Frankfurter Gemeine Zeitung

Lebensweisen

Plattform Sarai: Alexander Salivontchik (Belarus)

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“Прошу тебя по-человечески: пиши честно и без лукавства”
“Ich bitte Dich, sei ein Mensch: Schreibe ehrlich und ohne Hintergedanken”

Große, düstere, wandfüllende Gemälde.
Traurige Rembrandtschen Augen, von Furchen durchzogene Gesichter.

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Liegende Figuren – hingelegt oder hingefallen? Ohnmacht und Hilflosigkeit?
Gestalten, vom finsteren Hintergrund fast schon verschlungen. Aber immer noch da…
Schwere Formen, dunkle Farben.

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Und dazwischen – zwei Monitore mit Videoprojektionen:
eine Zugfahrt, sonnige vorbeihuschende Landschaften;
Waldspaziergänge;
tropisch anmutende Strände, Tiefblau des Meeres, Hellblau des Himmels;
ein spielender Junge – auf dem Feld, auf der winterlichen Eiskruste, lächelnd, heiter.
Wolkenlose Kindheit, strahlend und naiv.

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Die weißen Wände der Plattform Sarai vereinen diese zwei Extremen: die ausstrahlenden, dynamischen Videoaufnahmen des Glücklichen sowie das Desolate der herumirrenden, eingefrorenen Figuren.

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“Dieses ausweglose Viertel um den Frankfurter Hauptbahnhof. Kaiserstrasse. Kennst Du jene Gegend?”, fragt mich der Künstler Alexander Salivontchik, “Ich bin dort einem Russen begegnet.

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Er war zwanzig Jahre jünger als ich. Doch sein Weg war zu Ende. Er ist einst aus Russland gekommen, mit Familie. Voller Hoffnungen, voller Pläne. Doch dann hat ihn seine Frau verlassen. War auf einmal weg. Er ist gefallen. Drogen, Obdachlosigkeit. Er war gestolpert. Er war ein Mensch wie ich, doch sein Leben war kaputt.

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Aber als ich ihm zuhörte, als ich ihm meine Aufmerksamkeit schenkte – da hat er gestrahlt. Er hat das Licht wiedergefunden. Weil ein Fremder stehen blieb, statt vorbei zu gehen. Ich war ihm fremd. Er war mir fremd. Doch er war mein Bruder. Verstehst du? Er war mein Bruder. Das könnte ich sein. Das könntest Du sein. Das könnte jeder sein.

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Aber das war er. Er war gestolpert. Doch in diesem Moment, als ich mit ihm sprach, fühlte er, dass er nicht allein war. Mein Leben ist mein Glück. Leben ist Wunder – ich habe meine Familie, ich habe diese Welt, ich lebe weiter.

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Wir leben ein bitteres, verlogenes Leben. Wir leben ein wunderschönes Leben. Das ist dein Leben. Das ist mein Leben. Ein doppeldeutiges, ambivalentes, zweischneidiges Leben. Ich möchte diese Kontraste aufzeigen. Ich möchte den Menschen helfen, wie ich dem Bruder auf Kaiserstrasse half. Mit meiner Aufmerksamkeit. Damit die Liebe wieder in dieser Welt herrscht.

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Liebe. Liebe! Die Liebe wird die Welt retten. Frei nach Dostojewski. Das ist meine Philosophie. Verstehst Du? Möchtest Du darüber schreiben? Dann bitte ich Dich, sei ein Mensch: schreibe darüber ehrlich und ohne Hintergedanken.”

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Was: Untitled. Alexander Salivontchik.
Wo: Platform SARAI, Schweizer Str. 23 HH, 60594 Frankfurt am Main
Wann: bis zum 28.02.2012
https://www.facebook.com/events/343991922285764/

Text: Merzmensch,
Fotos: Aylin Karacan, Merzmensch


“How about:” ~ Ein offener Brief~

Hey Berlin!

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Du psychedelisch verpeppte parlamentarische Preussenpussy,
Verschlingerin aller Künste,
Du Vietnam des Nordens,
Was soll ich von dir halten?

Du hast den Ossis die Freiheit geschenkt:
Und jetzt werden aus unseren Verwandten Nazis…
Weil aus Mauerstücken plötzlich ein Geschäft geworden ist.
Schade. Echt schade.

Ein Grienen an die Ohren getackert
Schleppst Du Dich durch die Nächte
Und fickst um Dein Leben,
Weil Dich sonst so friert.

Mexico City ist eine Stadt
Istanbul ein Kontinentalbruch
Mein Herz ein Tempel
Und Du hast nur AIDS.

Dein Hip Hop stinkt nach faulen Eiern
Dein Rock ‘n Roll ist verschranzt
Und wer hat heut noch Bock zu tanzen?
Nein Danke: nicht mit Dir.

Naja, ich bin ja nicht nachtragend
Bald komm ich Dich besuchen.
Und wenn DU dann immer noch Lust hast mit mir zu reden:
Ich bin ganz Ohr.

Aber verschon mich mit Deinem Geseier!

Sei jetzt bitte nicht beleidigt.

Wo Du doch sonst so stark bist.

Ein Gute-Nacht-Lied hab ich dann aber doch noch für Dich…

.

Ja. Mach Dir ruhig ein bißchen Arbeit!

Liebevoll,

Y.


Die Freude der Nahrungsmittelspekulanten


Ein satirisches und höchst anschauliches Video über eines der finstersten Kapitel of modern finanzbuisness: die Spekulation mit Nahrungsmitteln. Etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern und sind unterernährt. Allein im Jahr 2010 stiegen die Nahrungsmittelpreise um ein Drittel und mehr als 40 Millionen Menschen wurden dadurch zusätzlich in absolute Armut gestürzt.Mit dabei as usual und immer noch: our very own Deutsche Bank-trotz anderslautender Versprechungen von Ackermann. Dazu hier ein Factsheet von Misereor und Oxfam.


Montagsdemos am Flughafen gehen weiter

Die Montagsdemos am Flughafen gehen weiter. Wir haben viel erreicht: Fluglärm ist zum Thema geworden. Nur wenn wir uns wehren, wird sich etwas ändern!
Die vom Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) seit November veranstalteten Montagsdemos am Frankfurter Flughafen haben die Politik aufgerüttelt.
Am 16.01.2012 werden auch wir, die Bürgerinitiative Frankfurt-Nord gegen Fluglärm, wieder gemeinsam mit mehreren Tausend Teilnehmern eindrucksvoll demonstrieren.

Die Montagsdemos finden statt
im Terminal 1 des Flughafens
von 18:00 – ca. 19:00 Uhr

Unser Treffpunkt ist
Montag, 16.01.2012 17:25
am Gleis 103 Hauptbahnhof
tief
Abfahrt zum Flughafen 17:32 Uhr (S9) oder 17:47 Uhr (S8).

Der massive Protest hat jetzt auch endlich die Landespolitiker aufgeschreckt. Die Fluglärmgegner lassen sich aber nicht von ein paar warmen Worten beeindrucken. Wir meinen wie andere Initiativen auch: Erst wenn tatsächlich die berechtigten Forderungen der Fluglärmbetroffenen erfüllt werden, wird der Protest aufhören. Insbesondere die Klage der Landesregierung aus CDU und FDP gegen das Nachtflugverbot verdeutlicht die wirklichen Ziele dieser Regierung und bestätigt deren Unglaubwürdigkeit im politischen Handeln.
Die BI Frankfurt-Nord gegen Fluglärm ist überparteilich und arbeitet mit allen Institutionen zusammen, die sich für weniger Lärm und für ein lebenswertes Frankfurt einsetzen.
Wir sammeln Informationen und machen sie auf unserer Website allen zugänglich. Unsere BI wächst, wir nehmen ständig neue Mitglieder auf.
Früher oder später werden alle Flughafen(ausbau)befürworter anerkennen müssen, dass ein umfassendes Nachtflugverbot (22-6 Uhr), geänderte Anflugverfahren und eine Begrenzung des Flugverkehrs absolut notwendig sind, um wieder Frieden in der Region zu schaffen.
Die derzeitige Lärmsituation in Frankfurt führt zu massiven Einschränkungen der Lebensqualität und Gefahren für die Gesundheit. Wenn und solange keine ernsthaften und wirkungsvollen Maßnahmen zur Lärmreduzierung durchgeführt werden, ist unsere Forderung die Schließung der neuen Landebahn Nordwest.

Weitere Infos zu den Montagsdemos und zum Fluglärm sind auf der Homepage der BI Frankfurt-Nord gegen Fluglärm abrufbar – www.frankfurt-nord-gegen-fluglaerm.de

Eberhard Centner
Sprecher der BI Frankfurt-Nord gegen Fluglärm
Pressekontakt für Rückfragen und vertiefende Informationen:
Tel. 069 90 54 88 22
Email: kontakt@frankfurt-nord-gegen-fluglaerm.de


“Fünf vor Zwölf” Occupy Frankfurt Silvesterdemo & Party

Es ist fünf vor zwölf in Europa…und auf der Welt!
Die krisengeschüttelte Finanz- und Realwirtschaft, neue Terrorgesetze in den USA, massiver Demokratieverlust in den Ländern der Euro-Zone…ES IST FÜNF VOR ZWÖLF!!
Am Silvestertag wollen wir diesen Umstand zusammen mit Euch noch einmal besonders adressieren und im Anschluss bei uns im Camp das Protestjahr 2011 verabschieden und das [...]

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Rettet das U-Bahn-Saufen!

Plastovy Kanystr

Bei all der Aufregung um den Euro ist tatsächlich die Verteidigung eines der erhaltenswertesten abendländischen Kulturgüter in Vergessenheit geraten, etwas das seit Jahrhunderten Bindeglied und Fixpunkt europäischer Kultur war: Das öffentliche Besäufnis.
Was waren das früher für herrliche Zeiten gewesen, als mir ein Arbeitskollege nach einem Aufenthalt in Tschechien literweise billigen Absinth mitgebracht hat?

Er hatte aus Angst eventuell doch in eine Polizeikontrolle zu geraten, den guten Tropfen in einen Plastikkanister abgefüllt, auf dem, sehr zu unserer Begeisterung, der Schriftzug „Plastovy Kanystr“ (oder so ähnlich- keine Ahnung mehr, wie man das richtig schreibt) mit einem internationalen Symbol, welches vor Brandgefahr warnt, aufgedruckt war.
„Plastovy Kanystr“ (von meinen Freunden ehrfurchtsvoll „El Canistre“ genannt) und ich hatten eine Menge Spaß zusammen. Einmal begleitete er uns auf einer U-Bahnfahrt irgendwo in der U123 zwischen Südbahnhof und JWD.
Zufälligerweise hatten wir auch Gläser, Eiswasser, Absinthlöffel und Zuckerwürfel dabei und so konnten wir unseren Absinth vor den Augen der staunenden Fahrgäste entflammen, genüsslich zuschauen, wie karamellisierter Zucker ins Glas tropfte, das Ganze dann mit Eiswasser aufgießen und trinken.

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Demonstration für Wohnraum und Stadt für alle am Samstag

Demonstration für Wohnraum und Stadt für alle am 17.12.2011, 12 Uhr Rathenauplatz
Die Lebens- und Wohnsituation hat sich in Frankfurt in den letzten Jahren massiv verschärft.  Der Soziale Wohnungsbau ist in den letzten 10 Jahren um ca. 9.000 Wohnungen zurückgegangen.
Der Mietspiegel, ehemals ein Instrument, um Mieter_innen vor zu hohen Mieten zu [...]

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Filmdokumentation: Occupy Bankfurt

Dokumentarfilm des Frankfurter Filmemachers Martin Keßler: Demonstrationen und Aktivitäten rund um Occupy:Frankfurt

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Wohnraum für alle

Occupy Wohnraum, Häuser, Plätze – die Stadt gehört allen

Kommt zur Demo am 17.12.2011 um 12:00 am Rathenauplatz

In den letzten 10 Jahren folgte die Politik der Stadt Frankfurt der Idee der “Global City”. Das neue Westhafenviertel und andere Projekte wurden gemäß dieser Idee konzipiert und gebaut. Im Vordergrund stehen dabei neue Büro- und Gewerbeflächen, d.h. Frankfurt als Finanz- und Dienstleistungsstandort, nicht als Wohnort. Das große Stadtumbauprojekt von 1999 z.B. sah in der Innenstadt ca. 18.000 neue gewerbliche Arbeitsplätze vor, aber nur ca. 7000 neue Wohnungen. Zudem dient der Wohnraum, der währenddessen in der Frankfurter Innenstadt entstanden ist, nur den Besserverdienenden. Ca. 70.000 Zu- und Wegzüge gibt es jährlich in Frankfurt. Viele dieser kurzfristig in Frankfurt lebenden City Hopper sind Projektentwickler_innen, Berater_innen und andere Dienstleister_innen mit befristeten Verträgen, deren Mieten die Unternehmen zahlen. Kurzfristige Mietverträge und finanzstarke Unternehmen als “Sponsoren” hoher Mieten haben dazu geführt, dass Wohnen in bestimmten Bereichen der Innenstadt für Normalbewohner_innen unbezahlbar geworden ist.

Netzwerk “Wem gehört die Stadt ?”

Occupy: Frankfurt

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Occupy Frankfurt darf weiter campen!

Die Erlaubnis für das Camp vor der EZB war nur bis zum 26. November gültig. Faktisch befand sich das Zeltlager im Bankenviertel deshalb in einer illegalen Schwebe. Aber so eng sah es auch das Frankfurter Ordnungsamt nicht, holte Occupy wieder runter in die Legalität und verlängerte die Campiererlaubnis bis zum 10. Dezember.
Bei der zunehmenden Kälte [...]

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2. Dez: Demo zu den Frankfurter Hausbesetzungen

Demonstration am 2. Dezember 2011 zum zweiten Jahrestag der Casino-Räumung.
Treffpunkt 18:00 Uhr Cafe Koz/ Campus Bockenheim/ Frankfurt
Häuser besetzen bleibt legitim und notwendig!
Am 2. Dezember 2011 jährt sich die polizeiliche Räumung des zuvor besetzten Casino-Gebäudes zum zweiten Mal. Wir wollen diesen Jahrestag zum Anlass nehmen, um uns mittels einer Demonstration mit den verschiedensten [...]

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Das ist der Virus

BKA
I.
Dies ist der Virus. Er sieht aus wie man sich in einem überkorrektem Traum eine Seite des Bundeskriminalamtes vorstellt. Tatsächlich behauptet er dies von sich selbst. Er taucht plötzlich auf wie ein Terrorist oder ein flüchtiger Bekannter. Hier, in meinem Zimmer auf meinem Bildschirm. Er sagt: “Es ist die ungesetzliche Tätigkeit enthüllt!” Illegale Software: Kinderpornographie, Sodomie, E-Mails terroristischen Inhalts. Die Sperre meines Computers dient dazu, meine illegale Tätigkeit zu unterbinden. Aber ich bräuchte nur 100 Euro zu überweisen, dann würde mein PC wieder freigeschaltet. Nur 100 Euro. Das ist das verlockende, die metaphysische Dimension:

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Ulrich protestiert Für ein Recht auf Stadt

Eine Doku des ZDF zu Aktivitäten des Hamburger Netzwerks beim Verdealen von Wohnungen: nicht alles Teure geht leicht weg!

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Der Ausverkauf des urbanen Raums

Gentrifizierung ist das politisch beförderte Recht des Stärkeren, Städte sozial durchzusortieren. Über das Zusammenwirken von Politik, Kunst und Immobilienwirtschaft am Hamburger Beispiel.
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Die soziale Entmischung unserer Metropolen hat viele Namen und Gesichter: Sie heißen sanierter Altbau, Town-House oder Gated Community, Shopping-Arkaden oder Flagship-Store, Mediaspree oder Hafencity. Wo sie auftauchen, macht sich Widerstand breit. Kaum eine Stadt ist dabei so berühmt geworden wie Hamburg, wo sich der zivile Ungehorsam gegen die so genannte Gentrifizierung, d.h. „die Maschinerie, die die Teilhabe an der Stadt über Geld und Herkunft regelt“, wie es der Journalist und Aktivist Christoph Twickel formuliert, bis ins Bürgertum ausgebreitet hat. In der Besetzung des Gängeviertels im August 2009 fand dieser Widerstand seinen bisherigen Höhepunkt und sorgte bundesweit für Furore. Die jüngeren Aktionen gegen die drastische Kürzung der Finanzmittel für das Hamburger Schauspielhaus sinnd die Fortsetzung dieses Protests.

Twickel, Mitinitiator des Manifests „Not in Our Name, Marke Hamburg“, hat nun einen Rückblick auf die Hamburger Ereignisse aus der Graswurzel-Perspektive vorgelegt. Sein Bericht „Gentrifidingsbums oder eine Stadt für alle“ bietet nicht nur einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Mechanismen der sozialen Segregation in der Stadt und damit über Gentrifizierung als politische Methode, sondern ist zugleich auch eine Bedienungsanleitung für den notwendigen gesellschaftlichen Ungehorsam.

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Wohn- und Mietsituation in Frankfurt aus Sicht von Studierenden

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Die normale Woche einer Studierenden an den meisten europäischen Hochschulen beginnt Montag um 8 Uhr und endet Freitag um 16 Uhr. Durch die Modulstruktur bedingt, ist der Stundenplan in vielen Studiengängen nicht mehr, wie es im Diplom oder Magisterstudiengang zumindest möglich war, durch die Studierenden selbst zusammengestellt. Dadurch lässt sich der restliche Wochenalltag nur noch schwer sinnvoll gestalten. Vielmehr müssen in jedem Semester, je nach Studiengang und -fach, verschiedene Module belegt und mit einem bestimmten Stunden- und Leistungsumfang bewältigt werden. Diese Module werden von dem jeweiligen Fachbereich nur an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten angeboten. Dies hat zur Folge, dass man nicht mehr, wenn man zu einem bestimmten Termin nicht kann (weil man bspw. einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen muss), ohne weiteres denselben Schein in einem gleichwertigen Seminar an einem anderen Termin erwerben kann.

Wer früher in den alten Magister- oder Diplom-Studiengängen eingeschrieben war und sich kein Zimmer leisten konnte, hatte immerhin die Möglichkeit sich seinen Stundenplan so zu legen, dass das nötige Geld mit einem Nebenjob erarbeitet werden konnte. Es entstand dabei zwar immer auch der Nachteil, dass der eigene Lebenslauf nicht so schön aussah wie bei anderen Studierenden, z.B. mit Stipendium oder reichen Eltern und vielleicht sogar die Noten unter der Doppelbelastung litten, es aber immerhin in der Regel irgendwie geschafft wurde durchzukommen. Mit den verkürzten Studienzeiten, zunehmenden Einschränkungen der Möglichkeit eines Teilzeitstudiums, dem Wust an prüfungsrelevanten Leistungen sowie Anwesenheitspflichten entstand aber in den letzten Jahren ein Studienalltag, der es für immer mehr Studierende immer schwieriger machte sich über Lohnarbeit zu finanzieren. Das macht das Studium für Studierende aus vergleichsweise ärmeren Familien zu einer größeren finanziellen Belastung, sodass jetzt vermehrt Studienkredite erforderlich werden – wobei die Studierenden mit BAföG allein in einer der teuersten Städte Deutschlands schon in der Vergangenheit nicht zurechtkamen.

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Fortsetzung der Proteste gegen Bankenmacht und für Demokratie

Aufruf zu Demonstration und Kundgebung am Samstag, 22. Oktober 2011 12.00 Frankfurt Main Rathenauplatz
Am Sonntag (und dann am Mittwoch) findet erneut ein EU-Gipfeltreffen zur Finanzkrise statt.
Damit nicht erneut Beschlüsse gefasst werden, die vor allem die Sozial Schwachen treffen, gehen wir auf die Straße.
Denn es besteht die Gefahr, dass die Verursacher der Krise enorme Summen erhalten, [...]

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Informationen aus dem Occupy Frankfurt Camp

+++WIR BENÖTIGEN DRINGEND EINEN „REPEATER“ DER EIN WLAN SIGNAL BIS ZU DEN ZELTEN VERSTÄRKEN KANN für LIVESTREAM UND KONTAKT ZU OCCUPY FFM VOR ORT++++++++++++++++++++

Eine erste kleine Reportage zu dem Camp!

Informationen für Teilnehmer, die von ausserhalb anreisen

■Aktuell steht ein Pad zur Verfügung, dass das Infozelt vor Ort mit der Aussenwelt verbindet. Hier können Sachspenden koordiniert werden.
■Der Kundgebungsort ist in Gallusanlage (Willy Brandt Platz)
■Ende ist nicht in Sicht, das Camp ist vorerst bis Mittwoch genehmigt.
■Die offiziellen Ordner, die wir aufgrund von behördlichen Auflagen stellen müssen, stehen Euch gleichzeitig auch als Ansprechpartner für alle möglichen und unmöglichen Probleme zur Verfügung, mindestens sind sie in der Lage Euch zu sagen, wer Euch weiterhelfen kann. Dies gilt ausdrücklich auch für Fragen des Ablaufs der Veranstaltung auch nach deren offiziellen Auflösung.
■Occupy:Frankfurt ist kein kostenloses Theaterprogramm sondern eine Mitmachdemo. Wir freuen uns, wenn Ihr Euch meldet und noch helfen wollt.

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Tod im Jobcenter: das Schweigen hält an

Vor 5 Monaten, am 19 Mai dieses Jahres, wurde Christy Schwundeck, eine schwarze Frau, im Jobcenter Gallus in Frankfurt am Main von der Polizei erschossen. Seither sind fünf Monate vergangen und noch immer weiß die Familie, die Öffentlichkeit und somit auch wir nicht, wie es zu der Erschießung Christy Schwundeck’s kam.

In den Medien – auch in der FGZ – wurden damals deutliche Stimmen gegen eine vorschnelle Verurteilung laut: in einem Rechtsstaat wie Deutschland kann man sich auf Aufklärung verlassen. Kritiker mahnten damals aufgrund einer ganzen Reihe ungeklärter Todesfälle Vorsicht an, und gaben den Behörden nicht zu viele Vorschußlorbeeren.

Wohl zu Recht. Bis zum heutigen Tage gibt es keine definitiven Untersuchungsergebnisse, ja es bleibt fraglich, ob an dem Fall überhaupt noch gearbeitet wird. Die kommerzielle Presse im RheinMain-Gebiet hat das schreckliche Vorkommnis längst zu den Akten gelegt. Das kann aber nicht das Ende dieser Geschichte sein!

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Links für Occupy Frankfurt und drum herum

Damit ihr gut informiert bleibt, nochmal einige Links für die Aktionen zum 15. Oktober zusammengefasst:
occupyfrankfurt: www.occupyfrankfurt.de und auf   facebook
bei Attac: www.attac.de
Orga-Debatte zum 15.: piratenpad.de
Hintergrund-Papier: indignadosffm
Internationale Seite: http://15october.net/
Die Zeitung der New Yorker Initiative: Occupied Wall Street Journal und Heft 2
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Berichte von der Sozialfront – Resteverwertung

Wenn jetzt das Netzwerk gegen Lohndumping in der sozialen Arbeit demonstriert (s. Blind Dates), dann ist dies ein Hinweis darauf, was auf diesem Gebiet der Klassenkampf von oben so alles anrichtet, darüber soll aber auch nicht vergessen werden, was im Schattenreich der neoliberalen Stadt so alles herumgeistert.
In den letzten Jahren hat sich in aller Stille [...]

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Berichte von der Sozialfront – Griechenland

Bekanntes Szenario. In Tunesien war dies ein Anfang, in Thessaloniki ist es die gleiche Verzweiflung.
Kein Geld, kein Kredit, keine Zukunft. Über die Verhältnisse gelebt, Frau Merkel?
Tja, wenn das Vertrauen der Märkte fehlt…….

Bild: Le Figaro
……da kann sich sich die Selbstmordrate innerhalb kurzer Zeit verdoppeln.

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Mieten? Ja, wat denn?

Der Asta der Uni Frankfurt veranstaltet ein AStA-Indoor-Camp vom 17.-23. Oktober 2011 !
Wat dat is? Hier die Verlautbarung des Asta zum Anlass, der in die Frankfurter Wohnungssituation und die Konflikte um sie gut passt:
Die Uni geht los und Du hast immernoch keine Bleibe in Frankfurt gefunden? Jetzt musst Du jeden Tag von außerhalb in die [...]

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Frankfurter Auto-Freude

Endlich ist sie wieder da die IAA: Taxifahrer freuen sich, viele große Autos mit Fremd-Kennzeichen biegen falsch ab, Männergruppen des Aussehens “Shop Floor Untertürkheim” tragen gleichfarbige Plastiktüten durch die Stadt. Alles ist gut in Auto-Deutschland.
Wenn ich im Cafe auf der Berger sitze, und aus der Schlange von Roadstern und SUV´s ein Wagen ausschert, die Fahrerin [...]

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Ausschluss von Kindern schon in der Grundschule

Kinder während der Grundschulzeit in der Schulbetreuung unterzubringen ist überhaupt nicht einfach. Obwohl schon die Kleinsten für drei Jahre einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben, soll mit Eintritt in die Grundschule alles schwerer werden. Jetzt, da gerade die Schule wieder begonnen hat, geraten deswegen viele Eltern unter Erklärungsdruck, wenn sie sich nicht in einem konventionellen Angestelltenverhältnis befinden.
Nun gibt es aber verschiedene Arten von Lebensmodellen, ebenso verschiedene Gründe, weswegen eben kein Angestelltenverhältnis besteht. Das Leben ist vielfältig, davon müssen wir ausgehen.

So geht´s nicht

Eines ist dabei allerdings gewiss, es kann nicht nur die klassische Erwerbstätigkeit ausschlaggebend für den Erhalt eines Betreuungsplatzes sein. Alle Kinder müssen Anspruch auf die gleichen Möglichkeiten der Partizipation haben, wobei die Situation der Eltern hier nicht Ursache des Ausschlusses sein darf. Auch sind nicht alle Situationen selbst verursacht oder gewollt.

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Aufzüge in meinem Leben. Teil 2: Hoch- und Unter-Weisung.

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Über die gesamtgesellschaftliche Metaphorik des Aufzuges wurde bereits Vieles und Gutes geschrieben. Oh ja, es gibt jede Menge Aufzugsarten, jede Art einzigartig in ihrer Einzigartigkeit (s. die Quelle des UnEndlichen Wissens):

  • Einkabinenaufzüge
  • Doppelstockaufzüge
  • Mehrkabinenaufzüge (Twin-System)
  • Paternosteraufzüge
  • Senkrechtaufzüge
  • Schrägaufzüge
  • Sonderform Schmid-Peoplemover

Der normale Aufzug impliziert eine schreiende Subversivität und Spontaneität (daher wurden bereits so viele Horrorfilme darüber gedreht)…

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UNTOTE

Mad for stalking

PUNK IST EIN ZOMBIE!

und sein Schlaf wird gestört

es ist hungrig wie wild

wenn es gefressen hat

Und wenn es Trommeln hört

Lücke

PUNK IST EIN ZOMBIE!

ganz von Kugeln zerrissen

und es ist hinter dir her

es hat offene Brüche

aber kein schlechtes Gewissen

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Die Frankfurter Grünen und der Milieuschutz

Es hat sich bereits in der ganzen Republik herumgesprochen, dass die Grünen in der Schwarz-Grünen Frankfurter Römer-Regierung eine eigenartige liberal-konservative Rolle einnehmen. Dieser Übergang vom Realo zu Liberalo ist vermutlich der Masse der Grünen-Wähler nicht wirklich bewußt.

Allerdings verwundert es inzwischen viele vor Ort, dass zum Beispiel im grünen Herz-Stadtteil Nordend die immerhin seit bald 30 Jahren verlaufende Gentrifizierung von der ach so bodenständigen Partei nicht politisch registriert wird. Da mag auch die wirtschaftliche und politische Positionierung einiger grüner Parteimitglieder im Immobilienumfeld und anderswo eine Rolle spielen. Das grüne Wahl-Motto “Die Stadt gehört Dir” erhält so einen ganz anderen Geschmack, und zwar abseits der Entertainments um den Grüngürtel.

Kommunale ABG: Luxuseigentum im Nordend - der Speckgürtel kommt zurückKommunale ABG: Luxuseigentum im Nordend – der Speckgürtel kommt zurück

Der in Köln ansässige Deutschlandfunk, eine der wenigen etwas anspruchsvolleren Teleeinrichtungen hat es die Tage jedoch gemerkt, und schildert in einem kleinen Feature die Gentrifizierungs-Lage in Frankfurt. Der Beitrag soll in einem längeren Zitat zur Sprache kommen, er spricht für sich selbst.

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Playing the City

PLAYING THE CITY – zum Dritten. Wie in den beiden Jahren zuvor geht die Kunst auf die Straße!
Fünfzehn internationale Künstlerinnen und Künstler erobern die Frankfurter Innenstadt mit verschiedensten Aktionen, Performances und Installationen.
Auch 2011 heißt es wieder: mitmachen statt nur zuschauen. Das kann bei einem Workshop oder auf einem Markt sein, auf [...]

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Frankfurter Slutwalk Fotostrecke

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Veranstaltung des Stadt-Netzwerks in Bockenheim

Wem gehört die Stadt? Diskussionsveranstaltung zu Gentrifizierung und dem »Recht auf Stadt«
Mittwoch 17. August, 20.00 Uhr (pünktlich) ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt

Anknüpfend an den Aktionstag, des »Wem gehört die Stadt?«-Netzwerks laden wir im Rahmen der 6. Internationalen Konferenz »Kritische Geographie«, die vom 16. bis 20. August 2011 in Frankfurt stattfindet, zu einer Diskussionsveranstaltung zu Gentrifizierung [...]

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Aufrüstung an der europäischen Sozialfront

Gewisse Werte sind in der abendländischen Kultur tief verankert und werden unter den verschiedensten Bedingungen immer wieder nach oben gespült. Dies gilt vor allem im „sozialen Bereich“. Arbeitshaus, Arbeitsdienst, Galgen und elektronische Überwachung sind einem solchen Wert zugeordnet, alles phantasievolle Instrumente wie sie ansonsten nur noch bei der Verfeinerung von Foltermethoden beobachtet werden kann. Im Folgenden avantgardistische Entwicklungen auf dem Feld „Arbeitsmarkt“.

Die Aufmerksamkeit, die quer durch die Zeiten und Systeme den „Nicht-Arbeitenden“ gewidmet ist, wird seit jeher getragen von zwei unverrückbaren Säulen: einmal von der Sorge der Herrschenden um die Sicherung ihres Teiles am Gesamtvermögen der beherrschten Areale, zum anderen von der Sorge der kleinen Leute, den Rest auch noch teilen zu müssen.

Die Sorge war einmal tragendes Konzept der klassischen antiken Philosophie und mithin der ihr entstammenden Politik. Mittlerweile hat sich der Begriff der Sorge etwas gewandelt, erweitert sozusagen und begegnet uns als Sorge um den eigenen Status in Form des „Jeder ist sich selbst der Nächste“.

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Nach der Erschießung statt Läuterung nun die Schließung

Bereinigung des Tatorts: Auflösung eines Jobcenters
Als in Norwegen ein idealer Schwiegersohn die Töchter anderer nicht geheiratet, sondern gemetzelt hat, seit dieser blonde hübsche junge Mann von nebenan bewiesen hat, dass man zu gewaltbereitem Fundamentalismus auch auf christlich-abendländisch konvertieren kann, steht das bürgerliche Europa ein wenig Kopf.

Vorher haben sich manche als “Gutmenschen” Geschmähte den Mund mit Warnungen fusselig geredet und die Finger auf Tastaturen wund geklopft: “Christlich-jüdisch” geprägte “hate-speech” galt dennoch als harmlos, und auch jetzt, nach Oslo, gar nicht unbedingt als verfassungsfeindlich. (1) “Menschenfeindlichkeit” ist eben etwas anderes, weit harmloseres, so scheint es, für “gutbürgerliche” “Leistungsträger”, als Verfassungsgegnerschaft, und die bemisst sich anscheinend hauptseitig an der Stellung zu den Bündnispartnern USA und Israel. Es mag also sein, dass Schmutzfinken von der selbsternannten Jihad-Watch und den europäischen Parteien der “Freiheit” (d.h. wohl freie Fahrt für freie Wutbürger) plötzlich sogar in der “Welt” eine etwas schlechte Presse haben. Nur sollten die Zeitgenossen, die die deutsche Provinz von Propagandistan kritisch beäugen, sich nicht zu früh freuen. Denn erstens ersetzt das dumpfe Zeigen auf ein Massaker keine ordentliche Analyse und Kritik. (2) Zweitens kommt das ganze Böse weit mehr aus der Mitte, als öffentlich zugegeben werden soll. Vielleicht enden die Hetzer von pi-news einfach nur als billige Sündenböcke auf dem gesellschaftlichen Pranger. Welche Ironie der Geschichte in ihrem Falle, wollten sie doch an dieser Stelle Menschen muslimischen Kulturhintergrundes ideologisch zum Abschuss freigegeben sehen.
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Sommerspiele: Das Gentrification Game

Das Wetter lädt uns diesen Sommer nicht wirklich zum Verweilen im Park auf, die Wiesen sind meistens zu naß oder kalt. Abseits vom Park oder Stoffel-Event gibt es aber noch andere lustige und zeitgemäße Unterhaltungsangebote, mit denen sich besonders echt urbane Zeitgenossen im städtischen Raum vergnügen können. Man muß sich nur etwas global umsehen [...]

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Aufzüge in meinem Leben. Teil 1: Fragezeichen

Aufzüge. Welch symbolische Kraft, welch erhabene Macht, Apotheose der Vertikale, Kulmination der Y-Achse.

Und ich. Einer unter vielen. In diesem Werkzeug der Senkrechten Bewegung.

Im Folgenden möchte ich darüber berichten: über Aufzüge in meinem Leben und über mein Leben in Aufzügen.

Teil 1. Fragezeichen.

Neben einer U-Bahn-Station habe ich einen Aufzug gesehen. Naja, was ist denn daran so seltsam? Ein Aufzug ist ein Aufzug ist ein Aufzug, nicht mehr, nicht weniger, werdet Ihr sagen. Doch nein! Denn:

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Bilanz im Falle Schwundeck: Bankrott der Menschlichkeit

2 Monate nach der Erschießung einer Antragsstellerin im Jobcenter Frankfurt-Gallus sind immer noch die gleichen Fragen offen. Eine Bilanz ist an der Zeit.

Christy Schwundeck, Deutsche nigerianischer Herkunft, hat ihren letzten Sozialbehördenbesuch am 19. Mai 2011 nicht überlebt. (1) Ihre „Erschießung“ ist, wie der „der braune mob“ sehr bald leider zurecht feststellen musste, für Behörden, Medien und Gesellschaft „anscheinend völlig unproblematisch“. (2) Die Staatsanwaltschaft hüllt sich immer noch in Schweigen, was ihre Untersuchung der Schüsse auf Christy Schwundeck angeht. Die Verantwortlichen der Sozialbehörden in Person der Sozialdezernentin Birkenfeld, des örtlichen Leiters der Arbeitsagentur Huth und der Geschäftsführerin des Jobcenter Frankfurt Czernohorsky-Grüneberg waren im Großen und Ganzen mit der Vorgehensweise der Mitarbeiter des Jobcenters Gallus zufrieden. (3)

Die allgemeine Öffentlichkeit lässt sich dieses Trauerspiel vertuschender und beschönigender Propaganda, vor allem vonseiten der Sozialbehörden, leider gefallen. Leider ist vielen nicht bewusst, welche Posse alltäglich in deutschen Jobcentern gegeben wird. Eine Posse, über die Bedürftige, die „Kunden“ dieser meist sehr unfeinen Institution, nicht lachen können, da sie in ihren Notlagen nicht nur nicht ernst genommen, sondern regelrecht verhöhnt werden. Nicht in Worten (obwohl dies auch manchmal vorzukommen scheint), sondern durch Taten, versteht sich.

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Tod im Jobcenter Gallus – Eine Bestandsaufnahme

Fast 2 Monate nach der Erschießung einer Antragsstellerin im Jobcenter Gallus sind immer noch die gleichen Fragen offen und die Behörden schweigen.

Ja, sie hatte wahrscheinlich zuerst das Messer gezogen. Ja, sie hatte einen Polizisten wohl nicht ungefährlich verletzt, bevor dessen Kollegin auf sie schoss. Nein, sie hatte das Messer nicht gezogen, um Geld zu erpressen. Nein, sie hatte wohl nicht im Jobcenter randaliert und auch nicht dessen Mitarbeiter bedroht. Nein, ihr Anliegen war weder dreist noch außergewöhnlich – wahrscheinlich war es nicht nur menschlich falsch, sie abzuweisen und per Polizei hinauswerfen zu lassen. Wahrscheinlich gehörte es auch zur täglichen Manipulation am Sozialrecht, die so viele Kunden so vieler Jobcenter täglich erleben.

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Welt des schönen Scheins – geht weiter

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Kaum einem unvermeidlichen erscheinendem Schicksal entronnen, kommt ihm selbiges von der anderen Seite des Atlantiks wieder entgegen. DSK hat einfach kein Glück mehr bei Frauen (ausser der eigenen).

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Aktionstag 11.6. – Der Film

Ein schöner Samstag im Juni 2011, und: Wem gehört die Stadt?

Schaut euch an, was das Aktionsbündnis dazu meint!

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Das lidlt sich doch richtig!

Na gut, ich war auch schon im Aldi, wegen des Katzenfutters, des Klopapiers und sonst noch was.
Ausserdem stehen bei allen Aldi-Läden die Katzenfutterdosen gut 10 Meter nach dem Eingang auf der linken Seite, das Klopapier ein Stück dahinter quer und an der Kasse geht es dann ganz fix. Und jetzt noch Bio ohne Ende, dazwischen gelegentlich noch mehr. Der Laden rennt wie Hund, das weiß jeder, auch wenn es in letzter Zeit hierzulande etwas stottert. Fast Exportweltmeister. Ich bin da eigentlich nur zum Üben, falls ich in den laufenden Ereignissen nicht entkommen kann.

Und alle dort sind irgendwie stolz drauf: jeder kann am Bruttosozialprodukt mitarbeiten, überall. Schon wenn man auf den Parkplatz fährt, quasi mechanisch zum Dock für die Einkaufswagen strebt, sich zum Öffnen der Tür andrängelt und wie ferngesteuert durch die wenigen Regalreihen geistert. Rein, packen, raus und ab, wie im automatischen Verladebahnhof.

einkaufswagen

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Kismet

Obgleich ich noch jung an Jahren bin und dennoch gealtert -und ich weiß, es schickt sich nicht, solcherlei Dinge mit einem Nebensatz zu beginnen – weiß ich, dass mein Körper sich dazu entschieden hat mir meine drei liebsten Geräusche vorzuenthalten.
Das Bersten von Glas, wie Stahl auf Stahl schlägt, und Liebesgeflüster.
An irgend einem Punkt in meinem [...]

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Aktionstag 110611. Impressionen.

Aktionstag 11-06-11. Foto- und Videoimpressionen.

(Foto von Aylin Karacan, Text von Merzmensch)

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Altstadt besetzt! GO-In im geplanten Museumsdorf

Der Aktionstag am Samstag, den 11. Juni führte auch zu einer kleinen Besetzung der “Platte” am Römer, dem Rest des Technischen Rathauses. Das Statement der Besetzer zur Aktion dokumentieren wir im folgenden.

Heute entern wir die Betonplatte des ehemaligen Technischen Rathauses, um deutlich zu machen, dass wir mit der städtischen Planung dieses Altstadtareals nicht einverstanden sind. Statt innerstädtisches Wohnen und Leben für alle zu ermöglichen soll hier „hochpreisiger“ Wohnraum entstehen – und sicherstellt werden, dass sozial Schwachen, sowie nicht in den Flair des neuen Innenstadtviertels passenden Menschen das Wohnen hier unmöglich ist.

Statt den durch den Abriss des Technischen Rathauses freigewordenen Raum für alle zu öffnen, soll er wie es heißt „kleinteilig“ bebaut, aber trotzdem wieder zu betoniert werden. Ruhezonen und für alle gleichermaßen nutzbarer öffentlicher Raum wie der Archäologische Garten verschwinden im Schatten einer konsumfreundlichen Überbauung.

Mit dieser Aktion kündigen wir unseren Widerstand an. Wir protestieren gegen die Privatisierung öffentlichen Raumes und gegen eine Stadtplanung, die sich nicht an den Bedürfnissen aller in der Stadt lebenden Menschen orientiert.

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“Wem gehört die Stadt?”- Ein Aktionstag in Aktion

Die FGZ hat sich als Teil des Netzwerkes “Wem gehört die Stadt” am Pfingstsamtäglichen Aktionstag beteiligt und wir können sagen: Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut! Demnächst sehen sie hier Fotos und Videos von MERZMENSCH und Karacan Aylin, die die Aktionen dokumentiert haben. Hier schon mal die Presseerklärung des Netzwerkes:

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Am 11. Juni 2011 hat das “Wem gehört die Stadt?”-Netzwerk in Frankfurt am Main mit einem stadtweiten Aktionstag gegen Verdrängung und Gentrifizierung protestiert. Mit vielfältigen Aktionen wie ‘Guerilla Gardening‘ auf der Bergerstraße, öffentlichen Frühstücken und Stadtteilspaziergängen in Bockenheim und Rödelheim, der Besetzung des ehemaligen Technischen Rathauses, einer öffentlichen Kantine und großen Performance auf dem Bockenheimer Campus, der Wiederbelebung eines Wasserhäuschens im Gallusviertel sowie einem abschließenden Rave durch die Stadt wurde die Frage “Wem gehört die Stadt?” eindrucksvoll in den öffentlichen Raum getragen.

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