Frankfurter Gemeine Zeitung

Besichtigungen

Hinfahren: 10. – 12. Juni 2016 Menschenkette/Demo in Ramstein

 – noch eine Woche –

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,

knapp drei Wochen vorher, mitten in der Hochphase der Vorbereitung wollen wir mit diesem Schreiben versuchen, Euch mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Wir sind guten Mutes und optimistisch: Es gibt an ganz vielen Orten viele Aktionen und Aktivitäten der Vorbereitung. In der Region, besonders in Kaiserslautern, wird intensiv aufgeklärt und mobilisiert. Wir können jetzt schon sagen, dass wir das Klima in der Region zugunsten unserer Anliegen, wie es in der Überschrift unseres Aufrufes heißt: „Keinen Drohnenkrieg – Stopp Ramstein“, verändert haben. Es gibt ein großes Interesse und eine neue Aufgeschlossenheit.

Dies sagen wir, um Euch zu ermuntern, noch einen Zahn zuzulegen. Wir können wirklich eine beeindruckende Aktion schaffen.

Was ist das Neue: Die Menschenkette hat eine noch attraktivere Route bekommen.

In den letzten Wochen haben sich unsere FreundInnen in Kaiserslautern vielfältige Gedanken gemacht, wie die effektivste und attraktivste Route für die Menschenkette geplant und organisiert werden kann. Verstärkt wurden diese Diskussionen durch zwei Treffen mit der Stadtverwaltung, den Ordnungsbehörden und der Polizei.

Daraus entstanden die folgenden Überlegungen, für die wir um Eure Unterstützung bitten.

Kerngedanken aller Planungen sind:
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SMILE AFGHANISTAN- Eine Fotoausstellung des afghanischen Journalisten Parwiz Rahimi

Seit Jahrzehnten erlebt Afghanistan Krieg, Entführung, Bombenanschläge.
Die Medien berichten immer wieder darüber, manche von ihnen sensationsträchtig.
Doch besteht Afghanistan nur aus Krieg und Terror?
Parwiz Rahimi, der als Journalist in seinem Land arbeitete und wegen seiner kritischen Berichterstattung sowohl über die Regierung als auch über die Taliban sein Land verlassen musste, hat bewegend- berührende Momentaufnahmen von seinen Landsleuten gemacht, die ihren Alltag zeigen und nicht das Elend des Krieges. Rahimi will mit seinen Fotos ein anderes Gesicht von Afghanistan zeigen: trotz aller schrecklichen Geschichten können die Afghan_innen auch noch lächeln.

Parwiz Rahimi will mit dem Verkaufserlös seiner Fotos u.a. Kindern, die wie er flüchten mussten, helfen. Er möchte Ihnen Malmaterial schenken, damit sie ihre eigene, eine ‚andere‘ Welt malen können, die nicht zwingend mit Krieg und Elend zu tun hat.

Seit Januar 2016 lebt Rahimi in Frankfurt und wartet auf das endgültige Ergebnis seines Asylverfahrens. Seine Zeit in den verschiedenen Flüchtlingsunterkünften nutzte er, indem er die Betreiber als Dolmetscher unterstützte. Er studiert zur Zeit Fotographie an der HFG Offenbach und engagiert sich in mehreren kulturellen Initiativen in Frankfurt.

Ausstellungsort Café Knobbe, Koblenzer Straße 9, 60327 Frankfurt am Main - Stadtteilinitiative Koblenzer Straße

Vernissage Donnerstag, den 23. Juni 2016, Beginn 18.00 Uhr

Dauer der Ausstellung noch offen

Unterstützt von artes e.V.


Utopie für die Stadt: der Traum von neuer Fürstenherrschaft

Der europäische Stern am Himmel der Finanzmärkte heißt London. Die Pläne und Visionen für die Stadt zeichnen uns ein Bild davon, wie der Umbau urbaner Lebensweisen auch hier bald weiter gehen könnte.

Die Wahlen in Großbritannien sind vorbei, die Konservativen, die kapitalistischen Turbos haben klar gewonnen. Labour, ähnlich neoliberal gestrickt wie die SPD, war chancenlos, aber sie blieb vom Schicksal verschont, das letztlich allen gewendeten Sozialdemokratien Europas bei Wahlen droht: ein Absturz auf 8 Prozent wie Griechenlands PASOK.

Bleiben wir auf der Insel. Niemand kann dort, besonders im Großraum London ernsthaft behaupten, nicht zu wissen, wie die mittelfristigen Vorhaben, die Visionen in den Parteien aussehen. Großbritannien, allen voran die Stadt an der Themse gilt nicht erst mit der Olympiade als europäischer Wegweiser für zukünftigen Umbau der Gesellschaft in Richtung “mehr Kapitalismus”. Deshalb machen sie Inspirationen von Verantwortlichen bei uns leichter zugänglich. Das gilt insbesondere für den Umbau der Städte, weshalb wir in Frankfurt ganz genau hinhören sollten. Schließlich gilt London als großes Vorbild hinsichtlich Finanzen, Immobilien und Verkehr für die kleine Stadt am Main.

Kurz vor der Wahl verkündete Boris Johnson, der konservative Londoner Bürgermeister seine Vorstellungen zur beschleunigten Globalisierung mit Fokus auf die City. Er sieht Britannien als eine Insel des freien Markts, die ausländischem Kapital besonders weit offen steht. Für den Antriebsmotor der Markt-Insel wendet sich Boris Johnson der Stadt Dubai zu, der wirtschaftlichen Achse der Vereinigten Arabischen Emirate.

Dubai – prima Luxus abseits der Arbeiterunterkünfte

Johnsons Welt ist die der handeltreibenden Stadtstaaten, und so sieht er auch London möglichst weit weg von hemmenden Bedingungen des Nationalstaats, seiner Gesetze, gar demokratischen Ansprüche. Dubai kann als prima Vorbild dafür gelten: die Wüstenstadt ist ein global eingebundenes und feudal beherrschtes Konglomerat aus Freihandelszonen und extrem unterschiedlichen Stadtquartieren. Die zentralen wirtschaftlichen Motoren sind die “Freihandelszonen”, besonders gesicherte Territorien innerhalb eines Landes oder ein Zusammenschluss von mehreren Ländern oder Teilen davon, in denen Zölle und andere tarifäre Handelshemmnisse abgeschafft werden, sowie eine Reihe weiterer Sonderbestimmungen und unternehmerischer Freiheiten, etwa die Freiheit von der Steuerzahlung gelten.

In den weltweit bald 1000 Freihandelszonen arbeiten bis zu 60 Millionen Menschen, fast 50 % mehr als die Zahl der Beschäftigten in ganz Deutschland. In Dubai sind das die Jebel Ali Free Zone (JAFZ), die einen der größten Containerhäfen der Welt enthält, die Dubai Internet City (DIC) beherbergt Firmen von IBM bis Microsoft, Freunde profitabler Datenfreiheit, und Dubai Media City (DMC), die internationale Medienkonzerne anzieht.

Einerseits verdingen sich dort Hunderttausende völlig rechtloser Immigranten, meist aus Ostasien, die für 200 Euro 200 bis 300 Stunden im Monat die Quartiere der Organisationen und Reichen bauen und versorgen. Oft existieren diese rechtlosen Arbeiter in einer Art Sklavendasein in elenden Containerquartieren, dürfen die Luxusquartiere nicht betreten und sich glücklich schätzen, wenn sie überhaupt den zugesagten Lohn und etwas zu Essen erhalten. In Dubai und den Vereinigten Arabischen Emiraten stellen sie die Mehrzahl der Bevölkerung.

Eine weitere Schicht von besser situierten Servicefachkräften und Consultants halten die globalen Firmen und die Organisation der Freihandelszonen, der Touristenanlagen und Shopping Malls am Laufen, kommen häufig aus der westlichen Welt und leben gut bezahlt in eigenen Wohnquartieren. Zu ihnen gesellen sich die Shopping-Touristen, die aus dem Großflughafen Dubais in die exklusiven Hotels der Stadt strömen. Die Infrastrukturen und Logistik all dieser Mitglieder einer “globalen Mittelschicht” setzen auf den Sklavenarbeitern auf, und zwar von der Baustelle bis zur Haushaltshilfe.

Schließlich gibt es die investierenden Akteure, Global Companies und Vermögende, die sich für Infrastruktur und Immobilien, Finanzen und Technologien interessieren, die Städte als zentrale Knoten in einer globalen “Wertschöpfungskette” verwenden, sie entsprechend umbauen und profitabel nutzen möchten. Sie haben ihre eigenen Quartiere, bei denen die Zugangsschranken schon über die Preise in den gesicherten Privatgeländen funktionieren.

City of London – locker 10 Millionen für die 2 Zimmerwohnung im Dschungel

Zurück zur Vision für Great Britain: In diesem schönen neuen Dubai des High Capitalism deklarierte der Londoner Bürgermeister Boris Johnson sich selbst als ‘Bürgermeister des achten Emirats‘ und verkündete: “Was die Dschungel von Sumatra für die Orang Utans sind, das ist London für die Top-Milliardäre.” Klar: und hier fühlen sich die reichen Orang Utans besonders wohl, wenn die vielen anderen Dschungelbewohner ihnen bei Gelegenheit fleissig zuarbeiten. Kein Wunder, dass sich auch die Scheichs in der City gerne tummeln, und die verschwundenen griechischen Milliarden mit ihren Besitzern aus der Ägäis dort eine schöne, sichere Heimstadt haben.
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Architektur und Hochschulpolitik in Frankfurt – Universität von Kritischer Theorie zum Drittmittelzirkus

Wissens-Räume im Umbruch

Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat die Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität ihren Standort gewechselt. Schrittweise wurden die verschiedenen Institute und Fachbereiche vom Stadtteil Bockenheim in das Westend verlagert. Dieser Ortswechsel steht zugleich für eine gesellschafts- und wissenschaftspolitische Transformation: Während der alte Campus mit seinen funktionalen Zweckbauten die fordistische Massenuniversität verkörpert, vermittelt die neue Universität mit ihrer repräsentativen Architektur den Eindruck eines neoliberalen „Exzellenzclusters“. Doch Bauformen sind nicht unmittelbar bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen zuzuordnen. Sie haben keinen „Sinn“ an sich, er wird ihnen vielmehr durch bestimmte Diskurse zugeschrieben. Entsprechend muss eine Analyse der Universitätsarchitektur den jeweiligen historischen Kontext und die spezifischen Auftragsbedingungen berücksichtigen.

Bürgerliche Stiftungsuniversität und Frankfurter Schule
Die Johann Wolfgang Goethe-Universität war 1914 als einzige Bürgerstiftung des Deutschen Kaiserreiches gegründet worden. Der bis heute bestehende schlossartige Gebäudekomplex, sichtbarer Ausdruck großbürgerlicher Repräsentationsbestrebungen, bildete für viele Jahrzehnte den baulichen Kern des universitären Betriebs. Als nach dem Ersten Weltkrieg infolge der Inflation die Stiftungsgelder weitgehend verloren gingen, kam es 1923 zu einem Vertrag zwischen dem Land Preußen und der Stadt Frankfurt, demzufolge die Defizite der Universität jeweils zur Hälfte vom Staat und von der Kommune zu tragen seien (vgl. Schardt 2014).

Im selben Jahr wurde auch das Institut für Sozialforschung (IfS) dank einer großzügigen privaten Stiftung gegründet. Das dafür eigens errichtete Gebäude entsprach aus Sicht des ersten Direktors Carl Grünberg (1861-1940) einen neuartigen Typus von wissenschaftlicher Arbeitsorganisation. Tatsächlich handelte es sich um eine schmucklos-sachliche Architektur, basierend auf einer Eisenbetonstruktur, allerdings verliehen die mit Muschelkalkbruchsteinen verkleidete Außenfassade und ein voluminös gestalteter Säulenportikus im Eingangsbereich dem Bau eine heroische Monumentalität. Konzeptionell sollte das Institut nach dem Willen seiner Stifter dem Marxismus eine unabhängige Position im akademischen Raum sichern. Die anvisierten Themen kreisten um Gewerkschaften, Antisemitismus und Bolschewismus. 1930 übernahm der Sozialphilosoph Max Horkheimer (1895-1973) die Leitung des Instituts, der als Direktor das Projekt eines interdisziplinären Dialogs zwischen den Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften initiierte. Die Stoßrichtung des Vorhabens richtete sich u.a. gegen das Spezialistentum im Forschungsbetrieb und beruhte auf einem Bildungsbegriff, der letztlich im deutschen Idealismus Humboldtscher Prägung (philosophische Einheit der Wissenschaften) wurzelte (Zwarg 2013: S. 20).

Schon frühzeitig hatte Horkheimer die Gefahr eines drohenden Faschismus erkannt und deshalb eine Institutszweigstelle in Genf eröffnet sowie Teile des Stiftungsvermögens ins Ausland transferiert. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde am 13. März 1933 das IfS von der Polizei geschlossen und wenig später vom Staat beschlagnahmt. Die Vertreter der Frankfurter Schule (darunter u.a. Theodor W. Adorno, Siegfried Krakauer und Herbert Marcuse) verließen Deutschland und das Institut emigrierte in die USA. Während des Zweiten Weltkriegs zerstörten alliierte Bombenangriffe große Teile des Bockenheimer Campus, darunter auch das IfS-Gebäude.

Im Herbst 1946 bekundete die Frankfurter Universitätsleitung gegenüber Horkheimer den Wunsch, die Gesellschaft für Sozialforschung möge doch zurückkehren. Man sei an der „Wiederherstellung der unterbrochenen Verbindung“ interessiert, da dadurch die Universität in die Lage versetzt werde, „den ihr zukommenden Anteil an den kulturellen Aufgaben zu leisten, die uns in Deutschland heute gestellt sind.“ (Zit. nach Wiggershaus 2014: S. 109). Über die Beweggründe dieser wenig sensiblen Anfrage lässt sich nur spekulieren, aber sicherlich setzten die Amtsträger darauf, mit dem „heimgeholten“ Institut im Ausland ein renommiertes Aushängeschild für das demokratisch geläuterte Deutschland vorweisen zu können. Zunächst war Horkheimer aus verständlichen Gründen skeptisch, ob er wirklich auf Dauer zurückkehren sollte, aber schließlich überwog die Hoffnung, dass er mit seiner Lehrtätigkeit einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung der deutschen Studentenschaft leisten konnte. Im Sommer 1949 wurde Horkheimer wieder als ordentlicher Professor für Sozialphilosophie an die Universität Frankfurt berufen, 1951 dann zum Rektor gewählt und 1952 für eine weitere Amtszeit bestätigt. Am 14. November 1951 fand auch die feierliche Wiederöffnung des neu errichteten Instituts für Sozialforschung statt. Ein kühl-ornamentloses Gebäude im Stil der neuen Sachlichkeit, entworfen von den Architekten Alois Giefer und Hermann Mäckler, die durch die Verkleidung der Außenfassade mit Muschelkalkplatten offensichtlich an die monumentale Charakteristik des ersten Institutsbaus anknüpfen wollten.

Für Horkheimer hatte die Institution der Hochschule einen enormen Einfluss auf die weitere Entwicklung der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft, denn nur dort konnte nach seiner Überzeugung ein selbständiges und humanes Denken eingeübt werden (Horkheimer 1981 [1952]: S. 159). Doch eine „Erziehung nach Auschwitz“ (Theodor W. Adorno) erwies sich an der Johann Wolfgang Goethe-Universität als ausgesprochen schwierig. Viele Lehrstühle waren wieder mit ehemaligen Parteigängern der NS-Zeit besetzt und die jüdischen Emigranten sahen sich nach ihrer Rückkehr mit antisemitischen Polemiken aus den Reihen der Professorenschaft konfrontiert (Hammerstein 2012: S. 801). Bis in die späten fünfziger Jahre herrschte an allen westdeutschen Universitäten ein ausgesprochen restauratives Klima und ein Großteil der Akademiker versuchte ideologisch an Traditionen vor 1933 anzuknüpfen. Während der „Mythos Humboldt“ geradezu beschworen wurde, fanden grundlegende Aspekte des Universitätsbetriebs wie Selbstverwaltung oder Ausbildungsfunktion der Lehre wenig Beachtung. Es galt vielmehr „das selbstherrliche Bild einer geistesaristokratischen Ordinarienkorporation zu konservieren, die eine kleine Zahl von Studierenden für die Wissenschaft rekrutierte.“ (Söllner 2013: S. 79).

Ganz auf Integration und Reputation bedacht, knüpfte Horkheimer als Rektor an überkommene Repräsentationsformen an. „Seine Vorstellungen von einer Universität leitete sich von der ‘großen Vergangenheit’ der deutschen Universitätstradition ab, so, wie sie im deutschen Idealismus formuliert worden war. Er hatte keinerlei Schwierigkeiten, für eine hierarchisch klar gegliederte Universität einzutreten, in der die Ordinarien die Spitze der Hierarchie verkörperten.“ (Hammerstein 2012: S. 130). Antrittsvorlesungen in der Aula fanden in feierlicher Form mit Talaren und Amtskette statt. Jenseits solcher ständischen Inszenierungen setzte Horkheimer eine vorsichtige Demokratisierung an der Hochschule in Gang.

Die Kramer-Universität: Standardisierung und Chancengleichheit
Im Jahre 1952 kehrte auch der Architekt und Designer Ferdinand Kramer (1898-1985), ein Jugendfreund von Adorno (1903-1969), aus den USA in seine Geburtsstadt Frankfurt zurück. Horkheimer hatte lediglich eine Europareise des Emigranten finanziert, doch Friedrich Rau (1916-2001), damals Kurator der Frankfurter Universität, konnte Kramer zum Bleiben überreden. Als Leiter des Universitätsbauamtes sollte er planerisch und architektonisch an der Neugründung einer demokratischen Hochschule mitwirken, wie sie Rau vorschwebte. Das Denken in hierarchischen Ordnungen und der eigenbrötlerische Gelehrtenindividualismus gehörten für den sozialdemokratischen Bildungsreformer endgültig der Vergangenheit an. Die moderne Universität musste nach seiner Überzeugung die patriarchalische Institutsverfassung durch das Kollegialitätsprinzip ersetzen und die räumliche Zusammenfassung aller Fakultäten und Institute zur Erleichterung kooperativen Arbeitens an einem Ort ermöglichen (Wurm 1989: S.144 ff.). Weiterlesen »


Die Eroberung der Städte – Gates, Villages und Districts

Seit Jahren wird in Feuilletons und Fachbüchern immer öfters von einer „Renaissance der Städte“ gesprochen. Sie sei für viele urbane Neuordnungen verantwortlich, die insbesondere in Großstädten mit mehr als fünfhunderttausend Einwohnern gegenwärtig wirken. Anders als es der Begriff „Renaissance“ vielleicht nahe legt, geht es in der neuen urbanen Renaissance weniger um Vielfalt der Menschen, Ideen [...]

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Europa vor der Wahl: Stimmungsbericht vom südöstlichen Rand

Das Leben, ganz alltäglich steht hier in Griechenland zum einen unter dem Generalverdacht, jede/r habe nur im Sinn, wie denn die ganzen Gelder möglichst am Finanzamt vorbei geschmuggelt werden können. Um diesem „Volkssport“ beizukommen werden unter den wachsamen Augen der Vertreter der Troika, die nicht müde werden, einer unfähigen griechischen Regierung die entscheidenden Hinweise zu [...]

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Frankfurter Nachbarschaftsinitiative NBO – ein Nachtrag

Zum Widerstand gehört auch Repräsentanten beim Wort nehmen. „Ein Umzug löst unser Problem nicht, es verschiebt es nur. In diesen Vierteln müssen wir stets mit der Unsicherheit leben, irgendwann wieder vertrieben zu werden.“ Besser kann man es nicht auf den Begriff bringen, was derzeit in dieser Stadt an allen Ecken und Enden rund um Wohnungen [...]

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weggeTURMt – ein Fotobericht

Und weg war der Turm…

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Der NSA-Chef im Video: endlich die ganze Wahrheit!

Ja, wir sind ALLE TERRORISTEN. General Keith Alexander, Chef der NSA klärt uns über die Einzelheiten auf:

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Große Nasen – Hauck & Bauer in Frankfurt

Sie sind jung, sie sind sexy, auch charmant, die Herzen fliegen ihnen zu. Die Rede ist von den 1978 im fränkischen Alzenau geborenen Elias Hauck und Dominik Bauer. Seit 2002 arbeiten die Jugendschulkollegen, sie haben sich im Altgriechisch-Kurs kennengelernt, zusammen. Hauck malt seine seltsam aussehenden Menschen, Bauer schreibt die Minidramen dazu.

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Ein Blick in das tiefschwarze Loch mitten in Europa

Das tiefschwarze Loch mitten in Europa gibt es seit mindestens 50 oder 60 Jahren und bündelt die Gravitationskraft “Deutschland”. Konrad Adenauer, der langjährige CDU-Kanzler war Exponent des legendären “weiter so“, in einer bleiernen Zeit der frühen Bundesrepublik, an die wir uns jetzt, 2013 ergeben wieder anpassen, oder anmerkeln.

“Keine Experimente” war der erfolgreiche Slogan des “Wirtschaftswunderlands“, des schwarzen Lochs, und wer möchte ihn heute, 5 Jahre nach dem Finanzcrash in der Wettbewerbsnation denn nicht unterschreiben. Wir sind schließlich froh, dass alles prima weiterlief, und der DAX wie andere Aktienmärkte jetzt, direkt vor der Wahl ein neues “Allzeithoch” erreicht haben. Wer möchte da nicht in den Jubel zwischen Sozietätsverlag, Eschborn und Vordertaunus einstimmen, und es versteht sich: gänzlich ohne Experimente ?

Wen kümmert´s noch, dass dieses Hoch aus schlechter Wirtschaftsentwicklung rührt? Und wer möchte nicht, dass “Sparen” das Leben unserer öffentlichen Institutionen möglichst komplett bestimmt, auf dass Erbschaften und andere hübsche Einkünfte auch künftig garantiert sorgenfrei funktionieren? Genau, sagt die FDP, und anders als 1960 gibt es jetzt einen Haufen zu vererben, zumindest für einige – also:

Doch halt, wir sind heute schließlich weiter, viel weiter, leben in einer echten “Wissensgesellschaft” und das muß ganz cool rüberkommen, so ala Apple oder Ikea. Experimente machen ensprechend die Grünen, indem sie Erben streichen, die Gerechtigkeit rund um das Sparen ganz klein machen und dafür das DU einführen. Klipp und klar.

Experimentefreies Sparen garantiert natürlich Bestand, trotz DU. Auch deswegen nennen wir in Frankfurt die Grünen manchmal liebevoll “FDP in Demeter-Qualität”.

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Summer in Frankfurt 2013 – I

Hitze weht durch die Berger Strasse, endlich ein paar Tage richtiger Sommer in Frankfurt. Und den wollen wir nachhaltig, draussen genießen. Wenn kein Wochenmarkt den Platz am Uhrtürmchen besetzt, dann stehen dort an die hundert Tische von Cafes und Restaurants, gewöhnlich gut besetzt. Die Berger möchte sich strikt mediterran geben und zusammen mit dem Branding [...]

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Sonntagsspaziergang am Riverside

Eine kleine Fotostrecke

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»Flashmob« gegen Leiharbeit am 29. Mai 2013 in Frankfurt am Main – ein Blockupy-Veranstaltungshinweis

Es war einmal ein kleines Dorf im römisch besetzten Gallien. Doch halt, wir leben ja in der Gegenwart: Es ist Mai 2013 und Blockupy wirft seine Schatten… Die Veranstaltungen sind von Donnerstag bis Samstag (30. Mai … 1. Juni 2013) bis auf eine: Eine Aktionsveranstaltung findet bereits am Mittwoch, den 29. Mai 2013, statt und [...]

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Ferdinand Happ Strasse – einmal drin und Schluss

Das Verwaltungsgericht hat dem Nazi-Aufmarsch einen Ort im Ostend zugewiesen, und zwar in Sichtweite der neuen EZB. Grundsätzlich hatten wir das Thema bereits behandelt , was uns jedoch nicht gehindert hat, uns diesen Ort einmal näher zu betrachten. Eingeklemmt zwischen den Geleisen am Ostbahnhof und der Hanauer Landstrasse führt sie direkt von der Rückseite des [...]

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Aktuelles Klima – Bornheim im Frühling?

Nein, am Fünffingerplätzchen auf der oberen Berger gibt der Frühling auch noch kein Zeichen von sich. Um 12 Uhr mittags zeigt das Thermometer knappe 5 Grad, “gefühlte 1 Grad”, so wie heutzutage die Nachrichten gerne Gefühle für uns rüberbringen. Ja, der gefühlte Mittelpunkt Bornheims zieht im neuen Jahr beim profitablen Umbau der ganzen Strasse weiter [...]

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Altes Frankfurter Sigmund-Freud Institut in der Myliusstrasse besetzt

Eine Reminiszenz an Mitscherlichs „Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Anstiftung zum Unfrieden“

Am 16.02.2013 haben Aktivist_innen ein leerstehendes Gebaude in der Myliusstraße besetzt:


In dem Haus befand sich bis 2010 das Sigmund-Freud-Institut, das auf Grund einer Renovierung umziehen musste. Das Institut wurde 1960 maßgeblich von Alexander Mitscherlich gegründet, 1964 eröffnete es in der Myliusstrasse 20. Wie der Frankfurter Rundschau vom 15. Februar 2013 zu entnehmen war, soll im Juni endlich mit dem Umbau des Gebäudes begonnen werden. Ein prächtiger Glasbau wird neben dem seit 2012 denkmalgeschützten Gebäude errichtet werden.
Die Freudsche Psychoanalyse ist, genauso wie die Kritische Theorie, in der gesellschaftlichen Irrelevanz verschwunden und dient der Universität Frankfurt lediglich als schickes Aushängeschild“, erläutert Aktivistin Margarete Rothschild. „An diese Tradition anknüpfend soll das Institut zwischengenutzt werden.“ In den nächsten Tagen werden hierzu mehre Veranstaltungen stattfinden. Fokus wird auf die Psychoanalyse und ihre gesellschaftskritische Relevanz gelegt werden. Ergänzend ist eine Kritik der psychiatrischen Praxis zu leisten.
Es scheint normal zu sein sich gegen nichts zu wehren, selbst wenn es die eigenen Umstände betrifft. Höchstens kommt es zu einer kurzen Empörung“, merkt Aktivist Moshe Anhan an und erklart weiter: „Nach dem gestern das Ende des IVI ein Schritt näher gerückt ist, haben wir beschlossen nicht noch weiter untätig in unseren Wohnungen zu sitzen.“
Gestern erwirkte die Frankonofurt AG beim Landgericht den Räumungstitel gegen das IVI. Abends kam es bereits zu zwei Besetzungen, die aber innerhalb kürzester Zeit wieder geräumt wurden. Zeitgleich wurde mit einem großen Rave der Umzug des Bockenheimer Campus und die Bedrohung des IVI thematisiert. Gut 400 Menschen zogen bei lauter Musik durch die Frankfurter Innenstadt und wiesen auf ihre Anliegen hin.
In den letzten zwei Jahren gab es in Frankfurt viele Versuche Häuser zu besetzten und sich urbanen Raum anzueignen. Wir sind diesem Beispiel gefolgt, “ schließt Moshe Anhan. „Wir rufen dazu auf dies auch zu tun! Denn all diese Bemühungen müssen zum Erfolg führen. Auch vermeintliche Misserfolge der Vergangenheit sind Mosaiksteine hin zu einem anderen, selbstbestimmten Stadtbild.“

 
Das Haus wurde am Montag entgegen den Zusagen auf Druck des Innenministers Boris Rhein polizeilich geräumt.

Rhein war Kandidat für das Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters, und wurde von prominenten Frankfurter Grünen unterstützt.

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Ausstellung: »Europäische Grenzen: Traces to and trough Europe«

Im ehemaligen Abschiebegefängnis Klapperfeld in Frankfurt (Klapperfeldstraße 5) ist vom 17. Januar bis 15. Februar die Ausstellung “EUropäische Grenzen: Traces to and Through Europe” zu sehen. Kernstück ist eine Fotoausstellung über die Mittelmeerinsel Lampedusa. Dort gibt es einen Schiffsfriedhof, auf dem sich die Boote stapeln, mit denen Menschen nach Europa zu gelangen versuchten. Die Fotoreihe [...]

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MMK Talks: Slominski schweigt.

(…)

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Universitas-eine unfreiwillig geheime Veranstaltung als Prolog zum Kulturcampus


Großes war geplant für den vergangenen Freitag im Studierendenhaus: „Universitas“, ein wissenschaftlich-theatralischer Crossover mit mehr als 30 Mitwirkenden, der gleichzeitig ein Beispiel abgeben sollte, so der Ankündigungstext „für die künstlerischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten eines Kulturcampus“. EINES Kulturcampus? Nein, DES Kulturcampus, um dessen Realisierung zwischen Universitätsleitung, der städtischen Wohnbaugesellschaft ABG, der Stadtregierung, dem ASTA und verschiedenen Initiativen in Bockenheim seit Jahren gerungen wird. Die Initiativen und der ASTA haben alles daran gesetzt, mittels des Kulturcampus zu verhindern, dass ein weiteres Stadtviertel zur Bürohochburg verkommt, und der schwarz-grünen Stadtregierung und der Universität in zähen Verhandlungen einiges an Zugeständnissen abgerungen. Inzwischen nimmt jeder Politiker das Wort „Kulturcampus!“ freudig erregt in den Mund, wenn er auf Empfängen nach dem nächsten Proseccoglas greift. Wie der letztendlich aussehen wird, scheint allerdings nach dem neusten Strukturplan unklarer denn je (siehe unseren Bericht vom 22.11.: Eine einmalige Chance wird vertan.)

Egal, das Kurzkonzept zu Universitas verkündete wohlgemut: „Alle Beteiligten müssen sich auf die fremde Sprache der jeweils Anderen einlassen. Keiner kann in vertrauten Denkgewohnheiten verharren. Das Projekt zeigt, dass das Miteinander verschiedener Institutionen, Künste und Wissenschaften an einem Ort zu einer neuen Sprache führen kann, ohne die eigene zu verleugnen. Die Veranstaltung am 30.11. ist der Prolog zu größeren Aufführungen in den Jahren 2013 und 2014. Die Aufführungen bilden den Fokus für die kontinuierliche Zusammenarbeit der beteiligten Personen und Einrichtungen. Der Prolog am 30.11. ist auch der Auftakt für eine Kooperation der am Kulturcampus Frankfurt beteiligten Institutionen“.

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Stadtleben: beschleunigte Zombifizierung

Neulich erzählte mir ein Bekannter mit guten Verbindungen in die Immobilienbranche über Gepflogenheiten von Kunden im neuen Europaviertel. In der Stadt am Main wird schon länger gemunkelt, dass die Neubauten im Fadenkreuz des Ostens sind und in den Sekretariaten mancher Bauträger öfters chinesisch oder russisch als deutsch und englisch gesprochen wird. Für eine “Alpha-City” wie [...]

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Bethmannpark: Hundertjährige Buche “prophylaktisch” gefällt

Baumphobie des Frankfurter Grünflächenamtes Im Frankfurter Bethmannpark liegen große Stammstücke herum: Eine hundertjährige Buche wurde am 30. November abgesägt. „Die Erde ist mit einem Pilz befallen“ antwortete  – als erste Version der Geschehnisse - der für den Bethmannpark zuständige Gärtner einem Nachbarn, der die Gründe für das Abholzen wissen will. „Unverschämte Ausrede! Es gibt nämlich keine [...]

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Finance Gala 2012: Einsprüche

Zum Abschluß der Euro Finance Week die mondäne Finance Gala in der Alten Oper. Zumindest einigen Frankfurtern passte die finanzgetriebene Besetzung der Stadtmitte nicht. – - Fotos: Talpone

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Aktivierende Befragung in der Stadt

Die Idee einer aktivierenden Befragung in Frankfurt entstand im Netzwerk „Wem gehört die Stadt?“. Dieses Netzwerk hat sich Anfang 2011 gegründet. Dort arbeiten recht heterogene Gruppen zusammen: Dem Selbstverständnis des Netzwerks nach alles Menschen, „die sich im weitesten Sinne mit Gentrifizierung, Verdrängung und Überwachung etc.“ beschäftigen.

Bei Treffen des Netzwerks rückte das Thema „Mieten“ in den Mittelpunkt: über 800 Zwangsräumungen im Jahr 2011, ein Mietspiegel, mit dem die Stadt die Mietpreise weiter in die Höhe treibt, deutliche „Aufwertungs-“ und Verdrängungsprozesse, studentische Wohnungsnot am Anfang jedes Semesters.

Viele Aktive aus dem Netzwerk wohnen zwar in Stadtteilen, die von Aufwertung betroffen sind oder bald sein werden, können aber trotzdem schlecht einschätzen, wie die Stimmung in den Vierteln ist. Sind die Leute unzufrieden? Wenn ja, womit ganz genau? Glauben sie, dass es Sinn macht sich zu organisieren und zu wehren? Um diese Fragen besser einschätzen zu können, entstand die Idee der „aktivierenden Befragung“.
Diese „aktivierende“ Befragung will, anders als die sozialwissenschaftliche, keine objektiven Erkenntnisse gewinnen und von einem neutralen, wissenschaftlichen Standpunkt aus fragen. Stattdessen fragen wir nach unseren Wünschen und Bedürfnissen, als Menschen die unzufrieden sind mit der Situation in der Stadt, die es satt haben die Hälfte ihres Nettoeinkommens für Miete auszugeben, die nicht wollen, dass Frankfurt nur für eine globale Elite bezahlbar ist.

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Frankfurt steht leer – Fotografische Ausstellung und Debatte

Der Immobilieninvestor Franconofurt, dem die Universität Frankfurt dieses Gebäude kritischer Gegenöffentlichkeit andiente, hat in Aussicht gestellt, mit Hilfe von Polizei und Gerichtsvollzieher die folgende Ausstellung und wichtige stadtpolitische Debatte zu verhindern und zu kriminalisieren. Wer darin einen nicht hinnehmbaren Angriff auf Demokratie und Öffentlichkeit erkennt, hat am heutigen Mittwoch um 19h im Kettenhofweg 130 wahrscheinlich [...]

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Die sagenhafte Welt der Mainzer Landstraße

Ein Suchspiel – Jörg Thums|red park

Beginn Zwei Termine – Samstag, 29.09.2012 und Sonntag, 30.09.2012

Anmeldung unter joerg.thums@red-park.net

Er hatte oft von wunderbaren und seltsamen Dingen gehört, die seine Neugier geweckt hatten. Er beschloss deshalb, diese erstaunlichen Dinge suchen zu lassen, damit man sie auf seinem Schloss zusammentragen könne und jedermann sie sehen und sich darüber wundern könnte.

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EZB und das Ostend: Umbaustationen

Das Frankfurter Ostend wird umgebaut, ganz zugerichtet auf die Bedürfnisse der finanzregulierten Alpha-City. Die EZB auf der ehemaligen Großmarkthalle und ihre bauliche Garnierung zeigt den Wandel der europäischen Ökonomie und Lebensweisen wie in einem Brennglas.
Die Vorgeschichte des Ostends kennt kaum noch jemand: zwischen Flößerbrücke und Hanauer Landstrasse standen bis vor zehn, zwanzig Jahren noch große Teile der Frankfurter Metallindustrie, weit mehr Firmen als im Westen um die Adlerwerke im Gallus. Vor der neuen EZB zum Beispiel, in Front der jetzigen A-Lagen Eigentumswohnungen am Main war die Weseler Werft. Von der aus ging es Richtung Osthafen zu den Metallverwertungsfirmen wie Thyssen – genau dort, wo in Zukunft der Park entstehen soll, in dem die Bürger andächtig vor der EZB verweilen dürfen. Der Main war für die Metallverwertverwerter wichtig, die Berge gesammelten Metallschrotts konnten hier nämlich direkt über die Kaimauer ins Schiff verladen werden.
Gegenüber, etwa dort wo es von der Honsellbrücke zur neuen Brücke geht, die gerade über den Main installiert wird, arbeitete British Steel in einer großen Halle. Die Geschichte dieses internationalen Konzerns kann als Symbol des europäischen Umbaus begriffen werden, und er kommt hier vor Ort besonders stark zur Geltung. Zur Zeit der britischen Labour-Regierung in den 60ern wurde die quasi-staatliche Großfirma für Metallverarbeitung in England aus vielen kleinen geformt, und sie übernahm schließlich auch einen Betrieb in Frankfurt. Die neoliberale Politikerin Thatcher privatisierte die Firma, aus Großbritannien sollte eine profitable Banken- und Dienstleistungsinsel werden. Mit British Steel ging es entsprechend bergab, vor Jahren wurde sie an die indische Tata Steel verkauft. Dort wird jetzt Metall für die Welt hergestellt und in Frankfurt ist das Werk schon lange dicht.

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7200 Minuten in Barcelona

Es war heiß in Barcelona, als ich dort war (Juli)

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Sarai: Hl. Leo Quijote

_RIMG0071Was haben Petrus von Verona und Leo Trotzki gemeinsam?

Nein, fangen wir so an:

Betrittst Du diese Tage Sarai – und der schwerfällige Merzmensch empfiehlt, sich zu beeilen, da nur bis zum 15.07.  -… Nein, ich fange lieber ganz anders an.

Wer ist Peter Rippl? Autor? Filmemacher? Künstler? Alles zusammen? Mir sagt er: “Ich weiss nicht, was ich bin“. Aber ich weiss, dass…

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Stacheluniversität, oder ABG Holding vs. Philosophicum

Wie Sie bereits wissen, werte Leser, ist am letzten Samstag eine kurzweilige Besetzung des Philosophicums stattgefunden.

Das hat den hellen Köpfen von ABG Holding gar nicht geschmeckt. Denn die hellen Köpfe von ABG Holding haben mit diesem denkmalgeschützten Meisterwerk der Architerktur noch Grosses vor.  Sie erinnern sich:

(Quelle: http://www.kulturcampusfrankfurt.de/wp-content/themes/kulturcampus/map.html)

Und dann…

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Kulturcampus schon jetzt neu belebt: Philosophicum besetzt

Zum Sommerfest der Bürgerinitiativen Offenes Haus der Kulturen e.V. und Initiative Zukunft Bockenheim kamen am heutigen Samstag etwa 500 Menschen auf dem Campus Bockenheim zusammen und feierten in friedlicher und ausgelassener Atmosphäre gemeinsam das Sommerfest „Kulturcampus Mon Amour!“. Um 21 Uhr kam es spontan zur Öffnung des angrenzenden, der Öffentlichkeit seit 10 Jahren entzogenen Philosophicums. Etwa 300 Menschen nahmen die Gelegenheit wahr, das Gebäude von Innen zu besichtigen und eine fröhliche Party zu feiern. Ziel der Aktion war, eine öffentliche Diskussion über das vom Abriss bedrohte Philosophicum zu forcieren und dem Diskurs ein konkretes Gesicht zu geben. Geplant ist ein vielfältiges Programm an Diskussionen, Filmvorführungen, Ausstellungen und Performances.

Gegen 23h erschien der Geschäftsführer der AGB Holding, Frank Junker in Begleitung eines Einsatzleiters der Polizei und forderte die Anwesenden aller Altersgruppen auf, das Philosophicum zu verlassen. Die Aktivist_innen beschlossen trotz dieser Aufforderung, im Gebäude zu bleiben. Die Polizei verzichtete angesichts der friedlichen Veranstaltung auf die gewaltsame Räumung. Herr Junker setzte unterdessen eine Frist bis Sonntag, 1. Juli 12h, um das Gebäude zu verlassen.

Die Bürgerinitiativen Ratschlag Campus Bockenheim, Zukunft Bockenheim, Offenes Haus der Kulturen e.V. und der AstA der Goethe-Universität solidarisieren sich mit der Aktion und laden die Presse am Sonntag um 12h zu einem Gespräch ins Philosophicum ein, um das Anliegen der Aktivisten und Unterstützer darzulegen und das für die kommenden Tage geplante Programm vorzustellen.

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Staatliche Antigentrifizierung, oder Viel Lärm um Roth.

Frankfurt ist dynamisch. Frankfurt ist im Wandel. Frankfurt ist im Werden. Frankfurt geht berg ab/auf (das richtige bitte streichen).

DSC_0027Dazu geschieht in Frankfurt etwas mysteriöses…

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Chase-Lauf ’09. Non progredi est regredi

IMAG0140Nein, ich habe gestern nicht die Strassen Frankfurts mit der korporativen Art von #blockupy blockiert. JP Morgen Chase-Lauf 2012 ist ohne mich verlaufen, da bin ich im Reinen mit Herrn Rhein. Doch hier ist mein Bericht aus dem Jahre 2009. Samt Bananenklau, wild um sich herum schiessenden Ministerpräsidenten Koch und einigen halbnackten Südländerinnen (oder ohne sie, je nach dem). Zur Kenntnis. To whom it may concern. Einfach so.

***

ich bin an sich weder sportlich, noch mitläufer. doch diesmal bin ich sportlich mitgelaufen: chase-lauf war angesagt.

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Kreativitätsschub beim Ordnungsamt: Ich säe also räume ich

Bis auf einen Saxophonspieler, der vor sich hin musizierte und eine Handvoll Aktivisten war das Occupy-Camp ziemlich verwaist gestern Mittag. Eine Oase der Ruhe im Vergleich zu der Zeil. Eine junge Aktivistin stellte sich bereitwillig meiner neugierigen Fragen. Morgen soll ein Teil des Camps, der direkt an der EZB angrenzt …frischem Saatgut weichen, so hat [...]

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Blockupy. Videoimpressionen.

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Goethestrasse: Sperrholzglamour

Wunderschön sind die Strassen in Frankfurt am Main. Zeil ist lebendig und voller Menschen. Bergerstrasse lädt zum fröhlichen Bummeln ein. Goethestrasse ist aber einzigartig. Das ist die Strasse der Reichen und Schönen. In die Geschäfte auf dieser Strasse geht nicht jeder. Glänzend und mysteriös atmet hier die Glamour-Welt.

Doch im Vorfeld der Blockupy-Demonstrationen hat sich auch diese Strasse etwas ganz besonderes ausgedacht: sie hat sich selbst blockiert.

Ich lade Euch, werte Leser, zu einer wunderschönen Reise ein – in eine Paralleldimension.

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Paulskirche unter schwarz-grüner Polizei-Gewalt

An die 1000 Frankfurter Bürger waren am historischen Ort vor der Paulskirche mit pausenlosen Gewaltandrohungen und Provokationsversuchen der Polizei konfroniert. Die Granden der CDU un der GRÜNEn im Römer versuchten, mit (fast) allen Mitteln freie Rede selbst mit einem kleinen Megafon zu verhindern. Der zwischenzeitlich von Musikgruppen bespielte Römerberg wurde ab 19 Uhr mit Gewalt [...]

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Wohin treiben wir?

Der inneren Logik seiner Krisendynamik überlassen, wird das in Agonie liegende kapitalistische System in Barbarei umschlagen.

Deutschlands Managerkaste reißt beim Thema Griechenland langsam der Geduldsfaden. Inzwischen sprechen sich auch Spitzenvertreter der deutschen Kapitalverbände dafür aus, Hellas aus der Eurozone auszuschließen. Dies forderte etwa der Bosch-Chef Franz Fehrenbach gegenüber dem Manager Magazin Mitte Februar. Griechenland sei „marode und in einer Solidargemeinschaft eine untragbare Belastung“, polterte der Kapitalfunktionär in dem Interview. Fehrenbach steht mit seiner Meinung wahrlich nicht allein dar. Einer Umfrage des Manager Magazin zufolge wünschen sich inzwischen 57 Prozent von 300 befragten Funktionsträgern aus dem deutschen Spitzenmanagement, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheidet. In Deutschland gewinnen somit Bemühungen Oberhand, Griechenland möglichst günstig zu „entsorgen“, nachdem das Land aufgrund der kollabierenden Wirtschaft nicht mehr als Absatzmarkt deutscher Exporte fungieren kann.

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und das bei dem Wetter

Ein ganzes Land wird hier von der deutschen Managerkaste „abgeschrieben“, zur Desintegration freigegeben, die den sozioökonomischen Zusammenbruch Griechenlands vollenden wird, der durch den von Berlin und Brüssel oktroyierten Sparterror eingeleitet wurde – und wir können uns sicher sein, dass dieser Reflex des Ausschlusses ganzer Volkswirtschaften auch in Bezug auf die anderen südeuropäischen EU-Staaten in der deutschen Öffentlichkeit überhandnehmen wird, sobald der Krisenprozess auch bei diesen Ländern weiter voranschreitet und sie sich am Rande des Zusammenbruchs wiederfinden.

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Rundgang Campus Bockenheim, Samstag 10. März, 14 Uhr Bockenheimer Warte

Öffentlicher Raum, Verkehr und Klima Die Bockenheimer Bürgerinitiativen führen begleitend zu den Planungswerkstätten „Kulturcampus Bockenheim“ Rundgänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf dem Campus Bockenheim an. Welche Veränderungen ergeben sich durch die Umnutzung des Campus Bockenheim von einem Universitätsbetrieb zu einem gemischten Quartier mit (hoffentlich hohem)  Wohnanteil und Kultur und Gewerbe? Welche Auswirkungen hat das auf das [...]

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Plattform Sarai: Alexander Salivontchik (Belarus)

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“Прошу тебя по-человечески: пиши честно и без лукавства”
“Ich bitte Dich, sei ein Mensch: Schreibe ehrlich und ohne Hintergedanken”

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Ein Gegenstandpunkt unter Roten

Marxist Coolface

Mit diesem Artikel stelle ich mich wahrscheinlich der politischen Überzeugung einiger FGZ-Autoren diametral entgegen und ich weiß, dass ich auch den einen oder anderen unserer geschätzten Leser vergrämen könnte.
Trotzdem hoffe ich, dass Ihr alle Eure Freude am Lesen dieser Zeilen und dem was eigentlich zwischen ihnen steht, habt.

Damit die werten Leser nun meinen Standpunkt einordnen können, sollte ich mich an dieser Stelle vielleicht einmal selbst politisch verorten.

Ich bin liberal im angloamerikanischen Sinne, nicht im deutschen Sinne in dem Liberalismus oft als Synonym für Marktradikalität missverstanden wird:

Politisches Viereck

Ich vertrete eine möglichst ausgeprägte Freiheit im persönlichen Bereich, bin aber der Auffassung, dass demokratische Einflussnahme auf wirtschaftliche Prozesse nur mit Hilfe starker und gut ausgestatteter staatlicher Institutionen möglich ist. Der Staat hat für mich auch eine Umverteilungsfunktion von Waren und Ressourcen, wobei sich diese Umverteilung an allgemein akzeptierten ethischen Grundsätzen und nicht an Gesichtspunkten der Markttauglichkeit orientieren darf.

Ich wage zu bezweifeln, dass eine solche Umverteilung immer ohne Druck und auf freiwilliger Basis erfolgen kann.
Aus diesem Grunde glaube ich, dass ein gewisser staatlicher Zwang das Ausleben von persönlicher Freiheit des Einzelnen überhaupt erst möglich macht.
Ich halte es für eine unabdingbare Notwendigkeit, dass Staat und Gesellschaft weiterhin über Machtmittel verfügen, die starke Gruppen und Einzelindividuen daran hindern können, ihre überlegene Position zu Lasten des Schwächeren auszunutzen.

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Frankfurt: Kein Sieg der Kritischen Gesellschaftstheorie

Akademische Gesellschaftskritiker in Frankfurt sehen ihre Ideen im Deutschland von heute in großem Umfang realisiert. Nach 80 Jahren “Kritischer Theorie” gründet dieses erstaunliche Urteil wohl eher in deren Perspektivenwechsel, denn in der Realität europäischer Gesellschaften.

Zugestanden: wer heute “Frankfurt” hört, denkt zuerst an die EZB. Dann vielleicht an das Museumsuferfest. Oder auf Dauer gestelltes Schwarz-Grün. Gut, in Frankfurt studieren 50 – 60 Tausend Leute, also müssen noch die Hochschulen ran: als “Leuchtturm” in den Medien und anderswo gilt das “House of Finance“, ganz oben im Ranking. Meist ignoriert wird das nur gut 1000 Meter entfernte und gerade neu renovierte “Institut für Sozialforschung“, eine Institution mit langer Geschichte und weltweiter Ausstrahlung.

An eine dort situierte, sogenannte “Frankfurter Schule” erinnert sich aber kaum jemand, höchstens an die “neue” satirische Variante, die deren ursprünglichen gesellschaftskritischen Impuls einen guten Schuß Zeitgeist mitgab, meist in Form von Zeichnungen. Das originale Institut wurde vor der nationalsozialistischen Machtübernahme gegründet, und zwar aus einem stark antikapitalistischen Impuls, der sich gegen marxistische Orthodoxie wendete. Die heutige Frankfurter Akademie lässt davon nicht mehr viel übrig, am ehesten noch ein Denkmal in Nähe der Bockenheimer Uni. Aber die wird bald abgerissen, und das Denkmal wird durch Eigentumswohnungen vom Institut abgeblockt.

Adorno Platz

Da steht er nun ganz abgeschottet, der Schreibtisch Adornos

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Bei den Frankfurtern II

Die Europäische Zentralbank bestimmt zunehmend das Frankfurter Stadtbild, von der großen Ökonomie bis zu den Lebensbedingungen in der Stadt. Sie ist keine sonderlich beliebte Institution, eher ein Symbol des herrschenden Neoliberalismus. Antoine Dumini und François Ruffin setzen ihre Gespräche mit dem Personal der EZB fort. (Beginn hier)

Wäre Trichet ein Berater im Élysée-Palast geblieben (wie unter Präsident Giscard d’Estaing 1978-1981) oder Kabinettsdirektor im Ministerium für Wirtschaft und Privatisierungen (wie 1986 unter Édouard Balladur), würde man ihn wohl der Rechten zuordnen. Die EZB aber, die sich ihrer “Unabhängigkeit” rühmt und ihre Urteile als “wissenschaftlich” verkauft, konnte sich der öffentlichen Kritik bislang zumeist entziehen. Vor den internationalen Demonstrationen gegen das Finanzsystem vom 15. Oktober, als sich tausende Anhänger der Bewegung “Occupy Frankfurt” vor dem Eurotower einfanden, hatte es dort noch kaum eine Protestkundgebung gegeben.
Die EZB tut alles, um sich unsichtbar zu machen”, meint der Soziologe Frédéric Lebaron. “Sie sieht sich als eine Art Sachverständigenrat, der über den Parteien und den einzelnen Staaten angesiedelt ist.” Aber auch ihre geografische Distanz und die offenkundige (und bewusst gepflegte) Komplexität der Themen, mit denen sie sich befasst, sorgen dafür, dass sie den kritischen Blicken der Bürger entgeht.

EZB - abends

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Pie in the Sky- Eine Brücke zwischen der Wirklichkeit und der Utopie

Pits

Ist es ein utopisches Versprechen oder gar eine illusionäre Idee, wenn der Songwriter Joe Hill den Arbeitern Anfang des 19. Jahrhunderts zynisch prophezeit:

“You will eat, bye and bye,
In that glorious land above the sky;
Work and pray, live on hay,
You’ll get pie in the sky when you die”

Wo verläuft die Grenze zwischen dem Gewünschten und der Wirklichkeit? Wie gelingt es, künstlerisch diese Thematik aufzugreifen und darzustellen?

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Bei den Frankfurtern I

Die Europäische Zentralbank bestimmt zunehmend das Frankfurter Stadtbild, von der großen Ökonomie bis zu den Lebensbedingungen in der Stadt. Sie ist keine sonderlich beliebte Institution, eher ein Symbol des herrschenden Neoliberalismus. Antoine Dumini und François Ruffin nahmen am Ende der Ära Trichet ihr Innenleben in Augenschein.

Seine letzte Pressekonferenz gab Jean-Claude Trichet im ersten Stock der Europäischen Zentralbank (EZB). Er intonierte – auf Englisch – das alte Lied von den “Strukturreformen“. Das kann er offenbar auswendig, schon bei seinem ersten Auftritt als EZB-Präsident im November 2003 hatte er “Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt” eingeklagt. Diese immer wiederkehrende Forderung war aber nicht wirklich Trichets eigene Erfindung, denn schon sein Vorgänger Wim Duisenberg hatte sie gebetsmühlenartig wiederholt.

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An diesem 8. September 2011 aber wurde Trichet, trotz der zuweilen kryptischen Sprache, etwas konkreter: “Wir sollten vor allem zu einer Abschaffung der automatischen Lohnindexierungsklauseln und zu einer Stärkung von Vereinbarungen auf Unternehmensebene kommen, damit die Löhne und Arbeitsbedingungen auf unternehmensspezifische Bedürfnisse abgestimmt werden können. Diese Maßnahmen sollten mit Strukturreformen einhergehen, insbesondere im Dienstleistungsbereich – einschließlich der Liberalisierung reglementierter Berufe – und, soweit sinnvoll, mit der Privatisierung von Dienstleistungen, die heute vom öffentlichen Sektor wahrgenommen werden; auf diese Weise könnte man Produktivitätszuwächse anstoßen und die Wettbewerbsfähigkeit stützen.”
Man kommt sich vor wie im Politbüro kurz vor dem Zerfall der Sowjetunion“, flüsterte der grüne Europa-Abgeordnete Pascal Canfin auf seinem Zuhörerplatz

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Schöner Wohnen, lockerer Leben

Anders Wohnen“ klingt seit mindestens einem Jahrzehnt in vielen deutschen Städten Deutschlands als Drohung, nur für wenige als Verheißung. Die Immobilienpreise ziehen fast ohne Unterbrechung an, und das hat verschiedene Gründe, meistens aus politischen Entscheidungen herrührend.
Zum einen das viele verfügbare Geld, das nun noch von den Aktien- und Geldmärkten verunsichert wird (das Kapital ist eben ein scheues Reh). Die diversen Steuersenkungen und Einkommenserhöhungen für die oberen Etagen häuften dort ganz erhebliche Geldmittel an. Diese suchen nun einen sichere Unterkunft und finden sie als Anlage in lukrativen Wohnungen von Metropolen. Die um Platz streitenden Investoren treiben dort die Preise hoch, denn in den Einkommenshöhen lässt sich damit noch einmal Steuern sparen, ein Weg, der den normalen Mietern verwehrt ist.
Dazu kommt eine Politik der Privatisierung öffentlichen Eigentums, die nicht nur Wasserwerke, Brücken oder Schulen betrifft, sondern eben auch die kommunalen Wohnungsgesellschaften oder direkt deren Wohnungen. Aus Sozialwohnungen werden überdies freie Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen, der soziale Wohnungsbau in Deutschland bricht seit Jahren ein.

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Streiflichter Indien

Der FGZ-Korrespondent in Indien möchte mit “Streiflichtern” unsere Perspektive ein Stück aufweiten. Dort gibt es ausser billigen Programmierern und vielen Menschen eine Menge anderes. Zum Beispiel viele neue Atomkraftwerke. Die gefallen nicht allen.

Bewegungen – und auch keine

Landnahmen seitens Verwertungsinteressen sind hier in Indien an der Tagesordnung – bis hin zu veritablen Buergerkriegen. Lange waren Landnahmen fuer AKW lediglich ein Teil davon, ohne dass sich die Proteste explizit gegen die Atomkraft richtete. Auch in Jaitapur, Mharashtra war dies zunaechst nicht anders. Mittlerweile formiert sich allerdings landesweit die gegen AKW gerichtete Bewegung .

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Hier gab es in den letzten Jahren die groesste Protestbewegung mit ueber 250,000 Teilnehmern und vielen Toten. Das liegt sicher an den gigantischen Ausmassen ( 6 x 1,600 MW) dieses Vorhabens, dem mehrere tausend Familien zu weichen haben. Der Standort ist knapp 200 km suedlich von Bombay (ueber 20 Mio Bewohner) und noch naeher am boomenden Puna (ueber 5 Mio), um nur die beiden goessten Ansiedlungen zu nennen. Und mittlerweile dehnt sich die Bewegung aus, so wurde im suedlichen Tamil Nadu die Inbetriebnahme eines Meilers von der Bevoelkerung verhindert.

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Emphatischer Zeitraffer: Innenstadt

Mit 9000 Bildern in ca. 28 Stunden reiner Aufnahmezeit hat Marc Schmidt ein Zeitraffer-Video (“Time Lapse Frankfurt”) von Frankfurt hergestellt, das wegen seiner verschiedenen Perspektiven sehenswert ist. Würde er auch noch die übertriebenen Kommentierungen etwas runterschrauben, könnte was Nettes draus werden.

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UNTOTE

Mad for stalking

PUNK IST EIN ZOMBIE!

und sein Schlaf wird gestört

es ist hungrig wie wild

wenn es gefressen hat

Und wenn es Trommeln hört

Lücke

PUNK IST EIN ZOMBIE!

ganz von Kugeln zerrissen

und es ist hinter dir her

es hat offene Brüche

aber kein schlechtes Gewissen

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Big Vermieter is watching you

Videoüberwachung

Hin und wieder kann man in unserer kleinen Großstadt Frankfurt Orte finden, deren Existenz man bis dahin nicht einmal für möglich gehalten hätte. So ging es meiner Freundin und mir, als wir an diesem Mittwoch an einer Wohnungsbesichtigung in einem markanten Haus teilnahmen, welches an einer Straße liegt, die nach einer verdienten Frankfurter Bankiersfamilie benannt wurde.

Das Haus war optisch alles andere als ein Juwel und stach durch seine ausgeprägte Hässlichkeit aus der Masse der umliegenden netten Altbauten hervor, 15-stöckig, zwei miteinander verbundene Hochhäuser in ehemals Giftgrün, welches sich mit der Zeit durch Schmutzanhaftung in BW-Flecktarn verwandelt hatte.

Auf den Balkonen fanden sich Deutschlandfahnen (obwohl doch gerade keine WM ist), teilweise sogar gepflegte Blumen und mir fiel das merkwürdige Fehlen der, sonst an Hochhäusern wie diesem allgegenwärtigen, Sat-Schüsseln auf.
Angesichts der Fassade hätte man trotzdem damit gerechnet, dass es sich bei den Bewohnern eher um Angehörige sozial benachteiligter Gruppen handelte.
Umso mehr überraschte uns das, was wir in dem Haus vorfanden.

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Die Agentur

Für unser täglich Brot haben wir eine ganze Menge Banken, private und öffentliche, lokale und globale, staatsgetragene und staatstragende. Manche stellen sogar Geld her, andere verbrennen es bloß. Alle haben irgendwie damit zu tun, Geld an Kunden zu vergeben, oder noch besser, etwas Cash von Kunden zu bekommen, um es anderen zu leihen, mit möglichst viel Ertrag. Oder so gesagt: “Banker” sind mit allem beschäftigt was irgendwie damit zu tun hat.

Die Kunden der Banken können Privatleute, Firmen oder Staaten sein und für ihre nutzenbringende Betreuung steht eine ganze Heerschar weiterer Dienstleister bereit: Fonds und Versicherungen, Anwälte und Berater, IT-Spezialisten und Dealer. Um diesen ganzen Zirkus dreht sich ein gehöriger Teil des öffentlichen und halböffentlichen Lebens in Frankfurt.

So viel Gold

Und alle diese Mitspieler beim Geldgeschäft wollen ein möglichst großes Stück vom Kuchen abhaben. Um für dieses Resultat sicher zu gehen, muß der professionelle Geldhändler möglichst gut Bescheid wissen über die Kunden und ihre Kinderstube, das kennen wir schon aus der Schule: bei gutem Leumund leiht man dem Nachbarn auch mal nen Euro.

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Kleine Umweltpolitik 2011

Letztes Wochenende war es, als in den Feuilletons großer deutscher Zeitungen die Varianten grünen Zeitgeistes zu besichtigen waren. In FAZ, Süddeutscher und dem Freitag traten besorgte Interpreten unseres kollektiven Umgangs in Umweltsachen mit konservativem, grünem und sozialdemokratischem Anstrich wie im Programm einer Kleinkunstbühne auf. Die Artikel geben uns zusammen die Möglichkeit, einige Verengungen gegenwärtigen Sichtweisen zu weiten, denn sie bieten eine schöne Konstellation stereotyper Darstellungen.

Grünzeug - nicht mehr frisch

Die Süddeutsche, im neuerdings sich grün dünkenden Wohlstandssüden situiert, kommt basisverbunden dem Alltagsverständnis (“Notwehr”) des neudeutschen Wutbürgers nahe und leitet gleich eine ganze Artikelserie zur “grünen Frage” ein.

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Sur-Reale Dinge halt

Vor einigen Wochen, als draussen irreale karnevaleske Chaosi (pl. von Chaos) wüteten, fanden wir Refugium in Schirn. Ich muss sagen, Schirn, der jetzt 25jähriges Jubiläum feiert (i.e. 100 Jahre jünger als Hugo Ball) wird immer moderner, besonders in die heutzutage kontemporäre Zeiten.

Und die Ausstellung, die uns anlockte, ist höchst-beachtungs-wert.

Surreale Dinge , Sur-Klassiker und weniger bekannte Werke, Dada-Perlen und ewige Schocker, das alles war zum ersten mal gesammelt unter dem Blickwinkel der surrealen Plastiken. Bisher war man eher mit Texten und Bildern unterwegs, wenn man die Surrealisten beleuchtete, nicht aber mit ihren Drei(st)dimensionalit(ä/a)ten.

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Und interessant sind nicht nur die Gegenstände, sondern die Beobachter, die, schön kulturell und einem Museumsbesuch

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Der Kleingartentorschlüssel verantwortliche

Gartenzwergpolizei

Die folgende Geschichte ist keine Parodie. Ich verbürge mich hiermit für ihren Wahrheitsgehalt, auch wenn sie sich vielleicht unglaublich anhört:

Ich habe einen Freund in Karlsruhe, den ich regelmäßig besuchen fahre. Einmal im Jahr veranstaltet er zusammen mit einem Kumpel ein schönes Sommerfest mit etwa 100 Gästen. Da mein Freund Perfektionist ist, treibt er dabei regelmäßig einen immensen Aufwand, mietet Bierbänke, Zelte und eine große Musikanlage.

Das Fest findet auf einer Wiese neben einer Kleingartenanlage statt, auf der der Kumpel meines Freundes eine Gartenparzelle gemietet hat. Von dort holt er mittels Verlängerungskabel den Strom für die Feier.
Der Pächter der Wiese hat nichts dagegen, dass auf seiner Wiese gefeiert wird, sofern am nächsten Tag der Müll weggeräumt wird.

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Brauchtümer

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Rosenmontags steht ein versoffener Proll
Auf der Kreuzung und brüllt Faschingszoll
Mit rechts schwingt er ein Eisenrohr
Mit links hebt er seinen Humpen empor
Rollt mit den Augen und sabbert Schaum
Hundescheiße klebt ihm am Saum.

Wahrscheinlich hätt er nichts eingenommen
Wär nicht ein Haufen Kinder gekommen
Die ihn mit bunten Farben beschmierten
Und dann die Autos abkassierten.
Mit ihm teilten und verschwanden,
Allein das Rohr kam ihm abhanden.

Doch leider hat man diesen Narren
Am Ende doch noch eingefahren…

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Hört auf die Aussagen streunender Hunde!

Was wir zur Zeit erleben, ist das Abdriften der Weltgeschichte, zumindest der arabischen Revolution ins Surreale.
Augenscheinlichster Beleg dafür war der 30-Sekunden-Auftritt von Gaddafi im libyschen Staatsfernsehen, einem Sender, der ansonsten fast nicht mehr sendet: Gaddafi sitzt nicht in seinem Präsidentenstuhl, auch nicht in einer Staatskarosse, sondern in einem schmutzig-weißen, klapprigen Laster, einen weißen Regenschirm über sich aufgespannt, im Nirgendwo und erklärte

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Ein Streifzug durch die Ruinen des sagenhaften Utopia

Vor ein paar Jahren war „Second“ Life der Medienhype schlechthin, auch wenn ich bis heute niemanden persönlich kenne, der es einmal ausprobiert hat. Danach wurde es allerorten totgesagt, wobei sich immer wieder Fans zu Wort meldeten, die sich vehement gegen die Behauptung wehrten, „Second Life“ sei zur virtuellen Geisterstadt verkommen.

Als ich mich neulich wieder auf meinem Kreuzzug gegen die Ordnung und die scheinbar heile Welt (Zitat von den Hosen) durch die Weiten des Internets bewegte, beschloss ich, den Ruinen von „Second Life“ einmal einen Besuch abzustatten.

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Frankfurter Adel: ein Weihnachtsmärchen

Den “König der Hanauer Landstrasse” nennen ihn ehrfurchtsvoll die Lokal-Medien von BILD bis Frankfurter Rundschau, so verehren ihn die kleinen Freiherrn der Rhein-Main Gastronomie, die Landgrafen des Hotelgewerbes, die Halb-Edlen der Musik- und Disco-Branche, der Geldadel aus den Vordertaunus und die Unedlen hoher Frankfurter Dienstleistungskultur rund um Fashion und Event.

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In every dreamhome a heartache (Bad Vilbel Projekt 1)

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Haus Eins

Ein Bohrer. Ein Staubsauger. Eine Männerstimme, eine Frauenstimme.
M: “Kannst Du das nicht mal ausmachen, ich möchte Radio hören? ”
F: “Radio?”
M: “Ja.”
F: “Du kommst nach Hause und möchtest Radio hören?”
M:”Ja. Beim Bohren höre ich immer Radio.”
F: “Warum hast Du nicht Radio im Auto gehört?”
M:”Ich hab das Auto Ralf geliehen.”
F: “Ralf? Wieso denn Ralf?”
M: “Du weisst, dass wir seit drei Monaten seine Obstschale hier stehen haben. Er hat sie nie zurück verlangt.”
F:”Er hat sie hier vergessen, nach dem Essen. Was für eine Idee: Obst mitbringen. Und jetzt hat er unser Auto.Wie bist Du hergekommen?”
M: “Zu Fuß. ”

Ein Radio wird angestellt.

Sprecher: “Achtung Autofahrer auf der A 3 zwischen Winzenheim und Bornheimer Dreieck liegen Personenteile auf der Fahrbahn. Bitte umfahren Sie dieses Gebiet

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Östlich von Naxos

“Anarchie auf Naxos? Ein Frankfurter Industriegelände erfindet sich neu” hieß das Wochenendfeature, das der nimmermüde, erkundende und kartografierende Deutschlandfunk zu einem beliebten Stück Industriemuseum am Samstagmorgen ausstrahlte.  Bemerkenswerte Eigenschaften zeichnen die Naxos gerade in Frankfurt aus: eine Industriebrache mit richtigen Backsteinen und Fertigungshallen mitten in der glattgeputzten Finanzstadt; gar noch an der Schnittlinie der hippen Stadtteile Nordend, Bornheim

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Frankfurter Sensorium – Bilder (1)

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die rückkehr der ästheten

die erste spielzeit der neuen intendanz am schauspielfrankfurt, das jetzt Schauspiel Frankfurt heißt, ist vorbei. zeit also, um, wie man das so macht, bilanz zu ziehen. diese bilanz fällt an anderen orten als an diesem meist sehr positiv bis euphorisch aus und konzentriert sich dabei vor allem auf die großen namen, die oliver reese ans haus geholt hat und die gestiegenen zuschauerzahlen.
wie wahr, es wurde ein publikum zurückgewonnen.
der wahre ästhet ist zurückgekehrt aus dem exil. es waren dunkle jahre, als er immer nach wiesbaden fahren musste, um ein wenig kultur geboten zu bekommen. jetzt ist er wieder da, der edle kenner. der freund der ledersessel und des gediegenen clubbings. das frankfurter schauspiel ist wieder chic genug für die chefetage.

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Juli – Frankfurter Ferienbeginn

Die Erstellung und Betrachtung folgender Bilder unterliegt wie andere Artikel der FGZ keinem Rauchverbot

Rezipienten sind deshalb hier nicht vor der Gefahr einer Passivraucher-Schädigung gefeit!

Draussen, vorm SMS-Himmel
Draussen, vorm SMS-Himmel

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Auf dem Wohnungsmarkt

Ein neues Wesen bevölkert den deutschen Wohnungsmarkt; in ihm verkörpern sich die Anforderungen des postmodernen Mieters aufs Ideale: der Selbstzahler.

Zu entdecken war es zunächst vereinzelt und auch noch etwas verschämt in Annoncen von Maklern in Rhein-Main und versteckte sich ansonsten hinter der ungebremsten Absicherungswut von Vermietern.

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Frankfurt Viewing

Frankfurt ist angespannt, aber nicht nur Frankfurt. Seit Tagen, Wochen berichten die Medien, Locations werden vorbereitet, in Cafes und Kneipen wird gebrieft, die Hausflure und Wohnungen kennen nur noch ein Thema. Nicht Rund um den Finanzplatz Frankfurt oder ein Spiel in der Commerzbank-Arena gehts, kein J. P. Morgan oder Song Contest ist gemeint, weder Merkel noch Lafontaine kommen, nein tiefer, viel tiefer ergreifts uns diesen Monat: die Weltmeisterschaft kommt, der Fußball, unsere Mannschaft. Deutschland kämpft in Südafrika, unter Führung des agil-öden Löw und seines Business-Plans for Germany; und wir alle, wir alle zusammen dürfen dabei sein, dicht und pausenlos.

Während ich das schreibe vibriert es schon um mich herum im Vorort, Tröten, Stimmbänder und Teleapparate werden getestet, man denkt an Zustände vor einer Revolte. Jeder baut seine eigene Werbefläche, am Körper, auf dem Auto, den Balkon hinunter oder die häusliche Fahnenstange hoch.

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Stadtrundgänge im Web – eine Erkundung auf dem Lohrberg

Na gut, ich bin mit Google Street View auch schon mal in New York gewesen, das Ufer entlang und schließlich in einer runtergekommenen Sackgasse gelandet. Zeitlose Beschäftigung. Probleme habe ich mit der Vorstellung, dass tatsächlich TAUSENDE auf MEINE Frankfurter Haustür starren oder auf das Küchenfenster im ersten Stock, stundenlang. Ob sie das nun in Bad Herrenalb, Rimini oder Shenzhen machen. Stellt euch das bitte mal vor. Vielleicht übertrieben, denn unsere Osterfotos in Facebook, na ja.

Es gibt Gegenbewegungen im Web: die Erkundung von Nicht-Orten nämlich und der überwucherten Geschichte einer Stadt, ohne die Langeweile des nichtssagenden Street View. Das Explore-Berlin-Wiki präsentiert uns verlassene Gebäude in und um Berlin. Niemand da drin muß das Anstarren befürchten und wir lernen, dass die Stadt aus mehr besteht denn Malls, Verwaltungsgebäuden und Clubs. Ach so: und „Wohnquartiere“.

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Freiheitskampf der Apfelweinlogen

Die Bierbrauer beobachteten ebenso argwöhnisch wie letztendlich machtlos den Aufstieg der Heckenwirtschaften. Sie kämpften darum, ebenfalls Apfelwein ausschenken zu dürfen, was Ihnen 1750 gestattet wurde. Die Heckenwirtschaften hat man sich als „ausgeräumte Wohnstuben“ vorzustellen, später kam ein „Schankraum hinzu. Die Standardeinrichtung einer Heckenwirtschaft hat man sich folgendermassen vorzustellen: „Ein Schanktisch, dahinter die „Spühlbrenk“ mit Trocken- [...]

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Der “eilige Geschäftsmann” als Idealterrorist

Der Mann, dessen Laptop Alarm bei der Sprengstofferkennung am Münchner Flughafen ausgelöst hat und der daraufhin ebenso spurlos wie unbehelligt verschwand, wurde von der Bundespolizei als „Typ eiliger Geschäftsmann“ charakterisiert. Sie sagt nicht, was zu diesem Typus gehört, aber das Bild steht jedem sofort klar vor Augen. Was sie auch nicht sagt ist, das die [...]

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Wo die bösen Onkels wohnten-Der Frankfurter Berg

M lebte ihr Leben lang am Frankfurter Berg. Mehr als 20 Jahre lang in der Julius Brechtstrasse bei ihren Eltern, dann für ein paar Monate in einer der Wohnungen , die dort gebaut worden, wo ehemals die Kasernen und Wohngebäude der US-Army gestanden haben. Nur hundert Meter von der Julius-Brechtstrasse entfernt und doch eine andere [...]

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