziologieprofessor und ein Student.

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Emphatischer Zeitraffer: Innenstadt

Mit 9000 Bildern in ca. 28 Stunden reiner Aufnahmezeit hat Marc Schmidt ein Zeitraffer-Video (”Time Lapse Frankfurt”) von Frankfurt hergestellt, das wegen seiner verschiedenen Perspektiven sehenswert ist.
Würde er auch noch die übertriebenen Kommentierungen etwas runterschrauben, könnte was Nettes draus werden.

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Linerider

the one and only

“Wenn Du was im Schädel hast, dann -Freund!
Meide Ketsch.
In Ketsch ist eine leere Straße nicht sicher für den Zweiberadten.
Sei sie auch Tausend Ellen schnurgerade
Und Deine Speichen noch so solide.
Dort springen schwimmerbekreuzte Damen Dir
Vors Schutzblech und der Soundtrack spielt
Blaulicht im Loop.
Darum -Freund: Meide Ketsch!”

Reprise

Surprise

Doch zum Glück bin ich der Linerider!
Mein Schal flattert in turbulenten Winden,
Und mein Schlitten bricht
Niemals
Alle lassen mich durch Soundtracks purzeln.
Du siehst es nicht,

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Einsturzgedenken: Frankfurt/ Suhrkamphaus

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Während für 2 Türme in New York sich die halbe (Medien-)Welt im ergriffenen Eingedenken übt, ist ein angekündigter Einsturz im Westend/Lindenstrasse und seine Geschichte fast keinen Gedanken und kein Bild mehr wert. Das wollen wir durchbrechen.

Zur Erinnerung: schon während der Kaiserzeit gab es ein seltsames, entwertendes Verhältnis von Berlin zu Frankfurt. Die temporeiche Rückkehr unserer Gesellschaft ins 19. Jahrhundert spiegelt sich auch in den Geschehnissen rund um dieses Schicksal.

Unser Fotograf Stefan Geyer hat das traurige Geschehen eines gewollten kulturellen Zusammenbruchs in Frankfurt, ehemals einer Stadt kritischer Impulse dokumentiert.

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Zeitgeist: Internationale Solidaritäten

Solidarität: althergebracht?

Nein, hat sich einfach transformiert und an bestimmten Stellen sedimentiert.
Die hängen eng mit Wettbewerb und Marketing zusammen.

Globale “Firmen-Solidaritäten” werden als Markenbewußtsein ausbuchstabiert.
So kannst du auch mit reinkommen!

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Warum Hufer besser als Autos sind

GäuleEs hat Servo! Es hat “Full Stop!” Es geht mit Dir in jede Kurve und es hat Autopilot straight way home! Nüchtern oder sonstwiedrauf, denn es tankt von alleine!

DESHALB sind Pferde besser als Autos, Mulis auch und Esel erst recht. Fangen wir bei Letzteren an:
Ein Esel will leben. Er hält sich aus diesem Grund nicht gerne mit Fakten auf. Fakten sind nur folgerichtig. Ein Esel will den nächsten Schritt tun!
Wärst Du ein Esel, Freund und Brüderin, wäre Dir nach einem wohlen Kraut, soviel Du saufen kannst, einem Platz im Schatten und dem nächsten Fick.
Wärst Du ein Maultier wäre Dir auch danach, nur wäre der Sex dann eher willkommener Beigeschmack.
Und immer wollest Du rennen!
Menschen machen das anders. Sie lassen sich tragen. Einige nicht! Oh ihr Pferdemädchen
Und stolzgeschwellten Reiter. Ihr gleitet.

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Airport-Security: Überraschungen

Traffic durch die großen Gates der Metropolen hindurch, die Flughäfen besonders: Trotz Web eine Bedingung unseres gegenwärtigen Lebens. Mit viel Sicherheit drum heraum. Mit viel Sicherheit drum heraum, wie auch auf Rhein-Main Airport!
Und die bringt die ganze schöne Flexibilität manchmal durcheinander.
-

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Aufzüge in meinem Leben. Teil 2: Hoch- und Unter-Weisung.

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Über die gesamtgesellschaftliche Metaphorik des Aufzuges wurde bereits Vieles und Gutes geschrieben. Oh ja, es gibt jede Menge Aufzugsarten, jede Art einzigartig in ihrer Einzigartigkeit (s. die Quelle des UnEndlichen Wissens):

  • Einkabinenaufzüge
  • Doppelstockaufzüge
  • Mehrkabinenaufzüge (Twin-System)
  • Paternosteraufzüge
  • Senkrechtaufzüge
  • Schrägaufzüge
  • Sonderform Schmid-Peoplemover

Der normale Aufzug impliziert eine schreiende Subversivität und Spontaneität (daher wurden bereits so viele Horrorfilme darüber gedreht)…

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Dame Roth hält Audienz

Am Montag, den 12. September 2011 ist es so weit. Pünktlich 18 Uhr 15 ist die geneigte Öffentlichkeit zum Defilee geladen. Natürlich auf dem in Zukunft so wundervollen neuen Areal, dem „Kulturcampus Bockenheim“. Es darf geschwärmt werden, von den strahlenden Neubauten (Leuchttürme), den satten Grünanlagen, der Kultur, die nun endlich auch Bockenheim erreicht.
Und selbstverständlich von [...]

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UNTOTE

Mad for stalking

PUNK IST EIN ZOMBIE!

und sein Schlaf wird gestört

es ist hungrig wie wild

wenn es gefressen hat

Und wenn es Trommeln hört

Lücke

PUNK IST EIN ZOMBIE!

ganz von Kugeln zerrissen

und es ist hinter dir her

es hat offene Brüche

aber kein schlechtes Gewissen

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Freitag Abend: Mainufer

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Bürgerlicher Alarmismus: Schirrmacher macht den Geißler

Dem “Kulturkritiker” und “bürgerlichen Vordenker” Frank Schirrmacher muß ob plötzlich erkanntem Ausdünnen “bürgerlicher Werte” der Schreck in die Glieder gefahren sein: unter der Überschrift „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“ möchte er in einem FAZ-Artikel eine Art Ent-Finanzialisierung der CDU antriggern. Ihn bewegt jetzt ein feuilleton-politisches Unbehagen der Art, wie es bereits [...]

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Statements: Dabeibleiben!

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Kapitalismus-Rating: “CCC”

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Quelle: Titanic

Schrottanleihen, Junkbonds, Pleitekandidaten, Bad Banks, Penny Stocks heißen die niedlichen Tierchen, die sich gegenwärtig wieder epidemisch verbreiten und nicht nur hier in Frankfurt finanzielle Schüttelfröste hervorrufen. Dauerhaft leider meistens bei denen, die weder wissen was das ist, noch jemals solche Geldmaschinchen ihr eigen nennen konnten.

Aus dem Pool der meist vermögenden Leute und Institutionen, die klandestin ihr ganzes Leben mit der Hege der vielen Vermehrungsapparate rund um das Geld fristen spielen in den letzten Jahren und Tagen nicht die Hedge Fond Manager oder ähnliche Finanz-Kommandanten eine neue Rolle. Es sind Rechenknechte im Hintergrund, die quasi über die Lebenserwartung, den Gesundheitszustand von Eigentumstitel urteilen, die 3 amerikanischen Ratingagenturen.

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Für ihre Diagnosen verwenden sie nur wenige Buchstaben und Zeichen, damit es jeder versteht und gleich in die eigene Finanzrechnung einfließen lassen kann. Die Ratingagenturen vollbringen damit Wunderdinge, sie sprechen nämlich Geld. Den einen zu und den anderen ab: je nach Note wird es für die einen teurer und die anderen billiger. So einfach ist das.

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Sommerspiele: Das Gentrification Game

Das Wetter lädt uns diesen Sommer nicht wirklich zum Verweilen im Park auf, die Wiesen sind meistens zu naß oder kalt. Abseits vom Park oder Stoffel-Event gibt es aber noch andere lustige und zeitgemäße Unterhaltungsangebote, mit denen sich besonders echt urbane Zeitgenossen im städtischen Raum vergnügen können. Man muß sich nur etwas global umsehen [...]

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Aufzüge in meinem Leben. Teil 1: Fragezeichen

Aufzüge. Welch symbolische Kraft, welch erhabene Macht, Apotheose der Vertikale, Kulmination der Y-Achse.

Und ich. Einer unter vielen. In diesem Werkzeug der Senkrechten Bewegung.

Im Folgenden möchte ich darüber berichten: über Aufzüge in meinem Leben und über mein Leben in Aufzügen.

Teil 1. Fragezeichen.

Neben einer U-Bahn-Station habe ich einen Aufzug gesehen. Naja, was ist denn daran so seltsam? Ein Aufzug ist ein Aufzug ist ein Aufzug, nicht mehr, nicht weniger, werdet Ihr sagen. Doch nein! Denn:

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Von den Problemen mancher „hierarchiefreier“ Communities

Insbesondere in der linken Szene stellen viele Initiativen und Gruppen an sich selbst den Anspruch hierarchiefrei oder gar herrschaftsfrei zu sein.
Dieses Ansinnen ist durchaus respektabel und bestimmt würden die meisten Menschen eine Welt, in der es weder Herrschaft noch Hierarchien gibt sehr begrüßen. Ich jedenfalls würde es.
Doch gut gemeint ist nicht immer gut gemacht wie [...]

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Urban Mining – Tiefbohrungen auf der Zeil?

Wie wir alle von wissenden Autoren lesen und hören, nimmt es mit dem Umfang unserer “natürlichen Ressourcen” einen ungünstigen Verlauf. Es werden schlicht immer weniger, ob Öl, Uran, Kohle, Erden – selbst die Kälte wird rar: die Welt-Temperatur steigt und steigt. Deshalb sind die Fahnen des Fortschritts grün gefärbt, und alle suchen nach Alternativen und Nachhaltigkeit, oder geben es zumindest vor.

Gold im Keller

Da kommt uns doch als Frankfurter mit einer schwarz-GRÜNEN Stadtregierung eine neue Mode, quasi ein ökologischer Hype gerade recht, der wie gemacht für die Städte des good old Europe ist: das “Urban Mining“, ein “fishing for old goods”.

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Die Drei von der Beratungsstelle (2) Ein Sigmund-Freud-Musical

v.l. n.r.: Jung, Adler, Freud

Was bisher geschah: Die drei Nachwuchsmediziner Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung haben, um ihren Bankrott abzuwenden, die Psychoanalyse erfunden und eine Gemeinschaftspraxis gegründet. Sie warten auf die erste Patientin.
Es läutet. Lilian tanzt herein

(Song „Du hast mir heimlich die Liebe ins Haus gebracht“)

Freud: Du kamst zu mir

Jung: wie reizend von Dir.

Adler Alles hier ist für Dich da

Freud Und Du bist für mich da

Alle: Bitte schön, nimm Platz.

Lilian: Wenn es euch passt,

bin ich Euer Gast

Freud: Du machst zum Palast, das Zimmer

Jung: Wärst Du doch hier für immer

Adler: Das wäre schön, gnädige Frau.

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Ferien-Glück in Bornheim

Keine Anzeige

Mein erstes Telefon

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Urban Guerilla Brass

Zum schönen Sommer zwei Einlagen der Münchner Brassband Moop Mama, die durch Guerilla-Beschallen die Orte der Stadt neu erfahrbar machen möchte.

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“Die Drei von der Beratungsstelle”- Ein Freud-Musical (1)

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v.l.nach r. : Sigmund Freud, Alfred Adler, C.G. Jung

Sprecher: Sigmund Freuds Erfahrungen mit der Hypnose und die Frühzeit der Psychoanalyse gingen ein in den berühmten UFA-Film „Die drei von der Beratungstelle“ von 1931. Die Handlung beginnt damit, daß die drei Nachwuchsmediziner Sigmund Freud

Freud: Es hat mich sehr gefreut!

Sprecher: C.G. Jung

Jung: So jung komm mer nimmer zusammen!

Sprecher: und Alfred Adler

Adler: Gott, bin ich heut wieder nervös!

Sprecher: von Bankrott und Approbationsentzug bedroht sind.

(sie fangen an zu singen)

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Weltverbesserung: Wie es NICHT geht

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Wie Ihr wisst ist Euer lieber Freund Florian K. ein Fan der politischen Streitkultur und diskutiert deshalb täglich an vorderster Front darüber, wie man diese Welt besser machen könnte.

Hierbei wurden mir allerlei Modelle zur sofortigen und nachhaltigen Verbesserung der Welt vorgeschlagen, deren Umsetzung ich allerdings für problematisch halte, auch wenn ihre Verfechter Stein und Bein auf diese schwören.

Ein paar der besonders untauglichen Weltverbesserungsmodelle möchte ich hier einmal vorstellen:

Das Wir-schlagen-alles-kaputt-Modell

Auch wenn wir ziemlich satt und gelangweilt sind, so packt uns doch der Weltschmerz. Wo ist denn noch das Wahre, Schöne und Gute in dieser verdorbenen Welt? Dass es Ungerechtigkeit gibt, sieht man ja überall. Die verdammten Bonzen haben so viel und wir haben weniger. Das ärgert uns. Und dann erst die armen afrikanischen Kinder! Zeit wird es, dass diese verdammte Welt endlich unseren Zorn zu schmecken bekommt! Wir machen nicht mehr mit bei diesem Scheißsystem! Staat, Kapital, Arbeit , Scheiße! Schaf doof! Blume doof! Geld doof! Kein Geld haben auch doof! Am besten einfach ein paar Autos anzünden oder so. Davon geht es zwar weder uns, noch den Kindern in Afrika besser, aber die doofen Bonzen fühlen sich endlich auch einmal Scheiße.

Das Guru-Modell

Das Guru-Modell fußt auf der Erkenntnis, dass der Guru XYZ unfehlbar ist. Unsere Suche ist zu Ende, da der Guru bereits die Lösungen für alle

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