Frankfurter Gemeine Zeitung

Stadtteile

Planungswerkstätten und Mietspiegel in Bockenheim

Arbeiterdenkmal-Campus-Bockenheim
Foto: Thoddibaer/Georeisecommunity.de
Wir dokumentieren einen Brief der “Initiative Zukunft Bockenheim”

Liebe Bockenheim-Interessierte und andere Aktive,

nach dem Start der Planungswerkstätten am 14. Und 15. Januar gehen wir die nächsten Aufgaben an. Die erste Planungswerkstatt ist gut gelaufen: 200 Leute haben teilgenommen. Von mehr günstigen Wohnungen, mehr urbanem Bauen und gegen bauliche Eintönigkeit, Vielfalt und Mischung von Bestandsbauten und Neubau, Unterstützung von genossenschaftlichem Wohnen bis zum autofreiem Campus und Gewerbe nur da, wo es Quartiers- und Stadtteilbezogen ist, fanden fundierte Diskussionen statt. Auch das Gutachten zum Philosophicum, hat zumindest dokumentiert, das eine Sanierung des Gebäudes energieeffizient möglich ist, es ist nur die Frage in diesem Gutachten, zu welchem Preis. Die Philosophicum Gruppe will eine „Machbarkeitsstudie“ erarbeiten (lassen). Wie kann das, was dort an Arbeiten und Leben praktiziert werden soll, realistisch baulich umgesetzt werden, und wie sieht der hierzu konkrete Finanzierungsrahmen aus? Etwas ärgerlich finden wir, das ein noch nicht fertig gestelltes Gutachten von der Presse teilweise das Etikett „alternativlos“ bekommt und als das Aus für genossenschaftliches Wohnen im Philosophicum gehandelt wird. Es ist vollkommen normal, dass bei solchen Bauvorhaben unterschiedliche Untersuchungen, Gutachten und Machbarkeitsstudien angestellt werden.

Insgesamt stellt sich die Frage zu den Planungswerkstätten: Wird die Stadt Frankfurt diesen Bürgerwillen auch akzeptieren?

Da müssen wir weiter dran arbeiten. Und hier ist immer das Herstellen einer großen Öffentlichkeit entscheidend. Begleitend zu den Planungswerkstätten veranstalten die Bürgerinitiativen Campusrundgänge mit Schwerpunktthemen. Im Anschluss an die Rundgänge gibt es im Studierendenhaus die Möglichkeit der Nachbesprechung.

Mit Informationsständen wollen wir mehr Menschen in die Fragen der Planungswerkstätten einbeziehen: Welche Wohnungen brauchen wir dort? Was kann jetzt zur Verkehrsberuhigung für Bockenheim geschehen? Welche Öffentlichen Einrichtungen müssen dort entstehen? Wie findet die Anbindung des Kerngebiets statt und wie verbindet sich Einzelhandel Leipziger Straße, mit dem was auf dem Campus neu entstehen (sollte)?

Die Rundgänge beginnen jeweils um 14 Uhr an der Bockenheimer Warte und finden an folgenden Samstagen statt:

Samstag, 11. Februar, Schwerpunkt Baudenkmäler und Kultureinrichtungen. Heute und Morgen. Bestand als Ressource.

Ein Oktett von Posaunisten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst wird den Rundgang um 14 Uhr an der Bockenheimer Warte eröffnen. In der anschließenden Nachlese im Festsaal des Studierendenhauses, wird die Gruppe Philosophicum ihr Konzept vorstellen und wir hören etwas zu den Fragen der Energieeffizienz in der Bestandssanierung.

Weitere Campusrundgänge

Samstag, 10. März

Samstag, 14. April

Die jeweiligen Schwerpunkte werden aktuell bekanntgegeben.

Zur Erinnerung. Die Termine der Planungswerkstätten sind an den Wochenenden, jeweils freitags von 14 Uhr bis 21, und samstags, von 10 Uhr – 16 Uhr statt. Es wird in 4 Schwerpunktblöcken gearbeitet, und jeweils in 3 Stunden ein Themenblock bearbeitet.

Planungswerkstätten

Freitag und Samstag, 17. Und 18. Februar
Freitag und Samstag, 23. Und 24. März

Abschluss-Veranstaltung: Freitag, 20 April 17 Uhr

Im Stadtteilbüro sind Pläne, Werkstattbücher und alle bisherigen Veröffentlichungen zu den Planungswerkstätten vorhanden. Wer sich intensiv einlesen möchte, kann das zu den üblichen Öffnungszeiten tun. Wer sich in irgendeiner Form an Vorbereitung und Aktionen beteiligen will kann per mail oder im Stadtteilbüro über die Möglichkeiten das Wesentliche in Erfahrung bringen.

Während der Planungswerkstätten treffen sich die Bürgerinitiativen jeden Mittwoch um 19 Uhr im Studierendenhaus. Jeder der an diesem Austausch teilnehmen will ist willkommen.

Auseinandersetzung um den Mietspiegel 2010

Der Lagenzuschlag für Bockenheim, der es den Wohnungseigentümern und Wohnungsbaugesellschaften ermöglicht im gesamten Kerngebiet Bockenheim 1,24 Euro / qm mehr an Miete zu nehmen, ohne auch nur eine einzige Veränderung vorzunehmen hat sehr harte soziale Folgen in unserem Stadtteil. Vor allen Dingen im Gebiet: Große Seestraße, Adalbertstaße, Schloßstraße wo die Wohnungsbaugesellschaften GWH und ABG Holding Wohnungen besitzen wurden die Mieterhöhungen flächendeckend verschickt. Die in diesen Wohnungen ansässigen Mieter haben oft ein geringes Einkommen und sehr viel ältere Menschen leben dort.

Die GWH (Tochter Helaba) hat versucht die Mieterhöhungen nach diesem neuen Mietspiegel bis zum letzen Cent auszuschöpfen, die ABG hat Abschläge vorgenommen (1,24 Euro – 39 Cent)

Dieser Lagenzuschlag ist bereits jetzt ein Vertreibungsinstrument. Wir haben mit unserem Stadtteilrundgang „Auf der Suche nach der gehobenen Lage“ im Dezember auf diese Situation aufmerksam gemacht. Soweit Politiker und der verantwortliche Dezernent (Schwarz auf der Auftaktveranstaltung Planungswerkstätten) überhaupt zu dem Mietspiegel und seinen Folgen Stellung genommen haben, wurde immer wieder beschworen, dass dies alles Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie sei, objektiv und qualifiziert und nicht anders möglich.

Abgesehen davon, dass wir von der Politik erwarten, dass sie regulierend eingreift um Wohnraum für alle Einkommensgruppen zu sichern statt zu zerstören und Mieter zu vertreiben, hat sich jetzt herausgestellt, dass die vielbeschworene Wissenschaftlichkeit dieses Mietspiegels gar nicht überprüfbar ist. Obgleich gesetzlich verpflichtend gibt es keine zugängliche Dokumentation der wissenschaftlichen Erhebung, die zu diesem Mietspiegel geführt hat. Bereits bei den Vorarbeiten zu dem Mietspiegel gab es öffentliche Kritik an der Art und Weise der Datenerhebung und der Arbeit des Instituts (InWIS Forschung und Beratung Bochum). Jetzt liegt die Dokumentation der Untersuchung immer noch nicht vor (so dass auch wir Bockenheimer nicht nachprüfen können, wie es gelungen ist, das Kunststück zu vollbringen, das die Frauenlobstraße dasselbe Etikett erhält wie Adalbert- und Schloßstraße).

Konkret bedeutet das, dass der „qualifizierte“ Mietspiegel, wegen des Fehlens der Dokumentation, nur ein „einfacher“ Mietspiegel ist. Das hat durchaus Relevanz bei rechtlichen Auseinandersetzungen. Wir wollen für diesen Vorgang, dass ein Jahr lang mit dem Etikett „qualifizierter Mietspiegel“ Mieterhöhungen verlangt wurden, ohne das die Stadt Frankfurt die gesetzliche Verpflichtung einer Dokumentation erfüllt hat, Öffentlichkeit schaffen.

Es ist davon auszugehen, dass bei dem jetzt schon eintretenden öffentlichen Druck die Dokumentation „bald“ nachgereicht wird.

Gut wäre, wenn wir eine gute „Prüfkommission Mietspiegel 2010“ zustande bringen, in der Soziologen und Humangeografen und Juristen dieses Werk des Instituts „inWIS“ einer Prüfung unterziehen.

Wer da mit entsprechender Kompetenz helfen kann ist sehr willkommen. Den Mietspiegel 2010 und den Lagenzuschlag Innenstadt 2, der die Struktur Bockenheims bedroht, zu Fall zu bringen ist etwas näher gerückt.

Ich grüße Euch und hoffentlich baldiges Wiedersehen

Anette Mönich


Das Hazelwoodstock Festival wird zwangsumgesiedelt

Das Hazelwoodstock Festival wird zwangsumgesiedelt und wir brauchen eure Hilfe!

Liebe Freunde,

Viel ist passiert, alles hat sich geändert und einiges gibt es zu berichten. Während wir euch also berichten ist dies gleichzeitig auch ein Aufruf an euch. Ein Aufruf dazu,  für uns und mit uns die Faust zu erheben; Denn obwohl wir uns viel zu lange in Zurückhaltung geübt haben, müssen wir unsere Auseinandersetzung mit dem Vermieter (einer Finanz-Investorengruppe) unserer Räumlichkeiten nach außen tragen.

Wie ihr mittlerweile fast alle wisst, sind wir gezwungen, Ende Februar unsere Sachen zu packen und unser heiß geliebtes Hazelwood Studio aufzugeben.  Nicht zuletzt hat das mit Rechtsstreitigkeiten zwischen uns und der erwähnten Investorengruppe zu tun. Weil wir uns natürlich trotzdem gebührend verabschieden wollen wurde die Idee geboren, ein weiteres Hazelwoodstock Festival zu veranstalten. Ein Festival, dass den großen Tusch gibt, bevor wir die gelbe Bühne verlassen und ein Festival, dessen Erlös uns für diesen Streit finanziell wappnet.

Dass wir bei dieser Hazelwood-typischen Monster-Unternehmung nicht auf die Unterstützung des Vermieters hoffen durften, war uns von vornherein klar. Doch auf den Super-GAU, der uns gestern Mittag erwartete, waren wir trotzdem nicht gefasst: Zusätzlich dazu, dass uns der Vermieter auf jede erdenkliche Art Steine in den Weg gelegt hat wurde uns strikt untersagt, das Festival in unserem Tonstudio zu veranstalten und  darüber hinaus mit Polizei und privatem Wachschutz gedroht, sollten wir es dennoch wagen.

Die einst als Kultur- und Medienfabrik beworbene Schuhmaschinenfabrik gleicht seit der Übernahme durch die Investorengruppe mehr einer Geisterfabrik, denn Mieter gibt es fast keine mehr. Der riesige Leerstand, die ungenügende Betreuung und der schlechte Zustand des Objekts sind  keine Probleme für den Vermieter, solange man Mieter wie uns schröpfen und deren Existenz erschweren kann.

Da wir nicht einfach aufgeben wollen, haben wir deshalb kurzer Hand beschlossen, das Festival auszulagern und einfach woanders unseren Abschied zu feiern. Das Hazelwoodstock 2 wird deshalb im Cafe KOZ in Bockenheim stattfinden außer am Samstag, den 28.01.12, denn dort gastieren wir im Equiza, dem Keller des Lola Montez.

Jetzt brauchen wir mehr als je zuvor eure Hilfe!!

Durch die große Scheiße, die hier über uns ausgebrochen ist, haben wir gleich mehrere Probleme zu bewältigen: Der organisatorische Mehraufwand ist ungeheuerlich, Die Neuigkeit muss kommuniziert werden und da das große Abschiedsfest vom Studio nicht mehr Im Studio stattfinden wird, verlieren wir den größten Aufhänger für die Party.

deshalb:

Wenn ihr in der Lage seid, noch angepasste Flyer oder Plakate an den Mann zu bringen, wenn ihr Mailverteiler habt, die ihr benutzen könnt, wenn ihr im Facebook noch Wind machen und mehr Leute einladen könnt oder wenn ihr noch weitere Ideen habt, wie ihr uns helfen könnt, meldet euch bei uns!!

bereits jetzt schon vielen vielen Dank und nur das Allerbeste

Die Hazelwood-Familie

(Alle Infos zum Festival findet ihr unter www.hazelwood.de/hazelwoodstock und die facebookveranstaltung unter http://www.facebook.com/events/139622629482084/)


Planung der Planungswerkstätten Bockenheim

Liebe Bockenheim Interessierte,

etwas lang, aber nötig, folgende Informationen an Euch. Die Bürgerinitiativen planen ihre Aktivitäten zu den Planungswerkstätten gemeinsam und jeder der möchte kann mitwirken. Siehe Informationen unten.

Die ersten Planungswerkstätten finden an diesem Wochenende Freitag und Samstag unter dem Motto „Erkundung“ statt. Die Motti der beiden nächsten Planungswerkstätten im Februar und März sind dann „Eörterung“ und „Empfehlung“. Die Planungswerkstätten sind als einzelner Workshop oder komplett zu besuchen. Anmeldungen sind sinnvoll, um den Raumbedarf z.B.  überschaubar zu machen, sind aber nicht „Pflicht“.  Die Dokumentation über die Auftaktveranstaltung (60 Seiten) ist auf der „Offiziellen“ Kulturcampus Seite der Stadt zum Download vorhanden.

www.kulturcampusfrankfurt.de

Auch die Anmeldung kann da getätigt werden. Sich zu beteiligen macht erst mal Sinn. Wir nehmen dieses Beteiligungsangebot der Stadt an und prüfen es auf seine Ernsthaftigkeit und Tauglichkeit. Und sehen dann weiter.

Im Anhang findet ihr eine Karte zum ersten Campus Rundgang der Bürgerinitiativen am 11. Februar.

Die Broschüre der Stadt „Planungsgrundlagen“ (20 Seiten mit 4 nützlichen Karten) haben wir ab heute nachmittag, Donnerstag, im Stadtteilbüro vorrätig.

Uns allen viel Erfolg und gute Zusammenarbeit.

Mit herzlichen Grüßen und wir sehen uns

Anette Mönich

Planungswerkstatt ist überall. Bürger planen ihren Campus Bockenheim.

Die Monate Januar bis April stehen ganz im Zeichen der Planung des Campus Bockenheim. Die Stadt wird in den Monaten Planungswerkstätten zum Kultur Campus  durchführen. An diesen Planungswerkstätten kann jeder Bürger teilnehmen und Vorschläge im Rahmen der Themenschwerpunkte machen. Zeitgleich findet der Wahlkampf zur Direktwahl der Oberbürgermeister(in) statt.  Die Bürgerinitiativen Bockenheims wollen in dieser Zeit möglichst viele Bürger erreichen, um über den Campus zu informieren und dadurch eine Beteiligung von vielen an der Planung zu ermöglichen.

Die Fragen, die in den Planungswerkstätten gestellt werden, sollen möglichst viele Bürger erreichen. Wir wollen eine breite Öffentlichkeit und von viele getragene Lösungen.  Die gewichteten Interessen vieler Beteiligter sollten Grundlage für eine neue Planung werden, die keineswegs im Schnelldurchgang erfolgen kann. Die Planungswerkstätten werden zur Farce, wenn ihre Ergebnisse nicht auf Realisierung und Umsetzung geprüft werden. Hierzu ist eine neue Planung notwendig.  Es haben sich in den letzten 1 ½ Jahren die Voraussetzungen geändert (Kulturcampus statt Bürocampus)  und die bisher artikulierten Bürgerinteressen sind nur partiell berücksichtigt worden.

Euch zur Kenntnis den Terminplan für die Planungswerkstätten und die Aktivitäten der Bürgerinitiativen

Planungswerkstatt 1  - Motto Erkundung
13./14. Januar 2012

Freitag, 13.01.2012
Saalbau Bockenheim, Schwälmer Straße 28 / Kurfürstenplatz

14.00 – 17.00 Uhr Kultur
18.00 – 21.00 Uhr Öffentlicher Raum, Grün, Klima und Verkehr

Samstag, 14.01.2012
Saalbau Schönhof, Rödelheimer Straße 38

10.00 – 13.00 Uhr Wohnen / Soziale Infrastruktur / Nahversorgung / Handel
14.00 – 17.00 Uhr Städtebauliche Entwicklung / Denkmalschutz

  1. 1. Werkstatt-Tag der Bürgerinitiativen
    Samstag, 11. Februar von 11-16 Uhr

Bisher geplant: Campusspaziergang
Wir erschließen uns gemeinsam das Bebauungsgebiet. Es gibt Informationen über die  Bestandsbauten, über die bisherige Nutzung und über die Vorschläge zu ihrer weiteren Nutzung. Anschließend Werkstattgespräch im Studierendenhaus. (vor, während oder nach den Infoständen?)

Werkstattstände auf der Leipziger Straße
Informationen über Planungsgrundlagen und den Verlauf der Planungswerkstätten. Die Inhalte und Methoden der Planungswerkstätten werden dargestellt sowie die wesentlichen Fragen zur Planung des Campus Bockenheim. Alle planen mit!

Planungswerkstatt 2.   Motto Erörterung
Freitag, 17.  und Samstag 18. Februar 2012

Die zeitliche Abfolge: Kultur, Öffentlicher Raum, Wohnen Städtebau entspricht bisher der Abfolge auf der ersten Planungswerkstatt. Siehe oben

2. Werkstatt-Tag der Bürgerinitiativen
Samstag, 3. März von 11-16 Uhr

Campusspaziergang . Öffentlicher Raum. Wir erschließen uns gemeinsam das Bebauungsgebiet. Wir wollen uns dem Verkehr und dem Öffentlichen Raum widmen und Lösungsansätze suchen.

Werkstatt-Stände auf der Leipziger Straße. Aktueller Stand und Werbung für die Teilnahme der Planungswerkstatt 3. Die Inhalte und Methoden der Planungswerkstätten werden dargestellt sowie die wesentlichen Fragen zur Planung des Campus Bockenheim. Alle planen mit!

Planungs-Werkstatt 3. Motto Empfehlung
Freitag, 23.  und Samstag 24. März. 2012

Hier sollen Empfehlungen für die Planung erarbeitet werden, wiederum zu den bisher bearbeiteten vier Schwerpunkten.

3. Werkstatt-Tag der Bürgerinitiativen
Samstag, 14. April von 11-16 Uhr

Was ist bei den Planungwerkstätten herausgekommen? Wir gehen mit den Ergebnissen auf die Straße. Wie steht es mit der Bürgerbeteiligung? Vorbereitung des Abschlussforums .

AktionsFormen hierzu sind nochzu entwickeln. Von Stadtteil- und Campusspaziergang bis zur Demonstration oder andere Städtische Aktionen sind da denkbar.

Abschlussforum der offiziellen Planungswerkstätten.
Freitag, den 20. April 2012, 17 Uhr Mainova

Die Ergebnisse der Planungswerkstätten werden auf dem Abschlussforum vorgestellt und diskutiert.
Sie sollen in die Bebauungsplanung einfließen. Die bisherige Planung der Stadt sieht vor bereits Ende Juni einen Bebauungsplan in der Stadtverordnetenversammlung vorzulegen. Das ist zuwenig Zeit um die Ergebnisse der Bürgerdiskussion tatsächlich in der Planung zu berücksichtigen. Also wenns ernst gemeint sein soll: Zeitplan ändern!

Stadtteilbüro. Während der Monate Januar, Februar, März , April wird die Dokumentation der bisherigen Planung und die Dokumentation der Planungswerkstätten im Stadtteilbüro zur Verfügung stehen.

Einsicht ist zu den Öffnungszeiten Dienstags bis Freitags von 15 Uhr bis 19 Uhr und Samstags von 11 bis 16 Uhr möglich.

Bürgerinitiativen. Die Mitglieder der Bockenheimer Bürgerinitiativen treffen sich jeden Mittwoch um 19 Uhr im Studierendenhaus im Parterreraum rechts (ehemaliger Buchladen), um die Ergebnisse zu diskutieren und die Öffentlichkeitsarbeit zu strukturieren. Alle Interessierten sind willkommen.

Arbeits-Strukturen zur Erarbeitung innerhalb der Bürgerinitiativen:

  1. Redaktion für Texte Presseerklärung, Flugblätter, Internet-Auftritt
  2. Dokumentation: Gruppe zum sichten und dokumentieren (fotografieren / eventuell Filmen in den Planungswerkstätten)
  3. Design und Layout
  4. Vorbereitung der Stände / was kommt da drauf? Kooperation und Zu-Arbeit Redaktionsgruppe
  5. Wer beteiligt sich an den Ständen?
  6. Wer macht die Rundgänge?  Eigene Beiträge vorbereiten und Experten gewinnen.
  7. Organisation Räume Studihaus für nachfolgende Diskussion

www.zukunft-bockenheim.de


Willkommen im Europaviertel

Redebeitrag der “Stadtteilinitiative Koblenzer Straße” (Frankfurt-Gallus) zur WemgehoertdieStadt/Occupy Demo am 17. Dezember 2011

Es geht uns heute um die Dynamik der Vertreibung.
Vertreibung von dort wo man nicht weggehen will.
Vertreibung von dort wo man nicht hin will.
Die Ordnungsgeschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Vertreibungen. Und wir sind lange noch nicht in dem Paradies angekommen, in dem Vertreibung nicht mehr möglich ist und nicht mehr möglich sein wird.
Auch die Geschichte des Gallus ist eine Geschichte der Vertreibungen. Und indem die Bankentürme, die Hotels und Prachtstraßen des Europaviertels immer näher kommen, wirkt diese Geschichte nun über die letzten Jahre, ästhetisch wie materiell, extrem zugespitzt.
Wir dürfen darüber aber nicht vergessen, dass die Geschichte des Gallus – vielleicht mehr als die der meisten anderen Stadtteile in Frankfurt – immer schon eine Geschichte der Vertreibung von der Peripherie in die Stadt war. Die Vertreibung in das Arbeiterviertel der Großindustrie von Adlerwerke, Höchst bis Braun. Es ist die Geschichte derjenigen, die sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft hier niedergelassen haben. Die Arbeitsmigranten und Migrantinnen, die das Gallus bis heute so geprägt haben und weiter prägen bis sie jetzt nach und nach aus dieser ihrer heutigen Heimat vertrieben werden. Wohin? Sicher nicht in die schicken neuen Europaviertelwohnungen oder sonst irgendwohin in einer unbezahlbaren Innenstadt.

Europaviertel - das Gallus kann man von hier aus fast nicht mehr sehen

Europaviertel - das Gallus kann man von hier aus fast nicht mehr sehen

In den letzten Jahren verdichtet sich die Geschichte des Stadtteils auf einmal extrem. Es ist die bekannte Beschleunigung der Stadtteilentwicklung, bei der, in nur kurzer Zeit, auf die Studenten, Künstler und die prekären Scheinselbstständigen die Penthouses des Europaviertel folgen.

Bis dato hatte niemand viel vom Gallus erwartet. Viel Infrastruktur lag seit Jahrzehnten brach. Im Gegensatz zu den aufgehübschten östlichen Stadtteilen Nordend oder Bornheim, gab es und gibt es hier wenige, die sich um Spielplätze, Grünanlagen, nette Cafes, oder gar Zentren der Sub- und Alternativkultur kümmern würden.
Noch vor wenigen Jahren bezeichnete eine Frankfurter Zeitung das Gebiet zwischen der Galluswarte und dem Galluspark als regelrechte “no go” Zone, in der die Migrantenmafia ein völlig vom Rest der Welt abgekoppeltes Leben führen würde und der deshalb stadtteilentwicklungstechnisch und zivilisationstechnisch eigentlich nicht mehr zu retten ist.

Gallus, “a failed” Stadtteil? Das war vor gerade mal 3 Jahren. Heute würde sowas wohl niemand mehr in die Zeitung setzen, assoziieren doch viele mittlerweile neben den altbekannten Vorurteilen auch ganz andere, positiv besetzte Entwicklungen. Die Kioske an der Galluswarte werden zu Glasfasadencafes umgebaut und das Kiosk in der Koblenzer Straße wird wohl höchstwahrscheinlich einem Hotelbau für Messegäste zum Opfer fallen.
Wie sich die Zeiten ändern – Wer heute im Internet im Stadtteil Gallus, nach einer Wohnung sucht wird überschwemmt mit Angeboten hoch- und neuwertiger Penthousewohnungen im schon bestehenden oder noch zu bauenden Europaviertel; für über tausend Euro kalt pro Monat, versteht sich. Es gibt Wohnungen, noch und nöcher an der halben Millionengrenze und darüber zu kaufen. Und die HausbesitzerInnen überschlagen sich plötzlich in einem bisher nicht gekannten Drang ihre Hausfasaden zu verschönern, in der Hoffnung endlich für die lange Durststrecke reich entlohnt zu werden.
Aufbruchstimmung also im Europaviertel Gallus. Aufbruchstimmung, das heisst also auch: die nächste Runde der Vertreibungen steht an! Wer ist schuld an dem ganzen Scheiß?

Schuld sind nicht die Banker, nicht die Finanzhaie, nicht die Heuschrecken. Schuld sind auch nicht die Immobilienspekulanten und auch nicht die Politiker, schon gar nicht “die da Oben!”.
Schuld ist der Kapitalismus!

Schuld ist diese symbolische Ordnung von der wir alle ein Teil sind und die deswegen existiert, weil 99% sie stützen; weil 99% zu denen wir alle auch immer wieder selbst gehören. Wir sprechen diese Ordnung immer wieder aus. Wäre dem nicht so, gäbe es diese Ordnung nicht, und dann gäbe es auch keinen Kapitalismus der jegliche Lebensaspekte durchdringt!
Denn drei Mal dürft ihr raten wer vor den coolen Typen und Mädels von der SIKS hier in der Koblenzer Straße gewohnt hat. Dreimal dürft ihr raten, wer vor den ganzen Studenten, Kulturschaffenden, Linken, Punks, Künstlern hier im Gallus gewohnt hat.
Als wir vor vielen Jahren in die Koblenzer 11 eingezogen sind, wurde nur wenige Monate später die letzte Familie aus diesem Haus abgeschoben. Gerade in diesen Monaten wird das letzte “offensiv migrantische” Haus in der Koblenzer kernsaniert und dessen Bewohner mussten nur vor wenigen Wochen schließlich reiß aus nehmen, während Teile unseres und eures Engagement im Stadtteil ganz sicher in Zukunft dazu inspirieren werden Bäume zu pflanzen, Kreisel zu begrünen, und ganz allgemein zur „lebbaren Stadt“, heißt: zur Innenstadtbefriedung, bei zu tragen.

Für die Generation der GallusbewohnerInnen vor uns sind in den letzten Jahren einfach entschieden zu viele Menschen in die Stadt gekommen, die eigentlich aufs Land gehören, weil ihnen die Stadt eigentlich zu laut, zu dreckig, zu gefährlich ist. Es gibt hier zu viele Autos, and allen Ecken wird man beklaut, mit Drogen beworfen und ständig machen die Nachbarn eine Art Krach, der einem kulturell nicht genehm erscheint. Deswegen muss heute alles begrünt, befriedet, befußgängerzont, und kulturell bearbeitet werden.
An all dem kann man sehen, dass wir im Kapitalismus immer schon selber Teil des Problems sind. Und wenn wir uns dessen nicht bewusst sind werden wir das System niemals überwinden können. Wir sind auch Teil des Problems wenn wir glauben, dass wenn “die da Oben” weg sind, die Banken abgeschafft, die Finanzhaie und Spekulanten an die Wand gestellt wurden, dass dann das Problem gelöst wäre.
Wenn “die da Oben” weg sind und der Ackermann zum Teufel gejagt wurde, dann sind nämlich die ganzen Anderen da Oben! Also genau die 99%, die schon vorher diese symbolisch Ordnung waren und diese bisher doch auch schon immer gestützt haben. Und dann geht der ganze Scheiß von vorne los.
Genau deswegen müssen wir die 1% werden. Also genau diejenigen, die der ewigen Wiederkehr des Immergleichen, der immergleichen Fahnen, Slogans, Ressentiments, und Vorurteile, der ewigen Tretmühle des “die da Unten gegen die da Oben” etwas entgegensetzen, und erst dadurch die ewige Widerkehr der immer gleichen Vertreibungen stoppen können.
Dazu müssen wir erst die Selbstgewissheiten und Selbstgefälligkeiten unserer eigenen inneren, basisdemokratischen Mehrheitsmeinung überwinden. Bunt, schrill, laut, schräg und leise, nicht nur gegen die Anderen sein, sondern auch gegenüber unseren eigenen Selbstsicherheiten.
Denn nur so können wir durch das immer alles zum normativen Normalen machende System des Kapitalismus hindurch gehen. Einen anderen Weg gibt es nicht. Ein langer und steiniger ZickZack-Weg ist das, bei dem man nicht oft genug über die eigenen Hacken stolpern sollte.
Aber es ist unserer Meinung nach der einzige Weg im Angesicht der perfiden Logik des Immergleichen und der Vertreibungen.

SIKS – Stadtteilinitiative Koblenzer Straße


Schwarz-Grün schließt Stadtteilbibliothek Riederwald

Und wieder wird eine Bibliothek vernichtet…
Nach 98 Jahren schließt am Donnerstag dem 22.Dezember die Stadtteil Biblioth ek in der Max-Hirsch- Straße im Riederwald ihre Pforten. Trotz zahlreicher Proteste, einstimmigen Erhaltungsforderungen durch den Ortsbeirat, Unterschriftensammlungen des Fördervereins  und der Resolutionen des Vereinsrings hält die schwarz-grüne Stadtregierung an einem Schließungsbeschluss aus dem [...]

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Leerstandsmelder für Gebäude jetzt auch in Frankfurt

Hier in Frankfurt stehen gut 2 MILLIONEN Quadratmeter Büro- und Wohnraum leer. Das rührt erheblich von der in Frankfurt lokalisierten (Finanz-)Dienstleistungsbranche und dem Schwanken ihrer Kurse her.
Andersrum locken diese Branchen und die entsprechende Einordnung Frankfurts in  “Global Cities” Wohlbetuchte hierher, schließlich gar Immobilienanleger, die Preise für Wohnraum nach oben treiben: die Wohnung als Anlageobjekt.
Es ist [...]

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Erneut Hausbesetzung im Frankfurter Westend

Am gestrigen Freitagkan es auf dem Hintergrund der katastrophalen Wohnungssituation für Studierende wieder zu einer Hausbesetzung, wieder ein Uni-Gebäude.
Diesmal in noch schönerer Umgebung als die Besetzung in der Schumann vor ein paar Wochen, nämlich ebenfalls im Westend zwischen den Botanischen Garten und dem Palmengarten: das Objekt der Begierde war der Biocampus am Ende der Siesmayerstraße, [...]

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Los geht´s: “Dialogischer Planungsprozess Kulturcampus Frankfurt”

flyerAfterwork - Planungswerkstaätten

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Eine ästhetische Analyse von “KulturCampusFrankfurt” anhand einiger Elemente dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks. Teil 2: Web.

wbste

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Erwartungen an “Planungswerkstätten” für den Campus Bockenheim

Die Bockenheimer Bürgerinitiativen Offenes Haus der Kulturen und Ratschlag Campus Bockenheim erwarten bei einer demokratischen Beteiligung der BürgerInnen an der Planung für den Campus Bockenheim:

Transparenz

Der Kaufvertrag zwischen Land Hessen und AGB Holding betrifft öffentliches Eigentum. Er muss offengelegt werden, um die Grundlagen des Planungsprozesses für alle beteiligten Akteure im gleichen Maße transparent zu machen.

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Wir Bockenheimer bleiben hier!

Eine Veranstaltung am Freitag, dem 21. Oktober um 19 Uhr in der Jakobsgemeinde am Kirchplatz: “Wir Bockenheimer bleiben hier!”
Diesen Titel haben wir der Veranstaltung gegeben und dass es so bleibt, dafür müssen wir jetzt etwas tun.
Der Mietspiegel 2010, der erst im Frühjahr 2011 in Kraft getreten ist, zeigt schon mal die Richtung an, in die [...]

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Campus Bockenheim: alles wie gehabt!

Bei der seit Monaten geforderten Bürgeranhörung im Senckenberg-Museum (28.9.) stellte F. Junker (ABG Holding) den Bebauungsplan für das Areal “Depot-Gelände” vor, der bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden soll.
Kritische Anmerkungen und Fragen wurden ausnahmslos “gebügelt”, die Preislage der zukünftigen Miet-und Eigentumswohnungen (11.50 Euro kalt, 3500 Euro /qm) legitimierte der ABG-Vertreter mit dem Hinweis auf die [...]

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GRÜNE zum Kulturcampus

Am Mittwoch, 22. 9., tagte die “AG Kultur” von Bündnis 90/Die Grünen im Studierendenhaus/Campus Bockenheim in “nicht-öffentlichem” Rahmen.
KünstlerInnen aus der freien Szene (u.a. ID Frankfurt, pdf des Konzepts hier) stellten ihr Konzept für die Nutzung des Studierendenhauses nach dem Wegzug des AStA vor. Zielsetzungen und Tradition des Hauses, die Auseinandersetzung mit dem Faschismus, den Kampf [...]

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Campus Bockenheim – der Leuchtturm zieht die Motten an

So, Kaufvertrag besiegelt, Bebauungsplan heimlich bereits abgenickt. Strahlend wird er da stehen der „Kulturcampus“, und in seinem Licht beginnen die Motten zu kreisen. Kultur für alle – die dazu gehören. Selbstverwaltung, natürlich unter der Kontrolle der etablierten Einrichtungen, Kreti und Pleti brauchen Führung und Letztere ein Haus, um sie auch auszuüben. Neben den Institutionen von Weltrang kann eben nicht einfach jeder und dann noch unprofessionell, das geht schon gar nicht. Da sitzt dann auch ein grüner Herr Baier und nickt staatstragend, schon schwer, so ganz ohne Rückgrat nicht umzufallen.

Es melden sich die ¾ Arrivierten, denen nicht nur eine adäquate Spielstätte an prominenter Stelle zusteht, sondern die sich als die natürliche Führungsgruppe empfehlen. Das wird Roth und Junker gut gefallen. Die Vorstellungen dieser Leute sind elitär und zielen auf Eliten, also genau das, was zu diesem Kulturcampus passt. Sie reihen sich in die Phalanx der globalen Player.
Die GRÜNEN preschen vor, hier die AG Kultur, die sich die Vorstellungen ihrer Klientel präsentieren liessen. Bunte Vielfalt, die ich meine!

(s. auch Kurzmeldung GRÜNE zum Kulturcampus)

Das Erscheinen dieser Gruppen kann als sicheres Indiz dafür gewertet werden, dass im Rahmen des Leuchtturmplanes noch etwas zu verteilen ist. Als angeblich freie Gruppen von Weltrang meldet man da schon mal seine Forderungen an. Die Referenzen stimmen, der politische Hintergrund auch. Sie drängen sich förmlich auf, da sie als „Freie“ für die geforderte Offenheit stehen (ähnlich wie ‚die Stadt gehört Dir’). Sie empfehlen sich als weiche Standortfaktoren und fordern Teilhabe. Und sie passen ja auch wirklich in das ABG-Konzept. Vor allem kann man mit ihnen die Schmuddelkinder aus dem Rennen werfen und dabei auf die Vielfalt hinweisen, für die solche Gruppierungen angeblich stehen.

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Ginnheim: erste ETW´s in Platensiedlung

Das ehemalige Areal  der US-Armee zwischen Bundesbank und Alt-Ginnheim rund um die Raimundstrasse wird als “Verdichtungsgebiet” für städtische Neubebauung ausgewiesen. Das Bebauungsziel meint nicht “nur” Freiflächen oder Flächen auf denen Kinderprojekte aufgebaut wurden, sondern auch das Gebiet mit 3-5 stöckigen Wohnblocks, die in den 90er Jahren von den Amerikanern übernommen, saniert und ausgebaut wurden. Jetzt [...]

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Die Frankfurter Grünen und der Milieuschutz

Es hat sich bereits in der ganzen Republik herumgesprochen, dass die Grünen in der Schwarz-Grünen Frankfurter Römer-Regierung eine eigenartige liberal-konservative Rolle einnehmen. Dieser Übergang vom Realo zu Liberalo ist vermutlich der Masse der Grünen-Wähler nicht wirklich bewußt.

Allerdings verwundert es inzwischen viele vor Ort, dass zum Beispiel im grünen Herz-Stadtteil Nordend die immerhin seit bald 30 Jahren verlaufende Gentrifizierung von der ach so bodenständigen Partei nicht politisch registriert wird. Da mag auch die wirtschaftliche und politische Positionierung einiger grüner Parteimitglieder im Immobilienumfeld und anderswo eine Rolle spielen. Das grüne Wahl-Motto “Die Stadt gehört Dir” erhält so einen ganz anderen Geschmack, und zwar abseits der Entertainments um den Grüngürtel.

Kommunale ABG: Luxuseigentum im Nordend - der Speckgürtel kommt zurückKommunale ABG: Luxuseigentum im Nordend – der Speckgürtel kommt zurück

Der in Köln ansässige Deutschlandfunk, eine der wenigen etwas anspruchsvolleren Teleeinrichtungen hat es die Tage jedoch gemerkt, und schildert in einem kleinen Feature die Gentrifizierungs-Lage in Frankfurt. Der Beitrag soll in einem längeren Zitat zur Sprache kommen, er spricht für sich selbst.

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Frankfurter Räumungspolitik: Bilder

Während Schwarze wie Grüne im Römer den Folgen ihrer wohnungspolitischen Prinzipien wenig bis keine Beachtung schenken, tun dies Bewohner der von Zwangsräumung Betroffenen im Viertel der kommunalen Wohngesellschaft ABG und einige solidarische Mitbürger am Römer schon. Die FGZ hatte von dem Fall im Mainfeld berichtet.
Bemerkenswerte Randnote bei dieser Art politischer Vorgänge ist, dass die Frankfurter [...]

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Attacke von Nazis in Frankfurt-Bornheim

Am Dienstag, dem 5.7.11 gegen 22 Uhr wurden drei Antifaschist_innen bei einer Plakatieraktion gegen den Naziaufmarsch in Giessen am 16.7. Opfer eines Angriffs zweier Neonazis, eine davon war die hinlänglich bekannte Nina Mietz.
Die Aktivist_innen hatten auf der Berger Straße, der belebtesten Straße im Stadtteil, Plakate (”Giessen bleibt Nazifrei“) aufgehängt. Dabei wurden sie von [...]

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Veranstaltung über Neonazi-Strukturen

Informations-Veranstaltung zu Neonazi-Strukturen in Bergen-Enkheim und im Rhein-Main-Gebiet: 6. Juli 2011, 19:30 Uhr, Saalbau Volkshaus Bergen-Enkheim, Borsigallee 40, Frankfurt
Ende 2010 führten Neonazis zwei Fackelmärsche in Bergen-Enkheim durch. Hier wohnt der stellvertretende Vorsitzende der JN Hessen und Führungsmitglied der so genannten “Nationalen Sozialisten Rhein-Main” (NSRM).
Die NSRM sind gut in lokale NPD- und Neonazi-Strukturen [...]

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Ostend: Nix mit Ruhe für Bewohner

Noch vor 2 Wochen wurde auf einer Veranstaltung der FAZ im Ostend von den  Beteiligten in schöner Einmütigkeit erklärt, dass vor Ort für die Bewohner alles beim Besten sei.
Eher alles Humbug, denn das mag eher an der Perspektive und den finanziellen Mitteln der Vertreter auf dem Podium gelegen haben, denn eine neue Untersuchung (der Firma [...]

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Ostend in bester Ordnung

Zur Veranstaltung “Das Ostend im Wandel” im Institut für Neue Medien

Derartige Veranstaltungen beschreibt man am besten mit dem Fazit, das durch sie weiter verbreitet werden soll. Für das hier im Zentrum stehende Ostend lautet dies folgendermassen: “hier ist die Welt in Ordnung und es wird noch schöner werden. Dabei hatten nur die Vertreterin der Frankfurter Soziologen und der Mann vom Jugendladen Bornheim ihre leichten Zweifel, ob das denn so stimme. Die Vertreterin der „Bevölkerung“ – mir erschien sie ein bisschen wie Mutter Theresia mit Perlenkette – kümmerte sich denn auch um die Situation der Fußgänger auf der Hanauer Landstrasse (innenstadtnaher Abschnitt).

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Insbesondere die EZB verändert überhaupt nichts, weder die Läden, noch die Wohnsituation.

Als wir dann auf dem Rückweg waren, hatten wir die bereits eingetretenen Veränderungen sehr deutlich vor Augen. Und die werden sich Richtung Innenstadt rapide vermehren, sobald die Bauarbeiten in ihr Endstadium treten.

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