Frankfurter Gemeine Zeitung

Riederwaldtunnel

Riederwaldtunnel und Autobahnbau im Frankfurter Osten: Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn (AUA) im direkten Gespräch mit dem Hessischen Verkehrsministerium und mit Hessen Mobil

 

Auf Einladung des Hessischen Ministers für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir, fand am 22.08.2017 in den Räumen des Ministeriums in Wiesbaden ein Informationsgespräch zwischen Vertretern des Ministeriums und von Hessen Mobil einerseits und des Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn (AUA) andererseits statt. Das Ministerium war vertreten durch Herrn Günther Hermann, Abteilungsleiter Riederwald, Bauwesen, Geoinformation, Hessen Mobil durch Heiko Durth, Abteilungsleiter Bau. Außerdem nahmen weitere neun Fachleute beider Institutionen am Gespräch teil. Das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn (AUA) wurde vertreten durch seinen Sprecher Friedhelm Ardelt-Theeck sowie fünf weitere Personen aus allem vom Autobahnbau betroffenen Stadtteilen im Osten von Frankfurt.

Herr Durth, Abteilungsleiter Bau bei Hessen Mobil, teilte im Verlauf des Gesprächs mit, dass das Planänderungsverfahren Riederwaldtunnel Ende Oktober 2017 beginnen würde, danach eine neue Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden solle und für Januar 2018 die Planoffenlegung geplant sei.

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Bewertung der Konsequenzen aus den Urteilen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen von 1988 und 1990 (Rechtswidrigkeit des Planfeststellungsbeschlusses 1980 A 66/A 661 bei Wegfall der A 66 Alleentunnel) durch AUA einerseits und Ministerium sowie Hessen Mobil andererseits unterschiedlich bis gegensätzlich ist.

Das Ministerium will sich darauf beschränken, infolge der Streichung der A 66 Alleentunnel im Bereich der Autobahn A 661 im Rahmen eines “Teilaufhebungs- und Planänderungsverfahrens” einerseits das Autobahndreieck Seckbach (A 66/A 661) incl. der A 66 Autobahnspange (Richtung Alleentunnel/Anschlusstelle Friedberger Landstraße/Rat-Beil-Straße) herauszuplanen und andererseits eine neue verlängerte Auffahrtsrampe von der Anschlusstelle Friedberger Landstraße der A 661 in Richtung Darmstadt bzw. Hanau (A 66 Tunnel Riederwald) sowie einer neuen Verzögerungsspur für die Ausfahrt Frankfurt-Ost zum Ratsweg zu planen.

Im Gegensatz dazu pocht das Aktionsbündnis darauf, dass infolge der veränderten Verkehrskonzeption ohne Alleentunnel – entsprechend dem Tenor der Urteile des Verwaltungsgerichtshofs Hessen von 1988 und 1990 zur Rechtswidrigkeit des Planfeststellungsbeschlusses 1980 für die Autobahn-Ostumgehung Frank­furt A 66/A 661 incl. B3a Kloppenheim bei Wegfall der A 66 Alleentunnel – das gesamte Planfeststellungsgebiet des Beschlusses von 1980 incl. aller darin enthaltener Projekte einbezogen werden muss; d.h. die gesamte A 661 von der Anschlussstelle Eckenheim bis südlich der Hanauer Landstraße einschl. des Preungesheimer Dreiecks incl. der B 3a bis Kloppenheim einbezogen werden muss. Weiterlesen »


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