Von Wohlgemuth am 23.04.2013 in Andocken Audio Finanzfurt Politik Stories Wirtschaften Wirtschaftswunder
Am heutigen Dienstag beginnt in Frankfurt der Deutsche Städtetag. Er soll drei Tage dauern und möchte auch Bundeskanzlerin Merkel begrüßen. Sie gibt uns den Anlass zu einer Anamnese um preisgetriebene Immobiliengeschäfte und potentielle Folgen, denn ihr Boom beschäftigt zur Zeit die Leute in den Städten, nicht zuletzt in Frankfurt.
Angela Merkel gehörte zu den vielen, die uns, das meint dem ökonomisch stotternden Deutschland vor der Krise das leuchtende wirtschaftliche Vorbild Spanien pries: eine neue Geschäftsformen, die Verbindung von Bau, Kredit und Investoren als leuchtendes “Geschäftsmodell”. Wer wollte nicht eine zugebaute Küste und endlose Linien von Eigentumswohnungen in den Städten, mit den neuen Quartieren an ihrem Rand und auf dem platten Land. Sie setzen auf Millionen von Krediten auf, und das ganze nannte man damals “das spanische Wunder“.
Dabei bleibt uns, und besonders den Spaniern heute das Lachen im Halse stecken. Inzwischen haben sich angesichts von 25 Prozent Arbeitslosigkeit auf der iberischen Halbinsel und zusammenbrechenden Banken unsere Politik und Medien auf eine andere Geschichte verständigt: “Spanien hat grobe Fehler gemacht. Die spanische Krise ist hausgemacht. Die Spanier haben über ihre Verhältnisse gelebt.”
Wie geht das zusammen? Um die Hintergründe zu klären, wie Finanz- und Immobilienspekulation, Preistreibereien und Extraprofite, Vertreibungen der Bewohner und Krise zusammengehören, verlangt es einige Recherche. Da in Frankfurt Immobilienhype und Finanzinstitutionen zusammentreffen, das massenhafte Geld für Immobilienspekulationen und Preistreiberei hier durchzieht, kann das Lehrstück Spanien einiges bieten, eventuell auch darüber was uns noch bevorsteht.
Der Deutschlandfunk hat die anschwelllende Spekulationswelle der letzten 30 Jahre am Mittelmeer rekonstruiert. Wir treffen auf einige Bekannte.
Die Sendung “Der spanische Fall. Geschichte einer europäischen Gemeinschaftsproduktion” von Barbara Eisenmann lässt sich im AUDIO hier nachhören.
• kommentieren »
Von Redaktion am 31.10.2012 in Audio Events Initiativen Kurzmeldungen Stadt-Formen Stadtteile Wem gehört die Stadt Wem gehört die Stadt - Dossier zum Netzwerk
Mit “aktivierenden Untersuchungen” im Gallus und später im Ostend, zwei Stadtteilen im Visier von Investoren, möchte das Netzwerk “Wem gehört die Stadt” Leute vor Ort über ihre Erfahrungen, Bewertungen und Zukunftsaussichten befragen. Solche Untersuchungen haben eine lange Geschichte, die vor einem halben Jahrhundert in Italien beginnt, und bei denen auf eine aktive Öffentlichkeit für Bewohner oder Lohnabhängige vor Ort hin gearbeitet wurde.
RadioX strahlte dazu am Dienstag, den 30. 11. zwischen 16 und 17 Uhr eine Sendung aus, mit zwei Aktivisten des Netzwerks am Mikro. Sie kann hier nachgehört werden: Stadt-RadioX 30-10-12
Die erste Untersuchung im Gallus beginnt diesen Freitag (2. November) 14 Uhr an der Quäkerwiese, Frankenalle / Ecke Schwalbacher Straße
Alle sind herlich eingeladen !
• kommentieren »
Von Redaktion am 15.07.2012 in Audio Empfehlungen Initiativen Kurzmeldungen Stadt-Formen Wem gehört die Stadt
Im Deutschlandfunk am Montag dem 16. Juli um 19.30: eine Sendung zum Tthema “Recht auf Stadt” mit Schwerpunkt Hamburg/Frankfurt. (Von Ruth Jung)
Städte sind die Lebensorte der Zukunft. Immer mehr Menschen leben in der Stadt. Doch vielen deutschen Kommunen geht es gar nicht gut: knappe Kassen, aber jede Menge Aufgaben. Ganzen Quartieren droht die Marginalisierung, zugleich lässt sich in einigen Stadtvierteln von Metropolen ein harter Verdrängungskampf beobachten. Geld und Herkunft bestimmen zunehmend über die Teilhabe an der Stadt. Gentrifizierung scheint das derzeit vorherrschende Stadtkonzept zu sein, mit dem Politiker hoffen, innenstadtnahe Viertel ‘aufwerten’ zu können. Mit dem Umbau städtischen Raumes in privatisierte und sicherheitsüberwachte Zonen verlieren Städte aber nicht nur ihre Individualität, sie sind auch nicht länger soziale Orte. Dagegen wehren sich Bürger, zum Beispiel in Hamburg das Netzwerk Recht auf Stadt. ‘Eine Stadt ist keine Marke‘, so der Slogan. Auch in der Finanzmetropole Frankfurt begehren Bürger auf, werden Entwicklungskonzepte für eine ‘Stadt für Alle‘ gefordert.
DeutschlandRadio Kultur hört man in Ffm über UKW 91, 2 ganz gut.
Zum Nachhören HIER.
• kommentieren »
Von gaukler am 14.03.2012 in Allgemein Audio Kulturen Poesie Überraschung
Bernhard Grzimek, der legendäre Frankfurter Zoodirektor nach dem 2. Weltkrieg (“Serengeti darf nicht sterben“), kann uns mit seinen feinen Umwelt-Analysen auch heute noch hilfreich zur Seite stehen.
Eine besonders bemerkenswerte Hörfunksendung, die uns Vergangenheit wie Zukunft der Wohnbedingungen vieler nahe bringt, gelangte beim Hessischen Rundfunk jetzt noch einmal zur Austrahlung: “Wenn so eine kleine Wanze ausgeschlüpft ist, hat sie noch nicht diese prächtige mahagonibraune Farbe, wie sie große Wanzen haben, sondern sie ist weiß und hat rote Äugelchen.”
Der wunderschöne Beitrag lässt sich hier nachhören.
• kommentieren »
Von Redaktion
am 01.03.2012 in Audio Empfehlungen Politik-Formen Servieren Stadt-Formen
Ein Feature des Deutschlandfunks Mit Beteiligung privater Unternehmen versucht die öffentliche Hand trotz aller Haushaltsdefizite und gekürzter Budgets eine Reihe außerordentlich großer Bauprojekte zu realisieren. Der Bau der Hamburger Elbphilharmonie oder der eines 75 Kilometer langen Abschnitts der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Bremen sind bekannte Beispiele für dieses Finanzierungsmodell. Diese so genannten Public Private [...]
weiterlesen »
• kommentieren »